Posts by Kurt

    Eigentlich wollte ich heut früh nur mal kurz testen ob man mit dem 4" ED Details auf Jupiter erkennen kann. Dann sah ich dort gleich zwei "Schwarze Löcher" 8| ! Zum Glück war diese Erscheinung sehr gut fotografisch zu dokumentieren, siehe


    Für Einsteger: Es handelt sich natürlich um die Schatten von zwei Monden, die vor dem Jupiter vorbeiziehen.


    Gruß Kurt

    Hallo Freunde,

    herzlichen Dank für eure Glückwünsche und Tipps. Wie es scheint bin ich doch auf dem richtigen Weg zu schönen DS-Fotos :) Jedes neue Foto dieser Art ist für mich ein Aha- Erlebnis, insbesondere wenn diese Objekte schon auf dem Bildschirm farbig erscheinen. Da kann man sich ja auch mal austoben.... Ich bin auch ganz verblüfft wie leistungsfähig meine mittelteure ASI294 diesbezüglich ist.


    Zu M16:

    Da hab ich die Rohdaten noch mal neu bearbeitet. Mein "Adler" sieht jetzt so aus:


    Bild 4


    In der vergangenen Nacht hab ich mir den Sturmvogel nochmals vorgenommen und dabei die Kamera mit bestückt.


    Bild 5



    Der Erfolg im Vergleich zu obigem Bild 3 ist nicht zu übersehen.


    Hier noch die wichtigsten Infos zu dem Foto zusammengefasst.

    Datum: 17.07. 22 00:52

    Belichtung: 15 s

    Anz. Frames: 50

    Gain: 570 (Maximum)

    Kontrast: 3

    Aufnahmesoftware ASICap

    Nachbearbeitung mit Photoline

    Kamera ASI294 mit Filter OPTOLONG L-eNtrance

    Teleskop: Newton 200 f/4 mit Komakorrektor auf EQ6-R Pro


    Während der Aufnahme stand der Mond ca. 7° über den Horizont. Am Standort des Teleskops war das Mondlicht durch ein Gebäude abgeschattet.

    Anzeige SQM: 20,50. Ohne Mondlicht habe ich am meinem Standort ca. SQM = 21.5 gemessen.


    Noch etwas zu meiner Wahrnehmung des Sturmvogels;

    Dieser Sturmvogel trägt eine blendend helle Laterne am Kopf oder im Schnabel. Daher sind die Details im Kopfbereich nicht erkennbar. Aber ich sehe zweifelsfrei seine rechte Flügelspitze in der linken unteren Bildecke sowie seine linke rechts oben. 8) Er fliegt gerade eine elegante Rechtskurve. Der Schwanzbereich ist vermutlich wg. Mond- Störlicht nur andeutungsweise erkennbar.


    Gruß Kurt


    PS.: Sturmvogel und Adlernebel gehen mittlerweile auch bei mir etwas schöner als oben, dank Live Stacking mit ASI Life;


    Bild 6



    Bild 7

    Mithilfe meiner Stammtischbrüder Oliver, Sven und Klaus ist mein noch voll verkabeltes Astro- Office nun hinreichend funktionstüchtig. Habt vielen Dank, liebe Freunde!


    Voll verkabelt heißt: Ein zweiadriges Kabel zur Steuerung der Fokussierung über eine separate Steuerbox, ein USB- Kabel zur Verbindung der Kamera mit dem Laptop und ein Netzwerkkabel zur Steuerung der Monti mit dem Skyscan- Steuerteil gehen vom Büro in den Garten zum Teleskop. Wer jetzt meint das könne man auch ohne Kabel und ohne Skyscan, der hat ja recht. Aber für die entsprechende Umrüstung fehlt mir derzeit noch der Nerv. Zudem heißt ja: Never change a running system oder zu deutsch: Provisorien leben länger!


    Die neue Monti EQ6-R RRO trägt derzeit einen 8“ f/4 Newton, beide von Skywatcher. Im Oku Auszug steckt (meistens) der Komakorrektor von --- und darinnen eine Kamera ASI 294 MC.


    Für die im folgenden gezeigten Fotos wurden keine Farbfilter verwendet. Es wurden Videos mit jeweils 50 Bildern bei 20s Belichtungszeit/Bild aufgenommen, mit AS!3 gestackt und mit Photoline nachbearbeitet. Auf Darks, Flats und Guiding hab ich verzichtet.


    Die ersten 3 Bilder wurden am 05.07.22 in der Zeit von 1:06 bis 1:56 Uhr. Während dieser Zeitspanne hat man für diese Nacht die maximale Dunkelheit aber bei 50,84° Nord immer „astronomische Dämmerung“. Die Messwerte des SQM lagen zwischen 21,10 bis 21,16.


    Bild 1

    zeigt den Adlernebel (M16).


    Es muss sich wohl um die antike, äußerst seltene Art der blaurot- Adler handeln :whistling: .


    Keine Ahnung ob die blauviolette Farbe im äußeren Bereich des Nebels echt ist oder ein Artefakt. Sicher bin ich mir aber dass man selbst mit dem dicksten Teleskop direkt im Oku keine Spur von Farbe erkennen kann.



