Posts by MünchenBeiNacht

    Hallo Sebastian,

    ich habe letzte Woche mal den Mars mit meinem 8" SC (f/10) und der ASI 462MC (2,9 µm Pixelgröße) mit einem UV/IR-cut Filter aufgenommen.

    ich kann Dir nur mit meinen Erfahrungen ausgehend vom einem Newton 8" | 1.000 mm | f/5 = Skywatcher 200 PDS berichten. Ich habe mit einer Barlow 2,7x gearbeitet, was dann 2.700 mm Brennweite | f/13,5 entspricht. Als Kamera habe ich eine ASI183 MC mit 2,1 µm Pixel verwendet.



    Ich bin jetzt nicht der Planeten Guru - Planeten gehören nicht so zu meiner Kernkompetenz - viele Kolleginnen und Kollegen können das sicher viel besser.


    Ich bin ehrlich gesagt überzeugt, dass auch eine 3x bis 5x Barlow möglich sein sollte. Umgerechnet auf meinen 1.000 mm Newton entspricht das dann im Maximum einer Brennweite von 5 m | f/25 - also vergleichbar mit Deinem SC von 2 m | f/10 und Barlow 2,5x - ich würde es einfach probieren! Was soll schief gehen?


    Servus - MünchenBeiNacht - ewald

    Hallo Ceule,

    Was genau ist da mit gemeint , habe nur eine gefunden und da steht der Tubus in der Waagerechten :?:

    Ich arbeite seit langer Zeit mit Starsense. Wichtig ist in der Tat die "Synchronisierung" Starsense Kamera zur Ausrichtung mit dem Teleskop. wie Marcel marble schon erwähnte. Oft wird angegeben, dass man die Montierung mit Teleskop nach Norden ausrichten soll und "Im Wasser" also waagrecht in allen Ebenen einstellen soll.


    Die Synchronisierung führe ich in Kombination mit dem Platesolving von Sharpcap durch. Ich initiere den Synchronisierungs Prozess mit dem Handkontroller, starte dann im Sharpcap eine "Plate-Solving-Only" mit anschließenden Objekt in der Mitte ausrichten und beende danach die Synchronisierung mit "OKAY" am Handkontroller. Dadurch brauche ich auch dafür kein "Okular" im Teleskop und muss nichts umbauen.


    Nach meiner Erfahrung und Tests ist weder die Nordausrichtung noch die perfekte waagrecht Nivellierung notwendig. Selbst wenn ich absichtlich eine "scheppse" Nivellierung mit einem deutlich kürzeren Stativbein auf einer Seite probiert habe, hat dies weder das Autoalignement verhindert noch die "Zielgenauigkeit" beim GoTo beeinflusst! Ich gehe davon aus, dass so eine "schräge" Ausgangslage beim folgenden Alignment im Rechenmodell der Montierung "rausgerechnet" wird.


    Ich stelle mein EAA-Setup vor jeder Beobachtungsnacht "irgendwie" in den Garten und richte das Teleskop aber nach Süden. Im Norden habe ich keine Sicht in den Himmel. Beim Start mit Bick Richtung Süden macht das Autoalignement "vier" Aufnahmen. Starte ich mit Blick nach Norden quasi ohne "Sterne" werden es mindestens "fünf", manchmal "sechs" Aufnahmen während des Autoalignments und dauert dadurch deutlich länger bis es erfolgreich abgeschlossen ist.


    Viel Vorfreude und Erfolg mit Starsense wünsche ich Dir! MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Gerd! Gerd-2


    inzwischen bin ich weiter und ich habe mein Problem gefunden. Die letzten Tage habe ich mich an NGC6914 mehrfach versucht. Dabei habe ich heraus gefunden, dass das per Starsense Kamera erzeugte Allignment doch nicht so perfekt war wie ich ursprünglich angenommen habe. Der technische Grund lag darin, dass ich mich einfach nicht darum gekümmert habe die Starsense Kamera ausreichend exakt mit dem Teleskop in der Ausrichtung zu synchronisieren.


    Nachdem ich dies sorgfältig ausgeführt habe, stimmt das Alignment jetzt sehr gut. Danach konnte ich im AltAZ Mode mit der SW AZ-EQ5 bis zu 75 Minuten stacken ohne nennenswerte schwarze Streifen und Dank des Falcon Rotators auch so gut wie ohne Bildfelddrehung.


    Das ist die komplette Sensorfläche ohne Zuschnitt der ASI183MC.


    Servus - MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Gerd!

    Die AZ-EQ5 unterstützt hier ja solar, lunar, siderial.

    Kann es sein das nicht auf siderial eingestellt ist?

    Gut mitgedacht. Es ist sideral eingestellt! Mehrfach überprüft und gegengeprüft.


    Warum soll hier keine Rückmeldung erfolgen?

    Deine Montierung hat doch Encoder ....

    Ja das weiß ich, dass Die Montierung Encoder hat. Nur ...


    darüber bekommt die Steuerung natürlich eine Rückmeldung ob die Befehle der Steuerung von den Motoren korrekt umgesetzt wurden.

    ... dass diese verwendet werden um Bewegungen in die Nachführung zurückgekoppelt werden, will ich auf Grund meiner Erfahrungen nicht glauben. Du hast natürlich recht, dass man mit entsprechend genauen Encoder genau bestimmen könnte ob die angeforderte Bewegung über die Motoren auch passend ausgeführt wurde. Ich kenne weder technische Details, z.B. Auflösung und Genauigkeit der Encoder noch die Details der Firmware was wie verwendet und eingesetzt wird.


    Auf der anderen Seite habe ich noch nie irgendwo gehört / gelesen, dass die AZ-EQ5 so genau ist, dass man kein Guiding braucht, weil die Rückkopplung durch die eingebauten Encoder so perfekt funktioniert und umgesetzt wurde.


    Hast Du persönliche Erfahrung mit einer AZ-EQ5 oder genaue Kenntnisse über Hard- und Software der Montierung die helfen könnten, mein Problem zu qualifizieren und einzukreisen? Ich bin offen für jeden Rat und Tipp!


    Aber ich werde einfach mal Skywatcher anschreiben und mein Problem schildern und konkret Fragen stellen zu GoTo, Nachführung, Encoder und Rückkopplung.


    Danke noch Mal - Servus - MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Gerd, Gerd-2 ,

    Wichtig ist hier dann denke ich die Montierung in Wage aufzustellen.

    Zumindest wenn die Montierung hier keinen oder einen nicht korrekt funktionierenden Lagesensor hat.

    Wenn du hier Probleme mit der Genauigkeit hast würde ich mal ein 3 Sterne Alignment probieren und schauen ob die Montierung in Wage steht.

    Auch mal schauen ob die eingegebenen Koordinaten stimmen bzw. ob das GPS falls vorhanden korrekt funktioniert.

    Die AZ-EQ5 wird mit Celestron Starsense und Autoalignement gestartet. Dabei wird vollautomatisch ein mehrfaches Stern Alignement per Plate-Solving mit der Celestron eigenen Starsense Kamera durchgeführt. Nach dem abgeschlossenen Starsense Alignement trifft meine Montierung alle per Stellarium oder Hand-Kontroller angegebenen Objekte Punkt genau. Daher bin ich sicher, dass weder Fehler in der Angabe zum geographischen Standort, der korrekten Zeit noch in der darauf aufbauenden Genauigkeit des Alignments vorliegen.


