Posts by Stathis

    Ich möchte diese Messwerte anzweifeln, da sie im Widerspruch zu dem bisher gezeigten stehen:


    1. Zurückgebliebener Rand, Rand polierte viel später aus

    2. Unzureichende Rillen in der Mitte der Pechhaut. So kann das Pech in der Mitte nicht wegfließen. Somit poliert die Pechhaut in der Mitte stark und am Rand viel zu wenig. Das sieht man schon allein daran, dass die Pechhaut am Rand viel weniger mit Poliermittel gesättigt ist.

    3. Ganze Striche TOT. Das hoblet die Kante rund. Ist absolut verboten!

    4. Aus dem Foucault Bild vermute ich ein starkes Loch in der Mitte. Hier bin ich jedoch nicht sicher, da das Bild nicht komplett ausgeleuchtet ist und du nicht schreibst, ob die Klinge von links oder von rechts reinfährt.


    Haben die Randzonen eine längere oder kürzere Schnittweite? Das würde deine Frage nach Loch oder Berg eindeutig beantworten. Ich vermute nach den Punkten 1-4, dass die Randzonen länger fokusieren (weiter weg vom Spiegel) und du hast die Schnittweiten mit falschem Vorzeichen eingetragen. Das wäre starke Überkorrektur.


    Bin gespannt, ob meine Vermutung stimmt.

    Ist das ein 45° Diagonalspiegel? Wenn ja, warum sieht er aus der Messperspektive nicht rund aus?

    Warum sind alle Terme außer Spherical deaktiviert? Ich sehe eine 0,5 bei x-astig.

    Bei mir sind die Kriterien für Reisedobsons ähnlich wie bei Markus und Ben, sie müssen leicht, klein und einigermaßen homofokal sein, also alles in 1,25":

    24 mm Panoptik

    9 mm Nagler

    4,8 mm Uralt Nagler


    Alternativ nehme ich auch mal das 13 mm Nagler statt 9 mm und 7 mm Uralt Nagler statt dem 4,8 mm mit.

    Sie wiegen alle zwischen ca. 200 und 250 g, sind auf ca. +/- 2 mm homofokal, kompakt und von bester Qualität.


    Das 24 mm Panoptik ist inzwischen empfindlich teuer geworden. Stattdessen könnte ich mir das ES 24 mm 68° vorstellen, wiegt aber laut Datenblatt schon 340 g. Bei f/5 geht auch ein 32 mm Plössl.


    Wäre das APM Ultra Flat Field 24mm Okular 65° auch eine Option? Es ist mit 331 g angegeben und erscheint mir recht voluminös. Ich kenne es nicht.


    Hier die Diskussion, warum ich und andere für kleine Reisedobsons ausschließlich 1,25" Okulare favorisieren:

    Hallo Martin,


    hier habe ich zusammengestellt, welche Komponenten ich verwendet habe:

    Interferometer

    Viele wertvolle Infos gibt es aus im alten Thema hier:


    Die kritischen Bauteile sind Linse, Teilerwürfel, Laser. Der Umlenkspiegel ist unkritisch und braucht nicht genau zu sein. Alois hatte sehr viel experimentiert, um die besten Komponenten für möglichst verlässliche, fehlerfreie und kontrastreiche Interferogramme zu erhalten.


    Z.B. hatte er nach vielen Versuchen herausgefunden, dass genau spezifizierten hochvergüteren "visual 0" Bikonvexlinsen von Edmund Optics den Unterschied machen. Auch die Teilerwürfel sollten genau sein und wirklich zu 50/50 teilen, wenn man auch große schnelle Spiegel mit hohem Kontrast und wenig Unwarb Errors testen will. Die Teilerwürfel von Thorlabs kosten halt was.


    Mit den viel günstigeren Linsen und Teilerwürfeln aus China über Ali-Express hatte ich auch schon geliebäugelt, es aber dann doch nicht weiter verfolgt, da viele Interferogramme mit No Name Komponenten, die ich im Netz gefunden habe, voller Artefakte sind. Ich kennne jedoch Kollegen, die damit auch größere Spiegel erfolgreich messen konnten. Ich bin daher gespannt, wie gut es bei dir funktioniert.

    probier mal, eine feine Nadel zu nehmen so dass das Loch in der Alufolie höchstens nur ca. 0,1 mm groß ist, aber trotzdem noch „rund“, nicht eingerissen

    Warum sollt er das tun? Er hat einen spaltlosen Tester gebaut (Slitless Foucault Tester). Bei diesen nutzt man die komplette LED und deckt sie nur mit der Messerschneide halb ab.

