Posts by Pardon

    Hallo Giovanni,


    na jetzt aber. Die Dreherbranche ist besser drauf, als du hier glauben machen willst. In unserem Metier Astronomie wäre eine Dreherei schlimmstenfalls von zwei drei Gängen pro Inch angesprochen. Die dazu passenden Wechselräder in der Schublade zu haben, wäre schon fast Ehrensache.


    Weg vom Abstrakten, hin zum Konkreten. Wieviel verlangst du - geschäftlich unter Teleskop-Haus - für deine Madenstift-Lösung, inklusive Verpackung und Versand?


    Grüße, Pardon

    […] Wie es scheint fehlt auch die sogennante Baffle Lock Nut. […]

    Hallo Fabio,


    so schaut es aus. Ich würde eine solche Mutter im Zusammenhang mit dem C8 so nicht nicht nennen wollen. Es handelt sich eher um eine Überwurfmutter, welche aussen das besagte SCT-Gewinde (2Inch, 24tpi turns per inch), innen das jeweils von Celestron verwendete Einschraubgewinde des Blendrohres besitzt.


    Beidseitig planparallele Auflageflächen, um dem Zubehör ein Anflanschen ohne Verkippen zu ermöglichen.


    Das Blendrohr ist seitens Celestron derart fest verschraubt und gesichert, dass es keine Kontermutter bräuchte. Celestron hat das fertigungstechnisch Beste gemacht, und schraubt auf das überstehende Blendrohr den Zubehörflansch drauf. Damit das funktional einwandfrei wird, ist zwischen Blendrohrende und dem Flansch Luft.


    Gegen Herausdrehen wird die Überwurfmutter durch Schraubensicherungslack gesichert.


    Der Nachbau einer solchen Überwurfmutter ist für eine ausgerüstete Werkstatt kein Hexenwerk. Ich habe Erfahrungen gemacht, die unter 100€ liegen.


    Grüße, Pardon


    anbei eine Quick-and-dirty-Skizze der Situation



    Nachtrag 17:50Uhr - eventuell ist hilfreich, den Messschieber auf „Inch-Anzeige“ umzuschalten. Beispielsweise könnten dann so ulkige Brüche wie 1-11/16 Inch einfacher erkannt werden. Ebenso das Abzählen der „Gänge per Inch“. Gewindelehren können, müssen aber nicht zum Erfolg führen. Celestron war ja nicht durch irgendeine staatliche Norm gezwungen, Normgewinde zu verwenden. Bereits das bekannte SC-Gewinde ist kein Normgewinde.

    Abwehrverhalten gegenüber wohlmeinenden innovativen Gedanken wird in der Fachliteratur gerne unter dem Begriff „Not-Invented-Here-Syndrom“ behandelt. Aus diesem Artikel zitiert


    „Wie lange es dauert, bis ein Teil der Welt die nützlichen Ideen eines anderen Teils übernimmt, nimmt einen wunder und ist unerklärlich. Diese Form der Dummheit ist auf keine Gemeinschaft, keine Nation beschränkt; sie ist universell. Tatsache ist, dass die Menschen nicht nur sehr lange brauchen, bis sie nützliche Ideen übernehmen – manchmal beharren sie auch hartnäckig darauf, sie ganz zu verschmähen. […]“

    – Mark Twain: Europe and Elsewhere, New York 1923. [indirekt zitiert nach Ariely 2010 in deutscher Übersetzung]


    Ich möchte die Forenmeisterei ermuntern, das eigene Verhalten diesbezüglich in einer Klausurtagung zu reflektieren und vielleicht sich dem Gedanken zu nähern, die eigenen Reihen mit soziologisch und kulturell umfassend gebildeten Meistern aufzufrischen.

    Basiswissen und Abkürzungen für Einsteiger. Bitte vorab lesen!


    So kann man Einsteiger anfahren. Gewiss. Es ginge auch anders … stilistisch, inhaltlich, soziologisch.


    Ein Niveau hebt sich nicht dadurch, dass man dessen Niedrigstand erläutert und die Verursacher im Kinderzimmerstil zur gelegentlichen Besserung ermuntert. So als käme ein Autor oder Fadenbeitragender auf die Idee, nochmal schnell in diesem oben zitierten Faden bei „Einsteiger“ [sic!] nachzulesen, bevor es in die Tasten geht. Fernliegend, praxisfremd.


