Posts by Atlas

    Hallo zusammen,


    hier noch ein verspäteter IC 1295 von vor 10 Tagen. Bin jetzt erst dazu gekommen, ihn ins Reine zu zeichnen.

    Ort: Schwäbische Alb, 750 Meter, Luft sehr trocken, gutes Seeing, gute Transparenz, fst. 6,4 mag.


    Ich habe den PN (wie immer, wenn möglich) ohne Filter beobachtet. Der Filter macht den PN zwar heller, nivelliert aber alles und läßt die schwachen Sterne verschwinden. Das Loch, das etwas aus der Mitte des PN verschoben ist, war gut zu erkennen. So stark wie auf der Zeichnung war der Kontrast zu den helleren Teilen allerdings nicht. Von dem äußeren Bogen war in der Nähe des hellen Sterns rechts ansatzsweise ein Stück zu erkennen.



    Viele Grüße

    Johannes

    Hallo Roland,


    bevor ich losfuhr, hatte ich tatsächlich Angst vor dem Rauch. In der Brandnacht riet die Polizei, im Umkreis mit Radius 20 km um Gammertingen Türen und Fenster geschlossen zu halten, und mein Beobachtungsplatz liegt tatsächlich innerhalb dieses Radius. Als ich dort war, konnte ich aber keine Beeinträchtigung durch Rauch am Himmel wahrnehmen. Nein, Zeichnungen habe ich leider nicht gemacht. Dafür war ich emotional zu angespannt. Ich schwankte hin und her zwischen Schadenfreude und Mitleid mit Herrn Göggel, dem lichtverschmutzenden Bräutigam.


    Viele Grüße

    Johannes

    Hallo zusammen,


    Der größte Lichtverschmutzer im Umfeld meines Beobachtungsplatzes auf der Schwäbischen Alb ist die Firma Reifen Göggel in Gammertingen. Die weiße Fassade des vorderen Firmengebäudes wird die ganze Nacht hindurch angestrahlt und reflektiert das Licht weit in den Himmel. Zudem liegt die Firma nicht unten in der Stadt, sondern im Industriegebiet oben auf dem Berg. Meinen Beobachtungsplatz habe ich etliche Kilometer entfernt von diesem Ort gewählt, wo ich kaum beeinträchtigt werde. Trotzdem ärgere ich mich jedesmal über das unnötige Lichtspektakel, wenn ich tief in der Nacht oder früh morgens vom Beobachtungsplatz über Gammertingen nach Hause fahre.


    Die meisten werden es aus den Medien schon wissen: Reifen Göggel ist abgebrannt! Und zwar bei der Hochzeitsfeier des Firmenbesitzers selbst. Es war eine „Hochzeitsfeier der Superlative“ auf dem Firmengelände, mit berühmten DJs, einer Flugshow über den Köpfen der 300 geladenen Gäste, und einem nächtlichen Feuerwerk. Leider ist eine Rakete des Hochzeitsfeuerwerks in einen Reifenstapel gefallen und hat alles in Brand gesetzt. Hier ein Video dazu:


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    Das geschah am vergangenen Samstag, 23.7., gegen 23.30 Uhr. Am Sonntag, 24.7., war der Himmel klar und ich brach auf zum Beobachten. Ich hatte zunächst befürchtet, daß die Straße, die direkt am Firmengelände vorbeiführt, wegen des Feuerwehrgroßeinsatzes auch am Sonntagabend noch gesperrt sein könnte. Sie war aber frei. Doch über dem Firmengelände stieg eine dichte Rauchwolke auf.


    Nach Abschluß meiner Beobachtungen, gegen 2 Uhr am Montagmorgen, fuhr ich auf dem Heimweg wieder am Firmengelände vorbei. Die Rauchwolke war noch da und wurde nun von unten her durch das immer noch lodernde Feuer rot erleuchtet – ein apokalyptischer Anblick. Vor dem Tor der Firma stand verlassen das Hochzeitsauto – eine weiße Stretchlimousine im Oldtimer Look. Offenbar hatte man die Karosse vor den Flammen noch in Sicherheit bringen können.


    Die weiße Fassade ist übrigens nicht abgebrannt, sondern konnte von der Feuerwehr gerettet werden. Aber die Beleuchtung war deutlich schwächer als sonst.


    Viele Grüße

    Johannes

    Hallo zusammen,


    gestern hatte ich endlich mal wieder Gelegenheit, ein OdM zu beobachten: mit 25" f4 auf 750 Meter Höhe (fst. 6,4 mag; sehr trockene Luft, gutes Seeing).


