Posts by Frosty_Theo

    hallo Bernd, hallo Heiko,


    bei einem grossen Spiegel, der aus planen Einzelspiegeln zusammen gesetzt ist, kann der Brennpunkt - also die Schärfe der Abbildung - nie kleiner sein als die Grösse der Spiegelchen. Das kannst du also vergessen - egal wie gross der Hauptspiegel ist.


    Die Einzelspiegel müssten also schon z.B. sphärisch sein - was auch einfacher zu machen ist als Planspiegel der gleichen Genauigkeit.
    Nun müssten die Brennweiten im Aussenbereich anders sein als innen - wegen der Parabel.
    Dazu kittet man also am Besten die kleinen Glasplättchen auf einen grossen Glasträger auf und schleift und poliert den Spiegel mit einem grossen Tool ganz konventionell.


    Das würde schon gehen - aber die Frage dabei ist: wieso einfach wenn es auch kompliziert geht? [:D]


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Bernd,


    da hatte ich stillschweigend an einen 300mm Spiegel gedacht.


    Wie ich schon sagte, sind Spiegel mit kleinerem Öffnungsverhältnis leichter her zu stellen.
    Also der f/11.8 Spiegel ist auf jeden Fall leichter zu fertigen als der f/4.
    Bei f/11.8 ist Koma überhaupt kein Thema mehr.
    Ich habe gerade mal nachgerechnet, bei f/11.8 hast du 0,42° absolut komafreies Blickfeld (Fehler unter der beugungsbegrenzten Auflösung).


    Das Problem beim FH-Refraktor ist, dass bei grösserer Öffnung auch das Öffnungsverhältnis kleiner werden muss, d.h die Brennweite wächst überproportional an.
    Als Faustformel gilt:
    Öffnungsverhältnis = 1,22 * Öffnung [cm]
    Bei 250mm Öffnung erhälst du schon ein Öffnungsverhältnis f/30.
    Das sind immerhin 7,5m Brennweite!
    Die Frage, was hier nun letztendlich besser ist - Refraktor oder Reflektor - wird wohl weiterhin unbeantwortet bleiben.
    Da muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen, indem er durch verschiedene Fernrohre durchschaut.
    Theoretische Überlegungen helfen da nur bedingt weiter.
    Für mich ist die Abbildungsqualität von grossen, guten Newtons (>12") am Planeten bisher unerreicht - ich bin da aber lernfähig.


    Die Zusammensetzung von Spiegeln aus mehreren kleinen erzeugt an den Stossnähten sicherlich Beugungserscheinungen ähnlich wie die Spinnenhalterung des Fangspiegels.


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Bernd,


    das mit den zusammen gesetzen Spiegeln wird wohl (für Amateure) an der erforderlichen Genauigkeit der Positionierung scheitern.
    Bei einer Oberflächengenauigkeit von lambda/8 müsstest du die Einzelspiegel mit einer Genauigkeit von wesentlich besser als 1/10000 mm ausrichten und so halten. Das geht nur mit dynamisch angesteuerten Piezo-Antrieben. Das liegt wohl jenseits der Möglichkeiten von Amateuren.


    Das mit dem Newton mit f/10 sollte ohne weiteres gehen.
    Spiegel mit kleinem Öffnungsverhältnis sind wesentlich leichter herzustellen.
    Auf der anderen Seite steht das Problem mit dem Handling.
    Bei 3m Brennweite kannst du dir schon mal einen bequemen Sitz oben auf der Leiter überlegen.
    Bei Refraktoren (FH) hast du bei länger werdender Brennweite immer den Vorteil, dass der Farblängsfehler kleiner wird.
    Beim Newton wird der Gewinn an Abbildungsqualität mit kleiner werdendem Öffnungsverhältnis immer geringer. Ich nehme an, dass die Unterschiede zu f/6 oder f/8 so gering sind, dass sich der Aufwand nicht wirklich lohnt.
    Bei der Vorgabe von 3m Brennweite würde ich lieber einen 500mm f/6 bauen.
    Der bringt am Planeten sicherlich mehr.


