Posts by rgerhards

    Hallo,


    ich lese momentan das Buch "Fernrohr-Führerschein in 4 Schritten". Beim genaueren Lesen ist mir jetzt auf Seite 29 etwas aufgefallen, dass entweder so nicht stimmt... oder ich verstehe grundsätzlich etwas falsch.


    Also, dort steht:


    "Die wichtigste Fähigkeit eines Teleskopes ist es, Licht zu sammeln. Diese Fähigkeit steigt quadratisch mit zunehmendem Durchmesser an (da die optisch wirksame Fläche entscheidende ist)."


    Und dann kommt diese Formel:


    "Lichtsammelvermögen = Offnung^2 in mm^2/49"


    ("^" soll hoch bedeuten, also z.b. "mm hoch 2", also "mm im Quadrat")


    Der Ursrpung der 49 ist nicht genauer erläutert, ich gehe mal davon aus, dass damit die menschliche Pupille gemeint ist (Wurzel aus 49 = 7 / Pupille max = 7mm).


    Da setzt es bei mir aus - nach meinem Verständnis berechnet der Autor da Teleskope mit quadratischen Linsen... (und ausserdem müsste ich eine quadratische Pupille haben [:0]).


    Da das Ganze ja nun eigentlich Kreise sind, muss ich doch eigentlich dir Kreisfläche berechnen, also


    Fläche = PI * Radius^2


    Das verändert die Formel (und die dann im Buch auf der selben Seite angegebene Vergleichstabelle) allerdings dramatisch. Fangen wir mal bei der menschlichen Pupille an. Das sind dann nicht 49mm^2, sondern nur f = 3,14*3,5^2 / f = 3,14 * 12,25 / f = 38,465 mm^2 - sagen wir also mal grob 38,5mm^2 Pupilenfläche.


    Nach meinem Verständnis wäre also die rictige Formel:


    Lichtsammelvermögen = (PI * RadiusDerÖffnung ^ 2) / (PI * 3,5^2)


    oder für's überschlägige Rechnen:


    Lichtsammelvermögen = (3,14 * RadiusDerÖffnung^2) / 38,5


    Bei einem (perfekten) 70mm Refraktor wäre das also:


    Lichtsammelvermögen = (3,14 * 35 ^ 2) / 38,5
    Lichtsammelvermögen = (3,14 * 1225) / 38,5
    Lichtsammelvermögen = 3846,5 / 38,5
    Lichtsammelvermögen = 99,9


    Bei einem (perfekten) 200mm Refraktor [:D] wären es:
    Lichtsammelvermögen = (3,14 * 100 ^ 2) / 38,5
    Lichtsammelvermögen = 815,6


    Nun, da ich das ausgerechnet habe stutze ich. In der Tat entspricht das fast exakt den in der Tabelle im Buch angegebenen Werten nach der oben genannten Formel. Dort ist für 70mm eine Wert von 100 und für 200mm ein Wert von 816 angegeben. Die Differenz zu meinen Werten dürften Rundungsdifferenzen sein.


    Mmmmhhhh... Ist es etwas so, dass dadurch, dass die "quadratischen Linsen" auf beiden Seiten der Gleichung angewendet werden, das Verhältnis gleich bleibt, d.h. der eigentlich Fehler im einzlenen Glied irrelevant ist? Die Formel ist also nur eine Vereinfachung, um schneller Rechnen zu können. Sieht fast so aus... und scheint bei weiterem Nachdenken auch logisch.


    OK, holen wir mal die Mathe-Kentnisse hervor (ob das noch klappt...):
    Also, schauen wir mal, ob wir meine Formel vereinfachen können:


    Lichtsammelvermögen = (PI * Öffnung/2 ^ 2) / (PI * 3,5^2)
    ... PI kann ich kürzen
    Lichtsammelvermögen = (Öffnung/2 ^ 2) / (3,5^2)
    ... jetzt stelle ich den Bruch mal (wahrscheinlich umständlich) um:
    (Öffnung/2 ^ 2) / (3,5^2)
    erstmal was weniger schreiben Öffnung = Ö;
    die 3,5 ist eigentlich der Radius der menschlichen Pupille,
    also (p/2). Dann sieht's zunächst komplizierter aus:
    (Ö/2 ^ 2) / (P/2 ^ 2)
    aber kommt irgendwie schon vertrauter vor. Ein wenig umstellen:
    (Ö^2 / 4 ) / (P^2 / 4)
    "Ein Bruch wird durch einen Bruch dividiert, indem man den Divident
    mit dem Kehrwert multipliziert" (thanks, Internet ;)), also:
    (Ö^2 * 4) / (4 * P^2)
    jetzt kann ich wieder die 4 kürzen
    Ö^2/P^2
    Das ergibt:
    Lichtsammelvermögen = Ö^2/P^2


