Posts by MartinB

Countdown
Am 03.08.2021 zwischen 16:30-19:30 Uhr werden auf den Astrotreff Servern mehrere umfangreiche Updates installiert.
Zeit bis zum Beginn der Arbeiten:
Es wird in diesem Zeitraum zu längeren Unterbrechungen des Portalbetriebes kommen.

    Hallo Christian,


    Als Übersichtsokular empfiehlt sich ein 30mm oder 32mm vom Typ Plössl, sowas sollte schon für 40-60€ zu bekommen sein.


    Tipps fürs Beobachten heute Abend:


    Der Gasnebel M42, dazu den Lichtfleck unterhalb der 3 Gürtelsterne im Orion anpeilen.


    Die Venus, hellste Stern Richtung Westen, im 25mm suchen und dann auf 10mm wechseln. Sollte wie ein winziger Halbmond aussehen.


    Morgens vor Sonnenaufgang Jupiter und Saturn ca im Südosten 15° über dem Horizont.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Martin,


    Beim Telrad orientierst Du dich nicht nur anhand von Sternen, die nahe an den Peilkreisen stehen, sondern auch über größere Winkeldistanzen am Himmel. Beispielsweise finde ich M81/M82 mit Hilfe der hinteren Kastensterne vom Großen Wagen.


    Ein 6x30 Sucher kann hilfreich sein. Das 180° verdrehte Bild ist nicht wirklich schlimm. Sternkarten kann man auch 180° drehen, dann passt es wieder.


    Eine Alternative wären elektronische Teilkreise (Pushto) mit Smartphone-App. Sowas bekommt man mittlerweile für die gängigen Chinadobsons auch zum Nachrüsten.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Christian,


    Hast Du mal nachgesehen, welche stellare Grenzgröße Du in der Nähe des Polarsterns unter optimalen Bedingungen mit bloßem Auge erreichst?
    Das wäre eine nützliche Zahl, um dir genauere Ratschläge geben zu können.


    Nach deiner Beschreibung ist eine Dunkeladaptierung an deinem Beobachtungsort nicht vernünftig möglich. Deepsky wird daher schwierig. Mond und Planeten kannst Du von dort auch nicht beobachten wegen der Himmelsrichtung.


    Ich persönlich wäre da lieber mit einer kleineren Optik mobil und würde nur 1-2× im Monat am Wochenende beobachten statt täglich mit 8" Dobson abends vom Balkon aus mit diesen Einschränkungen.
    Gibt es unveränderbare Gründe, die bei dir gegen mobiles Beobachten sprechen?


    Nachtrag zu den Anschaffungswünschen:
    Der Laser ist komplett überflüssig, das Ceshire-Okular kann für dieses Teleskop gleichwertig durch eine Filmdose mit 3mm Loch in der Mitte ersetzt werden. Die Feinjustage machst Du dann mit normalem Okular und ganz leichter Defokussierung am Polarstern.


    Ich würde unter deinen Bedingungen den optischen Sucher behalten. Winkelsucher nur wenn aufrechtes und seitenrichtiges Bild. Telrad zusätzlich ist nicht verkehrt.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Albert,


    Herzlich Willkommen im Astrotreff!
    Dobsons sind grundsätzlich nicht für Fotografie optimiert, und DSLRs haben eine ganz andere Fokuslage als Okulare. Selbst mit Adapter 2" auf T2 passt das vielleicht nicht.


    Je nach Okularauszug kannst Du vielleicht den 2" Adapter auch noch abschrauben und einen speziellen Adapter auf das dahinter liegende Gewinde schrauben.


    Welche Himmelsobjekte möchtest Du fotografieren?


    Gruß,
    Martin

    Hallo Ysuran,


    Astrofotografie ist eine technisch ziemlich knifflige Angelegenheit, die eine Menge technisches Know-how erfordert und auch nicht billig ist, weil spezielle Hardware gebraucht wird, die nicht in Millionenstückzahlen produziert wird. Das ist definitiv nichts zum "schnell mal ausprobieren".


