Posts by Gesarah

    Hallo Rene,


    ich habe mir diese Gegend im Januar angeschaut und fand sie besonders zeichnenswert! So sehr, dass ich sogar zwei Zeichnungen machen wollte mit unterschiedlichen Vergrößerungen.

    Notiert habe ich mir an dem Abend auf der Alb, dass NGC 2169 bei 40x im Zehnzöller schön zusammen mit Persson 1 zu erkennen ist. Die 37 steht bei mir auf dem Kopf und ist sehr eindeutig; bei genauerem Hinsehen treten immer mehr haarfeine Sternchen hervor. Die Zeichnung ist wegen der Proportionen ziemlich herausfordernd. Zum Einen gibt es bei Persson 1 weite Abstände und viele unterschiedliche Winkel, zum Anderen sind die Abstände bei NGC 2169 dann im Kontrast sehr eng und so ganz in den Kreis haben beide dann auch nicht gepasst, die 37 stand in etwas weiterem Abstand zur Persson-Kette.

    Die Halos der hellen Sterne erzeugten ein sehr lebendiges und einladendes Bild am Teleskop und ich konnte mich zu Hause dann mit meinem neuen, weißen (Wunder-)Stift ganz fabelhaft daran austoben.

    Ein wirklich reizvolles OdM-Objekt, nein zwei!, hast du dir da ausgesucht. Sehr einfach zu finden, das finde ich immer charmant, auch einfach zu sichten, aber dann kommt die Herausforderung, wenn man an die Details heranmöchte - sehr schön!

    Pe(tte)rsson gefindusfunden, juhu!


    Beste Grüße

    Sarah


    Hallo Rainer,


    Mitte Januar habe ich mich an den Galaxien versucht und sie ziemlich siegessicher angesteuert, wo ich mich doch gut vorbereitet hatte durch deine Vorstellung!

    Also zunächst zur etwas helleren NGC 5866. In meinem Zehnzöller sehe ich sie bei 40x schon als Aufhellung, bei 100x noch deutlicher. Sie erscheint strukturlos, zeigt einen hellen Kern und wirkt leicht länglich.



    Na prima, also dann nach ausgiebigem Beobachten und der Zeichnung weiter zur NGC 5907. Wo ist sie denn, wo ist sie denn, ich gleiche immer wieder benachbarte Sterne ab und bin dann definitiv an der richtigen Stelle. Najaaa, also, vor was kam nochmal der Hochmut ;)

    Ich hatte mich soooo auf eine dünne, lange Galaxie gefreut, aber angesichts der tiefen Lage im Norden, wo Esslingen und Stuttgart für einen hübsch aufgehellten Himmel gesorgt haben, gab ich mich nach ungefähr zehnminütigem Beobachten, Schwenken, Wackeln, Blinzeln geschlagen. Schaaaaade.


    Zusammen mit dem Komet ging wetterbedingt leider auch nichts, an den interessanten Tagen war der Himmel durchweg dicht.


    Viele Grüße

    Sarah

    Hey Seraphin,

    das sieht ja fast wie bei Mirachs Geist aus, spannend! Das Bild gefällt mir und zwei weitere Details mag ich besonders: die vielen feinen, dicht beieinander stehenden Sternchen links zum Bildrand hoch, die interessante, kleine Formen bilden und noch besondererer :D die kleine Raupe mit der orange Stirnlampe links unten!


    Kreative Frühammorgengrüße

    Sarah

    Hallo ihr Lieben,


    ich mache mal was ganz Verrücktes: zwei Beobachtungsabende von völlig unterschiedlichen Orten und mit gänzlich unterschiedlicher Optik zusammen in einen Beitrag.

    Meine innerlich vorhandenen Stadtfluchtreflexe haben für einen Spontanurlaub auf der dänischen Insel Møn gesorgt - dasselbe Haus wie im Spätsommer! Weil es so spontan war und unser großes Auto in der Werkstatt sein Dasein fristete, sind wir mit Minimalausstattung zu viert mit Großhund mit meinem Opa Golf urgemütlich in der Silvesternacht über menschenleere Straßen nach Fehmarn gebummelt. Ich habe nur mein Stativ und das Fernglas eingepackt, für den Zehnzöller hätten meine Beine oder die meines Mannes daheim bleiben müssen - keine Option, ihr stimmt mir sicher zu.


    Das abendliche Wetter war mir mehrfach hold, in einer Nacht bin ich sage und schreibe drei Mal nach draußen gegangen für jeweils eine Stunde: Um 19 Uhr, um 1 Uhr und um 4 Uhr. Dafür, dass der Urlaub gar nicht im Astrosinne geplant war, es durchgehend bewölkt und nass hätte sein sollen, der Mond zu 80 % beleuchtet und ich nur spartanisch unterwegs war, hat sich doch eine wundervolle Ausbeute in Sachen Beobachtungsfreude mit Meeresrauschen und ansonsten absoluter Stille in menschenleerer Natur ergeben. Für mich war es ganz außergewöhnlich, Objekte mit 12x42 anzusteuern, die ich bisher nur aus dem Teleskop kenne und nur von anderen weiß, dass sie sie (ja, sogar mühelos) im FG beobachtet haben. Werde ich das auch schaffen?


    Gelungen ist es mir mit zum Beispiel mit -> M 57, da ist definitiv so ein winzig kleines, schwammiges Flecki, sooo faszinierend!! Oder mit -> M 96, jahaa, noch eine Galaxie trotz so viel Mond! Die benachbarte M 95 habe ich nur vielleicht einmal als Aufhellung gesehen, das ist mir zu unsicher und zählt nicht. -> M 66: ganz eindeutig eine längliche Aufhellung, zuletzt hatte ich diese Galaxiengruppe vor drei Jahren im Sechszöller versucht, noch in meinem ersten Astrojahr, und indirekt auch erkennen können - und jetzt im 12x-Fernglas, das ist so genial! Die benachbarte M 65 konnte ich indirekt auch immer wieder als schwammiges, kleinstes Flecklein ausmachen.

    An größeren Objekten hatte ich auch wahrlich meine Freude, zum Beispiel an der saftigen, großen, leckeren Erdbeere. Na, eigentlich ist es ein lachendes Kindergesicht (bei Roslund 4 im Schwan), aber es geht nun doch als saftige, große, leckere Erdbeere in die Geschichte ein. Ich werde es euch im Sommer mit einer Zeichnung beweisen.


    Collinder 70 kann ich nur wärmstens empfehlen, ich schreibe nachher noch mehr dazu, warum:







    Abschließend muss ich unbedingt noch erzählen, dass wenige Tage später bei 90 % Mond die schöne Andromedagalaxie freiäugig gut sichtbar war und im Fernglas bei 12x noch größer und länglicher zu sehen war (ich schätze, dass es gute 2 bis 2,5° Ausdehnung waren) als an mondarmen Tagen bei mir im heimischen Garten. Tzja ... so ist das.


    So viel zum Deep Sky aus dem höchsten Norden. Vor zwei Tagen führte mich die Himmelslust ein bisschen nach Süden. Also im Vergleich zur Strecke nach Møn nur ein ganz klitzikleines bisschen nach Süden. Auf die Alb jedenfalls, dorthin, wo ich sonst auch hinfahre, wenn ich alleine beobachten fahre. Um den Mond brauchte ich mich dieses Mal nicht zu kümmern und so ergab sich zum Beispiel von Collinder 70 ein völlig anderes Bild: Der OS ist ohne störenden Mond eine echt krass geniale Wucht, die S-Kurve geht kastenförmig noch um den mittleren Gürtelstern herum und die Strahlkraft der hellen Sterne zusammen mit den nadelfeinen, hellen und noch nadelfeineren, noch schwächeren Sternen ist einfach unfassbar fesselnd! Da kommste nich' mehr von weg, sag' ich dir :D Tja, also nur ... ähm. Zeichnen konnte ich das nicht. Ich musste Prioritäten setzen, bei so vielen Beobachtungswünschen an dem Abend:


    Das OdM vom Januar konnte ich endlich sichten, allerdings nur eine der beiden Galaxien. Sie standen schon recht tief und noch dazu über der aufgehellten Lichtglocke, die vermutlich von Esslingen und Stuttgart ausgeht. Die nadeldünne, lange NGC 5907 konnte ich trotz konzentrierter und langer Suche nicht entdecken, nur die rundliche M 102. Aber immerhin!


    Das "old fashioned rocketship" Elosser 1 mit seinen nicht zum Haufen/Muster gehörenden Raketenstartrauchschwaden im Norden kann ich empfehlen, es ist sehr hübsch.


    NGC 2266 könnte ein echtes, verborgenes Schätzchen für Abende mit besserem Seeing sein, denn aus der faszinierend feingrieseligsten, dreieckigen Hintergrundaufhellung trauen sich bei 156x mittig und westlich immerhin etwa 15 Einzelsterne hervor und die drei hellen Sterne mit irgendwie einem, aber doch vielleicht auch nicht nur einem ganz schwachen vierten Stern im Südosten bieten einen zusätzlichen Reiz.


