Posts by rgerhards

    Hallo beisammen,


    erst seit kurzem Beobachte ich einigermassen systematisch. Ich bin seit ca. 3 Jahren aktiver Beobachter, allerdings mit sehr wenig Gelegenheit. Ich würde mich als maximal "gehobener Einsteiger" einschätzen.


    Gestern waren einmal keine Wolken am Himmel. Allerdings war es diesig, und die wenigen Lichter meiner Ortschaft hat man deutlich gemerkt (Grenzgrösse vielleicht bei 5,3 oder knapp drüber). Ich hatte mir bei der Vorbereitung unter anderem ein paar Doppelsterne mit Eye & Telescope (E&T) heraus gesucht. Darunter war auch ZETA CYG. Gestern Abend ist es mir aber absolut nicht gelungen, den Aufzulösen. Ich habe mit GSO 12"/f5 und 20mm und 9mm Okular sowie 2-fach Barlow beobachtet. Einmal, ganz zu anfang, meinte ich zwei ineinander fließende Beugungsringe zu erkennen (beim Unscharf stellen). Zwei Sterne habe ich aber nie gesehen und auch die Beugungsringe konnte ich nicht mehr reproduzieren.


    Im Karkoschka ist ZETA CYG nicht als Doppelstern aufgeführt. Ich habe heute mal im Internet gesucht, da heisst es zwar er sei ein Doppelstern, allerdings wohl mit einem sehr schwachen Begleiter. Siehe hier:


    http://www.astro.uiuc.edu/~kaler/sow/zetacyg.html


    Auf dem Foto der Digitized Sky Survey kann ich auch keinen Begleiter ausmachen:


    ZETA CYG by DSS


    Laut E&T müsste er aber mit dem 9mm Plössl klar trennbar sein. Frage nun: ist das ein Fehler im Datenbestand von E&T oder kann man ihn doch beobachten? Wenn es geht, würde ich ihn nämlich schon gerne sehen ;)


    Vielen Dank und CS,
    Rainer

    Hallo Thomas,


    tolle Bilder. Ich habe heute gegen 11 auch durch's PST schauen können - das war schon prachtvoll. Vor allem, nachdem ich mindestens 2 Woche eh nur Wolken gesehen habe...


    Rainer
    PS: Wie hast Du den die Webcam ans PST adaptiert?

    Hallo Armin,


    Quote
    <i>Original erstellt von: Alpha SCO</i>
    Ich denke, damit haben wir alles in Frage kommende durch. Deinen inneren Konflikt aus Forderungen/Preis/Transport kannst letztlich nur Du lösen. Vllt hilft wie so oft mal das Probieren eines Kandidaten.


    Schönes Schlußwort! Ich denke, genau das werde ich tun. Ich habe nun eine Menge von Anregungen erhalten. Ich werde nochmal genau in mich gehen und überlegen, was denn für mich die richtige Wahl ist. Im Hinblick auf die Ergänzung der eigenen Gerätschaften denke ich momentan in Richtung Richfield-Refraktor, wohl wissentlich um die damit einhergehenden Einschränkungen im Urlaub. Aber ich muss mir das auch alles in der Praxis ansehen, auch wegen der Größe der Geräte. Ich werde mich jetzt auf die Suche nach Sternfreunden mit entsprechendem Gerät machen und diesmal nicht nur durch schauen wollen, sondern auch Anschauen ;)


    Vielen Dank nochmal an alle, der Thread hat mir sehr geholfen.


    Rainer

    Ach verflixt, heute poste ich immer zu Schnell. IMHO ist der Wunsch nach Vielfalt die eigentliche Zugefeder für einen Standard. Denn wenn ich eh keine Vielfalt wünsche, dann brauche ich auch keinen Standard. Denn mit nur einer Lösung bin ich immer kompatibel zu mir selbst. Somit steht der Wunsch nach (späterer) Vielfalt IMHO am Anfang jeder Standardisierung...


