Posts by deepsky73

    Ich war zum ersten mal in Namibia und fands interessant, dass für das völlig dunkeladaptierte Auge der Himmel dort insgesamt etwa gleich hell vorkommt, als im lichtverschmutzten Zuhause. Klar die Milchstrasse hat mehr Kontrast und man sieht schwächere Sterne. Aber es war trotzdem so hell, dass man sich ohne Licht gut zurechtfand und sogar ansatzweise sein Schatten von der Milchstrasse sah.


    Wenn ich aber objektiv mit den gleichen Kameraeinstellungen (ISO 8000, 20s, 14mm, f/2.8) zuhause im Schweizer Mittelland den Himmel fotografiere, kommt der blendend gelb raus. Das sieht man schön in dem Video hier mit der Aussicht auf Norditalien, eines der am stärksten lichtverschmutzte Gebiet in Europa.


    Starry Night on Mount Titlis, 29 October 2022
    Timelapse during a night on #Titlis #Engelberg. One can see the strong #lightpollution on the horizon, that comes from Italian cities #Milano, #Torino and S...
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    Hallo,


    Hat schon jemand Airglow gesehen? Ich kenn das nur als grünen Schleier aus den Zeitraffer-Aufnahmen von der ISS. Manchmal gibts darüber noch ein rötliches Leuchten. Ich weiss, ist zu lichtschwach, um Farben zu erkennen.


    Wir waren letzte Woche in Namibia. Der Himmel war so um die SQM 21.9 bis 22.0 und erscheint trotzdem immer noch hell für das dunkeladaptierte Auge. Auf meinen Zeitrafferaufnahmen zeigt der Himmel nach Untergang der Milchstrasse einen Grünstich, teils mit schwachen Wellenbewegungen. Der Weissabgleich war während der ganzen Nacht fix auf 3200K eingestellt. Das ist vielleicht nicht ganz der wissenschaftliche korrekteste Wert, aber der Nachthimmel sieht so normalerweise neutral bis leicht bläulich aus und Lichtverschmutzung gelb.


    Namibian Skies - Astrofarm Tivoli, September 2023 [4K]
    Timelapse sequences shot on Astrofarm Tivoli in Namibia during the nights from 10 to 17 September 2023. Nikon D850 in RAW-S, Nikkor 14-24 mm 2.8G at 14 mm f/...
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    Was man auch noch schön auf den Aufnahmen sieht, ist das Zodiakallicht nach Sonnenuntergang. Und wenn man genau aufpasst, sieht man eine Kette geostationärer Satelliten, deren Solarpanels in der Sonne aufleuchten.


    Gruss,

    Bernd

    Hallo zusammen.


    Macht Spass mal neue Objekte zu suchen und auf Fussel-Jagd zu gehen, was sich so im Grenzbereich des Wahrnehmbaren befindet. Alle Beobachtungen mit einem 400 mm f/4.5 Taurus Dobsonian auf dem Hasliberg und Gurnigel am Wochenende 18.-20. August 2023. Himmelshelligkeit etwa SQM 21.2. Weitere Infos und Auffindkarten sind unter den Links im Titel. Was man in meinem 400 mm Dobson nur indirekt gesehen hat, konnte man im 760 mm Dobson des Astrokollegen nebenan dafür direkt erkennen.

