Posts by AchimS

    Hallo miteinander,


    vielen Dank für die ausführlichen Antworten.
    Wenn ich es richtig verstehe ist es notwendig, bei der Objektauswahl von nicht vordefinierten Objekten mit der Handy-Tastatur Daten eingegeben werden müssen. Grell leuchtende Eingabetasten sind ein absolutes NoGo für mich. Da ich ohne GoTo beobachte muss ich bei Objekteinstellen immer wieder zwischen Anzeige und Okular 'pendeln'; für mag 14/15 Feldsterne und schwache GX-Fuzzies muss die Dunkeladaption zu jedem Zeitpunkt ausreichen.


    Viele Grüße und nochmals vielen Dank


    Achim

    Hallo,


    vorneweg vielen Dank für Eure Beiträge.


    (==>) Tom:
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: pfleger</i>
    <br /> ... Langsam aber unerbittlich setzt die Altersweitsichtigkeit bei mir ein...


    Keine der mir bekannten Apps (SkySafari Plus, Astromist, Skymap Pro, Luminos) geht mir von der stellaren Grenzgröße tief genug zum Aufsuchen schwacher, schwieriger Objekte mit dem 14"er.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Die Altersweitsichtigkeit ist bei mir leider auch ein Thema (49 Jahre), meine vorhandene Kurzsichtigkeit kompensiert diese zum Teil. Ohne Brille kann ich derzeit auf 22cm Abstand noch kleinste Schriften lesen. Das wird aber leider noch schlechter werden.


    Ich brauche schon einiges an Tiefe (schwache Sterne) für effektives navigieren. Derzeit nutze ich meist meinen 17er Newton, ein 24er ist mein derzeitiges Projekt. Eben nachgesehen hat die SkySafariPlus-Version 2,5 Mio Sterne in der Datenbank, die Pro-Version 15,3 Mio Sterne. Welcher Grenzgröße dies entspricht konnte ich leider nirgends lesen. Weis dies jemand?
    Wenn ich es eben richtig eruiert habe dürften 2,5 Mio Sterne ca. Mag 12,0 repräsentieren (Tycho2-Katalog).


    (==&gt;) Dieter: schaltet die Rotlichtabdunkelung auch die Beleuchtung der Bedienelenmente 'dunkel'?


    Zur Rotfolie: die ist dann eine Option, wenn diese ohne Probleme immer wieder auf- und abgezogen werden kann. Ich will das Teil ja auch 'normal' verwenden. Hat diesbezüglich jemand Erfahrung?


    ... die Eierlegende Wollmilchsau scheint es leider auch hier nicht zu geben


    Viele Grüße


    Achim


    p.s. 'Zu Hause' arbeite ich mit dem USNO-Katalog, der geht (mit 6 GB-Datenbank) bis auf ca. Mag 18 visuelle Helligkeit. So tief brauche ich nicht, Mag 15 wäre wünschenswert, Mag 14 würde auch noch ausreichen.[;)]

    Hallo Sebastian,


    ein befreundeter Hobby-Astonom und begnadeter 'Bastler' hat eine Spiegelschleifmaschine kostruiert und gebaut, hier der Link zu seiner Seite. Dort gibt es reichlich Erläuterungen und auch der Link zu einem Film.


    http://www.astronomie-selbstba…u/spiegelschleifmaschine/


    Damit wurde ein 12-Zoll Spiegel geschliffen, auspoliert und relativ weit 'anparabolisiert'. Armin hat jedoch - bevor er die Maschine gebaut hat erst einmal einen Spiegel klassisch per Hand hergestellt. Das dabei gewonnene Wissen ist m.E. unabdingbar.


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo,


    derzeit nutze ich zur Objektsuche auf freiem Feld ein Netbook mit roter Plexiglasscheibe, Papier habe ich nur noch für Notizen dabei. Durch starkes Abdimmen plus der Plexiglasscheibe erreiche ich, das selbst für sehr schwache Deepsky-Objekte die Dunkeladaption beim Blick auf den Bildschirm nur minimalst gestört wird - weniger als durch schwaches Rotlicht für die Skizzenerstellung.


    Mir schwebt es vor, das Netbook durch ein Smartphone zu ersetzen. Das Smartphone ist kleiner, leichter bei höherer Bildschirmauflösung (Netbook 1024 * 600; Smartphone 1280 * 800), könnte sogar am Hut (Dob son) angebracht werden. Als Software denke ich an SkySafari Pro (das reicht auch für den geplanten 24-Zöller von der Katalogtiefe her).


    Was ich nicht weis: können beim Smartphone (z.B. Galaxy S3) alle Tastenbeleuchtungen/ LED's ausgeschaltet werden? (Mit vorgeschalteter Plexiglasscheibe kann man ja nicht arbeiten)
    Wie empfindlich sind die Teile auf Taufeuchte?


    Sonst noch eine Idee/Anregung, was zu beachten wäre?


    Viele Grüße


    Achim

    [[/quote]


    wenn der vor dem Bruch berits fertig war hättest du aus dem größeren Bruchteil noch eimen netten ca. 6" off axis Parabolspiegel schneiden können[8D]
    [/quote]


    Hallo,


    das 'Unglück' war in 2003 geschehen, ist schon ein paar Tage her. An die Idee mit off-axis war ich damals selbst nicht gekommen, hatte jedoch ein personal Mail erhalten, ob ich die Scherben nicht für 20 Euro verkaufen würde (von wegen Pyrex-Glas ...) Vermutlich hatte da jemand auch schon die Idee. Geholfen hat das aber sicherlich kaum, da in der Mitte des großen Bruchstücks auch eine heftige Macke war. [8D]

    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: aw93</i>
    <br />Hallo zusammen,


    das wars. Ich hab keine Ahnung, aber ich hab das Granitwerkzeug fallen lassen.



