Posts by deStefan

    Hi,


    ich hab auch erst vor kurzem angefangen mit Astronomie und hab mir zum Einstieg ein 10" TS-Photon zugelegt und diesem eine selbstgebaute Dobson-Montierung spendiert. Ich ahne, warum Dir zu 8" geraten wird. Denn mein 10" Tubus hat schon gut Gewicht und ist ein wenig sperrig. Daher denke ich, dass der 8"er der ideale Kompromiss aus Lichtsammelvermögen, Gewicht und Transportabilität ist.


    Bei der klassischen Dobson-Montierung wird auf Teflon und "Ebony Star" gesetzt. Beides Gleitbeläge mit minimaler Haftreibung. Da flutschen selbst schwere Tuben. Im Idealfall gleiten die Beläge so gut aufeinander, dass schon das Gewicht eines Okulars ausreicht, um das Telekop aus der Waage zu bringen. Für Dobson-Nutzer, die auch ein wenig Astrofotografie betreiben wollen, gibt es zudem die Möglichkeit, eine EQ-Plattform (links im Menü auf "eq plattform" klicken) zu bauen/kaufen. Mit solch einer Plattform wird ein Dobson nachgeführt und somit die Erdrotation ausgeglichen.

    Hallo allerseits.


    Es geht weiter. Nachdem es mit dem Reibradantrieb nicht geklappt hat, wurde ich auf YouTube fündig. Der Reibradantrieb rutschte immer wieder durch. Selbst mit Schrumpfschlauch auf der Messingstange. Daher schaute ich mich nach Alternativen um. Auf Youtube fand ich ein Video, wo jemand die EQ-Plattform-Nachführung mit einer Gewindestange umgesetzt hat. Diese Idee fand ich klasse und wollte sie umsetzen. Allerdings war ich am überlegen, ob ich die Klemmung auf der Gewindestange so übernehme. Denn einfach eine Mutter, welche auf der Gewindestange läuft und die EQ-Plattform hinter sich hinter her zieht, wäre doof, da dann jedes mal die Gewindestange so lange dreht werden müsste, bis die Plattform wieder am Anfang ist. Da gab es noch ein anderes Video. Allerdings kam mir der Zufall zuvor und ich löste das Problem anderweitig...


    Denn mir fiel eine M10-Unterlegscheibe in die Hand. Und mir kam die Idee, die Gewindestange einfach durch diese Unterlegscheibe zu führen. Steht die Unterlegscheibe 90° zu Gewindestange, kann die Gewindestange einfach durchgeschoben werden. Wird die Unterlegscheibe aber gekippt, so verkantet sie sich am Gewinde. Und genau dieses Prinzip verwende ich nun. Eine starke Zugfeder kippt die Unterlegscheibe. Bei Bedarf kann die Unterlegscheibe gegen die Federkraft senkrecht gestellt und die Plattform auf Anfang geschoben werden.

    Der Arm, welcher die Plattform zieht, ist auf beiden Seiten sehr locker angeschraubt. Die Schrauben reichen sowohl an der Plattform, als auch bei der Unterlegscheiben-Halterung tief ins Holz, so dass sich hier nichts lösen kann. Die Schrauben müssen so locker sein, um die minimale Kreisbahn der Plattform auszugleichen. Rechts und links ist die Gewindestange in Kugellager geführt. Dadurch läuft sie butterweich. Die Gewindestange läuft schön weich und es braucht kaum Kraft, sie zu drehen. Die Plattform wird sanft, sehr langsam und weich gezogen. Die Gewindestange muss nur noch auf die finale Länge gekürzt, der Getriebemotor angebaut und die Elektronik zusammengelötet werden. Danach steht die EQ-Plattform für Astrofotos zur Verfügung.

    Guten Abend,


    leider komme ich derzeit weniger gut vorran als erhofft. Bis Freitag wollte ich eigentlich die Motorisierung der EQ-Plattform fertig haben. Derzeit sieht es allerdings eher schlecht aus. Immerhin, als ich heute unten im Keller war, habe ich die Gelegenheit genutzt und habe meine Okularablage erweitert.


    Die Ablage ist nun ein echtes, herausnehmbares Schubfach, mit Abstellstütze am hinteren Ende. Auch für meine Filter (Mond, UV/IR, UHC) habe ich mit einem 35mm Forstner kleine Einfräsungen vorgenommen. Zudem ist heute mein 2" 26mm Okular eingetroffen. Im Gegensatz zu den 1,25" Okularen ist das 2" Okular ein ziemlicher Brummer. Da bin ich gespannt wie es sich bei der Beobachtung macht.


    Gruß Stefan.

    Guten Abend,


    es ist geschafft:

    Die EQ-Plattform läuft immerhin schon mal manuell. Auf den Messingstab kommt noch Schrumpfschlauch, um den Grip noch weiter zu erhöhen. Verwendet wurden... wie sollte es anders sein, Kugellager. Und das läuft echt prima. Selbst mit Teleskop gibt es kaum Schlupf. Nur wenn ich die Messingstange ganz langsam drehe, rutscht es durch. Daher der Schrumpfschlauch.


    Das Südlager wurde ganz einfach gebaut:

    Eine M10-Hutmutter läuft auf einer M12 Unterlegscheibe. Das funktioniert bestens. Ist die Hutmutter oder die Unterlegscheibe mal fertig, wird aus dem Baumarkt eben eine neue geholt. Sind immerhin Cent-Artikel.


    Das Kreissegment wird noch etwas abgestützt. Diese Abstützung dient zugleich als Endpunkt. Der andere Endpunkt ist der kleine Holzklotz rechts.


    Auf die EQ-Plattform wird einfach die Dobson-Kiste drauf gestellt. Somit kann die EQ-Plattform bei Bedarf auch weg gelassen werden.


    Jetzt fehlt nur noch ein DC-Getriebemotor, sowie eine Zahnrad- Schneckenkombi, als Antrieb. Liegt aber alles schon auf Lager und muss nur noch verbaut werden. Als Kontroller kommt ein PWM-Drehzahlregler zum Einsatz. Wenn dann alles funktioniert, sollten Planetenfotos und kurze Langzeitbelichtungen (schönes Wortspiel, gefällt mir :) ) drin sein.


    Gruß Stefan.

    Moin, sehe ich ebenso. Geht hervorragend mit Forstnerbohrer oder einstellbarer Lochkreissäge. Genau so etwas habe ich mir gestern Abend für meine 1,25" und 2" Adapter gebastelt. Für die 1,25" Okulare kam ein 32mm Forstner zum Einsatz. Für die 2" Adapter habe ich mir den Kreisschneider auf 51mm Durchmesser gestellt. Beides passt sehr gut.