    ... ich empfehle aber eine ortsfeste Lichtquelle zu nehmen und nur die Klinge auf dem Kreuztisch zu verfahren.

    Das ist bei einem spaltlosen Tester mit einer Rasierklinge wie z.B. im Bild von Beat gezeigt nicht möglich und auch nicht nötig. Das ist ja gerade der Vorteil des spaltlosen Testers: Hell und kontrastreich, da genug Licht vorhanden, keine genauen Lochmasken nötig, keine Relativbewegungen zwischen Lichtquelle und Schneide, die die Messung verfälschen könnten. Stefans (Mirror) Tester ist prinzipell richtig gebaut und sollte funktionieren. Nur der Abstand zwischen Lichtquelle und Rückrefflex ist unnötig groß, wie schon von Michael erwähnt. Ich würde ein LED Loch weiter oben machen.


    Stefan (stefanruprecht), deine Befestigung der beiden Komponenten auf langen wackeligen separaten Stangen finde ich zu ungenau, da sie Tür und Tor für erratische Verschiebungen, Verkippungen und Verdrehungen ermöglichen, die du unten am Kreuztisch messend gar nicht mitmessen kannst.


    Das wichtigste: Wie schon geschrieben, zeigen die beiden Foucaultbilder kein richtiges Foucaulltbild, sondern nur den Reflexionsgrad des Spiegels. Warum glänzt der Rand noch so viel weniger als die Mitte? Bitte bei mir auf der Seite Tipps und Tricks unter "zurückgebliebener Randbereich" schauen.

    Zeig doch mal bitte ein Bild deiner Pechhaut. Wie hast du bisher poliert (TOT, MOT, ungefähre Strichlänge)? Wie lange?

    9 m Abstand zum künstlichen Stern ist für einen 150 mm f/5 zu wenig, um die sphärische Korrektur zu Beurteilen. Ein so geringer Abstand ist hingegen zum justieren oder zum erkennen von potentiellem Astigmatismus geeignet.


    Hier die Formel zur Berechnung des Abstandes der künstlichen Lichtquelle im metrischen System:

    Min. distance to artificial star ? - Page 2 - ATM, Optics and DIY Forum - Cloudy Nights
    Page 2 of 2 - Min. distance to artificial star ? - posted in ATM, Optics and DIY Forum: Taking the formulas been given by Joe1950 and translating to metrics…
    www.cloudynights.com


    Mit deinen Spiegeldaten bekomme ich bei 9 m Entfernung eine sphärische Aberration in Richtung Überkorrektur von Lambda/3 heraus.

    ...Schwerkraft, spielt, mit Verlaub, bei einer möglichen Spiegeldeformation keine Rolle, wenn die Spiegeldicke hinreichend ist.

    Mit Verlaub, hier liegst du falsch. Die größere Spiegeldicke erhöht zwar die Steifigkeit mit der 3. Potenz der zur Dicke, der Hebel nimmt aber linear zu und die Gewichtskraft auch linear. Im Endefekt bleibt somit ein nur linarer Vorteil. Doppelte Spiegeldicke ergibt halbe Durchbiegung und eben nicht 1/8.

    Das wurde schon wiederholt berechnet und auch praktisch nachgewiesen. Siehe z. B. in Cloudy nights oder beispielhaft im Mirror Edge Calculator mit "mirror glued on 18 point cell".


    In der Praxis überwiegen meist die Spannungen beim aushärten der Klebung und Temperaureffekte. Kleben mit kleinen dicken Klexen auf Karbonplatte scheint noch hinreichend gut bei kleineren ausreichend dicken Spiegeln zu funktionieren. Damt habe ich jedoch keine eigenen Erfahrungen.

    Abseits der Zenitstellung erzeugt die Klebung Astigmatismus.

    Die Klebekraft greift ja an der Spiegelrückseite an, das Gewicht dss Spiegels wirkt hingegen entlang seiner Schwereebene. Durch den so entstehehnden Hebel werden Biegemomente in den Spieglel eingeleitet. Der Hebel wird um so größer, je näher man zum Horizont schaut.


    In der Praxis kommt natürlich noch die unterschiedliche Ausdehnung zwischen Spiegelzelle und Spiegel hinzu. Um diese hinreichend aufzufangen, muss der Klebespalt dick genug sein und die Klebeblobs nicht zu groß. So eine weiche Klebung verschlechtert wiederum die Justierstabilität.