    Ein Abkürzungsverzeichnis hat einen andere Überschrift, einen anderen Platz, eine andere Vorrede und weniger Befindlichkeiten verdient.

    … kurz: RAWTherapee. Ganz klar. Erlaubt sogar unter mehreren DeBayering-Algorithmen auszuwählen, bis hin zu „kein DeBayering“.


    Nachtrag 21:17Uhr: Wenn du mal in der Rohdatenverarbeitung drin bist, verspürst du vermutlich kein Bedürfnis mehr klassisch zu stacken. Ich gehe noch einen Schritt weiter. Die Beherrschung der Rohdatenverarbeitung wird zum Verständnisschlüssel zur Herstellung hochauflösender Fotos mit Teleskopen (von Sonne, Mond). Weiter, etwa Planeten, wollte ich mich nicht aus dem Fenster lehnen. Nach ein zwei Tagen Spielen mit RAWTherapee hat man, denke ich, den Bogen raus, an welchen Parametern und wie man drehen muss, dass es am Ende passt. Und am nächsten Ende spricht nichts dagegen, derart erzeugte Einzelfotos an ein Stacking weiterzureichen. Die Eingabequalität ans Stacking wäre dann bereits so hervorragend, das Ergebnis dürfte dann zum Aufstieg in den Olymp reichen.


    Nachtrag 21:30Uhr: Bei den Programmbedienungen irrte ich häufiger in den Formaten, weil die Programme *.jpg und *.arw verarbeiten können. Um Verwechselungen auszuschliessen, habe ich die Kamera auf „RAW only“ eingestellt, so daß nur *.arw Dateien in den Programmen landen und Verwechselungen mit gleichnamigen *.jpg Dateien ausgeschlossen sind. Über so Kleinigkeiten kann man manchmal stolpern.

    … verallgemeinert auf dein Thema „… Sonnenflecken eher unscharf“ angesprochen:


    Hallo Ceule,


    Hier spielt einem die Kamerasoftware einen kleinen Streich und lässt einem im Glauben zurück, man hätte nicht sauber fokussiert.


    In der Kamera hingegen schlummert auf der Rohdatenebene ein sauber fokussiertes Bild, sofern keine groben handwerklichen Fehler begangen wurden, was hier offenkundig nicht der Fall ist.


    Die Bildgebung der Kamera lässt sich umgehen, indem man das Rohdatenformat, Sony = *.arw, heranzieht und die Bildgebung mit Rohdatenbearbeitungsprogrammen selbst übernimmt. Derart kommt das in der Kamera ruhende sauber fokussierte Bild als „scharfes“ Bild zum Vorschein. Siehe Einzelfoto in Beitrag #8.


    Ein „scharf“ empfindbares Bild lässt sich auch erzeugen, indem man Hunderte der von der Kamerasoftware erzeugten unscharf empfindbaren Bilder zu einem neuen Bild „stackt“.


    Die Sensorkennlinie richtig auszunutzen ist dabei eher ein Nebenthema, gleichwohl ein Detailreichtum in den Grautönen zu einem guten Schärfeeindruck beiträgt.


    Eine Art Wettbewerb der Vorgehensweisen wäre interessant. Hunderte gestackte Kamera-JPGs versus zehn gestackte aus-RAW-handkonvertierten TIFs.


    Immerhin erhält man heutzutage gebrauchte Kaneras mit 4000x3000 APS-C-Pixel für nen Appel und nen Ei. Warum die liegenlassen, wenn man damit an Sonne und Mond im RAW-Format knackige Bilder erzeugen kann. Hast recht, mach weiter mit der Sony, die hat Potential und Reserven. Die Software und deren Bediener befinden über die Ergebnisse ….


    Grüße, Pardon

    Um die Sensorkennlinie besser auszureizen, würde ich - nach dem Fokussieren - überbelichten […]

    Hallo Ceule,


    sitze gerade im Cafe und habe noch eine Zeitscheibe frei … was meine ich mit Kennlinie ausreizen und warum reite ich schon mal gerne darauf rum?


    Die Sonne hat einen weitreichenden Dichtumfang von weiß bis zum Schwarz der Umbra. Und dazwischen die feinen Grautöne der Bereiche zwischen den Granulen oder der Penumbra. Das alles aufzunehmen ist für den technologisch noch immer nicht perfekten Sensor eine Herausforderung.