    Klasse Bild. Und das für einen Dobson. Aber er wurde per EQ-Plattform nachgeführt, oder? Ich habe es heute ohne EQ-Plattform versucht. Aber ehe ich mit 3x Barlow bei 254mm/1270mm und meiner EOS 750d soweit war, dass ich fokussieren konnte, machte aufziehende Bewölkung meinen geplanten Planetenfotos ein Ende.

    Hallo Ronald,


    ja, die FFO-Stadtglocke nervt schon ganz schön. Hohenwalde hat selbst auch nette Starßenlaternen, die auch noch mal den Himmel gut aufhellen. Zwischen Lichtenberg und Hohenwalde, höhe Einfahrt zum Kuhlstall (zwischen den WIndrädern) da gibt es ne EInfahrt Richtung Markendorf (B87). Da fahren die Modellflieger gern hinter und lassen ihre Flieger in der Obstplantage fliegen. Vielleicht wäre das für den ANfang erst einmal ein guter Beobachtungspunkt. Blick in alle Richtungen ist dort auf jeden Fall gegeben. Dort war ich auch mal mit meiner DJI Mini 2 fliegen.


    Heute Abend ist Mondrunde mit Tochter (7 Jahre) im Garten geplant. Die freut sich schon richtig dolle. Vor allem Saturn möchte sie unbedingt sehen.


    Nachtrag 19.07.2021 - 00:12 Uhr:

    Na, die Runde war ein Griff ins Klo. Den ganzen Tag bester Sonnenschein. Tagsüber gab es nur ein paar dünne, konvektive Wolken. Zur Abendessenszeit war der Himmel sogar gänzlich klar. Und was passiert, wenn man mit Teleskop draußen ist? Richtig, die Wolken kommen. Ich hatte Jupiter bzw. Saturn jeweils vor der Linse und war beim Fokussieren, als diese sich hinter Wolken versteckten. Paar mal habe ich mir durch wegschlagen der Mücken das Teleskop verstellt, weil beim Schlagen ans Teleskop gekommen... Alles was ich habe, ist ein überbelichteter Jupiter. Tolle Ausbeute der Nacht. Nächste Woche ist Urlaub. Hoffentlich halten sich da mal die Wolken eine Nacht über zurück. Wie freue ich mich auf die kalten Winternächte. Da kannst sogar nach Feierabend gleich mit Teleskop raus und musst dich nicht mit lästigen Insekten rum plagen, die einem das Ohr voll säuseln.


    Immerhin habe ich in meine "Rockerbox" eine Okularablage als Schubfach eingebaut:

    Welche auch seitlich angesteckt werden kann. Da die Blende an den Seiten nur 1mm Luft hat, sollte Staub in diesem Schubfach kein Thema sein, so dass die Okulare auch ohne Abdeckungen darin gelagert werden können. Macht sich prima. Alles gleich griffbereit. Kein umständliches auspacken und Abdeckungen entfernen, mehr.

    Hallo Ronald,


    Lebus klingt gut. Etwa 30 Minuten Fahrzeit von Hohenwalde entfernt. Muss ja erst nach FFO SMC rein und dann an der Brauerei wieder raus Richtung Oderbruch. Die Oderhänge dürften sich dort für Beobachtungen recht gut eignen, oder? Dort stehen wenigstens keine Straßenlaternen, die alles hell erleuchten :) .


    Gruß Stefan.

    Guten Abend,


    heute war ich mal wieder kurz draußen. Kurz, da relativ schnell wieder neue Wolken aufzogen. Aber ich wollte wenigstens meine neue Dobson-Montierung testen. Diese hat sich als hervorragend erwiesen. Sie hat ein minimales Losreißmoment, welches nicht wirklich spürbar ist, dennoch ist ausreichend Haftreibung vorhanden, als dass das Teleskop sich nicht selbstständig macht. Beide Achsen laufen nun gänzlich ohne "hängen bleiben", absolut spielfrei und leichtgängig. Das Fehlen einer EQ-Plattform wirkt sich jetzt nicht sonderlich nachteilig aus.


    Der Motorfokus ist mittels Madenschrauben auf der Welle des Okularauszugs fest geklemmt. Bisher hatte diese Welle noch keine flach geschliffene Seite, so das die Madenschraube durch rutschte und der Motorfokus nicht funktionierte. Das habe ich nun abgeändert, so dass ich heute beim Mond den Motorfokus verwenden konnte. Mit meiner EOS habe ich 2 Videos gemacht. Einmal direkt am Okularauszug ohne jegliche Linse im Strahlengang und einmal mit 2x Barlow. Vom ersten Videos ohne Barlow ist das Bild im Anhang. Die Videos werde ich Morgen bearbeiten und uploaden.


    Alles in allem bin ich nun mit meiner überaus leichtgängigen Dobsonmontierung sehr zufrieden und freue mich, auf die langsam wieder länger werdenden Nächte.

    So, die ersten Bilder sind im Kasten. Das nächste was ich baue, wird die EQ-Plattform werden. Mit EOS auf 5x Barlow rennt Jupiter derart rasant aus dem Bildbereich, dass es eine Freude ist, ihn jedes mal aufs Neue zu suchen. Zudem hat der entladene Akku heute extrem gestört. Im Bild von Jupiter sieht man immerhin schön die atmosphärisch bedingte Lichtbrechung.

    Links hat Jupiter einen blauen Farbsaum, rechts einen roten. Die Aufnahmen wurden ohne jegliche Filter gemacht. Der Bildsensor des EOS saß direkt hinter der Barlow. Und das Bild rechts wurde ohne jegliche Linse im Strahlengang gemacht.


    Wenn ich die EQ-Plattform am laufen habe und die Kamera nicht ständig wegen leeren Akku aus geht, dann bekomme ich hoffentlich auch den Fokus besser hin. Für erste Testaufnahmen unter ungünstigsten Bedingungen, finde ich, sind die Bilder nicht mal schlecht geworden.

    Ich habe jetzt zwar keine Ahnung, was Goldgräber mit Astronomie zu tun haben, aber gut. Vielleicht haben sie nur Gold gefunden wenn die Sterne günstig standen ^^.


    Meine Konstruktion ist fertig und macht sich prima. Gut das ich die alte EQ-2 noch hatte. Deren Zahn- und Schneckenräder machen sich prima. Feinste Höhenjustierung ohne Wackeln und Zittern, über biegsame Welle. Die Box hat außen Tragegriffe bekommen und der Fuß ist so klein geworden, dass er beim Transport bequem in die Box gelegt werden kann. So muss ich nur 2 mal laufen. Einmal die Box samt Fuß, Okulare und allem holen und beim 2ten mal kommt das Teleskop an die Reihe.


