Posts by rgerhards

    Hallo Günther,


    jetzt habe ich Dich verstanden [:)] Ja, das macht tatsächlich Sinn. Ich sage mir immer "Sparen um jeden Preis muss nicht sein" [;)]. Im Ernst: ebay mache ich nur, wenn ich GANZ genau weiss was ich brauche und das auch prüfen kann. Meiner Erfahrung nach ist eBay echt toll für die VERkäufer - was da im Ersteigerungsfieber gebraucht so alles für mehr als den Listenpreis über die Theke geht ist schon erstaunlich (OK, mit Geduld kann man auch das eine oder andere Schnäppchen machen). [Ist Ersteigerungsfieber womöglich genau so schlimm wie Öffnungfieber;)?


    Ich muss zugeben, ich bin da etwas konservativ. Wenn es wichtig (teuer!) wird, zahle ich auch gerne mal ein paar Euro drauf und habe einen kompetenten Ansprechpartner. Und man wundert sich, was dabei oftmals dennoch an Rabatten geht. Mein Elektriker, zum Beispiel, hier im Dorf ist zwar beim Kauf einer Glühbirne sicherlich teuer als der Baumarkt, aber zum einen spare ich ~ 2 Euro Fahrtkosten (8 km einfache Strecke) und zum anderen hilft das so geschaffene Vertrauensverhältnis nicht nur bei Problemen am Sonstag und an Weihnachten sondern bei großen Anschaffungen haben wir schon oft schöne Geschäfte aushandeln können. Nicht immer zwingend billiger als der "grosse" Wettbewerber, aber doch oft sehr nahe dran. Und ausserdem kennt man sich, das ist ja auch nett ;)


    Ich gedenke, da gleiche Prinzip beim Teleskopkauf anzuwenden und konzentriere mich da im Moment auf einige namhafte (und einen kleinen lokalen Händler, der auch nicht schlecht ausschaut).


    Im Übrigen bin ich der Meinung - egal ab 4" oder 24" - ich gebe gutes Geld, da will ich auch was Vernünftiges dafür haben (natürlich der Preisklasse angemessen).


    So, das zum Philosophischen. Ich schrieb ja schon, dass ich im Moment einfach mal alles gedanklich Durchspiele - quasi um sich dem Optimum zu nähern.


    Das 8" - vernünftig - kostet so zwischen 400 und 500€. Das wäre dann die Grundlage, zu der ich mir später ein 12" mit parallaktischer Montierung anschaffen will. Das wiederum wird teuer, weil zum Fotografieren da wahrscheinlich sinnvoll nur die OTE geht (schon ziemlich teuer...). Schön an der Lösung ist aber, dass ich auch einen Dobson zum "Wolkenlücken nutzen"/transportieren haben.


    OK, und jetzt die nächste Idee... Das Öffnungsfieber packt mich ;) Was wäre denn, wenn ich einen 10" Orion Dobson (den mit der guten 96% Verspiegelung) auf EQ-6 kaufe. Das Ganze ist wirklich nicht mehr billig, liegt so bei 2.000€. Aber es ist zu vermuten, dass ich damit "auf ewig" auch zum Fotografieren auskomme. Wenn ich wirklich Öffnungfieber bekomme (anzunehmen....), dann werde ich auch in einigen Jahren sicherlich 14" oder 16" einfach nicht mehr parallaktisch montieren können. Und jetzt wird es interessant... Der Orion 12" auf OTE (bisher angestrebte, spätere Endstufe) kostet in Verbindung mit dem 8" GSO Dobson so ziemlich genau das gleiche (!) wie ein 10" Orion auf EQ-6 und später ein 14" Orion! Wohlgemerkt, so ziemlich das gleiche! (Der 14" Dobson wird quasi vom Verzicht auf die OTE finanziert). Und der 10" Orion war ja von den technischen Daten sehr gut, entsprach z.B. von der Lichtsammelleistung dem 12"er einfachern Orion! Im Übrigen bekomme ich das 10" Orion auch erst mal als Dobson, der Verlust für die Rockerbox hält sich in engen Grenzen (ich habe 200€ überschlagen, wenn ich mich nicht versehen habe - muss ich nochmal prüfen). Da wäre also auch eine Möglichkeit. Das 10" Orion ist übrigens nicht wesentlich schwerer als das GSO (ich meine 9,5kg zu 12).