    Man stelle sich vor, der Analog-Digital-Konverter auf dem Sensorchip hätte für die interessanten Grautöne nur Lichtquanten mit einem Umfang von 512 Bit Auflösung und für die weniger interessanten hellen Lichter 10240 Bit Auflösung zur Verfügung. Genau das passiert schon mal, wenn man bei herausfordernden Bildmotiven zu sehr auf den visuellen Bildeindruck auf dem Kameradisplay hin belichtet.


    Eine großer Teil der Kunst in der Einzelbild-Sonnenfotografie dürfte darin bestehen, auf die feinen Grautöne hin mit maximaler Auflösung je Dichtewert - das wäre auf der Kennlinie der lineare und „steilste“ Bereich - zu belichten.


    Da die Kurve gemeinhin nicht in Live-View zur Verfügung steht, kommt es auf Erfahrung und Versuche an. Ein guter Ansatz ist, zwei Belichtungsstufen heller auszulösen. Fokussieren hingegen auf Sicht am Display.


    Der zweite Teil der Kunst besteht darin, in der Rohdatenbildbearbeitung, die Belichtung - so nennt sich das - wieder zurückzunehmen, die Lichter - so nennt sich das - und die Schatten - so nennt sich das - auf besten Eindruck hin neu auf der Kennlinie des Bildes zu platzieren. Den Schwarzpunkt und den Weißpunkt mit Reserven reinnehmen. Eine Gradiationskurve drüber zu legen. Und so weiter und so weiter. Das Ganze ist ein schrittweiser Prozess. Diese speziellen Programme stellen sehr viele veränderbare Parameter auf der Rohdatenebene zur Verfügung. Von der Rohdatenebene geht es danach auf die übliche Bilddatenebene, wie man sie so von gängiger Bildbearbeitung her kennt.


    Sonne und Mond stellen so viel Lichtmenge zur Verfügung, dass Einzelbilder auf Kamera-Qualitätsniveau jederzeit möglich sind. Die kurzen Belichtungszeiten unserer Kameras frieren das Seeing ein. Die dabei eingefrorenen Unerwünschtheiten - Unschärfebereiche, Verzerrungen - können anderen Programmen zugeführt werden. Nicht aufgelöste Grauwertinformationen - siehe oben - können nachrangige Programme, wie etwa Stackingprogramme auch nicht mehr hervorzaubern.


    Der erste Schuß muss sitzen, alles andere wird ein Gemetzel. Diese Weisheit der Wildjäger lässt sich auf das Einzelbild projezieren. Die Grautöne von Sonne und Mond müssen sauber auf der Sensor-Kennlinie sitzen.


    Soviel Mühen haben Sonne und Mond verdient :)


    Grüße, Pardon.

    Hallo Ceule,


    perfekt.


    „out of the camera“ als Einzelfoto im jpg-Format mit der Sony A6000 halte ich das nicht für verbesserbar. Finde ich perfekt gelungen.


    Wenn du das Bild im RAW-Format gespeichert hast und in eines dieser Programme einspeist


    Die besten kostenlosen Raw-Bearbeitungs-Programme 2022
    Die rasante Entwicklung des Raw-Formates und der zunehmende Fähigkeit vieler Kameras – auch Handykameras – in diesem Format zu fotografieren, verleitet die…
    www.fotomagazin.de


    wirst du bemerken, dass in diesen obigen Aufnahmen noch viel mehr Potential schlummert. Die Kamerasoftware und das jpg-Format limitieren unsereins mehr als uns lieb ist. Jetzt ist der nächste Schritt empfehlenswert, die Rohdaten (RAW) der obigen Aufnahmen in speziellen Rohdatenverarbeitungsprogrammen neu und besser aufzubereiten, als das die auf >>Urlaubsfotos<< spezialisierte Kamerasoftware es jemals könnte.


    Da ich aktuell keinen PC besitze und nur auf iPAD Pro unterwegs bin, kann ich da mit Bildscharmschnappschüssen zu Programmhandhabungen nicht unterstützen. Schade, wäre mir eine Freude gewesen. Falls das Rohdatenbild *.RAW in eine persönliche Konversation passt, könnte ich nebenbei in meinem Programm quick-and-dirty mal unverbindlich drüber gehen.