    Der Fuß, ist nun deutlich kleiner. Die verstellbaren Füße befinden noch vor den äußeren Kugellagern. Getragen wird die Box nicht mehr nur von 3, sondern ganzen 6 Kugellagern. Da die Box durch Verwendung vom 22mm Siebdruck erheblich schwerer geworden ist, sah ich es als notwendig an, ihr Gewicht auf mehr als 3 Kugellager zu verteilen. Gefürt wird sie nach wie vor von 3 Kugellagern. Die Box gleitet hierdrauf förmlich. Durch das hohe Gewicht, macht sie sich nicht selbstständig, lässt sich aber nahezu ohne Kraftaufwand drehen.


    Die genialste Konstruktion an der ganzen Dobson-Montierung. Mit dem kleinen, abgerundeten Holzstück links unten lässt sich das Schneckenrad an das große Zahnrad drücken. Ist die feine Höheneinstellung nicht gewünscht, wird das Holzstück weg gedreht und das Schneckenrad kann vom Zahnrad entkoppelt werden. Über die biegsame Welle lässt sich ohne großen Kraftaufwand die Höheneinstellung sehr genau und fein einstellen. Zudem hält das Schneckenrad das Teleskop in Waage, sobald sich die Gewichtverhältnisse durch entfernen/hinzufügen von Deckeln und Okularen ändert und kann somit als Arettierung verwendet werden.


    Das Teleskop steht nun draußen bereit und wartet auf die Nacht. Allerdings zieht derzeit eine Menge hoher Bewölkung auf, welche die Sicht wieder massiv beeinträchtigen wird. Daher hoffe ich, dass sich diese irgendwie wieder auflöst. Allerdings lässt das Infrarot-Satbild dies derzeit nicht vermuten.


    Nun ja, die Rockerbox ist nun definitiv fertig. Die Notwendigkeit elektrischer Antriebe sehe ich derzeit nicht mehr, da sich die Fein-Höhenverstellung über die flexible Welle auch ohne Elektroantrieb sehr gut macht. Die Leichtgängigkeit beider Achsen macht sich klasse. Die Entscheidung auf Kugellager zu setzen, hat sich definitiv ausgezahlt.


    Nachtrag 11.07.2021 - 00:02 Uhr:

    Der Himmel lässt nun doch einige Sterne blicken. Derzeit habe ich meine EOS am Rohr zu hängen. Bisher hat mich ein einziger Akku für die EOS noch nie wirklich gestört. Aber jetzt... endlich hab ich den Fokus an einem hellen Stern bekommen... "Wechseln Sie den Akku." :cursing: Jetzt sitze ich hier und warte, des wenigstens ein wenig Saft wieder im Akku ist. Hab mir dann mal über Amazon ein 2er-Packen neuer Akkus für die EOS gegönnt. Dann passiert mir so etwas zukünftig hoffentlich nicht mehr.

    Weiter geht es. Die neue Box ist am entstehen.


    Als erstes habe ich mit der Bandsäge einen neuen Ring für die vertikale Achse gesägt. Mit 22mm Siebdruck wird diese jetzt viel stabiler als zuvor.


    Dieser Ring kommt unten an die neue Box. Die Auflage für die Box werde ich heute Abend noch einmal neu bauen. Hier ist geplant, die Füße direkt unter den Kugellagern zu platzieren. Auch werden insgesamt 9 Kugellager Verwendung finden. Auf 6 Kugellagern wird der Ring aufliegen und durch 3 wird er geführt und in Position gehalten. Alle Kugellager die jetzt Verwendung finden, sind ausschließlich die mit 12mm Innendurchmesser. Dies wird notwendig, da schon allein die Box durch Verwendung von 22mm Siebdruck ein erheblich höheres Gewicht erreicht.


    So sieht die Box bisher aus, Ansicht von hinten, dort wo sich die Spiegelzelle befinden wird. Die beiden Kugellager sind auch schon montiert. Gehalten werden sie von M12er Schrauben, dieser Bauart. Auf den Außenseiten ist daher nur ein flacher Linsenkopf dieser Schrauben zu sehen.


    Heute Abend werde ich, wie schon geschrieben, die Grundplatte noch einmal neu bauen und bei den Seitenwänden Ausschnitte machen um das Gewicht zu reduzieren. Denn gegenwärtig ist die Kiste reichlich schwer. Unten soll ein Schubfach zur Aufbewahrung der Okulare, Justierlaser, ... rein. In dieses Schubfach will ich einige 1,25" Löcher bohren, so dass ich die Okulare dort direkt rein stecken kann. Natürlich gehört zum Schubfach auch eine Frontblende, welche soweit möglich, das Zubehör vor Staub und Dreck schützt. Die Ränder der Siebdruckplatten bekommen schwarze Farbe, um eine einheitliche Farbe mit Teleskop und den großen Flächen zu bekommen.


    Inzwischen habe ich auch mehrere Getriebemotoren mit Untersetzung, PWM-Drehzahlregler, sowie Schalter zum Umschalten der Richtung hier. Damit möchte ich mindestens die Höhen-Achse antreiben. Hier überlege ich noch, ob ich dies als Reibrad-Antrieb ausführe, oder Zahnrad + Schnecke. Sollte Reibrad nicht funktionieren, da sich das Teleskop trotz Kugellagerung zu schwer bewegen lässt, wird es die Zahnrad-Lösung. Wie schon geschrieben, gefällt mir der Motorfokus am Okularauszug sehr gut, da man damit sehr genau fokussieren kann. Dies möchte ich auch bei der Höhenverstellung so haben, da alles manuelle stets Zittern und Wackeln mit sich bringt. Ich erhoffe mir hier deutliche Vorteile, wenn sich das Teleskop dann per Motor sehr fein in der Höhe verstellen lässt. Dieser Motorantrieb wird so konstruiert, dass er jederzeit wieder abkoppelbar ist.


    Ich hoffe, ich schaffe das alles bis Samstagabend. Denn für die Nacht Sa/So ist eine wolkenarme Nacht vorhergesagt, welche ich für ein "First Light" zusammen mit meiner Tochter nutzen will.

    Ich danke Euch, für Eure Anregungen, Tipps und Einwendungen. Ich denke nicht, dass diese Dobson-Vorrichtung eine Dauerlösung wird. Wenn sich mein Konto vom Teleskopkauf erholt hat, werde ich über eine Montierung nachdenken. Der Wunsch nach Foto und Langzeitbelichtung ist recht ausgeprägt. Und mit Dobson sind die Möglichkeiten dabei sehr beschränkt. Aber alles zu seiner Zeit. Ersteinmal will ich sehen, was mein 10"er zu leisten vermag. Diese "Kiste" die ich mir da zusammengenagelt habe, ist erst einmal dazu da, überhaupt mit dem Großen in die Sterne schauen zu können.