    Bild 2

    zeigt den Omega-Nebel (M17)



    Bei vis. Betrachtung im Oku am 16“ Newton auf La Palma hab ich tatsächlich so etwas gesehen das an den griechischen Buchstaben Omega erinnert. Auf dem Foto kann ich nichts dergleichen erkennen.


    Bild 3

    Das ist der legendäre Sturmvogel (NGC 6960)


    Im Oku an einem 8“ Teleskop erkennt man zweifellos die groben Umrisse der Schwingen sofern der Himmelsehr klar und dunkel ist. Das gilt nach eigener Erfahrung sogar ohne spezielle Filter. Aber die hier auf dem Foto erkennbaren
    Feinstrukturen, dazu noch in Farbe haben mich echt verblüfft. Diese Details waren ansatzweise auch schon auf den Einzelbildern während der Aufnahme erkennbar, also ohne Bildbearbeitung. Selbstverständlich werde ich bei nächster Gelegenheit auch mit passenden Filtern fotografieren.


    Zum Schluss noch eine Frage an die erfahrenen DS- Fotografen. Welche Verbesserungen könnte man bei der Fotografie obiger Objekte mit Darks, Flats und Guiding erzielen?


    Gruß Kurt

    Hallo Freunde,

    recht herzlichen Dank für für eure sehr hilfreichen Antworten. Nachdem ich mir nochmals bei TS die Beschreibung zum ASIAIR durchgelesen habe müsste ich mir folgendes aufbauen und einrichten:


    1. Teleskop mit ASi- Kamera und ASIAIR kommen auf die Monti.

    2. 12V- Stromversorgung für ASIAIR und Monti erfolgt über 6A Netzgerät aus 220V Verlängerungskabel.

    3. Monti- Steuereingang und Kamera werden über zwei kurze USB-Kabel mit dem ASiAIR verbunden.

    4. Motorfokussierung läuft über entsprechenden 12V Ausgang des ASIAIR.

    5. Mein WIN-Rechner muss noch mit passendem Androidemulator "geweiht" werden.


    Weitere Ratschläge sind natürlich herzlich willkommen.


    Auf Guiding und gekühlte Kamera glaube ich verzichten zu können, denn ich habe nicht den Ehrgeiz die besten Astrofotos aller Zeiten zu produzieren :). Ich finde es schon toll wenn man bereits ohne großartige Bildbearbeitung und lange Belichtungszeiten, also quasi life so detailreiche und farbige Bilder wie meine obigen Beispiele auf dem Bildschirm sehen kann. Das waren jeweils Stacks mit 16 Aufnahmen bei nur 20 s Belichtungszeit mit dem 8" f/4 Newton, Kamera ASI 294MC, Luminazfilter.


    Gruß Kurt

    Hallo Freunde,


    nach mehreren erfolgreichen aber kabelgebunden Astrofotoversuchen,
    Beispiele


    Bild 1



    Bild 2




    über ca.12m Luftlinie zwischen Teleskop und Rechner mit insgesamt 4 Kabeln (240V Netzkabel, USB 2 Kabel für die Kameraverbindung, Kabel für EB- Motorfokus und Netzwerkkabel zur Teleskopsteuerung mittels Handcontoller) möchte ich gerne den Kabelsalat so weit als möglich los werden.


    Die Monti ist eine AZ EQ6 GT an der wahlweise ein ED Refr. 96 f/6 oder ein Newton 200 f/4 hängt. Meine verfügbare Kameras sind folgende:

    ASI 294MC, ASI 178MM und ASI 120MM.


    Mein Rechner im „Astro Homeoffice“ ist ein HP Pavillon, der unter Window 8.1 läuft. Zusätzlich habe ich noch ein ASUS Laptop, das unter Window 10 (oder 11?) läuft.


    Die Bildübertragung und Kamerasteuerung funktioniert mit beiden Rechnerunter

    ASI Studio_V1.5.6 (64bit)

    und dem o.a. Kabelsalat problemlos. Aber es hängen dann 3 Kabel (Netzkabel liegt unauffällig im Rasen) aus dem Fester meines Astro- Office im Obergeschoss...Das gefällt natürlich meiner lieben Frau überhaupt nicht und würde auch mich auf Dauer gesehen ebenfalls stören.


    Ich kenne das ASIAIRPLUS von der HP bei Teleskop- Service zum Listenpreis von 429€. Mit dem Preis könnte ich mich schon abfinden, aber das steht in der Beschreibung:


    "ZWO ASIAIR Plus Steuerung von ASI Kameras und von Montierungen per Tablet und Smartphone."


    Mit dem Preis könnte ich mich schon abfinden. Was müsste ich noch tun oder anschaffen um das System mit meinem HP Pavillon nutzen zu können?


    Zusatzfrage: Gibt es eine andere, drahtlose Alternative ohne „astronomisches“ Preisniveau?


    Herzlichen Dank im Voraus für einschlägige Beratung

    Kurt

    Hallo Roland,

    freut mich dass du mich wiedererkannt hast ^^ .


