Posts by Stathis

    Du kannst Bilder im Beitrag als Dateianhang einbinden, wie Palmi schreibt.

    Astrobilder kannst du auch in die Gelerie hochladen.

    Siehe auch:

    Hallo Uwe,


    Y Oph ist ein Cepheid Veränderlicher mit einer Amplitude von ca. 0,6 mag und daher als Vergleichsstern ungeeignet (siehe auch mein Beitrag weiter oben). Ich hatte Y Oph gestern grob auf ca. 6,5 mag geschätzt, die Nova RS Oph leicht heller. Deine 5.5 - 5.7 mag für RS Oph erscheinen mir deutlich zu hell.


    Hast du ihn nicht mit den anderen geeigneten Sternen verglichen? Diese liegen jedoch etwas weiter weg, daher ist dein Gesichtsfeld im 10" etwas klein. In dieser Phase wäre ein Fernglas, Sucher oder auch dein 90/600 Apo besser geeignet. Am einfachsten nutzt man dazu die Karten der AAVSO

    Hallo Günther,

    Du hast diesen Post in Kontakte und Treffen platziert. Suchst du einen Astronomen, der dich dazu kontaktieren soll? Um was zu tun?

    Oder möchtest du allgemein hier öffentlich über dunkle Materie diskutieren? Wenn ja wäre das Forum "allgemeine astronomische Themen" passend. Dann müsstest du aber auch detailierter schreiben, was genau du diskutieren möchtest.


    Übrigens beschäftigen sich so ziemlich alle Astronomen mit kosmischer Materie.

    Interessant Christian, dass du ihn gestern auch schwächer gesehen hast. Heute erscheint er mir noch mal deutlich schwächer. Meine visuelle Schätzung mit 10x50 Fernglas:

    12.08.2021 um 23 Uhr MESZ: 6,05 mag

    In der Helligkeit zwischen HD 164064 mit 5,84 mag und HD 161056 mit 6,3 mag.


    RS Oph ist auch merklich heller als der hellere des Sternpaares Y Oph (HD 162784), der jedoch ein Chepheid Veränderlicher ist mit 5,9-6,5 mag.


    Das wäre gut 0, 3 mag Helligkeitsabfall an einem Tag. Kann das sein? Wie seht ihr ihn heute?

    Ich halte generell nicht viel von Justierlasern, erst recht von den günstigen mit Klapperpassung. Sie reagieren überempindlich auf Verkippung im Okularauszug.


    Meine Empfehleung: Gegen ein Cheshire Justierokilar tauschen. Damit justiert man das, worauf es wirklich ankommt: So, dass die optische Achse des Hauptspiegels auf die Mitte des Gesichtsfeldes kommt.

    So was gefällt mir!

    Da gibt es ja Leute, die trauen sich kaum, ihre Okulare aus der Vitrine zu holen. Schön zu sehen, dass es auch andere mit Philosophie "was nicht passt, wird passend gemacht" handeln.


    Wie gut hat das sägen geklappt? Hast du immer wieder rundherum gesägt? Hast du die Schnittkante nach dem glatt feilen mit Permanent Marker geschwärzt? Hast du mal ein Bild, wie es jetzt aussieht?

    Wiegt das Okular wirklich wie von TS angegeben nur 169 g? Mit welchem Sucher nutzt du es? Ob das wohl auch für einen f/4 Spiegel noch einigermaßen taugt?

    Hallo Oliver,


    bei Aufnahmen so nahe am Fokus oder genau im Fokus muss man sicherstellen, dass sie nicht überbelichtet sind (Pixel in Sättigung). Nur dann sind die FWHM Werte aussagekräftig. Ich mache das daher auch gerne visuell bei sehr hoher Vergrößerung, da das Auge einen sehr hohen Dynamikbereich erfassen kann.


    Viel mehr Sorgen als diese kleinen Unsymmetrien in den Lichtausbrüchen würde mir das stark unterschiedliche aussehen intra- zu extrafokal machen (vergleiche mit diesen Beispielen). Extrem dominanter Außenring intrafokal und diffus auslaufender Außenring extrafokal bedeutet bei Spiegeln, dass ein kürzer fokusierender Rand vorliegt (= zu hoher Rand), also genau anders herum als Gerhard schreibt. Ob das bei ED Apos auch so ist, weiß ich nicht, daher meine Aussage bitte mit Vorsicht genießen. Der Strahlenkranz um den Stern deutet jedoch darauf hin, dass der Rand einen anderen Fokus hat.