    Hallo Thomas,

    wow, du hast dich ja schon eingehend mit der Thematik befasst. Zwischen den Zeilen lese ich einen leidenschaftlichen Teleskopbauer heraus, du weißt es nur vielleicht noch nicht. ;)


    Der Hauptspiegel ist nicht justierbar? Oh, je!

    Bei diesem Skywatcher 115/500 steht "Haupt und Fangspiegel voll justierbar". Du hast wohl einen anderen?


    Halten wir mal fest:

    - Hauptspiegel f/4,5 --> neuer, besserer Hauptspiegel mit mehr Brennweite

    - Hauptspiegel nicht justierbar --> eine neue Hauptspiegelfassung

    - Tubus zu kurz --> neuer bzw. verlängerter Tubus

    - Neuer guter Fangspiegel von Antares / ICS

    - Fangspiegelspinne hat zu dicke Streben --> neue Spinne

    - Billigfokusierer --> Neuer kürzerer Fokusierer


    Welche Bauteile bleiben da übrig? Die Rohrschellen? :rolling_on_the_floor_laughing:


    Ach ja: Dobsons sind die beste Erfindung seit dem Fahrrad!

    Die Fernost Dobsons aus Spanplatte strotzen nur vor Unzulänglichkeiten und sind trotzdem gut brauchbar. Ein richtig gebauter Selbstbaudobson ist um Klassen besser und lässt sich auch bei hohen Vergrößerungen butterweich nachführen.

    Ein so minderwertiges Teleskop so "verbessern" zu wollen, halte ich für ziemliche Zeit und Energieverschwendung. Ist ja für's Hobby ja durchaus normal.


    Bei Edmund Optics gibt es 108 mm f/6 Parabolspiegel für 400,- Euro netto. Bei einer Optik Manufaktur als Einzelstück anfertigen lassen, wird vermutlich deutlich teurer. Wenn dir das nicht zusagt, müsstest du selbst einen schleifen. Das kostet dich ca. 40-100 Stunden reine Arbeitszeit, und bringt tonnenweise Erkenntnisgewinn. Mit ähnlichem Aufwand könntest du aber den Basteltrieb in richtige Bahnen lenken und gleich einen 20 cm f/6 schleifen und als Dobson bauen.


    Welche Montierung hast du eigentlich für den 115 mm?

    Ich verstehe nicht, warum so viel Wert darauf gelegt wird, dass ein großes Objekt unbedingt komplett ins Gesichtsfeld passen muss. Das finde ich nur wichtig bei sehr großen und gleichzeitig sehr diffus abgegrenzten Objekten, wie zum Beispiel Nordamerika Nebel.


    Beim Cirrus hingegen war im 24 Zoller + OIII Filter bei gutem Himmel die Detailfülle in den Filamenten so beeindruckend, dass es einem die Schuhe auszieht. Da habe ich sogar regelmäßig das 13 mm oder 9 mm Nagler reingesteckt für noch mehr Details, die ich einfach nacheinander abgefahren habe.

    Hallo Wolfgang,

    für den 15.08. kamst du auf 6,8 und ich auf 7,1. Vielleicht habe ich gestern zu flüchtig geschaut und sie um 0,1 bis 0,2 mag zu schwach geschätzt.


    Plötzlich klart es sehr schön auf. Die heutige Schätzung ist sorgfältiger und wohl genauer als die von gestern, da mit mehr Vergleichsternen eingerahmt. Wieder mit dem 10x50 Fernglas. Die Helligkeit der Nova liegt in der Mitte zwischen HD 162834 mit 6,86 mag und HD 161555 mit 7,34 mag (Daten aus Sky Safari Pro).

    Somit gebe ich RS Oph für den 16.08.2021 um 23:15 Uhr MESZ eine 7,1 mag


    Die Abschwächung scheint sich bereits 8 Tage nach Ausbruch zu verlangsamen!? Es bleibt spannend.

    Du kannst Bilder im Beitrag als Dateianhang einbinden, wie Palmi schreibt.

    Astrobilder kannst du auch in die Gelerie hochladen.

    Siehe auch:

    Hallo Uwe,


    Y Oph ist ein Cepheid Veränderlicher mit einer Amplitude von ca. 0,6 mag und daher als Vergleichsstern ungeeignet (siehe auch mein Beitrag weiter oben). Ich hatte Y Oph gestern grob auf ca. 6,5 mag geschätzt, die Nova RS Oph leicht heller. Deine 5.5 - 5.7 mag für RS Oph erscheinen mir deutlich zu hell.