    oops... und siehe da, das ist die Formel aus dem Buch. Also doch keine quadratischen Pupillen [:)]. Es ist also eine Vereinfachung, und zwar offensichtlich eine die genauer ist, weil weniger Rechnschritte und Rundungsdifferenzen anfallen.


    Wie so oft im Leben, hat sich mein Problem also scheinbar durch einfaches Aufschreiben lösen lassen [:D]. Da ich es jetzt aber schon mal geschrieben habe, poste ich es auch. Vielleicht hat ja jemand Kommentare oder findet es nützlich.


    Es läßt sich aber auch festhalten, dass diese Formel wohl nur zur Berwertung des Lichtsammelvermögens im Verhältnis zum menschlichen Auge geeignet ist. Nicht berücksichtigt werden so Sachen wie Obstruktion und Reflektionsgrade. Aus dieser Richtung bin ich auch eigentlich auf das Thema gestossen. Da werde ich später wohl auch mal was weiterrechnen. Zumindest habe ich jetzt wohl verstanden, worum es geht [:D]. (Mann, so viel Mathe nach so vielen Jahren... we hätte gedacht, wozu die Astronomie alles gut ist... [;)]).


    Clear Skies,
    Rainer

    Ich habe jetzt mal was genauer nachgeschaut. Die Giro scheint in der Tat interessant zu sein, allerdings werde ich wahrscheinlich nichts gegenüber der Rockerbox sparen, eher etwas mehr zahlen. Nach meiner Rechung (mittlerweile von TS bestätigt), kommt die Rockerbox effektiv so auf ~400€. Die Giro kostet 300, dazu kommt aber noch das Stativ. Insgesamt kommt das also sicher über die Kosten für die Rockerbox. Dafür habe ich dann aber natürlich eine azimutale Montierung und ein Stativ, das ich später auch benutzen kann um mit anderen Geräten "mal eben" zu schauen.


    Da bleibt nun natürlich noch die Frage, ob die Rockerbox nicht im Endeffekt stabiler wäre, als doch die bessere Lösung. Und natürlich stellt sich auch die Frage, ob es sinnvoll ist, in die Übergangslösung so viel Geld zu investieren - dass muss ich sicherlich für mich entscheiden ;)


    Rainer

    Hallo CK,


    oh, das mit der Giro-Montierung ist eine ausgezeichnete Idee. Ich habe mal kurz ins Datenblatt geschaut und werde mich heute Abend mal länger damit Beschäftigen. Ich war irgendwie auf parallaktisch oder rockerbox "festgefressen", an was anderes habe ich gar nicht gedacht. (Selbstbau scheidet bei mir leider aus, wenig handwerkliches Geschick und folglich noch weniger Werkzeug ;)).


    Rainer

    Ich habe gerade nochmal bei Teleskop-Service nachgeschaut (ja, ja, ich such noch andere... [;)])... bei denen lohnt der Leichtbau. Der Leichtbau-Dobson wiegt 12kg, der "normale" (GSO) 20kg. Wenn ich die montieren will, kann ich bei dem Leichtbau theoretisch eine EQ-6, nehmen, für Astrofotografie dürfte die aber schon ziemlich an der Grenze sein. Was ginge, wäre die OTE, die kann lt. Datenblatt 22kg. Für den Leichtbau-Tubus ist das vermutlich "bombenfest". Die GSO-Variante mit 20kg dürfte aber schon wieder wackelig werden. Und bei einer stärkeren Montierung als der OTE wird es riiichtig teuer (ihhhh). Da würde sich der Mehrpreis für den Leichtbau rechnen.


    Ich sollte mich wohl mal auf die Suche nach anderen Händlern machen? Hat da jemand Empfehlungen (mir ist Beratung und Zuverlässigkeit schon wichtig, die letzten 30 Euro zu sparen kann teuer werden - ist zumindest meine Philosophie und Erfahrung ;)).


    Rainer

    Hallo beisammen,


    ich hatte ja versprochen, 'mal von meinen weiteren Überlegungen zu berichten.