    Rainer

    Hallo Tom,


    ja, ich glaube, wir reden vielleicht ein bisschen aneinander vorbei. So wie ich das hier verstehe, sind eigentlich alle über Deine Initiative in Richtung Standard-Datenformat sehr froh. Die Vielfalt soll dabei um Gottes willen nicht auf Deinen Schultern ruhen. Es wären dann andere, die eben auch das Format verstehen. Ich denke auch nicht, dass jemand unbedingt ein eigenes Format definieren möchte, höchstens sinnvolle Anregungen mitgeben.


    Der Scope deines Projektes muss dazu gar nicht erweitert werden, weil die anderen - wenn überhaupt - eh nur "aussen dran hängen". Und wenn Astrotreff sich da auch dranhängt, dann wäre das doch auch als Testumgebung für Euch gar nicht schlecht. Ich persönlich bin übrigens überhaupt nicht mit astrotreff verbandelt, ausser, dass ich hier gerne schreibe. Eines finde ich aber auch wichtig: Astrotreff sollte nach Möglichkeit kein eigenes Transferformat entwickeln. Ein eigenes internes ist sicherlich unbenommen. Wobei ich wenig grund sehe, hier nicht auch die Struktur des transferformates zu verwenden. Denn da steckt ja schon jede Menge Arbeit und Erfahrung drin...


    Viele Grüße und gutes Gelingen!
    Rainer

    Hallo Tom,


    bitte verstehe mich nicht falsch: ich bin ja sehr weitgehend Deiner Meinung. Ich finde es auch toll, dass Du Dich so für ein Standardformat einsetzt - gerade, weil ich ich weiss, wie viel Aufwand da drin steckt.


    Quote
    <i>Original erstellt von: pfleger</i>
    Mehrere Implementierungen sind zwar nicht verboten, aber ich erkenne keinen Mehrwert darin, mehrere unabhängige Datensammlungen zu betreiben. Ist es nicht wünschenswert, bei einer Suche nach Beobachtungen zum Objekt XY möglichst viele Beobachtungen angezeigt zu bekommen? Als Anwender bin ich am besten bedient, wenn ich nur auf einer Seite recherchieren muss und dort vielleicht sogar weltweit gesammelte Daten vorfinde. Klar kann man dann die Daten hin und her schieben von einem Host zum anderen, aber was bringt das?

    Matthias hat schon ein paar Gründe genannt. Aber lass es mich 'mal viel pragmatischer sagen. Die Leute lieben einfach die Auswahl ;) Streng genommen ist es ja genau so unsinnig, astronomie.de und astrotreff.de zu betreiben. Auch macht es, so betrachtet, keinen richtigen Sinn Linux zu entwickeln, wenn es doch Windows gibt... Klar vergleiche ich hier teilweise "Äpfel mit Birnen". Aber die Grundtendenz stimmt. Ich bin übrigens auch der Meinung, dass ich den besten Syslog-Server für Windows erstellt habe. Und halt es für ziemlich unsinnig, dass manche Leute dennoch bei der Konkurrenz einkaufen [;)].


    Damit möchte ich Dich keinesfalls angreifen, sondern nur auf die generelle Problematik hinweisen. Ganz losgelöst von tatsächlichen Zwängen wirst Du es einfach nicht schaffen, dass alles wirklich in einer Platform zusammen läuft. Ich halte das aber auch nicht für schlimm.


    Wichtig ist aber, dass man sich über die Darstellung der Objekte einig ist. Und da ist ein Standard eine super-wichtige Sache. Ich halte es für höchst dankenswert, dass Du (und Ihr ganz allgemein) Euch dieses Themas angenommen habt.


    Viele Grüße und CS,
    Rainer

    Tom,


    doch auch noch ein Nachtrag: wenn ich sage "ich denke an Beobachtungslogs" auf meiner Seite, dann möchte ich damit keine Konkurrenz zu Deinem Projekt aufbauen. Da geht es um meine Beobachtungen, die ich gerne einfach nur bei mir einsehen könnte. Da reicht mir übrigens HTML vollkommen - mehr Aufwand lohnt da nicht.


    Von einer wirklich nützlichen "grossen" Platform erhoffe ich mir natürlich mehr.