    Um die Sensorkennlinie besser auszureizen, würde ich - nach dem Fokussieren - überbelichten, also dass das Foto etwas zu hell wird. Später, für die Präsentation, dunkelst du das Bild in dem Programm deiner Wahl ab.


    Grüße, Pardon

    Welcher von jeder Kategorie sieht für euch besser aus und warum?

    Spontan fällt mir auf, dass die Tuben der beiden Bresser drehbar sind. Das kann horizontnah, wenn beispielsweise Venus und Merkur mal an der Reihe wären, oder auch in anderen Fällen ein entscheidender Bequemlichkeitsfaktor sein.


    Alle haben geschlossene Tuben, nur an ihren axialen Enden offen. Lüfter, die quer über die Vorderseite der Spiegel blasen und derart die Seeingbedingungen, wie man immer wieder auch hier auf Astrotreff lesen kann, eklatant verbessern, sind in beiden Fällen nicht vorhanden.


    Damit wäre ich beim Thema „Nachträgliches Optimieren“ und wieder beim zukünftigen Besitzer*in. Was geht, was geht nicht?


    Ich rate dazu, sich weiter über den Newton als solchen, also produktunabhängig schlau zu machen und die Erkenntnisse den eigenen Bedürfnissen gegenüberstellen und im Ergebnis eine Kaufentscheidung treffen.


    Ich würde mich dann aus deiner recht allgemein gehaltenen Umfrage des Aufwandes wegen verabschieden wollen. Hab eine gute Zeit hier auf Astrotreff.

    […] Mit Filmdose bekommt man das ja alles prima justiert … […]

    Nun, die Gucklochlösungen, zu denen Filmdose und Cheshire gehören, haben den Nachteil, dass eine Reihe von Brillenträgern damit nicht klar kommen oder gar nicht nutzen können, weil sie ohne Brille nichts erkennen können und mit Brille nicht nahe genug ans Guckloch kommen. Dieser Hinweis sollte Filmdose und Cheshire und was es sonst noch an Gucklochlösungen gibt, begleiten. Was der Beratene daraus für Rückschlüsse zieht, können wir getrost ihm überlassen. Dem Vernehmen nach soll es sich um Erwachsene handeln.

    Vor Astrofreunden, die den Verschluss ihrer Senftube nicht unter Kontrolle haben und die meinen, ihren Inhalt unter der Flagge Meinungsfreiheit ungebeten an fremden Tischen auf fremde Teller drücken zu müssen, schütze ich meine Seelenruhe, indem ich die Blockierfunktion von Astrotreff nutze …


    Dabei kann ich, so viel trage ich nach, auch auf Ehrentitel tragende Astrofreunde wie etwa Altmeister keine Rücksicht nehmen. Von diesem Personenkreis erwarte ich in besonderem Maße soviel Auffassungsgabe, dass die Zurschaustellung eigener Wahrnehmungen unter der Flagge Fachwissen auch ohne Zitatpartner gelingt.


    Beispielsweise hat der Zitatpartner in Beitrag #34 an keiner Stelle dieses Fadens oder gar auf Astrotreff vorgeschlagen oder überhaupt den Gedanken geäußert, mit einem Laser einen Offset zu müssen. Astrofreunde haben Besseres zu tun, als sich gegenüber Meistern zu erklären und zu korrigieren, richtig zu stellen ….

    3. Auch ein bisschen interessiere ich mich auf Justieren Thema. Wird es genug ein Justierlaser benutzen oder ein Justierokular wird für einen Anfänger einfacher?

    Wenn der Hersteller des Newton darauf geachtet hat, den Offset des Fangspiegels in der Konstruktion zu berücksichtigen und auch einzustellen, genügt ein gewöhnlicher 1,25“ oder 2“-Laser.


    Wie ich in dversen Fäden dieses Forums nachvollziehen kann, ist das Thema Offset ein mindestens rühriges Thema. Daher würde ich vor dem Kauf eines Newton das Thema „Offset des Fangspiegels“ am konkreten Kaufobjekt ansprechen und mir die Funktionalität aufzeigen lassen. Ein nachträglich achsparalleles Versetzen des Fangspiegels ist nicht ganz so trivial und verdient die Frage, ob man sich das nachträglich antun will oder sorgfältig realisiert mit kauft.

    … das scheint mir Staub auf dem Sensor zu sein.