    Kurzum, zweiter Lösungsansatz:


    Stufe 1: 10" Leichtbau Orion Dobson mit guter Verspiegelung ("Luxus-Variante") als Dobson kaufen
    Stufe 2: EQ-6 dazu
    ergibt: super-Beobachtungsmöglichkeit und wahrscheinlich für alle Zeit zum fotografieren ausreichend (visuell ist definitv für mich wichtiger)
    Stufe 3: großer Dobson (14" ...)


    Evtl. dabei Stufe 1+2 zusammengefasst und zu dem Zeitpunkt noch keine Rockerbox.


    Auch das hört sich gut an. Entschieden ist natürlich noch nichts, aber nachdem wir jetzt meine Entscheidungsfindung schon so schön dokumentiert haben, dachte ich einfach, ich zeig das mal im Detail weiter auf. Vielleicht ist es ja später auch für andere interessant...


    So, jetzt werde ich wohl gleich mal 'ne Frage im CCDBoard stellen ;)


    Bis dann,
    Rainer

    Hallo beisammen,


    im Moment Überlege ich die Vor- und Nachteile der EQ-6 (ok, ich gebe zu, ich bin neugierig, wie meine letzten Posts beweisen...).


    Ich habe hier im Forum schon gefunden, dass es einige Vorbehalte gegen die EQ-6 gibt, wohl wegen des NICHT periodischen Schneckenfehlers (wenn ich das jetzt richtig geschrieben habe ... und ja, ich weiss das damit nicht die kleinen glitschigen Tierchen gemeint sind ;)). Jetzt habe ich aber mittlerweile auch Erfahren, dass selbst bei DeepSky - zumindest mit der WebCam - nur im Bereich bis so 2 Minuten belichtet wird, oft auch sehr viel kürzer (wenn ich alles richtig verstanden habe;)).


    Ich habe leider keine so richtige Aussage zur EQ-6 in diesem Zusammenhang gefunden. Es wäre toll, wenn mir hier mal jemand eine Meinung, besser noch Erfahrung, zur EQ-6 zur Verwendung mit der WebCam geben kann. Montieren möchte ich voraussichtlich ein Orion 10" Leichtbau-Newton mit 9kg Gewicht und 1600mm Brennweite. Von der Stabilität scheint das für die EQ-6 nach allem, was ich gelesen habe, OK zu sein. Aber wie ist das mit dem nicht-periodischen Schneckenfehler? Verhindert der eine zufriedenstellende WebCam-Aufnahme (DeepSky).


    Und dann natürlich noch ganz allgemein die Frage, ob es hinsichtlich der EQ-6 noch weiters zu beachten gibt.


    Im Voraus schon mal vielen Dank für Antworten! Es ist echt toll, was man bei Euch hier im Forum alles lernen kann - und auch noch so schnell :)


    Rainer

    Hallo,


    Ich schaue mir auch gerade die beiden Dobson's an. Ich muss gestehen, der Gewichtsunterschied war mir noch gar nicht aufgefallen... Das eine Kilo mehr im Tubusgewicht sollte keine Auswirkung haben, wenn du bei der Rockerbox bleibst. Willst Du später parallaktisch montieren, kann das eine Kilo unter Umständen teuer werden...


    Beide Geräte, auch das Galaxy, werden bei GSO gefertigt. Die Händler geben aber an, jeweils eigene Qualitätskriterien zu definieren. Es kann also durchaus Unterschiede geben (zumindest theoretisch)...


