Posts by stefanruprecht

    Hallo Kurt,

    ich habe den OAZ immer zwischen zwei der vier Spinnenarm-Befestigungen platziert statt direkt am Ende eines Spinnenarms. Der Grund war bei mir immer die bessere Statik der FS-Halterung. Denn so kann der elliptische FS mit seiner langen Achse teilweise zwischen die Spinnenarme reichen anstatt gegen den einen Spinnenarm zu stoßen. Der FS-Halter kann so kürzer gebaut werden => weniger lange Hebelwirkung des FS-Gewichts auf das Spinnenarmkreuz. Dadurch bleibt die Kollimation bei Höhenlagerschwenks des Dobsons besser erhalten. Allerdings zieht dieses Argument erst so richtig bei größeren Geräten mit entsprechend schwerem Fangspiegel.

    Viel Erfolg,

    Stefan

    Hallo Stefan und Stathis,


    Warum ich den Umstieg von Slitless auf einen Tester mit ortsfester Punktlichtquelle vorgeschlagen habe: der Stefan hat scheinbar noch nicht den Punkt exakt getroffen, wo er das typische Foucault Testbild sehen würde. Wenn die Lichtquelle klein ist und sich nicht (mit-)bewegt, kann man den Lichtreflexpunkt wunderbar mit einem weißen DIN A4 Blatt Papier in der Hand exakt im Raum finden. Mit großer Lichtquelle bekommt man das nicht so einfach millimetergenau hin.


    Dann gilt es ja erstmal, den Tester samt Lichtquelle grob so zu verschieben, dass der Lichtreflexpunkt der Punktlichtquelle nur maximal wenige cm von der Lichtquelle entfernt im Raum steht (wieder mit Papier kontrollieren). Das ist die Schwierigkeit, an der es m. E. bei Stefan gerade hängt. Und dann ist es ja relativ einfach (bei dann ortsfester Lichtquelle) die Klinge genau an diesen Lichtreflexpunkt zu steuern, damit der große Aha-Effekt kommt. Ich finde das intuitiver umsetzbar als beim Slitlesstester, wo sich auch die Lichtquelle und somit der Reflexpunkt im Raum immer wieder mitbewegt, wenn man die Klinge verfährt. „Moving Target“ ist m.E. halt schwieriger zu treffen als ein ortsfestes Ziel.


    Da Stefan und ich zufällig nicht nur den gleichen Vornamen sondern auch den selben Kreuztisch haben, hab ich mal meine zugegeben weder hübsche noch einen megastabilen Eindruck erweckende, aber trotzdem bestens funktionierende Umsetzung gepostet. Auch wenn‘s vielleicht nicht so aussehen mag: da schwingt nichts, verdreht nichts, verbiegt nichts, alles auf besser als 0,1 mm reproduzierbar. Die größte Ungenauigkeit kommt durch das Gewindespiel im Kreuztisch selbst, was man dadurch eliminiert, dass man immer wieder „mit der gleichen Umdrehungsrichtung“ die Messpunkte anfährt. Sprich: wenn man mal „zurückdrehen“ muss also mindestens 0,3 mm „zu weit“ zurückdrehen und sich neu annähern. Aber so weit ist Stefan ja noch nicht. Erstmal überhaupt Schatten sehen!


    Was bei mir früher zu Ungenauigkeiten geführt hatte: die Trittschalldämmung unter dem Laminatfußboden, auf dem der Tisch mit dem Tester stand, hat schon nachgegeben, wenn ich meine>70 Kg Körpergewicht nur minimal von einem auf den anderen Fuß verlagert habe. Inzwischen steht der Messtisch samt Tester auf Betonfußboden im Keller…


    Viel Erfolg weiterhin!

    Stefan

    Hallo Stefan,


    Die Fotos helfen schon mal:

    der Rand ist wirklich noch nicht auspoliert => mehr Überhang beim Polieren, damit die äußeren cm am Rand deines Spiegels öfter / mehr Kontakt zur Pechhaut bekommen im Vergleich zum Spiegelzentrum.

    Der Schatten von der Klinge ist auf beiden Bildern nicht zu sehen, d.h. die Klinge war nicht nahe genug am Reflexlichtkegel.