    Aber ich denke ein erfolgreiches GoTo aus einer bekannten per Plate Solving (Sharpcap/Starsense) gesyncten und bekannten Position an eine andere neue Position, die dann wieder per Sharpcap Plate Solving an die Montierung gesynct wird, ist die eine Sache. Nur dann aus dieser Position heraus eine genaue Nachführung über lange Zeiträume auszuführen ist eine ganz andere Sache, ein anderer technischer Vorgang. Da während der Nachführung keinerlei Rückmeldung oder Rückkopplung an die Steuerung der Montierung erfolgt, hangelt die Montierung sich quasi blind aus der zuvor bekannten "perfekten" Position weiter aber ist dabei angewiesen, dass die entsprechenden Bewegungsbefehle an die beiden Motoren (zwei Achsen) perfekt ausgeführt und umgesetzt werden. Da dies schon bei EQ-Montierung, die nur in einer Achse nachführen muss ohne Rückkopplung, sprich ohne Guiding unmöglich ist, wundert es mich in keiner Art und Weise, dass im AltAz Mode in dem günstigen drei-stelligen Preissegment einer Skywatcher AZ-EQ5 die sogar zwei Achsen für die Nachführung ansteuern muss genau so wenig bzw. genau so schlecht funktioniert.


    Vielleicht gelingt eine ausreichend exakte Nachführung ohne Rückkopplung - ohne Guiding! mit einer Montierung im fünf-stelligen Preissegment einer 10-Micron oder mit den neuen Harmonic Drives.


    Danke für Deine Rückmeldung und Zeit. - Servus MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo!


    wer bei EAA ovale oder verschobene Sterne hat der macht hier etwas falsch und das ist nicht das Guiding.

    Gerd hat in diesem Punkt Recht!



    Hallo Albert! AstroSeeker


    meine LCM Montierung jetzt kein "Nachführwunder" ist,

    Nach Internet Recherche ist eine LCM Monierung eine AltAz Montierung! Richtig?


    Abhängig von der Genauigkeit des Alignments sowie der Beobachtungsposition waren zuvor ca. 10 sec. Belichtungszeit möglich. Mit Platesolving hat sich die Belichtungszeit auf ca. 20 sec erhöht, bevor die Sterne wieder etwas eiförmig wurden.


    Ich denke da irrst Du Dich. Mit einer AltAz Montierung bekommt man runde Sterne nur basierend wo das beobachtete Objekt liegt. In einem Fall sind Belichtungszeiten von maximal wenigen Sekunden oder aber Belichtungszeiten von Minuten möglich. Das hat nichts mit Guiding oder Plate Solving zu tun.

    • Liegt das beobachtete Objekt im Süden oder Norden und zusätzlich hoch über den Horizont sind Belichtungszeiten von nur wenigen Sekunden möglich.
    • Liegt das beobachtete Objekt im Westen oder Osten und zusätzlich nahe zum Horizont sind Belichtungszeiten im Bereich von Minuten möglich.

    Sowohl nach meinen eigenen Erfahrungen und auch nach Informationen aus anderen Quellen ( Hier ein Link zu einer Seite die dazu ausführliche Informationen bietet ) haben "Ei-förmige" Sterne bei einer AltAz-Montierung nichts mit genauen Alignement oder Platesolvingzu tun. Welche Belichtungszeiten verwendet werden können ohne dass es "längliche Sterne" gibt, hängt ausschließlich vom Ort des beobachteten Objekts und vom geographischen Standort des Beobachters/Teleskops ab. Bei einer AltAZ Montierung hat man immer eine laufende Drehung des beobachten Bildfelds. Diese Bildfeld-Drehung könnte man nur durch einen gegenläufige Drehung der Kamera mit einem elektrischen Rotator wie z.B. dem Falcon Rotator verhindern.


    Anders ist es bei EQ Montierung. Eine perfekt eingenordete EQ Montierung, was bedeutet dass die Drehachse der Montierung parallel zur Drehachse der Erde ist, kann falls sie zu schnell oder zu langsam rotiert durch entsprechenden Ausgleich der Rotations-Geschwindigkeit nachgeregelt werden. Wenn die Geschwindigkeit exakt die Erdrotation ausgleicht, kann man quasi "endlos" belichten und bekommt keine Strichsterne. Ob man Guiding bei EAA auf EQ Montierungen und den dabei üblichen kurzen Belichtungszeiten überhaupt benötigt, kann ich aus Ermangelung an Erfahrung mit EQ Montierung nicht beurteilen.



    Man kann hier auch mit azimutaler Montierung gute Ergebnisse erhalten, einziger Nachteil hier ist das durch die Bildfeldrotation das fertige Bild etwas beschnitten werden muss.

    Ich beschäftige mich im Moment mit dem Problem des Beschnitts / schwarzen Rändern bei gestackten EAA Aufnahmen sehr intensiv.


    Ursprünglich dachte ich, dass die schwarzen Ränder in meinen Aufnahmen durch die Bildfelddrehung verursacht wurden. Allerdings habe ich mich immer gewundert warum fast immer "nur" zwei schwarze Randbereich aufgetreten sind, Einer in horizontaler und einer in vertikaler Ausrichtung.



    Ehrlich gesagt habe ich es sehr lange nicht verstanden warum die Ränder überhaupt und wo sie entstehen. Ich habe es zuerst immer mit der üblichen Erklärung abgetan, das ist halt die Bildfelddrehung.


    Da ich an meinem optischen Setup einen drehbaren Schwalbenschwanz hatte, habe ich versucht durch entsprechenden manuellen Zurückdreh-Ausgleich der Kamera die Felddrehung auszugleichen. Hat zwar Änderungen gebracht, aber wirklich schlauer bin ich nicht geworden.



    Da hat der danach erfolgte Umbau des Schwalbenschwanzes auf reproduzierbare, eingerastete Drehwinkel mit Hilfe eines internen Rast-Mechanismus mit Federn und Kugellager-Kugeln zwar war zu besser reproduzierbaren und genauerer Drehung der Kamera geführt, aber am Ende nicht wirklich zum Wegfall der schwarzen Ränder.


    ich habe dann viel im Internet recherchiert. Das Thema Derotation bei ALtAZ Montierung ist sehr interessant aber gar nicht so einfach umzusetzen. Es ist natürlich nicht so simpel, einfach um 15° pro Stunde gegen die Erddrehung zu drehen, wie ich zuerst dachte. Je nach Position des Objekts und ob vor oder nach der oberen Kulmination ändert sich der nötige Drehwinkel in einer bestimmten Zeit und kann sogar gegenläufig nötig sein.


    Hier zwei Links zu sehr interessanten Seiten die sich ausführlich damit auseinander gesetzt haben.

    Erst als ich mir den Pegasus Falcon Rotator gekauft habe und dessen AltAz-Derotations Funktion eingesetzt habe wurde mir klar, dass die Ränder überhaupt nichts mit der Bildfelddrehung zu tun haben.



    Der Falcon Roatator hat eine Alt-AZ-Derotations Funktion die sehr gut arbeitet. Aber trotzdem habe ich nach wie vor schwarze Ränder.


    Folgend ein extra lange abgewarteter Stack aus Sharpcap und ein Screenshot aus Sharpcap.






    Der linke, vergrößerte Guiding Graph zeigt ganz deutlich wie in horizontaler / vertikaler Richtung die Montierung Skywatcher AZ-EQ5 spazieren fährt. Also nicht genau genug nachführt. Hingegen die Drehrichtung, rechter Graph ist auf Grund der Derotation des Falcons gering.


    Ich habe dann versucht durch Veränderung der Guiding Geschwindigkeit der Montierung das Verhalten irgendwie zu kontrollieren und zu beeinflussen. Es ist mir in keiner Art und Weise gelungen damit zu irgendwelchen reproduzierbaren, nachvollziehbaren Ergebnissen zu kommen. Keine Chance.