    Ein Unterschied liegt wohl auch im Handbuch: Intercon Spacetec (Galaxy) hebt ausdrücklich das ausführliche deutsche Handbuch hervor, TS sagt bei GSO "alles wesentliche". Bei Galaxy ist es also wohl deutlich umfangreicher. Bei intercon Spacetec gibt es auch eine Interessante PDF Datei (http://www.intercon-spacetec.com/astro-markt/galaxy-dob.pdf) - falls Du die noch nicht gelesen hast, solltest Du das machen.


    Bei den Okularen ist bei TS ein 25 und ein 9 Plössel dabei. Bei Galaxy ein 9 und 32 Plössel. 32 macht meiner Meinung nach mehr Sinn (zumindest meine Erfahrung am kleinen Refraktor - damit siehst Du einfach mehr, für große Objekte wichtig). Ich habe bei beiden gelesen, dass ein 8*50 Sucher dabei sein soll, allerdings habe ich bei Galaxy auch noch was von 6*30 gelesen. Vielleicht sicherheitshalber nohcmal nachfragen. 8*50 ist natürlich besser (wenn er taugt ;)) Beim Galaxy ist neben dem genannten Justierokular auch noch ein Mondfilter dabei - der ist schon sehr nützlich (selbst am 70mm Refraktor ist der Mond meist zu hell - mir zumindest...).


    Wenn ich es so zusammenfasse, bietet der Galxy also wohl mehr. Da bin ich dann auch schon wieder ein Stück mit meiner Entscheidung weitergekommen. Ich würde aber auch bei beiden Händlern jeweils nachfragen, vor allem bei Sonderwünschen. Meiner Erfahrung nach kann es da bei Gesamtpaketen durchaus relavante Preisnachlässe geben ;)


    Ich habe übrigens bei beiden gestern nach dem Reflexionsgrad des Spiegels nachgefragt, nach meiner Rechnerrei erscheint mir der sehr wichtig.


    Zum Spiegelmaterial weiss ich nichts zu sagen.


    Jetzt noch ein wichtiger Satz: ich bin selbst blutiger Anfänger und fast alle Aussagen sind theoretisch. Bitte bei der Bewertung meiner Aussagen beachten!


    Rainer

    Hallo beisammen,


    danke für die Fotos und anderen nützlichen Hinweise. Vor allem die Fotos haben mir "die Augen geöffnet". Ich denke, ich bekomme das Thema jetzt in den Griff :)


    Danke,
    Rainer

    Hallo Günther,


    ja, der Ansatz mt dem 8" gefällt mir immer besser. Gerade hat ausgerechnet dazu auch noch jemand eine andere Diskussion "losgetreten":


    http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=8084


    Der GSO/Galaxy scheint zumindest nach Internet-Recherche per se keine Gurke zu sein, hoffen wir mal, dass die Serienstreuung nicht zu gross ist... Aber auch da werde ich wohl erstmal noch ein bisschen suchen müssen (und, wie Du schon sagst, *schauen*). Ich habe mein neu gewonnenes Wissen auch gleich mal benutzt und beide Händler nach dem Reflexionsgrad gefragt ... der steht nämlich bei keinem. Oder sagt der Strehl-Test da auch was drüber aus? DEN habe ich nämlich noch gar nicht verstanden (mann, ist da viel zu lernen ;)).


    Rainer

    Hallo René,


    ich hab Dich schon richtig verstanden (btw: ich sitze vor 'nem Wein ;)). Die Stelle auf der Wiese kann ich leider nicht anpassen, da das nicht mehr zu meinem Garten direkt gehört. Auf dem Wasserturm kann ich aber bestimmt ein paar Platten legen...


    Aber mal nachgefragt: was ist denn von meiner Idee da oben mit dem Schalbrett zu halten? Blödsinnige Idee eines Erfahrungslosen? Ein "ja" nehme ich nicht übel ;)


    Rainer

    Hallo René,


    ...nicht einfach... Das ist bei mir am Haus, da gibt es keinen Feldweg zwischen. An der Straße sind dann so komische Dinger, die Nachts viel heller als die Sterne leuchten. Da wo's dunkel ist und man was sehen kann, ist es uneben ;)


    Rainer

    Hallo Zwille,


    danke für die Info, das gibt mir für meinen Beobachtungsort was zu denken ... zumindest muss ich wohl mal darüber nachdenken, was daran zu machen (Obstwiese neben Garten oder aber "oben auf Wasserturm" - beides nicht ganz eben aber ansonsten halt absolut ideal ;)).