    Ich habe mir den Sucher und seine Halterung noch einmal genau angeschaut. Unten hat der Schuh tatsächlich eine passende Aussparung für die Nase des Sucherhalters. Also, Sucher aus Halterung ausgebaut, umgekehrt wieder eingesetzt und schon passte alles. Jetzt können auch die beiden Rändelschrauben ausreichend Kraft auf den Sucher ausüben um ihn ordentlich ausrichten zu können.


    Nachtrag:

    Moin allerseits. Zunächst muss ich sagen, dass ich es cool finde, dass man hier so ewig lange seine Beiträge nacheditieren kann. In anderen Foren könnte ich dies jetzt nicht mehr als Anhang an meinen zuletzt geschriebenen Beitrag schreiben, sondern es wäre ein neuer Beitrag, ohne dass zwischendurch wer anders etwas geschrieben hätte.


    Ich habe mir noch einmal die Preise für die Montierungen angeschaut. Mein Teleskop wiegt laut Teleskop-Express 15,5kg. Der "1/3-Luft-Regel" sollte die Montierung also wenigstens 20kg tragen können, besser mehr. Ohne GoTo, gibt es solche Montierungen gar nicht mehr. Und mit GoTo kosten die mindestens 1500€ und aufwärts. Die günstigste Montierung die dem entsprechen würde, wäre die Skywatcher EQ-6 Pro Synscan mit bis 20kg Tragfähigkeit mit einem Preis von 1645€. Da dank meiner neuen Arbeit erst einmal Renovierungen am und im Haus geplant sind (Solaranlage mit Speicher, Umstellung auf Wärmepumpe, neue Fenster wegen Zugluft und schlechter Wärmeisolierung, ...) bin ich derzeit nicht so begeistert von der Idee, weiterhin so viel Geld ins ungewisse Hobby Astronomie zu stecken. Daher habe ich überlegt, ich werde heute mal beim örtlichen Baumarkt anrufen und mir eine Birke-Siebdruckplatte (2500mm x 1250mm x 22mm) für knapp 50€ bestellen. Laut Internet ist die SIebdruckplatte mit das wiederstandsfähigste Holz, in Punkto Feuchtigkeit und Temperaturunterschiede. Daraus werde ich die Rockerbox ein zweites mal bauen. Da ich alle Achsen elektrisch antreiben möchte (Den Vorzug des wackelfreien und präzisen Vortriebs habe ich durch den Motorfokus zu schätzen gelernt) sollte das Teleskop auf allen Achsen möglichst leicht beweglich sein. Daher kommen auch dieses mal meine geliebten Kugellager wieder zur Verwendung.


    Bezüglich der Kugellager: die sind aus rostfreiem Lagerstahl und können laut Produktbeschreibung selbst auf Schiffen und überall in der Industrie verwendet werden. Temperaturbereich -20°C bis +200°C. Ich habe jetzt noch welche nachbestellt. Die welche ich bereits da habe, lagern schon seit etlichen Jahren im Keller, wo es eher kühl ist und die Feuchtigkeit um 50% liegt und bisher ist auf keinem der Lager auch nur Ansatzweise Rost erkennbar.


    Nachtrag 07.07.2021 - 21:54 Uhr: Das Multiplex (22mm Stärke) steht nun im Keller, bereit daraus eine neue Rockerbox zu bauen. Da werde ich mich dann ab Morgen Abend ran machen.

    Werde ich sehen, wie sich das Leimholz macht. Verziehen tut sich Holz ja nun mal leider immer bei Feuchtigkeit. Ich hätte Spanplatte oder OSB nehmen können. Aber da Leimholz gerade in meiner Werkstatt herum stand, habe ich dort zugelangt. Vielleicht versiegle ich es noch mit Folie, Öl oder Lack, so das keine Feuchtigkeit ran kommt. Die Optik missfällt mir ohnehin bislang. Lack oder Folie kommt da früher oder später auf jeden Fall drauf. Schön schwarz, passend zum Tubus. Ölen würde die Poren des Holzes schließen und somit das Eindringen von Wasser verhindern.


    Auf meinen Bildern ist mir aufgefallen, dass ich die Halterung für den Sucher offenbar verkehrt herum montiert habe. Die Einstellschrauben sind oben, müssten aber unten sein, dafür ist der Ring unten, welcher oben sein müsste. Vielleicht klappt das Einstellen des Suchers, wenn ich die Halterung mal um 180° drehe. Nachvollziehbar ist das Prinzip. Warum an 3 oder mehr Schrauben drehen, wenn 2 für eine vernünftige Einstellung reichen?


    Nachtrag:

    Ich denke, ich werde Wochenende nochmal zum Baumarkt und mir Spanplatte holen und daraus die Box neu bauen. Ist mir lieber, als wenn sich während der Beobachtung alles verzieht und der Tubus schlimmsten Falls von den Kugellagern fällt. Das sich Leimholz recht deftig verzieht, sieht man ja schon daran, dass Platten, die im Baumarkt noch gerade waren, schon nach kurzer Lagerung gebogen sein können. Den Fuß mit der Kugellager-Lagerung kann ich ja so lassen, dass ist ja immerhin Siebdruckplatte. Der Rest wird aber neu gebaut. Mit den zahlreichen Löchern und dem Schmierfett sieht die Kiste ohnehin nicht mehr sonderlich schick aus. Und wenn es eh lackiert werden soll, dann stört auch Spanplatte nicht.

    Stimmt, 2 Kugellager hätten gereicht. Meinen Beobachtungen nach, werden aber tatsächlich alle 4 Kugellager bewegt. Zumindest drehen sich alle 4 Kugellager bei bewegen des Teleskops.


    Bei den Kugellagern war ich mir eben sicher, dass die horizontale Achse butterweich laufen wird. Die Teflonbeläge hätte ich nur wieder bestellen müssen und eventuell hätten sie nicht mal den gewünschten Erfolg gebracht. Die Bremse ist jetzt nicht unbedingt notwendig. So extrem leicht läuft das Teleskop nun auch nicht, dass ein WIndstoß reicht, um mir alles zu verstellen. Zudem habe ich in sternenklaren Nächten bisher nahezu immer Windstille gehabt. Aber da ich später mir noch eine EQ-Plattform bauen will, macht sich die Bremse gut, um die Ausrichtung zu fixieren. Sagt aber niemand, dass sie dauerhaft verwendet werden muss. Eben ein "nice to have".