    Mein erster Reflex war auch der Ruf nach Guiding. Es scheint auch so zu sein, das man PHD auf Guiding für AltAZ einstellen kann. Ein entsprechendes Guidingrohr für ein ASI120MC war auch schnell bestellt. Aber wie immer bei der Astronomie gibt es dann Stolpersteine. Zuerst natürlich das schlechte Wetter, dann dass die per Starsense Handkontroller betriebene AZ-EQ5 kein Pulse-Guiding unterstützt und bin aber auf Grund mangelnder Zeit nicht zur Umstellung auf reinen Skywatcher Betrieb und weiteren Versuchen zum Guiding bisher gekommen. Und ehrlich gesagt bin ich auch nicht sicher ob ich den ganzen Zusatz-Aufwand für Guiding bei EAA betreiben möchte.


    Ich bin aber über einen Beitrag im Sharpcap Forum auf eine noch andere interessante Möglichkeit gestoßen. Quasi ein Software Guiding mit Sharpcap. Mit Sharpcap kann man eine Art Batch schreiben:

    • Stacking starten für 3 Minuten
    • Stacking anhalten
    • Neu Zentrieren und Positionieren per Plate Solving
    • Und von vorne

    Es hat sich dann heraus gestellt, dass Sharpcap noch einen Fehler bei der Neupositionierung des begonnen Stacks macht. Das wurde inzwischen von Robin Glover behoben, aber ich konnte es wegen des schlechten Wetters noch nicht testen.


    Servus - MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Alex,


    ich habe das identische Teleskop und keinerlei Probleme damit. Ich denke das Teleskop ist von ICS! Richtig? Bist Du mit ICS in Kontakt wegen Deines Problems?


    Wenn ich den Faden hier lese, habe ich den Eindruck, es wird immer vermeintlich schlimmer und das Problem immer größer. In keinem Fall würde ich den Tubus kürzen, den OAZ aus-/einbauen u.s.w. - ich bin überzeugt das Teleskop ist wie es ist in Ordnung. Vielleicht inzwischen gründlich verstellt, aber was nach der Kontrolle bei ICS und bei Auslieferung gepasst hat kann mit ein Einstellungen der wenigen Schrauben, wenn gewusst wie, wieder in Ordnung gebracht werden.


    Rufe einfach dort an und lass Dir von ICS helfen. Ich kenne keine Firma die kompetenter und kundenfreundlicher ist als ICS.


    Servus - MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo!


    Ja! Jetzt fügen sich die Teile wieder zusammen! ;)


    Es ist immer schwierig an passende Erfahrungen zu kommen. Als ich mich wegen dem 200PDS schlau gemacht habe, gab es Ratschläge es in keinem Fall unter einer EQ-6 zu probieren oder besser doch gleich eine EQ-8 zu nehmen. Dann ist man auf der sicheren Seite! :/ Allerdings habe ich Keinen getroffen der im AltAZ Mode gearbeitet hat. Für die meisten Anwender ist per Definition eine große Montierung im EQ-Mode gesetzt. Ich bin nicht sicher ob beim EQ-Mode wegen anderer Hebelkräfte eventuell andere Anforderungen an die Kombi Montierung / Teleskop gestellt werden. Das könnte ich mir durchaus vorstellen.


    Wie auch immer "MEINE" AZ-EQ5 trägt problemlos den 200PDS spazieren. Ich bin überzeugt, dass dies bei der iOptron auch gut funktionieren würde. Was man halt noch nachvollziehen und ausprobieren müsste. Wenn es einem persönlich wichtig ist und interessiert.


    Ich bin für einen wirklich sehr fairen Preis an die gebrauchte Montierung und den gebrauchten Newton gekommen. Da war es ein übersichtliches Risiko. 8) Und ich kann inzwischen sogar selbst das Getriebe-Spiel optimiert einstellen. Irgendwie ist alles immer eine Baustelle.


    Übrigens im schwarzen Forum wird gerade ein AZ-EQ5 zu einem wirklich interessanten Preis von€ 870 angeboten.


    Servus - MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo!


    Ich hatte mich Anfang dieses Jahres auch für die iOptron AZ-Goto interessiert und entsprechend recherchiert. Es scheint je abhängig vom Gerät sehr unterschiedliche Erfahrungen damit zu geben. Positive wie negative.


    Irgendwann war ich so weit, dass ich eine für mein damaliges EAA-Setup (Skywtacher 130PDS) kaufen wollte und habe ein interessantes, ab Lager verfügbares Angebot bei den Teleskop-Spezialisten im Netz gesehen. Ich habe dann angerufen um einen Termin zur Besichtigung und zum Kauf zu vereinbaren. Ich habe angerufen und es wurde ein langes Gespräch geführt.

    - Elektronik einwandfrei, obwohl mir ein Händler von Problemen bei der Platine berichtet hatte

    Am Ende hat man mir gesagt, dass man mir die iOptron nicht verkaufen kann, da gerade doch keine verfügbar sei und mich an die Konkurrenz verwiesen. Da sei ich sicher auch gut aufgehoben. ?( Irgendwie hatte ich den Eindruck, als ich erwähnte, dass ich vorhabe an der Montierung später auch einen Skywatcher 200PDS daran betreiben möchte, man keinen Kunden haben wollte der zeitnah mit Problemen zurückkommen würde. Das ist jetzt aber von mir geraten. Ich bin etwas später dann in einem der Foren über einen anderen Interessenten gestolpert, der von einem ähnlichen "Einkaufs-Erlebnisse" erzählte.


    Lies doch auch im schwarzen Forum dazu. Dort hat es viel Erfahrungsberichte von einigen Anwendern zu dieser Montierung. Nach kurzer Recherche heute habe ich jetzt bei zwei von drei großen Händler den Hinweis gefunden: Lieferzeit: Eingestellt Eingestellt - Artikel nicht mehr verfügbar :/


    Bei mir ist es am Ende eine gebrauchte Skywatcher AZ-EQ5 GoTo geworden und bin damit sehr zufrieden.Das beste dabei ist, dass ich mein sehr geschätztes Celestron Starsense Autoalignement auch auf der Skywatcher Montierung weiter verwenden kann. Sie trägt ganz brav sowohl natürlich den kleinen 5" 130PDS als auch den jetzt zusätzlich beschafften, großen 8" 200PDS Newton. Ich arbeite ausschließlich im AltAZ Modus. Sie führt z.B. Jupiter so exakt nach, dass ich bei Brennweite von 2.700mm mit einer 2,7x Barlow und einem FOV von 600 x 600 Pixel mit meiner ASI183MC den Planeten nicht aus dem FOV-Bereich verliere oder korrigierend eingreifen muss. Erst kürzlich getestet mit einer 2,7x Düring Barlow.


    Servus MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo!


    Ich versuche gerade wieder ein mal für diverse Niederspannungszubehör die passenden Stecker zu finden.



    Damit es da nicht zu einfach wird gibt es die Stecker nicht nur mit unterschiedlichen Außendurchmessern, unterschiedlichen Innendurchmessern, verschiedenen Längen, sondern auch vorne in gelb bzw. schwarz. Natürlich ist mir die Farbe egal - wie sagte kürzlich ein Bastler zu mir: "Blau, schwarz, braun, grüngelb - Farbe egal, Strom fließt durch Kupfer nicht durch Farbe" - aber irgendwie habe ich den Eindruck die gelben halten besser. Ist es wirklich nur abhängig von der Mechanik? Also passende Innen- und Außendurchmesser auszuwählen? Oder gibt es noch einen anderen mechanischen Aspekt den ich bis jetzt bei den gelben nicht verstanden habe?


