Posts by AchimS

    Hallo Gerd,

    ich hatte dummerweise im falschen Unterforum eingestellt, das dann gleich (zu spät) gemerkt. Gestern dann noch Stathis angeschrieben und gebeten, den Beitrag zu verschieben.



    Es gibt mehrere Beerbach in der Region, 'meines' ist etwas südlich von Dietersheim, Der Beobachtungsplatz auf einem kleinen Höhenzug. Koordinaten: 49.5318, 10.5582

    Bezüglich Lichtverschmutzung sieht man ab und an tief im Westen Illesheim, wenn dort der Fluhafen beleuchtet wird (das dann aber i.d.R. nicht lange. Von O über S bis W mit 0-Grad Horizont und am Horizont ohne jegliche Störung. