Posts by Christian Ma.

    Liebe Sternfreunde,


    ich brauche eure Hilfe. Ich habe gelesen, dass die Abbildungsgröße eines Objekts (z.B. eines Planeten) nur von der Objektiv-Brennweite abhängt.


    In einer Tabelle habe ich nun beispielsweise folgende Werte für die Planeten Jupiter und Saturn für eine Brennweite von 1000 mm gefunden:


    Jupiter: max. scheinbare Größe 50" --> Größe am Kamerasensor bei F=1000mm = 242 Mikrometer

    Saturn (mit Ring): max. scheinbare Größe 46" --> Größe am Kamerasensor bei F=1000mm = 223 Mikrometer


    Wie lautet die Formel zur Berechnung der Werte in Mikrometer? Ich stehe da auf der Leitung.


    Wer hat ein Lösung für mich?


    Danke und liebe Grüße,


    Christian

    Hallo Timo,


    also, wenn es dir vorwiegend ums visuelle Beobachten geht, dann würde ich anstatt der Barlow Linse gleich das 4,5 mm Okular kaufen.


    Ein Barlowlinse reduziert das Licht, das bei deiner Pupille ankommt. Und nur hochwertige achromatische Barlow-Linsen sind einigermaßen frei von Farbfehlern.


    Ich habe ein 2,5x TeleVue Barlow und eine 2x Omegon Barlow. Beide verwende ich nur für die Plantenfotografie.


    LG Christian

    Hallo Timo,


    wofür willst du denn die Barlow Linse verwenden? Welches Teleskop und welche Okulare hast du?


    Barlow Linsen werden meist zum Fotografieren von Planeten verwendet. Für visuelle Beobachtungen sind Okulare mit Festbrennweiten besser.


    Ja, die von Explore Scientific sind gut. Die "besten" sind wohl die von TeleVue.


    LG Christian

    Pixinsight habe ich mal kurz (sicher zu kurz) getestet und ich fand es viel zu

    kompliziert (ich gehöre ja immerhin schon zum alten Eisen.

    Hallo Klaus,


    du gehörst bestimmt noch nicht zum alten Eisen, denn wir sind ja gleich alt. :) Von dir habe ich ja für SharpCap viel gelernt! Danke!


    Ich sehe mich ja eigentlich auch als Purist beim Bildbearbeiten - das sieht man meinen Aufnahmen eh an. Ich habe lange überlegt, welches Bildbearbeitungsprogramm ich verwenden soll. Schlussendlich habe ich mir für PixInsight entschieden. Ist für mich ein Langzeitprojekt, aber das Stacken und Erzielen von ersten brauchbaren Ergebnissen funktioniert damit besser als ich es früher mit z. B. Deep Sky Stacker oder Siril geschafft habe.

    Und ansonst verwende ich noch Photoshop, wobei ich die beiden Filter Astro Flat Pro und Star Spikes Pro - sparsam eingesetzt - recht gut finde. Mit den AstroTools Plugins für Photoshop komme ich gar nicht zurecht.


    Deine Fotos gefallen mir aber eh immer sehr gut.


    Liebe Grüße,


    Christian

    Ich arbeite immer mit einer sternlosen Version,

    die Sterne aus der ersten Aufnahme mit Starnet++ extrahieren und in die neue Aufnahme mit Pixelmath einsetzen.

    Hallo Jochen und Oliver,


    danke für die Tipps!


    Gibt es dazu irgendwo eine Anleitung? Im PixInsight Buch bin ich noch nicht beim Kapitel "Star Mask" angekommen. ;)


    LG Christian

    Liebe Sternfreunde,


    vor wenigen Tagen konnte ich meinen 1. Versuch vom Sichelnebel NGC6888 im Forum posten. Das Ergebnis war für mich persönlich angesichts meiner noch sehr bescheidenen Kenntnisse in der Astrofotografie schon sehr zufriedenstellend. Einige KollegInnen haben dann aber angeregt, dass die Belichtungszeit wohl zu kurz war und ein Filter (gerade im Stadtgebiet) sehr hilfreich sein kann.