    Ich habe alle möglichen Lieferquellen schon versucht. Von ebay, Chinamann, Amazon bis Bastler und Profi Komponenten Versender, von € 2 für 10 Stück bis € 10 im Einzelstück, von unbekannter Strombelastbarkeit bis zu spezifizierten 5A und sogar 7A - manchmal kann man den passenden Innen- und Außendurchmesser auswählen, bekommt sie aber alle nur in einer einheitlichen Länge die dann natürlich nicht zur Buchse passen und im blödesten Fall gefühlt einen halben Millimeter zu kurz sind und gar nicht halten oder viel zu lang sind. Alle schauen eigentlich gleich billigst Ramsch-mäßig aus und vertrauensvoll Kontakt machen keine. Gefühlt am besten noch die gelben, die aber nur vorkonfektioniert (mit 20 cm Kabel-Stummel, was will ich damit?) als LED-Kabel bei ebay zu haben sind ....


    Habe nur ich das Problem? Wie löst Ihr Eure Kabelverbindungen? Kennt jemand eine Bezugsquelle bei der man zugleich Strombelastbarkeit, Innendurchmesser, Außendurchmesser und zugleich Länge auswählen kann?


    Servus - MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Carsten!


    Mit Deinem Teleskop und Deiner Montierung ist alles in Ordnung! Das Problem sitzt hinter dem Teleskop! ;)


    Im Prinzip war Deine Vorgehensweise schon richtig,

    ... die oben herausstehende "Nase" zum Norden richten. ...

    Welches Norden hast Du genommen? Das Eine? Oder das Andere? Oder doch das Richtige? :/


    Späßle g'macht!


    In der Tat reicht Auge mal Pi per Handy-App, Kompass, Sichtrichtung Polarstern, Gegenüber der Sonne um 12 Uhr nicht ansatzweise aus um eine Teleskop einzunorden. Das musst Du exakt einstellen! Nur wie? Dein Teleskop ist an den beschriebenen Problemen völlig unschuldig. Wenn überhaupt ein Fehler der Ausrüstung würde es an der Montierung liegen, was ich nicht glauben will. Es ist vermutlich zu fragil, zu wackelig und für Dich (noch) zu schwierig damit eine perfekte "Einnordung" zu erreichen.


    Ich habe mal im Internet über Dein Celestron AS-GT C8 nachgelesen. Hast Du das optionale Polsucherfernrohr?


    Das besondere an so einem Polsucherfernrohr ist, dass es parallel zur Teleskopachse eingebaut ist/wird. Zugleich wird die kleine Abweichung des Polarsterns vom tatsächlichen Himmelsnordpol berücksichtigt. Was bedeutet wenn Du mit dem Polsucher den Polarstern darin richtig einstellst, ist die Teleskopachse exakt parallel zur Erdachse ausgerichtet.


    Laut Internetseite vom Astroshop gibt es für Deine Montierung passend entsprechende Polsucher! Zwei verschiedene werden auf der Webseite aufgeführt. Frag aber vor einer Bestellung nach. Vielleicht kennt auch jemand hier aus dem Forum Deine Montierung und kann Dir etwas empfehlen oder Tipps zum Einnorden ohne Polsucher geben.


    Übrigens die exakte Einnordung ist nicht nur für das Goto nötig, sondern genauso entscheidend falls Du mal fotografieren wolltest. Das Goto führt dich nur einfach und schnell zum gewünschten Objekt. Ab da übernimmt die restliche Mechanik die Nachführung die eben auf der exakten parallelen Ausrichtung der Teleskop Achse zur Erdachse basiert und deshalb darauf angewiesen ist.


    Viel Erfolg und viel Spaße noch! Servus - MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Skynight!


    Du hast viel geschafft und bist jetzt auf dem Astro-Trip und infiziert! ;) Macht immer Lust auf mehr! In Kürze bricht das Brennweiten- und Öffnungsfieber bei Dir aus!


    ....

    Und was zur Hölle fliegt da eigentlich andauernd kreuz und quer durchs Bild ? Die Dinger blinken nicht, also sind es wohl keine Flugzeuge. Irgendwann hob ich auch nicht mehr den Kopf in die Richtung, ich sehe die mit bloßem Auge einfach nicht.

    ....

    Das sind Satelliten!


    Dann fiel mir noch ein sehr heller Punkt in Horizontnähe auf, knapp über den Bäumen. Da er nicht funkelte, muss es wohl ein Planet sein. Und der Dachboden musste ja auch noch ausprobiert werden. Von oben seh ich den besser. Also im Dunkeln rauf, Fenster auf und schauen. Ich kann noch nicht sagen welcher Planet es war, jedenfalls hatte er links und rechts von sich noch mehrere kleine Punkte, ich vermute Jupiter oder Saturn.

    Das war Jupiter mit seinen Monden. Saturn ist der mit der Scheibe!


    Viel Spaß in den kommenden Nächten!


    Servus - MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Skynight,

    Ich bin eben eher der Praktiker, der sich mit den gegebenen Dingen etwas einfallen lässt um etwas passend zu machen.

    Das klingt gut und zielführend. Ich habe im Sommer 2020 mit einem 10" Newton auf Dobson angefangen und bin dann im Frühjahr 2021 auf EAA gewechselt. Meine Frau und ich machen gemeinsam Astronomie und deshalb ergänzen und helfen wir uns zusammen bei der "Wissensgewinnung". Die Zeit mit dem Dobson war sehr hilf- und lehrreich. Damit konnten wir in jeden Fall die Grundlagen für unsere EAA Ausrüstung und Verständnis legen. Ich erwähne dies nur, da ich denke so einfach wie ein EAA Setup im ersten Anschein auch zu sein scheint, ohne Grundlagen von 0 auf hundert sich so etwas zusammen zustellen das ist sehr anspruchsvoll. Vor allem wenn man nur auf sich selbst gestellt ist.


    Du solltest Dir ein fertiges EAA-Setup von Vaonis oder Unistellar mal anschauen.


    Falls Du aber doch ins kalte Wasser springen willst, und ein EAA-Setup selbst zusammenstellen willst ein paar Gedanken von mir dazu. Zuerst das wichtigste.

    Die Montierung.

    Goto ist gesetzt. Ich habe eine AltAZ Montierung und keine EQ-Montierung. Der grundsätzliche Unterschied ist um eine EQ-Montierung für die Beobachtung vorzubereiten muss man einen erheblichen Aufwand betreiben und es auch mit der nötigen Sorgfalt vorgehen muss. Einnorden, am Polarstern ausrichten, dann eine Alignment der Montierung durchführen, das braucht alles Zeit. Jeden Abend! Außer man hat ein fest installiertes Setup, dann spart man sich diesen "jedes-Mal" Aufwand.


    Ich habe für meine AltAZ Montierung ein Celestron Starsense Autoalignment. Das besteht aus einer eigenen nur für diesen Zweck verwendbaren Astrokamera und einem speziellen Handkontroller und kann mit vielen Celestron und Skywatcher Montierungen verwendet werden. Dadurch kann ich meine Celestron Nexstar und auch meine Skywatcher AZ-EQ5 einfach so in den Garten stellen, einschalten das Autoalignement starten und binnen ca. zwei Minuten ist das Setup ohne weiteres Zutun einsatzbereit.