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Ringnebel,


    ich gebe zu, ich benutze auch lieber den gedruckten Katalog von Conrad.


    Der 12714 ist das grosse Ding mit 49,5x49,5mm und 123,5W.
    Da gibt es dann schon erhebliche Anforderungen an die Stromversorgung und Wasserkühlung etc.


    Der 3105 hat 20x20mm mit 10W.


    Für eine kleine Lösung kann man den 1703 mit 15x15mm und 3,9W nehmen.


    Für die Aufnahme des Chips baut man sich am Besten eine Kühlfinger aus Alu,
    der auf der einen Seite auf dem Peltier aufliegt und auf der anderen Seite an den Chip angepasst ist.
    Die warme Seite des Peltier muss einen guten Wärmekontakt mit dem Gehäuse haben.


    Grüsse


    Wolfgang

    hallo,


    gestern Mittag hatte ich das Glück, auf 70° Nord und 60° Ost einen schönen sternenklaren Beobachtungsplatz zu erwischen.
    Auf dem Rückflug von Japan waren am Rande des Nordpolarmeeres phantastische Polarlichter zu sehen.


    Um 14:00 MEZ, was ~17:00 Ortszeit sein müsste, ist es dort nördlich des Polarkreises komplett dunkel.


    Zunächst dachte ich, ich würde vor mir am Horizont ein dämmerig beleuchtetes Gebirge oder eine riesige Wolkenformation sehen, die von oben beleuchtet ist. Dann wurde mir schnell klar, dass das in 11000m Höhe wohl nicht sein kann.


    Das Polarlicht sah aus wie ein grosser, ca. 5° breiter Bogen, der sich von NW nach NO spannt. Die max. Höhe über dem Horizont lag bei ca. 30°. Die Unterseite war scharfkanntig abgegrenzt und die obere Grenze strahlte nach oben aus.


    Das Kabinenlicht war zwar ausgeschaltet, aber durch einige Leselampen war es doch ziemlich hell. Vom grossen Wagen konnte man nur die hellen Sterne erkennen. Im NO waren gerade Castor und Pollux aufgegangen. Das Polarlicht war so hell, dass die beiden Sterne im Lichtband fast verschwanden!


    Eine Farbgebung war allerdings nur andeutungsweise zu sehen.
    Im Wesentlichen war es ein weisses Band.


    Im Minutenrythmus wechselten dann die Formen.
    Es bildeten sich Verdichtungen, die richtig gleissend hell wirkten und in die Umgebung ausstrahlten. Zwischendurch bildete sich ein zweites Band oberhalb des ersten. Einmal entstand dabei ein heller Ring mit Verdichtungen, der richtig aussah wie eine Krone.


    Von der kalten Einsamkeit am Boden aus müsste die Erscheinung über den ganzen Himmel zu sehen gewesen sein und einen richtig erschlagen haben.


    Auf der Höhe von Archangelsk kam man dann wieder in die Abenddämmerung hinein, die sich über den westlichen Himmel erstreckte.


    Die herrliche Erscheinung bot auch die Gelegenheit, mit meiner netten Sitznachbarin (eine japanische Reiseleiterin, die ab heute versucht, 30 Japanern(-innen) die Highlights der spanischen Kultur näher zu bringen) noch mal eine Konversation anzufangen.


    Also insgesamt sicher eine Beobachtung der besonderen Art.


    Clear Skies


    Wolfgang

    hallo Freude des guten Strehls,


    ich habe mir noch mal die Arbeit von David L. Fried von 1977 angeschaut, auf die Cavadore ja in seiner Betrachtung Bezug nimmt.


    Da wird die Wahrscheinlichkeit P ein gutes Bild in einem Videostream zu erwischen in Abhängigkeit von der Öffnung D und der Koherenzlänge r0 hergeleitet:



    Die Koherenzlänge entspricht hier wohl der Öffnung für eine Auflösung = Durchmesser des Seeingscheibchens.


    Für das Paranal Obs. wird r0 mit 400mm angegeben, während bei uns eher 40-80mm gelten.