    Feuchtigkeit: ja, genau, ob die Rockerbox feucht wird, bzw. das ein Problem darstellt. Meine Beobachtungsplätze sind meist spätestens ab 22:00 Uhr relativ feucht...


    Danke,
    Rainer

    Hallo, nochmal, Günther,


    ich habe gerade Deine "Einsteigerberatung" gelesen und mich mit meinen Gedanken zum 8" wiederentdeckt ;) Das ist eine prima Aufstellung! So wie es aussieht, ist die 8" Idee vielleicht gar nicht die schlechteste (man stelle sich als Ausbaustufe den 8" auf OTE vor... Das wird stabil sein ;)).


    Rainer
    PS: ich habe gerade bemerkt, dass ich "Senior im Astrotreff" geworden bin. Wozu das stellen vieler dummer Fragen so alles führen kann... ;) Ich muss bei Antworten auf Fragen von anderen jetzt wohl immer warnen, dass ich eigentlich nichts weiss...

    Hallo Günther,


    Deine Seiten werde ich mir gleich mal zu Gemüte führen. Ich habe ja zum Glück noch viel Zeit mit der Entscheidungsfindung (aufgrund der vielen Wolken hab' ich sogar noch mehr Zeit... kann ja nichts testen ;)).


    Bei 16" (wenn ich da jemals ankomme ;)) werd ich auch ganz sicher nicht parallaktisch monitieren (oder wie war das mit dem Lotto-Jackpot?). Das bringt 'ne ganz andere Frage auf, nämlich ob ich *überhaupt* mit 'nem Dobson zurecht komme. Ich muss einfach mal durch einen durchschauen, die Gelegenheit hatte ich bisher leider noch nicht. Aber das werde ich, sobald es geht, nachholen (muss nur erst jemanden finden, der einen hat ;)).


    Mir ist zwischenzeitlich noch eine andere Idee gekommen... Ich hatte ja daran gedacht, z.B. die Giro-Montierung übergangsweise zu nehmen (bis Geld für ne OTE da ist...). Sozusagen 300€ "opfern", um Zeit zu gewinnen (na ja, "'opfern" ist relativ, die Giro bliebe mir ja erhalten).


    Auf der anderen Seite bekomme ich für 400 bis 500 Euro (je nach Ausstattung) bei TS bereits einen GSO 8" Dobson... OK, der hat wahrscheinlich keine so tolle Verspiegelung und daher sind die 8" wahrscheinlich eher 7" ... Aber eine Steigerung zu meinem 70er Refraktor ist das sicherlich [;)]. Ausserdem kann ich damit Dobson-Erfahrung sammeln. Dann habe ich den kleinen 70er Refraktor auf der EQ1 und kann im Prinzip schon ne ganze Menge vergleichen. Und wer weiss, vielleicht packt mit das Öffnungfieber ja doch nicht und der 8" bleibt dauerhaft ein guter Kompromiss... Dann hätte ich viel Geld gespart. Falls es mich doch packt (wahrscheinlicher;)) kann ich sicher eine ganze Zeit mit dem 8" gut weiterlernen und dabei auf den 12" *mit* OTE sparen... Und ausserdem habe ich dann den 8" Dobson immer noch als recht transportables Gerät. Dazu kommt, dass bereits ein wohl passabler 8*50 Sucher dabei ist und das Teleskop 2" Okulare aufnehmen kann, d.h. ich kann auch gute Okulare kaufen und dann bei einem 12" (oder was auch immer ;)) weiterverwenden. Wenn ich das so schreibe... hört sich das eigentlich ganz gut an [:)] (na ja, aber in der Phase, in der ich im Moment bin, ändere ich meine Meinung tendenziell öfter ;)).