    Soweit ich mich erinnern kann hattest du mir eine Monti nach Art der EQ 6 auf einem robusten, besonders niedrig bauenden Holzstativ verkauft. Die Monti hatte einige Zeit bei mir gedient dann aber wegen Motorschaden versagt. Ich hab sie dann einem Astrofreund überlassen, der sie wieder repariert hat. Das Stativ habe ich aber behalten und mir eine neue AZ EQ6 GT gekauft. Diese Monti auf dem Holzstativ trägt ganz gut die neue Monti mit meinem 10" f/6,8 Newton bei hinreichend bequemen Einblick, Mit einem relativ lange Newton au der Monti mit dem originalem Dreibeinstativ wäre der Einblick unbequem hoch.


    Gruß Kurt

    Hallo Klaus, liebe Mitleser,


    mit echten Selbstbau- Fernsteuerungen war ich schon als Schüler beschäftigt, damals noch mit Subminiaturröhren. Wieso ich erst jetzt auf die Anwendung in unserem Hobby gekommen bin weiß ich nicht mehr so genau,. Jedenfalls finde ich den Effekt durchschlagend.


    Dazu ein kleiner Nachtrag, zu dem mir mein Kater (biologischer Wecker, der klingelt manchmal schon um 1:00 morgens klingelt9. Das tat er z.B. am 24, 04. Also Kater abgefüttert und zum Himmel geschaut. Schön klar und noch mondlos, also Kamera (nur mit Luminanzfilter) ans Teleskop und erst nur mal auf dem BS gucken. M 51 sah einfach gut aus. Aber den hatte ich ja schon gespeichert. Bei unsere gemeinsamen vis. Beobachtung m März mit obigen 4" f/6 Refr. hatte ich diese Galaxie glatt übersehen.


    So gegen 3:30 schien mir die planetarischen M27 und M57 hoch genug am Himmel zu stehen. Wie die sich dann auf dem BS präsentierten sah fand ich echt verblüffend; Farben und Details an PN!. Nachfolgend hab ich dann jeweils ein Video mit 16 Bildern und 20s Belichtungszeit aufgenommen und verarbeitet;


    Bild 13



    Bild 14


    Jetzt frag ich mal so ganz dumm in die Runde: hat jemand diese Ringnebel schon mal in irgendeinem Teleskop derart farbig und detailreich gesehen?


    Die Aufrüstung mit mehr Öffnung wird sicher kommen. Dazu hätte ich z.B. einen leichten 12" f5 oder einen deutlich schwereren 12" f/4 Newton Spiegel...


    Gruß Kurt



    Hallo Freunde,

    herzlichen Dank für Eure freudlichen Kommemntare.


    Cleo,

    "ich muss sagen, ich bin schwer enttäuscht,..."

    hab schon verstanden dass du das nicht übel gemeint hast. Aber dazu zu fällt mir folgendes ein. Vor vielen Jahren als es das Wort "Homeoffice" noch gar nicht gab hatte ich schon Versuche zu so einer Art von Fenster-Sternwarte gemacht. Ein horizontal fest montiertes Teleskop sollte über einen parallaktisch montierten Planspiegel gefüttert werden. Am Okularende des Teleskops sollte dann eine Hütte für den Beobachter stehen. Entsprechende Versuche mit einem "liegenden" 10" Lang. Newton und 12" Panspiegel hab ich tatsächlich durchgezogen und auch hier im Forum dokumentiert. Leider finde ich das nicht so schnell wieder. Letztendlich schien mir das Gesamtprojekt weniger effektiv zu werden und hab es deshalb abgebrochen.


    Dann rief mich vor ca. 6 Astrofreund Sven an. Er sprach von einem Teleskop welches er automatisch arbeiten lässt...,. Da hatte es bei mir endlich geklingelt. Als erstes wurde meine Nikon 5000 an den 4" ED geklemmt und damit einige Probesaufnahmen geschossen:


    Bild 10


    Bild 11


    Bild 12



    Dies sind jeweils nur Einzelaufnahmen! Die Folge: siehe oben 8) .

    Gruß Kurt


    Astro- Homeoffice mit 4“ ED- Refraktor auf HEQ6*


    1, Meine Hauptgründe für Homeoffice

    1.1 wesentlich bequemer

    Man sitzt bequem im Sessel vor dem Bildschirm und muss z.B. keine Rücksicht auf Dunkeladaption für die Beobachtung von DS- Objekten nehmen.


    1.2 wesentlich effizienter

    So hab ich bereits in den ersten in Nächten mit der relativ bescheidenen 4“ Öffnung mehr DS Objekte und vor allem wesentlich detailreicher gesehen und auch schon fotografiert als in den vielen Jahren mit meinen Eigenbauten cal. 6“ bis 16“. Keine Ahnung warum ich damit nicht schon vor Jahren damit angefangen habe


    1.3 Mit relativ geringem Zusatzaufwand realisierbar

    Bereits vorhanden und genutzt:

    96 mm f/6 ED- Refraktor von Teleskopservice Ransburg

    Monti HEQ6 mit Handcontroller Skyscan

    12V 17 Ah Akku zum Betrieb der Monti

    Astrokamera ASI 178 MM mit LRGB- Filtersatz und Steuersoftware ASIStudio

    Modernes Laptop


    Es fehlten:
    eine gute Astro- Farbkamera wie z.B. die ASI 294MC. Diese Kamera wird ebenfalls mit o.a. Software gesteuert,

    eine fernsteuerbare Motorfokussierung mit entsprechender Steuerbox.