    • Abell 39Ohne Filter ist  nichts zu erkennen. Mit O-III Filter ist er im 21 mm Ethos Okular (85x) bei indirektem Sehen ganz schwach als grosser runder Fleck mit einem Zentralstern zu erkennen. Der hellere Randbereich lässt sich nicht unterscheiden
    • Abell 70: Ist nicht ganz einfach zu finden, da kaum markante Sternmuster bei der Orientierung helfen. Ohne Filter ist weder vom PN noch von der Hintergrundgalaxie eine Spur zu entdecken. Mit O-III Filter ist im 21 mm Ethos Okular (85x) bei indirektem Sehen vom PN lediglich ein kleiner runder Fleck zu erkennen.
    • Hubble 5: Noch in der astronomischen Dämmerung stand Hubble 5 bereits tief über der Gebirgskette des Gantrisch. Im 21 mm Tele Vue Ethos (85x) konnte die Position des PN eindeutig anhand der Umgebungssterne bestimmt werden und zeigte sich bereits ohne Filter als ein längliches Fusselchen. Leider war schon wenige Minuten später der PN verloren gegangen und konnte nicht mehr wiedergefunden werden, vermutlich aufgrund der Horizontnähe.
    • IC 4593: Im 21 mm Ethos Okular (85x) erscheint dieser kleine PN sternförmig. Bei höherer Vergrößerung (9 mm Nagler, 200x) entlarvt er sich als diffuses, bläuliches Nebelchen mit einem Zentralstern.
    • Minkowski 1-59: Im 21 mm Tele Vue Ethos (85x) erscheint der PN als kleinen Pünktchen unter Sternen. Im 9 mm Nagler ist dann das Pünktchen etwas grösser aber kaum mehr als ein Sternchen.
    • Schildkrötennebel (NGC 6210): Im 21 mm Ethos Okular (85x) ist NGC 6210 auch ohne O-III Filter gut als verwaschener, unregelmässiger Fleck erkennbar, der größer wird, wenn man vorbei schaut. Schaut man direkt auf den Nebel, ist der Zentralstern gut zu erkennen. Im 9 mm Nagler Okular (200x) zeigt der Nebel eine rechteckig bis ovale Form und eine leicht bläuliche Farbe. Die «Beinchen» der Schildkröte sind nicht zu erkennen. 
    • Phantomstreifen-Nebel (NGC 6741): Der blau/rote Doppelstern ist schön anzusehen. Die Position von NGC 6741 kann eindeutig anhand der Umgebungssterne identifiziert werden. Im 21 mm Ethos Okular (85x) erscheint der PN als kleines, aber helles Fusselchen. Im 9 mm Nagler (200x) ist der PN immer noch ein kleines Fusselchen.
    • Leuchtender Augennebel (NGC 6751): Gegen 3 Uhr morgens schon tief am Horizont stehend erscheint der PN selbst ohne Filter als rundes Scheibchen im 21 mm Tele Vue Ethos Okular bei 85-facher Vergrößerung. Mit dem 9 mm Tele Vue Nagler Okular bei 200-facher Vergrößerung tritt der dunklere Innenbereich hervor und ab und zu blitzt der Zentralstern auf.
    • Andromedas Fallschirm (Quasar J014709+463037): Die Position des Quasars konnte anhand der Umgebungssterne gut bestimmt werden. Ab und zu blitzte der Quasar sogar kurz auf. Aufgrund der fortgeschrittenen Müdigkeit und Luftunruhe wurde eine weitere Beobachtung eingestellt.
    • Sharpless 2-71: Im 21 mm Ethos Okular (85x) ist der PN bei indirektem Sehen als schwaches, rundes Nebelchen bereits ohne Filter sichtbar. Mit dem O-III Filter lässt sich die dunkle Stelle in der Mitte identifizieren.

    Clear Skies,

    Bernd

    03sec: Danke für den Tipp. Es funktioniert. Das Lucky Imaging produziert halt unendlich Datenmüll.


    Auch hab ich rausgefunden, dass man bei der alten FS2-Steuerung hier im Kometenmodus arbeiten und die aktuelle Eigenbewegung der Sonne eingeben muss, damit die Sonne nicht ganz langsam aus dem Bild driftet. Die Voreinstellung „Sonne“ ist nur die mittlere Geschwindigkeit.


    Gruss,

    Bernd

    Danke. War ein Glückstreffer. Wollte nur mal ein Zeitraffer der Sonne ausprobieren. Musste dann und wann die Sonne repositionieren, da die FS2-Steuerung in Sonnengeschwindigkeit auf meiner Vixen GP-D2 Montierung doch einen Tick zu langsam läuft.


