Posts by MartinB

Countdown
Am 03.08.2021 zwischen 16:30-19:30 Uhr werden auf den Astrotreff Servern mehrere umfangreiche Updates installiert.
Zeit bis zum Beginn der Arbeiten:
Es wird in diesem Zeitraum zu längeren Unterbrechungen des Portalbetriebes kommen.

    Hallo Manfred,


    Für deinen konkreten Fall kann ein Telekonverter auf jeden Fall Sinn machen. Entscheidend ist, dass das Objektiv bei nahezu offener Blende im mittleren Bildbereich eine hohe Abbildungsleistung schafft und dass mit Konverter die Auflösung des Bildsensors noch genutzt werden kann. Bei diesem Objektiv und dieser Kamera sollte das der Fall sein.
    Ich würde maximal einen 1,5x Konverter verwenden, weil Du mit 2x bei mindestens 4facher Belichtungszeit landest, realistisch eher 8fach bei gleicher Bildqualität.


    Deine 1000D hat ja noch relativ wenige große Pixel. Eine Alternative wäre, statt Telekonverter ein neueres gebrauchtes Kameragehäuse mit mehr und kleineren Pixeln anzuschaffen. Damit würdest Du die hohe Bildschärfe des Objektivs und das große Bildfeld noch besser nutzen.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Fabio,


    Siebdruckplatte geht festigkeitsmäßig genau so gut wie normales Multiplex. Manchmal ist es sogar vorteilhafter, weil schon eine Oberflächenbehandlung drauf ist.


    Den Tubus kannst Du mit einer normalen Eisensäge und etwas Geduld leicht selbst teilen. Das verwendete Blech ist normales praktisch unlegiertes Material und lässt sich leicht sägen. Markiere die Position des Sägeschnitts sorgfältig, klebe 2.3 Lagen Krepp-Klebeband beidseits des geplanten Sägeschnitts um den Tubus und lass dabei ca. 1mm Lücke, wo Du sägen willst. Dann säg rings herum immer nur so weit, bis Du gerade so durch das Blech gekommen bist und lass bis zuletzt 3-4 schmale Stellen übrig, wo Du noch nicht ganz durch gesägt hast. In einer normalen Wohnung würd ich die Aktion im Bad auf Fliesen starten, da kannst Du die Sägespäne leicht wegkehren. Gegen Kratzer auf Fliesen und Tubus hilft das Unterlegen von Kartonresten.


    Übrigens, Stathis hat seinen 24-Zöller Kyklopas komplett in einer normalen Stadtwohnung mit ca. 3 m² Balkon gebaut inkl. Spiegel schleifen und polieren.
    Tolerante Mitbewohner und Nachbarn ind da natürlich vorteilhaft, und vielleicht sollte man auch nicht gerade spät abends die Oberfräse anwerfen...


    Gruß,
    Martin

    Hallo allerseits,


    Der Komet muss zumindest bei halbwegs aktuellem Stellarium nicht händisch eingepflegt werden. Es genügt ein Update der Kometendatenbank per Download vom Minor Planet Center über das Konfigurationsmenue des Sonnensystem-Objekte Plugins. Ich hab erst heute spät abends wieder Zugang zu meinem PC, vorher kann ich das leider nicht genauer beschreiben.
    So ein Update würde ich Kometenfans sowieso regelmäßig empfehlen, weil Bahndaten von Kometen relativ häufig korrigiert werden und auch oft neue entdeckt werden.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Leute,
    Das sind beeindruckende Daten für diese relativ günstigen Teleskope!


    Die interferometer-Bilder deuten an, dass niemand diesen Spiegeln mit kleinen Tools zu Leibe gerückt ist. Das lässt vermuten, dass die optische Qualität im Wesentlichen durch gute Prozessbeherrschung erreicht wurde und nicht durch manuelle Nacharbeit.


    Ich kann mir eher nicht vorstellen, dass die Spiegel bereits beim Hersteller per Interferometrie vermessen wurden. Schon eher wahrscheinlich ist, dass da ein auf diese Spiegelgröße angepasster Nulltest verwendet wird.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Ben,


    Über deine Berichte freue ich mich jedes Mal! Da kommt viel von der Stimmung rüber, die das visuelle Beobachten von Himmelsobjekten so besonders macht. Das gilt natürlich auch für Norman!