    Ich bin zuerst einmal in mich gegangen und habe jetzt auch Kontakt zum Astroverein hier in Würzburg ... wenn das Wetter mal besser wird, kann ich dann auch durch ein paar unterschiedliche Teleskope sehen. Das dürfte wohl eine sehr wesentliche Entscheidungshilfe werden.


    Ich habe mittlerweile auch am kleinen Refraktor mit Astrofotografie "weitergespielt" - einige wilde Bastelei, uralte Webcam, miese Resultate - macht aber nichts! Es hat sich immerhin dabei rausgestellt, dass mich Astrofotografie im Prinzip schon interessiert und mit meinem Freizeitrahmen wahrscheinlich auch vereinbar ist. Ich kann daher doch nicht mehr ganz ausschließen, dass ich mich mittelfristig gerne des Thema annehmen würde.


    Ein wichtiger Schluß daraus ist, dass ich mich vielleicht nicht zu sehr auf "nur Dobson" einschiessen sollte. Also habe ich mich nochmal umgeschaut und mir in dem Zusammenhang auch die Orion-Newtons angesehen. Zuallererst habe ich aber mal eine Budgeterhöhung beantragt und tendenziell auch genehmigt bekommen [:)] - die Orions wären also noch vertretbar. Ich habe dann hier im Forum auch Fragen zu denen gestellt, und schöne Antworten bekommen (http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=7957).


    Wolfi Ransberg hat dann auf Mailanfrage noch die interessante Idee aufgeworfen, dass ich ja die Orion TS Newton als Dobson nehmen kann ... und dann später im Prinzip ohne wesentlichen Verlust auf eine parallaktische Montierung umsteigen kann - zumindest in der Theorie ohne Verlust.


    An dieser Stelle überlege ich gerade. Bei Betrachtung dieser Lösung sind mir so ein paar "Details" aufgefallen, die ich auch wieder bei Wolfi Ransberg nachgefragt habe (gerade eben erst). Vielleicht sind die Überlegungen ja auch für andere interessant, daher führe ich hier mal Teile aus meiner Mail aus (alles unverfänglich und im Zweifel leicht abgeändert, private Post poste ich nicht öffentlich):


    Es geht um diesen Dobson http://www.teleskop-service.de…sons/tsdobs.htm#volltubus (den 12", 1600mm). Aufgefallen ist mir der im Vergleich zu http://www.teleskop-service.de/Orion/luxus.htm#300 hohe Preis (TSD 300 ist der Dobson, TSN 300 ist das gleiche Newton auf parallaktischer Montierung):


    Bei dem TSN 300 HEQ5 ist für 2398€ bereits die HEQ5 dabei, der TSD 300 liegt aber auch shon bei 2298€, also nur 100€ weniger. Auf den ersten Blick würde man da die 100€ (oder besser 300€ für EQ6) mehr investieren und hat direkt die parallaktische Montierung. Jetzt habe ich etwas verglichen, und bei dem Dobson mit dabei ist der 10x50 - Winkelsucher (98€). Beim Dobson sehe ich noch die "Plössl Okulare 25mm und 9mm" (wobei mir nicht ganz klar ist, ob das 2" oder 1,25" Versionen) sind. Wenn ich jetzt für die Okular (1,25" unterstellt) mal mit 100€ (Preise für TS Plössels lt. Liste auf dem Web) ansetze, so komme ich auf 200€ mehr Zubehör für den Dobson. Wenn man dann noch die 100€ Preisdifferenz betrachtet, ist die Variante also insgesamt ca. 300€ billiger als die (etwas wackelige ;)) TSN 300 HEQ5 Variante. Demnach würde die Rockerbox also ca. 400€ kosten (Preis HEQ5 minus 300€ Preisdifferenz).


    Die Frage ist jetzt, ob das alles richtig betrachtet/berechnet ist. Warum eigentlich das Ganze? Mir geht es hier um den "Wegwerf-Faktor" - im Prinzip wäre es schon interessant für mich, mit einem Dobson zu starten (halt preiswerter), vor Allem, wenn ich den dann später auch problemlos parallaktisch montieren kann. Ein Vorteil ist sicherlich auch, dass ich dann für schlechte Tage auch die Rockerbox zum "mal eben Wolkenlücken nutzen" habe.