    Wie ich es wieder einmal geschafft habe, mit nur einer Aufwärmpause insgesamt fast vier Stunden draußen zu sitzen und zu beobachten, ist mir bei Frosttemperaturen immer wieder ... naja, kein Rätsel. Nein, im Grunde ist es kein Rätsel. Nach einem verregneten und dann windig-böigen Tag belohnte ein kristallklarer, strahlender Nachthimmel mit einer Wintermilchstraße von Horizont bis Horizont eben sehr und ich bin weder die erste noch werde ich die letzte sein, die völlig im Bann versinkt, ihr Hobby genießt und dabei die Zeit vergisst :saint:


    Sonnige Grüße und bis bald

    Eure Sarah

    Lieber Seraphin,


    ich mache es heute mal kurz, aber von Herzen: Du zeigst uns so wundervolle Zeichnungen, ich sehe deine Entwicklung, die Leidenschaft und Freude bei dem, was du tust - dem Beobachten, neuen Dazulernen, Zeichnen, Recherchieren, Berichten.


    Einfach wundervoll, mitzuverfolgen!

    Danke :star_struck:

    Viele Grüße

    Sarah

    Liebe Mitbeobachter,


    in den letzten Tagen haben so viele schöne Berichte ihren Weg ins Forum gefunden, ich reihe mich freudig mit ein! Um die Weihnachtstage hatte ich noch keinen klaren Himmel, kurz danach aber. So kam es, dass ich auf 21 Uhr nach Zainingen zu meinem Plätzchen gefahren bin, das ich glücklicherweise wieder für mich allein hatte (ist das mal nicht der Fall, verkrümele ich mich 500 m weiter nach vorne an den Feldwegrand). Viel habe ich mir für den Abend nicht vorgenommen, aber ein bisschen was hatte sich auf der Wunschliste gesammelt.
    Bevor ich aufbaue, lasse ich erst einmal meine Astrobegleithündin raus, mache die lange Leine an der hohen Himmelsbeobachterbank fest, lege jeder von uns eine kuschelige Decke aus und hüpfe selbst auf die Bank. Die ist so hoch, dass meine Beine in der Luft baumeln, ich kann mich ganz schräg nach hinten anlehnen und mit geradem Blick nach Südosten auf den aufgehenden Orion schauen. Noch ist es immer wieder diesig und schleierbewölkt, aber wenn es aufklärt, holla, wow, da kommt ein glasklarer Wintersternhimmel mit Milchstraße im Zenit hervor. Soooo schön! Ich liebe den Orion, er ist das erste Sternbild, das ich überhaupt bewusst wahrgenommen hatte, schon vor über 12 Jahren!
    Nun denn, ich könnte noch lange hier sitzen und einfach nur in den Himmel schauen, aber da sind ja noch die Wunschobjekte. Also aufgebaut und ans Werk :)


    Glahns Peitsche

    Das ist neu, neu, neu! Ein ganz neu entdecktes Sternmuster, und ich kann als eine der ersten Beobachterinnen eine erfolgreiche Sichtung beitragen, yay!!! Auf Freunde der Nacht könnt ihr mehr darüber lesen und erfahren.

    In Aufsuchvergrößerung ist die Peitsche mit 42x schon als winzig kleiner, filigraner, heller Minibogen erkennbar , die Stelle an sich ist gut zu finden, wenn man von NGC 7789 aus startet; bei 96x sind sowohl die Peitsche als auch der benachbarte Bogen zu sehen, insgesamt zeigt die Peitsche etwa 5 Sterne, zwei davon kann ich direkt und dauerhaft halten, die übrigen verschwimmen seeingbedingt immer wieder; die Peitschenform ist dennoch klar erkennbar!


    NGC 185 und NGC 147 - OdM Dezember

    Seitdem ich einen 10''-Dobson habe, rücken die OdM-Objekte in den Bereich des Machbaren für mich, das ist schon besonders reizvoll. Diese beiden Galaxien will ich seit vier Wochen unbedingt sichten, und es ist gelungen! NGC 185 ist bei 96x schnell als diffuse Aufhellung ausfindig gemacht, sie hat eine ungefähr runde Form ohne weitere erkennbare Details. Dass sie rechts versetzt der beiden einrahmenden, hellen Sterne steht, hat etwas ansprechend Ästhetisches. Stift und Papier, bitte! Ach so ... muss ich mir selbst holen ;) Seit neuestem bin ich ausgestattet mit einem A5-Klemmbrett! Mein Bleistift wird mir nie wieder herunterfallen und meine Zeichenpapiere werden nicht mehr vom Schoß fliegen :love:



    Die schwächere Galaxie NGC 147 habe ich nicht gezeichnet, sie war zwar indirekt auch zweifelsfrei auszumachen, zeigte auch immer wieder mal eine helle Verdichtung mittig, aber ihre Position und Größe festzulegen, habe ich mir nicht zugetraut. Sie steht aber in einem schönen Dreieck aus zwei hellen und einem schwächeren Stern, von dem aus man sich eine Linie zum einen hellen Sternen denken kann, auf dessen Strecke die Galaxie bei etwa 2/3 liegt. Also liegt ... da ist sie halt :D


    Noch ein Novum kommt jetzt als Highlight gegen Ende des Berichtes. Ok, Ende, so, wie ich mich kenne, ... naja, also jedenfalls. Vor zwei Jahren hatte ich meine erste Bino-Erfahrung bei Christopher aus Darmstadt. Das hat sich so unterschwellig festgesetzt und zwei Jahre lang habe ich immer wieder mal aus Lust und Laune darüber sinniert, welche Optik ich mir noch zulegen könnte. Zwischenzeitlich erfüllte sich ja der Wunsch nach dem Selbstbau-Zehnzöller einer meiner Lieblingsstammis Martin, aber das mit dem Bino blieb im Kopf. Ein Jahr lang durfte ich ein bildstabilisiertes Canon 12x36-FG testen, und auch Gedanken über ein klassisches Bino habe ich mir gemacht. Das Ergebnis dieser schönen Gedankenreisen ist Folgendes:

    Ich habe mich für ein Fernglas auf Stativ entschieden, weil ich soo gerne großflächige Objekte beobachte und dann aber nicht zeichnen kann, weil freihand ... Ab sofort gibt es also immer wieder mal Zeichnungen von 8x30 oder 12x42 auf Stativ, juhuuu!


    Die erste, die ich euch zeige, habt ihr vor ein paar Stunden schon beim fleißigen Seraphin bewundern dürfen: Collinder 69 im Orion. Er trägt bei mir den Namen "der Klappstuhl":


    Ein strahlendes, helles, wunderschönes Objekt. Und ganz besonders reizvoll sind die drei super filigranen, feinen Sternchen im unteren Bereich der Rückenlehne!


    Was ich als Zeichnung früher oder später festhalten werde, ist Collinder 70 im Orion. Der Sternhaufen ist einfach WUNDERSCHÖN! Ich sehe ein über und über mit Sternen gespicktes Bild auf 6,5° Weite. Alle drei Gürtelsterne strahlen mich sooo hell und klar an und zwischen den beiden rechten schwingt sich ein filigranes, aber deutliches S hindurch. Wirklich faszinierend!


    So langsam wird mir tatsächlich mal kalt, die Konzentration ist auch geschwunden. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass ich schon seit zwei Stunden friedlich hier draußen sitze. Kein Wunder. Ich steige mit meinem Hund ins Auto, wärme mich eine Weile dort auf und habe vor, noch einmal nach draußen zu gehen, um dann gegen 23.30 den tau-CMa-Haufen anzuschauen, der inzwischen hoch genug gestiegen sein müsste. Beim Aussteigen steigt mir die Kälte aber sehr schnell wieder in die Glieder und als ich den Dobson anfasse, glitscht er mir einfach durch die Finger, weil ... er eingefroren ist :cold_face: Dann passt doch alles zusammen, kalt, unkonzentriert, gefrorenes Teleskop, ich packe lieber gemütlich zusammen und fahre mit meinem Mitternachtssnack zwischen den Zähnen wieder nach Hause. Es hat sich gelohnt, meine Entzugserscheinungen sind fürs Erste wieder gestillt :smiling_face_with_halo:


    Sonnige Grüße

    Eure Sarah

    Gaaaanz knapp noch im Dezember, lieber Christoph, kann ich noch meine Beobachtung beitragen. Dein OdM ist seit dem Tag seiner Forengenese bei mir als Lesezeichen gespeichert und dann kam und kam das passende Beobachtungswetter einfach nicht. Bis vor ein paar Tagen, da lohnte es sich, spät abends auf die Alb zu fahren.

    Als eine der ersten Objekte nahm ich mir natürlich die beiden Galaxien mit meinem Zehnzöller vor. Hier in Kürze meine Notizen:


    NGC 185

    27.12.22 Zainingen: bei 96x schnell als diffuse Aufhellung mit ungefähr runder Form ohne weitere Details erkennbar, sehr schön rechts versetzt der beiden einrahmenden Sterne


    NGC 147

    27.12.22 Zainingen: bei 96x besser als bei 156x, deutlich schwieriger als die benachbarte NGC 185, schwächer, unklarere Form, aber definitiv indirekt eine Aufhellung mit blickweise einer besonders hellen Verdichtung mittig erkennbar


    Tags darauf habe ich wie so oft meine Zeichnung (von NGC 185) und meine Erinnerungen (an NGC 147) mit Stellarium verglichen und dabei zufrieden festgestellt, dass ich mit beiden Sichtungen richtig lag und als "gesehen" verbuchen kann, juhuuu!