    Wenn der Astrotreff auch so eine grosse Plattform zur Verfügung stellt, sehe ich das als durchaus sinnvoll an. Ein Standardformat heisst ja nicht, dass es nur noch eine webseite geben muss. Ich denke, der Astrotreff kann mit den Threads etc einen schönen Zusatznutzen anbieten. Vielleicht gefällt dem Einen oder Anderen auch der Astrotreff einfach besser. Oder was auch immer es für Gründe sein mögen. Das ist doch gerade der Vorteil vom Standardformat. Einmal erfasst, überall einsetzbar, wo man möchte...


    Wie ich aus der Standardisierung an anderere Stelle (IETF) weiss, sieht man manchmal die Probleme erst, wenn wirklich implementiert wird. Verschiedene Implementierungen des gleichen Standards sind sehr hilfreich, um Schwierigkeiten aufzuzeigen und den Standard fortzuentwickeln. Das sollte natürlich nicht dazu führen, dass der Standard nie fertig wird (ein leidiges IETF-Problem...). Wenn Du aber wirklich einen weltweiten Standard durchsetzen willst, wirst Du Dich auf einige Diskussionen einlassen müssen. Es möchte sich nämlich jeder einigermassen bedeutende Entwickler gerne darin wiederfinden (damit meine ich explizit nicht mich, aber andere, die bereits ernsthafte Anwendungen in dem Umfeld haben und vertreiben). Glaub mir, so ganz einfach ist das nicht...


    Trotzdem sollte man es angehen!
    Rainer

    Hallo Tom,


    ich unterstütze Deine Einstellung und möchte vesuchen, mich mit einzubringen. Da es bei mir zeitlich auch sehr eng ist, kann ich leider nicht viel versprechen. Erfahrerner Programmierer/Designer bin ich, erfahrener Beobachter bin ich nicht und XML konkret in Anwendungen eingesetzt bin ich möglichst aus dem Weg gegangen (allerdings habe ich schon zwei simple XML-Parser geschrieben...) - mal schauen, was das hilft [;)]. Ich hätte noch einige Anmerkungen zum Schema, mehr in Richtung "Ergänzung" / "habt Ihr daran auch gedacht". Von daher hätte ich an der Mailing-Liste durchaus Interesse... Meine Mail-Adresse hast Du, sonst melde Dich nochmal.


    Rainer

    Hallo Ulli,


    tolle Berichte und bestimmt tolle Erfahrungen. Ich denke, der Günther hat seinen Kommentar gezielt auf meine Sitution bezogen. Bei mir geht es eben nicht um richtigen Astro-Urlaub sondern um "ein bisschen spechteln" im Familienurlaub.


    Der Tipp mit der Aufgabe als "normales" Gepäck ist aber auch ein guter ;)


    Rainer

    Hallo Günther,


    ja, 2" müsste er eigentlich schon haben, und damit wird der sinngehalt vieler besonders preiswerter Lösungen wahrscheinlich in Frage gestellt. Aber so in die Richtung kleiner Achromat, 80mm, f5..6, 2" auf kleinem und wackeligen Stativ (oder Tichstativ... doch wo stell ich das drauf) gehen meine Überlegungen. Je genauer ich mir das anschaue, desto klarer ist mir aber auch, dass das halt wirklich ganz genau auf meine Situation trifft. Ich muss mir den Gepäckberg Fotostativ bzw. Monti/Stativ auch noch mal sehr genau ansehen. Denn ich befürchte mittlerweile auch, dass ich da schnell in die Region Hofheim oder sogar mehr vordringe (und der hat zumindest ein genial kleines Packmass). Den Hofheim würde ich nur zuhause nie (selten) einsetzen, das Widefield-Gerät bestimmt oft. Wenn ich dann irgendwo zwischen 300 und 1000 Euro lande, wäre das gar kein schlechtes Geschäft...


    Rainer

    Hi Armin,


    ja, da stimme ich Dir zu. Ich habe bei meinen ersten Überlegungen auch immer das Gewicht von Montierung und Stativ unterschätzt. Vor allen das Stativ ist dabei nicht nur (relativ) schwer, sondern braucht halt auch noch Platz. Ohne jetzt einen neuen Kreis anzufangen: ja, da kann der Hofheim-Dobson weniger Platz beanspruchen. Den würde ich mich aber nicht trauen aufzugeben (und, wie gesagt, er ist mir für die Anwendung und mit Zubehör eigentlich zu teuer).