    Zur Überbrückung des Abstandes Teleskop im Garten ↔ Laptop im Wohnzimmer von nur 12m mind. ca. 15 m lange Kabel wie:

    USB mit Verstärker zur Verbindung der Kamera im Teleskop mit dem Laptop,

    8-adriges Netzwerkkabel zur Verbindung der Monti mit dem Handcontroller neben dem Laptop, sowie das 2- adrige Verbindungskabel für die Steuerbox.


    Mir ist bekannt dass man die Verbindungen zwischen Teleskop < - > Laptop auch ohne Steuerbox, ohne Handcontroller drahtlos über WLAN o.ä. realisieren könnte... Werde ich auch realisieren, aber frühestens in meinem nächsten Leben.


    2. Technische Details zu obiger Hardware

    Bild 1



    Das Teleskop bestückt mit Kamera steht einsatzbereit in „Home Position“. Der Einfachheit wegen wurde die Monti im AZ Modus an zwei Sternen ausgerichtet. Die dabei auftretende Bildfelddrehung spielt bei BW 600 mm, Belichtungszeiten von ca. 10s bis 60s und relativ kleinen Bildfeldern noch keine Rolle.


    Die blau-weiße Scheibe auf dem Feinstellrad dient zur visuellen Kontrolle der Motorfokussierung.


    Bild 2


    Bild 3




    Diese Motorfokussierung mitsamt Steuerbox stammt von einem Bastler mit Grundausbildung zum Elektromechaniker (von mir).


    Das größere Zahnrad ist auf dem Einstellrad des Feintriebs aufgepresst. Mithilfe des O- Ringes wird eine sanft wirkende Reibradverbindung zwischen Oku- Feintrieb und Motorgetriebe erzielt. Das Motorgetriebe ist mittels einer M4- Schraube auf dem Block des Feintriebes geschraubt, bleibt aber um dies Schraubenachse schwenkbar. Die Spannfeder sorgt für einen definierten Anpressdruck der Reibradverbindung.


    Die Motorfokussierung wird nur bei der Homeoffice Astrofotografie und Beobachtung benötigt. Sie kann aber jederzeit durch manuelle Drehung des großen Zahnrades problemlos überspielt werden. Eine Umdrehung dieses Zahnrades entspricht 1 mm Fokusverstellung. Die manuelle Verstellung macht z.B. Sinn wenn man schnell die richtige Fokusposition für die Kamera ermitteln will. Das geht dann aber am besten bei Tage life am Gerät und einem einige 100m weit entferntem Objekt und Bildschirmkontrolle. Bei fokussiertem Bild merkt man sich den Zahlenwert auf der mm- Skala des Oku- Auszugs dieser Kamera und stellt vor Beginn der praktischen Nutzung entsprechend ein Die beste Fokussierung für die Himmelsfotografie kann dann ganz feinfühlig und dennoch schnell genug über die beiden Taster des Fokussierbox gefunden werden.


    Inhalt der Fokussierbox: drei AA Zellen im entsprechenden Halter, zwei zweipolige EIN-Taster, einige cm Schaltdraht.


    Bild 4


    So sieht der Arbeitsplatz aus. Hier zeigt der Bildschirm zeigt zufällig ein H- apha Bild der Sonne, die aber gerade im Geäst eines Baumes verschwindet. Jedenfalls hat man hier auch bei vollem Sonnenschein keine Probleme mit störenden Streulicht auf dem Bildschirm.


    4. Erste Ergebnisse

    Diesen Homeoffice- Arbeitsplatz konnte ich in der Osternacht von Samstag auf Sonntag erstmals voll betriebsfähig nutzen. Im folgenden rede ich nur von der vis. kameragestützten Beobachtung und Fotoversuchen mit dem 4“ EDf/6 + ASI294MC und Nachführung im AC Modus.


    Der Nachthimmel war klar, vollmondig und natürlich ganznächtig beleuchtet. Der Vollmond erschien mir hier aber als sehr gut geeignete Störlichtquelle. Also hab ich goto M51 eingegeben. Zu meiner Verblüffung erschien tatsächlich M51 auf dem Bildschirm, wenn auch äußerst kontrastarm. Das war so ungefähr informativ wie bei vis. Beobachtung mit dem Vierzöller in einer klaren, mondlosen Nacht.


    Im nächsten Versuch hab ich mir den Kugelsternhaufen M3 vorgenommen. Der zeigte unerwartet viele Sternchen, sogar in verschiedenen Farben.