    Wie sehen die Intra- / extrafokalen Bilder im abgeblendetem Zustand aus? Sollten sie deutlich gleichmäßiger sein, ist das ein starker Hinweis, dass dein Rand schlecht ist.


    Du kannst Dir ein solches Gitter auch vor das Objektiv setzen und somit auch selbst bauen.

    Wie soll das gehen? Der Ronchi Test funktioniert nur mit dem Gitter kurz vor und hinter dem Fokus.


    Endgültige Sicherheit über das quantitative Ausmaß würde ein Interferometer Test bringen.

    warum shimen, um im Cheshire den FS mittig zu sehen, wenn mit dem Unterlegen von Plättchen der OAZ doch nur höher gebaut, aber nicht quer dazu verschoben werden kann?

    Nicht an allen 4 Schrauben gleichmäßig unterfüttern, sondern nur die nötig sind, um das Schielen des OAZs auszugleichen. Du kannst so den Kippwinkel, sprich die "Rechtwinkeligkeit" zum Tubus herstellen. Wenn dein OAZ z.B. zu sehr nach links schielt, musst du unter die beiden rechten OAZ Befestigungsschrauben shimen.


    Dazu sollte natürlich zuvor sichergestellt sein, dass der Fangspiegel in der Mitte des Tubuses sitzt. Auch der Hauptspiegel sollte mittig in der Spiegelbox sitzen. Hast du beides überprüft? Beim Fangspiegel einfach mit dem Meterstab gucken, ob die Zentralschraube der Fangspiegelhalterung mittig im Hut sitzt (bzw. incl. Offset 5 mm weg vom OAZ). Beim Hauptspiegel prüfen, dass der Abstand zu den 4 Spiegelbox Wänden gleich ist.


    Diese Fangspiegel Spinnen von Fa. Novak kenne ich. Da kann man doch die Befestigungsschrauben am Hut z.B. auf der einen Seite lockern und auf der gegenüberliegenden Seite fester ziehen. Warum soll das bei dir nicht gehen?


    Wie können die Justierschrauben des FS den FS zentrisch im Tubus ausrichten? Das verstehe ich nicht. Die ändern doch nur die Neigung des FS,

    Die Justierschrauben sitzen doch nicht in Höhe der Spiegeloberfläche, sondern deutlich höher. Wenn man den Tilt oben an den Justierschrauben ändert, ändert sich auch die Position weiter unten am Spiegel selbst. Wie sind die Justierschrauben im Moment? Sind sie annähernd gleichweit geschraubt, sitzt der Fangspiegel zentrisch genug. Sind sie jedoch total verschieden eingedreht, hängt der Fangspiegel schief. Das würde auch erklären, warum du ihn im OAZ nicht zentrisch siehst.


    p.s.

    D.h. ich hätte die Mittenmarkierung des FS von der aktuellen Position um 5 mm nach hinten unten anbringen müssen,

    Nein, genau anders herum! Wenn der Offset 5 mm ist, muss der Fangspiegel um 5 mm weg vom OAZ UND 5 mm Richtung Hauptspiegel. Auf der Spiegeloberfläche sind das 5 mm * wurzel (2) = 7 mm Versatz zur geometrischen Mitte. Vom OAZ aus gesehen muss die Mittenmarkierung somit nach oben und vorne, damit hinterher der Fangspiegel nach hinten und unten zu liegen kommt. Am besten mal alles aufzeichnen, dann wird es sicher klar.

    Bitte mit deiner Geometrie nachrechnen, ob die 5 mm auch stimmen!

    Voraussetzung für eine gute Justage ist ja, dass die optische Achse des Hauptspiegels mit der mechanischen Achse des Gitterrohrtubus übereinstimmt, der HS also zentriert eingebaut ist sowie der OAZ rechtwinklig am Hut montiert ist.

    Das ist wünschenswert, aber nicht unbedingt notwendig. Wie Ralf schreibt, kann man (in gewissen Grenzen) auch schief zum Tubus sauber justieren. Beim Newton kommt ja "nur" darauf an, dass die 3 Teile Hauptspiegel, Fangspiegel, OAZ in Position und Tilt zueinander passen.


    a) der Fangspiegel ist nicht zentriert zum OAZ (man sieht links im Tunnel etwas Rand, rechts hingegen nicht). Dies kann ich leider nicht durch Positionsänderung des Fangspiegels längs zur optischen Achse des Tubus lösen. Der angedeutete Versatz könnte nur schräg dazu korrigiert werden.