    Rainer

    Hallo,


    noch eine Frage, damit man es leichter auseinander hält in einem eigenen Thread. Das Okular beim Dobson sitzt ja - wenn ich das richtig sehe (ich habe da keinerlei Praxis, noch nicht mal ein Gerät "live" gesehen) - recht niedrig. Bei zenitnahen Objekten geht das noch. Allerdings habe ich da bei einem 8" Dobson auch gerade einen Wert von ~120 cm gelesen, man muss also wohl schon ziemlich nach unten mit dem Auge. Aber wie ist das bei tiefstehende Objekten? Muss ich da liegen? [;)]


    Grüße und CS
    Rainer (dem immer wieder neue Fragen einfallen...)

    Hallo beisammen,


    nochmal so *ne komische Anfänger-Frage... Ich weiss zwar, was ein Dobson ist, habe aber in der Realität noch nie einen gesehen ;) Auf den Fotos fällt mir auf, das die Rockerbox irgendwie auf eine Fläche zu ruhen scheint. Wie ist das denn auf einer Wiese, vor allem wenn Sie nicht ganz eben ist? Mein Einsteiger-Refraktor steht auf einem Dreibein, da ist das gar kein Thema. Aber bei einer flächigen Auflage sehe ich Probleme. Und wie verhält sich das mit der Feuchtigkeit?


    Ich vermute, dass ich irgend etwas übersehe, dann es werden wohl kaum alle Dobson-Liebhaber nur von planierten Ebenen aus beobachten ... oder etwa doch?[:0]


    Danke,
    Rainer

    Nur zur "Entwirrung" der Nichtbeteiligten. Ich war fies ;) der "12" RE***FLEK**TOR" war ein Tippfehler. Den hatte ich eben korrigiert ("RE****FRAK****TOR"). In der Zwischenzeit hatte Micha aber wohl schon geantwortet. OK, wieder was gelernt (DAS hätte ich wissen sollen): Posting editieren taugt nicht ;)


    Sorry, Rainer

    Hallo Christian


    lol ... den 3,5m langen 12" Refraktor will ich haben - samt Sternwarte dazu [;)].


    Kannst Du mir vielleicht sagen, woher die 116 bzw. 138 in den Formlen kommen oder hast eine Fundstelle dazu zur Hand? Falls nicht, suche ich später gerne selbst, bitte keine Arbeit machen :).


    Die Aussage in Bezug auf Seeing in Deutschland und die Auswirkungen auf das Auflösungsvermögen finde ich auch sehr interessant!


    CS, Rainer

    So, ich habe nochmal ein bisschen gerechnet und gedacht ;)


    Michael: das mit dem Auflösungsvermögen muss ich mir nochmal in Ruhe anschauen - das habe ich einfach noch nicht (richtig) verstanden. Aber das wird schon noch.


    Stathis & Alois: Eure Antworten zusammen sind sehr interessant. Stathis hat ja (danke!) ausgerechnet, dass des 8" Newton (in seinem Beispiel) eine verlustfreie Öffnung von 176mm hat. Die kann ich aber immer noch nicht mit dem Refraktor vergleichen, weil ich die Reflexionsverluste rechnen muss (danke Alois!). Ich nehme hier mal Alois' Wert von 75%. D.h. von den 176mm Öffnung bleiben nur 3/4 effektiv übrig, also 132mm.


    Jetzt darf ich natürlich auch keinen perfekten Refraktor annehmen, da habe ich ja auch Transmissionsverluste. Nehmen wir mal einen Mittelwert aus dem von Alois genannten, sagen wir mal 5% Verlust, also 95% kommen durch. Demnach haben wir hier eine effektiv wirksamme Öffnung wie bei einem perfekten 142,5mm Refektor.