    Ich werde auch noch einmal die Gepäckregelungen meiner Fluggesellschaft studieren.


    Hi Copernicus,


    ja, so ein Fernglas hört sich recht gut an. Wobei mir im Moment der Richfield Achromat auch preislich sehr sympathisch ist. Wenn's Handgepäck sein soll, dann vielleicht auch als 80/400er. Wäre auch eine schöne Ergänzung zu meinen vorhandenen Geräten. Ich muss mal unbedingt durch einen durchschauen... (im Notfall halt "auf Probe" bestellen, sprich mit Rückgabe wenn er nicht zusagt).


    Viele Grüße und CS (was ist das?;)),
    Rainer

    Hallo Armin,


    an der Handgepäck-Forderung arbeite ich noch ;)


    Mir is auch eben eine Idee gekommen, die ich eigentlich schon früher hätte haben sollen. Ich benutze seit Neuestem das Program Eye & Telescope. Damit kann ich auch die Ansichten in verschiedenen Optiken simulieren. Das trifft die Sache sicherlich nicht 100%, aber zumindest kann ich mir damit einen Eindruck vermittlen, was ich so grob sehen kann. Da werde ich mich heute Abend 'mal dran setzen und dann sehe ich weiter...


    Viele Grüße und nochmals besten Dank an alle,
    Rainer

    Da bist Du wahrscheinlich schon tiefer drin, als ich. Ich wollte auf die News von Tom vom Wochendende warten. Hab jetzt doch nochmal reingesehen. Ich denke, die eigentlichen Beobachtungen sind die "findings" Objekte. Da sind auch mehr Angaben (inkl. Textmemo) enthalten.


    Rainer


    PS: bei mir ging der Astrotreff jetzt ne ganze Weile nicht - Problem beim Provider?

    Matthias - wäre das nicht was für nen eigenen Thread? Hier findet man es wahrscheinlich nur durch Zufall. Als Forenmeister kannst Du doch...


    Rainer

    Matthias,


    Nachtrag: welches Format bräuchtest Du denn, um es hier möglichst einfach importieren zu können? Ich denke, man müsste zumindest für Eye & Telescope relativ einfach ein passendes Style Sheet erstellen können. Wenn dann auch nur ein paar der Anwender dieses Programm hier posten, würde sicherlich schnell was zusammenkommen...


    Rainer

    Hallo Matthias,


    die hatten ja am Wochenende die Tagung. Ich denke, der Tom ist im Moment noch heftig mit Nachbereiten beschäftigt... Ich finde die Initiative toll, meistens bringt es viel, wenn erst einmal ein Standardformat definiert ist ... und auch benutzt wird ;) Ich kenn das von vielen IT-Baustellen ausserhalb der Astronomie. Ich weiss aber auch, wie schwierig es ist, einen Standard zu etablieren. Drum auch meine Anmerkungen ;)


    Wie Du weiter oben im Thread liest habe ich für meine kleine eigene Webseite ja auch eine ähnliche Anwendung. Ich denke immer noch, dass ich evtl. für Postnuke/Pagesetter entsprechende Templates definieren könnte, und die dann aus dem selben XML-Datenstrom füllen. Klar, das nur für meine Seite. Aber eine komplette Datenbank hier bei Astrotreff... das wär' schon was :)


    Rainer

    Matthias,


    Wenn ich das so höre... Wäre das nicht wirklich eine gute Anforderung um das COMAST-Format wirklich einzusetzen? Dann könnte man direkt auch von Eye&Teleskop importieren, das ist ja schon eine gewisse Verbreitung.


    Die Idee mit dem PDA finde ich prinzipiell auch gut, wobei ich möglichst am Teleskop selbst ohne Computer auskommen möchte (lang lebe der Bleistift ;)).