    Nach Fried benötigt man für eine Wahrscheinlichkeit von 1:1000 für ein gutes Bild (lambda/6.28) eine Öffnung von D ~ 7*r0.
    Also bei r0=80mm immerhin einen Spiegel von D=560mm.


    Die bunten Kurven bei Cavadore entsprechen ja der obigen Formel und sind soweit sicherlich ok.
    Das Problem sehe ich nur darin, dass er mit der Betrachtung der Spiegelqualität die verkehrte Frage an die obige Formel stellt.


    Die Formel gibt nur die Wahrscheinlichkeit für die Erlangung eines Bildes einer bestimmtem Qualität (nähmlich lambda/6.28) wieder.
    Es gibt keine Aussage für die Verteilung der Bildqualitäten in einem Videostream wieder. Es kann also durchaus sein, dass es auch mal Bilder mit lambda/20 oder lambda/40 vereinzelt gibt.
    Das ist in seiner Betrachtung nicht berücksichtigt und deshalb kommt er zu einer verkehrten Schlussfolgerung.


    Eindrucksvoll ist natürlich, dass die Arbeit von Fried schon auf das Jahr 1977 zurück geht. Darin wird noch eine Arbeit von Hufnagel zitiert, die auf das Jahr 1966 zurück geht.

    Also so ganz neu ist die Idee mit der Webcam-Fotographie nicht.[:D]


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Ralf,


    ich würde sagen: grau ist alle Theorie.


    Auf diesem Gebiet sollte man doch mehr den praktischen Erfahrungen beim Vergleich zwischen verschiedenen Teleskopen trauen!
    Wer einmal im direkten Vergleich die Qualität z.B. von Planetenbeobachtungen in Teleskopen verschiedener Qualität gesehen hat, kommt hier eindeutig zu anderen Ergebnissen.


    Bei den Seeingbildern von T.Legault wird ja ausdrücklich das Seeing als "very mediocre" bezeichnet - also wohl eher schlecht.


    Es ist mir schon fast peinlich, wenn ich hier meine eigenen Webcam-Bilder mit den Bildern des berühmten Tierry Legault vergleichen möchte.
    Aber man schaue sich mal diesen Beitrag an:


    http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=12252


    Dazu: die Auflösung bei T.Legault ist 0,12"/Pix, bei mir 0,18"/Pix.


    Da ist bei besserem Seeing wohl doch Einiges mehr drin!


    clear skies


    Wolfgang

    hallo FU,


    ich weis jetzt nicht genau, wieviel Leistung der Tou-Chip produziert, aber mit 20 Watt ist dein Wert sicherlich viel zu hoch. Mehr als 1 Watt sollte das nicht sein, sonst bekommst du im normalen Betrieb schon eine beträchtliche Aufheizung, die die Bildqualität verschlechtern würde.


    Ich bin z.Z. dabei, eine 2stufige Kühlvorrichtung für meine geplante Audine zu testen. Bei den von dir vorgesehenen grossen Peltier-Kalibern brauchst du auf jeden Fall eine gute Wasserkühlung! Du must die gesamte Verlustleistung der Peltiers effektiv abführen.


    Meine Meinung dazu ist, dass sich der grosse Aufwand einer Kühlung, u.U. sogar mit Wasser, und eines richtigen Metallgehäuses für die TuoCam nicht so richtig lohnt.


    Der Mehraufwand für eine "echte" Astro-CCD-Kamera wie z.B. die Audine ist genauer betrachtet so gering, dass ich eher in diese Richtung gehen würde. Da gibt es viele erfolgreiche Nachbauten im Internet zu besichtigen. Die Quantenausbeute und die spektrale Empfindlichkeitskurve der "echten" Astro-CCD-Chips ist noch einmal um eine Grössenordnung besser!


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Gerd,


    herzlichen Glückwunsch zum kleinen Deepsky-Monster.


    Schon die gelbe Farbe bringt einen einmaligen Wiedererkennungswert.


    Das sieht alles schön sauber konstruiert aus - da wackelt nichts - da fliegt nichts rum.