    Ich sehe da Alufolie mit Tesafilm auf dem einen Foto. Das Loch was da drin ist ist viel zu groß: probier mal, eine feine Nadel zu nehmen so dass das Loch in der Alufolie höchstens nur ca. 0,1 mm groß ist, aber trotzdem noch „rund“, nicht eingerissen. Ich hab bestimmt 20 Nadelstichversuche in die Alufolie gemacht bis ich zufrieden war mit dem Loch. Und dann dieses ca 2cm x 2cm Stückchen Alufolie mittig mit Tesafilm vor die LED kleben. Ist ne Fummelarbeit.


    Bei dir bewegen sich außerdem Lichtquelle UND Rasierklinge mit dem Kreuztisch. Das kann man zwar auch machen, ich empfehle aber eine ortsfeste Lichtquelle zu nehmen und nur die Klinge auf dem Kreuztisch zu verfahren. Die Verfahrwege werden dadurch doppelt so lang und somit etwas einfacher präzise genug zu steuern.


    Hanau ist leider nicht gerade um die Ecke, sonst wär ich mal vorbeigekommen.


    Anbei ein Foto von meinem Tester. (die LED ist der kleine weiße Punkt hinter der Alufolie, die links und rechts von schwarzem Isolierband gehalten wird)

    Viel Glück, du wirst das am Ende hinbekommen, da bin ich sicher.

    Stefan

    Hallo Manfred,

    bin definitiv kein Experte auf dem Gebiet, aber denen die es sind würde es vielleicht noch helfen zu wissen, ob die Steine von einem Magneten angezogen werden (könnte dann ein Hinweis auf Eisenhaltigkeit sein, gibt ja aber auch noch andere magnetische Materialien). Einen Magneten um das auszuprobieren hast du sicher irgendwo zu Hause.

    Außerdem könntest du noch die Dichte bestimmen, indem du zunächst das Volumen bestimmst: den Stein in einen mit Wasser gefüllten Messbecher aus der Küche plumpsen lassen und den Wasserstand vor und nach dem Reinwerfen des Steins am Messbecher ablesen. Gewogen hast du die Steine ja schon.

    PS: mein Laientipp wäre in beiden Fällen: sind eher keine Meteoriten. Zu glänzend und zu vielfältig sind die Farben, zu scharfkantig die Oberfläche. Das ist eher nicht die typische matte, dunkelbraune, stumpfe Schmelzkruste die die Meteoriten hatten, die ich in Museen und Austellungen bisher gesehen habe. Sieht eher aus wie irgendwelche Erze. Muss aber nichts heißen, denn es gibt ja ganz verschiedene Typen von Meteoriten.

    Viele Grüße,

    Stefan

    Hallo Stefan,


    ja, das ist am Anfang alles ein bischen tricky. Vielleicht sind deine LED und Messerschneide noch nicht nahe genug am Radius of Curvature?

    Auch muss die Messerschneide in 2 Achsen sehr präzise bewegt werden können. Ich habe sie dazu auf einen Kreutztisch montiert.


    Ausweichen auf PDI macht meines Erachtens wenig Sinn, weil da ähnliche Probleme auftreten werden.

    Z.B. muss man auch da die Kamera ausrichten, ggf. Belichtungszeit einstellen usw., und das scheint bei Dir noch nicht geklappt zu haben.

    Meine Erfahrung: Die Kamera sollte bei Foucault sehr dicht hinter die Messerschneide positioniert werden.

    Ich nutze dafür eine Canon Eos DSLR auf Kugelkopf, und betreibe diese im Live-View -Modus (Video).

    Auf dem Vorschau-Display der Kamera sehe ich dann perfekt die hellen, dunklen und die "halbhellen" Bereiche des Spiegels (besser als durch den Sucher der Kamera).

    Was für eine Kamera nutzt du denn?


    Wo wohnst du denn ungefähr? Vielleicht gibt es Spiegelschleifer in der Nähe?


    Nur Geduld, das wird schon. Das erste funktionierende Foucaulttest-Erlebnis ist superspannend, auch weil man dann die Luftschlieren sehen kann etc.

    Es lohnt sich da dranzubleiben bis es klappt.