    Gern bin ich das nächste Mal mit meinem Fünfling dabei!
    Der kommt zwar regelmäßig zum Einsatz, aber meistens nur hinter dem Haus oder bei der Isartalsternwarte.

    Für Hochgebirge wäre der August natürlich ergiebiger, weil deutlich mehr Beobachtungszeit zur Verfügung steht. Aber es gibt ja auch leichter erreichbare Ziele. Blöd ist halt die Sommerzeit und die Tatsache, dass ich Mo-Fr morgens teils schon um 5 Uhr 40 wieder zur Arbeit aufstehen muss. Da geht das bei mir nur mit mind. 2 Tagen Vorplanung und 1/2 Tag Urlaub.

    Hallo Jürgen,


    Das Thema Schiebedach interessiert mich, auch wenn bei mir momentan ein Sternwartenbau nicht realistisch ist.


    Was hälst Du von der Idee, bei deinem Doppeldach den Schiebeantrieb für das "obere" Dach an das "untere" Dach zu montieren? Einziger Nachteil, den ich sehe: Bei Motorantrieb ist sowas wie eine Schleppkette für die Kabelführung nötig, weil einer der Motoren mit einer Dachhälfte mitfährt. Aber so kannst Du gleich auch noch Lampen unter dem Dach installieren zur Beleuchtung im geschlossenen Zustand.


    Falls Du es schaffst, beide Fahrwege gleich zu bekommen oder in ein einfaches starres Verhältnis, das sich mit leicht erhältlichen Kettenrädern einstellen lässt, könnte vielleicht sogar ein einzelner Motor, der mitfahrend an der unteren Dachhälfte befestigt ist, beide Dächer gleichzeitig bewegen.
    Die Vorgabe, die Dachsegmente auch manuell bewegen zu können, lässt sich so aber vielleicht nur schwer umsetzen.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Konrad,


    Auf einem Astro-Beobachtungsstuhl sitzt man sehr dynamisch, d.h. mit ständig anderer Sitzposition je nach Einblickhöhe. Und wir kennen deine geplante Konstruktion auch nicht. Daher lässt sich hier kaum ein Lehnenwinkel angeben.


    "Keine Raketenwissenschaft" mag zwar zutreffen, aber so simpel ist das dann doch nicht.
    So etwas wie ein Lehnenwinkel würde sich bei meiner Konstruktionsarbeit irgendwann quasi von selbst ergeben.
    Ich finde, wenn ich mir einen Stuhl selbst baue, sollte der ganz auf mich maßgeschneidert sein, d.h. ich würde die Konstruktion und die Maße mit Hilfe deiner eigenen Körperabmessungen bestimmen. Am besten einige provisorische Aufbauten machen und die Maße davon ableiten. Natürlich gilt es dabei auch, Kompromisse zu finden hinsichtlich Standfestigkeit, Transportierbarkeit und technischer Umsetzbarkeit.


    Falls deine Körperdimensionen nahe am Durchschnitt liegen, kannst Du natürlich existierende kommerzielle Konstruktionen nachbauen. Für mich macht das aber nur Sinn, wenn ich existierende Konstruktionen ausgiebig getestet habe und es nach meinem Urteil noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Ansonsten würd ich was Fertiges kaufen.


    Ich persönlich beobachte seit 2004 mit einer "Bügel-Stehhilfe", damals günstig bei Lidl gekauft. Das Teil ist mittlerweile ziemlich verschlissen, tut aber noch. Die Sitzfläche ist etwas knapp für meinen fetten Hintern und eine richtige Lehne hat das Teil nicht. Am Dobson brauch ich die aber nicht. Wenn ich mich zurück lehnen will, z.B. zum Entspannen oder zur Fernglasbeobachtung, hab ich dafür einen extra Liegestuhl.
    Die Bügekstehhilfe hat den Vorteil, dass das Halterohr gekrümmt ist und das Sitzpad dadurch in der untersten Position waagerecht liegt und sich weiter oben immer mehr nach vorn neigt. So will ich das, aber das ist bei Selbstbau-Konstruktionen nur schwer umsetzbar.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Matthias,