    Vor allem solange ich visuell beobachte, bin ich mit dem Dobson sicher schon recht gut beraten (und kann mir das Gerät wohl auch früher leisten :)). Wenn ich dann fotografieren möchte, würde ich nach allem was ich jetzt so gehört habe, wohl eher zu OTE Montierung geneigt sein, wobei mich deren Preis noch etwas Husten läßt ;) Wenn ich aber bedenke, dass ich vorher schon den Dobson zum (unbequemeren) visuellen Beobachten habe, kann ich mir auch was Zeit lassen und direkt auf die "richtige" OTE sparen.


    Jetzt wird die Preisdifferenz sehr wichtig. Denn wenn ich bei nur so ca. 300€ für die EQ6 drauflegen muss, wäre das eigentlich die interessantere Variante - hat man doch gleich alles von Anfang an.


    Das Ganze Thema ist also überhaupt nicht einfach (war ja auch nicht zu erwarten;)). Bestätigt ist für mich aber schon folgendes:


    - Astrofotografie wird direkt wesentlich teuerer
    - der Leichtbau-Dobson ist trotz deutlich höherem Preis insgesamt
    die bessere Wahl, wenn man später doch noch auf eine parallaktische
    Montierung umrüsten will - durch das geringere (hüstel...) Gewicht
    spart man den Mehrpreis nachher wieder an der Montierung
    (und er hat natürlich auch die bessere Qualität)


    So, dass mal als Zwischenstand. Wenn ich mehr weiss, post ich gerne wieder. Falls jemand Kommentare hat, werden die natürlich auch gerne genommen ;)


    Rainer

    Hallo Jonas,


    mangels geeigneter Adaption habe ich leider keine Erfahrung. Das ist aber auch zumindest mein Problem - die Adaption ans Teleskop. Darüber solltest Du auf jeden Fall nachdenken...


    (meine Cam ist zwar optisch und elektronisch gut UND auch noch wahnsinnig leicht - aber die ist so kompakt, die hat noch nicht mal ein normale Fotostativgewinde ... geschweige denn verwertbare Standard-Filterringe... schade [:(]).


    Rainer

    Hallo beisammen,


    vielen Dank schon mal für die vielen Guten Tipps - jetzt sehe ich schon viel klarer. Auch die "luxus.htm" [;)] Variante hört sich gut und eingentlich nicht wirklich teuerer (alles zusammengerechnet) an. Allerdings merke ich mal wieder, wie schnell man das Budget sprengen kann (wenn ich da jetzt mal an meine windige Stelle (auf Wasserturm oben auf der Bergkuppe) denke... dann wird's seeehr teuer. Na ja, schauen wir mal ;)


    Danke,
    Rainer

    Hallo Bernd,


    danke für die guten Tipps. Den "Fernrohr-Führerschein in 4 Schritten" habe ich mir mittlerweile gekauft und auch schon gut halb gelesen. Das Buch ist für den Anfang wirklich recht gut, es erklärt kompakt erst einmal alle wesentlichen Begriffe. An einigen Stellen würde ich mir allerdings eine etwas ausführlichere (sprich: genauere) Darstellung Wünschen. Ich habe auch im Internet gelesen, dass die Reinigungsanweisungen nicht ganz so wörtlich genommen werden sollen - den Eindruck hat man auch, wenn man sie liest ;)


    Gut, wengleich nur drübergeflogen, erscheinen mir auch die Beschreibungen einiger Starterobjekte, vor allem da diese auch mit der Ansicht eines kleinen Teleskops abgebildet sind. Das hilft dem Wiederekennen mehr als Hubble Bilder.


    Alles in allem bin ich also recht zufrieden mit diesem Buch. Es ist aber sicherlich nur für den Einstieg geeignet.


    Ich werde mal schauen, was ich mir anschliessen "vornehme" und werde dann gerne berichten.


    Rainer

    Hallo beisammen,


    ich bin dabei, infos für die Anschaffung des zweiten (ersten richtigen;)) Teleskops zu sammeln. Wenn auch Budgettechnisch schwierig, gefallen mir auch die großen Orion Newstons, wie z. B. Teleskop Service sie anbietet.


    Angetan hat es mir das 12" Gerät hier:


    http://www.teleskop-service.de/Orion/europa.htm#Europa300


    Hat jemand Erfahrungen mit diesen Newtons? Vielleicht auch speziell mit dem Europa300 (ist es noch transportabel [garage --> garten]?, taugt es was für Fotografie?)