    Guten Morgen,


    Gestern habe ich den Umbau auf Kugellager-Lagererung der Höhenräder bewerkstelligt. Wie erwartet flutscht das Teleskop nun auch in der horizontalen Achse. Auch wenn ich heute wieder arbeiten gehen kann, bin ich gestern Abend 22:15 noch kurz raus und habe das Teleskop erneut getestet. Hierbei hat sich das Suchfernrohr als die nächste Hürde gezeigt. Es wird von 2 echten Madenschrauben, sowie einer Federschraube in Position gehalten. Die Federschraube hat sich hierbei als ungeeignet erwiesen, da sich das Sucherfernrohr hierdurch permanent verstellt.


    Aber kommen wir zu den Bildern:

    Gestern Abend habe ich mir erst einmal den Hauptspiegel angeschaut. Als ich den Okularauszug-Fokusmotor befestigt habe, ist mir eine 3x30mm Schraube von Höhe Fangspiegel auf den Hauptspiegel gefallen. Hier wollte ich wissen, ob deren Aufprall Schäden am Hauptspiegel hinterlassen hat. Dem ist glücklicher Weise nicht so. Der Spiegel weist selbst mit Taschenlampe im Schräglicht, keinerlei Beschädigungen auf. Einzig und allein etwas viel Staub hat er gesammelt. Klar, in der Werkstatt entsteht sehr viel Holzstaub. Diesen habe ich mit meinem Blasebalg (Dank EOS-750d habe ich einen zuhause) weggepustet. Da ich bereits zum Thema Spiegelreinigung recherchiert habe, ist mir bekannt, dass Spiegel nur wenn absolut notwendig auch mal nass gereinigt werden. Vorrangig sollte jedoch auf Reinigung verzichtet werden und wenn doch, dann möglichst berührungsfrei. Von daher, ist der Blasebalg der beste Freund des Fotografen und Astronomen.


    Die Lager der Höhenräder wurden gegen Kugellager getauscht. Dies verlief unkomplizierter als erwartet. Einfach eines der beiden Höhenräder als Schablone festgeschraubt. Je Höhenrad kam ein großes (12mm Innendurchmesser) und ein kleines (Innendurchmesser 6mm) Kugellager zum Einsatz. Ein Kugellager wurde bündig ans Höhenrad anliegend auf die Seitenwand aufgelegt und der Holzbohrer angesetzt. Hier sind Holzbohrer sehr zu empfehlen, da dieses eine Zentrierspitze besitzen und somit nicht weglaufen können. Auf diese Weise wurden auf beiden Seiten jeweils 4 Kugellager montiert. DIe Kugellager sind auf der Rückseite verschraubt und somit gegen ein eventuelles Herausfallen gesichert.


    Da die Höhenverstellung nun extrem leichtgängig ist und sich bereits das Gewicht eines 1,25 Zoll Okulars bemerkbar macht, habe ich zur Fixierung der aktuell eingestellten Höheneinstellung noch eines der beiden alten Höhenräder zusammen mit einem M6er-Sterngriff montiert. Hiermit ist es möglich, dass Höhenrad an der Seitenwand festzuklemmen, so dass sich die eingestellte Höhe so leicht nicht mehr verstellt.


    Unten in die Ablage habe ich erst einmal alles Teleskopzubehör abgelegt, welches ich da habe. Hier ist später noch ein Schubfach angedacht, so dass das Zubehör Staubsicher aufbewahrt werden kann. Da ich etliche Forstnerbohrer bis rauf zu 40mm da habe, werde ich das Schubfach mit einer Einlage ausstatten, in welches das Zubehör eingesteckt werden kann. Dann kann ich es direkt aus dem Schubfach nehmen und muss nicht immer die Verpackungen öffnen/schließen.


    Gestern Abend ging es, obwohl erst 22:15 Uhr, noch mal raus. Es war klarer Himmel und die ersten Sterne schimmerten so langsam durch. Mit dem Laser habe ich das Teleskop noch eben kollimiert und wollte dann noch ein wenig in die Sterne schauen. Hier machte sich nun das nächste Problem bemerkbar. Das Suchfernrohr hatte sich verstellt. Ich hatte den Stern im Fadenkreuz, fand ihn unter Verwendung des 20mm Okulars aber nicht im Teleskop. Das Suchfernrohr ist unten mit einem Gummiring fixiert und wird oben über 3 Schrauben eingestellt. Und hier liegt das Problem. Während 2 dieser Schrauben echte Rändelschrauben sind, ist die dritte eine Federschraube. Diese kann nicht wirklich geschraubt werden, sondern sitzt fest in der Halterung und lässt sich nach außen ziehen. Da die Spannkraft dieser Schraube nicht sehr hoch ist, müssen die beiden andere Schrauben sehr weit rein geschraubt werden, um das Suchfernrohr überhaupt einigermaßen auf das Ziel auszurichten. Und selbst dann verstellt die Einstellung relativ fix wieder. Daher habe ich mir noch gestern Abend einen "Red-Dot" Leuchtpunktsucher bestellt, welcher heute eintreffen soll.


    Um 22:40 Uhr hatte ich dann wieder alles im Keller und bin hoch, schlafen gehen. Alles in allem, ist der Umbau auf Kugellager für die Höhenräder bestens gelungen. Nun kann das Teleskop leichtgängig sowohl vertikal, als auch horizontal geschwenkt werden. Gerade die Idee der Höhenfixierung finde ich klasse, da sich ein einmal eingestellter Stern, so nicht mehr verstellen kann.


    Gruß Stefan.


    P.S. Was nutzt Ihr lieber, Leuchtpunktsucher oder Zielfernrohr?

    Hallo allerseits,


    heute habe ich noch einmal kräftig umgebaut. Die Standbeine wurden gekürzt. Die waren einfach zu lang waren auch beim Transport unpraktisch. Zudem wurden die Möbelgleiter durch Kugellager ersetzt.


    Die neuen Kugellager wurden an 3 zusätzlichen Leisten befestigt. Die Rockerbox dreht sich nun derart leichtgängig, dass ich sie nur antippen brauche und schon dreht sie ihre Runden. Auch hat es sich sowohl bei den Höhenrädern, als auch hier bei der horizontalen Achse sehr bemerkbar gemacht, dass ich die Bandsägemarken weggeschliffen habe. Dieses "Rasten" ist jetzt weg.


    Links glatt geschliffen, rechts frisch von der Bandsäge. Deutlich sieht man die Marken der Bandsäge. Diese sind auch wie ein Zahnkranz spürbar und sorgten für dieses "Rasten". Nachdem ich diese Bandsäge-Marken komplett weg geschliffen habe, laufen die Achsen ohne jedes stocken bzw. "Rasten".