    2 Anmerkungen noch von mir:
    Für meinen 6" f/8 habe ich mir einen 2" OAZ gegönnt - trotz 35mm FS.
    Das Ergebnis ist spitzenmässig.
    Mit meinem Zeiss Erfle 30mm 80° komme ich auf 2° Gesichtsfeld. Ein echt toller Anblick!


    Du schreibst: Eine 10 Zoll Optik wiegt ca. 5 kg.
    Ich besorge mir gerade einen 10" Planetenspiegel mit 1" Dicke.
    Der wiegt 2,8 kg.


    Hallo Marc


    Als Handgepäck kriegst du aus Sicherheitsgründen Probleme!
    Schon die Alustangen darfst du nicht in die Flugkabine mitnehmen.
    Ich hab neulich ein Problem gekriegt: Werkzeug ist prinzipiell verboten.


    Viel Spass und weite Reisen mit dem Neuen.


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Matthias,


    für das Studium deiner BB sollte man sich immer etwas mehr Ruhe und Zeit nehmen. Für einen 8"ler immer wieder erstaunlich, was da rauszuholen ist. Vielleicht sollte ich mal einen Astrourlaub in Brandenburg buchen.[;)]


    Auf jeden Fall werde ich in der nächsten Neumondphase mal bei den Objekten vorbeischauen.


    Woher beziehst du eigentlich die Ga-Helligkeiten?
    Bei mir in Guide werden durchweg andere (niedrigere) Helligkeitswerte angegeben.


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Linuxer,


    ich bin z.Z. erst bei einem Messaufbau für eine 2-stufige Peltierkühlung.


    Wie schon erwähnt, erzeugen die Peltiers selber eine Unmenge an Wärme.


    Diese muss kontinuierlich abgeführt werden.
    Bei grösserer Leistung am Besten durch eine Wasserkühlung.


    Man kann die Kühlleistung aber gut messen, indem die warme Seite des Peltierelements mit Wärmeleitpaste auf eine grosse Aluplatte klebt.


    Bis das Alu sich erhitzt hat, hat man u.U. mehrere Minuten Zeit, um den Kühleffekt ungestört zu beobachten. Ich komme da 2stufig locker auf -30°C.
    Für den Dauerbetrieb brauche ich eine Wasserkühlung.


    Ich würde mal einen entsprechenden Testaufbau machen.


    Meine Peltiers sind auch von Conrad.
    Hier die Typen:
    Peltier Element 12714 19 36 74-62
    Peltier Element TEC1-3105 19 35 85-62


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Martin,


    ich hab dir gerade was auf deinem anderen Thread geschrieben, ohne diesen gesehen zu haben.


    Also ich rechne mich nicht zu den Extremsportlern auf dem Beobachtungsgebiet.


    Ich habe z.B. mal versucht, alle offenen Sternhaufen in der Cassiopeia zu beobachteten (~105 Stück).


    Ich bin jetzt so bei ~70 Stück. Wenn man dann aber bei vielen Exoten bei bestem Willen nichts erkennen kann, kommt doch etwas Frust auf.
    Ich hab's noch nicht aufgegeben, aber die Priorität ist doch ziemlich gesunken.


    Bei mir wechseln die Lieblingsobjekte je nach Saison ab.
    Im Frühjahr und Herbst sind die Galaxien dran.
    Der Sommer ist für planetarische Nebel schön. (Auch weil es für viele nicht perfekt dunkel sein muss.)
    Im Winter standen bisher die Planeten im Vordergrund.
    Sternhaufen (OST+KST) gehen eigentlich das ganze Jahr über.


    Ich bin auch ein grosser Fan von Doppelsternen.
    Da habe ich so ~250 Stück abgegrast (0,4" bis 2,5" Abstand).


    Für mich ist die Spezialisierung auch immer eine Form der Einseitigkeit.
    Am Liebsten suche ich mir ein bestimmtes Sternbild aus, das ich dann an einem oder mehreren Abenden (Nächten) abgrase.


    Als Karten verwende ich Ausdrucke von Guide 8.0.
    Neben den Übersichtskarten für den Sucher (bei mir seitenverkehrt wegen des 90° Einblicks am Sucher) benutze ich auch Identifikationskarten ~30' für Doppelsterne und planetarische Nebel.