    Der Kugelsternhaufen NGC 6712 erschien sehr kompakt und in der Form etwas unregelmäßig. Vor nebligem Hintergrund war eine Reihe von Einzelsternen erkennbar. Sie verteilten sich unregelmäßig über die Fläche des Haufens.


    IC 1295 erschien ohne Filter eher schwach und ringförmig, mit OIII Filter dagegen als kräftiger Wattebausch. Ich konnte keinen Zentralstern sehen.


    Der kleine PN K 4-8 reagiert sehr gut auf den OIII Filter. Wenn man nicht weiß, welcher der schwachen Sterne in der 5er-Kette der PN ist: Filter blinking zeigt es sofort. Details konnte ich in K 4-8 aber nicht erkennen.


    Viele Grüße

    Johannes

    Ich hab's gestern visuell versucht, mit 25" f4 (Höhe 750 m, fst 6,4 mag, sehr trockene Luft). Die Galaxie war gut zu sehen, sogar die Spiralarme waren zu erahnen. Die Supernova konnte ich sicher erkennen. Sie zeigte sich allerdings nur dem indirektem Sehen, aber nicht kontinuierlich, sondern jeweils phasenweise für mehrere Sekunden. In diesem Phasen war sie aber sehr deutlich zu sehen.


    Viele Grüße

    JOhannes

    Die Chinesen wollten ja eigentlich gar keine eigene Raumstation, sondern sie wollten sich an der ISS beteiligen. Allerdings hat der amerikanische Kongress im Jahr 2011 der NASA verboten, mit China zusammenzuarbeiten. Das war das sogenannte Wolf-Amendment. Hätte man China damals eingebunden, dann wüßte man jetzt ganz genau, was sie in der Raumstation tun. Doch so haben die Chinesen ihre eigene Station gebaut, die sich der Kontrolle der NASA entzieht.


    Lernt man auf der chinesischen Raumstation, wie man die Satelliten anderer Leute zerstört? Wahrscheinlich in dem gleichen Maß, in dem man das auf der ISS auch lernt oder nicht lernt. Am meisten lernt man darüber aber bei SpaceX, dem Kooperationspartner der NASA.


    Ich fürchte, daß Nelson nicht nur nach innen, d.h. zu den amerikanischen Senatoren spricht, die das Geld bewilligen sollen. Ihm geht es auch darum, China nach außen als Gefahr für den Westen darzustellen. Im Ganzen steuern wir ja gerade auf einen neuen kalten (und hoffentlich keinen heißen) Krieg zu, diesmal zwischen den USA und China. Nelsons Warnung vor einer Besetzung des Mondes durch die Chinesen paßt da gut ins Bild.


    Viele Grüße

    Johannes

    Hallo Micha,


    was Zeichnungen angeht, mußt Du folgendes bedenken:


    1) Zeichnungen sind Interpretationen, und sie sind subjektiv. Sie werden schließlich von Menschen gemacht, und Menschen sind keine Fotomaschinen.

    2) In eine Zeichnung nimmt man alle Details auf, die man während der Beobachtung irgendwann erkennen konnte. Dazu gehören auch solche, die man nicht ständig, sondern nur in den Momenten besten Seeings erfassen konnte. Auf der Zeichnung sind sie dann fixiert und sehen aus, als wären sie einfach da gewesen, aber am Okular kommen und gehen sie, und manche kommen nur selten. Bei etwas größeren Objekten erscheinen die Details an verschiedenen Stellen mitunter auch zu verschiedenen Zeiten, und das schon deshalb, weil man sich nicht auf das ganze Objekt simultan konzentrieren kann. Auch sie werden in der Zeichnung fixiert und scheinen dann gleichzeitig da zu sein, obwohl sie es nicht waren.

    3) M 102 habe ich schon länger nicht mehr beobachtet und noch nie gezeichnet. Soweit ich mich an meine Beobachtungen mit 25" / f4 erinnere, kann ich sagen: Die Sichtbarkeit des Staubbandes hängt stark vom Seeing ab. Bei schlechtem Seeing sehe ich es überhaupt nicht, bei gutem einigermaßen deutlich, aber auch dann kann es sein, daß es phasenweise verschwindet, wenn die Luft unruhig wird. Eine Frage ist immer auch, wie lang die Galaxie ist. Die äußeren Enden jenseits des Staubbandes, die auf den Hubble Bildern noch sehr hell sind, sind in Wahrheit ja recht schwach. Hier hängt es von der Himmelsqualität (Dunkelheit) ab, wie viel man davon noch sehen kann.