    Anscheinend schielt dein Okularauszug. Das würde ich als erstes korrigieren:

    1. Spinne zentrieren unter Berücksichtigung des Offsets, sodass der Fangspiegel mittig im Tubus sitzt.

    2. Fangspiegel Justierschrauben auf Mittelstellung schrauben, sodass der Fangspiegel schön zentrisch im Tubus sitzt

    2. OAZ an seinen Befestigungsschrauben shimen, so dass er beim Blick durch das Cheshire den Fangspiegel mittig zeigt. Man kann dazu Shimbleche, Schimscheiben oder normale Unterlegscheiben, oder auch ganz einfach Kunststoff oder sogar Karton passender Dicke unter die betreffenden Befestigungsschrauben unterlegen und zwischen OAZ Grundpatte und Tubuswand einklemmen.

    Statt mit dem Cheshire geht dieser Schritt auch sehr gut mit dem Laser. Dazu muss man mit einem dünnen Permanent Marker eine Mittenmarkierung auf die optische Mitte des Fangspiegels machen, also incl. Offset und den OAZ so gekippt einbauen, dass der Laserstrahl diese Mittenmarkierung trifft.


    Anschließend die Fangspiegel Kippung (Tilt) mit den Fangspiegel Justierschrauben ausrichten, dass er im Cheshire den Hauptspiegel zentriert zeigt. Mit Justierlaser sollte der Laserstrahl die Mitte des Hauptspiegels treffen. Bei Diskrepanzen eher dem Cheshire als dem Laser glauben.


    Als letzten Schritt den Hauptspiegel mit dem Cheshire justieren. Jetzt sollten alle Reflexe konzentrisch sein. Zumindest muss der Fangspiegel den kompletten Hauptspiegel zeigen, sonst hast du Lichtverlust. Das ganze wie Ralf beschreibt am Stern prüfen.


    p.s.

    Der Fangspiegel erscheint mir auch sehr knapp ausgelegt. Da sollte die Justage schon gut stimmen, um keinen Lichtverlust zu erleiden.

    Hallo Tino,

    was ist für dich "echte dielektrische Vergütung"? Im Zusammenhang mit Verspiegelungen höre ich den Begriff zum ersten Mal.


    Du hast "Enhanced Aluminum" mit 95% verlinkt. Das ist eine metallische Verspiegelung und keine dielektrische.

    Lt. Hersteller sind die Oberflächen beugungsbegrenzt was etwa einem Lambda Wert von 1/4 entspricht

    Diese etwas unpräzise Definition wird seit Jahrzehnten für Hauptspiegel verwendet, wenn es sich bei dem Fehler um reine sphärische Aberration (SA) handelt (SA= Lambda 1/4 Wellenfront ~ 81% Strehl). In Zusammenhang mit einem Zenitspiegel ist sie komplett falsch.


    Im deutschen Fachvokabular spricht man bei Spiegeln von Verspiegelung und bei Linsen von Vergütung =Entspiegelung. Was bitte soll eine "dielektrische Vergütung" bei einem Spiegel sein?

    Quote from Omegon

    Der 2'' Omegon Zenitspiegel ist mit hauchdünnen Aluminiumbeschichtungen bedampft, um eine maximale Reflexion von 99% .... zu garantieren

    Aha, sind da jetzt gleich mehrere Alu Beschichtungen übereinander aufgedampft? Die erste schafft 90%, jede weitere noch mal etwas mehr? Kommt man mit genügend Aluschichten übereinander auf 110%? :see_no_evil_monkey:


    "dieelektrische Vergütung" ist schon korrekt, es wird jan nicht von "dielektrischer Spiegel" gesprochen

    Du meinst, es ist eine Alu Verspiegelung und mit "dielektrischer Vergütung" ist die dielektrische Schutzschicht darüber gemeint? So erreicht man aber niemals 99% Reflexionsgrad. Mit Alu + mehrere Schutzschichten genau definierter Dicke (sog. "Enhanced Aluminum") erreicht man meines Wissens maximal 94%. Darüber geht nur noch mit vielen rein dielektrischen Schichten mit genau definierter Schichtdicke und das ist richtig aufwändig, wenn man es auch noch für das gesamte sichtbare Spektrum erreichen will.


    Glaubt ihr bei so vielen Ungereimtheiten an einen Reflexionsgrad von 99% bei einem 154,- Euro Teil? Oder, dass überhaupt irgendeine von den Aussagen stimmt? Das ist ja schlimmer als bei der Waschmittelwerbung "weißer als weiß".