    ... Stutz... und siehe da, auf einmal sammelt der 150er Refraktor doch mehr Licht als das 200er Newton. Der Vergleich scheint mir übrigens fair. Ich habe gestern Abend Newtons anhand von Datenblättern gerechnet, die erreichen teilweise nur 80% reflexion (billigere Modelle). Ich denke die angenommenen 88% dürften damit genauso im Mittelfeld sein wie die 95% Transmission beim Refraktor.


    Vom Lichtsammelvermögen ist der Refraktor also unter den getroffenen Annahmen (normale, mittlere Qualität) also tatsächlich dem Newton überlegen. Interessant.


    Jetzt gibt es natürlich auch noch andere Werte, wie das Auflösungsvermögen. Die kann ich im Moment noch gar nicht bewerten (da muss ich noch mehr lesen und fragen ;)). Auch der Farbsaum bei achromatischen Refraktor (APO wollen wir mal ob des Preises ignorieren ;)) kann ja wohl ein ziemliches Thema sein.


    Wenn man den Preis betrachtet, müsste der Refraktor ja eigentlich bei allem anderen *deutlich* besser sein. Er ist ja deutlich teuerer als das Newton. Ich bin übrigens weder ein Refraktor- noch ein Reflektor-Liebhaber, dafür weiss ich noch viel zu wenig. Was ich aber schon weiss ist, dass ich irgendwann mal einen richtig großen Refelektor haben möchte, denn ein 12" Refraktor dürfte wohl "Lichtjahre" für mich entfernt sein - und für richtig tolles Deep Sky braucht man so was in der Öffnungsgröße ja wohl ;)


    Rainer

    ohje... ich kann ja so gierig sein. Da werde ich dann wohl wirklich noch Spiegel schleifen lernen, und das wo ich handwerklich sooo unbegabt bin. Na ja, es kommt wohl auf die Motivation an ;)


    Aber im Ernst, jetzt hast Du mich ein wenig verwirrt - hatten wir nicht gesagt, dass in dem genannten Beispiel (und nur da sicher) der 10" tatsächlihch die gleiche Lichtsammelleisting wie der 12" hat (weil 12" nur ~80% Refelxionsgad und 10" 96%). Oder gehst Du jetzt bei Standard-Verspiegelung von 88% Reflexion aus. Stimmt, wenn ich das jetzt mit 88% rechne (http://www.adiscon.com/astro/c…1=88&R2=88&B=1200&Hidden=), dann kommt da viel mehr raus als beim 10". Ich vermute mal, so war es gemeint...


    Rainer

    Hi Kurt,


    gilt die Aussage "besser 12Zoll als 10 für DeepSky" auch unter den angegebenen Bedingungen, d.h. bei annähernd gleichem Lichtsammelvermögen aufgrund unterschiedlich guter Verspiegelungen (wie in meinem Beispiel oben)? Oder sollte ich die so verstehen, dass ich besser ein gut verspiegeltes 12" mit 96% reflexion anstelle des ansonsten gleich gut verspiegelten 10" nehmen soll?


    Ist das Auflösungsvermögen hier womöglich das entscheidende?


    Danke,
    Rainer

    Ich habe die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und mal eine Übungsaufgabe für unseren Praktikanten daraus gemacht. Er hat ein kleines Web-Programm geschrieben, um das Ganze zu berechnen.


    Hier sind die Berechnungen nochmal im Detail:


    preiswertes 12"/1200mm (http://www.teleskop-service.de/Orion/europa.htm#Europa300):
    http://www.adiscon.com/astro/c…1=80&R2=80&B=1200&Hidden=


    teures 10" / 1200mmhttp://www.teleskop-service.de/Orion/luxus.htm#250):
    http://www.adiscon.com/astro/c…1=96&R2=96&B=1200&Hidden=


    teueres 10" / 1600mm: (http://www.teleskop-service.de/Orion/luxus.htm#250):
    http://www.adiscon.com/astro/c…1=96&R2=96&B=1600&Hidden=