    4) Die Zeichnung von TomC ist außergewöhnlich gut, aber man muß in Rechnung stellen, was ich unter 1) und 2) gesagt habe. Die hellen Knoten in der Galaxie, die TomC gezeichnet hat, habe ich allerdings noch nie gesehen.


    Viele Grüße

    Johannes

    Ja und danach?


    Wird gar nix geplant von Seiten USA/ESA/JAXA als Nachfolger? Schluss, Aus mit wissenschaftlicher Raumstation?


    Nun ja, da sollten wir nicht die CNSA (Chinese National Space Agency) vergessen, die bis Ende des Jahres ihre Raumstation vollständig aufgebaut haben wird. Gerade heute ist ja wieder ein Team von 3 Astronauten hingeflogen. China ist im Moment das einzige Land, das als einzelnes eine Raumstation unterhalten kann. Sie haben übrigens schon vor einiger Zeit internationalen Besuch zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit eingeladen.


    aber wir haben ja das James Webb teleskop

    In diesem Zusammenhang ist vielleicht interessant, daß China im Jahr 2023 sein eigenes Weltraumteleskop in den Orbit bringen wird. Hier gibt es ein interessantes Video, das das chinesische Xuntian Teleskop mit dem Hubble Teleskop vergleicht.


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    Viele Grüße

    Johannes

    Hallo Bernhard,


    das China-Bild, das Du in Deinem Beitrag zeichnest, ist ungefähr zur Hälfte falsch. Ich vermute, daß Du noch nie dort warst und auch die Sprache nicht kennst, so daß Du der einseitigen Berichterstattung in den westlichen Medien ausgeliefert bist. Ich greife einige der von Dir angesprochenen Themen auf.


    Kinder:

    Zunächst mal bestimmt man in China die Zahl seiner Kinder inzwischen selbst, sofern es nicht mehr als 3 sein sollen. Auf dem Land sind auch mehr erlaubt, und auch die ethnischen Minderheiten durften stets mehr Kinder haben als normale Chinesen. Die Ein-Kind-Politik der 80er und 90er Jahre war hart, aber ohne sie gäbe es heute nicht 1,4, sondern 2,8 Milliarden Chinesen. Doch diese Zeiten sind vorbei. Inzwischen wird Kinder haben staatlich gefördert. Die Obergrenze von 3 Kindern wird auch bald fallen und sie ist ohnehin bloß theoretisch, denn in den großen Städten kann man sich so viele Kinder wegen der hohen Kosten für Erziehung und Ausbildung kaum leisten. Und wer hat bei uns schon mehr als 3 Kinder?


    Wohnung:

    Es gibt in China einen freien Wohnungsmarkt. Wohnungen sind als Kapitelanlage sehr beliebt. Welche Wohnung man kauft oder mietet, hängt davon ab, wieviel man bezahlen kann – ganz wie bei uns.


    Uiguren:

    Uigure sein an sich ist kein Problem. Die Chinesen sind stolz auf ihre ethnische Vielfalt und stellen sie gern und oft zur Schau. Es gibt dort offiziell 56 Nationen mit vielen verschiedenen Sprachen und Kulturen. In den Zentren der großen Städte gibt es an jeder zweiten Straßenecke ein uigurisches Restaurant (Xinjiang heißt das dort). Das sind nicht die billigen Essbuden, sondern gehobene Lokale, die sehr gern besucht werden. Wovor die Chinesen sich fürchten, sind Islamisten und Separatisten, die von Saudi Arabien oder der Türkei finanziert werden. In Xinjiang, wo die Uiguren wohnen, hat es in den 2000er Jahren viele islamistisch motivierte Terroranschläge gegeben, bei denen Hunderte von Menschen getötet wurden. Dagegen richten sich die Maßnahmen der Regierung.


    Offene Grenzen:

    Aus meinem Erfahrungsbereich kann ich sagen, daß die chinesische Regierung jedes Jahr in großer Zahl gut dotierte Stipendien bereitstellt, damit die jungen chinesischen Akademiker im Westen promovieren können. Ich kenne kein anderes Land, das so großzügig Auslandsstipendien gewährt. Nach der Promotion in Deutschland gehen die allermeisten Chinesen dann zurück nach China, weil sie mit einem deutschen Doktortitel gute Anstellungschancen an chinesischen Top-Universitäten haben.