    Viele Grüße

    noch ein Stefan

    Hallo Sascha,


    Jupiter und Saturn sind so hell, dass die Dunkeladaption hier keine Rolle spielt, um Details erkennen zu können. Gerade bei den höheren Vergrößerungen ist bei deinem Teleskop die Austrittspupille am Okular ohnehin nicht so groß als dass eine dunkeladaptierte Augenpupille irgendwas verbessern würde.


    Dass bei 200x facher Vergrößerung das Bild beginnt UNSCHARF zu werden liegt 1. eher am Seeing, das in Horizontnähe (wo sich die beiden nunmal aufhalten) selten gut ist, 2. daran dass in Horizontnähe die atmosphärische Refraktion die unterschiedlichen Farben des Planeten scheinbar nicht exakt am gleichen Punkt am Himmel zur Deckung bringt (Abhilfe könnte theoretisch ein teurer ADC schaffen), 3. an einem möglicherweise nicht perfekt kollimierten Teleskop, und erst 4. schließlich an einem an seinen Grenzen angelangten Teleskop samt Okularen.


    Dass die Planeten nicht GRÖSSER erscheinen: überzogene Erwartungshaltung. Okulare mit kürzerer Brennweite als 6mm würden das Bild zwar weiter vergrößern, jedoch trotzdem eher keine weiteren Details zeigen. Das hast du ja selbst schon gemerkt. Das Geld für ein Okular mit noch kürzerer Brennweite kannst du dir daher meiner Meinung nach sparen.


    Wieviel besser ein größeres teureres Teleskop abbilden könnte vergleichst du am besten mal live 1 gegen 1 auf einem Teleskoptreffen. Wenn das Seeing der begrenzende Faktor ist wird dir ein größeres Teleskop wenig bringen (an Planeten wohlgemerkt). Wenn das Seeing aber mal besser ist dann gilt: mehr Öffnung hilft. Ob das in deinen Augen dann „erheblich“ besser ist kannst nur Du selbst beurteilen.


    Probiere am besten erstmal in weiteren Nächten die Wolkenbänder auf Jupiter zu erkennen und die Monde zu beobachten, um weitere Beobachtungserfahrung zu sammeln. Und: Teleskoptreffen!


    Viele Grüße,

    Stefan

    Hallo zusammen,

    Nur so ein Gedanke: was wäre denn, wenn man ein solches optisches Design „in Klein“ für den Bau eines Selbstbau-„Spiegel-Okulars“ nutzen würde?


    Kleine Achse des planen Diagonalspiegels und Durchmesser des Parabolspiegels wären irgendwo im Bereich 2 bis 3 Zoll, dann wäre auch der finanzielle Aufwand noch überschaubar und die Lagerung der beiden Spiegel wäre auch kein Problem.


    Was würden da für Scheinbare Gesichtsfelder und Okular-Brennweiten möglich werden? Ich vermute dass der Parabolspiegel eines solchen Okulars ein sehr schnelles Öffnungsverhältnis bräuchte. Vielleicht ließe sich das trotzdem einigermaßen komafrei realisieren, wenn man sowohl den Hauptspiegel des Newtons als auch den konkaven Spiegel des Okulars hyperbolisch auslegen würde?


    Viele Grüße,

    Stefan

    Hallo Olli,


    31,5 oder 34,5: beides wäre eine gute Wahl. 31,5 mm sollten zwar normalerweise locker ausreichen (schließlich kann man einen 300mm f/6 auch ohne nennenswerten Asti in z.B. 25mm Dicke machen), aber beim Erstling hilft es schon, möglichst viele Problemquellen auszuschließen. 34,5 mm wären auf „Nummer sicher mit etwas Extrapuffer“. Beim Planschleifen der Rückseite gehen ja auch nochmal 0,5 bis 1mm drauf. Für das Tool reichen auch 250mm x 25mm. Am preiswertesten wäre Granit aus dem Baumarkt.


    Viel Erfolg!

    Stefan

    Hallo Olli,


    ich finde das Schwierigste beim Spiegelschleifen ist es, auf DAUER die Motivation hochzuhalten und sich immer wieder zu überwinden weiterzumachen.