    Ich nehme dazu, festhalten: einen trockenen, entfetteten Pinsel und einen Haushaltsstaubsauger. Der Staubsauger darf bei bei mir sehr dicht ran … der Pinsel löst den Staub, der Staubsauger nimmt ihn auf. Fett- oder Wasserflecken gehen so natürlich nicht runter.

    Hallo Ceule,


    hier das eingeblendete Histogramm einer Sony. Die Sonnenoberfläche sollte für die Einstellungen das Bild komplett füllen, da das Histogramm über das komplette Bild gerechnet wird. ISO voreinstellen, sagen wir auf 200. Belichtungsautomatik abschalten, die Zeit manuell so kurz wie möglich einstellen, was deine Kamera kann. Um das Seeing einzufrieren. Das ist das Motiv.


    Nun mit den Filtern so varieren, dass das Histogramm möglichst weit rechts bis an den Anschlag gerät. Kein Polfilter? Keine anderen Filter? Dann die Belichtungszeit oder ISO so ändern, bis das Histogramm passt. Derart wird die Sensor-Kennlinie, optimal auf die Sonne abgestimmt, ausgereizt. Das gibt Spielräume bei der späteren Bildbearbeitung und erhöht die Bildqualität.


    Ich stelle auf Sonnenflecken scharf. Der Schärfepunkt lässt sich über den Schärfeindikator „Peaking“ da entschiedener bemerken. Visuell am Display besser ist die Granulation zur Schärfeindikation zu nehmen, sofern sie erkennbar ist.



    hier noch Schnappschüsse von den weiteren Kameraeinstellungen.







    Diese Einstellungen benutze ich, am Rande, auch in der normalen Alltagsfotografie. Belichten nach Histogramm bringt super Qualität. Heisst nicht, dass es anders nicht auch ginge. Fühle dich nicht zwangsbelehrt.


    Grüße, Pardon

    Moing Ceule et al,


    macht es nicht zu kompliziert […]

    Hallo Norman,


    vor den Erfolg setzten die Götter den Schweiß. Hier macht niemand etwas kompliziert. Die Sony, wie sie Ceule hat, erzeugen ein digitales Vorschaubild. Wir können erstmal nur darauf fokussieren. Und das gelingt an der Sonne recht einfach, wenn man an diesem Kameratyp die Unterstützung einschaltet und, ich zitiere mich selbst


    - Scharfstellen: Peaking auf Rot oder Orange. Da das Peaking auf die Vorschau programmiert ist, die beiden Vorschauregler Helligkeit und Kontrast jeweils auf +3 als Ausgangspunkt für erste Erfolge


    Das ist alles. Im Urlaubsformat, aus der Kamera raus, sehen meine Fotos ebenso aus, wie die von Ceule. Das Geheimnis, wenn es denn eins ist, besteht darin, die im RAW-Format vorhandene Bildinformation an der Kamerasoftware vorbei in einem RAW-Programm herauszu arbeiten.


    Beste Grüße, Pardon

    […] Die Sony ist immer die einfachste Variante ohne viel Aufwand …

    Hallo Ceule,


    wenn du so willst, ja. Der Sensor hat keine Gefühle, dem ist das abzubildende Motiv völlig gleichgültig, und das bildspendende System ist nichts als ein schnödes Teleobjektiv. Da sollte es doch es möglich sein, ohne Stacken was hinzubekommen.


    Quote

    … aber so wie ich das jetzt sehe auch mit den schlechtesten Ergebnissen . […

    Das kannst du ändern. Ohne zu stacken. Mit Einzelbildern. Wie bei den Urlaubsfotos.


    Quote

    […] Leider sind die Fotos nicht so geworden wie gedacht .

    Wo liegt mein Fehler . […]

    Von Fehler würde ich nicht sprechen. Die Programmierer der Kamerasoftware gehen davon aus, dass es sich bei den Bildern um Durchschnittsbilder von Durchschnittsmenschen handelt. Das trifft für unsereins nicht zu. Dazu ist es hilfreich,


    - die Kamera in den Expertenmodus zu versetzen und das Abspeichern im RAW-Format einzuschalten

    - sich mit dem Thema Schwärzungskurve oder Dichte-Belichtungskurve oder wie auch immer man das nennen mag, vertraut zu machen. Eventuell hier bei Elmar Baumann.