    Zeichnung? Ja, richtig, ich hätte gerne beide Galaxien gezeichnet, und im Nachhinein denke ich wieder einmal, dass es mit der 147 doch nicht so schwer gewesen sein kann, aber abends vor Ort hatte ich das deutliche Gefühl, dass es einfach zu schwach und diffus ist, um festmachen zu können, wo ich einen blassgrauen Schwamm genau platzieren sollte. Aber die 185 kann ich zeigen:



    Hurra, hurra, OdMs fangen an, mir Freude zu machen! Danke für diese reizvollen, nicht zu einfachen, aber schaffbaren Objekte!!!

    Sonnige Grüße

    Sarah

    Lieber Gerd,


    schööön, dass du nun auch eine so ergiebige Nacht draußen genießen durftest! Lange Zeit habe ich die Kohlenstoffsterne vernachlässigt, gestern, als ich alle meine bisherigen Zeichnungen mit dem inzwischen neuen Flachbettscanner neu eingescannt habe, waren auch die 8 mit den Kohlenstoffsternchen dabei. Ich habe sofort an dich und deine inspirierenden Worte damals gedacht und prompt stellst du heute im Bericht welche vor, die ich mir gleich notiert habe :) Ich liebe es einfach, mit Objekten inspiriert zu werden!


    Danke für die vielen schönen Beobachtungsbeschreibungen und viele Grüße

    Sarah

    man liest aus jeder Zeile Deine Begeisterung für offene Sternhaufen. Vielleicht ist das ja ansteckend.

    Hallo Bianka,


    jaaaaa, ja, jaaaa, das ist ansteckend!!! Sternhaufen sind einfach sooo toll, ergiebig, abwechslungsreich, regen die Fantasie an, eignen sich perfekt zum Zeichnen oder einfach nur zum Träumen, Sinnieren und Betrachten.

    Bleib' da unbedingt dran und probiere immer wieder welche aus!


    Liebe Grüße

    Sarah

    Hallo lieber Christoph,


    den ganzen Dezember über kann ich schon nichts weiter tun, als im Forum zu lesen, wie andere beobachten - bei mir und auf der Alb geht einfach nichts. Dabei wird die Wunschliste länger und länger, wurde vor 5 Minuten auch schon wieder um drei Objekte erweitert ;)

    Ganz, ganz toll, dass du uns von dieser Beobachtungsnacht zu zweit berichtet und wie gewohnt so viel über die Objekte verraten hast, wie den Methusalem und wo er zu finden ist!

    Morgen Nacht soll es ab 22 Uhr auf der Alb klar werden, ich denke, das werde ich nutzen wollen, auch wenn es zur Winterzeit nicht so ganz meine Uhrzeit ist. Schon seltsam, im Sommer ist es selbstredend, dass ich vorschlafe, um ab 23 Uhr startklar zu sein, und im Winter schaue ich meist nur, wie der Himmel von 18 bis 22 Uhr ausschaut ;) Morgen wird das anders, dann packe ich nochmal alles in mein Auto und fahre raus mit meinem Hundi als Begleitung und Aufpasserin. Dass der Dezember sich nämlich dem Ende neigt und ich das OdM Dezember noch nicht beobachten konnte, das geht ja mal gar nicht ;)


    Danke für deinen schön zu lesenden Bericht!!

    Viele Grüße

    Sarah

    Hey Norman,


    heute Abend wollte ich mir noch die Zeit nehmen, um ein paar Berichte zu lesen und zu antworten! Vor ein paar Minuten gingen die Fotos noch nicht, dann auf einmal waren sie alle da. Wooooooww, so schöne Nachtaufnahmen, egal, ob Siff oder Nebel oder Windparks (gab es in Dänemark auch ganz, ganz weit entfernt, hatte was!) oder sonstwas. Ok, den Kuschelkurs mit dem Auto hast du dir zum Glück erspart, eiei.


    Eine ganz tolle visuelle Reise zu deinen nächtlichen Ausflügen hast du da zusammengestellt, ich schaue so gerne durch solche Bilderstrecken durch, vor allem, wenn es richtig viele Erinnerungsfotos sind wie in deinem Beitrag, yay!

    Und huch, da steht auf einmal mein Name :saint: In Zusammenhang mit Mirachs Geist. :smiling_face_with_smiling_eyes: Jaaa, ich hatte einen gewissen Ansporn, wirklich konzentriert und genau zu beobachten und das Meistmögliche herauszuholen ;)


    Danke für diesen bunten und spannenden Bericht!

    Viele Grüße

    Sarah

    Hallo ihr Lieben,


    ich danke euch wie immer von ganzem Herzen für all eure lieb gemeinten Sternchen und eure Antworten! Für mich ist das übrigens nicht selbstverständlich, dass Reaktionen auf meine Berichte kommen, zumal dieser hier der längste bisher war (ich hatte sogar die 10.000 Zeichen gesprengt und musste kürzen ;))). Deshalb finde ich es gerade passend, euch mal ganz bewusst dafür zu danken, dass ihr euch Zeit nehmt und mir hier schreibt.


    Walter, ich kann verstehen, dass du nicht mehr auf gut Glück rausfährst. Dass du aber auch sagst, wie unzuverlässig die Wetterprognosen manchmal für den selbigen Tag sind, lässt mich bestimmt noch das ein oder andere Mal mutig losfahren. Mal wird es aufgehen, mal nicht :) Jajajaaaa, unbedingt mal Bird's Nest besuchen und King 1 - der erscheint nur hochvergrößert, die hellen Sterne (da sollte man wirklich genau schauen, zwischen welchen beiden der Haufen schlummert) sind nur zum Aufsuchen hilfreich, markant ist die Gegend allemal!


    Stefan, jaa, den Erdschatten sieht man mit Sicherheit ganz oft, ohne zu wissen, dass man ihn sieht. Ich habe neulich sogar ein ganzes Buch über Lichtphänomene am Himmel ausgeliehen, das ist genau mein Ding, wo ich doch sowieso ständig schaue, was es tagsüber, frühs und abends zur Dämmerung da oben so zu sehen gibt :)


    Lieber Gerd, du treuer Leser ;) Na klar, nimm' dir ruhig Zeit, der Bericht läuft ja zum Glück nicht weg. Danke für deiner Erklärung und gleich den Link zum Venusgürtel. Frisch etwas Neues gelernt, schon kommt noch ein Kirschlein obendrauf, wie toll ist das denn! Wenige Tage später konnte ich beide Phänomene gleich wieder sehen, als ich mit dem Auto abends Richtung Esslingen (also nach Osten) getuckert bin. Sooo schön!


    Christoph, ach, du hast so einen wunderbaren Vergleich gebracht: Wir sind auch sehr gerne Pilze sammeln und kennen von Jahr zu Jahr immer ein paar Sorten mehr, die wir zweifelsfrei identifizieren und mitnehmen können zum Essen. Inzwischen habe ich das Gefühl, dass ich mich auch an schwierigere Nüsschen heranwagen möchte, aber ehrlich gesagt nur, wenn von irgendwo her eine Inspiration dazu kommt. Von alleine setze ich mich nicht hin und nehme mir vor, alle Palomar-Kugelsternhaufen oder so anzugehen :D Mit einzelnen Objekten, die mir empfohlen werden, macht das inzwischen aber richtig Freude! Schade, dass du keine Zeichnung gemacht hast, die hätte ich ja zu gerne gesehen!


    Ach, Rene, was für ein Lob! Mensch, Mensch. Wie ich noch vor drei Jahren vor Ehrfurcht bei den Antworten mancher Schreiberlinge hier mit offenem Mund saß, und jetzt kommt von einem davon so eine Reaktion auf einen meiner Berichte! Und dann habe ich dich auch noch inspiriert, Bird's Nest zeichnen zu wollen. Auf das Ergebnis bin ich gespannt wie eine Flitzebögin (ja, gibt es so nicht, das Wort, aber ich mag es gerade).


    Lieber Werner, danke auch für deine Antwort - "das Glück des Mutigen", ja, das trifft es (nicht nur hinsichtlich meines spontan gelungenen Beobachtungsabends) sehr gut! Was bei mir bleibt, ist manchmal gar nicht mal die Erinnerung an den konkreten Abend, was ich angeschaut oder gezeichnet habe, aber das wohlige Gefühl, dass es da mal einen wundervollen Abend auf der Alb gab, der so unverhofft schön war. Davon zehre ich sehr lange!


    Lieber Norman, noch ein Bird's-Nest-Inspirierter, juhuuu! Es lohnt sich aber auch wirklich, zum Vogelnest zu reisen und dort zu verweilen (gerade für dich, vielleicht erkennst du ja sogar, welches feine Fiedertier solch ein Nest bauen könnte ;) - wenn es einem gelingt, dann dir!). Du hast King 1 nicht zufällig gezeichnet, ganz da oben, und mit 12''? Ich denke, dass du da um ein Vielfaches mehr sehen konntest als ich, ich bin neugierig!