    In letzter Zeit sind übrigens sehr prominente chinesische Wissenschaftler aus den USA nach China zurückgekehrt. Einer davon ist Shing-Tung Yao. Den kennen die Stringtheoretiker wegen der Calabi-Yao Mannigfaltigkeit, die nach ihm benannt ist. Er hat seinen Chair in Harvard aufgegeben, um in Peking ein Mathematik-Institut an die Weltspitze zu führen.


    Freie Meinungsäußerung und Internetzensur:

    Was Du dazu schreibst, ist leider richtig. Daß die Chinesen die US Tech Giganten (Google, Facebook etc.) raus halten wollen, kann ich noch nachvollziehen. Doch die Zensur ist einfach lächerlich und gehört dringend abgeschafft. Die Regierung sollte mehr Vertrauen zum Volk entwickeln. Man kann die Internetzensur allerdings mit einem VPN client umgehen. Und Zeitungen mit Meinungsvielfalt gibt es noch: Ich empfehle die South China Morning Post. (Ich mache mir seit ein paar Jahren aber auch zunehmend Sorgen um die Meinungsvielfalt in den westlichen Medien.)


    Man kann der kommunistischen Partei Chinas sicher manches anlasten, aber man muß auch sehen, daß sie in den letzten 30 Jahren mehrere hundert Millionen Menschen aus der Armut geholt hat. Das ist ein Erfolg, der in der Menschheitsgeschichte einmalig sein dürfte. Ich frage mich, warum das demokratisch regierte Indien, das sonst in vieler Hinsicht mit China vergleichbar ist, bisher nichts Ähnliches geschafft hat.



    Viele Grüße

    Johannes

    Hallo Peter,


    Du zeigst wieder mal sehr schöne kurzzeitbelichtete Bilder. Den Eskimonebel habe ich vor 3 Jahren mal mit 25" f4 gezeichnet. Zeichnen ist ja auch irgendwie lucky imaging, nur ohne stacking. Wenn Dich das Resultat meiner visuellen Beobachtung zum Vergleich interessiert:



    Viele Grüße

    Johannes

    Hallo Mathias und allle,


    endlich bin ich dazu gekommen, meine Zeichnung von NGC 2976 zu finalisieren. Sie entstand am 21. April, in jener Nacht, als sich das auffällige Raketenphänomen am Himmel zeigte. Ort: Schwäbische Alb, 750 Meter Höhe, fst. 6,2, seeing gut.



    Das Objekt war wirklich eine Herausforderung. Ein paar hellere Knoten konnte ich ausfindig machen, und links an der Oberkante sah ich eine eigenartige Einbuchtung.


    Viele Grüße und besten Dank für den Objektvorschlag,

    Johannes

    Hallo Uwe,


    ja, Du erinnerst Dich richtig.


    Wie überprüfst Du Deine Encoder Funktion denn? Argo Navis auf "Mode Encoder", dann die Achsen bewegen und sehen, ob sich die Anzeige verändert? Wenn sich dabei die Anzeige des AZ Encoders nicht ändert, drücke ich den Stecker ein wenig hin und her, dann gehts.


    Viele Grüße

    Johannes

    Auch bei mir gestern Abend auf der Schwäbischen Alb sehr schön: Merkur etwas unterhalb der Plejaden, sogar freisichtig. Zählen konnte ich die Plejaden aber nicht, dafür waren sie doch zu schwach.


    Viele Grüße

    Johannes

    Hallo zusammen,


    gestern Abend konnte ich die Supernova mit 25" f4 beobachten: 750 Meter Höhe, fst 6,2. Zusammen mit M 60 und NGC 4647 war das bei 350x ein sehr schöner Anblick. Die Struktur von NGC 4647 war auch gut zu sehen: Ein heller Kern mit einem Ring drum herum. Die Supernova sitzt im Ring auf der M 60 zugewandten Seite. Ihre Helligkeit war größer als 13,x mag. Ich schätze sie eher auf 12,5 mag. oder sogar noch heller.


    Viele Grüße

    Johannes

    hallo Robin,


    die erste Stufe wurde schon nach 2 Minuten und 35 Sekunden abgetrennt. Die können wir hier also nicht gesehen haben.


    Danke für Deine Zeichnung. Sie triffts ganz gut, aber für mich war das Licht deutlich länglich, und die Wolken waren unmittelbar bei diesem Licht.