    In deinem Fall ist weder das Teleskop noch die Kamera wirklich für Astrofotografie geeignet. Zum Mond fotografieren probier einfach ein Smartphone ans Okular zu halten, das klappt wegen der kleinen Frontlinse der Kamera ganz gut, wenn Du die richtige Position genau gefunden hast. Installier dir eine Kamera-App, bei der Du Belichtung und Fokussierung komplett manuell steuern kannst.
    Es gibt auch Smartphone-Halter fürs Okular zu kaufen.


    Andere Himmelsobjekte zu fotografieren als den Mond wird mit deinem Teleskop nicht sinnvoll möglich sein.


    Planetenfotografie benötigt zumindest eine einfache Nachführung (Äquatorialplattform), eine Barlowlinse, eine spezielle Planetenkamera und einen Laptop draußen am Teleskop. Dann kannst Du den vorhandenen Dobson dafür hernehmen.


    Für andere Himmelsobjekte, z.B. Nebel und Galaxien, solltest Du mit einem viel kleineren Teleskop oder sogar mit einer Systemkamera mit Objektiv anfangen, auf einer halbwegs gute parallaktischen Nachführung. Die Montierung ist hier das entscheidende Bauteil, nicht das Teleskop! Mehr als 750mm Brennweite oder 150mm Öffnung sind hier nicht empfehlenswert.
    Mit 10 Zoll Öffnung Deepsky-Astrofotografie zu machen kostet schnell mal 5000€ und mehr ZUSÄTZLICH ZUM TELESKOPTUBUS! Astrofotografie erfordert auch eine längere geduldige Einarbeitung.


    Ich fotografiere seit ich 14 Jahre alt bin (das war 1976) mit einer Spiegelreflexkamera, und ich habe schon mehrere Dobsons selbst gebaut inkl. Spiegel schleifen und polieren. Aber Astrofotografie durchs Teleskop ist mir immer zu viel Aufwand gewesen.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Stathis,


    Schön, dass es endlich weiter geht bei dir.
    Hoffentlich gehst Du nach Fertigstellung des Teleskops dann auch mit dem gleichen Elan zum Beobachten!


    Das Flexen der Rohlinge war wohl eine ziemlich heftige Angelegenheit. Grob geschätzt hast Du dabei so 8-10 kg Glas zermahlen, korrekt?


    Hast Du dir schon ein paar Gedanken zur Teleskopkonstruktion gemacht?
    Bei so einem dünnen Hauptspiegel wird ja das Gewichtsparen am Hut selbst in dieser Teleskopgröße ein wichtiges Thema.
    Welches Gesamtgewicht strebst Du an?


    Gruß,
    Martin

    Hallo allerseits,


    AUf meinem PC hab ich CdC 4.1.1. beta Build 3755 (ja, ist nicht die neueste Version[:I]) und den Gaia DR2 Katalog.
    Bei mir sieht's praktisch exakt wie auf dem Foto aus, d.h. die Sternpositionen und -helligkeiten passen hervorragend.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Alex,


    Erfahrene Beobachter erkennen einen merklichen Unterschied zwischen 200mm und 250mm Öffnung. Für Einsteiger ist er nicht so gravierend. Bei etwa gleicher Brennweite bedeutet mehr Öffnung eines Newtonteleskops auch, dass für gleiche Bildschärfe am Rand bessere Okulare nötig werden.
    Nachtrag: Ich hab jetzt erst weiter vorn gelesen, dass Du schon ein 150/750mm Teleskop hast. Da ist 250mm Öffnung als nächster Schritt für visuelle Beobachtung sinnvoll - Du willst ja eine deutliche Verbesserung sehen[;)].


    Ein Teleskop, das visuell und fotografisch eingesetzt wird, kann schon aus Prinzip nicht beides gleichzeitig optimal. Es ist oft preisgünstiger und erfolgversprechender, für beides komplett separates Equipment anzuschaffen.


    Mit dem Smartphone durchs Okular den Mond fotografieren klappt am Dobson ziemlich gut.
    Für "normale Astrofotografie ist ein Dobson dagegen erst mal ungeeignet, weil schon bei weniger als 1 Sekunde Belichtungszeit die Bilder durch die Erddrehung Bewegungsunschärfe zeigen.


    Das Problem kann man nur lösen, wenn man eine sehr präzise Nachführung verwendet, d.h. eine genau ausgerichtete Montierung mit Motorantrieb, die das Teleskop exakt gegen die Erddrehung bewegt. Sowas kostet grundsätzlich mindestens soviel, wenn nicht mehr als die Teleskopoptik.