    Was mich als immer noch Anfänger auch irritiert ist die Aussage (TS Webseite):


    "Durch die gute optische Qualität des Hauptspiegels werden aber auch viele Details an Mond und Planeten sichtbar. Sie werden sehen, daß auch eine f/4 Optik durchaus eine respektable Leistung im Sonnensystem bringen kann."


    Das klingt für mich so, als ob das Teleskop für Planeten nur bedingt geeignet ist. OK, besser als mein 70er Refraktor wird es bestimmt sein [:D] ... aber kann mir da vielleicht jemand ein paar Hinweise geben, wie ich diese Wertung verstehen muss?


    Im Voraus schon vielen Dank für Antworten!!!!


    Rainer

    Hallo beisammen,


    bitte seht mir nach, dass ich es mir diesmal etwas einfach mache und nicht erst im Web suche (es gibt bestimmt viele Seiten mit genauen Angaben dazu). Mich interessiert aber nur mal eben eine "Hausnummer".


    Wie lange wird denn so im allgemeinen für DeepSky mit WebCams belichtet (nur mit umgebauten, vermute ich ;)). Und wie viele Bilder braucht man mindestens, um ein einigermassen ordentliches Gesamtbild zu addieren.


    Hintergrund meiner Frage: ich habe beruflich und familiär bedingt nur beschränkt Zeit. Im Prinzip interessiert mich Astrofotografie, aber ich bin im Zweifel, ob ich das von der Zeit her überhaupt sinnvoll machen kann...


    Danke im Voraus,
    Rainer

    puuhhh.. ich bin echt zu lange aus dem Lernbetrieb raus ;) Was die Physik angeht: wie wäre es denn auch z.b. mit einem Schwerpunkt auf der Landetechnik? Gerade die NASA-Mission war da ja interessant, mit Ihren multiple Verzögerungsmechanismen. Da hast du dann auch unterschiedliche Gravitation, Atmosphärendichte etc. Ich weiss nur nicht, ob sich dazu was für das Referat verwertbares finden lässt (vor allem in Deutsch...).


    Die Funktechnik ist sicherlich auch interessant... aber da schein es ja auch schwierig zu sein, an Infos zu kommen.


    Das Landen erscheint mir aber ehrlichgesagt am interessantesten, da kann man auch schön darüber spekulieren, was bei Beagle fehlgeschlagen ist...


    Nur so ein paar Iden.... Ich befürchte, Konkretres kann ich nicht mehr beisteuern ;)


    Rainer

    Zum Orbiter: das ist - soweit ich weiss (nicht 100% exakt) - die bezeichnung für das Objekt, dass sich im Orbit befindet. Wobei dabei wohl ein gewollt herbeigeführter Orbit gemeint ist, also ein künstlicher Satellit oder so was. Beim Space Shuttle spricht man z.B. auch vom Orbiter als dem Teil, das sich im Orbit befindet und dann anschließend wieder landet (die NASA sagt: "we launch a shuttle and we land an orbiter"). Demgemäß wäre wohl auch Mars Express ein Orbiter - aber wie gesagt, Info mit Vorsicht geniessen, speziell wenn es für eine Arbeit ist ;)


    Tipp noch für Begriffe: bei Google gibt es "define:irgendwas" - dann wird nach der Definition für dieses "irgendwas" gesucht - meist klappts. Ich verwendet allerdings im Regelfall Google US und weiss nicht, ob das auch für Deutsch genauso gut funktionert. Versuch mal: bei Google "define:orbiter" eingeben. Ich hatte 4 Definitionen erhalten, von der allerdings nur die 4te brauchbar war. Also auch Define ist nur ein Startpunkt.


    Was mir gerade noch einfällt: auch http://www.wikipedia.org (kann man auf Deutsch umstellen, allerdings wahrscheinlich mit Informationsverlust) bewährt sich sehr oft für Recherchen.


    Prinzipiell würde ich es dann auch nochmal bei der ESA (http://www.esa.int) versuchen - die site kann man auch auf Deutsch umstellen.


    Und nochwas zum Referat: du sagst "Thesenpapier" - dann musst Du doch wahrscheinlich eine These aufstellen (nun, ich bin allerdings schon etwas aus der schulischen Übung...) Wie sollte die denn sein (z.b. "Marsflug ist Quatsch, bringt nichts" oder "Marsflug wird uns eine bessere Zukunft bescheren")?