    - die hellen Werte der Sonnenoberfläche auf der Kennlinie möglichst weit „oben“ aber noch im linearen Bereich zu platzieren,

    - und zwar bei möglichst kurzer Belichtungszeit in der Größenrdnung von 1/4000 Sekunde

    - durch geschicktes Verwenden von Graufiltern oder Polfiltern

    - den ersten „Vorhang“ auf „elektronisch“ umschalten (Verringerung der Verwackelungsgefahr)

    - mit Fernausläser oder Selbstauslöser auslösen

    - das Setting über die Histogrammdarstellung begleiten und merken

    - ISO-Setting auf geringstes Rauschen, siehe auch wieder bei Elmar Baumann.

    - Scharfstellen: Peaking auf Rot oder Orange. Da das Peaking auf die Vorschau programmiert ist, die beiden Vorschauregler Helligkeit und Kontrast jeweils auf +3 als Ausgangspunkt für erste Erfolge


    Das Einzelfoto im RAW-Format in ein RAW-Entwicklungsprogramm einspeisen und dort auf der RAW-Ebene, nicht JPG-Ebene, bearbeiten oder entwickeln, wie das im Fachjargon heisst. Dort kommt es im Kern auf nur wenige Dinge an. Die Gradiationskurve. Die Belichtung. Die Lichter. Die Schatten. Schwarzpunkt. Weisspunkt. Schärfen, auf der RAW-Ebene! und so weiter und so weiter. Am Ende könnte so etwas bei rauskommen. Schärfe ist durch die jpg-Komprimierung für die Darstellung hier, reduziert. Der Eindruck sollte aber rüberkommen.




    Das war quick and dirty, weil ich was ganz anderes am Teleskop testete. 4000x3000 native Auflösung. Celestron C8, Lacerta-Brewster-Herschelkeil. Mein Sensor ist auch verschmutzt. Das Foto soll nur aufzeigen, was alles im Einzelbildverfahren im Teleobjektivmodus grundsätzlich an dee Sonne möglich ist. Es spricht natürlich nichts dagegen, die letzten Stufen bis in den Olymp zu nehmen und zehn bis zwanzig sauber gesetzter und raw-entwickelter Einzelfotos zu stacken …


    Bonne chance ….



    […] Ist das eine gute Idee einen Dobson kaufen und später den auf EQ setzen? […]

    Die schrittweise Vorgehensweise hat Vorteile, wenn das Geld nur in Tranchen zur Verfügung steht.


    Ein Newton hat den Vorteil - scherzhaft ausgedrückt - den Zenitspiegel bereits eingebaut zu haben. Frei nach Murphy zeigt die Beobachtungsachse immer in die unbequemste Richtung, mit der Folge, den kompletten Tubus drehen zu wollen oder gar zu müssen.


    Mit dieser Erfahrung im Hinterkopf, würde ich eine Tranche Geld vormerken, die mir einen verstellbar gelagerten Hut an meinem Newton ermöglicht.

    […] Was Du am Mars brauchst, ist ein KB3/82B-Filter (blaues Konversionsfilter) und ein KR3/81B-Filter (oranges Konversionsfilter). Es gab sie früher bei B&W auch in 28,5 mm, aber das ist vorbei. Du bekommst Sie aber mit dem für 2´´ passenden Filtergewinde E 48 im Photobedarf von unterschiedlichen Herstellern für wenig Geld. Es gibt sie auch gebraucht bei e-bay, das ist egal. Wenn Du also die Möglichkeit hast, ein 2´´ Filter bei Dir irgendwo in den Strahlengang einzuschrauben, passt das. […]

    Hallo Dietmar,


    besten Dank für den Tip. Wäre ich jetzt nicht drauf gekommen.


    Da mich die Filterkurven dazu interessierten, bin ich web auf die Suche. Nach relativ langer Recherche wurde ich in dieser Broschüre von Rodenstock/Linos auf Seite 7 https://galerie-photo.com/manuels/qualitätsfilter-deutsch_low-res(2MB)pdf.pdf fündig. Ich gebe das so weiter.


    So rein von der Filterkurve (Seite 6) her, wäre ein Skylightfilter ein schwächer wirksamer KR3/81B. Wäre ich jetzt auch nicht drauf gekommen.


    Grüße, Pardon


    Nachtrag 22:25Uhr - redaktionelle Korrektur

    Nachtrag 22:53Uhr - Ergänzung Hinweis auf Seite 7