    Dein Planetenrohr gefällt mir sehr gut!
    Für beste Leistung würd ich da auf jeden Fall auch noch eine Taukappe/Streulichtblende dran tun.
    Für die Optik solltest Du bei der Spiegelzelle vielleicht Hutmuttern verwenden. Herausschauende Gewinde-Enden versuche ich an meinen Teleskopen zu vermeiden.



    (==>)fastride:
    Hallo Konrad, bei "langsamerem" Öffnungsverhältnis müssen die Okulare nicht für sehr stumpfe Strahlkegel optimiert sein.


    Ethos-Okulare sind für dieses Teleskop definitiv nicht erforderlich für bestmögliche Abbildung. Bei f/6 und länger machen Erfle-Okulare eine richtig gute Figur. Extremfall sind die alten Huygens-Okulare. Die funktionieren erst ab ca. f/15 einigermaßen ordentlich. Matthias kann an diesem Teleskop sehr gut auch ältere "Planetenokulare" einsetzen, z.B. orthoskopische oder monozentrische. An einem F/3,5 Teleskop braucht man solche Okulare gar nicht erst zu auszutesten.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Gerd,
    Ja, die Objektive mit Motorfokus sind noch mal ein anderes Thema.
    Da hat man bei manuellem Fokus gar keinen Anschlag mehr und auch keine mechanische Kopplung.
    Was an solchen Objektiven für uns noch fehlt, ist die Fokusposition "Aus"
    zusätzlich zu "Auto" und "Manuell", Damit würde sich eine einmal gefundene
    Fokusposition nicht mehr von selbst ändern, zumindest so lange die Temperatur
    konstant bleibt.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Yadgar,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">... fokussiert habe ich manuell, auf Unendlich<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Hmm, ich glaube nicht, dass das bei deiner Kamera wirklich geht.
    Praktisch alle heute gebräuchlichen Zoomobjektive für Autofokus
    haben ihre Unendlichstellung nicht am mechanischern Anschlag,
    sondern irgendwo davor. Bei verschiedenen Brennweiten ist diese
    Position auch noch unterschiedlich. Das haben die Optikdesigner
    absichtlich so gemacht, weil das leichtere/billigere/optisch bessere
    Objektive ermöglicht und im Autofokusbetrieb keine Nachteile hat.


    In der Astrofotografie, egal ob mit Kamera oder durchs Teleskop, musst
    Du immer manuell am Livebild fokussieren, an einem hellen Stern bei
    hoher Zoomstufe des Displays. Alles andere ergibt schlechtere Bilder.


    Übrigens, sogar die älteren manuellen Festbrennweiten-Wechselobjektive
    treffen den Unendlich-Fokus am mechanischen Anschlag nur ungefähr.
    Selbst wer sowas nutzt, sollte immer am Livebild fokussieren.


    Gruß,
    Martin


    edit: Festen Zeilenumbruch eingefügt. Himmiherrgottsakra, begrenzt
    bitte die Bildbreiten eurer extern eingebundenen Bilddateien!
    Die Astrotreff-Serversoftware ist über 15 Jahre alt, die kommt damit
    nicht vernünftig klar! Vorschlag: Maximal 1000 Pixel, am besten im Astrotreff
    hochladen, dann sieht man das Bild auch in ein paar Jahren noch, wenn man diesen
    Thread liest! Das Bild in voller Auflösung kann dann immer noch zusätzlich
    als Link eingefügt werden.
    Nicht jeder hat einen Full HD Bildschirm oder noch breiter, und der
    Astrotreff-Server kann externe Bilddateien nicht skalieren. Abgesehen
    davon sind so alle Beiträge im Thread kaum noch vernünftig lesbar.