    Du schreibst von einer Einzelaufnahme 30 s und dann vom Stack mit 300 Bildern. Wie passt das zusammen? Du hast doch nicht etwa dasselbe Bild 300 mal vervielfältigt?


    Schwache Dep Sky Objekte bei dickem Mond geht ohnehin nur mit speziellen Filtern.


    Welches Teleskop willst du der kleinen Reisemontierung zumuten?

    Hallo Konrad,


    Spiegelkauf ist Vertrauenssache, man kauft nach Namen. Einige Hersteller haben sich über die Jahre einen guten Ruf erarbeitet, während andere eher durch "kreatives Messprotokoll Tuning" aufgefallen sind.


    Die übliche, bewährte und robuste Alu / Quarz Beschichtung hat 88-90% Reflektivität über den gesamten visuellen Wellenlängenbereich. Alu mit einem Schutzschichtaufbau mehrerer Schichten übereinander können es auf ca. 92-94% schaffen, wenn die Schichtdicken genau eingehalten werden. Noch höhere Werte können nach meinem Wissensstand nur mit komplexen dielektrischen Schichten erreicht werden.

    Siehe hierzu das alte Thema Reflexionsgrad Inflation

    Immer wieder das gleiche Leid mit der Laserjustage.

    Der Laser reagiert nun mal überempfindlich selbst auf kleinste Verkippungen in der Okularauszug Hülse, da der Weg hin und zurück sehr lang ist. Man denkt, das Teleskop hat sich dejustiert und fummelt ständig am Fangspiegel herum, dabei ist es nur der Laser der kippt. Das ist für die Justage jedoch eher unbedeutend. Entscheidend ist, dass die optische Achse des Hauptspiegels in der Mitte des Bildfeldes ist und genau das zeigt der Laser nicht eindeutig genug an. Ich bevorzuge daher das Cheshire bzw. transparente Filmdose und das Feintuning am Stern und hoher Vergrößerung.


    Ein Teleskop das ich je nach Blickrichtung ständig individuell neu einjustieren müsste, würde mich wahnsinnig machen.

    Hallo Christian,


    die intra- und extrafokalen Bilder sind viel zu stark defokusiert. Je näher zum Fokus, um so empfindlicher wird der Test. Kurz vor und hinter dem Fokus ist der Test am empfindlichsten, gerade soweit das man den Fangspiegelschatten eindeutig sehen kann. Ist dieser Schatten genau zentrisch, ist die Justierung gut.


    Für mich persönlich ist der Laser kein gutes Zentrierwerkzeug. Ich bevorzuge ein Cheshire, oder die Low Budget Version, die transparente Filmdose mit Loch in der Mitte. Das sehen andere jedoch anders.

    Herrliche Eindrücke! Danke für's mitnehmen im virtuellen Raumschiff durch die Milchstraße.


    Ich musste erst noch mal nachschauen, was genau mit "Dark Horse Nebula" im Ophiuchus bezeichnet wird, ich kenne halt das kontrastreichere Hinterteil des Pferdes als "Pipe Nebula".


    Was mir fehlt, sind die Milchstraßenbilder in Groß incl. Aufnahmedaten. Ich kenne ja die großen Bilder und kann sagen, dass sie so noch mehr zur Geltung kommen.

    Wenn das auf Bens Webseite nicht anklickbar zu machen ist, könntet ihr sie einfach hier im Astrotreff hochladen.

    Wenn die AP deutlich größer als die Pupille ist, geht ein Teil des gesammelten Lichts nicht ins Auge.

    Richtig!

    Quote

    Ist die AP kleiner als die Pupille, wird das Bild dunkler, da nur ein Teil der im Auge vorhandenen Rezeptoren genutzt werden.

    Falsch! In diesem Fall gelangt sämtliches Licht in's Auge, da geht nichts verloren. Das Licht eines flächigen Objektes wird lediglich auf eine größere Fläche (mehr Rezeptoren) der Netzhaut verteilt. Jeder einzelne Rezeptor bekommt dadurch weniger Licht ab. Das Bild flächiger Objekte erscheint größer und dunkler.


    Im übrigen stimme ich den Aussagen von AndiL zu 100% überein. Wenn das Auge durch Begrenzung der Iris nur 7,5" der Öffnung sieht, ist es ihm egal, ob das Teleskop 7,5" oder 10" oder gar 1 m Durchmesser hat, es sieht immer nur die 7,5" und somit die entsprechende Lichtsammelleistung und Auflösung.