    Viele Grüße

    Johannes

    Ein wenig Internet Recherche hat ergeben, daß wir wohl das sehr seltene "Twilight Phenomenon" gesehen haben. Die Rakete flog so hoch, daß der Abgasschweif noch von der bei uns erst 1,5 Stunden zuvor untergegangenen Sonne beleuchtet wurde. Da in der oberen Atmosphäre der Luftdruck gering ist, wird die Abgaswolke sehr breit. Vermutlich ist die Rakete in Florida gestartet. Sie war also schon eine Weile unterwegs, bevor sie diesseits des Atlantik auftauchte. Möglicherweise haben wir die zweite Stufe gesehen. Das sich mitbewegende Pünktchen, das mir aufgefallen ist, könnte ein abgestoßenes Verkleidungsteil gewesen sein.


    Hier ist ein Video zum Twilight Phenomenon. Es wurde aber aus kurzer Distanz zum Startplatz aufgenommen (Vandenberg - Los Angeles). Die Rakete, die wir vorgestern gesehen haben, muß sehr viel höher geflogen sein.


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    Viele Grüße

    Johannes

    Mein Beitrag von heute Morgen ist dem Zurücksetzen des Forums zum Opfer gefallen. Deshalb hier noch einmal. Ich habe diese Erscheinung von der Schwäbischen Alb aus beobachtet. Die Beschreibung, die ich heute Morgen versucht habe, wiederhole ich nicht, denn das Video, das Stefan verlinkt hat, zeigt genau das, was ich gesehen habe. Die rundliche Wolke (im Video links) hat sich nach einer Weile vom hellen Licht abgelöst und blieb noch eine ganze Zeit lang stehen, nachdem das helle Licht mit der vorderen Wolke schon Richtung Süden verschwunden war.


    Ich frage mich nur, warum ein Raketenstart so aussieht. Feuerstrahl ist klar, aber eine helle Wolke davor und eine weitere dahinter? Wie ist das zu erklären?


    Viele Grüße

    Johannes

    Hallo Matthias,


    hervorragende Zeichnungen! Die Gegenüberstellung ist hoch interessant. So etwas sieht man ganz selten, und es hilft sehr dabei einzuschätzen, wie viel mehr man mit größeren Öffnungen sehen kann. Ich finde es sehr beachtlich, daß Du mit 10" zwei der Spiralarme sehen konntest. Da hat sich sicher auch der hervorragende Standort in der Rhön ausgewirkt.


    Viele Grüße und besten Dank fürs Zeigen

    Johannes

    Hallo Ralf,


    Deine Aufnahme ist sehr schön geworden, und so viele detaillierte Aufnahmen des roten Rechtecks findet man im Netz gar nicht.


    Der Vergleich zwischen visueller Beobachtung und Fotografie ist sehr interessant, aber auch nicht so einfach. Ich selbst habe zunächt visuell beobachtet (18"), hatte dann ein CCD Zwischenspiel am 18" Dobson, und arbeite seit einigen Jahren wieder nur visuell (25"). Ich meine, daß das menschliche Sehvermögen mit einem Fotoapparat kaum vergleichbar ist. Z.B. ist der Dynamikumfang des Auges viel größer, und obwohl die "Integrationszeit" nur im Millisekundenbereich liegt, sieht das Auge Dinge, für die man einen CCD Chip mehrere Minuten belichten muß. Hinzu kommt jenes Phänomen, über das ich mich am Anfang meiner Beobachterkarriere sehr gewundert habe: Visuell sieht man die Dinge nicht einfach oder man sieht sie nicht, wie auf einem Foto, sondern man kann und muß lernen Dinge zu sehen. Außerdem ist Sehen eben immer auch interpretieren.


    Visuelle Beobachtung von Objektdetails hat auch etwas gemeinsam mit Lucky Imaging. Man merkt sich ja die visuellen Eindrücken aus den manchmal nur wenigen Momenten des besten Seeings, nicht aus den verwaschenen Phasen des schlechten Seeings. Beim Zeichnen bringt man nur die besten Eindrücke aufs Papier und nicht etwa einen Durchschnitt von allem.


    Viele Grüße

    Johannes

    Robin,


    sehr schöne Zeichnungen! Vielen Dank fürs Zeigen. Besonders beeindruckt mich Dein M 82 wegen der vielen Lichtknoten. Nach denen schaue ich bei der Beobachtung immer besonders. Manchmal sind sie besser zu sehen, manchmal schlechter. Du hast auf jeden Fall sehr viele davon erfaßt. Glückwunsch!


    Johannes