    Die Berechnungen sind übrigens insgesamt dahingehend nicht ganz korrekt, dass die Obstruktion wahrscheinlich größer ist als der Fangspiegeldruchmesser (der Fangspiegel wird ja wahrscheinlich noch gehalten). Dazu habe ich aber keine Daten finden können. Ich vermute auch, dass das das Ergebnis in der Gesamtaussage nicht ändert. Und ansonsten können natürlich auch noch jede Menge andere Fehler drin sein ;)


    Ich denke, wir werden auch noch ein paar mehr Berechnungen ins web stellen, jetzt habe ich ja quasi einen unerschöpflichen Pool an Übungsaufgaben ;)


    Grüße und CS,
    Rainer

    Hallo nochmal,


    genau - ich denke die ganze Rechnerei hat durchaus praktischen Nutzen. Ich stehe im moment vor der (erfreulichen) Frage welches Teleskop ich mir im Laufe des späteren Jahres leisten kann.


    Für den Einsteiger sind Angebote und Preisunterschiede faszinierend. Wenn ich das mal alles durchrechne, wird aber einiges Klarer. Eine anderer Vergleich: wenn ich einen teuereren 10" Newton nehme (besser Reflexion), dann habe ich evtl. (ohne jede Prüfung geraten ;)) ein sehr ähnliches Lichtsammelvermögen wie bei einem schlechteren 12" Newton. Der gute 10" ist natürlich teurer, aber auch leichter. Wenn ich den also parallaktisch montieren will, schneide ich vielleicht mit einem guten 10" optisch genauso gut aber insgesamt billiger ab als mit einem 12" (wegen der schwereren, sprich teureren, Montierung).


    Mir kommt das so ein wenig vor wie bei Computern (davon versteh' ich wirklich was ;)): alle Welt schaut nur auf die CPU Geschwindigkeit. Je mehr MHz, desto besser. Dabei ist das Quatsch. Die CPU ist nur eine (wenn auch wichtige) Kenngrösse. Aber Rechner mit langsamerer CPU können insgesamt viel schneller sein, wenn der Rest der Abstimmung stimmt...


    Bei den Teleskopen ist der Anfänger (ich zumindest ;)) zunächst mal geneigt auf die Öffnung zu schauen. Je mehr, desto besser. So langsam scheint es mir aber so, als ob das genau so ein Unsinn ist...


    Rainer

    Hallo beisammen,


    danke für die Kommentare :)


    Klar, ist das Ganze eigentlich trivial - aber das musste ich erst mal Begreifen. Ich habe bestimmt schon 10 Jahre lang so was nicht mehr gerechnet, da war das erstmal für mich 'ne Herausforderung (merkt man meinem Posting bestimmt an ;)). Jetzt bin ich mir aber ziemlich sicher, es richtig Verstanden zu haben und das bietet mir das Gerüst für komplexere Zusammenhänge.


    Gekommen bin ich auf das Thema eigentlich, weil ich das Lichtsammelvermögen eines 150er Refraktors mit einem 200er Newton vergleichen möchte. Da greift aber die obige Formel meiner (mittlerweile festeren) Überzeugung gar nicht mehr, weil hier halt ein perfekter Refraktor (keine Abdunkelung durch den Fangspiegel und Spinne, keine Lichtverluste) vorausgesetzt wird. D.h. für den direkten Vergleich muss ich zumindest die Abdunkelung ordentlich ausrechnen. Und da habe ich jetzt schon oft gehört, dass ein 150er Refraktor gleich viel licht wie ein 200er Newton sammelt, weil letzterer einen 50mm Fangspiegel hätte (wie gesagt, habe ich mehrfach so gehört). Das wiederum glaube ich nun doch nicht, weil die Fläche das 50mm Fangspiegels 1963mm^2 beträgt, die Fläche von 200m Öffnung 31.415 mm^2, d.h. nach meiner noch exisiterenden Meinung müsste die Gesamt-Lichtsammelfläche des Newton somit ~ 29.500mm^2 betragen. Der 150er Refraktor hat aber nur eine Fläche von 17.670 mm^2. Damit wäre der Newton also doch viel Lichtstärker. Es kann aber gut sein, dass ich hier noch so einiges übersehe, das ist das, was ich noch genauer betrachten wollte (hab im Moment nicht mehr genung Zeit ;)). Aber vielleicht gibt es ja hier sogar schon einfache Antworten (die allerdings nicht immer die eigene Erkenntnis ersetzen können).