    Roland, ja, schau mal, Christoph hatte schon eine Information weiter oben geliefert: NGC 6996 ist das Vogelnest, ich zeige dir (und allen Interessierten) noch den Auszug aus dem BAfK dazu:




    Fröhliche Grüße

    Sarah

    Hallo Norman,


    egal, wie, die Schweifsache ist ziemlich cool! Und die stellaren Kerne hast bisher tatsächlich nur du sichten können, da machten wohl di e Beobachtungsbedingungen deines bergigen Plätzchens bemerkbar! Ziemlich cool, auch dass sie versetzt zueinander zu sehen waren! Ich bin absolut für eine Weitfeldzeichnung, wenn sie aus deinen Händen stammt, jaaa, unbedingt!!


    Hey Robert,

    ROBERT!! :love: :love: :love: Ein Beitrag von dir auf mein OdM, ich bin positiv sprachlos! Danke!! Du hast mit deinen 8'' mal wieder echt gute Augen bewiesen, und wenn du mit 6'' auf diese Gegend schaust, bin ich mir glatt sicher, dass du auch detailreiche Sichtungen erzielen wirst. Und zeichnen? Jaa, unbedingt, das blüht zurzeit im Forum sehr auf, eine ganz wunderbare Sache! Das Galaxienpaar habe ich mir angeschaut, an das dich die 750/1 erinnern, und ich sehe sofort, was du meinst! Faszinierend, wie zwei doppelte Welteninseln einander so ähneln können. Schön, dass du sie hier verlinkt hast!


    Viele Grüße

    Sarah

    Ihr Lieben,


    Im OdM-November-Beitrag hatte ich es schon angekündigt … ein Bericht! Ein neuer Schwärm-Astroverliebtseins-Bericht von meinem letzten Besuch auf der Alb am Sonntagabend! Fragt mich nicht, was mich dazu bewegt hat, bei Mondsichel am frühen Abend und der Aussicht auf 50 % mittlere Wolken und 40 % Zirren die 50 km lange Fahrt auf mich zu nehmen … Das Auto war aber von der ersten Fahrt zu meinem Kurzurlaubsort wenige Tage zuvor gepackt, also brauchte ich tatsächlich etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang nur meine warmen Kleider ins Auto zu werfen, alles andere lag ja noch im Kofferraum bereit. Ja, und meine süße Astrobegleithündin habe ich mitgenommen!


    Inzwischen habe ich auch zum ersten Mal einen ganz echten Erdschatten gesehen! Davon hatte ich vor ein paar Monaten zum ersten Mal bewusst gelesen und mich dann gefragt, wie das denn so wirklich aussieht. Ja, klar wie Kloßbrühe, nachdem ich es mir erklären lassen habe. Ein schöner, mehrere Finger breiter, graublauer Streifen, über dem wie als Abschluss ein pastellfarbener, ganz schmaler Streifen lag, der fast wie eine Dunstschicht wirkte. Ein ganz tolles Phänomen, nach dem ich seither abends Ausschau halte, wenn ich spontan zu einem goldenen Sonnenuntergang nach draußen in die Felder hechte.


    Zurück nach Römerstein, wo ich mich nun am Feldrand postiere. Schon kurz nach der Dämmerung kommt die Milchstraße hervor, ich warte dennoch lieber im warmen Auto, bis es richtig dunkel wird. Aber … ja … wo sind denn eigentlich die ganzen Wolken? Seltsam. Keine einzige weit und breit zu sehen. Keine Zirren. Wirklich seltsam. Aber durch die Scheibe sieht es mir dann doch immer wieder dunstig und feucht aus. Klar, wie immer auf der Alb. Na, irgendwann raffe ich mich doch mal auf, öffne die Autotür, lasse kühle Luft herein, die erstaunlich gut tut und dann … der Blick nach oben. BOAH!! Sternenklar, eine funkelnde, satte und üppig leuchtende Milchstraße, damit habe ich ja gar nicht gerechnet! Hochmotiviert springe ich zu meinem Teleskop, meine Begleithündin mache ich an der langen Leine an einem Kofferraumhaken fest, damit sie die Gegend erkunden kann. Atlas auf den Schoß, Lampe an die Stirn, Okulartasche in Griffweite, Attacke!


    Station 1: Bird’s Nest (Cygnus)


    Dieses faszinierend filigrane Fleckchen Weltall hat so viele Anläufe gebraucht, heute kommt aber die Offenbarung! Je länger ich beobachte, desto deutlicher wird es: Das Vogelnest schält sich nach und nach als ovale, leicht schimmernde Fläche heraus, die im Nordwesten von zwei helleren Sternen markiert wird, im Süden von einer ovalen Umrandung schwächerer Sterne. Insgesamt funkeln nur der NW und der Süden mit einer Hintergrundaufhellung, ein schmaler Bereich dazwischen zeigt nur schwache Sternpünktlein. Weiter im Süden zeigt ein Dreieck aus zwei hellen und einem schwächeren Stern das Ende des Nestes an. Bei deutlich längerer Betrachtung erscheinen im SW und Norden/NO zwei längliche Aufhellungen mit Sternpünktchen am Nordrand, die die Abgrenzung zum Dunkelschlauch angeben. Eingerahmt wird das Nest weiter außen von drei längeren Sternketten. Es wird immer und immer schöner, je länger ich es anschaue!




    Stationen 2 und 3: Barnard 353 und 352


    Barnard 353 ist als dunklerer Bereich angrenzend an Bird’s Nest auszumachen, er ist - wie so oft bei Dunkelnebeln - nicht als solcher zu erkennen, nur anhand der angrenzenden Aufhellungen. Die dunkle Fläche ist schon sehr subtil, aber da!

    Barnard 352 ist beim Weiterschwenken von Bird’s Nest aus als dreieckiger, sternenloser Bereich zu erkennen, an dessen Rand im WSW und NO einige etwas hellere Sterne zum Abgrenzen dienen. Diese sternenlose Gegend ist erstaunlich groß, toll!


    Station 4: Christophs OdM Juli - IC 5076 und NGC 6991-2


    Den Oktopus (NGC 6991-2) will ich nun endlich zeichnen, nachdem ich ihn mehrfach besucht und jedes Mal für zu sternenreich befunden habe. Tags darauf habe ich mich dann jedes Mal darüber geärgert ;)


    Der Reflexionsnebel: Hat DAS lange gedauert und so viele Anläufe gebraucht! Ich kann irgendwann ein Dreieck westlich von HD 199478 ausmachen, das aus zwei sehr schwachen Sternlein nördlich und zwei östlich (einer davon ebenso schwach, der östlichste deutlich heller) sowie einem recht hellen Stern an der westlichen Spitze geformt wird. An der von Norden nach Westen laufenden Dreiecksseite erscheint nach langem, konzentriertem, indirektem Sehen dann doch endlich ein heller Streifen, immer wieder. Zwischendurch zeigt sich auch zwischen den beiden helleren Sternen von Westen nach Osten ein etwas schwächerer, aber dennoch erkennbarer, heller Streifen. Ganz selten ploppt gleichzeitig ein schwaches „V“ auf.






    Meine Astrobegleithündin Feli knurrt. Nanu, was hört sie denn? Aha. Einen Rehbock, der ganz schön garstig brüllt aus der Ferne. Ich bin Wildtiergeräusche in der freien Natur nicht wirklich gewohnt, aber habe dennoch das Vertrauen, dass mir kein Großtier nahe kommen wird, schon gar nicht mit so einem meilenweit riechenden und hörbaren Hundetier an meiner Seite. Von dem sich vielleicht auch der Rehbock irgendwo am Ende der Wiese gestört gefühlt haben könnte. Ein Glück lässt sich mein Hund dann aber auch beruhigen. Sie widmet sich wieder intensiven Schnuffelarbeiten zwischen dem Herbstlaub und hüpft immer wieder zum Dösen in den offenen Kofferraum zu ihren kuscheligen Decken.


    Station 5: King 1


    Auch dieser Kandidat hat schon viele Anläufe gebraucht, eine so harte Nuss! Bei 265x werde ich endlich für meine Hartnäckigkeit belohnt, denn zwischen den beiden hellen Sternen tauchen einzelne, schüchterne Sternpunkte auf!! Da sind STERNE!! Wie ein ganz feines, weit entferntes Funkelfeuerwerk erscheinen sie an unterschiedlichen Stellen, ganz schwach, ganz subtil, ganz faszinierend. Es sind ungefähr 15-30 Sternpünktchen der allerfeinsten Art, die hier vor dem schwarzen Hintergrund tanzen. Juhuu!






    Station 6 (ideal für die botanisch vorbelastete, sternhaufenliebende Hobbyastronomin): NGC 7789


    Bei 42x ist der OS noch fein, klein und halbwegs unscheinbar. Da geht natürlich noch mehr! Bei 96x prangt mir dann ein riesengroßer Puderzuckerhaufen entgegen, der vollständig aus haarfeinen Funkelsternchen besteht. Zum ersten Mal erkenne ich, warum er „Caroline’s Rose“ heißt: Ich erkenne hier und da leicht dunklere Bereiche, sodass der große, zarte Funkelhaufen tatsächlich an eine Rosenblüte erinnert! Nördlich schmiegt sich mit etwas Abstand eine Kette heller Sterne an, das wäre mir ohne Hinweis gar nicht aufgefallen, es ist aber richtig schön! Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, diesen Sternhaufen in seiner Schönheit würdigen zu können. Endlich!