    Die Höhenräder habe ich ebenfalls deutlich vergrößert. Problem ist jetzt nur, dass es nicht sonderlich gut gleitet. Es muss erst ein Startmoment überwunden werden, um das Teleskop zu bewegen. Auch die aufgesetzte, weiße Plastikschiene hat die Haftreibung nicht deutlich vermindert. Auch habe ich schon Schmierfett und Silikonspray versucht. Beides vermindert die Haftreibung leider auch nicht sonderlich. Daher habe ich mir nun Telfonband bestellt. Hoffentlich bringt das Teflonband deutliche Besserung. Die senkrechte Achse, die Lagerung der Rockerbox hat sich durch die neuen Kugellager dramatisch verbessert. Die läuft jetzt so weich, da könnte sogar ein kleiner Motor dran gepappt werden und dann könnte diese Achse elektrisch angetrieben werden. Kugellager hatte ich bei den Höhenrädern auch schon überlegt. Aber was, wenn man wirklich mal senkrecht anch oben schauen will? Dann springen Höhenräder von einem Kugellager runter und geraten in einen instabilen Zustand. Daher habe ich mich für die klassische Aufhängung entschieden. Wenn ich eine Idee habe, wie es mit Kugellager klappen könnte, wärs einen Versuch wert. Kugellager habe ich noch welche da.


    Gruß Stefan.


    Nachtrag:

    Ich habe eben passende Unterlegscheiben für meine noch vorhandenen Kugellager (die großen, im Bild mit dem Holzstück in der Mitte, haben 12mm Innendurchmesser) gefunden. Da ich noch 7 Stück auf Lager habe, werde ich die Höhenräder Morgen auf Kugellager-Lagerung umbauen. 3 Stück je Seite. Links und rechts jeweils eines Mitte, eines Rechts und eines Links. Damit sollte dann auch die horizontale Lagerung so butterweich laufen, dass ich mir eher wieder Gedanken um eine "Bremse" machen müssen werde. Im Netz findet man nicht wirklich Dobsons mit Kugellager zur Lagerung der Höhenräder. Na, ich bin gespannt, wie es bei mir wird.

    Guten Abend allerseits,


    nachdem ich meinen TS Photon 254/1270 seit Mittwoch habe, kam ich heute dazu, ihm eine Rockerbox zu bauen. Wer kam eigentlich auf die Idee, die Teile "Rockerbox" zu nennen? Rocker sind für mich die in schwarzer Kutte auf den lauten Knatterkisten. Ich bezweifle das viele davon etwas mit Astronomie am Hut haben. Egal, die Kiste ist zusammengeschraubt und funktioniert recht gut. Ich habe noch ein wenig ein "stottern" in den Bewegungen. Als wie wenn die vertikale und horizontale Lagerung rastet. Ich denke, dass könnte von der Bandsäge kommen, mit welcher ich die Kreise und Kreisausschnitte gesägt habe. Da ist vermutlich nochmal eine Portion Schleifpapier von Nöten. Aber, kommen wir zu den Bildern:


    Die senkrechte Lagerung. Die Box läuft auf 3 Möbelgleiter und wird von 3 Kugellagern in die Kreisbahn gezwungen. Meinen Internetrecherchen am gestrigen Abend nach, ist das die gängige Bauweise der senkrechten Rotationsachse und funktioniert sehr gut. Sie bietet ordentlich Stabilität und das Dobson-Teleskop lässt sich dennoch leicht drehen. Im linken Bild sieht man übrigens den schmalen Schlitz, welchen die Bandsäge hinterlassen hat. Da man mit der Bandsäge schlecht mitten im Material anfangen kann, zu sägen, gingt es nicht anders. Aber war nicht weiter schlimm. Die Leiste fixiert/stabilisiert den die beiden Hälften sehr gut.


    Die horizontale Achse wurde durch die typischen Höhenräder umgesetzt. Auch hierfür kam die Bandsäge zum Einsatz. Das Teleskop lässt sich so sehr gut einsetzen. Für die Aufhängung habe ich die beiden Rohrschellen per Dachlatte miteinander verbunden und an dieser Dachlatte die Höhenräder montiert. Durch die Rohrschellen lässt sich der Schwerpunkt des Teleskops sehr gut austarieren und in Waage bringen. Stimmt die Waage mal nicht, werden einfach die Rohrschellen wieder leicht geöffnet und das Teleskop passend verschoben.


    Zudem habe ich mir den Akku-Motorfokus gegönnt und ans Teleskop adaptiert. Dafür war leider ein Loch im Tubus notwendig, um das Holzstück zu befestigen, welches den Motor in Position hält. Und ich muss sagen, sowohl das geld für den Fokus, als auch das Loch im Tubus wars allemale wert. Man bekommt den Fokus per Hand nie so genau hin, wie auf niedrigster Stufe des Motorfokus. Zudem gibt es durch die Kabelfernsteuerung keine Schwingungsübertragung aufs Teleskop.


    Heute war dann auch "First Light". Allerdings erst einmal nur, um das Zielfernrohr auszurichten. Dafür habe mir ein Baumspitze in der Ferne gesucht. Erst die Baumspitze mit dem Teleskop gesucht, danach das Fadenkreuz des Zielfernrohrs entsprechend ausgerichtet.


    Nun steht das Prachtstück draußen auf der Terasse, vor neugierigen Blicken durch eine Plane geschützt und wartet auf seinen ersten Einsatz. Ich hoffe, es klart noch ein wenig auf. Ich möchte nun wissen, was das Teleskop so kann.


    Gruß Stefan.


    Nachtrag: Jetzt habe ich das richtige Forum gefunden: Selbstbau-Technikforum. Wenn ein Admin hier vorbei schaut, bitte den Beitrag dort hin verschieben. Danke. Und Teleskop habe ich eben rein geholt. Es kommen eher weitere Wolkenfeelder dazu, als dass der Himmel mal auf klart. Wird also diese Ncht nichts mit "in die Sterne gucken".

    So, Zeit für eine kleine Fotosession. Was ist bereits vorhanden? Das ist bereits vorhanden:

    Plössl-Okulare mit 20mm, 10mm und 6,5mm, sowie einer achromatischen, 2-fachen Barlowlinse, schön vor Staub und Dreck geschützt durch eine Plastikbox.