    Hallo Fabio,


    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du eine Kombi Motor/Getriebe/Steuerelektronik verwendest, die genau so als Set verkauft wird?
    Das Anlaufproblem kann in diesem Fall unter anderem folgende Gründe haben:


    * Die Motorspannung ist zu klein für zuverlässigen Anlauf.
    Indiz: Wenn Du den Motor schneller laufen lässt, verschwindet das Problem ab einer bestimmten Geschwindigkeit.
    Grund: Reibung im Motor.
    Abhilfe: Spannung + Untersetzung erhöhen. Ist hier schwierig umzusetzen, aber eventuell unvermeidbar.


    * Die Plattform erfordert zu viel mechanische Leistung zum Bewegen. Indiz: Der Motorstrom ist bei abgekuppeltem Antrieb viel niedriger als eingekuppelt, und die Anlaufprobleme treten nur auf, wenn der Motor die Plattform bewegen muss.
    Abhilfe: Plattform leichtgängiger machen und/oder besser ausbalancieren. Wenn nix anderes hilft, stärkeren Motor nehmen. Der Motor soll nicht viel über Leerlaufstrom betrieben werden, ich würd da je nach Getriebe so Faktor 2 als Maximum ansetzen. Das ist auch sehr wichtig für den Gleichlauf bei diesen einfachen Gleichstrommotoren mit Dauermagneten, deren Drehzahl über die Spannung gesteuert wird.


    * Motor oder Getriebe sind defekt oder zu schwergängig. Abhilfe: prüfen/zerlegen+reinigen/auswechseln


    Es kann natürlich auch eine beliebige Kombination dieser Gründe die Ursache für dein Anlaufproblem sein!


    Zum Präzisionspoti: Ist hier vermutlich überflüssig. Gleichlaufschwankungen hast Du trotzdem. Normales Poti nehmen und Regelbereich mit 2 Vorwiderständen einschränken, fertig.


    Hast Du ein normales Multimeter zur Verfügung mit Spannungsbereich 20V und Strombereichen 200mA+2A und kannst auch damit umgehen? Falls nicht, such dir Unterstützung vor Ort.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Matthias,


    Wenn Du noch einige Segmente auf deiner Pechhaut hast, die keinen flächigen Kontakt haben, kannst Du dort noch zusätzlich erwärmtes Pech auftropfen. Anschließend ist aber sorgfältiges Warmpressen nötig, damit die Pechhaut dann auch wirklich guten Kontakt hat.


    Das Erwärmen der Pechhaut mach ich persönlich lieber im heißen Wasserbad als mit Heißluftgebläse, vor allem weil ich dieses Verfahren schon am besten geübt habe. Wegen dem aufgeblasenen Staub würd ich mir aber keine extremen Sorgen machen. Staubkörner, die hart genug sind, deinem Glas was anzutun, werden sich nicht lange in der Luft im Schwebezustand halten. Organische Verunreinigungen in der Luft werden wohl kaum Kratzer verursachen.


    Im Sommer bei Sonnenschein zwischen Spätvormittag und frühem Nachmittag kannst Du die Pechhaut auch einfach in der Sonne erwärmen. Dabei musst Du aber gut aufpassen, dass sie nicht wegfließt, denn das schwarze Pech erwärmt sich ziemlich stark in der Sonne. Die Pechhaut in voller Größe für meinen 18" Dobson hab ich so angepasst.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Heinz,


    Das dunkeladaptierte Auge ist für Rot ja nicht unempfindlich, die Farbsinneszellen (Zäpfchen) steigern ihre Empfindlichkeit nur bei weitem nicht so stark wie die Stäbchen.
    Es gibt auch einen sehr weiten Übergangsbereich zwischen dunkeladaptiertem Sehen und Tagsehen. Da ist keine harte Trennung.
    Wenn Du nahezu punktförmige Lichtquellen hast, werden je nach den übrigen Bedingungen doch einige Zäpfchenzellen angeregt, und es ist Farbe wahrnehmbar.
    Flächige Deepsky-Objekte dagegen erreichen kaum die nötige Leuchtdichte, um Zäpfchenzellen wahrnehmbar anzuregen.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Andreas,


    Der Doppel-Durchlass von Sauerstoff- und Wasserstofflinien ist beim UHC-Filter so gewollt. Der Durchlass am roten Ende kommt natürlich nicht dem Auge zugute, ermöglicht aber Halpha-Empfindlichkeit beim Fotografieren.