    Denn neben höchst spannenden Arbeitsschritten (z.B. der erste Kontakt Glas auf Glas mit Karbo 80, das Gießen der ersten Pechhaut, oder der erste Foucault-Test) gibt es auch viele eher wenig Spaß bereitende Arbeitsschritte (z.B. Schleifbrei entsorgen, oder die x-te Stunde bei der Politur wenn der Rand matt bleibt, oder wenn es mit der Parabel einfach nicht so richtig werden will).


    Mir persönlich gelingt es besser die Motivation hochzuhalten, wenn das Endprodukt für mich persönlich wirklich erstrebenswert ist.

    Wenn es dir genauso geht, dann schleife gleich den Spiegel, den DU WIRKLICH haben möchtest. Von 150mm würde ich abraten, wenn im Hinterkopf der Wunsch nach 300mm oder 500mm herumgeistert.

    300mm als Erstling ist perfekt handelbar, solange das Öffnungsverhältnis nicht schneller werden soll als sagen wir mal f/5.

    Und wenn du aber insgeheim jetzt schon auf 500mm schielst: dann mach halt gleich 500mm. Bringt ja nichts, wenn der 300mm halbfertig liegen gelassen wird.


    Warum sage ich das? Mein Erstling war 600mm f/5,4. Der mag möglicherweise keine Strehl-Wettbewerbe gewinnen und ich brauchte ca. 3 Jahre, aber er ist am Ende (auch dank der Hilfe dieses Forums) fertig geworden und definitiv "gut genug". Ich bereue meine Entscheidung damals, gleich einen "großen" zu schleifen, in keinster Weise, auch wenn ich hinterher doch noch wieder kleinere Spiegel geschliffen habe: der Transportabilität wegen.


    Tipp: Wenn es dir in erster Linie um Öffnung geht, und Gewicht und Brennweite eine Untergeordnete Rolle spielen: dann wird ein etwas dickerer Spiegel und ein gutmütigeres Öffnungsverhältnis wie z.B. f/6 statt f/5 definitiv helfen, dass du deinen Spiegel schneller und sicherer ins Ziel zu bekommst. Aber bedenke auch: was nützt dir ein großer scharfer Spiegel, wenn das Gesamtteleskop am Ende so lang oder so schwer wird, dass du es nur selten benutzt?


    Wünsche dir von Herzen Erfolg bei deinem Projekt, was immer es auch werden mag.


    Stefan

    Hallo Stathis,

    auch für mich war dein 24“ Kyklopas die Inspiration, selbst einen Spiegel schleifen zu wollen: ebenfalls einen 24“er, als Erstlingswerk. Es gab damals einige Stimmen die sagten dass das ohne Spiegelschleiferfahrung an kleineren Spiegeln unmöglich sei, aber Du warst einer derjenigen die Mut machten und sagtest es würde gehen. Und dank deiner ausführlichen Erklärungen auf stathis-firstlight.de tat es das letztlich auch. Mir klappte echt die Kinnlade runter, als ich die Website das erste mal sah, da ich vorher als Anfänger nicht ahnte, dass Selbstbau überhaupt möglich sei, geschweige denn so verbreitet ist. Danke auch für den Material-Bestell-Service, mach weiter so. Die Welt braucht noch mehr „Kyklopasse“.

    Viele Grüße und „happy birthday“!