    Bei der Fotografie muss man noch klar unterscheiden zwischen Sonne, Mond, Planeten und sonstigen Objekten. Für alle 4 Bereiche gelten jeweils spezielle Anforderungen. Das im Einzelnen zu beschreiben führt hier zu weit.


    Die Größe der Aufnahmeoptik wählt man nach der Objektgröße am Himmel und der gewünschten Detailauflösung. Grundregel: Je größer das Aufnahmeobjekt, desto kleiner die Brennweite und umgekehrt. Natürlich spielt auch die Bildsensorgröße der Kamera eine Rolle.


    Öffnungen über 200mm sind für Astrofotografie nur in Sonderfällen sinnvoll. als Komplettsystem sehr teuer und praktisch nur noch für stationäre Stenwarten vernünftig handhabbar.


    Für den Einstieg in die Deepsky-Astrofotografie (Nebel, Galaxien etc) ist die Optik eines typischen Einsteiger-Dobsons eigentlich viel zu groß und auch nicht auf diese Anwendung optimiert. Brennweiten über ca. 1m stellen recht hohe Anforderungen an Einsteiger und erfordern zusätzliches Equipment (-> Autoguiding), weshalb häufig dazu geraten wird, mit höchstens 300-750mm Brennweite anzufangen. Bis etwa 100mm Öffnung sind Linsenteleskope im Vorteil. Ab ca. 150mm sind Spiegelteleskope die weitaus preisgünstigere Lösung. Mechanische Präzision der Montierung ist hier viel wichtiger als technischer Schnickschnack. Eine Goto-Computersteuerung bringt für die Bildergebnisse in der Astrofotografie absolut keinerlei Vorteile, sondern erleichtert höchstens das Finden der Objekte.


    Statt eines Teleskops auf Montierung kann man zum Einstieg auch gut eine DSLR-Kamera mit gutem sehr scharf abbildendem Objektiv im Bereich 50-300mm Brennweite nehmen, dazu ein Fotostativ und eine einfache Nachführung in einer Achse.


    Nachtrag: Deine vorhandene EQ3-Montierung sollte sich dazu prima eignen, wenn Du noch einen einfachen Motorantrieb nachrüstest.
    Für Fotografie durch das 150/750mm Teleskop ist die Montierung aber wohl zu wacklig.


    Wenn Kamera, Objektiv(e) und Stativ schon vorhanden sind, ist das zum Einstieg optimal. Auch Weitwinkel-Aufnahmen des Himmels können sehr schöne Ergebnisse liefern, besonders wenn noch Landschaft dazu kommt.


    Astrofotografie in der heutigen Praxis bedeutet of wesentlich mehr Stunden am Bildbearbeitung am Computer als Zeit am Teleskop bei den Aufnahmen. Gute Astrofotos erfordern oft mehrstündige Aufnahmeserien.

    Hallo Martin,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ich brauche eigentlich nur den CS-Mount Ring der an der Kamera auf das 3,06cm Gewinde passt, und gut 5mm kürzer ist als der C Mount Ring.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">So ist das wohl. Aber so eine Kamera mit 1,25" Okular-Steckanschluss ist an sich schon was exotisches. Da wirst Du kaum woanders das passende Zubehör bekommen.
    Vielleicht liest das hier ja jemand mit Drehbank zu Hause und kann dir so ein Teil drehen.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Thomas,


    Herzlich Willkommen im Astrotreff!


    Wenn wir versuchen, alle deine Fragen ausführlich zu beantworten, wird das ein Buch mit mehreren Bänden[;)]!


    Aber die Fragen sind sicher auch für andere Mitleser sehr interessant und deshalb versuche ich gern eine Antwort in Kurzform.


    Es gibt diverse Sternkataloge. Die meisten enthalten aber nur zweidimensionale Informationen und sind für dein Vorhaben damit ungeeignet.


    Die genauesten und umfangreichsten 3D-Daten gibt es vom Gaia-Satelliten. Die Mission ist noch nicht abgeschlossen, es werden weitere Daten folgen. Die Daten werden nach und nach alle öffentlich gemacht und stehen zum Download zur Verfügung.