    Hast du ihn nicht mit den anderen geeigneten Sternen verglichen? Diese liegen jedoch etwas weiter weg, daher ist dein Gesichtsfeld im 10" etwas klein. In dieser Phase wäre ein Fernglas, Sucher oder auch dein 90/600 Apo besser geeignet. Am einfachsten nutzt man dazu die Karten der AAVSO

    Hallo Günther,

    Du hast diesen Post in Kontakte und Treffen platziert. Suchst du einen Astronomen, der dich dazu kontaktieren soll? Um was zu tun?

    Oder möchtest du allgemein hier öffentlich über dunkle Materie diskutieren? Wenn ja wäre das Forum "allgemeine astronomische Themen" passend. Dann müsstest du aber auch detailierter schreiben, was genau du diskutieren möchtest.


    Übrigens beschäftigen sich so ziemlich alle Astronomen mit kosmischer Materie.

    Interessant Christian, dass du ihn gestern auch schwächer gesehen hast. Heute erscheint er mir noch mal deutlich schwächer. Meine visuelle Schätzung mit 10x50 Fernglas:

    12.08.2021 um 23 Uhr MESZ: 6,05 mag

    In der Helligkeit zwischen HD 164064 mit 5,84 mag und HD 161056 mit 6,3 mag.


    RS Oph ist auch merklich heller als der hellere des Sternpaares Y Oph (HD 162784), der jedoch ein Chepheid Veränderlicher ist mit 5,9-6,5 mag.


    Das wäre gut 0, 3 mag Helligkeitsabfall an einem Tag. Kann das sein? Wie seht ihr ihn heute?

    Ich halte generell nicht viel von Justierlasern, erst recht von den günstigen mit Klapperpassung. Sie reagieren überempindlich auf Verkippung im Okularauszug.


    Meine Empfehleung: Gegen ein Cheshire Justierokilar tauschen. Damit justiert man das, worauf es wirklich ankommt: So, dass die optische Achse des Hauptspiegels auf die Mitte des Gesichtsfeldes kommt.

    So was gefällt mir!

    Da gibt es ja Leute, die trauen sich kaum, ihre Okulare aus der Vitrine zu holen. Schön zu sehen, dass es auch andere mit Philosophie "was nicht passt, wird passend gemacht" handeln.


    Wie gut hat das sägen geklappt? Hast du immer wieder rundherum gesägt? Hast du die Schnittkante nach dem glatt feilen mit Permanent Marker geschwärzt? Hast du mal ein Bild, wie es jetzt aussieht?

    Wiegt das Okular wirklich wie von TS angegeben nur 169 g? Mit welchem Sucher nutzt du es? Ob das wohl auch für einen f/4 Spiegel noch einigermaßen taugt?

    Hallo Oliver,


    bei Aufnahmen so nahe am Fokus oder genau im Fokus muss man sicherstellen, dass sie nicht überbelichtet sind (Pixel in Sättigung). Nur dann sind die FWHM Werte aussagekräftig. Ich mache das daher auch gerne visuell bei sehr hoher Vergrößerung, da das Auge einen sehr hohen Dynamikbereich erfassen kann.


    Viel mehr Sorgen als diese kleinen Unsymmetrien in den Lichtausbrüchen würde mir das stark unterschiedliche aussehen intra- zu extrafokal machen (vergleiche mit diesen Beispielen). Extrem dominanter Außenring intrafokal und diffus auslaufender Außenring extrafokal bedeutet bei Spiegeln, dass ein kürzer fokusierender Rand vorliegt (= zu hoher Rand), also genau anders herum als Gerhard schreibt. Ob das bei ED Apos auch so ist, weiß ich nicht, daher meine Aussage bitte mit Vorsicht genießen. Der Strahlenkranz um den Stern deutet jedoch darauf hin, dass der Rand einen anderen Fokus hat.


    Wie sehen die Intra- / extrafokalen Bilder im abgeblendetem Zustand aus? Sollten sie deutlich gleichmäßiger sein, ist das ein starker Hinweis, dass dein Rand schlecht ist.


    Du kannst Dir ein solches Gitter auch vor das Objektiv setzen und somit auch selbst bauen.

    Wie soll das gehen? Der Ronchi Test funktioniert nur mit dem Gitter kurz vor und hinter dem Fokus.


    Endgültige Sicherheit über das quantitative Ausmaß würde ein Interferometer Test bringen.