    Rainer

    Schau nochmal hier: http://lexikon.astronomie.info/mars/mars.html Da ist vielleicht auch das Lexikon drin enthalten. Ansonsten mal ein Tipp für die Google-Suche:


    http://www.google.com/search?a…s_sitesearch=&safe=images


    Dabei werden auch nur deutsche Seiten angezeigt.


    Und für weitere Fragen wäre wichtig:


    Wofür ist das Referat? Für die Schule? Falls ja, welche Klasse? Wie lange soll es dauern? Wie genau sah die Vorgabe aus? Für ein "richtig gutes" Referat hast Du (sorry...) leider sehr dünne Grundkentnisse. Also gibt es meiner Erfahrung nach drei Möglichkeiten:


    a) Dir hat einer was aufgebrummt, was du nicht schaffen kannst --> beschweren
    b) Du hast zu laut "hier" gerufen --> über eigene Dummheit ärgern, Prügel akzeptieren und für die Zukunft daraus lernen
    c) oder Du meinst, zu viel bringen zu müssen --> drüber reden, auf vernünftiges Mass abspecken


    Nur ein paar ernstgemeinte Tipps, unterlegt mit ein bisschen Erfahrungen...


    Viele Grüße,
    Rainer

    Sorry, vielleicht habe ich Dir Unrecht getan. Ich habe nur mal meinen Eindruck wiedergegeben... Der tritt bei mir halt so auf, wenn ich Deine Postings lese. Vielleicht ist das ja auch bei anderen der Fall und mit einer der Gründe, warum es so wenig Antworten gibt ;)


    Ich kann leider nicht ganz ausführlich Antworten, und weiss auch auf viele Deiner Fragen keine richtigen Antworten... Aber ich denke, Google und die genannten Infos sollten helfen. Zur ESA-Mission hier nochmal ein link:


    http://www.beagle2.com/index.htm


    Von da aus geht es auch zur Seite des Mars Express. Ich vermute, dass sich auch auf


    http://science.nasa.gov


    was sinnvolles Finden lässt...


    Rainer

    Verzeih mir die offenen Worte: aber ich denke, das Forum hier ist eigentlich nicht gedacht für "oops, ich habe meine Hausaufgaben vergessen, kann die bitte jemand für mich machen?". Ich denke, bei ein bisschen Recherche und ernsthafter Arbeit bei den genannten Infos müsste man eigentlich was zustande bringen... ;)


    Rainer

    Ich bin auch noch blutiger Anfänger, habe aber mit dem Digicam-Adaptieren keine so positiven Erfahrungen gemacht. Ich habe es mit der Digiklemme versucht, das Ergebnis war aber wenig berauschend. Ein Problem bei mir war aber auch, dass ich einen ganz kleinen Refraktor auf einer EQ-1 Montierung habe - und die hält das Gewicht einfach nicht sauber. Welches Teleskop/Montierung hast Du denn?


    Was die Qualität der Bilder angeht: die höhere Auflösung der DigiCam bringt Dir eigentlich nur bei Mond und Sonne was. Für Planeten ist das überhaupt kein Vorteil, die Auflösung der WebCam ist vollkommen ausreichend, weil der Planet auch im Teleskop selbst nur mit wenigen Pixeln dargestellt wird. D.h. die DigiCam hat eine höhere Auflösung als das Teleskop, daher hast du zwar mehr Pixel im Bild, diese Bilden aber nur die weniger Pixel des Teleskops ab. Ergo erreichst Du keine Qualitätszugewinn sondern lediglich grüßere Dateien (die auch schwieriger zu Bearbeiten sind - Giotto zB hat mit großen DigiCam-Serien zumindest bei mir scnon mal Probleme - von der Rechenzeit ganz abgesehen...).


    Ach, noch was zur Adaption: hat die Kamera ein Standard-Filtergewinde? Dann geht es auch darüber.