    Leider wird Gaia nicht mal ein Prozent der Sterne in der Milchstraße erfassen können.
    Und: Von der Erde aus kann man nur die Position der Sterne am Himmel sehr genau bestimmen. Der Abstand der Sterne von der Erde, der ja für eine dreidimensionale Darstellung gebraucht wird, lässt sich dagegen nur vergleichsweise ungenau messen. -&gt; Sternparallaxe-Verfahren


    Nahe Sternentfernungen bis 1000 Lichtjahre kann man noch relativ genau ermitteln. In 10000 Lichtjahren Entfernung liegt der Fehler schon bei mehreren %. Über 30000 LJ wird das Ganze dann ziemlich ungenau. Und die enferntesten Sterne in der Milchstraße sind über 70000 LJ von uns entfernt, einige Kugelsternhaufen sogar über 100000 LJ, und die gehören auch noch dazu. Zusätzlich gibt es Gas- und Staubansammlungen, die verhindern, dass wir alle Sterne überhaupt sehen können.


    Für ein exaktes Modell unserer Milchstraße haben wir also nicht genug Daten.



    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Gibt es eine Auflistung von bekannten Sternen innerhalb unserer Galaxie in Digitaler Form (Auflistung)? Dabei würden mich folgende Dinge interessieren:
    1: Position des Sterns
    2: Größe des Sterns
    3: Farbe des Sterns
    4: Helligkeit des Sterns (nicht von der Erde aus betrachtet)
    5: Masse des Sterns (bin mir nicht sicher, ob die Größe und die Masse fest verbunden ist, oder dass auch kleine Sterne eine dichtere Masse besitzen können als größere Sterne...)
    6: Schwarze Löcher (Position, Masse, Größe...)<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Die Gaia-Daten können 1-3 direkt liefern und 4 über eine Umrechnung aus der scheinbaren Helligkeit und der Entfernung.


    Die Masse von Sternen kann bei Doppel- und Mehrfachsternen aus ihren Umlaufzeiten berechnet werden und steht daher nicht für alle Sterne zur Verfügung. Bei "Einzelgängern" wie unserer Sonne kann mn die Masse nur sehr ungenau schätzen, z.B. aus ihrer Leuchtkraft und ihrem Emissionsspektrum.


    Schwarze Löcher in der Milchstraße kann man nur indirekt durch ihre Auswirkungen finden. Ziemlich sicher ist, dass es im Zentrum unserer Galaxie ein recht massereiches SL gibt. "Kleine" SL mit einigen bis einigen 1000 Sonnenmassen lassen sich sehr viel schwieriger finden.


    Es gibt aber noch sehr viele andere hoch interessante Objekte in der Milchstraße!


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wie gut kennen wir die Sterne und ihre Planeten?
    Sind alle Sterne in der Milchstraße bekannt?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Siehe oben - wir kennen weniger als 1% der Sterne mit ihrer genauen Position und vermutlich weit weniger als 1/1000 % der Planeten in unserer Galaxie!
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Hält ein schwarzes Loch die Milchstraße beisammen?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">"Beisammenhalten" ist wohl falsch ausgedrückt, aber ein massereiches SL beeinflusst die Dynamik in ihrem Zentrum.
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wenn ja, Kennt man auch die Sterne, die sich hinter diesem Loch befinden?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote"> Nicht das Schwarze Loch verdeckt die Sterne dahinter, sondern dichte Gas- und Staubwolken in der Umgebung. In speziellen Wellenlängenbereichen kann man aber auch da mittlerweile halbwegs durchschauen!
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Gibt es ein solches Kartenmaterial auch kostenlos?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Einen großen Teil der astronomischen Daten kann man spätestens 12 Monate nach ihrer Erfassung kostenlos bekommen, sogar als normaler Laie ohne Forschungsambitionen. Allerdings oft nur als Rohdaten, so wie die Instrumente sie erfasst haben. Beispielsweise wird nur ein kleiner Teil der Aufnahmen des Hubble-Teleskops so aufgehübscht, dass man die allgemeine Bevölkerung damit erfreuen kann. Die Originalaufnahmen beinhalten alle Pixelfehler der Sensoren und sind monochrome Auszüge in speziellen Wellenlängenbereichen. Es gibt Amateure, die aus diesen Daten als Hobby schöne Bilder erzeugen!