    Station 7: NGC 1528


    Diesen Sternhaufen habe ich schon mehrfach besucht, an diesem Abend noch einmal inspiriert durch Renes Beobachtungsbericht. Inzwischen ist auch hier eine Zeichnung entstanden, mit 4 Zoll aus meinem Garten heraus allerdings, aber macht ja nichts:





    Station 8: Mein eigenes OdM November - NGC 750 und NGC 751


    Da stelle ich ein Objekt des Monats vor, das genaugenommen aus zwei Objekten besteht, und ich habe es selbst noch nicht getrennt gesehen! Wenn heute Abend schon einmal 265x funktioniert haben, dann bestimmt auch bei den beiden interagierenden Galaxien. Wie soll es auch anders sein, das süße Glück ist mir an diesem Abend stundenlang treu und mir gelingt endlich die blickweise getrennte Sichtung der beiden hellen Kondensationen! Es ist zwar knapp an der Grenze, aber die sonst längliche Aufhellung wird immer wieder doppelt und knubbelig sichtbar, juhuuu!




    Station 9: Entspannungspause mit dem 8x30


    Warum ist eigentlich meine ganze Ausrüstung trocken? Warum beschlägt heute nichts? Es macht sich mal wieder überraschende Verwirrung in mir breit, bis mir klar wird: Heute ist es nicht feucht, auch nicht diesig, auch nicht nass. Und wolkig immer noch nicht. Mir dämmert, was für eine geniale Ausnahmenacht ich hier gerade erlebe! Also dann mal etwas Pause von der „Arbeit“ ;)

    Jedenfalls ist ja M 31 mit freiem Auge sehr schön zu sehen, also mal das kleine Fernglas draufgehalten. Die Galaxie ist sehr ausgedehnt und wieder sehr schön, das macht richtig Freude!! M 110 erkenne ich auch sehr schwach, aber doch deutlich, sogar M 32 sehe ich als ganz kleinen, hellen Plops. Nicht weit weg, also noch da rüber: M 33 prangt mir auch eindeutig und groß entgegen. Ich gebe zu, alles nicht so hell und flashig wie in Dänemark, aber so deutlich, einfach und hell sehe ich diese mir so geliebten Paradeobjekte selten. Hach, ist das schön!


    Station 10: M 81 und M 82 – völlig zur falschen Jahreszeit, aber was soll‘s


    Die beiden Galaxien sind bei 42x sofort als sehr deutliche Aufhellungen auffällig. M 81 zeigt direkt ein helles, rundes Zentrum und eine nach außen hin schwächer werdende, ovale Form. Sie erinnert mich an das Zentrum von M 31, das ich bei Bortle 5 vom Garten aus so sehe :D M 82 ist im selben Gesichtsfeld als langes, nicht allzu schmales Reiskorn zu sehen, sie ist nur minimal weniger hell als M 81. Der Großteil der Galaxie hat dieselbe Helligkeit, eine etwas schwächere Umrandung ist dennoch auszumachen. Bei 96x verstärken sich beide Eindrücke, die Unterschiedlichkeit der beiden Galaxien ist enorm reizvoll. Die Begleitgalaxie NGC 3077 ist etwas entfernt zunächst indirekt, dann auch beinahe direkt und einfach auszumachen. Sie zeigt sich schwacher, rund wirkender Tuff -> Bei 42x, so notiere ich mir, ist das Duo absolut zeichenwürdig!


    Jetzt habe ich kein Papier mehr zum Zeichnen, bin auch schon ordentlich müde, ich war ja so viel länger hier draußen gesessen, als ich am Nachmittag noch gedacht hatte. Aber ihr werdet mir zustimmen, so einen Abend nutzt man weiter, weiter, weiter. Da macht alles einfach nur große Freude, jedes Objekt begleitet von „Aaaaaah“ und „Ooooooh“ und „boaaaah, schööön!“ Absolut glücklich und beseelt packe ich meine Siebensachen zusammen, murmele mich ins warme Auto und trete die entspannte Heimreise an.


    Fröhliche Grüße, eure

    Sarah

    Meine lieben November-OdM'ler,


    mich hat es in der vergangenen Woche gleich zwei Mal nach Römerstein verschlagen, und die zweite Nacht war eine Wahnsinnsausnahmenacht (ich setze mich morgen oder so noch an einen eigenen Bericht dazu, weil es wirklich SO genial war!). Da habe ich mich nochmal mit Stift und Papier bewaffnet auf mein eigenes OdM gestürzt, als es schön hoch am Himmel stand. Inzwischen war auch mir klar, dass ich eine richtig hohe Vergrößerung brauche, wenn ich die beiden Kerne sehen möchte, und an diesem Abend konnte ich nicht nur auf 156x, sondern auch auf 265x gewinnbringend vergrößern. Also los!

    Dieses Mal ploppte die Galaxie sofort auf, als ich in die Zielregion kam, anders als den beiden Abenden zuvor, wo die Stelle einfach matschig und leer blieb. Flupp, da war das Reiskorn! Nicht lange fackeln, Okular für Okular immer höher vergrößert und bei 265x dann ... es war schon leicht an der Grenze ... aber ... die bisher nur längliche Aufhellung wirkte nun immer wieder knubbelig und doppelt, das konnte ich nicht direkt halten, aber indirekt und immer wieder erschienen die beiden etwas helleren Kerne, von denen auch einer immer etwas heller und minimal größer war als der andere.


    Erfolg!!! ERFOLG, ich war soooo stolz und beflügelt, und schon flog der Stift übers Papier. Vor lauter Weißnichtwas habe ich bei der Reinzeichnung mal wieder die Himmelsrichtung vergessen. Norden ist aber wie üblich oben, Westen rechts. Mein "Problemchen" mit den fiesen Qualitätseinbußen beim Scan gehe ich inzwischen auch an ;) Einige meiner Zeichnungen werden neu eingescannt und sehen dann nicht mehr so zerpflügt aus wie bisher ;)




    Fröhliche Grüße

    Sarah

    Ihr fleißigen Bienchen, so viele neue Beobachtungen sind zusammengekommen!! Lasst mich mal durchgehen und eure schönen Berichte würdigen :saint:


    -> Stathi, ich bin absolut fasziniert davon, dass ich dir ein neues Objekt zeigen konnte. Ich! Dir! Echt Wahnsinn für mich ;) Dein Foto ist sooo schön, mit den vielen weiteren Galaxien, die sich visuell unsichtbar dort mit tummeln, aber die doch alle da sind. Traumhaft schön!

    Dein letzter Satz, du ... der hat mich sprachlos zurückgelassen. Ich fühle mich zutiefst geehrt, wirklich! Dass du auch seit meiner Anfangszeit vor 3 Jahren ein treuer Begleiter und Leser meiner Berichte bist, macht mich sehr, sehr stolz. Danke für diese wundervollen Worte!


    -> Rene, nicht dein Ernst, mit dem Dreizöller hast du es versucht ^^ Beruhigt mich ja aber ungemein, dass das (zumindest beim ersten Versuch) noch nicht geklappt hat. Würde mich aber nicht wundern, wenn es irgendwann einmal bei Topbedingungen für eine Sichtung reicht.
    Schön, du hast es dann nochmal mit deinem Großgerät versucht, und gleich in vier Vergrößerungen diktiert, genial!
    UND!! DU hast gezeichnet, sooooo toll! Das sind ja wirklich ganz eindeutig zwei Bobbelchen, und eines davon etwas markanter als das andere. Dazu sage ich zum Schluss noch etwas ;)


    -> Norman, der liebe Norman, auf dich ist Verlass, du hast es auf dem Berg auch versucht, juhuu! Du hast anscheinend einen Hauch eines Schweifs gesehen, das wäre wirklich absolut sensationell und phänomenal, das war bestimmt richtig aufregend bei der Beobachtung (also, wäre es für mich zumindest gewesen ... Aufregungsquieken inklusive ;))

    Wie kommt es denn, dass deine Zeichnung einen blauen Hintergrund hat? Bei dir sind die Kerne jedenfalls sehr schön und deutlich getrennt, richtig toll! Danke für diese schöne Beobachtung von so hoch oben auch noch!


    -> Ben, genial, so viel Öffnung wie mein Vierzöller, mit dem habe ich das noch gar nicht versucht, das wäre zur nächsten Neumondphase auf der Alb mal ein interessanter Versuch. Welche Vergrößerung hatte deine Beobachtung denn, weißt du das noch? Klingt jedenfalls danach, dass Rene mit seinem Dreizöller wirklich Erfolg haben könnte ;)


    -> Roland, auch an dich ein groooßes Dankeschön fürs Beobachten und Berichten. Ich werd' nicht mehr, dass ich wirklich ein Objekt im Urlaub angeschaut hatte, mit dem ich andere Sternfreunde überraschen kann :saint: Doppeldottergalaxie ist ja auch ein kreativer Name, neulich hatte ich zufällig tatsächlich so ein Doppeldotterei beim Kuchenbacken. Macht mindestens genauso viel Freude wie eine Doppeldottergalaxie im Okular, meine ich ;)


    So, meine eigene Neusichtung von vor ein paar Tagen in Römerstein packe ich in einen eigenen Beitrag!