    Zudem ein Adapter von 1,25 Zoll Okular auf Canon EOS-Objektivgewinde, in welchen Okulare eingesteckt werden können. Die Plössls passen dort bestens rein. So kann ich direkt mit der Vergrößerung des Okulars fotografieren. Alternativ kann ich das Okular natürlich auch weg lassen. Durch das Fehlen von Glasflächen fehlt dann mit Sicherheit auch der achromatische Farbsaum, welcher sich bei Verwendung von Okularen mit Sicherheit einstellen würde.


    Und natürlich die alte Montierung. Da ich mir ein Dobson bauen will und diese Montierung daher nicht mehr benötigt wird... Wer Interesse hat, einfach melden. Würde denken 60€ (Versand inklusive) sollten ein guter Preis sein.


    Nachtrag 30.06.2021 - 07:31: Der große (254mm/F5 Newton) wurde gestern bestellt und sollte per FedEx geliefet werden. Daher war ich überrascht, als der Verfolgungslink zu DHL führte. Inzwischen ist er im Verteilzentrum eingetroffen. Fehlt nur noch die Ladung in Zustellfahrzeug und die Zustellung. Heute Nachmittag sollte er somit angekommen sein. Richtig klasse. Gestern bestellt, heute da.


    Nachtrag 30.06.2021 - 15:22: Paket ist angekommen. Das Teleskop wurde ausgepackt und der leere Karton zerlegt und zusammen mit den Styroporeinlagen entsorgt. Ist doch ein ziemlicher Brummer. Aber lieber jetzt einmal etwas mehr ausgegeben, als später noch Teleskop und noch eins und noch eins zu kaufen. Jedes mal ein Tick größer als das vorherige. Die kommenden Abende werde ich mich bei machen und die Rockerbox bauen, so dass das Teleskop verwendungsfähig wird, sollte sich eine klare Nacht am Wochenende oder kommende Woche ergeben.

    wenn es bei der Größe des Newton bleiben soll, ist der Weg zum Dobson hin logisch.

    Denn Newton, aber auch andere Teleskope, in dieser Größe stabil parallaktisch zu montieren wird herausfordernd und teuer.

    Das geht meist nur über Säule und stationär.

    Genau. Und genau das sind die Mittel die mir leider derzeit nicht wirklich zur Verfügung stehen. Vor allem keine fest installierte Säule. Daher werde ich mir eine Dobson bauen, welche ich auch auf dem Baumhaus meiner Tochter nutzen kann. Da das Teleskop mit den Höhenrädern einfach nur aus der Box genommen werden braucht, ist die Montage bei Dobson richtig klasse. So schnell hat man ein Teleskop auf Stativ + Montierung niemals auf/abgebaut. Und Platzsparend ist es ebenfalls. Wenn ich mir vorstelle so ein 3-Bein Stativ, was das an Grundfläche nimmt... Da ist so eine Rockerbox deutlich Platzsparender, was sich auch beim Transport aufs Feld deutlich besser macht.


    Bevor Du los legst und die Säge anschmeißt, eröffne einen neuen Thread und frag gezielt nach Selbstbau-Rockerbox.

    Da wird Dich sicherlich geholfen ;) .

    Alles klar, wird gemacht. Wird mit Sicherheit ein schicker, reich bebilderter Beitrag.


    Japp, die Sache mit der Montierung ist klar. Bei der Rockerbox gibt es nur eine horizontale und eine vertikale Achse, um welche das Teleskop gedreht werden kann. "EQ-Plattform", danke für das Zauberwort. Genau das werde ich mir bauen. Daher werde ich mir das ganz genau anschauen. Wenn möglich, mit Schrittmotor angetrieben. Wenn die Nachführung nicht perfekt läuft, ist das meiner Erinnerung nach, nicht dramatisch. Mir ist, als wenn AviStack bzw. Giotto (weiß immer noch nicht, welche Software ich damals zum stacken verwendet hatte) eine automatische Bildzentrierung durchführt. Dort können markante Bildbereiche markiert werden, je mehr desto besser, aber auch langsamer. Dann werden die Einzelbilder einer Fotoserie/Videos anhand dieser markanten Bildbereiche deckungsgleich übereinander gelegt und aufsummiert. Daher achte ich schon darauf, dass ich gleich einen Fotonewton kaufe. Denn die Astrofotografie steht früher oder später auf jeden Fall auf der Agenda. Und auch durch Fotonewtons sollte man auch "manuell" beobachten können.


    Wird schon werden. Wie gesagt, erst einmal das Teleskop. Der Rest kommt dann nach und nach dazu.

    Gruß Stefan.


    P.S. Ich habe mir mal solch eine EQ-Plattform angeschaut. Link. Das Funktionsprinzip ist ja mal simpel und dennoch genial. Damit sollte Astrofotografie selbst mit einer Rockerbox funktionieren. Ich will ja nicht stundenlang exakt nachgeführte Bilder/Videos aufnehmen. Und für eine minutenlange Aufnahme sollte die EQ-Plattform auf jeden Fall ausreichend sein.


    Roland, danke für Deinen Einwand. Ich sehe die Sache da wie folgt: Wenn ich gleich ein solides, anständiges Teleskop kaufe, muss ich mir später nicht noch weitere Teleskope kaufen, weil mir mein altes irgendwann nicht mehr ausreicht. Selbst wenn die Begeisterung nicht lange anhält, so habe ich dann doch ein vernünftiges Teleskop zu stehen und kann im Bedarfsfall darauf zurück greifen. Ich denke die Option Dobson mit EQ-Plattform ist für mich ideal. Ich kann das Geld, welches ich sonst auf Teleskop und Montierung aufgeteilt hätte, für das Teleskop allein verwenden und mir damit mehr Öffnung gönnen. Die Rockerbox sowie die EQ-Plattform sind für meine Werkstatt als auch für meine handwerklichen Fähigkeiten eine nette kleine Herausforderung und ein willkommenes Bastelprojekt.


    Weiteres P.S. Der große ist bestellt. Mal schauen wie lange die Lieferung dauert. Teleskop-Express sagt, er wäre versandfertig. Sollte also flott gehen. Da wird der Bau der Dobson Montierung wahrscheinlich länger dauern.

    Moin,


    ich habe jetzt in "Ruhe" drüber geschlafen. In Ruhe ist in "", da ich die ganze Nacht über gegrübelt habe ;) . Dabei bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass ich erst einmal ins Teleskop investiere und die Montierung lasse. Klingt komisch, aber dank meiner sehr gut ausgestatten Werkstatt ist ein Eigenbau-Dobson absolut kein Problem. Die Höhenräder sind dank des Kreisschneiders für meine Bandsäge kein Thema. Auch der Rest ist definitiv machbar. Teleskopseitig tendiere ich daher nun stark zum 254mm/F5 Newton. Kamera ist ja dennoch möglich. Meine EOS kann ich per Smartphone auslösen und habe eine Livebildvorschau, so dass hierbei keine Schwingungen aufs Teleskop übertragen werden. Und die Dobsnon-Montierung ist ein wenig was anderes, als solch ein filigranes Metallkonstrukt, welches schon ordentlich Materialstärke haben muss, um Schwingungen zu dämpfen und alles. Das bekommt eine solide gebaute Dobson-Montierung locker hin. Die Montierung kommt dann später. Erst einmal steht eine solide Optik im Vordergrund.