    Gruß,
    Martin


    p.s. Du hast mich gerade auf mein nächstes Vortragsthema für unsere Sternwarte gebracht! Danke!

    Hallo Horia,


    Auweia, dem schönen Spiegel so mit Karbo 80 zu Leibe zu rücken!
    Einerseits hätte ich mir gewünscht, Du hättest dein komplettess Teleskop zum Preis eines 8" Rohlings vom Stathis an einen jugendlichen Einsteiger abgegeben. Aber ich verstehe, dass dich das spezielle Substratmaterial reizt.


    Den ES-Korrektor benutze ich an 18" f/4,3 visuell und finde ihn optisch sehr gut. Der beigegebene Fokussierer für Okulare ist halt nicht so dolle. Aber den wirst Du zum Fotografieren ja nicht brauchen.


    Viel Erfolg!


    Gruß,
    Martin

    Hallo Armin,


    Das macht keinen Sinn.
    Die Videokompression entfernt genau die Daten, die das Stacken benötigen würde, um das Ergebnisbild besser zu machen als ein Einzelbild.


    Selbst wenn Du eine Möglichkeit findest, nur die I-Frames zum Stacken aus dem Datenstrom zu extrahieren, sind die immer noch schlechter als unkomprimierte Einzelbilder und ein Videoclip von 15 Minuten Dauer dürfte immer noch schlechtere Ergebnisse liefern als 1 min unkomprimiertes Video.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Martin,


    Die Kamera hat ein C-Mount-Objektivgewinde. Ein passendes Objektiv im gewünschten Brennweitenbereich zu finden, sollte überhaupt kein Problem sein. Es gibt auch Adapter von C-Mount auf beliebige Foto-Objektivanschlüsse.
    Allerdings sind gute C-Mount-Objektive, die 6 Mpixel Schärfe schaffen, wohl auch gebraucht kaum unter 100€ zu bekommen Neu kostet sowas schnell über 400 Euronen.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Leute,


    Also, die letzten beiden Nächte war es hier im Süden ziemlich dunstig. Aber die Nächte auf Montag und auf Dienstag könnten sehr gut werden. Minusgrade mit kaltem Ostwind müsst Ihr allerdings aushalten können.
    Ich werd zumindest am Montag als einer von 10% übrig gebliebenen in der Firma arbeiten müssen, mit Messier-Marathon wirds deshalb wohl nix.


    Allein zu beobachten sollte eigentlich gar kein Problem sein. Wenn noch andere Sternfreunde am selben Beobachtungsort sind, würde ich aber brav mehrere Meter Abstand halten. Ich gehe davon aus, dass die nächsten Monate für viele von uns ziemlich stressig werden (auch zu Hause bleiben müssen kann stressen). Daher werde ich alle vernünftigen Möglichkeiten nutzen, Entspannung zu finden.


    Wie wär's, wenn wir andere am Beobachten teilhaben lassen, indem wir hier im Astrotreff Beobachtungsberichte schreiben? Nicht nur immer dieselben "Verdächtigen" wie Norman und Ben...


    Gruß,
    Martin

    Hallo Sarah,


    Es ist immer wieder eine Freude für mich, deine Beobachtungsberichte zu lesen! Die Freude am Beobachten ist bei dir mit dem kleineren Instrument genau so da wie bei den Hobbykollegen mit einem halben Meter Öffnung oder mehr und ganz lichtschwachen Funzel-Objekten, und genau das ist es, worauf es ankommt!


    M82 ist meiner Meinung nach so ziemlich die am einfachsten zu beobachtende Galaxie am Nordhimmel - wenn man sie erst mal gefunden hat[;)].
    NGC2903 ist da deutlich schwieriger, aber auch die solltest Du mit deinem Dobson bei nicht zu aufgehelltem Himmel noch erkennen können.
    Wahrscheinlich hattest Du sie tatsächlich schon gesehen.