    Hallo Rene,


    deine Objektvorstellungen haben mich inspiriert, weil ich Sternmuster und Offene Sternhaufen auch richtig gerne mag! Immer wieder übers Jahr verteilt habe ich mal Phasen, in denen ich nicht weiß, was ich eigentlich beobachten möchte oder könnte. So ging es mir auch nach dem schönen Dänemarkurlaub, wo ich ein wenig in ein Beobachtungsloch gefallen war, weil ich dachte, dass hier daheim im Garten ja eh nichts mehr so schön aussieht wie im Urlaub ;)

    So, und dann kamen deine Ideen hier auf dem Silbertablett präsentiert und ich war schnell Feuer und Flamme :star_struck: Relativ zeitgleich habe ich beschlossen, diesen Winter auch einfach nur alleine (na gut, in hündischer Begleitung) zu meinen Beobachtungsplätzchen auf die Alb zu fahren.


    Mit King-Sternhaufen hatte ich bisher noch nie etwas am Hut, die schweren Klopfer umgehe ich für gewöhnlich noch ;) Aber dieses Mal sollte es anders werden. Ich gebe zu, ich habe einige abendliche Anläufe gebraucht und erst gestern ein Erfolgserlebnis verbuchen können! An drei Abenden zuvor habe ich zwar die richtige Stelle ausfindig machen, aber keinerlei Sternpünktchen sehen können. Gestern Abend durfte ich in Römerstein eine Ausnahmenacht erleben, funkelndste Milchstraße, kein Wölkchen, keine Luftunruhe, keine Feuchtigkeit (und meine süße Begleitung) - ein Traum, den ich nicht für möglich gehalten hätte! Dieses Mal konnte ich sinnvoll und gewinnbringend auf 265x vergrößern und dann ... und dann ... dann funkelten mir einzelne, haarfeine Sternpünktchen entgegen, bestimmt 10-15 Stück hier und da, die wie ein ganz feines Funkellichtspiel hier und da auftauchten und verschwanden und einen faszinierenden Tanz vor schwarzem Hintergrund aufführten. Das wollte ich unbedingt zeichnen, auch wenn ich wirklich nicht viel vom Haufen gesehen habe. Ich hatte schon mehr Sterne insgesamt gesehen, an die 20-25 vielleicht, aber ihre Position konnte ich einfach nicht richtig zuordnen, von daher ist mein Zeichnung eher konservativ:




    Mit Caroline's Rose hast du mich richtig aus der Reserve gelockt. Den Haufen kannte ich natürlich, allerdings nur aus meinen Anfangszeiten mit dem Sechszöller, wo ich nur eine feine Ansammlung von Sternen ausgemacht habe und dann ein Jahr später mit dem Vierzöller, in dem ich bei 70x immerhin ein großes, fast kreisförmiges, ganz schwaches Gefunkel wahrgenommen habe. So richtig begeistern konnte mich der OS also bisher leider nicht, und auch das sollte sich gestern Abend ändern (ja, gut, 10 Zoll Öffnung machen eben auch einen Unterschied).

    Notiert habe ich mir:

    -> in Aufsuchvergrößerung bei 42x noch fein, klein und halbwegs unscheinbar; bei 96x dann ein riesengroßer Puderzuckerhaufen, vollständig aus haarfeinen Funkelsternchen bestehend; zum ersten Mal erkenne ich, warum er „Caroline’s Rose“ heißt, ich erkenne hier und da leicht dunklere Bereiche, die tatsächlich an eine Rosenblüte erinnern; nördlich schmiegt sich mit etwas Abstand eine Kette heller Sterne an, das wäre mir ohne Hinweis gar nicht aufgefallen, der Anblick ist aber richtig schön! Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, diesen Sternhaufen in seiner Schönheit würdigen zu können.

    :smiling_face_with_halo: Schön, dass ich durch deinen Bericht noch einmal animiert wurde, diesem zarten Schmuckstück eine neue Chance zu geben!


    So, natürlich bin ich dann gegen Ende der Beobachtungsnacht auch noch zu Perseus gewandert und habe den NGC 1528 eingestellt, der war ja einfach zu finden, das mag ich immer gerne!

    In meinen Aufzeichnungen habe ich noch alte Notizen dazu gefunden:

    -> 28.10.21: (4 Zoll, zu Hause) ein besonders filigraner Offener Haufen, bei 20x ein toller Kontrast zu der grob wirkenden Umgebung, bei 80x noch schöner im Fokus mit niedlichen, beinahe zarten und interessanten Kurven


    -> 03.10.22: (4 Zoll, zu Hause) bei 21x sind die gebogene Sternkette aus vier hellen Sternen und eine Handvoll schwächere Sterne zu sehen, mittig über den beiden mittleren Sternen sehe ich schon ein ganz feines Funkeln von ganz schwachen Sternen

    49x: es erscheinen ein paar mehr der Sternchen, ich sehe spontan eine etwas dreieckige Form, blickweise manchmal der westliche Teil fast herzförmig, ein paar hellere Sterne beschreiben hier eine Kurve; insgesamt noch sehr schwach

    80x noch einmal mehr Sterne, die Form bleibt gleich, wie ein halbes Herz, die östliche Seite ist nicht ganz herzförmig, insgesamt ein sehr feiner Haufen, wenig konzentriert, wenig Hintergrundgrieseln und ein paar einzelne Sterne, die etwas weiter weg stehen (gehören sie zum Haufen oder nicht?)

    80x: zweiter Versuch (nachdem ich direkt im Anschluss im Zehnzöller beobachtet hatte): der Eindruck wie im 10''er stärkt sich hier nun etwas, auch wenn es insgesamt dunkler und schwächer ist;


    -> 03.10.22: (10 Zoll, zu Hause) schon bei 42x ist der OS viel deutlicher zu sehen, zusätzlich zu der gebogenen Herzform zeigt sich eine zweite gebogene Sternkette aus drei statt vier Sternen, die ähnlich parallel verläuft; ein bisschen mehr ganz schwaches Hintergrundsternenfunkeln; der Eindruck einer abgerundet dreieckigen Form bleibt

    96x: es sind viel mehr Sternketten zu erkennen und wirkt wie eine etwas schräg in sich gewundene "8", also zwei in sich verwirbelte Sternketten; etwas abseits stehen noch Sterne im Nordosten, die wie zwei Augen und eine lange Nase aussehen, mit etwas Abstand folgt noch ein einzelner Stern, der nur leider keinen Mund darstellt; es erinnert mich auch an eine Art langgezogener Pfeil, der aus dem Haufen heraus zeigt


    -> 30.10.22: (10 Zoll, Römerstein) mein Eindruck deckt sich mit dem meiner letzten Beobachtungen, dennoch fällt mir heute noch deutlicher auf, wie fein, filigran und doch strahlend hell und schön der Sternhaufen ist.


    Das war eine ganz wunderbare Reise durch den Sternenhimmel, bei der ich richtig viel gelernt habe!! Danke für deine Mühe, uns diese Objekte so nahe zu bringen und zu animieren, sie auch zu beobachten :smiling_face_with_halo:


    Viele Grüße

    Sarah

    Der Seraphin ... ei, ei, ei ;) Fleißigster Stifte- und Kameraschwinger des Monats!


    Glückwunsch zu deinem neuen Okular, ich hatte eine ganze Zeit lang auch alle meine Okulare von ES aus der 82°-Reihe, die haben sehr gute Dienste erwiesen und hatten alle ein äußerst dankbares Einblick- und Abbildungsverhalten. Kein Wunder, dass du gleich so eine Freude bei den ersten Vergleichsbeobachtungen hattest!


    Aber jetzt hör mal ... also deine Zeichnung der drei Offenen Sternhaufen, das geht so nicht :D :D :D Meine Herren, was für eine Geduld da drin stecken muss! Ich habe diese Stelle in der letzten Woche selbst oft besucht, immer nur als Startpunkt für die Reise zu King 1 allerdings. Aber die drei hellen Sternenbereiche, deutlich konzentrierter als die Umgebung, die habe ich jedes Mal erst ein paar Sekunden lang genossen, bevor es weiter ging. Einmal dachte ich auch: Och, mal skizzieren? Nee, viel zu viel los, da sitze ich ja ewig :D Aber der Anblick ist halt schon genial! Schau mal in Christophs jüngsten Beobachtungsbericht hinein, er hat Pothier 7 beobachtet, das eine Raute mit den drei OS bildet und wie eine Banane aussieht. Der BAfK sagt dazu:


    Die Banane könnte also mit deinen 6'' durchaus zu erkennen sein, ich habe sie selbst aber noch nie angesteuert. Wenn das mal so kommt, dann zeichne ich die, ohne die drei OS :saint: Auf deinem Foto erkennt man sie total gut, schau mal hin!