    Hallo MBBA,


    ich danke Dir für diesen langen und ausführlichen Beitrag. Ich habe mir bei Youtube einige Aufnahmen mit einem 8" Newton und mit einem 6" Newton angeschaut. Wobei ich feststellen musste, dass auch ein 8" Newton bei schlechtem Seeing nicht mehr zu leisten vermag, als ein 6" Newton. Letztlich wird es wohl die Kombiantion 6" Newton + stabile Montierung werden. So wie ich die Luftverhältnisse hier in der Ecke kenne, wird das Seeing vermutlich selten so gut werden, dass ein 8 Zöller sein Potenzial ausschöpfen könnte. Und der Presisprung von 6" zu 8" ist schon deftig. Der 8" Newton kostet nahezu das Doppelte vom 6". Denke der 6er sollte erst einmal vollkommen reichen.

    So etwas gibt es fix und fertig, nennt sich Smart-Teleskop. Stichwort wäre Stellina und Unistellar.

    Da sind mehrere Jahre Entwicklung reingeflossen, das mal eben so einfach nachbauen... ... ...

    Cool, danke für die Info. Das schaue ich mir auf jeden Fall mal an. Wäre genau mein Ding. Lass den raspberry machen. Warum selbst in kalten Nächten am Teleskop sitzen und sich einen abklappern ^^ .

    Oha, das sind Dimensionen preismäßig... die übersteigen das, was ich auszugeben bereit bin, deutlich. Wenn ich überlege, dass ich in den letzten Jahren vielleicht mal Wochenweise in die Sterne geschaut habe, dann tendiere ich dazu, erst einmal mit dem 8" und der Exos-2 anzufangen. Die GoTo-Steuerungen rennen ja nicht davon. Im Gegenteil, mit fortschreitender Technik, werden auch die mit der Zeit günstiger. Wenn das Newton viel im Einsatz ist und der Wunsch nach einer GoTo-Steuerung auf kommt, dann kann ich dabei noch immer zulangen. Bislang weiß ich noch nicht einmal, von wo genau ich in die Sterne schauen werde. Ich will meiner Schulanfängerin eine Art Baumhaus bauen. Im Garten hat sie bislang eine selbst gebaute Schaukel zu stehen. Auf dieser werde ich ihr dieses Baumhaus drauf setzen. Und dieses will ich so bauen, dass ich das Satteldach nach oben klappen kann, so dass es als "Sternwarte" fungieren kann. Da um uns herum viele weitere Häuser stehen, wir zudem einen großen Pflaumenbaum im Garten haben, werde ich mit dem Teleskop sicher auch hin und wieder zu den nahen Feldern raus fahren.


    Bei der Exos-2 ist ein GoTo-Kit sogar nachrüstbar. Wenn also Interesse an GoTo besteht, kann das Kit erworben und nachgerüstet werden. Von daher, sehe ich sie als garnicht mal so schlecht an. Und mit 13kg Tragkraft sollte sie für das 8" Newton ausreichend dimensioniert sein. Versteht mich nicht falsch. Ich will jetzt nicht massig Geld rein buttern, nur um dann festzustellen, dass das Teleskop 364,5 Tage im Jahr im Keller steht und einstaubt. Wenn richtig Begeisterung und Leben ins Hobby Astronomie gekommen ist, bin ich gern bereit da auch mehr Geld rein zu stecken. Aber zum Anfang sollte das Equipment so gut wie notwendig um Spaß am Hobby zu haben und dennoch preiswert sein.



    Projektidee: Das autonome Raspberry-Teleskop


    Wegen GoTo geistert mir aber schon lange eine andere idee im Kopf herum. Ein kleines, autonomes Raspberry-Pi Teleskop. Es gibt bei Astromedia diese Glasachromaten. Zum Beispiel diesen: 50mm/183mm Brennweite. In dessen Fokus könnte man eine Raspberry-Pi-Kamera setzen und die Kamera Langzeitaufnahmen machen lassen. Die Ausrichtung des Teleskops wird per Raspberry Pi und Schrittmotoren gesteuert. Die beiden Schrittmotoren werden nach dem Vorbild einer Äquatorialen Montierung angeordnet. Bei der Stundenachse müsste sicher mit Zahnrädern eine Übersetzung realisiert werden, um eine feine Nachführung zu realisieren. Über eine selbstprogrammierte Software könnten dann die Zielkoordinaten sowie die Aufnahmedauer programmiert werden. Und da der Raspberry sonst nichts zu tun hätte, könnte er am Ende der Aufnahme oder in festen Zeitintervallen die Aufnahmen aufsummieren. Damit wäre dann eine völlig autonome Teleskopsteuerung möglich. Abends Koordinaten und Zeiten programmieren, schlafen gehen und am nächsten Morgen die Bilder genießen. Ich für meinen Teil würde dieses Pi-Teleskop auf dem Dachgiebel installieren. Die optische Gestaltung müsste nur so erfolgen, dass die nachbarn nicht auf die Idee kommen, es könne sich um ein Teleskop handeln. Die würden sich sonst beoachtet fühlen. Einige hatten schon Bedenken, als ich meine Webcam aufs Dach gesetzt habe.


    P.S. Ich habe mir mal die Galerie angeschaut. Ein 8"er gibt ja auch schon schicke Bilder ab. Aber, wenn ich schon ein Teleskop kaufe, dann lieber 2" mehr. So ein Teleskop werde ich nicht alle paar Monate kaufen, so dass ich mich sonst später ärgern könnte hier gespart zu haben.

    Ich danke Euch. Hab dann auch gleich Mal mit Handy online geschaut. Gibt ja einige Kandidaten, die in Frage kämen. Am besten gefällt mir diese hier: Bresser 4964250 - parallaktische Montierung EXOS-2 bis 13kg belastbar, mit Polsucher und der Preis ist auch ok.


    Hm, so viel wie beides zusammen kostet, werde ich wohl beides über 2 Monate verteilt kaufen. Für beides zusammen, ist die Summe dann doch Recht ordentlich. Da gäbe es Stress von der Dame des Hauses.