    Zur Dokumentation:
    Ich habe neben dem Fernrohr eine rot beleuchtete Schreibplatte.
    Da werden "online" die Beobachtungen gezeichnet/beschrieben.
    Schön finde ich es, am nächsten Tag im Internet nach guten Fotografien/Beschreibungen der beobchteten Objekte zu suchen (vor allem Ga + Pln).
    Das gibt immer noch mal einen Erinnerungs-Kick.


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Martin,


    herzlichen Glückwunsch zu den geknackten Messier's.


    Die Herschel400 Liste kennst du sicherlich.
    Da sind wirklich schöne Objekte zusammen gefasst.
    Ich arbeite an den Herschel400 ohne schon alle Messier's gesehen zu haben.
    Einige Messier's sind hier im Norden ja fast unbeobachtbar.


    Wo du gerade von Galaxienhaufen sprichst, habe ich hier eine schöne Liste für dich:


    http://www.angelfire.com/id/jsredshift/agctable.htm


    Einige davon habe ich schon aufgesucht.
    Das ist eine interessante Aufgabe.


    clear skies


    Wolfgang

    hallo,


    am 12.10. hatte ich beide hellen SN aufgesucht.


    SN2004et in NGC 6946 wurde von mir auf 12.8 geschätzt.
    Die SN bildet eingerahmt von 3 Sternen eine Formation wie im Sternbild Sagitta nur halt etwas kleiner.


    SN2004dj in NGC2403 hatte ~ 12.9m.


    clear skies


    Wolfgang

    Hallo Leute,


    da kommt ja richtig Freude auf.[:)]


    Ich habe auch gleich meinen Scanner angeschmissen und eine Zeichnung eingescannt:



    Der Eintrag in mein Beobachtungstagebuch ist vom 15.1.69 (war damals 15 Jahre).


    Als Fernrohr durfte ich damals einen Heidenhain 100/1000 Reflektor bei einer Lehrerin in der Nachbarschaft benutzen.
    Das war gegenüber dem 2" Refraktor zuhause ein echtes Spitzengerät!


    Das mit dem 4-fach Stern Alcyone kommt übrigens auch auf der Fernglas-Zeichnung von Stathis schön raus. Auf dem Handzettel vom 3. März 78 ist das noch nicht zu erkennen.
    So kann man in der eigenen Astrogeschichte forschen.


    Nur falls Fragen dazu auftauchen: der unvollständige Eintrag oben auf der Seite bezieht sich auf die Venus.


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Klaus,


    du hast schon recht, das ist der richtige Stern.


    Nur die Himmelsrichtungen in deiner Zeichnung stimmen irgendwie nicht.


    Bei deiner Zeichnung und dem Ausdruck von CDC ist Osten ziemlich genau unten und Norden rechts.


    Nach deiner Zeichnung hast du wirklich die enge Komponente gesehen.


    Der 3. Stern in 7.2" Abstand sollte unterhalb der hellen Komponente zu sehen sein.


    clear skies


    Wolfgang

    hallo lorenz,


    ich würde vor der Realisierung eines solchen Projektes erst mal mit Leuten sprechen, die mit Sonnenbeobachtung entsprechende Erfahrung haben z.B. den Wolfgang Lille.


    Das Hauptproblem sehe ich in der Seeinganfälligkeit einer solchen Lösung.
    Wenn du das Licht quer durch den Garten reflektierst handelst du dir wahrscheinlich eine Menge "Tubusseeing" ein.
    Die Profis verwenden ja in ihren Sonnentelekopen Vakuumkammern, um das Licht vom Heliostaten ins Fernrohr zu bringen.


    Noch zur Technik: ich denke, da kann man eine normale parallaktische Montierung nehmen, nur die Steuerung muss angepasst werden.
    Ich habe bei mir in der Mel Bartels Steuerung ein Flag: Siderostat on/off.
    Was das genau bewirkt weis ich allerdings nicht.



    clear skies


    Wolfgang

    hallo Klaus,


    schön gemacht!