    Das mal zur Erklärung ;)
    Rainer

    Interressant, interessant... Ich habe gerade mal das Lichtsammelvermögen (effektive Öffnung) von 2 Orion-Newtons von TS verglichen - die Normal und die Luxus-Variante. Letztere hat vor allen Dingen eine wesentlich höhere Reflexion (96% gegenüber ca. 80%, siehe http://www.teleskop-service.de/Orion/Hilux/hilux.htm).


    Betrachtet habe ich folgende Teleskope:


    http://www.teleskop-service.de/Orion/europa.htm#Europa300
    http://www.teleskop-service.de/Orion/luxus.htm#250


    Ich habe Öffnung, Obstruktion und Reflexionsgrad berechnet (letzteren 2 mal, je einmal für Fangspiegel und Hauptspiegel). Alle Werte basieren auf den Angaben aus den TS Seiten. So, jetzt kommt das Interessante:


    Der "normale" 12" Newton hat eine effektive Öffnung (ich hoffe, der Begriff ist richtig ;)) von 42.410 mm^2. Die 10" "Luxus"-Variante hat eine effektive Öffnung von 42.365 mm^2. Den 10" gibt es auch mit 1600mm Brennweite und dann kleinerer Obstuktion. Da hat er dann sogar 43.428mm^2 effektive Öffnung - also mehr als der 12". Das betrifft natürlich nur das Lichtsammelvermögen, nicht die Auflösung. Die ist bei dem 12" größer (warum, weiss ich noch nicht, werde ich aber auch irgendwann rausfinden ;)).


    Und jetzt schauen wir uns mal die Preise an: das 12" kostet auf EQ6 2.198€, das 10" "Luxus" aufEQ6 hingegen nur 1.898€. Ich vermute, dass die 10" Kombination auf der EQ6 aufgrund des geringeren Gewichts darüber hinaus noch größere Reserven hat. Und natürlich lässt sie sich leichter transportieren.


    Ich habe keine Ahnung (da Anfänger), ob die Lichtsammelleistung für sich betrachtet aussagefähig ist. Interessant ist das Ergebnis aber (zumindest für mich ;)) allemal. 'mal schauen, wie es weitergeht...


    Rainer
    PS: ich habe die Rechnung in einer Excel-Tabelle, bei Interesse (auch zwecks Nachprüfung!) kann ich die gerne auf einen Web-Server packen...

    Hallo Günther,


    gute Ideen! Mit dem Transport habe ich wirklich keine (großen) Probleme, das sind so 20, 30 meter (und wohl ein paar Treppenstufen).


    Zu dem 10" vs. 12" habe ich mittlerweile auch noch interessant Infos in einer anderen Diskussion hier gewonnen (es hört sich erst gar nicht nach dem Thema an, aber das kommt dann;)):


    http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=8019


    Ich muss heute Abend mal was stöbern und rechnen. Ich habe im Moment so die Vermutung, dass das Lichsammelvermögen des 10" Leichtbau (bessere Verspiegelung) genauso hoch ist wie die das 12" "nicht-Leichtbau"...


    Das würde vielleicht auch das Thema "macht 10" zu 12" überhaupt noch einen Unterschied?" erklären...


    Rainer

    Hallo,


    ok, ich weiss... Dobson und Astrofotografie passt nicht zusammen. Dennoch die Frage: ist es möglich, auch mit einem Dobson Planetenfotos mit der WebCam zu machen? Einfach ist das bestimmt nicht (manuelle Nachführung bei Computerbild....) - aber ist es praktisch möglich? Hat vielleicht sogar jemand Erfahrungen?


    Infos werden gerne genommen ;)


    Danke,
    Rainer