    Mein EAA-Setup ist in kürzester Zeit also einsatzbereit und ich kann quasi alle meine Freizeit in Beobachtung stecken und nicht in sich immer wiederholende Routine Einstellvorgänge. Aber eine EQ Montierung hat den unbestreitbaren Vorteil, dass man quasi beliebig lange Einzelbelichtungen ausführen kann. Bei einer AZ-Montierung sind die Zeitspannen für Einzelbelichtungen bis man auf den Aufnahmen nicht mehr "scharfe" Sterne als Punkte hat sondern Strichspuren bekommt in Abhängigkeit davon, wohin die Montierung zeigt und wie hoch das beobachtete Objekt am Himmel steht. Ist ein Objekt im Westen und 40° über dem Horizont, kann man durchaus 20 oder 30 Sekunden belichten und bekommt "richtige" Sterne. Steht das beobachtete Objekt im Süden und 70° über dem Horizont sind 10 Sekunden schon schwierig. Bei einer EQ-Montierung hat man diese Herausforderung nicht, da gehen in jeder Position wenn es sein soll eine Minute genauso wie 10 Minuten auch wenn es dann oft noch eine zusätzliche Unterstützung durch Guiding braucht. Aber lange, sehr lange Einzelbelichtungen mit schönen runden Sternen sind kein Problem was hingegen bei einer AZ-Montierung technisch nur möglich mit kurzen Einzelbelichtungen ist.


    Aber und jetzt kommt es, für EAA arbeitet man normalerweise mit Einzelbelichtungszeiten von 2, 4 vielleicht maximal 8 Sekunden und hat keine Notwendigkeit längere Belichtungszeiten zu verwenden. Man braucht für EAA also per Definition keine EQ Montierung.


    Die Kamera.

    Hier gibt es Modelle von 200 bis 2000 und auch 4000 und mehr Euro. Entscheidende Unterschiede sind die Pixelgröße und die Auflösung. Pixelgrößen gibt es z.B. mit 2,4 | 2,9 | 3,6 und auch 4,6 µm. Auflösungen bewegen sich zwischen 960 x 1.280 bis 4.200 x 6.400 Pixel. Allgemein kann man sagen je kleiner die Pixel und um so höher die Auflösung ist um so besser sind die Ergebnisse. Es gibt aktiv gekühlte Kameras und ungekühlte Ausführungen. Auch hier hat EAA Vorteile. Da braucht man auf Grund der kurzen Belichtungszeiten keine gekühlten Kameras. Ich würde im Moment zu eine ZWO ASI294 ungekühlt oder einer ZWI ASI533 die es nur gekühlt gibt raten.


    Das Teleskop.

    Dazu gibt es endlose Literatur und unendlich viele Beiträge hier und in anderen Foren. Für manchen ist es sogar mehr eine Glaubensfrage! Ich bevorzuge Newton Teleskope von Skywatcher und da man per EAA auch oft farbige, großflächige Nebel beobachtet, kann man zwangsläufig keine lang-brennweitigen Teleskope mit 800, 1000, 1200 oder länger sinnvoll einsetzen, sondern bleibt eher bei 600mm oder noch kürzerer Brennweite. Ich habe inzwischen zu meinem f/5 650 mm Newton zusätzlich einen f/5 1.000mm Newton um Galaxien größer und detailreicher abbilden zu können. Außerdem ist ein f/4 600 mm Newton bereits bestellt der voraussichtlich den 650 mm Newton ersetzen wird.


    Das Zubehör.

    Will ich nur Stichpunkt-artig aufführen. Powerbank, Netzteil, Filter, Abstandsringe, Filterschublade, Filterräder, Adapter, Netzwerk-Komponenten, Fokus-Motor, Rotator, Koma-Korrektor, Barlow und, und, und - da hat man schnell einige hundert bis über tausend Euro in Kleinteile investiert.


    Der Computer. Die Software.

    Es gibt fertige Systemen wie z.B. ASIAIR von ZWO oder man nimmt einen Windows Laptop/PC oder ein Apple Rechner. Platzhirsch im Softwarebereich ist die Stacking Software Sharpcap, die aber Windows voraussetzt.



    Hier im Forum (LINK) habe ich schon Mal mein Setup von 2021 im Detail beschrieben. Mit diesem Link zu CloudyNights kommst Du zu meiner EAA Bildergalerie.


    Servus - MünchenBeiNacht - Ewald

    Moin, moin nach Hamburg!

    ..., und vor allem habe ich extreme Probleme mit der Brille. Und meinem Rücken. Das ständige gebückt durchs Okular gucken ist… anstrengend. Der Mond macht allerdings jetzt schon Spaß, alles andere soll folgen.

    Hast Du Dich mal zu EAA eingelesen? Dabei wird eine Kamera verwendet um live Bilder direkt zu stacken, das bedeutet zusammen zu rechnen und auf einem Computer(Display) anzuzeigen. Da gibt es keine devote Haltung hinter einem Okluar. Das Teleskop kann sogar Remote bedient werden. Bedeutet man kann bequem auf der Terrasse, im Wohnzimmer oder wo auch immer sitzen und WLAN, Netzwerk vorausgesetzt von dort aus das Teleskop bedienen und sich an den laufen aktualisierten Bildern erfreuen. Und das geht auch zu Zweit oder mit mehren Leuten gleichzeitig. So viele Leute halt wie gleichzeitig auf das Display, den Fernseher, die Leinwand mit Beamer schauen können.


    Es ist ein ganz anderer Ansatz als mit visueller Astronomie.


    Es gibt zwei Wege zu EAA. Mindestens ;) :

    • Man kann sich hochwertige EAA Setups selbst zusammenstellen, Wissen, Bereitschaft zu experimentieren, Freude an Ausrüstung weiter zu optimieren, Spaß aus Erfahrungen zu lernen und am Ende muss man auch bereit sein einen nicht unerheblichen Betrag ausgeben zu wollen. Man kann aber auch durch gebrauchte Ausrüstung erheblich Geld sparen.
    • Es gibt auch fertige Setups, für € 1500, € 3000 und auch knapp € 5000. Google dazu nach Vespera ,Unistellar, Evscope, Vaonis.


    Ich habe Anfang 2021 mit "Selbermachen" angefangen. Eine gebrauchte Celestron Nexstar Goto Montierung ( € 500 ), ein neuer Skywatcher 130PDS Newton ( € 300 ) und eine Astrokamera von ZWO ASI294MC (ungekühlt) ( € 800 ) war der Einstieg. Als Software nimmt am besten den Platzhirsch Sharcap, als kostenlose Software mit eingeschränkten Funktionsumfang oder als Vollversion mit € 15 im Jahr jeden Euro wert. Damit kann man schon loslegen und ist quasi sofort in der ersten Liga mit dieser Kamera. Man kann EAA aber auch erfolgreich mit anderen Kameras für weniger Geld machen.

    Mein Budget liegt für den Start um die 1.000 Euro, wohlwissend, dass ich das sprengen werde. 😉


    Natürlich ist es bei mir nicht bei den zuerst geplanten gut € 1500 geblieben. Weitere Ausrüstung die je nach Wunsch für bessere Ergebnisse, bequemere, schnellere Bedienung sorgen kann und mit einem nach oben offen Budget sind keine Grenzen gesetzt. Sehr hilfreich und sinnvoll ist z.B. ein Fokusmotor ( € 200 ), Komakorrektor ( € 160 ), Powerbank ( € 100 ), später auch noch Filter ( € 200 ). Man kann dabei aber Schritt für Schritt in seine eigenen Bedürfnisse reinwachsen.


    Vergiss die schönen Bilder von strahlenden roten Nebeln oder klar erkennbaren Spiralarmen von Galaxien, insbesondere in Hamburg City. da muß es sehr dunkel sein und Deine Augen müssen sich an die DUnkelheit gewöhnen. Das dauert bei absoluter Dunkelheit, maximal Rotlicht so 30-45Min.

    Da hat Hartmut 100%ig recht. Das trifft aber nicht auf EAA zu. Astronomische Beobachtungen per EAA mit farbigen Nebeln und Galaxien mit Armen, überhaupt kein Problem. Bereits nach kurzer Zeit, ein, zwei oder drei Minuten hat man auf dem Bildschirm entsprechend Bilder. Und Achtung ich spreche jetzt nicht von Astrofotografie. EAA ist "Live-Beobachtung" mit der Möglichkeit die am Bildschirm gesehenen Bilder quasi als Souvenir an die Beobachtung sofort abzuspeichern, aufzuheben, und herzeigen zu können. Egal ob man sich für die Beobachtung 5 Minuten 10 Minuten oder eine Stunde Zeit genommen hat. Ich speichere am Ende der Beobachtung eine einzige Datei "as seen" ab und bin sofort fertig.