    Ich hoffe, es sind ein paar Ideen für Dich dabei :)


    Grüße und CS,
    Rainer

    Dann werde ich wohl mal was "schielen" üben, sobald das Wetter besser und der Mond dunkler ist ;)


    Mir wird jetzt auch was anderes klar. Als ich das erste mal den Jupiter gesehen hatte, war ich zuerst recht enttäuscht. Ich war da zwar schon so ~1 Stunde lang draussen, habe aber eigentlich nur ein helles Scheibchen gesehen. Mit der Zeit wurde es immer besser, ich habe dann auch die Haupt-Wolkenbänder und die Monde klar gesehen - und auch was Farbe klar erkannt (zur Erinnerung: ich habe einen 70/900er Refraktor). Ich hatte zuerst gedacht, das hängt mit zunehmender Dunkeladaption zusammen, aber nun glaube ich, dass es wohl einfach durch die längere Konzentration auf das gleiche Objekt "passiert" ist. Wahrscheinlich war der Jupiter wohl auch so hell, dass er im "gelben Fleck" gut aufgehoben war.


    Danke nochmal an alle!


    Rainer

    Hallo allerseits,


    ist ja interessant. Da werde ich wohl mal "vorbeischauen" üben müssen. Ist auch interessant, was man durch die Astronomie so alles lernt ;)


    Vielen Dank,
    Rainer

    Ein (in der Presse etwas zu kurz gekommener Grund) für die Nicht-Wartung seitens der NASA ist auch, dass man wohl seit dem Unfall den Shuttles nicht mehr so recht traut. Wahrscheinlich auch zu sehr in die Jahre gekommen. Auf jeden Fall wurde als Fazit *gesagt*, dass alles ausser ISS zu gefährlich ist (ja, die NASA hat demnach wohl kein funktionierendes Transportsystem mehr...). Ob man's glaubt oder vorgeschoben ist, ist natürlich die andere Frage (das Ganze bietet sicherlich genügend Raum für Spekulationen).


    Falls es wirklich nur das Geld ist: die Amerikaner sind doch sonst so gut im Wohltätigkeitsvereine gründen - wie wäre es denn mit einem weltweiten "Rettet Hubble Fund"? Ich würde was spenden... und viele kleine Spenden geben auch ne Menge Geld...


    Rainer

    Hallo beisammen,


    da vergesse ich nun schon seit ca. einer Woche zu Fragen. Also, da war mal ein klarer Himmel (erinnert sich wer ;)). Ich habe mit meinem kleinen 70/900 Refraktor zum ersten Mal den Orionnebel beobachtet. Ich bin noch ein gänzlich unerfahrener Beobachter.


    Mir ist etwas für mich sehr merkwürdiges aufgefallen: als ich mich im Okular auf den Orionnebel konzentriert habe (32mm Okular), habe ich ihn sehr schlecht, eigentlich gar nicht erkennen könnne. Wenn ich jetzt aber vom Okular aufgeblickt habe und dann danach wieder hinein ... dann habe ich ihn auf einmal sehr gut sehen können. Allerdings nur 1, 2 Sekunden. Dann ist es wieder difusser geworden (aber ich habe ihn jetzt immerhin erkannt ;)). Aus Interesse habe ich dann ein paar mal das wegschauen/hinschauen versucht - immer mit gleichem Ergebnis.


    Was ist denn da geschehen? Hängt damit zusammen, dass der Nebel verhältnismäßig hell ist (na ja, bei meinem Refraktor...) und die Pupillen dann wieder zugehen? Oder hängt das mit Sehen mittels Zapfen gegenüber Stäbchen zusammen und ich muss einfach lernen, "richtig" ins Teleskop zu schauen (oder sollte ich zum Augenarzt gehen...)?


    Kann mir das jemand erklären?


    Vielen Dank und CS,
    Rainer

    Hallo Andreas,


    mmmhhh... Astrovideografie... Stimmt, man sollte auf die Feinheiten achten. Aber ich dachte immer, das sei quasi Fotografie mit der Möglichkeit der Gewinnung vieler Einzelbilder. Nun denn, da muss ich mal reinlesen, hört sich interessant an (hast du ein paar wirklich gute links?).


    Das Problem mit der Armut kenne ich ... ich liebäugele auf im Moment mit einem Dobson als zweitem (ersten richtigen) Teleskop. Hatte nur das Fotografieren abgeschrieben... aber interessant, vielleicht doch noch ne Möglichkeit.


    Zur Auflösung. Da hatte ich auch einmal Nachgefragt, und interessante Antworten erhalten. Ich habe mir den Bookmark hier mal gemerkt: http://forum.astronomie.de/php…2&page=&view=&sb=&o=&vc=1 (aus astronomie.de). Hier im Forum müsste es aber auch einen Thread zum gleichen Thema geben.


    Vielleicht hilft es ja.
    Rainer