    Generell mag ich deine Fotos sehr, ich weiß jetzt nicht, ob man das Weitfeld nennt, bin da gänzlich unversiert. Jedenfalls zeigst du immer große, schöne Himmelsausschnitte mit viel Umfeld, das ist richtig ansehnlich!


    Beste Grüße

    Sarah

    Hallo Christoph,


    einen wieder mal ganz tollen, ausführlichen Bericht hast du für uns vorbereitet!! Und ich kann sogar mitreden, ein paar der Objekte kenne ich sogar, hach, wie toll!

    Der Fötusnebel kam mir im September 2020 vor den damals noch Sechszöller, ich habe ihn nicht so stark gebogen erkennen können wie du, es war auch von meinem Garten aus. Wie eine kleine, gebogene Wurst sah er aus, und hin und wieder meinte ich, einen Stern darin zu erkennen. Den habe ich damals gezeichnet :)


    Alessi 1 liest sich ganz toll, bei Stellarium wird (wie so oft) nicht die richtige Stelle, also ich behaupte, nicht groß genug, angezeigt. Ich markiere mir das aber mal im Atlas, dort ist der Haufen gut sichtbar. Sternenketten, noch mehr Sternenketten, schöne Formen und ach ja, Sternenketten - das ist was für mich!


    Dass du M 74 als Sorgenkind bezeichnest ;) Verstehe ich gar nicht, du hast eine Wahnsinnssichtung und -zeichnung gemacht, wenn du mich fragst. Auch hier habe ich mal in meinen Aufzeichnungen gestöbert:

    03.09.22 Mön: Eta Psc freiäugig sichtbar, daher konnte ich die Gx sehr schnell finden, sie scheint recht groß und bei 42x extrem schwach zu sein; ich erkenne ein helles Zentrum und einen weitläufig aufgehellten Bereich; das helle Zentrum wabert in der Form ein wenig; bei 96x tut sich noch etwas, die Galaxie ist nun direkt sichtbar, erscheint größer, es zeigen sich aber keine weiteren Details


    Also nix mit Drehrichtungen, Armen und dergleichen: Wabern ohne Details, hihi :D


    Mensch, Pothier 7 ... an der Stelle bei Kappa Cassiopeiae war ich in der letzten Woche mehrmals, weil ich mich auch an King 1 festgebissen hatte ;) Die drei Offenen Haufen NGC 146, 133 und King 14 waren natürlich total auffällig, aber ohne zu wissen, dass da eine leckere Banane liegt, da ist sie mir auch nicht aufgefallen. Ist vielleicht erstmal besser so, Bananen sind mein Lieblingsobst, nicht, dass sie dann auf einmal wieder weg ist ;))) :face_with_hand_over_mouth: Falls doch: Ich war's nicht :smiling_face_with_halo:


    So wie dir in dieser Nacht ging es ungefähr auch mir in der letzten Nacht. Der Wille, aufzuhören, wird von den vielen Sternen einfach überstrahlt und es geht weiter, weiter, weiter. So viele schöne Sichtungen. Die Ermüdungserscheinungen kenne ich aber auch. Ich fange dann an, zu vergessen, auf die Zeichnungen die Himmelsrichtungen oder die Vergrößerung zu schreiben. Manchmal schreibe ich sogar den Objektnamen nicht auf, das ist dann ganz besonders schlau.


    Schön, dass du so eine tolle Ausnahmenacht hattest und soooo viele tolle Zeichnungen angefertigt hast!

    Sonnige Grüße

    Sarah

    Hallööchen ... ähm... ich wär es nochmal :saint: :saint:

    Also, lieber Christoph, mir lässt sowas ja keine Ruhe, und wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe ... ja, also, man sagt mir hin und wieder eine gewisse Hartnäckigkeit und Sturheit nach ;)


    Jedenfalls, gestern bin ich trotz mäßiger Wetteraussichten nochmal nach Zainingen gefahren und war mehr als überrascht, dass kein einziges Wölkchen den Himmel trübte! Kein. Einziges! Die vielleicht üppigste Milchstraße des Jahres zeigte sich, die Luft war so trocken wie fast nie auf der Alb. Wer hätte das gedacht!

    Die erste Station daher: hoch in den Zenit. Ich habe mir nochmal im Vorfeld ganz genau angeschaut, noch genauer als die letzten Male, und mir noch ausführlicher erklären lassen, was, wie und wo ich beobachten soll. Jetzt kann ich es im positiven Sinn kurz machen:


    ICH! Habe! Den Reflexionsnebel gesehen!!!! Erfolg, ha! :love: In dem gedachten Dreieck zeigte sich immer wieder an zwei unterschiedlichen Stellen ein heller Streifen, der eine immer etwas deutlicher als der andere. Meine Hartnäckigkeit hat sich endlich bezahlt gemacht!!!

    So muss auch eine Zeichnung nicht bis nächsten Sommer warten, ich bin ja SO glücklich!!


    Ich hänge ausnahmsweise mal den Rohscan hier an, weil nur dann die Halos und der Nebel nicht weggepflügt werden. Wenn man ganz, ganz, ganz genau hinschaut, sieht man links im Bild oberhalb des hellen Sterns mit dem Halo dann die beiden hauchzarten Fahnen. Und der Oktopus reißt auch vor Freude die Ärmchen hoch :smiling_face_with_smiling_eyes:



    Jetzt kann ich beseelt und zufrieden einen Haken dran setzen!


    Beste Grüße

    Sarah

    Na sowas, ihr Lieben, es ist noch nicht einmal November geworden und ich habe schon so eine lange Riege an Berichten von euch spendiert bekommen :love:


    Ich wurstele mich mal von oben beginnend durch:

    -> Stefan, der erste Beitrag, juhuuu! Aha, mit 14,5'' gehen also beide Kerne so gut, aber tatsächlich erst bei sehr hoher Vergrößerung. Ich habe das in Dänemark gar nicht erst versucht, so pessimistisch war ich, schade :see_no_evil_monkey: Ich habe es am Donnerstag noch einmal auf der Alb versucht, die Transparenz war so mäßig allerdings. Naja, den Versuch kann ich sehr kurz abhaken: Gar nichts war da zu sehen, es war wohl schon zu "matschig" am Himmel. Nicht einmal der Funke einer Aufhellung ;) Meine eigene Zweitsichtung muss also verschoben werden.


    -> Rene, du treuer Mitbeobachter aller OdMs ;) Auf deine Beobachtung bin ich ja gespannt. Du wirst es aber nicht mit dem 3-Zöller versuchen, oder doch? Das wäre dann sicherlich die Untergrenze, wenn nicht noch jemand meint, es mit einem Fernglas versuchen zu wollen :face_with_tears_of_joy: Da gibt es ja so ein paar Adleraugenpappenheimer, denen ich das zutrauen würde.


    -> Nochmal Rene, dieses Mal aber der andere ;) Na sicher scheinst du die beiden Galaxien gefunden zu haben :D Die Gegend ist in der Tat ein wenig sternenleer, aber dank ein paar kleiner Sternlein gut ansteuerbar. Schön, dass du deine Skizze mit eingefügt hast, das freut mich ganz besonders! Und du warst auch deutlich über 200-fach unterwegs, das behalte ich für mich im Hinterkopf.

    Wie lange ist dein 24-Zöller denn noch im Baustadium? Das wäre natürlich eine prima Sache, um richtige Kerne und evtl. die Schweife zu sehen!


    -> Christooooooph, da sehen wir uns schon in einem zweiten OdM-Beitrag wieder, du verlässliche Seele! Von so einer Nacht wie deiner, da träume ich ja schon lange!! Gerade Trockenheit ist auf der Alb ein Fremdwort, da ist es nienienie trocken :D Schön, deine Sichtung mit etwa 80-fach deckt sich ungefähr mit meiner bei etwa 100-fach (du allerdings mit 8'', ich mit 10''. Ich merke da übrigens, dass ich, um das Gleiche zu sehen wie erfahrenere Sterngucker, mehr Öffnung dazu brauche). Und du kratzt dann schon knapp an der 200-fach-Grenze bei der Sichtung der Kerne, genial! Deine Zeichnung gefällt mir riiiiichtig gut, da sind richtig schön die zwei kleinen Bobbelchen zu sehen. Darauf hoffe ich bei mir dann auch noch! Danke für deinen ausführlichen Bericht!


    -> Hey Ben, juhu, noch eine bestätigte Sichtung mit 10'', das macht mir Mut! Danke dafür :smiling_face_with_halo:


    -> Uwe, noch ein Zehnzöller im Beobachtungsrennen, wow! Du hast dann, wenn ich richtig rechne, mit etwa 50- und etwa 125-fach beobachtet. Da wissen wir inzwischen ja, dass das nicht ausreicht. Ich freue mich riesig, wenn du auch nochmal mit deinen hochvergrößernden Kanonen draufhältst und dein Glück versuchst :star_struck:


    Einen riesengroßen Dank an euch alle, die ihr meine OdM-Premiere gleich zu Beginn so reichhaltig mit Beiträgen gefüllt habt :smiling_face_with_halo:


    Viele Grüße

    Sarah

    Hallo Christoph,


    ich wollte noch nicht aufgeben und habe es tags darauf ja nochmal vom Garten aus versucht. Da brauche ich nicht lange zu quasseln: Für den Oktopus hat es noch gereicht, dieses Mal habe ich ihn auch richtig gesehen und nicht zu nah am Stern. Meine 5 m lange und 2 m hohe Plane als Abschottung zu den Nachbarn hat mir dennoch nichts genützt, das Licht kam von allen Seiten und die Wölkchen am Himmel waren auch sehr hell.