    Projekt Ende.


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Alex,


    Dein Rohling ist doch noch verwendbar &gt; das ist ein zerbrochener Spiegel



    (14-Zoll f5; fertig parabolisiert, hat auf einem Regal nur auf die Fertigstellung der Mechanik gewartet)


    Der erste Schock ist groß, du zeigst aber Nehmerqualitäten, das wird schon!


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo,


    vielen Dank für die weiteren Wortmeldungen. Anbei ein paar Ergänzungen:


    Ich habe ein Bath-Interferometer. Das ich geschlossene Fringes vermeiden soll ist mir klar - das nächste mal bin ich konsequenter bei der Einstellung. Mit FFT ist es ja kein Zusatzaufwand wenn (deutlich) mehr Streifen zu Messen sind.


    Auf den Bauteilen des Bath (Teilerwürfel, Zerstreuungslinse, Auslenkspiegel sind leider einige Straubkörnchen, es muss mir etwas einfallen lassen wie diese herunter bringen. Einfach pusten ist sicher nicht ideal, vor allem wenns feucht wird [;)]


    Spiegel zu Dicht an der Wand: jep, das ist ein Punkt, nur habe ich das Problem dass meine Meßstrecke ziemlich ausgereizt ist. 5cm kann ich ggf. noch zugeben. Dann kommt eine 5cm. Schaumisolierung dahinter an die Wand ...


    Viele Grüße


    Achim


    ...der Spiegel steht schon auf Kugellagern (Breite 7mm), wie ich auf die Außenfläche mit Bordmitteln (habe keine Drehbank) noch einen festen schmalen Streifen aufbringen kann ist noch offen.

    Hallo,


    vielen Dank für die superschnellen Antworten, vor allem an Matze, der sich die Mühe gemacht hat die Interferogramme durchzunudeln.


    Ein paar Anmerkungen zu meinen Messungen. Poliert und gemessen wird in ein und dem selben Raum. In diesem Fall war zwischen Messung und Ploliersitzung ca. 1h vergangen. Da nur TOT gearbeitet wird kann sich der Spiegel nur aufgrund des Poliervorgangs selbst erwärmen. Beim Ausrichten des Spiegels im MessStand lege ich hinter den Spiegel auf jeder Seite einen Pappstreifen die nach dem Hinterschieben wieder heraus gezogen werden, oben sind bei dem Ausrichten ebenfalls Pappstücke. Der Spiegel liegt somit hinten gar nicht an.


    Vielen Dank für den Hinweis zur unteren Spiegelauflage. Da muss ich nachbessern. Auf den runden Buchenholzstücken liegt der Spiegel 'einfach so' auf. Nach jedem neuen Ausrichten habe ich auf die MessStrecke einen 'Höhenausschlag' von bis zu ca. 30mm. Den Beitrag zu diesem Thema (danke für den Link!) habe ich mir durchgelesen, ich werde auf Kugellager umrüsten, das geht bei mir relativ einfach.


    Noch bin ich bei der Scheibe ganz am Anfang der 'Mess-Arie', über Messtunnel etc. werde ich nachdenken, wenn der Stehlzeiger anfängt über die 20% zu kriechen ;)


    Viele Grüße


    Achim


    p.s. mein 2007 fertig gestellter 17er hat ein Durchmesser-Dickenverhältnis von 1:18, den hatte ich rein per Foucault vermessen und bin sehr zufrieden mit dem Teil, das jetzige Objekt hat ein Verhältnis von 1:20 bei gleichem Öffnungsverhältnis (f/4,1) - irgendwann muss die Scheibe dann man nachgeben [;)]

    Hallo,


    lage her, das ich auf diesem Forum aktiv war ....
    Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit einen relativ großen (D= 599mm) und relativ dünnen (Randdicke 29,8mm) Spiegel. Dieser befindet sich im Stadium auspoliert. Der Rohling war auf einer Seite plan geschliffen (320er Korn) auf der Gegenseite angeschliffen, wobei diese nicht ganz plan war und in Zonen noch leicht wellig war. Um möglichst wenig an Dicke zu verlieren hatte ich so geschliffen, dass möglichst gleichzeitig die Späre den Spiegelrand erreicht. Dazu hatte ich (leider) auch zeitweise mit loklem Druck gearbeitet.
    Bei der Politur hatte ich per Foucault nur ganz grob darauf geachtet, in etwa sphärisch zu bleiben. Als ich dann mal näher nachgesehen habe musste ich deutlichen Astigmatismus feststellen.
    So gut, so schlecht ... Nun wollte ich erst mal die Achse des Asti mit Interferometrie bestimmen, hatte jedoch ständig nach Drehen des Spiegels völlig unterschiedliche Ergebnisse. Mal hochgezogenen Rand, dann hängenden Rand, mal blieb der gemessene Asti trotz Spiegeldrehung Lagekonstant.
    Nun hatte ich meine Spiegellagerung im Messstand mir näher angesehen um von dort her kommende Probleme zu minimieren und dabei auch 2 Kleinigkeiten gefunden welche es zu verbessern gab. Das Grundproblem ist leider immer noch da.


    Für jegliche Tipps bin ich dankbar. Solange ich nicht weis wie der Spiegel wirklich aussieht macht es keinen Sinn loszukorrigieren. Mir ir klar, dass ich eh erst noch viel Glas für die Parabel wegpolieren muss, doch gerade am Rand ist der Abtrag am geringsten, und dort liegt ja das Problem ...
    Zu den Spiegeldaten:
    Optisch wirksamer Durchmesser: 597mm; ROC 4915mm; Laserwellenlänge: 635nm.