    Bei jot Cas habe ich noch ein Problem mit dem Posistionswinkel.


    Nach deiner Zeichnung hat die kleine Komponente so PW=10°-20°.
    Die 3. Komponete in 7,2" Abstand hat aber PW=122°.


    Ich mache das immer so, dass ich am Fernrohr den Positionswinkel schätze und anschliessend mit dem Wert aus der Literatur vergleiche.
    Nur bei Übereinstimmung gilt der DS als getrennt.


    Ich habe mal die Umgebungssterne in Guide angeschaut.
    Die beiden Sterne, die du im SW eingezeichnet hast, kann man dort nicht finden.


    Ich nehme an, die Bilddurchmesser entsprechen dem Blickfeld des Nagler, also ~37'.
    Die Doppelsterne selber zeichnet man übrigens unwillkürlich nicht massstabsgerecht.
    Die eps Lyr-Komponenten mit 2,5" haben nur ~1/1000 des Bildfelddurchmessers!
    Das würde man bei meinem Monitor gar nicht mehr auflösen können.


    Das zeichnet man aber automatisch so - ist auch in der Praxis kein Problem.


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Eini,


    also ich habe mit meinem grossen (quasi-)Dobson Planeten schon mit 500x Vergrösserung beobachtet. Da hat man so ca. 20sec bis der Planet aus dem Bildfeld gewandert ist.
    Wenn man ihn komplett verloren hat, kriegt man ihn aber über den Sucher sofort wieder ins Blickfeld.
    Das ist eine sportliche Beschäftigung, die man aber gerne in Kauf nimmt, weil bei der grösseren Öffnung das Auflösungsvermögen entsprechend zunimmt.


    Solche extremen Verhältnisse wirst du mit dem 150mm Dobson nicht haben.
    Da geht die max. Vergrösserung so bis 200x-250x.
    Das kann man problemlos mit der Hand nachführen.
    (Das Okular sollte gerne 50° Blickfeld haben.)


    Was die Auflösung am Planeten angeht liegen zwischen 114mm und 150mm Öffnung wirklich Welten!
    Da würde ich immer die grössere Öffnung wählen.


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Patrice,


    du könntest ja einfach mal einen Link auf den Astrosurf-Artikel einfügen.


    Einfach die http-Adresse in den Text einfügen.


    Das wäre vielleicht sogar eine Prämiere im Astrotreff. [:D]


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Patrice,


    herzlich willkommen hier im Forum!


    Ich würde mir wünschen, ich könnte so gut französisch wie du deutsch.


    Ich habe mich letzte Woche an der Diskussion der Yahoo-group über TeleAuto (Philippe Martinole) beteiligt.


    Ich musste leider in Englisch schreiben, was natürlich nicht optimal ist.


    clear skies


    Wolfgang

    hallo Marty,


    das mit dem Einstecken und fertig bezieht sich wohl eher auf die Konfiguration des Teleskops (z.B. Encoder Ratio, was flatratte meinte).


    Wenn keine 2-Stern-Initialisierung nötig wäre, müsste:


    1. der Dobson exakt waagerecht ausgerichtet werden
    2. ein genauer Kompass für die Nordrichtung eingebaut sein
    3. ein GPS-Empfänger für den Aufstellungsort vorhanden sein
    4. eine durchlaufende genaue Uhr vorhanden sein


    Das gibt's wohl eher nicht, sodass man ohne Initialisierung am Himmel nicht auskommt.


    clear skies


    Wolfgang

    hallo,


    ich habe gerade gesehen, dass Wolfi die Intelli Scopes von Orion jetzt auch im Programm hat.


    Das sind ja im Prinzip Dobson's, die einen Positionscomputer wie den NGC-MAX schon eingebaut haben. Mit dem Unterschied, dass man für den Preis des NGC ein ganzes Fernrohr bekommt.


    Ich denke, dass ist eine interessante Lösung für Leute, die sonst unbedingt GoTo haben wollen.


    Ich habe aber noch keinen Erfahrungsbericht zu diesem Scope gelesen.


    Vielleicht gibt es ja schon Anwender hier im Forum?


    clear skies


    Wolfgang