    Ich hab da noch ein paar Vorschläge für dich für die aktuelle und die nächste Neumondphase:


    Messier 65/66 im Löwen, die gehen unter sehr gutem Himmel schon mit 50mm Fernglas-Öffnung, sind nicht so schwer zu finden und mit deinem Dobson.
    M95/96/105 im Löwen, etwas schwieriger aber durchaus machbar.
    M104/Sombrero-Galaxie zwischen Jungfrau und Rabe, etwas kniffliger aber durchaus möglich für dich.
    Und dann gibts noch einige Objekte im Haar der Berenike, z.B. NGC4565, eine Spiralgalaxie in Kantenlage. Oder auch den Kugelsternhaufen M53, der ist sehr leicht zu finden.


    Ich freue mich schon auf deinen nächsten Beobachtungsbericht!


    p.s. Versuch doch wenigstens ein paarmal im Jahr, ein Stück südlich von Stuttgart unter dunklerem Himmel zu beobachten statt ausschließlich von zu Hause aus in Stadt- und Flughafennähe. Gerade bei Galaxien wirst Du dich dann wesentlich leichter tun, und wenn Du ein Objekt mal bei gutem Himmel eindeutig gefunden hast, wird es beim nächsten Mal auch unter schlechterem Himmel etwas einfacher.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Horst,


    Ich persönlich habe an eine Fangspiegelaufhängung die Anforderung: Einmal justieren und dann vergessen.
    Deine Bauausführung sieht auf jeden Fall sehr sauber und ordentlich aus. Die Funktionalität könnte man eventuell noch besser machen.
    Stathis hat ja schon ein paar wichtige Hinweise gegeben, und die Links zeigen, wie es gemacht wird!


    Trotzdem hier noch mal auf deutsch ein paar Hinweise, was man bei deiner Aufhängung optimieren könnte:


    - Der Fangspiegel ist sehr weit von der Mitte der Spinne entfernt. Das ist ungünstig, weil der lange Hebelarm entsprechend hohe Torsionskräfte verursacht. Besser die Spinne 45° verdrehen und viel näher an den Fangspiegel rücken. Am besten so nahe, dass die Vorderkante des Fangspiegels bereits zwischen den Spinnenstreben liegt. Das funktioniert am einfachsten mit einer Offsetspinne.


    - Die lange Gewindestange ist bei guter Planung zum Justieren überflüssig. Ein Stellweg der normalen Justierschrauben von +-3mm sollte genügen, um die Längsposition des Fangspiegels einzustellen.


    - Dein Okularauszug ist anscheinend am Tubus nicht in der Neigung justierbar, daher bist Du gezwungen, die Neigung der Bildebene zur Sensorebene über die Position und Neigung des Fangspiegels zu justieren - das wäre mit viel zu pfriemelig, und funktioniert außerdem nur in einer der beiden Achsen! Beim Fotografieren mit f/4 ist das schon nicht mehr ganz unkritisch.


    - Die Doppelstreben sind zwar schon mal deutlich besser gegen Torsion als Einzelstreben, aber eine Offsetspinne wäre trotzdem torsionssteifer und gleichzeitig optisch weniger störend.


    - Die Spalte zwischen den Doppelstreben könnten auf den Fotos ein hübsches Muster in den Spikes erzeugen, das Aufnahmen mit deinem Teleskop eindeutig identifizierbar macht. Vielleicht ist das ja sogar deine Absicht gewesen?


    - Die Verschraubungen der Streben am Mittelstück erzeugen keine formschlüssige Verbindung. Die Position wird nur durch Anpressdruck der Schrauben und Reibung bestimmt. Das ist nicht gut konstruiert, auch wenn man es in der Praxis ziemlich oft sieht.


    - Spinnenstreben mit gleichmäßiger Breite sind einfacher herzustellen, aber die Aufhängung ist viel weniger torsionssteif als wenn man die Streben bei gleicher Masse in der Mitte breiter und außen schmaler macht. Ein paar Cent Material und Bearbeitung zu sparen, mag für kommerzielle Hersteller in China sinnvoll sein, aber nicht bei einer Einzelanfertigung in Deutschland.


    - Die Kante des Fangspiegels in Richtung Okularauszug solltest Du noch schwärzen, z.B. mit aufgeklebtem schwarzem Velours, falls Du den Fangspiegel nicht "anmalen" willst.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Alex,


    Bei 400m Abstand des angepeilten Objekts und 1,2m Brennweite liegt der Fokus knapp 4mm weiter draußen als bei unendlich.