    Wenn dich der Rot-Durchlass stört, ist es am einfachsten, wenn Du separate OIII und Hbeta-Filter verwendest. Die sind schmalbandiger und blocken am roten Ende des Spektrums.


    Gruß,
    Martin

    Also wenn ich statt Stathis poliert hätte, wär der Puls wohl über 150 gekommen[:0].
    Mei Ruhepuls liegt im Moment ja auch bei 70 und der von Stathis vermutlich eher bei 50-55. Ist halt der typische Unterschied Büroschlaffi zu Ausdauersportler. Mir haben die beiden 240mm Spiegel vorletztes Jahr den Puls schon richtig hoch getrieben. Die waren dann allerdings auch in je unter 4h auspoliert[^].


    Wichtig finde ich speziell bei den großen Spiegeln, dass die Arbeitshöhe stimmt und ich beim Polieren den ganzen Körper einsetzen kann. Das geht halt nur im Stehen. In unter 5h netto auspolieren wäre sonst nicht möglich. Bei 200-300mm Spiegeldurchmesser können sich Tool und Spiegel dabei schon mal um 10°C über die Umgebungstemperatur erwärmen.
    Im Stehen mit ganzem Körpereinsatz habe ich auch wenig Probleme mit Gelenken und Muskeln. Das ist wohl so ähnlich wie beim Kajakpaddeln, da soll ja auch die Rumpfmuskulatur etwa zur Hälfte zum Vortrieb beitragen.


    Natürlich steigt dann bei zu weichem Pech das Risiko für eine abgesunkene Kante, deshalb würde ich Anfängern nicht empfehlen, ein so hohes Tempo vorzulegen, auch weil bei großer Anstrengung schnell die Aufmerksamkeit und die Kontrolle der Strichführung leidet. Aber bei 60cm verteilen sich die 200- max. 300W Heizleistung auf eine viel größere Fläche und die leichte Erwärmung ist dann kein Problem mehr, sondern ein Vorteil.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Rudi,


    Ist es korrekt, dass Du mit dem Bath-Interferometer bisher nur den 6-Zöller Spiegel erfolgreich vermessen hast?
    Ich hab deine Kamera im Verdacht als Verursacher des Messproblems. Ich vermute, das Hauptproblem ist, dass beim Objektiv bei 55mm Brennweite nur f/5.6 Blendenöffnung zur Verfügung steht.
    Ich hab noch nie auswertbare Interferogramme hinbekommen, wenn das Öffnungsverhältnis des Kameraobjektivs "langsamer" war als das des Spiegels. Das gab immer Abschattungen.


    Probier doch mal die Einstellung 18mm f/3,5, das geht ja ohne Umbau. Auch die wenn das Interferogramm nun sehr klein ist und Du eine ziemlich niedrige Streifendichte einstellen musst, sollte es sich so gerade noch sauber auswerten lassen.
    Besorg dir möglichst bald ein Objekiv mit f/2,8 bei der verwendeten Brennweite. Vielleicht ein altes gebrauchtes 50mm f/1,8 Normalobjektiv mit M42 Schraubgewinde und einen Adapter.


    Die 650mm Wellenlänge sind für moderne Systemkameras ebenfalls schon grenzwertig, weil der eingebaute IR-Sperrfilter da schon fast zu macht und weil überhaupt nur 1/4 der Pixel rotes Licht sehen. Deshalb würde ich eher einen grünen Laser nehmen, wie das auch viele andere Leute machen. Dieser Punkt sollte aber eher ein "Luxusproblem" für dich sein und nicht der Verursacher der Messprobleme.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Harold,


    Ein Streifen Klebeband ist eine GENIALE Idee! Warum hab ich davon nicht schon früher gehört oder bin selber drauf gekommen? (Ja, ich bin halt nicht genial[:I])
    Da muss ich jetzt eigentlich einen neuen Grobschliff anfangen, um das auszuprobieren!
    Moment mal - STATHIIIS, KANNST DU DAS MIT DEM KLEBEBANDREFLEX MAL TESTEN??