    Rainer

    Hallo Günther,


    prima, tolle Antwort. Mit dem Kreisverkehr - a "bisserl" vielleicht. Aber ich bin ja auch immer auf die 60..80mm Refraktor Lösung eingegangen ;) Ich habe wahrscheinlich immer noch nicht klar genug meine Prioritäten darstellen können. Liegt wahrscheinlich an meiner immer noch geringen Erfahrung auch bei der Teleskopbewertung. Also, lassen wir mal das Allgemeine weg:


    Uninterressant: Mond & Planeten (wie schon gesagt wurde: die sieht man auch zu Hause und dort eh meist besser (wegen der besseren Optiken)


    Interessant: Fremder Himmel ("das was ich zuhause nie sehen kann"), hellere Deep Sky Objekte


    Eigentlich alles so, wie Du es beschreibst ;)


    Dabei habe ich mich wohl zu sehr in den Apo "verbissen". Du hast recht, den brauche ich ja eigentlich gar nicht. Ein Großfeldgerät hat sicherlich den riesigen Vorteil, dass ich es auch zu Hause immer wieder rauskramen werde und somit keine Nur-Urlaubs-Teleskop habe. Wenn das dann auch noch zu einem guten Preis geht... OK, ich werde mich jetzt mal in Richtung "bunter kleiner Refraktor" umschauen ;) Das was Du von Deinem 100/500 schreibst hört sich nämlich ziemlich gut zu meinen Wünschen passend an.


    CS,
    Rainer

    Hallo Armin,


    danke nochmal für die Antwort. Entschuldigung, wenn ich bei meinen Anforderungen nicht präzise genug war. Ich interessier mich prinzipiell für Deep Sky. Als ich Angefangen habe, dachte ich mehr an Planeten - aber davon gibt es halt zu wenige ;) Mitlerweile bin ich absolut begeistert von Deep Sky. Zuhause beobachte ich mit 12" GSO und C9. Wenn wir einen Tag zu gemeinsammen beobachten finde, kann ich bei einem sehr erfahrenen und überaus kompetenten Astro-Freund durch dessen Selbstbau 24" schauen.


    All' das werde ich im Urlaub natürlich nicht näherungsweise erreichen können (Ausnahme: Hofheim-Dobson). Mein Urlaub ist für die absehbare Zeit Familienurlaub. Astronomie ist also nur ein Nebenprogramm, das den "Hauptaktivitäten" nicht im Weg stehen darf. Auf Teneriffa werde ich wohl ein oder zwei Abende Zeit haben, auf den Teide zu fahren. Vor etwas über einem Jahr waren wir auch schon einmal dort und ich bin eine Nacht hochgefahren - mit 10x25 (oder so ähnlich, ich weiss es nicht so ganz genau und es ist wohl auch nicht so relevant - halt ein ganz kleines Ferngläschen). Auch den Eindruck mit diesem Mini-Gerät fand ich schon toll. Für dieses Mal und auch andere Urlaube suche ich nun nach einem Gerät, dass einem den Himmel etwas näher bringt, wirklich sehr gut transportabel ist (auch die Gepäckmenge für Astro ist halt bei der Art Urlaub sehr limitiert) und nicht gar zu teuer ist. Der Preis ist vor allen dann ein starkes Argument, wenn ich es wirklich nur als Urlaubs-Gerät sehe. Das verbietet sich eigentlich, weil ich es dann wahrscheinlich wirklich nur zwei bis drei Mal im Jahr benutzen würde... Ein Gerät, dass ich in Ergänzung zu meinen jetzigen Geräten (GSO12", C9, 70/900 Fraunhofer, FG, PST) auch daheim nutzen könnte, ist natürlich attraktiver. Auf Anhieb fällt mir da natürlich ein Großfeldgerät ein, aber auch ein wirklich gutes Fernglas oder Spektiv sind sicherlich Möglichkeiten. Wie ich eingangs bemerkt habe, ist eine der Überlegungen eben auch, ob ich im Endeffekt nicht tatsächlich mit einem vernüftigen FG gut aufgehoben bin - bei 8x50 sehe ich sicherlich schon viel mehr, als mit dem kleinen 10x25 und das war wie gesagt schon beeindruckend. Der Himmel über dem Westen der USA war sogar ganz ohne Fernglas schon umwerfend ;)


    Im Endeffekt könnte die Empfehlung sogar sein, gar nichts zu kaufen und einfach mein momentanes, nicht ganz so tolles, Fernglas mitzunehmen. Das gesparte Geld könnte ich in gute Okulare stecken, denn da habe ich definitiv Nachholbedarf. Aber auf der andren Seite würde ich mir schon etwas mehr als "nur" den FG-Anblick wünschen. Wenn mir auch klar ist, dass die Auflösung sicherlich sehr beschränkt ist.