    Einige Nächte später am 20. 04. 22 war der Himmel bis zum Mondaufgang echt DS– tauglich. Alle Fotos wurden jeweils aus kurzen 16 Frame Videos mit AS!3 gestackt und anschließend mit Photoline 32 nachbearbeitet. Die Belichtungszeiten lagen im Bereich von 5s bis 20s.


    Bild 5


    M81 mit M82,
    dieses Galaxienpaar kannte ich aus vis. Beobachtungen nur als
    diffuse Ellipse mit helleren Zentrum bzw. als blasse Zigarre.


    Bild 6


    Eulennebel
    verdient zweifellos seinen Namen zu recht. Die Galaxis rechts unten
    kenne ich nicht.


    Bild 7


    Sombreronebel

    Auch der Name der Galaxis M104 wird hiermit fotografisch belegt.


    Bild 8


    Strudelgalaxie

    Dieser Name für M51gefällt mir. Eine Galaxis so richtig mit kontrastreichen Details und zarten Farbtönen auf dem eigene Bildschirm mit nur 4“ Öffnung sichtbar machen können, das hätte ich vor wenigen Wochen nicht geglaubt.


    Bild 9

    M13

    Sag mir, wie viele Sternlein dieses Kugelhaufens sieht man hier? Bei vis. Betrachtung durch das Teleskop glaube ich: einige. Aber immerhin, ein unübersehbares Lichtbällchen sehe ich dort ganz sicher.


    5. Fazit

    Die erste Übung in DS Fotografie kameragestützter Beobachtung in meinem Homeoffice hat Spaß gemacht. Kritik und Anregungen sind herzlich willkommen.


    Gruß Kurt


    *Irrtum, der Refraktor ist auf einer AZ EQ6 GT montiert.

    So auf Anhieb fällt mir kein bekannteres Objekt dazu ein. Damit wollte ich auch gleich die Allroundqualitäten meines neuen, kleinen 96 mm f/6 ED Refraktors testen, natürlich mit meiner NIKON D5000 hinten dran. Das Ganze wurde dann von der H-EQ5 nachgeführt.


    Darum 22. 03. 22 ca. 20:00

    Bellichtungszei 30 s mit ISO 400

    Bildbearbeitung mit Photoline 32


    Bild 1 (roh)


    Bild 2 (bearbeitet)


    Bild 3



    Offensichtlich ist Bild 1 schon total überbelichtet. Aber immerhin man es mit Photoline 32 noch ansehnlich gestalten. Gut ist zweifellos anders....

    Gruß Kurt



    Eigentlich wollte ich ausprobieren ob mein neuer, kleiner 96 f/6 ED die Plejaden auch bei Vollmond auf meine uralt - Nikon D5000 abbilden kann. Er kann, aber das Ergebnis zeige ich hier lieber nicht, weil total verwackelt und auch nicht richtig scharf..... bei 30s Belichtung auf der HEQ5. Bei 1/400 s für den Mond hatte die Monti dann keine Zeit zum wackeln.



    Gruß Kurt

    Hallo Jörg,

    "... Sorry, dass ich nichts Netteres zu sagen habe:"

    Also, Sachkritik find ich eher sehr nett. Das gilt selbst dann, wenn es um meine eigenen "Kunstwerke" geht. :/ Du hast ja recht. Das mir der Schärfung muss ich noch weiter üben. Bei meinem Bild 1 mach ich das aber nicht mehr. Das zugehörige Video ist ohnehin mit zu viel "Gain" aufgenommen und nur 100 Bilder lang .


    Zu "seitenverekehrt"

    Wer außer dir merkt so etwas denn? Ich erlaube jedem der mag die Bilder gerade zu drehen :).

    Dazu fällt mir spontan eine Story aus meiner Jugendzeit ein. Damals hatte ich mal ein Flugmodell mit ansteckbaren Tragflächen gebaut. Die waren aber exaktgenau baugleich. ichwei nicht mehr ob es zwei linke oder zwei rechte Trägflächen waren...


    Gruß Kurt

    Nachführung: H-EQ5 azimutal

    Kamera: ASI 178MM

    BW- Verlängerung: überwiegend mit 1,6x mit Barlow auf ca. 900 effektiv

    Filter: Luminanzfilter aus ASI RGB-Satz

    Bildbearbeitung: Stack und Schärfung mit AS!3, Nachbearbeitung mit Photoline32



    Bild 1





    Bild 2



    Bild 3




    Bild 4



    Bild 5 (links)



    Bild 5 (rechts)



    Bild 5 hätte aus Formatgründen nur nach Verkleinerung reingepasst und wurde deshalb geteilt.


    Fazit

    Ich bin angenehm überrascht von diesem kleinen, kompakten ED- Refraktor.


    Gruß Kurt

    Obiges Objektivfilter mit passendem 18 mm Blockfilter besitze ich
    als SE Erwerb schon seit mehr als 5 Jahren. Keine Ahnung wie alt es
    wirklich ist. Zuletzt genutzt hab ich es vor 3 Jahren. Da war das
    System es noch völlig OK.


    Den ED hab ich vor drei Wochen bei Teleskopservice gekauft. Die
    ersten vis. Beobachtungen am Nachthimmel haben mich sehr angenehm
    überrascht. Dazu wird noch ein spezieller Bericht folgen.