    Hier ein Bild zum MessStand:


    http://www.strnad-emskirchen.d…bilder/24er/MessStand.jpg


    und hier 4 Interferogramme, zwei bei 0 Grad, zwei bei 90 Grad (Spiegel im Uhrzeigersinn gedreht)


    http://www.strnad-emskirchen.d…_bilder/24er/0Grad_01.jpg


    http://www.strnad-emskirchen.d…_bilder/24er/0Grad_02.jpg


    http://www.strnad-emskirchen.d…bilder/24er/90Grad_01.jpg


    http://www.strnad-emskirchen.d…bilder/24er/90Grad_02.jpg


    Viele Grüße


    Achim

    Hi Winni,


    als 'Überbleibsel' eines Spiegelschleifworkshops den ich gehalten hatte habe ich ein 10 Zoll Granittool mit ca. 210 cm Krümmungsradius rum liegen. Das ist für deinen Spiegel deutlich zu schnell, der Unterschied bei der Pfeiltiefe beträgt ca. 1,2mm (f/4 ca. 2,6mm; f4,1 ca. 3,8mm). Wenn dies helfen würde kannst Du es gerne haben.


    Viele Grüße


    Achim
    p.s. nachdem ich lange keine eigenen Schleifprojekte mehr hatte werde ich ab April ein Neues angehen.

    Hallo Andi,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: andi1234</i>
    <br />Wenn dein Freund einen solchen Spiegel hat, hat er ihn ersteigert oder regulär gekauft und vielleicht lässt sich ja dieser Spiegel mal "unter die Lupe nehmen" <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Auf meinen Eröffnungsbeitrag hat mir ein hier im Forum lesender Hobbyastronom eine personal mail mit dem oben eingefügten Inhalt gesendet. Ich kenne die Person nicht. Ob er seinen Spiegel unter die Lupe nehmen lässt kann ich nicht sagen, werde eine entsprechende Anfrage an Ihn senden. Ob regulär oder via e-bay weis ich leider auch nicht.


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo Jörg,


    ich habe dein Eindruck du hast meine Beiträge nicht richtig gelesen. Ich schlage vor du versuchst es nochmal ... oder was willst Du mit deinem Beitrag sagen??


    Ich hatte den Beitrag aus neugierde eröffnet um sachlich und konkret solche Spiegel zu hinterfragen, am besten mit Tests untermauern.


    Viele Grüße


    Achim


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: PeJoerg</i>
    <br />Ja, ja, 99% Strehl und das für wenig Geld. Der Reiz an der Kombination ist ungebrochen. Selbst Spiegelschleifer, die es besser wissen müssen, kommen in Versuchung.[;)]
    Freunde, diese Wunschkombination wird es nie geben!
    Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, auch und ganz besonders bei den Super-sonder-spar-qualitäts-schnäppchen.[xx(]
    Viele Grüße
    Jörg
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">

    Hallo,


    wie ich auf den 2. Blick erst gesehen hatte ist zu den Spiegel lediglich eine Foucault-Auswertung mit auch nur 6 Zonen als Messprotokoll beigefügt, das ist nicht berauschend. Aus eigenen Auswertungen weis ich jedoch, das teils auch von renomierten Herstellern beworbene Strehl getürkt sein können - da wird eine Genauigkeit suggeriert die (in Kenntnis der tatsächlichen Daten) nicht stimmt.
    Klar kann man den Strehl rein aufgrund Foucault nicht als gegeben hinnehmen, der kann im besten fall nur wenig aber auch massiv niedriger sein. Deswegen muss ein Spiegel jedoch nicht schlecht sein.


    Von einem Sternenfreund der sich so einen Spiegel besorgt hatte habe ich gestern abend ein Mail bekommen, er ist mit seinem 12-Zoll f/5,2 sehr zufrieden. "Der Spiegel kühlt durch die Sandwitchbauweise relativ schnell aus und ist in Benutzung auch justierstabil. Die optische Qualität würde ich als gut bezeichnen , ich beobachte damit Planeten, Mond uns Deepsky und bin damit zufrieden"


    Interessant wäre es wirklich, wenn man so einen Spiegel vermessen dürfte, auch wie temperaturschwankungen die Eigenschaften beinflusst. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob dies in der Praxis sonderlich relevant ist, geht der Gradient doch i.d.R. kontinuierlich leicht nach unten, auch können Spiegelzellen ohne Aufwand relativ gut 'abgeschottet' werden.


    Schade das wir uns derzeit nur auf dem Feld der Spekulation bewegen können, etwas 'greifbares' wäre mir viel lieber.


    Viele Grüße


    Achim


    p.s. mir persönlich wäre das Risiko eines Fehlkaufs zu groß, das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

    Hi Leute,


    gestern hatte ich e-mail-Kontakt mit einem ATM'ler aus dem sonnigen California. Seine Fragen konnte ich beantworten, er hat mir als sehr günstigen Spiegelhersteller und Verkäufer 'Hubble-Optics' empfohlen, die primär über e-bay die Produkte vertreiben. (Firmensitz scheint in Hong Kong). Hier ein Link zu einem aktuellen Angebot:


    http://www.ebay.com/itm/14-f-4…ain_0&hash=item2ebbda3fc4


    14-Zoll f/4,5 zu 550 USD, dazu käme bei Seefracht 54 USD. Mit Importzoll (ich meine 4%) und Einfuhrumsatzsteuer liegt man in Summe bei ca. 560 Euro.