    Danke für eure Anregungen, die ich gestern Nacht dann gleich in die Tat umsetzen konnte. Diesmal habe ich es auf 2 Stunden Belichtungszeit gebracht (bestimmt auch noch zu wenig) und den Optolong L-eNhance Filter eingesetzt. Die Aufnahme zeigt jedenfalls schon mehr Details.


    Die Bildausarbeitung erfolgte recht dezent in PixInsight (Stacking, Background Neutralization, Colour Calibration, Histogram Transformation, Curves Transformation) und Photoshop (Tonwertkorrektur, StarSpikes Pro Filter)


    Wie immer freue ich mich aber über konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge.



    Aufnahmedaten:

    Wien, 27.6. 2022, ab 00:18 MESZ, 25°C, 45% Luftfeuchtigkeit

    Seeing 2, Lufttransparenz 2-3

    200/1000 PDS Newton, EQ6-R Pro

    ZWO ASI 2600MC (Aufnahme), ZWO ASI 178MC (Guiding), ZWO ASIAIR Plus, Synta Komakorrektor, Optolong L-eNhance Filter

    40 Lights á 180 Sek, Gesamtbelichtungszeit = 120 Min, Gain 0, Flats, Darks, Bias

    PixInsight, PhotoShop


    Liebe Grüße,


    Christian

    Hallo Anja,


    willkommen im Forum! Bei der Astrofotografie braucht man Geduld und viel Übung. Wenn deine Rohbilder schwarz rauskommen, dann ist das grundsätzlich einmal nicht falsch. Man muss die Aufnahmen dann mit einem Bildbearbeitungsprogramm (z. B. Photoshop) strecken, wie das so schön heißt. Das geht in Photoshop mit der Funktion Bild > Korrekturen > Graduationskurven.


    Dann kommt es aber auch darauf an, wie lange du die Aufnahme belichtet hast. In der Praxis werden meist mehrere Einzelaufnahmen "übereinandergelegt". So ein Summenbild kann man z. B. Deep Sky Stacker (kostenlos) oder Siril (auch kostenlos) erstellen. Allerdings muss man sich für diese Programme auch Zeit nehmen, um die Funktionsweisen zu verstehen. Im Internet gibt es dazu aber zahlreiche Videos und Anleitungen.


    Alles Gute und viel Erfolg,


    Christian

    Liebe Deep Sky Freunde,


    die Nacht vom 23. auf den 24. Juni war in Wien sternenklar und mondlos. Nach knapp zwei Stunden visueller Beobachtung baute ich meinen 8" f/5 Newton noch für eine Fotosession um. Inspiriert von Seraphins (astrophin) toller Aufnahme des Sichelnebels NGC 6888 wollte ich dieses Objekt auch einmal ablichten.


    Insgesamt gingen sich 100 Minuten Belichtungszeit aus, was bei einem Bortle 7 Stadt-Himmel für diesen Emissionsnebel natürlich viel zu wenig ist. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis meines ersten Versuchs schon recht zufrieden. Man kann im Foto zumindest deutlich erkennen, warum NGC 6888 Sichelnebel genannt wird.


    NGC 6888 ist ca 5000 Lichtjahre von uns entfernt. Der Wolf-Rayet Stern WR 136 im Zentrum leuchtet 600,000x heller als unser Heimatstern und bringt es auf 21 Sonnenmassen.



    Aufnahmedaten:

    Wien, 24.6. 2022, ab 00:45 MESZ

    200/1000 PDS Newton, EQ6-R Pro

    ZWO ASI 2600MC (Aufnahme), ZWO ASI 178MC (Guiding), ZWO ASIAIR Plus, Baader Komakorrektor

    100 Lights á 60 Sek, Gesamtbelichtungszeit = 100 Min, Gain 100, Flats, Darks, Bias

    PixInsight, PhotoShop



    Wie immer freue ich mich über euer Feedback bzw. eure Verbesserungsvorschläge.