    Ich würd 2 Streifen 5cm breites Klebeband nebeneinander, ruhig mit etwas Abstand, neben die Mitte über den ganzen Durchmesser kleben. Wer einen richtig hellen Reflex haben möchte, kann das gute Alubeschichtete zum Abdichten von Isolierstoffbahnen nehmen.


    Das Schöne bei der Reflexmethode der Brennweitenbestimmung ist, man kann gut erkennen wenn ein Spiegel in der Mitte und außen noch zwei unterschiedliche Radien hat und wie unterschiedlich diese Radien noch sind. Das hilft besser bei der Entscheidung, ob mit MOT oder TOT weiter gearbeitet wird und mit welcher Strichführung.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Matthias,


    Das 15cm Tool aber besser Tool on Top einschleifen. Als Strichführung eignet sich z.B. Mitte über Mitte ohne Überhang. Zwischendrin immer wieder mit dem großen Tool schleifen, evtl Spiegel oben wie von Stathis empfohlen.


    Statt Pfeiltiefe messen kannst Du auch schon versuchen, den Spiegel nass zu sprühen und draußen ein Bild der Sonne auf eine helle Fläche, z.B weißen Karton zu projezieren. So kannst Du die Brennweite schon direkt auf ca. +- 5cm bestimmen, das ist genauer als per Pfeiltiefe.


    Gruß,
    Martin


    (edit: Durch "Autokorrektur" eingebaute Fehler beseitigt)

    Hallo Andy,


    Mit separaten Aufnahmen pro Farbkanal kannst du wahrscheinllich nur die sphärische Korrektur bei verschiedenen Wellenlängen prüfen. Farblängs- und Querfehler lassen sich bei Filterwechsel vermutlich nicht gut analysieren, weil ein Filterwechsel diese Faktoren beeinflussen kann. Besser wäre eine Farbkamera.
    Auch per Sterntest lassen sich Farbfehler einer Optik erkennen.



    Zur Frage, ob sich ein Farbfehler grundsätzlich im Blaukanal äußert: Oft ist das so, weil sich die Eigenschaften optischer Gläser zu kurzen
    Wellenlängen hin meist stärker ändern.


    Wenn du Bilder machst, solltest du Überbelichtung vermeiden. Und nur Sterne aufnehmen, die sehr hoch über dem Horizont stehen. Polaris ist da eventuell schon grenzwertig.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Matthias,
    Kurzer Tipp zum Muschelbruch: unbedingt eine kleine Fase an die scharfen Kanten schleifen, sonst kann sich von der Stelle ein neues, vielleicht schlimmeres Malheur ausbreiten. Das geht am einfachsten mit 180er Nassschleifpapier.
    Der Muschelbruch am Rand kratzt nur am Ego von Perfektionisten, wird aber die Leistung des fertigen Spiegels nicht beeinflussen.


    Viel Erfolg und Durchhaltevermögen wünsche ich dir!


    Gruß,
    Martin

    Hallo Lars,
    Die 64 Megapixel deines Smartphones sind für Planetenaufnahmen eine gigantische Verschwendung, denn das Planetenscheibchen wird höchstens etwa 100000 davon nutzen, eher weniger. Du nutzt also praktisch micht mal 1/1000 des Bildsensors.


    Alle Automatikfunktionen deiner Kamera sind hier nutzlos. Installier dir eine App, die manuelle Einstellung der Kamera ermöglicht. Auf meinem älteren Samsung S7 klappt das prima, mit der neuesten Smartphone-Generation könnte es aber schwierig werden, vor allem bei Mehrfach-Kameras.


    Ich verwende die App "Open Camera" für Mondfotos und bin zufrieden. Videoaufnahmen hab ich damit noch nicht probiert.
    Für Planetenvideos mit dem Smartphone sollte digitaler Zoom sinnvoll sein, weil man so Bildbereiche ohne Inhalt weglassen kann.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Christian,


    Eigene Erfahrung habe ich zwar noch nicht, aber mich immerhin schon intensiv mit den verfügbaren Informationen befasst.
    Erst mal, es ist kein Goto, sondern ein "Push to", da hat Omegon bei der Namensgebung für etwas Verwirrung gesorgt.