    Das kannst du nach der bekannten und einfachen Formel 1/f=1/b+1/g auch für beliebige Optiken und Entfernungen selbst ausrechnen. Brennweite f und Bildweite b sind ja bekannt und Umstellen nach f sollte jeder Mensch mit Schulabschluss schaffen[;)].


    Hast Du mal geprüft, wie der Hauptspiegel eingestellt ist?
    Durch schrittweises Herausdrehen aller Hauptspiegel-Justierschrauben um gleiche Umdrehungswinkel, die 3 drückenden Schrauben immer zuerst und danach die 3 ziehenden, kannst Du vielleicht den Hauptspiegel noch etwas tiefer legen und das Problem damit verringern oder mit Glück sogar beheben. Ganz bis auf Anschlag solltest Du den Hauptspiegel aber nicht bringen, sonst kannst Du ihn nicht mehr gut justieren.


    Wenn das nicht genügt, würde ich persönlich eher noch einen Abstandhalter zwischen Teleskoptubus und Okularauszug legen. Eventuell brauchst Du dann längere Befestigungsschrauben für den OAZ.
    Zusätzliche Verlängerungsringe sind immer ein Gefrickel. Ich würde sie nur verwenden, um mehrere Okulare parfokal zu machen.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Gert,


    Zu Linienbreite und Intervall find ich auf die Schnelle auch nix, aber die Linienfarbe kannst Du auswählen und damit die Aufdringlichkeit verringern. Das geht zumindest über das Konfigurationsfile (config.ini im Stellarium-Anwendungsdaten-Verzeichnis des aktuellen Benutzers) im Abschnitt [color]. Ob die Einstellung im GUI möglich ist, kann ich mangels vorhandener Stellarium-Installation auf diesem PC nicht checken.


    Ich würd ansonsten mal direkt bei den Entwicklern nachfragen bzw denen einen Vorschlag machen. Linienbreite und Liniendichte (z.B. als Linienzahl pro Bildschirmbreite, also unabhängig vom Zoomfaktor) wären sicher sinnvolle Parameter, falls es sie noch nicht gibt.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Thomas,


    Als Einsteiger würde ich entweder die kleine kostenlose Version von Skysafari für Android oder Apple verwenden, oder falls Du Papier bevorzugst, "den Karkoschka" -&gt; Atlas für Himmelsbeobachter.
    Ohne Drucken finde ich Stellarium am besten für Einsteiger. Stellarium ist für realistische Bildschirmdarstellung programmiert.


    Eine kostenlose Software mt guter Druckmöglichkeit ist Cartes du Ciel von Patrick Chevalley. Da müsstest Du dich aber etwas einarbeiten. Diese Software verwendet von vorn herein symbolische Darstellung für Objekte, das erleichtert das Drucken. Man kann z.B. Karten mit mehrfachen Positionen von Planeten und Kometen in beliebigen Zeitintervallen erstellen.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Leute,


    Zum Thema Display kann ich was beitragen.
    Ein Tablet mit normalem LCD war mir zu hell. Komplett dunkeladaptiert war der Hintergrund mittelgrau statt schwarz. Erst ein Tablet mit OLED-Display war dann ok. Das virtuelle Keyboard sollte man auf dunklen Hintergrund umstellen. Die beiden Sensorfelder neben dem Displayrand hatten weißes Hintergrundlicht, das war mir auch viel zu hell. Abhilfe brachten je 2 kleine Schnipsel rot transparente Folie von der Babybel-Käseverpackung übereinander gelegt, unter der Display-Schutzfolie in Position gehalten.


    (==&gt;)Timm: Welches BDSC-System verwendest Du?
    Ich komme an meinem Fünfling ganz gut mit dem ArgoNavis klar. Das ist natürlich ziemlich teuer und man bekommt für den Preis schon ein einfaches BDSC-System inklusive Smartphone der oberen Mittelklasse, und man vermeidet zusätzlich einen Teil vom den Kabelverhau.


    Ideal fände ich zum Nachrüsten am größeren Gitterdobson mittlerweile zwei separate Encoder mit jeweils eigenem Auslesecontroller, Akku und Funkverbindung. Dann wären gar keine Kabel mehr nötig.