    Liebe Grüße,


    Christian

    Hallo Cebrail,


    ich denke, ein 2" Übersichtsokular ist sehr sinnvoll - 30mm Brennweite ist eine gute Wahl. Ich selbst habe auch einen 8" Newton und das Okular mit der kleinsten Brennweite ist bei mir das TeleVue Delos mit 3,5 mm. Gerade für visuelle Beobachtung des Mondes verwende ich es gerne. Somit machst du mit dem 4,5 mm Explore Scientific Okular meiner Meinung nach nichts falsch. Ich selbst habe von ES ein 10 mm, 16 mm und 30 mm Okular und bin damit sehr zufrieden. Wie Gerd schon erwähnte, sind sie nicht 100%ig parfocal. Ein wenig Nachjustieren wirst du immer müssen. Und das Fokussieren nach dem Okular-Wechsel wird schnell Routine.

    Am häufigsten verwende ich das 10mm Okular (-> V=100x), gerne dann auch noch mein Omegon Super LE mit f=7mm. Unter dunklem Himmel (v.a. für Kugelsternhaufen und Galaxien) und für Mond und Planeten verwende ich sogar in der Stadt oft das 3,5 mm. Aber die Qualität der Abbildung hängt dann schon stark von den Seeing-Bedingungen ab.


    LG Christian

    Liebe Sternfreunde,


    wenngleich die Leier auch nur ein kleines Sternbild ist, so bietet sie doch zahlreiche Attraktionen.


    Gestern Abend begann ich um 23:00 Uhr MESZ zuerst einen visuellen Spaziergang in der Lyra mit meinem 8" f/5 Newton. Das Double-Double 4 und 5 Lyrae ist immer wieder ein Augenschmaus. Mit dem Omegon Super LE Okular f=7 mm (V = 214x) konnte ich die beiden etwas mehr als 2" voneinander getrennten Doppelsterne problemlos trennen. Danach steuerte ich mein Teleskop zu M57. Selbst unter dem hellen Wiener Stadthimmel war der ovale Ringnebel durch das Omegon Super LE Okular f = 7 mm und dem Omegon Pro CLS-Filter klar strukturiert erkennbar.


    Danach baute ich mein Setup für die Astrofotografie um, um den knapp 33,000 Lichtjahre entfernten Kugelsternhaufen M56 aufzunehmen. Der Kugelsternhaufen hat eine relativ bescheidene Ausdehnung von nur 9 Minuten (im Vergleich M13 bringt es auf 20 Minuten) und eine scheinbare Helligkeit von 8,3 mag.


    Das Seeing war leider nicht sehr gut und mir schien, dass die Luft mit Saharastaub angereichert war. Insgesamt nahm ich 240 Lights á 30 Sekunden auf. 14 Lights musste ich leider wegen Satellitenspuren entfernen. Somit ergibt sich eine Gesamtbelichtungszeit von 113 Minuten.


    Kugelsternhaufen M56




    Aufnahmedaten:

    Wien, 20.6. 2022, ab 00:18 MESZ

    200/1000 PDS Newton, EQ6-R Pro

    ZWO ASI 2600MC (Aufnahme), ZWO ASI 178MC (Guiding), ZWO ASIAIR Plus, Baader Komakorrektor

    226 Lights á 30 Sek, Gesamtbelichtungszeit = 113 Min, Gain 0, Flats, Darks, Bias

    PixInsight (Stacking, Background Neutralization, Histogram Transformation, Color Calibration, Curves Transformation), PhotoShop (Astroflat Pro Filter, StarSpikes Pro Filter, Sättigung anpassen)



    Hier noch ein Zoom-in in den Kugelsternhaufen:




    Der Hintergrund ist mir noch ein bisschen zu verrauscht. Da muss ich einmal GraXpert ausprobieren.


    Ich freue mich auf euer Feedback und eure Anregungen, wie ich die Fotos ich noch verbessern kann.


    Liebe Grüße,


    Christian

    Hallo Jochen,


    da hattest du ja wieder ein sehr produktive Nächte! Danke für deinen inspirierenden Bericht. Der Hai-Nebel im Cepheus gefällt mir - auf den werde ich bei nächster Gelegenheit auch mal hinhalten. Verwendest du da irgendwelche besonderen Filter?


    LG Christian