    Stefan

    Hallo Christian,
    dann erstmal herzlich willkommen im Astrotreff und Glückwunsch zu deinem Teleskop!
    Wo genau im Norden wohnst du denn? Ich wohne in Wolfsburg. Von einem Treffen mit einem erfahrenen Hobby Astronomen könntest du enorm profitieren (natürlich mit Maske und Abstand). Dazu wäre die Angabe deines (ungefähren) Wohnortes hilfreich. Dass du nur ein Okular mit 25mm Brennweite hast ist erstmal kein Problem, auch wenn sicher bald der Wunsch nach einem weiteren Okular mit etwas kürzerer Brennweite und somit mehr Vergrößerung aufkommen wird. Ich selbst kenne mich mit dem Nexstar Teleskop zwar nicht aus bezüglich adaptieren einer Kamera, aber wahrscheinlich passt dein Adapter erst, wenn du den Zenitspiegel abbaust. Dir ist hoffentlich bewusst, dass längere Belichtungszeiten, wie man sie für die Fotografie von Gasnebeln und Galaxien in der Regel benötigt, mit dieser azimutalen Montierung allenfalls bedingt möglich sein werden, da die Aufnahme auf Grund der Bildfeldrotation trotz Nachführung „verschmieren“ wird. Jedenfalls sehe ich da „Enttäuschungspotenzial“. Für Mondfotos wird es aber super funktionieren, da hier kurze Belichtungszeiten < 1Sekunde ausreichen, während der die Bildfeldrotation einigermaßen vernachlässigbar ist.
    Mars wird bei deiner 1500/25=60fachen Vergrößerung definitiv kein Punkt mehr sein, sondern ein kleines „orangenes“ Scheibchen und als solches deutlich von den umgebenden punktförmigen Sternen unterscheidbar. Allerdings nicht soo viel größer als ein Punkt, und Oberflächenstrukturen auf diesem Minischeibchen werden allenfalls schemenhaft auszumachen sein.
    Viel Spaß beim weiteren Erfahrungen-sammeln mit diesem Hobby!
    Stefan

    Hallo Daniel,
    Die Klinge kommt von rechts rein sagst du. Dann müssten im Foucault Bild doch all die Zonen, wo die rechte Hälfte schwarz ist (also im wesentlichen die äußersten 5 mm) einen Krümmungsradius haben der länger ist als der Abstand Spiegel zu Klinge. Und die Zonen die auf der linken Hälfe dunkel sind (also im wesentlichen die Zone von ca 40mm Radius bis ca. 70 mm Radius, vom Spiegelzentrum aus gesehen) müsste einen Krümmungsradius haben der kürzer ist als der Abstand Spiegel zur Klinge).
    Ähm, ja ich bemerke gerade: das ist ja auch so, passt daher, ich hatte vorhin einen Denkfehler. Alles gut also, bitte entschuldige meinen falschen Alarm.


    Jetzt aber zurück zum Thema, wie es weitergehen soll: diesen Übergang bei ca. 70 mm Radius, wo innerhalb ein kurzer Krümmungsradius reinpoliert wurde, während außerhalb die Pechhaut nicht richtig viel hinkam: den wirst du wohl nur wegbekommen, wenn die Pechhaut bei Tool on Top in der Spitze auch mal mehr als 1 cm oder 2 cm über den Spiegelrand rüberragt. So um die 4 cm sollten es schon sein, aber eben auch nicht 10cm, da sonst die Kante droht weiter rundgehobelt zu werden durch das Kippmoment.


    Ich bin mir sicher du schaffst das am Ende einen guten Spiegel hinzubekommen, nur nicht verzweifeln. Du bringst viel Geduld und Ausdauer mit und gibst nicht auf, das ist eine wichtige Grundlage.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Hallo Daniel (und Stathis, falls du doch noch mitliest),


    der Post von Stathis führt mir vor Augen, dass ich mich unpräzise ausgedrückt habe und damit offenbar für Verwirrung gesorgt habe. Mit dem Begriff „Rand“ meinte ich die letzten 3 mm ganz außen. Die sind meiner Meinung nach(dabei bleibe ich) vom Polieren mit zu viel Überhang (wie zeitweise in deinem Video zu sehen) rundgehobelt. Das ist aber schon eine Weile her und durch die zuletzt offenbar nur zentralen kurzen Striche nicht besser geworden, aber auch nicht schlimmer. Zu sehen ist diese rundgehobelte Kante m.E. im obersten der 3 FigureXP Screenshots sehr deutlich, sowie auch im Foucault-Foto (weniger eindeutig zu erkennen, aber trotzdem da). Ich hätte diesen „Äußersten Rand“ aber besser als „Kante“ bezeichnen sollen, so wie Stathis es gemacht hat.
    Der Bereich von Radius ca. 70mm bis ca. 97mm (hier stimme ich Stathis vollkommen zu)ist ein zurückgebliebener Rand, der durch zu zentrale Strichführung, wie du sie offenbar zuletzt angewendet hast, zustande kommt. Um letzteres zu korrigieren, bedarf es etwas seitlichen Überhanges. Aber nicht zu viel, weil du sonst die „Kante“ noch mehr rundhobelst.