    Es handelt sich hier um Quasi-Sandwich-Spiegel in offener Ausführung. Für uns Spiegelschleifer recht fette Teile (der 14er hat 49m Randdicke, ein 20er hätte 53mm Randdicke), die auch nicht wirklich leicht sind.


    Kennt jemand Spiegel der Firma und hat Erfahrungen gesammelt, gar mal so eine Scheibe gemessen? 'Von der Stange' fertigen die dort bis 24-Zoll.


    Hier der Link zur Homepage: http://www.hubbleoptics.com/products.html


    Scheinbar gehen Spiegel via e-bay auch mal zu 30 .. 35% der dortigen Listenpreise über den Tisch - ein 20er aus Pyrex wäre so für um die 1500 Euro erreichbar.


    Nicht das ich von dort einen Spiegel brauchen würde - ich bin einfach nur neugierig. Bin gespannt auf die kommenden Beiträge


    Viele Grüße


    Achim


    p.s. die haben auch Fangspiegel im Angebot

    Hallo,


    ich 'tune' momentan meinen alten 20er Spiegel. Heute habe ich erstmals mit FFT (Openfringe 12.3) eingesetzt. 2 mal jeweils 5 Interferogramme (jeweils mit +/- 40 fringes. Zwei Fragen konnte ich mit der Forensuche nicht beantworten (habe sicherlich nur die entsprechenden Beiträge nicht gefunden:


    &gt; mir ist nicht klar, wie der Blaue Kreis angepasst werden kann (ich habe diesen Schritt quasi übersprungen)- selbst wenn ich gewusst hätte wie: sollte dies so gemacht werden, das der blaue Kreis die sidelobs innen gerade so berührt?


    &gt; aufgrund der relativ hohen Anzahl der Interferogramme und Streifen hätte ich eine höhere Auflösung in der Auswertung erwartet. Gibt es hier irgendwelche 'Kniffe' zu beachten?


    Viele Grüße


    Achim

    Hi Kai,


    als einziges Objekt ist das einfach-standardzoom 18-55mm,f3,5-5,6 vorhanden. Ich habe die Kamera bis jetzt noch nie genutzt (die hat meine Tochter vom Opa geschenkt bekommen).


    Jetzt wird es für mich peinlich: ich weis nicht einmal, wie manuell den Fokus einstellen. Den Knopf zum ausschalten des Autofokus am Objektiv habe ich noch gefunden, doch wie dann manuell scharf stellen? Echt peinlich ...


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo Kai,


    leider kann ich mit der Kompaktkamera nicht manuell scharf stellen. Ich kann nur die Zonen für den Autofokus einstellen. Bei der Helligkeit kann ich in in paar Schritten 'abdimmen'.


    Von meinem Vater habe ich eine abgelegte EOS350D, doch bei der gibt es am Montitor kein LiveView. Mein Messaufbau ist leider so, dass ich mich nicht hinter die Kamera stellen kann, sondern mich seitlich über einen Tisch beugen müsste - durch den Sucher einstellen wäre so eine echte Qual.


    Viele Grüße


    Achim


    p.s. Die Kompaktkamera ist eine Panasonic Lumix DMZ-TZ5

    Hallo,


    nachdem ich nun angefangen habe meinen frisch abgelaugten 20er Spiegel etwas nachzuretouchieren werde ich einige an Interferogramme auszuwerten haben. Anbei ein Beispiel über die derzeitige Fotoqualität.



    Die Bilder sind mittels Kompaktkamera (mit ca. 6-fach optischen Zoom) durch ein 'Fernrohr' welches die Bildebene nach hinten verlegt aufgenommen. Was stört: neben Interferenzen durch Staubkörner sind auch sonst streifige Artefakte im Bild, welche 'Autotrace' meist verhindern. Das ständige manuelle setzen von Punkten zur Festlegung der Streifen ist nicht nur zeitaufwändig sonder auch sehr lästig (und langweilig).


    Eine Idee, was (und wie) ich es besser machen könnte?


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo Gerd,


    Du bist wirklich ein sehr fleissiger Beobachter und scheust nicht den Aufwand regelmäßig Beobachtungsberichte zu verfassen - vielen Dank für deine Beobachtungsberichte.


    Bei NGC2022 hatten wir ein gemeinsames Objekt in den letzten Tagen im Okular. Das Seeing scheint wirklich gut gewesen zu sein, wenn Du bis zu 343* hoch vergrößern konntest, super! Hohe Vergrößerung ist bei den kleinen flächenhellen PN's (NGC2022 hat ja nur ca. 0,5 Bogenminuten Ausdehnung) der Schlüssel für mögliche Details.


    Du hast es sicher schon oft geschrieben: wo nochmal ist denn dein Beobachtungsplatz? Wir kommen ja aus der gleichen Region, ggf. kann man ja auch mal gemeinsam spechteln.


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo,


    die angehende Neumondphase hat super begonnen. Da reihe ich mich in die Liste der Berichtverfasser ein, diesmal mit Nis als Co-Autor [;)]


    Bericht vom 15.01.2012; 19.40h – 23.15h
    Ausrüstung: Newton-Teleskop, Öffnung 428mm, Brennweite 1830mm, (f/4,25) Adler
    Dobsonmontierung


    verwendete Okulare: 22mm Ethos ; 13mm Ethos, 8mm Ethos, 5mm Nagler Type6
    Ort: Freies Feld, ca. 2 km außerhalb Obernesselbach, ca. 370m ÜNN
    Temperatur: 19.20h -5 C ; 23.30 -7 C
    Seeing: 2-3


    Wetter: nach klarem Morgen, tags zunehmend niedrige Bewölkung, zum Abend komplett aufklarend