    Hier die Kurzbeschreibung des ersten Einsatzes für die H- alpha
    Sonnenbeobachtung- und Fotografie.

    Der Refraktor wurde auf die H-EQ5 geklemmt. Das Coronado war schon
    für frühere Einsätze mit einem Adapterflansch ausgerüstet. Dessen
    Außendurchmesser musste nur geringfügig reduziert werden und alles
    passte zusammen.


    Bild 1




    Hier ist das Teleskop am späten Nachmittag auf die Sonne
    ausgerichtet. Auf dem Bildschirm unter dem Streulichtschutz erkennt
    man gut den abgebildeten Ausschnitt der Sonne. Zur Verdeutlichung
    folgt ein Foto einem anderen Ausschnitt.


    Bild 2



    Bei genau 575 mm BW des Teleskops passt das Sonnenbild leider
    nicht voll auf den Chip der Kamera.


    Hier das beste Endergebnis:


    Bild 3



    Zu Auflösung

    Das theoretische Auflösungsvermögen A entspricht natürlich dem
    eines Teleskops mit D = 60 mm Öffnung bei lambda = 635nm. A wäre
    näherungsweise 3600 x arcsin (1,22 lambda/D ), gemessen in
    Bogensekunden, also A=2,7“.


    Damit der Chip der Kamera tatsächlich diese Bildauflösung
    liefern kann sollte der scheinbare Pixelabstand PA betrachtet im
    Abstand BW der Kamera nicht größer sein als ½ x A, also PA < ½ x A.

    Bei BW = 575 mm und realem Pixelabstand PRr = 0,0025mm kommt man
    auf PA = 0,9“. Danach wäre für den obigen Setup die Anwendung

    einer Zusatzoptik (z. B. Barlowlinse) zur Steigerung des
    fotografischen Auflösungsvermögens nicht notwendig.


    Zum Bildinhalt:

    Man erkennt außerhalb des scharf definierten Sonnenrandes den
    schmalen Kranz der Spikulen und weiter außen auch einige
    Protuberanzen. Über die Reichhaltigkeit der H-alpha Details vor der
    Sonne kann man sich nur freuen. Kurz gesagt, das H- alpha
    Filterystem scheint noch bestens OK zu sein. Deutlich mehr geht
    wahrscheinlich nur mit größerem Filter und geringerer
    Halbwertsbreite.


    Die im Bild 3 dargestellten Strukturen waren auch bei vis.
    Beobachtung erkennbar, natürlich nur in mehr oder weniger hellem
    rot, mag ich aber gar nicht soo sehr.


    Gruß Kurt

    Hallo Micha,

    was glaubst du denn welcher Amateur hier hinreichend viele systematische Qualitätsmessungen an den von dir zitieren Fabrikaten vorliegen hat um deine Frage einigermaßen objektiv beantworten zu können? Du könntest aber die zum Spiegel gehörigen Prüfprotokolle der Hersteller hier vorlegen und fragen was davon zu halten ist oder aber auch einen unabhängigen Optikprüfer mit der Prüfung deines Exemplars beauftragen. Kurz gesagt, wenn du es genauer wissen willst was mit deinem FS los ist wird es schnell teuer! Es sei denn du kannst selber prüfen:-)!


    Gruß Kurt

    Hallo Fabio,

    sorry, dass ich deinen Beitrag erst heute lese. Als alter Spiegelschlefer kann ich dir an Hand der Bilder nur sagen: Falls die zahllosen hellen Punkte sich nicht spurlos abwaschen lassen ist der Spiegel ist reif für eine Neuverspiegelung. Diese zahllosen kleinen Punkte wirken wie Streulichtquellen und mindern damit den Bildkontast ganz erheblich. Diese Kontrastminderung mindert insbesondere die Detailauflösung an kontrastarmen Objekten wie z.B. an Planeten und Nebeln. Die Frage ist nur ob du für den Preis einer Neuverspiegelung nicht schon einen gut erhaltenen Pyrex- oder Borofloat- Spiegel ohne nennenswerte Defekte der Spiegelschicht erwerben kannst.


    Zu Kratzern: Viele Amateure übersehen die dicksten "Kratzer", nämlich die Fangspiegelstreben! Wenn diese ca. 1 mm dick sind ist deren kontrastminderbe Wirkung aber praktisch zu vernachlässigen.


    Gruß Kurt


    Ps.: Ich kann zwar selber mithilfe meiner Vakuumanlage verspiegeln aber nur ohne dauerhafte Schutzschicht. D.h., die Prozedur muss spätestens nach nach 2 Jahren wiederholt werden um immer eine hinreichend gute Verspiegelung zu haben.

    Hallo Max,

    für nur 5" Öffnung finde ich die Aufnahme echt super :thumbup: :thumbup: :thumbup: . Nur noch eine Frage. Macht denn mit/ohne ADC wirklich einen merklichen Unterschied bei der RGB- Fotografie?


    Gruß Kurt

    Hallo Niklo,

    herzlichen Dank für die Neugier. Ich konnte die Bilder auch eben noch sehen. Hab sie aber danach gelöscht und wieder neu geladen. Wenn Du sie immer noch nicht sehen kannst bin ich leider an Ende meiner Weisheit , Ich hoffe aber dass uns dann einer der routinierten Moderatoren weiterhelfen wird.


    Gruß Kurt

    Hallo Freunde,

    nach den hier gezeigten tollen Vorlagen traue ich mich auch mal. Mein Standort liegt etwa auf 51° N. Jupiter schafft es hier derzeit nur bis knapp 25° über dem Horizont, Saturn weniger als 20° und Venus 29°. Bei allen drei hat man deshalb natürlich mit verstärkter Störung wegen Seeing und atmosphärischer Diffraktion zu tun. Beides kann man im 10" schon bei mittelprächtiger Vergr. deutlich visuell wahrnehmen. Mir ist noch nicht ganz klar ob man den Diffraktionsfehler bei der Planetenfotografie allein mit den RGB Filtern beheben kann oder ob doch noch zusätzlich ein ADF- Filter erforderlich ist. So etwas Feines hab ich nämlich noch nicht....Hab trotzdem schon mal ohne probiert.



    Saturn

    Die Cassini- Teilung war während 50% der Beobachtungszeit umlaufend sichtbar. Auf den fotografischen Rot- und Grünauzügen sieht man sie geschlossen umlaufend, auf blau aber nur rudimentär. Dh., die fotografischen Bedingungen waren sind demnach nur suboptimal.



    Jupiter


    Eine kurze vis. Kontrolle bei ca. 200x gleich nach Ende der Saturnaufnahmen zeigte eine deutlich Verschlechterung des Seeings. Ich beurteile das an Anblick der Monde. Die tanzten ziemlich hektisch umher und hatten sich mit wild funkelnden "Stacheln" geschmückt. Trotzdem hab ich losgelegt. Das Ergebnis ist zwar für eine 10- Zöller nicht richtig gut scharf, aber immerhin schön bunt...und mit zwei seiner Monde!



    Venus


    Wenn überhaupt, dann kann man sie derzeit nur bei vollem Sonnenlicht fotografieren so ungefähr am Nachmittag. Gestern während diese Zeit stand mein Teleskop im Schatten eine Baumes, Venus blieb aber im Gesichtsfeld. Der Himmel

    war derart verzirrt dass sie im 50 mm Sucher nicht mehr wahrnehmen konnte. Mit 850 nm Kantenfilter müsste es fotografisch aber gehen. Es ging auch. Aber zu meiner Überraschung war der Bildkontrast bei Verwendung des Rotfilters aus dem RGB- Satz von ZWO eindeutig besser!


    Einige Tage zuvor hab ich auch Versuche mit zwei verschiedenen Venus UV- Filter gemacht, Das Ergebnis ist aber für die Tonne. Niedrig stehende Venus bei voller Sonne taugt ist halt nix für UV- Bilder.


    Gruß Kurt

    Hallo Harald,

    nach meiner (Prüf)- Erfahrung mit mehreren SCs dieser Art liegt das wahrscheinlich an der Welligkeit (viele Leute sagen auch fälschlich "Rauheit ") der Schmidt- Platte. Wenn dem so ist kannst du dich totkollimieren und das Teil wird bis dahin keinen Deut besser werden. Ob auch dein Exemplar diesen Fehler hat könnte man z.B. sicher durch einen Labortest in Autokollimation feststellen. Alternativ ginge auch ein Freilufttest nach Foucault an einem hellen, künstlichen Stern in ca, 50 m Abstand. Dazu sollte aber es aber windstill und der der Himmel bedeckt sein. Sonst würde nämlich die bodennahen Luftturbulenzen den Test total verderben.


    Gruß Kurt

    Kurze Erklärung für weniger sachkundige Leser:

    Ein ist ein S-N ist ein Spiegelteleskop nach Art von Newton mit einem sphärischen Hauptspiegel, dessen sphärische Aberration mithilfe einer Korrektionsplatte nach Bernhard Schmidt korrigiert ist. Die Schmidt-Platte ist ungefähr in Abstand Brennweite des HS ist ungefähr im Abstand der Brennweite vor dem Hauptspiegel montiert. Dieser Abstand ist relativ unkritisch. Man kann ihn so wählen dass die Schmidt- Platte auch als Träger für den bei Newtons unverzichtbaren
    Fangspiegel dient.


    S-N kann man kaufen. Ich wollte natürlich einen selber bauen und zwar mit dem für mich geringstmöglichen Aufwand, incl. der Herstellung der Schmidt- Platte. Dazu hab ich mich natürlich erst mal in meiner Sammlung nach fast fertiger Arbeit umgesehen und fand folgendes:


    1. Hauptspiegel D=220, f =1487mm, näherungsweise parabolisch, Dicke 25mm, Borofloat

    2. Gitterrohrtubus, ursprünglich ausgelegt für ein Newton mit D= 250mm f=1640 mm Dicke 45 mm. Dieser Spiegel tut jetzt Dienst in einem geschlossenen Iso- Tubus.