    Bei Astrofotografie, wenn man nach Stunden oder Tagen alle Aufnahmen auf der Festplatte mit einem Datenumfang von mehreren GigaBytes abgespeichert hat, beginnt erst die eigentliche Arbeit. Das dauert dann noch weitere viele, viele Stunden oder Tage vor dem Rechner bis man ein fertiges Bild vorliegen hat.


    Hier zwei "normale" EAA Beispiele von mir um Dir einen Eindruck zu geben was mit EAA möglich ist. Vorneweg noch, meine Frau und ich nehmen uns für ein Objekt immer reichlich Zeit. Dreißig Minuten oder auch mal zwei Stunden, es macht uns Freude so lange einem einzelnen Objekt zu zusehen. Andere EAA Kollegen und Kolleginnen haben mehr Freude daran in einer Nacht zwanzig und mehr verschiedene Objekte zu beobachten.


    Jetzt zwei Beispiele von mir. Zuerst ein Nebel:


    Rosettennebel:



    Dieses Bild war mir bereits mit nur einem Jahr Erfahrung mit EAA möglich. Man braucht für viele Nebel aber noch zusätzlich einen Filter der gut € 250 an Budget verschlingen kann. Der Rosetten Nebel hat mir und meiner Frau so viel Spaß gemacht, da haben wir gut 90 Minuten zugeschaut, wie das Bild immer Detail-reicher und schöner geworden ist um es nach "Tatort-Länge" von anderthalb-Stunden so abzuspeichern.


    M51

    Galaxien gehen auch ohne teure Filter. Hier M51. Dieses Bild habe ich nach ca. drei Monaten Erfahrung mit EAA in 2021 gemacht. Die Gesamt-Stackingzeit war ca. 50 Minuten. Nur um es noch Mal zu betonen. Solche Bilder sind mit dem oben beschriebenen Setup möglich und brauchen keine Jahre-langen Erfahrungs- und Lernzeiten. Die Lernkurve mit EAA ist wirklich steil. Bei mir steht das EAA-Setup in einem Münchner Vorort, mit der Großstadt üblichen Lichtverschmutzung. Bereits nach kurzer Zeit, fast immer schon nach zwei, drei der ersten einzelnen Aufnahmen mit jeweils vier, vielleicht acht Sekunden Belichtungszeit sieht man bereits deutlich die Galaxie.




    Ich habe mit Astronomie im Herbst 2020 mit einem 10" Newton auf Dobson begonnen. Aber seit ich EAA mache steht das große Teleskop nur noch rum und ich habe seit Frühjahr 2021 durch kein einziges Okular mehr geschaut. Warum auch?


    Ich habe hier mitgeschrieben, nicht um den konventionellen, rein visuellen Weg schlecht zu reden. Viele geschätzte Kollegen und Kolleginnen hier, wollen die Photonen auf den eigenen, nackten Augen spüren. Mir gibt es nichts (mehr). Ich habe viel mit dem Dobson und dem 10" Newton gelernt. Das war nicht verkehrt. Nur wenn ich noch mal anfangen würde, würde ich sofort mit EAA einsteigen.


    Viele Grüße und Servus - MünchenBeiNacht - Ewald

    Ich weis noch nicht wie es weitergeht - auf alle Fälle möchte ich mich bei Allen bedanken für die wertvollen Hinweise in der Zeit des "Kampfes" mit der Montierung.

    Das macht mir Mut vielleicht irgendwann wieder einen neuen Versuch zu starten.

    Hallo Jürgen jeis111

    Oh je! Das ist j schrecklich zu lesen! Es tut mir sehr leid, dass Dich das Schicksal so beutelt! Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald wieder fit bist! Alles Gute, viel Kraft und Gesundheit!


    Servus MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Markus!


    ich habe zuerst mit einen UHC Filter gearbeitet und mir später von Altair den Quadband-Filter geholt und bin damit sehr zufrieden.


    Kaulquappen mit Altair Quadband



    Rosetten Nebel mit Altair Quadband



    NGC7635 ( inkl. Oben Mitte Novae Cassiopeiae 2021 ) mit UHC Filter


    Die Fotos sind alle mit meinem Skywatcher 130PDS auf Celestron Nexstar mit einer ungekühlten ASI294MC erstellt worden. EAA mit Sharpcap ohne Nachbearbeitung.



    Nach meinen Recherchen deckt der L-Extreme die zwei Bänder O-III und Halpha jeweils mit 7nm Bandbreite ab. Der Altair nimmt noch S-II und Hbeta mit.


    Hier ein schematischer Vergleich von Quad-Band, L-Extreme, UHC, UHE und UV/IR-Cut.




    Es ist gar nicht einfach herauszufinden welcher Filter bringt was und wo. Ich habe mal bei meinen Recherchen eine Seite des Prairieastronomyclub gefunden. Dort haben mehrere Mitglieder mit unterschiedlichen Teleskopen aber zum gleichen Zeitpunkt verschiedene DSOs mit verschiedenen Filtern getestet und gegenübergestellt. Die Seite ist ewig lang und mehr Text-Wüstenmäßig gestaltet, aber es lohnt sich vor allem weil es zu jedem Objekt dann auch eine zusammengefasste Empfehlung gibt.


    Bei ICS gibt es auch eine sehr interessante Seite zu verschiedenen Filtern und deren Spektrum.


    Servus - MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Thomas,

    meinte ich vielmehr meinen ersten Aspekt, mobil zu sein d.h. einen dunklen Beobachtungsort (in meinem Fall außerhalb von München) anzufahren.

    okay! Kapiert! Wir haben auch einen Platz gut 30 Minuten Autofahrt weg der ideal zum Beobachten ist. Den haben wir vor Corona ständig mit unserem 10" Dobson genutzt. Dazu konnte ich aber unserem e-Firmentransporter nutzen. Dort ist alles Zubehör wie Astrostuhl, EQ Plattform, Dobson und Newton fix untergebracht. Wir können bei "viel-versprechenden" Himmel den Okularkoffer schnappen und los. Aber es ist uns trotz aller Wetterapps schon passiert, bei klaren Himmel losgefahren und nach 30 Minuten bei Wolkendecke :rolleyes: gar nicht erst ausgepackt und zurück.


    Da ist es halt im Garten wesentlich zeitsparenden wenn sich bei frühen, klaren Abend die Wetterhexerei doch geirrt hat und ich "nur" das Teleskop in den Garten getragen habe und es wegen drohendem Regen in der Nacht schnell wieder in Sicherheit bringen muss. Außerdem ist es durch EAA auch nicht mehr so beinhart nötig einen möglichst perfekten Himmel zu haben. Da stört Frau Luna eigentlich zwei bis drei von vier Wochen erheblich mehr als der Großstadtglow und da der Mond auch südlich von München scheint, bringt der "externe" Platz in so einem Fall auch nicht so wirklich was.


    Obwohl mein EAA-Setup wirklich einfach aufzubauen ist und ich sogar einen "Mini-WLAN-Router" habe um am Feld WLAN zu haben, sind wir am externen Platz wenn überhaupt noch nur mit dem Dobson unterwegs. Nur man wird halt bequem und anspruchsvoll. Matsche Maus-grauer, diffuser Fleck schlägt halt nicht eine EAA Beobachtung. Trotzdem ist eine Nacht unter freien Himmel ein ganz anderes Erlebnis als Zuhause EAA auf der Terrasse, am Balkon, oder im Wohnzimmer und von den Outdoor Mückenbissen hat man auch Tage-lang was! ;)



    Hallo Jürgen!