    Gruß,
    Martin

    Der 1,25" Paracorr war mir auch neu.
    Es wäre mal interessant zu erfahren, welches nutzbare Gesichtsfeld er hat und wie stark die Vignettierung ist. Das Foto auf Astromart lässt da bei mir einige Bedenken aufkommen. Ich persönlich würde mir von dem Korrektor nicht zu viel erhoffen.


    (==&gt;)Jörg:
    Welches Öffnungsverhältnis hat dein Teleskop?
    Wie groß ist der Bildsensor deiner Kamera?


    Gruß,
    Martin

    Hallo Ojmat,


    Nach deiner Beschreibung bin ich mir nicht ganz sicher, wodurch die nicht runden Sterne bei dir genau verursacht werden. Es gibt auch Ursachen für unrunde Sterne, die eine Kollimierung nicht behebt.


    Ich gehe davon aus, Du hast zum Fotografieren einen richtig justierten Komakorrektor im System (exakter Abstand zur Bildebende der Kamera) und Du kannst ausschließen, dass die unrunden Sterne von unperfekter Nachführung verursacht werden? Falls nicht, kümmer dich am besten erst mal um diese Baustelle. Liegt der Hauptspiegel entspannt in der Spiegelzelle? Ist der Fangspiegel nicht eingeklemmt?
    Ist der Abbildungsfehler überall im Bild gleich, oder gibt es da Unterschiede?


    Ich würde als ersten Schritt die Abbildung in der Bildmitte optimieren, Das kannst Du eventuell schneller mit einem Okular mit kurzer Brennweite (hier ca. 3-5mm je nach Seeing) beurteilen, das Du anstelle der Kamera am Teleskop montierst. Erst wenn das passt, macht es Sinn, mit der Kamera weiter zu optimieren.
    Selbst bei den Profis werden Teleskope mit mehreren Metern Öffnung bei der Erstinbetriebnahme noch teilweise mit Okularhilfe kollimiert!


    Ein Justierlaser ist ein Werkzeug. Wie bei allen Werkzeugen hängt das Ergebnis der Anwendung stark von den Kenntnissen und Fähigkeiten des Benutzers ab. Natürlich muss ein Kollimierlaser selbst korrekt kollimiert sein, damit man damit ein Teleskop kollimieren kann. Die einfache Filmdosenmethode fürs visuelle Beobachten beseitigt diese Stolperfalle. Für Fotografie sollte allerdings die Bildebene der Kamera genau senkrecht zur optischen Achse sein. Das lässt sich mit der Filmdose nicht sicher stellen, dafür ist ein gut kollimierter Justierlaser tatsächlich sehr sinnvoll.


    Vielleicht kannst Du auch noch ein Probefoto hier reinstellen, mit 1:1 Ausschnitten der Bildmitte und der 4 Bildecken.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Hannes, <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">ohne ein erfahrener Spiegelschleifer zu sein, kann ich mir vorstellen, dass die höhere Anzahl an Schleifmittelabstufungen mit zu dem wirklich phantastischen Ergebnissen beigetragen haben<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Als mittelmäßig erfahrener Spiegelschleifer kann ich dir sagen, dass die Anzahl der Schleifmittel-Abstufungen damit nix zu tun hat. Selbst eine visuell auffällige Anzahl verbleibender Pits in er Oberfläche dürfte bei Planetenbeobachtung praktisch nicht stören, eher schon am Mond bei schwach kontrastigen Details am Auflösungslimit.


    Was hier zählt ist, dass man so einen relaxten Spiegel selbst mit einfacher Messtechnik relativ leicht per Fullsize-Tool auf einen hohen Strehlwert bringen kann, ohne Zonen und kleinere Welligkeit. Bei schnelleren Spiegeln ist das ungleich schwieriger und war bis vor 20 Jahren nicht die Regel.
    Glatte Oberfläche, kleiner Fangspiegel und dünne gut matt geschwärzte Streben sind hier wichtig und ergeben hohen Kontrast besonders bei mittlerer Detailauflösung, was am Planeten für sehr guten Kontrasteindruck sorgt.


    Falls einer unserer Fünflinge (240mm f/4,5) zum ITV kommt, kannst Du im Fall von gutem Seeing ja mal ein Vergleichsspechteln machen. Ich sage voraus, die schneiden gleichwertig ab, speziell der von Stathis.


    Gruß,
    Martin