    Beobachtete Objekte:
    Galaxien:
    And: M31, M32, M110
    Tri: M33
    Uma: M81, M82, NGC3071, NGC2976, NGC2959, NGC2961
    Planetarische Nebel: NGC2022, Abel12, M1, NGC2438
    Gasnebel: M42, M43-Komplex
    Planeten: Jupiter, Mars
    Offene Sternhaufen: M46, M36, M37, M38


    Meine letzte echte Beobachtung datiert aus dem Oktober. Im sonnigen November gab es zwei Fehlversuche wegen aufziehenden Nebels. Für Samstag Nacht hatte ich mich zu sehr auf die Wettervorhersage verlassen: noch überwiegend bewölkt. Beim Blick vor die Tür gegen 21h strahlte mir ein klarer Himmel entgegen, Mist, verpasst! Sonntag sollte es dann unbedingt passen, Nils hatte ich für gemeinsames spechteln schon vorgewarnt. Es hatte dann auch tatsächlich geklappt.
    Er liest hier im Forum mitund hat mir gestern abend eine Mail gesendet seiner Eindrücke gesendet – anbei seine Zeilen:


    <font color="orange">„Am Samstag rief mich Achim an, er wollte mich für Sonntag vorwarnen.
    Wenn Achim mich anruft dann geht es um Spechteln oder Höhle. Natürlich ging es um Spechteln!
    Nach etlichen Absagen konnte ich nun endlich sofort zusagen. Immerhin waren zwischenzeitlich 9 Monate vergangen – da kann ja viel passieren. :o)

    Das Wetter sollte es endlich gut mit uns meinen und verdrängte die langen Regen- und Nebelzeiten in die Vergangenheit. Hoffentlich bleiben sie heute Nacht auch dort! Die Temperatur fällt bereits unter null. Skianzug, dicke Stiefel und Tee eingepackt. Für den optische Synapsenknaller wird Achim sorgen, worauf ich mich bereits jetzt schon freue.

    Je näher ich auf den 30km zu Achim komme, desto schwärzer wird der Himmel. Mehr Land, weniger Dörfer, mehr Sternenlicht. Mir scheint, das Achim auch dies bereits in sein Astroleben bedacht hat oder wird es ihm dort die Augen dazu geöffnet haben?

    Nach schnellem Einpacken düsen wir zusammen zum schwärzesten Himmel in der Region -immerhin nochmals 15km. Aber irgendwas ist anders als sonst. Im Auto wird es merklich wärmer! Der bereits vortemperierte Spiegel von -5°C wird soeben Richtung angenehme 21°C erwärmt. Sofort wird die vergessene Heizung ausgeschaltet und wir unterhalten uns wieder über das Weltall und meinen Gedanken zu den kleinen Universen eines Menschen der den Blick zum Himmel scheut.
    Wir holpern bereits den hartgefroren Landweg hinauf zum Beobachtungsplatz und somit dem Sternbild Orion entgegen. Das augenscheinliche Seeing lässt eine gute Nacht erahnen. Nach ein wenig Sternenkunde – immerhin sind meine intensiven Jahre schon ein wenig verblasst – gehen wir mehrere Objekte an, auf die Achim sicherlich eingehen wird.

    Auf jeden Fall war Thors Helm bzw. dug nebular oder doch besser NGC-irgendwas für mich ein persönliches Highlight, sowie immerwährend M42 in seinem Detailreichtum in leicht bläulich/grüner Farbe. Diese 4 Stunden haben wir rundherum genossen, auch wenn meine Füße mich bei -7°C im Stich lassen wollten. Die Winterstiefel kommen in den Müll! -Ich möchte auch so warme Schuhe wie Achim haben und… :o) „ </font id="orange">


    Nach dem Aufbauen (hatte die Stangen zunächst mit Klemmöffnung in die falsche Richtung eingesetzt grr..) und Justieren (5* so lange benötigt wie normal) schweift der Blick. Dominat Orion halbhoch in SO, Albireoglimmt es gerade so noch tief durch den geringen Dunst in WNW – die Horizontsicht ist deutlich überdurchschnittlich. Ahh … es tut einfach gut wieder unter dem Himmelszelt zu stehen. Die astronomische Beobachtungen beginnen wir mit unserem großen Nachbarn,


    der Andromedagalaxie und Begleitern. Die stellt Nils gleich selbst ein, erkennt zwei schräge Staubbänder unmittelbar. Das nur gut 1 Grad weite Gesichtsfeld am 17-Zöller kann nur einen kleinen Teil der ausgedehnten GX erfassen. Wahlweise kann man M32 mit einem Teil von M31 oder M110 mit einem Stückchen M31 betrachten, alle drei zusammen geht nicht. Später im 20*77 Fernglas ist dies dann aber gut möglich, wobei M32 dann kaum mehr von einem Feldstern unterscheidbar ist.


    Weiter geht es mit
    M33 – GX – TRI (mag 5,7 – 14,2; 69* 41’) SQM21,08
    der Triangulum-GX. Im 8*50-Sucher deutlich ersichtlich ist das Objekt schnell eingestellt. Nils braucht eine Weile, bis er sich der Drehrichtung gewiss ist – entgegen Uhrzeigersinn und er die beiden dominante Hauptarme erkennen kann. Flächig-oval zeigt sich der Zentralbereich, im äußeren Bereich des im GF unteren Arm, kurz vor einem Mag 9 Feldstern zeigt sich ein relativ kräftiger nebeliger Fleck – die große HII-Region NGC604. Hier lässt sich gut die Wirkung meines OIII-Filters demonstrieren. M33 ist ca. 3 Mio LJ von uns entfernt, die Masse beträgt und mit ca. 20Mrd. Sonnenmassen nur ca. 2% von jener unserer Heimatinsel. Wir schwenken zu Taurus.