    Ich werde aber erstmal die AZ-GTI zurückschicken und dann weitere Entscheidungen treffen.

    Und wie ist jetzt Deine Astroreise weitergegangen?


    Servus MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Joschwa!


    wie habt Ihr das gemacht/geschafft

    Ich nutze für online Käufe eigentlich immer Paypal. Ist sicher, kostet keine extra gebühren und bietet auch noch einen Käuferschutz. Ich kann sogar bei uns auf dem Land beim Biobauern mit Paypal zahlen.


    also habe ich mir eine Google Play Geschenkkarte für 25 Euro gekauft

    Auf der Sharpcap Seite steht nichts von google pLay da steht nur was von google pay ( ohne L ). Ich habe auch mal bei google über google play ( mit L ) nachgelesen, da wird auch besonders darauf hingewiesen:


    Quote

    Geschenkkarten können nur in dem Land eingelöst werden, in dem sie gekauft wurden
    Es gelten die Nutzungsbedingungen. Die Geschenkkarte gilt nur in dem Land, in dem sie gekauft wurde.

    Ich vermute daher würde Dir eine "deutsche" google Play Karte sowieso nichts helfen, da Sharpcap in UK ansäßig ist. Also doppelt ins Clo gegriffen!


    Google Pay ( ohne L ) ist die APP für's Smartphone die man für kontaktlose Zahlungen mit dem Smartphone verwendet. Dabei wird in der APP eine Kreditkarte hinterlegt. Ich zahle draußen in der echten Welt fast nur mit google Pay außer ich kann mit Paypal zahlen. Google Pay Geht selbst beim Bäcker für eine Breze.


    Alternativ nutzen Apple Anhänger eben Apple Pay am smartphone. Da dürfte auch eine Kreditkarte hinterlegt sein.


    Wolltest Du Sharpcap mit google Pay bzw. Apple pay bezahlen müsstest Du den Bestellvorgang am Smartphone durchführen auf dem dann eben auch google pay bzw. apple pay eingerichtet sein muss.



    Servus MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Bernd,


    Ich vermute, dass das Netzteil einen USB-C Stecker hat. Dann wird der Rechner per USB PD (=Power Delivery) betrieben. Da ist immer eine entsprechende Elektronik auf beiden Seiten verbaut die Spannung und Stromstärke zwischen Netzteil und dem Rechner per Protokoll verhandeln und einstellt. Ich rate jetzt nur aber aber einfach 12 V einzuspeisen führt im besten Fall zu gar nichts oder dass die Eingangselektronik beschädigt werden könnte! Kauf Dir eine passende Powerbank mit USB-C PD.


    Viele Grüße münchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Thomas,

    Ich habe auch eine AZ-EQ 5 GT. Eine tolle Montierung, aber damit raus ins Dunkel oder mal eben kurz (d.h. unter 15 Min) aufbauen und 30min Livestacking ist halt nicht.

    es ist ja kein Wettbewerb und wer Erster und Schnellster ist bekommt die Goldmedaille! ;) Aber warum ist es bei Dir so Zeit aufwändig?


    Ich laufe drei Mal.:

    • Beim ersten Mal trage ich die Montierung samt Stativ, angebauten Astro-Laptop, USB-Hub und zwei Powerbanks aber ohne Gegengewichte raus in den Garten auf die Wiese. (Unter-geschätzt 15 kg, vermutlich zwei, drei Kilos mehr). Ich schaue da schon mal auf die Wasserwaagen Libelle. Ist es grob daneben wird es halt moderat ins Wasser gestellt. Dabei nehme ich mir jedes Mal wieder neu vor :* jetzt endlich mal drei Granitwürfel (15x15x15 cm) in ein kleines Beton-Fundament zu setzen, damit die Montierungs-Füße immer wieder reproduzierbar Ihre "perfekt-ins-Wasser-gestellt-Position" auf festen Untergrund und nicht in der Wiese haben.
    • Dann kommt der Skywatcher 200PDS Newton dran und wird aus dem Haus geholt und in die Montierung geschraubt. Am Newton ist alles fest angebaut und mit einem Kabelbaum verbunden. 2x ASI Kamera, Fokuser, Rotator, Starsense Kamera. Ich stecke als erstes die Starsense Kamera am Skywatcher-Hub an und verbinde die vier USB Kabel mit dem Hub. Stecke die 12V Spannungsversorgungskabel für den Fokuser und den USB-Hub an die 12 V Buchsen-Ausgänge (oben am Kopf) an und und unten an der Montierung die Powerbank am zentralen 12V Versorgungskabel.

      An Hand von Markierungen an der Schiene schaffe ich es den Newton so wiederhol-genau in die Montierung zu verschrauben, dass er eigentlich immer von Beginn an ausbalanciert ist. Ich prüfe aber trotzdem bei loser Kupplung ob der Newton halbwegs bei 40° bis 60° Neigung moderat ruhig liegt. Bei Bedarf wird halt die Befestigungs-Schiene des Newtons in der Montierung noch ein wenig vor oder zurück geschoben. Dann die Kupplung (Captains-Wheel) moderat angezogen.
    • Jetzt hole ich im dritten Gang die 2 x 5kg Gegengewichte und hänge diese an die Montierung. Jetzt noch überprüfen ob alles ruhig ist und nicht in irgend einer horizontalen Drehposition beginnt Karussell zu fahren! :S Dann Newton waagrecht und nach Süden zeigend ausrichten und dabei achten dass die Kabel am Stativ und Montierungskopf richtig liegen und nicht schon zwei Mal um das Stativ drum-rum-gewickelt sind. Dann die Kupplung (Captains-Wheel) moderat anziehen.


    Jetzt alles einschalten. Powerbank, Montierung, Laptop. - Bis hierher brauche ich "ohne rennen und ohne Hetze" sicher nicht mehr als 10 Minuten. 8) Auch m Dunkeln, obwohl es bei Tageslicht schon alles etwas einfacher ist.


    Ich habe immer wieder probiert ob ich mir das Autoalignment mit Starsense sparen kann / möchte :/ und dann damit ein Teil Ausrüstung und Kabel weniger am Newton hätte. Obwohl das Platesolving in Sharpacp zuverlässig, reproduzierbar und sicher funktioniert, brauche ich für ein manuelles drei-Sterne Alignement auch mit Platesolving Unterstützung durch Sharpcap mindestens vier bis fünf Mal mehr Zeit wie die Automatik mit Starsense benötigt. Mit Starsense ist die Montierung binnen zwei Minuten aligned, eingestellt und bereit. Was Starsense zusätzlich noch interessant macht ist, dass es von anderen Komponenten am und im Newton unabhängig seinen Job das Alignement der Montierung macht. Es braucht keine Fokussierung, findet seine Sterne egal ob Kamera-Sensor Größe bedingt kleines oder großes FOV (FieldOfView), arbeitet unabhängig ob und welche Filter im optischen Weg sind.


    Wir retten alle keine Leben und ob man für das Alignement mit Starsense zwei Minuten oder "zu Fuß" fünfzehn Minuten braucht ist eigentlich Banane und nicht wirklich wichtig. Ich bin aber sehr zufrieden mit: Ein Mal Knopf gedrückt und es passt!. Quasi aus den Augen aus dem Sinn und ich kann mich sofort um das Ziel des Ganzen kümmern. Sterne beobachten!