    Den Tubus kannst Du ganz normal ohne zusätzliche Schrauberei aus der Rockerbox nehmen, und die Rockerbox bildet wie bei den "normalen" Dobsons eine montierte Einheit mit der Bodenplatte.


    Nach dem Aufstellen des Teleskops sowie jedesmal nach dem Einschalten der Stromversorgung musst Du wie bei jedem anderen Goto oder Pushto-System eine Kalibrierung durchführen.


    Gruß,
    Martin

    Hallo Matthias,


    Glückwunsch zur Fertigstellung dieses schönen Reisedobsons, und danke für die Vorstellung hier im Astrotreff!
    Das Teil ist dir sehr gut gelungen, und man ahnt, dass Du bereits Erfahrung mit Dobsons hast und dies nicht dein erstes Teleskop ist.


    Du hast dich für einen 2" statt 1,25" Okularauszug entschieden und die Verwendung von Peilsucher und optischem Sucher parallel. Damit war ein extermer Leichtbau von vorn herein nicht sinnvoll.


    Die mechanische Festigkeit und die Massenverteilung scheint mir ziemlich ausgewogen zu sein, ich kann keinen auffallenden Schwachpunkt sehen (außer vielleicht die seitliche Steifigkeit der Höhenrad-Aufhängung bei horizontnaher Beobachtung, die schon erwähnt wurde).


    Meine persönlichen Vorlieben liegen zwar etwas anders (In die Spiegelzelle passt doch sicher auch ein 10-Zöller, und M6 Justierschrauben sind für so ein Teleskop "ein wenig" überdimensioniert[:D]). Aber Du hast es gebaut, es ist dein Teleskop, und es muss ausschließlich deinen eigenen Vorstellungen entsprechen.
    Ich habe keinen Zweifel, dass sich damit sehr schön beobachten lässt.


    Vielleicht kannst Du noch Bilder von der Fangspiegelhalterung und vom Teleskop ind Transportkonfiguration mit abgenommenem Deckel machen?
    Wie realisierst Du den Staubschutz und die Transportsicherung für die Spiegel?
    Verwendest Du für Flugreisen eine zusätzliche Umverpackung?


    Viel Freude mit dem neuen Teleskop!


    Gruß,
    Martin

    Hallo Timo,


    Etwa 15 Jahre lang habe ich erst mit Linsensucher und später mit Leuchtkreis- und Leuchtpunktsucher meine Objekte eingestellt.
    Seit knapp 2 Jahren habe ich auch ein Pushto-System an meinem Reisedobson 240mm Reisedobson. Am 18" Dobson suche ich dagegen bisher immer noch am liebsten selbst.


    Mit PushTo muss ich mich beim Reisescope nicht am Boden rumwälzen, um durch den Sucher zu schauen. Allein schon aus diesem Grund möchte ich nicht mehr darauf verzichten.


    Ein weiterer Vorteil ist, Objekte mit veränderlicher Position wie Kometen sind mit Hilfe von Online-Daten sehr leicht zu finden.


    Beim PushTo habe ich nur wenig extra Gerödel am Teleskop und kann jederzeit selber Objekte suchen und einstellen.


    Ein Kriterium ist noch die Himmelsqualität. Am schnellsten lernst Du das selber Suchen, wenn die visuelle Grenzgröße 5 bis 6 mag beträgt.
    Dann siehst Du genug Sterne zur Orientierung, ohne andererseits die Übersicht zu verlieren. Ist der Himmel heller oder dunkler, hilft das PushTo sehr.


    Shopping kannst Du auch perfekt mit einem Fernglas praktizieren. Ein Fernglas 7x35 bis 10x60 bist meiner Meinung nach eine sehr gute Ergänzung der Ausrüstung und kann zusätzlich auch am Tag verwendet werden.


    Gruß,
    Martin