    Tja, was habe ich also getan? Ich bin am Donnerstag dann wieder auf die Alb gefahren, dieses Mal zum Sternguckerplatz in den Nachbarort. Da war ich erfreulicherweise alleine und habe die beginnende Dunkelheit auf der riesigen, abgeschrägten Beobachterbank genossen. Die Milchstraße kam sehr früh und sehr deutlich heraus, Jupi warf keinen Halo - gute Aussichten!

    So war ich gleich wieder oben bei Deneb und habe die kurze Reise zum Ziel begonnen - das geht dank so vieler Versuche inzwischen echt schnell :D Ein drittes Mal habe ich den Oktopus gesehen und ein drittes Mal nicht gezeichnet, was mich dann im Nachhinein jedes Mal ärgert ;)

    Am Reflexionsnebel habe ich echt lange herumprobiert, ich habe einige Hilfestellungen bekommen, was ich anstellen soll und wie es klappen kann. Mal war ein Halo vom Stern da, mal war er weg. Aber ein Nebel, puh, also eher nicht. Ich hätte jemanden gebraucht, der in mein Teleskop schaut und selber prüft, ob er ihn sieht oder nicht. War echt schwierig. Entsprechend war auch beim Dunkelnebel nichts zu holen.


    Also, ein weiterer Nichtsichtungsbeitrag von mir :see_no_evil_monkey: Ich habe mein Allerbestes gegeben! Vielleicht kommt die Offenbarung nächstes Jahr bei einem Sommertreffen auf der Alb oder beim nächsten HTT, dann krame ich deinen bis dahin uralten OdM-Beitrag wieder aus und berichte von Neuem :grinning_face_with_sweat:


    Herbstliche Grüße

    Sarah

    Endlich, endlich, endlich war ich mal wieder an meinem Lieblingsplatz bei Römerstein auf der Schwäbischen Alb. Da habe ich an euch alle gedacht und mein Plätzchen dort mal abgelichtet. Gestern habe ich dort zwar nicht beobachtet, weil ich allein mit zwei Kindern und Hund dort war und ich alle Menschen, Tiere und Teleskopsachen unmöglich 600 m weit vom Auto den steilen Hügel hoch- und wieder runterbewegen kann ;), aber auf dem Hügel vor dem Truppenübungsplatz war es dann auch ganz nett. Dort höre ich immerhin die Schafe im Stall am Hang unten blöken. Jetzt nicht wirklich das faszinierende Wildtierspektakel, um das ich ein paar von euch echt beneide, aber immerhin Tier :D


    Einmal nach WSW, wo die Sonne zurzeit untergeht.





    Und nun zum Herzstück: Die schönste und dunkelste Südsicht, die ich weit und breit bekommen kann:



    Logisch, dass ich mich bei der Bank platziere und sie als Ablage nutze. Beobachtet wird aber auf dem asphaltierten Weg des Truppenübungsplatzes, der bleibt nämlich trocken und ist eben :)


    Fröhliche Grüße

    Sarah

    Hallo Christoph,


    ich setze seit kurzem erste Füßchen in die OdM-Abteilung hier im Forum, seitdem ich ja im Sommer meinen Zehnzöller einheimsen konnte. So kam es, dass ich auf dein Juli-OdM aufmerksam gemacht wurde, das jetzt in den frühen Abendstunden noch ganz gut sichtbar ist.

    Also mal so vorneweg: Ich bin schon eher gescheitert gestern Abend :D Aber von vorn.


    Deine Vorstellung, die Bilder, die Berichte bisher, Stellarium, Atlas - ich habe mich wirklich gut vorbereitet, damit ich wusste, wo und wonach ich genau suchen werde. Gestern Abend war ich mit Kindern und Hund auf der Alb und habe an einer leider nicht ganz dunklen Stelle meine Sachen aufgebaut (alleine 600 m vom Auto weg auf dem Truppenübungsplatz geht mit Kiddies nicht, also war ich auf dem Hügel davor, wo südlich unten am Hang der beleuchtete Schafstall stört). Zuerst zeigte mein Dobson Richtung Südwesten, ich habe schnell gemerkt, dass ich dann aber nicht zu Deneb komme und auch nicht weiter darüber hinaus. Das berühmte Zenitloch :D Also habe ich mein Leichtgewicht einmal angehoben, nach Westen gedreht und dann ging es. Am Ziel war ich erstaunlich schnell, es macht sich doch so langsam ein wenig die Erfahrung bemerkbar, auch im Zenit :face_with_hand_over_mouth:

    Beim nördlichen NGC 6991 (im Atlas 6991a) habe ich leider nur zwei Sterne erkannt. Beim südlichen, NGC 6991b, fielen mir die oktopusähnlichen Sternketten auf jeden Fall auch auf, wobei ich heute glaube, dass ich zu nah am Stern geschaut habe (dem, der den Nebel beleuchtet).

    Den Reflexionsnebel selbst konnte ich nicht erkennen leider. Hoch vergrößern konnte ich nicht, da verschwanden die Sternlein einfach gnadenlos. 156x war absolute Obergrenze, 96x machte meist einfach mehr Sinn. Das erklärt die Nichtsichtungen eben auch.


    Die Nacht gestern war sehr dunstig, diesig, der Himmel nicht transparent. Für Römerstein war es wirklich eine echt lausige Nacht :grinning_face_with_sweat:

    Heute versuche ich mein Glück der Entspannung halber mal aus dem heimischen Garten mit Abschottung zu den gardinenlosen Nachbarn und zum Wochenende hin schaffe ich es hoffentlich nochmal auf die Alb!


    Sonnige Grüße

    Sarah

    Liebe OdM'ler,


    Ausgerechnet ich als bisher nur OdM-Mitleserin (kleiner Refraktor, Flughafenhimmel und so :S ) stelle euch diesen Monat eine kleine Objekttruppe vor, die für viele Öffnungen etwas zu bieten hat.

    Es geht um Arp 166: Dazu gehören die beiden interagierenden Galaxien NGC 750 und NGC 751, die mit diffusen Filamenten aufwarten - eine schöne Herausforderung für die Großgerätbesitzer unter euch!



    Bildautoren: CCD-Guide - Franz Klauser & Manfred Wasshuber



    Entdeckt wurde das Galaxienpaar 1784 von William Herschel, allerdings konnte er die beiden Galaxien nicht trennen und identifizierte sie als ein Objekt.

    Zu finden ist das 237 Millionen Lichtjahre entfernte und etwa 12 mag helle OdM im Sternbild Triangulum, genauer hingeschaut dann hier:






    Es gibt vier Möglichkeiten - oder auch Aufgaben für euch:


    1) Wer schafft es, die beiden Galaxien zu trennen und mit welcher Öffnung und Vergrößerung gelingt euch das?
    2) Wer erkennt Filamente/Schweife an den Galaxien? Ich habe in den Weiten des Netzes eine erfolgreiche Sichtung mit 27‘‘ von Uwe Glahn und eine nicht erfolgreiche Sichtung mit 16‘‘ von Martijn Straub gefunden – was ist mit euren Öffnungen dazwischen möglich?
    3) Hat es gar nicht geklappt, so wie bei mir? Dann erfreut euch an den verschmolzenen Galaxien und holt euch die nahe gelegene, elliptische Galaxie NGC 736 mit ins Okular, das geht ganz bequem!
    4) Zeichnen, zeichnen, zeichnen! Schwingt eure Stifte und zeigt die Ergebnisse!


    Meine eigene Beobachtung sieht so aus:

    1.September 2022, Insel Møn in Dänemark, Bortle-2-Himmel und 10‘‘-Dobson:

    Zwei unterschiedlich helle Sterne ermöglichen mir das einfache Auffinden der richtigen Stelle, leicht nordöstlich des einen Sterns ist eine längliche Aufhellung zu sehen, sehr schön!

    Bei 96-fach ist an eine Trennung der beiden Galaxien natürlich nicht zu denken, 156x verbessert das Bild allerdings auch nicht – vermutlich braucht es mehr Übung für dieses Detail; die nahe gelegene Galaxie NGC 736 passt dafür hervorragend mit ins Bild, sodass sich eine Zeichnung lohnt!


    Voilà, meine Erinnerung aus dem Urlaub:




    Ich wünsche euch viel Freude und klaren Himmel für die Beobachtung, in dieser letzten Oktoberwoche lockt der Himmel bei vielen schon mit klaren Nächten, so auch bei mir :)

    Ich freue mich seeehr auf eure Berichte, Sichtungsversuche, Beschreibungen, Zeichnungen, Fotos, ganz egal!


    Eure

    Sarah