    Hab die Rohdaten dann nochmals verarbeitet, da PiPP fürs Ausrichten der Bilder anfangs mit den von Lightroom generierten 16bit TIFFs oder JPEGs nicht klar kam. Hatte es dann mit ImPPG probiert, doch das Ergebnis ruckelte immer noch. Habs dann nochmals mit 8bit PNG probiert und das klappte mit PiPP besser. Das Resultat ist hier:


    Huge Solar Flare on 27 May 2023 Timelapse
    970 single 16bit frames (1000 actual ones, but there were some clouds) with 20 seconds interval (circa 5.5 hours). Lunt LS60T + ASI 178MM. CME starts at 0:19...
    youtu.be


    Noch bessere Aufnahmen würde man hinkriegen, wenn man statt Einzelbildern jeweils kurze SER Videosequenzen von 10s macht und daraus erst schärfere Einzelbilder für den Zeitraffer rechnet. Doch der Aufwand ist gross und Autostakkert kann nicht 1000 Einzelvideos als Stack-Prozess verarbeiten. Kennt jemand ne Software die das kann?

    web20230522-asi178mm-full-pano.jpg

    Sonne Hα, 22.5.2023: Lunt LS60T, ASI 178MM. Nachbearbeitung mit Autostakkert and Photoshop. Panorama aus zwei Aufnahmen der oberen und unteren Sonnenhälfte. Video, 1000 x 16bit Einzelbilder, beste 10%, Flat-Frame mit halbtransparenter Kunststoff-Folie vor dem Objektiv. Schatten und Lichter wurden verbessert, um sowohl die schwachen Protuberanzen wie auch die helle Oberfläche hervorzuheben.

    web20180619_D85_2662.jpg


    Flug A3475 der Aegan Airlines von Paris Charles de Gaulle (CDG) nach Rhodes (RHO). Das Flugzeug ist ein Airbus A320-323, Registrationsnummer SX-DGR. Die Flughöhe beträgt 10058 m und die Geschwindigkeit über Boden 872 km/h. Das Flugzeug wurde mittels Flightradar24 App identifiziert. Aufgenommen durch ein Williams Optics Refraktor mit 735mm Brennweite, Öffnungsverhältnis f/7 und Nikon TC-20E II 2x Telekonverter. Nikon D850; Δt=1/1000 s; ISO 1400; 19 Juni 2018 19:16:09

    Geplant war eigentlich eine zweistündige Zeitraffer. Aber wenigstens hatte sich das Scheinern der Montierung am Sonntag gelohnt, so dass man mit drei Wolkenlücken die Sonne zentrieren, eine halbe Stunde später scharf stellen und nochmals eine halbe Stunde eine ein paar Videos mit 500 Einzelbildern machen konnte.

    Lunt LS60T + ASI 178MM. 2 x Video mit 3000 Frames 16bit für die beiden Hälften, 1 x Video Flatframe, gestackt mit Autostakkert. Zusammenfügen und Nachbearbeitung mit Photoshop (Highlights, Shadows, Struktur, Klarheit, Farbfilter).


    Bin grad am Einorden der Montierung mit Scheiner-Methode, da der Polarstern nicht sichtbar ist. Evl. ist am Dienstag ja nicht bewölkt und ich krieg eine Zeitraffer der Sonnenfinsternis hin.

    Hallo,


    Einige kannten sicher den Deep-Sky Corner auf astro!nfo (deepsky.astronomie.info, deepsky.astronomie.ch, deepsky.astroinfo.org, deepsky.astroinfo.ch, etc.). Dieser ist nach der Abschaltung von astro!nfo wieder auf einer neuen Domain auferstanden und zu neuem Leben erweckt worden:


    https://www.deepskycorner.ch/


    Viel Spass damit!
    Clear Skies!
    Bernd