    Ich hoffe damit mehr zur Klärung und Hilfe beizutragen und nicht neue Verwirrung stiften oder gar etwas komplett falsches zu schreiben. Korrigiert mich gerne, falls ihr anderer Meinung seit.


    Noch ein Punkt: entweder kommt deine Klinge von links rein (und nicht von rechts wie du viel weiter oben mal geschrieben hattest), oder deine Fotokamera steht auf dem Kopf so dass das Bild hier andersrum gepostet ist, oder ich verstehe die Welt nicht mehr. :)


    Ich bewundere deine Ausdauer und wünsche dir daher nach wie vor viel Erfolg! Nicht unterkriegen lassen!
    Viele Grüße,
    Stefan

    Hallo Daniel,
    das Mischungsverhältnis Ceri zu Wasser ist ok, solange der „Kaffelöffel“ Ceri genauso abgestrichen (und nicht gehäuft) ist wie die Kaffelöffel mit Wasser (die ja schlecht „gehäuft“ sein können. Aber ich hoffe diese Menge Ceri plus Wasser trägst du nicht alle paar Minuten auf. So eine Menge reicht bestimmt für 3 oder 4 Stunden reine Polierzeit. Man braucht wirklich nicht viel von dem Ceri, ein Bruchteil 1/20stel oder 1/25stel) dieser Anrührmenge alle 10 Minuten draufgeben reicht (abhängig von der Kaffelöffelgröße).
    Der Rand bei dir ist vermutlich nicht „zurückgeblieben“, sondern von den vorigen Aktionen mit zu viel Überhang des Tool on Top Polierens rundgehobelt. Würde wohl sehr lange dauern, wenn du den wieder knackig bekommen wollen würdest.
    Der Mini-Zentralberg mit Miniring im Foucault-Foto ist nicht besonders ausgeprägt, da würde ich mir keine Sorgen machen. Aber das ganze Zentrum insgesamt innerhalb von 40mm Radius ist noch deutlich zu hoch für die Parabel, da muss noch Glas weg.
    Das Ziel „Sphäre“ verstehe ich nicht: ich nehme an dein Spiegel ist längst in allen Bereichen auspoliert, also müsste das Ziel doch jetzt heißen „Parabel unter Inkaufnahme eines leider nicht zu rettenden rundgehobelten Randes“. Nur falls Du den Rand unbedingt perfekt haben möchtest (das heißt: retten möchtest) wäre ein Zwischenziel Sphäre meines Erachtens sinnvoll. Denn du hast ja offenbar auch keinen Astigmatismus, sondern alles ist schön rotationssymmetrisch. Welches Ziel du jetzt verfolgen möchtest ist ne wichtige Entscheidung, denn die Strichführung zur Sphäre wäre von hier aus komplett anders als die Strichführung zur Parabel mit abblendbedürftigem 3 bis 5 mm Außenrand.
    Viele Grüße und viel Erfolg,
    Stefan

    Hallo Henri,
    Verstehe ich das richtig dass dein 60cm Durchmesser Spiegel auf einer 50 cm Durchmesser Granitplatte liegt? (Teppich dazwischen, schon klar, aber darum gehts mir gerade nicht) Das hieße dass dein Spiegel rundherum 5 cm in der Luft hängt und überragt. Der Spiegel verbiegt sich dann natürlich, insbesondere wenn du mit Überhang polierst. Und sobald der Spiegel nicht zentrisch auf der Granitunterlage liegt (z. B. 4,5 cm and der einen Seite überragt, nennen wir sie „Norden“, 5,5 auf der gegenüberliegenden Seite, und perfekte 5,0 cm in Ost und West) gibt es eine bevorzugte „Durchbiegeachse“. Vielleicht ist das der Grund? Wenn du den Spiegel alle 3 oder 6 Minuten drehst, drehst du denn den Teppich mit? (sollte natürlich nicht sein, aber ich denke das weißt du alles)
    Noch mehr hätte ich aber eine nicht plane Spiegelrückseite im Verdacht.
    Viele Grüße,
    Stefan