    Was ich auch sehr interessant finde, ist dass ich den 60er Apo (den Takashi hatte ich schon mal im Auge oder vielleicht auch den neuen 66er Scopos, von dem man aber noch so wenig weiss) als Anhaltspunkt grob mit meinem 70er Fraunhofer vergleichen kann (OK, APO-Puristen, sicherlich ist es nur ein grober Vergleich ;)). Zumindest was das Lichtsammelvermögen angeht werde ich mich jetzt 'mal mit entsprechend kleiner Vergößerung dranmachen (bis 25fach komme ich runter), bewusst mit dem FH zu schauen - dann sehe ich ja schon grob, was ich erwarten kann (aus verständlichen Gründen nehme ich den Refraktor eigentlich primär für Sonnenbeobachtung oder auch, um "mal schnell" eine kleine Führung zu machen bei der eh nur Mond und vielleicht noch ein rascher Blick auf Saturn, Jupiter oder Orion-Nebel geworfen wird. Er ist natürlich im Auto wahnsinnig leicht zu transportieren.


    Ich hoffe, dass meine Motivation und Zielsetzung jetzt etwas klarer ist. Vielleicht könnt Ihr ja noch einmal eine Meinung dazu abgeben.


    Ach ja, eine konkrete dumme Frage noch: Wenn ich "Spektiv" sage - kann ich dann nicht genau so gut "kurzbrennweitiger kleiner Refraktor" sagen? Oder gibt es da noch irgend eine echten Unterschied, ausser, dass das Bild für Erdbeobachtung aufgerichtet ist?


    Ach ja: die Aussage von Stephan finde ich im Hinblick auf meine Zielsetzung sehr interessant. Allerdings habe ich mir das ETX-70AT vor einiger Zeit 'mal angesehen und war gar nicht begeistert. Kann aber auch an damals mangelndem Know-How gelegen haben. Das GoTo stört mich aber eher, von daher wäre es nicht meine Top-Wahl... Aber es stimt schon, preiswert ist es, vielleicht doch nochmal schauen, falls Lidl es dieses Jahr wieder verkauft..


    Vielen Dank, auch für Eure Geduld,
    Rainer

    Hallo beisammen,


    ich habe Gestern Abend noch einmal alle Links zum Hofheim verfolgt. Vielen Dank für die vielen Tipps und Erfahrungsberichte. Was den Aufbau angeht, bin ich nun bekehrt ;)


    Allerdings bleibt immer noch die Preisfrage. Die 1000 Euro sollten wirklich die absolute Obergrenze darstellen. Beim Hofheim komme ich da schon etwas leicht drüber (Friktionssystem, Leuchtpunktsucher). Gravierender ist aber sicherlich, dass ich wohl noch ein paar Nagler anschaffen müsste, über die ich leider (noch ;)) nicht verfüge.


    Die Idee mit dem Fernglas oder Spektiv gefällt mir auch. Denkt bitte daran, das ist nicht für gezielten Astro-Urlaub, sondern für "so nebenbei ein bisschen spechteln". Mein Ursprungsansatz waren ja 300 Euro, wobei sich das schon als sehr problematisch raus gestellt hat. Die 1000 sind die Schmerzgrenze für den Einsatzzweck (denn sonst verzichte ich lieber auf das bisschen Astro im Urlaub und kaufe mir die Nagler, die kann ich auch zuhause immer geniessen :)).


    Von daher doch noch einmal die Frage: kann vieleicht auch jemand was zum kleinen Apo-Richfield Gerät sagen? Was kann ich denn z.B. mit den kleinen Scopos oder dem 60er Takashi sehen (den 80er-Zahn habt ihr mir in Bezug auf die Transportabilität gezogen). Ist das irgendwie vergleichbar zu meinem preisewerten 70 f12,8 Fraunhhofer Refraktor?