    M1 – PN – TAU – (8,4- 11,0; 8 * 4)SQM 21,10
    ist bei jeder Vergrößerung ein tolles Objekt. Die Außenkontur ein grobes stumpfwinkliges Dreieck, im Nebel feine, netzartige Strukturen, ohne Filter zu erahnen, mit OIII gerade so zu sehen – für einen Zeichner sicherlich eine große Herausforderung. Im Nebel selbst gut ½ Dutzend Lichtfünkchen, ob das der ZS dabei ist? Ich kenne dessen exakte Position nicht, weiß nur daß dieser zum Pulsar kollabiert ist und eine sehr geringe visuelle Helligkeit aufweist.


    Schon beim letzten gemeinsamen Spechteln vor 10 Monaten stand das nächste Objekt auf den Programm, hat aber nichts an seiner Faszination verloren:


    M42 – GN – ORI (mag 4,0 – 11; 90,0* 60’) SQM21,10
    M43 – GN – ORI (mag 9,0 – 13; 20,0* 15’) SQM21,10
    der großer Orionnebel-Komplex, der dann sehr ausführlich betrachtet wird. Filamente, feinste Strukturen, die deutlichen, kontrastreichen Dunkelwolken mit teils messerscharfen Randkonturen - einfach überwältigend. Schon im 13mm kann ich unmittelbar stabil die E- und F-Komponente des Trapez erkennen, ein Indiz für gutes Seeing. Nils hat hier zunächst Probleme. Ihm wird dabei klar das nahe am Gesichtsfeldrand hellere Sterne auch im Ethos bei f/4,2 kleine Komaschwänze aufweisen, die schwache Objekte überstrahlen können.


    Nach so vielen Knallern wird es Zeit für kleineres:
    NGC2022 – PN - ORI (11,7 – 9,2; 28’’ * 27’’) SQM 21,10
    schnell eingestellt. Klein, aber super interessant. Hier braucht es vor allem Vergrößerung. Das Seeing macht mit, über 13er, dem neuen (gebrauchten) 8er Ethos, dann gar bis zum 5er bei 364-fach werden Photonen auf der Netzhaut gesammelt. Es offenbart sich ein leicht ovales Objekt mit im inneren etwas geringerer Flächenhelligkeit. Der hellere Randbereich weist zwei Lichtknötchen auf, etwa gegengleich, der Rand insgesamt unruhig. Der ’hellere’ Knoten etwa auf 11h im Gesichtsfeld (Newton!) mit kleiner Einbuchtung nach innen unterhalb; nur ca. 0,5’ bzw. 0,8’ vom PN entfernt zwei ca. mag 15 Lichtfünkchen quer liegend. Einen Zentralstern konnte ich nicht erkennen.


    Die Kälte macht etwas Probleme: Okulare beschlagen. Es reicht manchmal die Tränenflüssigkeit damit die Augenlinse beschlägt. Ich stecke nun immer wieder abwechselnd Okulare in meine Jackentasche um dem vorzubeugen. Dummer weise haben wir keine sauberen Papiertaschentücher zum Linsenabwischen einstecken.


    Im Sternbild Orion verbleibend geht es zu den einfachsten der Abell-Planetaries:


    Abel12 – PN - ORI - (mag 13,9 - 11,3; 0,6 * 0,6) SQM 21,10
    unmittelbar neben den hellen Mu Orionis aufzufinden. Mit OIII wird dieser deutlich erkennbar. Eine rundliche Scheibe. Die innersten 30% ggf. einen Tick dunkler. So dicht am Stern, dass der Rand des PN den Stern einbindet. Richtung My Ori ist der Nebel so durch Streulicht überstrahlt, das dort der Nebel nicht mehr erkennbar ist.


    Mit leichter Kost wird weiterbeobachtet, gen Osten in UMA zu M81/82. Im21er Ethos noch gemeinsam erfassbar, M81 mit zwei zarten Armen. Bei steigender Vergrößerung gewinnt vor allem M82 an Strukturen. Uns fallen zwei jeweils ähnlich helle Doppelsternpaare (um mag9) auf, jenes knapp neben M81 mit ca. 8 Bogensekunden, das zweite etwas weiter entfernt mit 2,2 Bogensekunden Abstand; im 13er Oku gerade so mit sichtbaren schmalen Zwischenraum.


    Beim Blick ins Netbook um die Winkelabstände der Sterne herauszulesen fallen Nils weitere GXen der Region auf, ich stelle die oftmals vernachlässigte


    NGC3077 - GX - UMA - (m9,9 - sbr13,1 – 5,2*4,7) SQM21,15
    in, die dann nur kurz betrachtet wird; ein ovaler Nebel mit moderat hellem Zentrum und etwas motteligem Charakter.


    Als Nils am Okular steht beschreibe ich den Orientierung hin zu NGC2976; er wird auch schnell fündig, nur passt seine Beschreibung gar nicht zum erwarteten. Ein Blick bestätigt, er war auf dass blasse GX-Paar


    NGC2959 - GX - UMA - (m12,8 - sbr13,2 – 1,3*1,3) SQM21,15
    NGC2961 - GX - UMA - (m14,7 - sbr13,4 – 0,8*0,3) SQM21,15
    gestoßen. Im 13er bei 140-fach kann ich beide erkennen. Am Rand der größeren NGC2959 ist ein 14er Feldstern erkennbar, ganz Grob in Richtung der nur 2 Bogenminuten entfernten NGC2961 die sich als sehr blasses längliches Objekt mit mini-Lichtblob im Zentrum offenbart. Nils war mehr Richtung „2h“ statt nach „3h“ geschwenkt, hatte die nur gut ½ entfernte GX


    NGC2976 - GX - UMA - (m10,2 - sbr13,0 – 6,2*3,1) SQM21,15
    verfehlt. Im Gedächtnis ist mir hier lediglich eine ovale, flächig-helle etwas unruhige GX geblieben mit einem Feldsternfünkchen direkt am Nebelrand.