    3. zwei kreisrunde Platten aus Floatglas, 8 mm dick.


    Der Hauptspiegel war schnell poliertechnisch in eine Sphäre zu überführen und wurde in meiner Vacuumanlage wieder mit Alu bedampft.


    Der Gitterohrtubus war nur etwas zu lang. Durch Kürzung der vorderen Stangen war das Problem erledigt.


    Aus einer der Glasplatten wurde die passende Schmidt- Platte. Das etwas mehr Arbeit. Deshalb werde ich die Details in Teil 2 ausführlich behandeln. Ich möchte hier nur so viel dazu verraten:
    Für die Herstellung einer Schmidt- Platte zur Korrektur der sphärischen Aberration des obigen Hauptspiegels braucht man garantiert keine Vakuumtechnik!


    So sah der der FL- Arbeitsplatz bei Tageslicht aus:

    Bild 1




    Für die nächtliche Beobachtung von Mond und Planeten kann man auf Lichtschutzblenden verzichten. Das erleichtert auch die Erkennbarkeit der Teleskopdetails. Zudem wird dadurch die Windwacklizität drastisch drastisch gemindert.


    Das Teleskop ist mittels einer breiten, kräftigen C- Schiene mit der HEQ6 verbunden. Zum Ausgleich des Drehmoments der von mir bevorzugten, (leider ziemlich schweren) WW- Okus wurde aus der Unterseite des Tubus provisorisch ein 1,6 kg Ausgleichsgewicht angeklemmt.


    Auf den folgenden Bildern sieht man dass der FS an der Schmidt-Platte montiert ist. Den 48 mm FS hab ich mir von meinem 250 mm Newton ausgeliehen. Für den hier vorgestellten 220 mm S-N würde auch ein 38 mm Fangspiegel völlig ausreichen. Der hätte dann nur rund 17% Obstruktion.


    Die Zelle der Schmidt- Platte wurde aus zwei verklebten Hartschaumringen gefertigt der untere Ring blendet die Platte auf D= 220 mm ab. Der Rohdurchmesser der Platte wurde bei 250 mm belassen

    Bild 2




    Bild 3




    Bild 4





    Hier der Anblick des FL- Platzes von vorne. Man beachte links im Hintergrund das äußerst nützliche Zubehör für fußkranke Senioren!

    Bild 5



    Die Anbindung des Teleskops an die Monti sieht etwas unsymmetrisch aus. Das kommt daher dass der Tubus ursprünglich für einen wesentlich schweren HS ausgelegt war.

    Bild 6




    Ein Blick auf das untere Ende des Tubus:

    Bild 7

    Die drei M6 Justierschrauben aus Polyamid sitzen auf ca. 70% des Spiegeldurchmessers


    Bild 8


    Die drei Seitenstützen (Teflon) lassen sich auf den M6 Gewindestangen in der Höhe einstellen, idealerweise auf die Schwerelinie des Spiegels.




    Einige Anmerkungen zum FL

    Laut meiner Wetterapp war für den frühen Morgen des 30.7. eine größere Wolkenlücke angekündigt. Das Teleskop hatte ich noch bei Tageslicht am Abend vorher kollimiert und in Stellung gebracht. Also, nichts wie raus an die Okulare!


    Saturn

    war gegen 2 Uhr nahe seiner Kulmination von ca. 20°. Leider war
    das Seeig total bescheiden

    Immerhin konnte ich zweifellos die Cassini- Teilung erkennen und
    dazu noch so etwas wie eine geteilte Bauchbinde auf dem Planeten. Mehr als 115- fache Vergr. mit den 13 mm Ethos war nicht förderlich.
    Dann doch lieber noch einen Schwenk auf


    Jupiter

    Dieser drohte nämlich ziemlich bald in einer von SW aufziehenden Wolkenwand zu verschwinden. Das passiere dann auch, prompt nachdem ich ihn im Oku hatte...


    Mond

    Der stand noch gegen 3 Uhr weit genug weg von der Wolkenwand und bereits höher über dem Horizont als Saturn. Aber auch hier verdarb das miese Seeing höhere Vergrößerungen. Der Mond passt voll in das 13 mm Ethos und es gab noch Luft drum herum.


    Startest

    Hierfür gab es noch einige Wolkenlücken in größerer Höhe über dem Horizont. Ich konnte dann immerhin 7 mm Oku einsetzen, also bei 214 fach startesten.

    Ergebnis:

    Teleskop zeichnet merklich überkorrigiert. Ob es sich lohnen könnte diesen Fehler zu korrigieren werde ich baldmöglichst durch interferometrische Labortests feststellen und die Ergebnisse hier vorstellen.


    Gruß Kurt

    Hallo Micha,

    nachdem ich mal versucht habe einen 24" Spiegel in Schlaufenhalterung interferometrisch zu vermessen halte ich diese Art er Aufhängung bei größeren Spiegeln für suboptimal. Der Spiegel hat damit garantiert Lagerungsasti und zwar nach fast jeder Bewegung anders!


    Gruß Kurt