    Die Idee mit dem Spektiv oder Fernglas ist vielleicht auch ganz nett, evtl. könnte ich auch in die Richtung gehen. Ich muss gestehen dass ich beim kleinen Refraktor bisher Gewicht und Größe des doch notwendigen Stativs unterschätzt habe...


    Bitte seht mich nicht als Beratungs-resistent an: wenn ich primär in Astro-Urlaub fahren würde, wäre der Hofheim MIT passendem Zubehör nun bestimmt meine erste Wahl. Aber so ist der Aufwand zu Nutzen (minimale Beobachtungszeit im Urlaub) doch für mich etwas abschreckend. Der Hofheim ist 'mal für die Zeit vorgemerkt, wo die Kinder groß sind ;). Spektiv und Großfeldgerät könnte ich daheim bestimmt auch universeller Einsetzen. Der Hofheim würde neben meinem 12" Dobson aber wahrscheinlich daheim eher selten vorgekramt werden...


    Für weitere Kommentare bin ich nach wie vor sehr dankbar :)


    Vielen Dank noch mal an alle und beste Grüße,
    Rainer

    Hallo Heinz und Günther,


    ja, ja, ich habe mich mit dem Hofheim schon ein bisschen beschäftigt. Er ist halt auch in der Grundausstattung schon an meiner Preisobergrenze. Wenn ich es recht überlege, würde so ein Großfeldgerät noch ganz gut zu meinem C9 und GSO 12" passen...


    Aber sehe ich mit 60..80 cm Öffnung genug? Ich weiss, ich sollte irgendwo durchschauen... Hat zufälligerweise jemand im weitern Umfeld von Würzburg so einen APO?


    Viele Grüße,
    Rainer

    Hallo Wildy,


    hier spricht mal einer, der zugibt es falsch gemacht zu haben ;) Mir ging es eigentlich sehr ähnlich wie Dir, nur dass mein "Astro-Fieber" von einem geschenkten kleinen Refraktor geweckt wurde. Damit habe ich auch begeistert beobachtet, aber nur zu schnell war Wunsch und (leider) auch Möglichkeit zum Aufstieg da. Ich kann Dir von daher versichern, dass auch ein GoTo wenig Spaß bereitet, wenn man sich mit den Grundlagen nicht beschäftigt hat. Erst nachdem ich mich jetzt hinreichend (und immer noch keineswegs wirklich gut) am Himmel auskenne, macht es auch Freude, das GoTo auszupacken und einzurichten. Viel mehr Spaß macht es aber mit Dobson und Telrad, weil ich es dann selbst finde. Das GoTo (f10 SC) verwende ich nun primär für Planeten, für's hohe Vergrößern (wegen der automatischen Nachführung) und um Objekte, die ich sonst nicht auf Anhieb gefunden habe, zum ersten Mal zu betrachten.


    Ich plädiere daher auch uneingeschränkt für den Start mit dem Fernglas und dem Besuch lokaler Sternfreunde. Dazu habe ich auch einen Artikel geschrieben, den ich Dir in der allgemeinen Linkflut auch noch zumuten möchte:


    http://www.gerhards.net/astro/einstieg_fernglas.html


    Ich hoffe, meine Aussagen helfen Dir etwas weiter. Aber auch hier gilt: Jeder Jeck ist anders, entscheiden muss man selbst. Aber sammel vorher genug Entscheidungsgrundlage [;)].


    Viele Grüße und CS,
    Rainer

    Hallo Benny,


    eine tolle Darstellung, die werde ich bei Gelegenheit auch gerne mit auf meine Webseite nehmen (natürlich mit entsprechendem Hinweis). Danke auch, dass Du diese Nutzung gestattest.


    Ich bin übrigens seit neuestem begeisterter Nutzer des Programmes Eye & Telescope, das solche Ansichten perfekt für das eigene Equipment simuliert. Gerade für mich als leicht fortgeschrittenen Anfänger ist das eine große Hilfe.


    Viele Grüße und CS,
    Rainer