    Hallo Renè,

    Gratuliere zu Spiegel, und danke, dass du das hier so schön dokumentierst, große Sache!

    Was hast du zum Ende noch gemacht am Rand?

    Welcher Strehl kommt am Ende raus?


    Warum willst du eine 27 Punkt Zelle machen? Plop sagt, dass eine 18 Punkt für diese Dicke ausreicht. In der Praxis sollte sie das auch.

    Ich rate den Spiegelschleif Neulingen zu einer Größe von 115 mm und einem Öffnungsverhältnis von nicht kürzer als f/4 bis zu maximal 300 mm und nicht kürzer als f/5. Das sind jedoch nur Richtlinien, die Grenzen sind fließend. Sehr beliebt sind 200 mm f/6, aber auch 255 mm f/6, oder 300 mm f/5,5. Einige wollen was langes für Planeten, andere was kurzes kompaktes die die Reise - alles machbar. Wie oben schon geschrieben, ist eine länger anhaltende Motivation für den Erfolg ganz entscheidend - wahrscheinlich sogar das wichtigste beim Spiegelschleifen überhaupt. Wer den Spiegel auch in ein Teleskop bauen und damit beobachten will, entwickelt einfach mehr Ehrgeiz, das Projekt durchzuziehen.


    Warum 115-300 mm:

    1. Bis zu 300 mm Größe funktioniert das günstige und bis zu 25 mm dicke Borofloat perfekt, die Kosten bleiben überschaubar.

    2. Einfache Handhabung, geringe Kräfte, meist kein Muskelkater, schliefen auf irgend einem Brett möglich. Besonders wichtig, wenn man keinen stationären Arbeitsplatz hat und z.B. immer wieder den Küchentisch frei räumen muss.

    3. Diese Größen kann man noch gut per Hand aushöhlen

    3. 115-300 mm lässt sich mit dem guten alten und einfach zu bauenden Foucault Test messen. Die Chance ist sehr hoch, dass es ein richtig guter Spiegel wird

    4. Das herstellen und richtige anpassen der Pechhaut ist einfacher.

    5. Beim Polieren und parabolisieren erkennt man schneller, wie die Pechhaut arbeitet und wie welche Strichführung wirkt - das ergibt eine steilere Lernkurve.


    Was ist mit denen, die unbedingt gleich einen 400 mm f/4,5 machen wollen, z.B. weil sie schon einen Fernost 300 mm besitzen und nichts Kleineres gebrauchen können? Denen rate ich, einen 115 mm f/4,2 gleich mitzumachen, der als perfekter Superfinder für den Großen dienen kann. Mit dem kleinen kann man alles mögliche ausprobieren mit schneller Rückkopplung. Das erlernte kann man anschließend am viel träger reagierenden Großen zielgerichteter anwenden.


    Und was ist mit denen, die gleich zu Beginn mindestens einen 500 mm f/4 machen wollen? Tja, da kommt es wieder auf die Motivation an. Ist der Hauptgrund, das Geld für einen teuren großen Spiegel sparen zu wollen, sind die Erfolgschancen gering. Man wird nämlich schnell erkennen, dass es seine Gründe hat, warum ein großer guter Spiegel so teuer ist. Ist es hingegen eher der sportliche Ehrgeiz gepaart mit ein Stück Größenwahn(*), gibt es gute Chancen, selbst so ein Projekt zu rocken.


    * : Auf keinen Fall will damit Leuten wie stefanruprecht und anderen Großspiegelschleifern Größenwahn unterstellen. NEIIIN, niemals nie täte ich es wagen, sowas öffentlich in einem Forum zu äußern :love: :whistling:


    Quote

    ...würde ich vermuten das man so einem teuren kommerziell gefertigter Spiegel bei rein visueller Nutzung mit eher geringer Vergrößerung doch eigentlich gar nicht richtig ausnutzt oder?

    Ja, das stimmt. Bei geringer Vergrößerung kann das Auge die Restfehler des Teleskops nicht auflösen. Es widerspricht jedoch der Ehre eines Spiegelschleifers, ein Teleskop nur für geringe Vergrößerungen zu bauen. Da steht ja auch mal ein Jupiter, Mars, oder Eskimonebel im Okular und da will man auch hohe Vergrößerungen und scharfe Bilder.


    ein Eskimonebel