    Hi Daniel,
    das sieht doch schon sehr gut aus, Glückwunsch! Auch wenn der Zentralbereich später vom Sekundärspiegel ohnehin abgeschattet wird, würde ich persönlich noch versuchen den Zentralberg zumindest ansatzweise wegzubekommen. Und die 90% Zone würde ich ein klein wenig mit dem Daumen versuchen zu bearbeiten, vielleicht nur max. Minute, 2 mal rum auf dem Spiegel oder so, mit wenig Daumendruck. Und dann wieder messen. Man könnte den Spiegel auch schon so lassen und ihn als fertig deklarieren. Wäre dann aber ein eher mittelprächtiger Durchschnittsspiegel mit etwas rund gehobeltem Rand. Wichtig ist jetzt: Spiegel nur noch streicheln, nicht mit Gewalt verschlimmbessern. Hängt jetzt von deinem Anspruch ab den du an dich und den Spiegel hast, wie lange du noch weiter dran rumperfektionieren möchtest.
    Viele Grüße,
    Stefan

    Hi Daniel,
    Ich presse Tools immer Tool-on-Top mittig auf dem Spiegel. Und ich würde gerade NICHT immer die gleiche Randstelle des Tools zum nächstgelegenen Spiegelrand zeigen lassen, sondern immer unterschiedliche Flächenteile des Tools mit anderen Flächenanteilen des Spiegels zusammen bringen, auch was die Orientierung der Flächen zueinander angeht (also Tool drehen auf dem Spiegel, aber nicht mit der selben Frequenz wie die V-Strich-Ansätze an ebenfalls immer wieder unterschiedlichen SpiegelSektoren beginnend um den Spiegel herumwandern.) Das Zentrum des 10cm Tools soll einfach nur hauptsächlich über dem Wall arbeiten, vielleicht im Zweifel lieber einen Tuck weiter innen zum Spiegelzentrum als zu viel seitlicher Überhang über den Spiegelrand. Denn mit dem seitlich zu starken Überhang der W-Striche hast du dir deinen Randbereich rund gehobelt.
    Viel Glück weiterhin,
    Stefan

    Hallo Daniel,
    10 oder 18cm kann beides funktionieren, aber ich würde auch erstmal zum 10er greifen und dann ggf glätten falls zu unruhige Oberfläche. Wichtig ist es, den Rand nicht weiter rundzuhobeln.
    Viel Erfolg,
    Stefan

    Hallo Daniel,
    Ich würde sagen V-Striche, denn deine W-Striche mit zu viel seitlichem Überhang haben dir die Kante wieder rund gehobelt. Sehr ärgerlich weil eigentlich bist du fast wieder zurück auf Anfang. Die Zone zwischen 65% und 90% muss angegriffen werden, und zwar von innen angreifend. Also breitwinkliges V aber mit kurzen Strichen ohne weiten Überhang. Du hattest doch gesagt Geduld hast du noch. Jetzt nicht schlapp machen!
    Viel Glück,
    Stefan

    Hallo Daniel,
    wenn kein anderer schreibt, dann ich nochmal: ich sehe es wie du: die grobe 5-Zonen-Auswertung „beschönigt“ etwas, weil die kleinen Ringgräben und Ringwulste sehr großzügig weggemittelt werden. Ich würde daher auch noch ein wenig weitermachen. 2 bis 5 Minuten glätten, wieder messen, dann vielleicht nochmal Minitool einsetzen für die letzten Feinkorrekturen, dann nochmal mit großem Tool ne Minute glätten. Das ist jetzt halt mehr messen als polieren gegen Ende. Kann durchaus sein dass du noch 5 bis 10 Iterationen brauchst. So wie der Spiegel jetzt aussieht wäre er mir persönlich noch nicht gut genug. Und zwar wegen des Anblicks im Foucault Foto, nicht wegen der FigureXP Auswertung.
    Jetzt nur aufpassen, dass du nichts mehr „verschlimmbesserst“. Bist auf dem richtigen Weg, aber noch nicht ganz am Ziel.
    Viele Grüße,
    Stefan