    Allerdings für eine dreißig Minuten Wolkenlücke würde ich trotzdem nicht loslegen. Erfahrungsgemäß ist dann oft das Seeing trotzdem Mist und die Wolkenlücke ist nur genau da wo Nachbars Baum oder Haus ist. Ich bin schon immer bedient, wenn ich bei klaren Himmel am Abend mein Setup aufbaue und es dann nach der Dämmerung zu Beginn der Nacht unter Wolken wieder abbaue! :cursing:



    Was den Preis betrifft - ich bin mittlerweile bei über 2k € - möchte ich vorerst nicht viel mehr ausgeben wollen.

    Ich will wirklich erstmal sehen was ich unter diesen Bedingungen erreichen kann.

    Hallo Jürgen! Klingt nach und ist ein guter Plan! Ich drücke Dir die Daumen, dass Du möglichst bald am Start mit deinem Setup bist!


    Viele Grüße und Sternen-klare Nächte - MünchenBeiNacht

    Hallo Jürgen,

    ....

    Leider hat noch niemand eine Bemerkung zu den Alternativen gemacht. Wenn es eine gäbe würde ich sie sofort zurückschicken...

    da ist die Liste der Vorschläge bei einem nach oben offenen Budget endlos lang.


    Ich habe gerade von einer Celestron Nexstar (6kg) ...


    (das ist aber nicht die Dir angebotene Montierung Nexstar SE (4kg) )


    ... auf eine Skywatcher AZ-EQ5 gewechselt. Beide Montierungen machen mir große Freude und ich werde aber meine Nexstar verkaufen.


    Falls Du Lust hast diese Montierung auszuprobieren, schicke ich Sie Dir gerne zu. Die Montierung wurde erst kürzlich vom CG5 professionell überprüft und eingestellt. Als VB habe ich mir €750 vorgestellt und Du kannst sie mir binnen 4 Wochen zurückgeben. Details gerne per PM. Ich habe dazu auch noch ein nagelneues, nie benutztes Celestron Wedge. Damit kann man aus der Celestron AZ-Montierung sogar eine EQ-Montierung machen. Im Paket soll beides zusammen € 1100 kosten.


    Ansonsten kann man halt zur Montierung nur sagen lieber eine Nummer größer, aber dann fragt man sich, will man immer das doppelte Gewicht rumtragen? 8) Also wie man es macht ist es verkehrt. Oder auch Pest oder Cholera!


    Viele Grüße


    MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Jürgen!

    Die AZ-GTI ist unserer Meinung nach einfach nicht für Ihre Anwendung geeignet - das von Ihnen verwendete Teleskop übersteigt auch mit 432mm Brennweite bei weitem die für die AZ-GTI maximal empfohlene Aufnahmebrennweite von ca. 200mm.


    Wir haben Ihre Montierung bereits 2 mal hier in unserem Technikteam gehabt. Die Kollegen kennen Ihre und auch andere baugleiche Montierungen gut und haben nicht ohne Grund keine Hoffnung, dass es mit einem anderen Exemplar besser wird, selbst wenn wir bei Skywatcher reklamieren.


    Auch Ihre Videos bestätigen nur das, was lt. unseren Spezialisten hier normal ist. Deshalb muss ich auf unserer Einschätzung beharren, dass hier wirklich nur ein anderes Modell sinnvoll ist.

    ich würde das Zitat vom Händler als Angebot verstehen und noch am gleichen Tag alles einpacken und zurückschicken. Dann noch auf die Rücküberweisung warten. Dann Reset Knopf drücken. Und gaaaaanz von vorne!


    Alles weitere Abwarten, Testen, Ausprobieren und, und, und kostet nur Deine Nerven und Deine Zeit. Und es wird sicher nicht besser werden.


    MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Flo!


    Arktur ist wirklich mit freiem Auge ohne Teleskop oder Fernglas zu erkennen. Er hat eine Helligkeit von -0,11! Also MINUS 0,11! Das bedeutet er ist noch heller als ein Stern mit der Magnitude (Helligkeit) von 0 ( Vega ) oder +0,75 ( Altair )! Je größer der Wert für die scheinbare Helligkeit ist um so lichtschwächer ist der Stern. Je kleiner der Wert, oder sogar im Minus Bereich um so heller ist der Stern.


    Ich würde zuerst um eine Vorstellung zu bekommen, wie hell Arktur im Vergleich zu anderen Sternen ist, am frühen Abend mit den Augen schauen. Also zwischen 21 und 22 Uhr, wenn erste Sterne am Himmel auftauchen einfach mal so Arktur suchen. (Web) Stellarium oder auch eine Smartphone App wie Skysafari können Dir dabei behilflich sein.



    Hier der Link zum Web-Stellarium: https://stellarium-web.org/


    Aber im Prinzip ist Arktur quasi der erste Stern den Du in dieser Zeit während der Dämmerung in Richtung Süd am Himmel ohne Hilfsmittel erkennen kannst. Lange bevor andere Steren erkennbar sind. Wenn Du halbwegs sicher bist Arktur am Himmel zu sehen und wiederzufinden, könntest Du mit einem Fernglas, falls vorhanden ihn mal näher betrachten, oder auch mit dem Sucherfernrohr am Teleskop.


    Du solltest auch versuchen den Stern händisch, also ohne Goto, manuell mit dem 30mm Okular ins Okular zu holen. Wird am Anfang nicht einfach, aber peile einfach von hinten über Dein Teleskop und versuche festzustellen ob der helle Stern am Himmel überhaupt in der Flucht und Verlängerung des Teleskops ist. Ansonsten halt das Teleskop entsprechend mit der Montierung nachstellen. Du schaffst das! Und wenn Du ihn gefunden hast, verstehst Du was ich meine wie hell der Stern ist und mit dem Loch in der Netzhaut.


    Dann hast Du quasi eine Vorstellung wie Du während des Allignement welche Sterne ausuchen und einstellen must. Ist einfach Übung am Anfang und natürlich sieht man oft den berühmten Wald vor lauter Bäumen nicht.


    Viel Erfolg und viel Spaß . MünchenBeiNacht - Ewald

    Hallo Florian!


    Als ich dann einen ersten Stern angefahren hatte fürs aligment, war dieser nicht wirklich getroffen. Wenn ich dann aber durch den Sucher schaue sehe ich so viele Sterne das es mir nicht möglich ist den richtigen anzufahren da ich keine ahnung habe welcher das sein könnte.

    ja! Du hast Recht! Darüber stolpert jeder Einsteiger! Es klingt jetzt vielleicht doof und SchlauBauch-mäßig, aber da fehlt dir einfach die erforderliche Erfahrung.


    Zuerst Mal wäre es um Dir helfen zu können, interessant welchen Stern Dir das Alignment vorgeschlagen hat? Wie war der Name?


    Ich rate jetzt einfach Mal: Vega? Arktur? Oder war es Spica? Wie war der Name?


    Ich frage dehalb, normlerweise sind die vorgeschlagenen Sterne die hellsten Sterne am Himmel und wenn Du ein mal Vega im Okular gesehen hast und es Dir quasi ein Loch in die Netzhaut gebrannt hast, weißt Du ob Du Vega, Arktur oder irgendwas anderes, wesentlich weniger helles anschaust. Diese Sterne sind so hell, die sind nicht zu verwechseln! Da gibt es kein Vertun! Keine Verwechslung! Das ist, wenn man es einmal kapiert hat, so einfach wie Schokolade essen! Packung auf -> Süß! Es gibt keine Chance es mit Kartoffel Chips zu verwechseln!


    Aber als Einsteiger mußt Du Dich da rein fuchsen oder Du lässt Dir zum Einstieg von einem Astronomie-Freund/Freundin helfen! Es gibt natürlich viele Wege die Nach Rom führen. Gerne hilft man Dir hier.


    MünchenBeiNacht - Ewald