    Die Zeit schreitet fort, Nils wird es kalt, läuft etwas auf und ab um Blut in die Zehen zu bekommen. Jupiter ist schon merklich gen O abgestiegen, bevor es zu spät wird opfern wir die Dunkeladaption. Leider schon zu lange gewartet, im 8er bei 230-fach sind nur Blickweise die Atmosphärenbänder deutlich erkennbar, meist verwaschen. Eben nachgesehen war Jupiter schon auf nur 28 Grad gesunken.
    Orion hat schon kulminiert, ich erläutere Nils das Sternbild Hase (Lepus). Links daneben den großen Hund (Canis Major). Dort steht eines meiner Lieblingsobjekte. Da dieses deutlich auf OIII-Filter reagiert verwende ich diesen gleich bei der Objektsuche, brauche ein paar Minuten um dann doch bei einem anderen zu landen. Das kenne ich doch, ein Sternhaufen mit kleinem Ringnebel:


    M46 – OS - PUP (6,1 – 13,0; 27 * 27’) SQM 21,15
    Ein wunderbare offener Sternhaufen! Ohne Filter funkelt nur so von sehr ähnlich hellen (Mag 11/12 ) Sternen, alle mit weißlicher Farbtemperatur. Die Fünkchen auf einer Kreisfläche gleichmäßig verteilt. Im 13er Oku über gut 2/3 der Gesichtsfelds verteilt. Dieser OS gefällt ausgesprochen gut. Es fällt auch sofort der PN


    NGC2438 – PN - PUP (10,1 – 12,6; 73*68’’) SQM 21,15
    auf, auch ohne Filter. Mit diesem dann ein wunderschöner Ringnebel innerhalb von M46, auf ca. 50% des OS-Radius im Norden gelegen. Von der Ausdehnung ähnlich wie M57, doch um einiges blasser. Dieser PN wirkt auf mich fast kreisrund, lichtschwach mit merklich betontem Ring. Im Ring, nicht 100% Zentral ein Lichtfunken ca. Mag 13, am Ringrand, außerhalb ein hellerer Mag 11- Stern. Der innere Ringbereich ist nur wenig heller als der Himmelshintergrund der Region.


    Im 2. Anlauf finde ich das eigentliche Ziel:


    NGC2359 - GN- CMa - (mag 9,0 - 13,0; 15,0 * 15,0') SQM21,15

    Wow – was für ein Nebel. Auffinden ist mit OIII-Filter kinderleicht, hat man erst die richtige Region angepeilt. Der Nebel reagiert sehr stark auf diesen Schmalbandfilter. Die Transparenz zum Horizont ist wirklich sehr gut, so hat man dies hier selten. Der Nebels wir auch als Thors Helm bezeichnet. Ich kann den Namen nachvollziehen, sieht der Umriss der helleren Bereiche wie ein (im GF links auf der Seite liegender) Wikingerhelm aus. Die Zentralregion bildet eine Wölbung, ähnlich einem breiteren Parabelbogen. Rechts (bzw. oben) ein breiteres, deutlich helleres „Horn“; welches am unteren Helmrand seitlich beginnt, gegengleich ein deutlich blasseres , länglich-weites Gegenstück. Im „Helm“ blitzen wenige Sterne, so wie in der näheren Umgebung der sternenreichen Region. In diesem Bereich erahne ich ein paar dünnere Strukturen. Auf der unteren Seite des Helms sind blasse Nebelbogen Spiegel verkehrt zu den Hörnern zart zu erkennen. Beobachtet im 13er und 8er Oku. Ein äußerst interessantes Objekt. Ob der niedrigen Deklination hat man in unseren Breiten sicher nur selten die Gelegenheit, hier zu schwelgen. Diese Gelegenheiten sollte man nutzen!. Meine Skizze aus dem Gedächtnis habe ich mit jener einer früheren Beobachtung ‚verfeinert‘, ich hoffe dies ist legitim.


    Beschlossen wurde die Nacht mit Beobachtungen der 3 prominenten OS im Auriga, M36, M37 und M38, jeweils mit eigenen Charakter. Der vermeintlich tief im Osten aufsteigende Saturn entpuppte sich als Mars, im wabernden Ablick waren etwas strukturen erkennbar, Nils meinte auch eine Polkappe zu erkennen.


    Gegen 23.20h wurde abgebaut, Teleskop und Auto waren deutlich mit Rauhreif überzogen.


    Das soll es gewesen sein …


    Viele Grüße


    Achim


    p.s. ein Skizze zu NGC2359 will ich - nach Freischaltung - noch einbinden
    p.p.s. Nils sucht einen 12-Zoll-Dobson für (relativ) kleines Geld, wenn jemand etwas anbieten möchte ...

    Mensch Armin,


    das freut mich riesig von Dir mal wieder zu hören. Super das Du auch noch astronomisch tätig bist.


    Taja, das mit der Brille kenne ich leider auch. Bei uns alten Knochen ist das nun mal so mit der Altersweitsichtigkeit. Nur ist es bei mir anderrum, ich muss nun die Brille beim Lesen abnehmen.


    Ich wünsche eine klare Nacht und viel spass. Hier in Nordbayern ist es noch nicht klar genug - ich hoffe auf die Nacht zum Montag.