    Hi Daniel,
    sorry aber kann es vielleicht sein, dass die Vorzeichen beim Knife Edge Reading genau andersrum sein müssten? Man misst ja zuerst die innerste Zone (hast du nach meinem Verständnis auch gemacht) und nimmt diese Position als „Null“ an. Und dann die zweitinnerste Zone. Wenn man dazu die Klinge samt Lichtquelle z.B. einen Millimeter weiter vom Spiegel ENTFERNT um linke und rechte Zone gleichzeitig grau zu bekommen beim Klinge reinfahren, dann ist bei FigureXP ein POSITIVER Wert von +1mm einzutragen, so mein Verständnis. Vielleicht können hier andere Forenteilnehmer meine Annahme bestätigen, denn das ist wichtig hier nichts falsch zu machen. Ich selbst habe nur Erfahrung mit fixer Lichtquelle und meine Klinge kommt anders als bei dir von links rein, aber das dürfte meines Erachtens beides keine Rolle spielen für das Vorzeichen der Messung. Und wenn du deine Werte mit positivem Vorzeichen eingibst: voila, schon viel dichter an der Parabel!
    Gruß,
    Stefan

    Hi Daniel,
    ha, wusst’ ich‘s doch. Dann lieber nur 5 Minuten glätten!
    Du bist fast schon dichter an der Parabel als an der Sphäre.
    CouderMaske drauf und in FigureXP die Zonenwerte eingeben!
    Mit etwas Glück und Geschick ist‘s gar nicht mehr weit zum Ziel.
    Viele Grüße,
    Stefan

    Hi Daniel,
    wunderbar, das sieht doch schon viiiiel besser aus! Die Bilder sind echt nur jeweils 0,1 mm Krümmungsradius auseinander? Kann ich kaum glauben. Dann bist du von der Sphäre ja gar nicht weit entfernt! Ich tippe mal du hast keine ortsfeste Lichtquelle beim Foucault-Test, sondern eine die sich mit der Klinge mitbewegt? Ich würde jetzt nochmal 5 bis 10 Minuten so weiterpolieren wie zuletzt mit deinem 80% Tool, um noch ein wenig weiter zu glätten, und dann zum Parabolisieren übergehen. Die „perfekte“ Sphäre als Zwischenschritt kann man auch überspringen: die äußeren Zonen haben bei dir ja schon einen längeren Krümmungsradius als die inneren Zonen um das eh vom Fangspiegel später abgeschattete Hauptspiegelzentrum. Bist also schon auf dem Weg zur Parabel. Wird langsam Zeit die Couder- Maske anzufertigen, falls du damit planst zu arbeiten.
    Viel Glück weiterhin!
    Stefan

    Hallo Daniel,
    Ja die Kaffelöffelaktion war zu viel Druck auf eine zu schmale Zone, aber sei‘s drum. Ich würde jetzt schon wieder das Minitool staubfrei beiseite packen (für später vielleicht) und mit dem großen (fullsize-)Tool weitermachen, nicht zu sehr Mitte über Mitte, aber auch keine extremen Überhänge. Ziel: alles wieder einzuebnen Richtung Sphäre. Habe am Wochenende auch nach längerer Pause mal wieder ne neue Pechhaut gegossen. Dieser Geruch von warmen Pech hat bei mir auch das Polierfieber wieder neu geweckt. Das wird schon noch ein Stück Arbeit werden bei Dir, aber die ganze Politurphase zunichte machen und zurück zum Feinschliff? Nee.
    Viel Erfolg, Stefan

    Hallo Daniel,
    die Spitze der Mauer ist weg, aber von außen ist durch die heftige Kaffelöffelaktion noch ein Burggraben da. Jetzt müssen auch noch die Mauerfundamente weg. Weitermachen wie bisher, oder jetzt mit 3 cm Minitool weitermachen. Den äußersten cm Rand (den Burggraben) nicht bearbeiten, um ihn nicht noch tiefer zu machen. „Zuschütten“ kann man ihn beim Spiegelschleifen nunmal leider nicht. Ich würde auch nicht zum Feinschliff zurückgehen. Zusätzliche Messungen braucht es m. E. momentan aber auch nicht unbedingt: ist doch klar wo weiter Material weggenommen werden muss. Kopf hoch dass wird schon werden. Viele Grüße, Stefan