Posts by AchimS

    Hi,


    ich habe eben die erste Stunde nach der Diagnose poliert. Ergebnis: Astigmantismus immer noch deutlich, das Oval ist aber etwas breiter geworden. Ich war mit dem partiellen Druck vorsichtig - scheinbar zu vorsichtig, der Rand und die Kante haben nicht gelitten. Auf jeden Fall bewegt es sich in die richtige Richtung, wenn auch langsam.


    Die nächste Stunde werde ich ein wenig forscher sein. Habe mir diesmal genau die Stelle markiert, an der mehr poliert werden muß. Ich halte Euch auf dem Laufenden.


    Vom Polierstatus bin ich nach Stathis Skala fast auf Stufe 8 angelangt.


    Achim


    Achim

    Hi Bernd,


    Zitat:
    Ziel ist es eine Pfeiltiefe von 2.09 ( rechnerisch ) zu erreichen.


    Dein Soll-Wert entspricht einem Öffnungsverhältnis von f/4,5 - nicht ganz einfach für den ersten Spiegel!, doch mit Rat und Tat sicherlich nicht unmöglich.


    Wenn du mit dem 80er die Pfeiltiefe (fast) erreicht hast, schleife noch ein paar Chargen mit weniger seitlichem Überhang und "nur" noch 2/3-Strich, dann wird die Vertiefung schon deutlich sphärisch.



    Ab Carbo 240 verändert sich das Öffnungsverhältnis nur noch unwesentlich, da man ja ständig darauf aus ist, die sphärische Form zu finden / halten.



    Hast Du die Taschenlampenmethode zur Brennweitenbestimmung schon probiert? Diese ist recht zuverlässig, mit 2 bis 3cm Toleranz waren bei mir die Werte immer reproduzierbar. Im Krümmungsmittelpunkt erkennt man den gut befeuchten Spiegel als helle Fläche - ähnlich wie später beim Foucaulttest. Man kann auch da schon Abweichungen zur Sphäre erkennen.
    Wünsche gutes Gelingen!


    Achim

    Da bin ich wieder ... und etwas schlauer.


    Ich habe den Vorschlag von Alois aufgegriffen, und mit punktförmiger Lichtquelle (Mini-Loch in Alufolie, so klein, daß im völlig abgedunkelten Raum gerade genug Licht zum Foucaulttest zurückkam)getestet.


    Ich habe keine Aufnahme für ein Oku, bin mit einem 10mm knapp neben die Lichtquelle gegangen (Abstand Lichtquelle - Okumitte ca. 2cm) und habe frei Hand fokussiert bzw. Intra- und Extrafokal die Reflexe betrachtet.
    Extrafokal: länglich, bei etwas mehr defokussieren mit deutlichem scharf abgegrenzten helleren Ring
    Intrafokal: um 90 Grad verdreht, mehr verwaschen, kein hellerer Ring.


    Habe dann die Spiegellage am Rand markiert, um ca. 90 Grad gedreht. Ergebnis: gleiche "Bilder" wie vorher, nur um ca. 90 Grad verdeht.


    Jetzt ist es amtlich: Astigmatismus beim 20-Zöller: Hurra! den Fehler hatte ich noch nicht, jetzt ist meine Sammlung ziemlich komplett, bei meinem 6. Spiegel habe ich wieder ein riesiges Fettnäpfchen breitgetreten.


    Wie auch immer, ich denke die Ursache ist klar: fehlendes zusätzliches Drehen auf der Unterlage. Bis zum Auspolieren werde ich geschätzte 5 bis 6 Stunden benötigen, Ich hoffe, den Astigmatismus bis dorthin wegzubekommen.
    Ich will dies mit dem 35cm Tool versuchen, längs der "Erhebung" mit etwas mehr betonten zentralen langen Strichen, ab sofort alle Stunde messen.
    "Erhebung" müßte wenn ich richtig denke dort sein, wo Extrafokal die Enden des länglichen Kreises sind - richtig??


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo Wolfgang, hallo Alois,


    danke für die schnellen Antworten. Ich werde versuchen, mit punktförmiger Lichtquelle den Test durchzuführen.
    Zum Drehteller: die Platten sind übereinander. Den Spiegel selbst habe ich beim polieren nicht zusätzlich gedreht, ich war der Meinung, daß durch den untergelegten Teppich dies nicht nötig wäre. Beim weiteren Polieren werde ich also nun auch zusätzich ab und an den Spiegel auf der Auflage drehen.


    Ich melde mich, wenn ich näheres weis


    Achim

    Hallo liebe Leute,


    ich bin etwas ratlos und bin dankbar für jedwede Tipps / Anregungen. Es geht um mein aktuelles Spiegelschleifprojekt, einen 20-Zoll f/4,75 Newton Primärspiegel. Der Spiegelrohling stammt aus polnischer Fertigung, ich hatte den vor Beginn der Arbeiten mit Polarisationstest auf Spannungen untersucht (bin Laie), und habe dabei leichte Spannungen ausgemacht, nach Diskussion mit erfahrenen Schleifern waren wir der Meinung, daß diese unerheblich sein dürften.


    Ich bin mittlerweile in der 12. Stunde der Politur. Nach dem Motto "polish more, worry less" habe ich bisher nur selten den Foucaulttester bemüht, und nur auf evtl. Zonen und den Rand geachtet. Ich habe etwas Problem mit der Lichtquelle des Tester, den will ich demnächst umbauen.


    Beim gründlicheren Foucaulttest meine ich aber nach einigen Messungen, Spiegeldrehungen etc. Astigmatismus auszumachen - etwas,
    mit dem ich bisher keine Erfahrung habe.
    Ich erkenne in der Schattenprobe kein achsensymetrisches Bild, je nach
    Stellung ist ein Bereich (etwa 1/4 bis 1/6 der Spiegelfläche) heller bzw. dunkler als der Rest der Spiegelhälfte. Der Spiegel hatte nach dem Reinigen über 1h Zeit zur Temperaturanpassung, daher kann der Fehler nicht kommen. Die unsymetrischen Bereich "wandern" synchron mit den Spiegeldrehungen.


    Für mich kommen folgende theoretosche Ursachen in Frage:
    1) Höchststrafe: der Spiegel hat Verspannungen, nach dem Polieren
    verändert sich die Form: Mögliche Lösung: am Hydranten zerdeppern
    2) nach dem Feinschliff war der Spiegel astigmatisch, dieser Fehler
    verschwindet beim Polieren nicht ???
    dagegen spricht der völlig gleichmäßige Edding-Test bei WAC 5my. Mögliche Lösung ???
    3) ich habe Astigmatismus erst hineinpoliert. Gelagert ist der Spiegel auf einem Drehteller bestehend aus 2 Küchenarbeitsplatten-Abschnitten, der Spiegel liegt auf einem Teppich-Stück, um Punktspannungen zu vermeiden. Ich poliere mit einem 35cm Pechhaut-Tool (28er Schwarzpech), Raumtemperatur ca. 24 Celsius. Nach einmal hin- und herwandern (ca. 20 Striche) drehe ich den Spiegel um ca. 60 Grad.


    Was könnte / sollte ich machen, um das Problem zu lösen bzw. die Ursache einzugrenzen?


    Achim