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo,


    so sieht die Flüssigkeit aus (GreenRiver genannt), hier ca. 400ml


    Der 20-Zoll-Spiegel mit mit Flüssigkeit getränkten Küchentuch.

    Die Aluschicht ist hier schon fast vollständig entfernt. Als der Spiegel noch stark scheckig war hatte ich leider Gummihandschuhe mit Säure an den Fingern an, da konnte ich kein Bild machen.


    Vielen Dank an all jene, die mir mit Ratschlägen geholfen haben.


    Achim

    Hallo Leute,


    wenn keiner etwas dagegen hat komme ich zum ursprünglichen Thema wieder zurück[;)]


    Eben bin ich mit der Ablaugeaktion (der Begriff stimmt eingentlich nicht, da ja primär mit Säure gearbeitet wird) fertig geworden ... ein voller Erfolg.


    Anbei ein paar Hinweise /Erfahrungen an jene, die ähnliches vorhaben sollten:


    Es wird nur eine geringe Menge an 'Suppe' benötigt, in meinem Fall habe ich für einen 20-Zöller ca. 200ml 37% Salzsäure und gut 1 Esslöffel Kupfersulfat verwendet, die Salzsäure hatte ich auf ca. 20% verdünnt.
    Wichtig ist, den Spiegel durch Abreiben mit Aceton oder Waschbenzin zunächst zu entfetten. Sonst wird das Alu durch einen Fettfilm geschützt. Das hatte ich gemacht, nachdem die Mittemarkierung (ein Lochverstärker) abgezogen war, da blieb auch etwas Kleberest zurück, der mit Aceton leicht weg ging.


    Ich hatte den Spiegel im freihen waagrecht gelagert (auf eine kleine Plastikkiste gestellt), dann mit Küchentuch die Spiegelfläche bedeckt. Das Küchentuch wurde dann mit der 'Brühe' vorsichtig getränkt, so dass das Tuch überall nass war; es ist so gut wie nichts abgetropft. Mit Gummihandschuhen bewaffnet wurden dann Luftblasen herausgestrichen. Schon nach ca. 1 Minute war durch das feuchte Tuch zu erkennen, dass die Aluschicht an vielen Stellen aufgelöst war. Man konnte auch sehen, wo diese nicht der Fall war - meist über kleinen Luftblasen. Ich habe in den nächsten ca. 15min immer wieder mal Luftbläschen herausgestrichen, dann war die Schicht komplett entfernt.


    Gearbeitet hatte ich im Schatten (ja- heute gab es sogar etwas Sonnenschein, kaum zu glauben) gemacht. Ich denke es ist sinnvoll bei wärmeren Wetter einen Ort aufzusuchen, bei dem die 'Suppe' nicht schnell verdunstet.


    Als Abfall blieb ein halb-faustgroßer Knödel mit getränkten Küchentuch übrig, den ich in eine Plastiktüte gegeben habe. Da vorhanden habe ich das ganze dann noch reichlich mit Kalk bestreut. Ich denke das kann ich in den normalen Müll geben, bin mir hier aber nicht sicher.


    Viele Grüße


    Achim


    p.s. sobald freigeschalten will ich noch 2 Bilder hochladen

    Hi Folks,


    vielen Dank für die Informationen. Da werde ich also mit Salzsäure und Kupfersulfat rumpantschen [;)]


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Kalle66</i>
    <br />Hi,
    also, wenn Du den eh neu polieren willst, dann ist das doch weitgehend egal. <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    .. na so schlecht ist der Spiegel nicht, es sollte reichen ein paar Zonen und einen Zentralhügel anzugehen, es wird also voraussichtlich nicht die komplette Spiegelfläche neu poliert.

    Hallo Leute,


    vorneweg wünsche ich allen Forenteilnehmern ein gutes Jahr 2012, bei bester Gesundheit und der ganzen astronomischen Gemeinde ein Jahr mit vielen klaren Nächten um die Neumondphasen.


    Nachdem ich schon lange kein Spiegelschleifprojekt angegangen habe will ich in diesem Jahr meinen 20er Ursus http://www.strnad-emskirchen.de/20_zoll.htm aus dem Dornröschenschlaf wecken. Das Teleskop hatte ich letztmalig vor fast 4 Jahren im Einsatz. Die Aluminumbeschichtung ist in schlechtem Zustand, relativ Matt auf der gesamten Fläche. Ich hatte den Spiegel in 2003 bei einer Firma in Tornesch beschichten lassen, welche sonst keine Teleskopspiegel beschichtet. Ich vermute das die Bedampfung mit der Quarzschutzschicht damals nicht richtig ausgeführt wurde.
    Nachdem mir Huberts 18er so viele Mühen bereitet hatte habe ich in 2009 mit der Interferometrie angefangen und mit Bath nun auch den 20er Ursus vermessen, es gibt merkliches Verbesserungspotential. Bevor ich mit Ceroxid loslegen kann muss die Beschichtung herunter. Hier brauche ich Euren Rat. Leider bin ich mit Chemie absolut unbewandert.


    Vor einigen Jahren hatte ich einen kleinen 6-Zöller mit Rohrreiniger abgelaugt (ich weis nicht mal mehr was für einer das war), nach ca. 8 Stunden war damals die Schicht runter. Was für Mittel (das frei erwerbbar ist) und in welcher Konzentration wäre für meinen Spiegel geeignet?


    Vielen Dank vorab


    Achim


    p.s. zur Reinigung von Mineralien habe ich Oxalsäure (Dihydrat99,6%) in Pulverform und auch Na-Dithionit, kann man dies evtl. verwenden? - Ihr merkt, hier habe ich leider Null Ahnung!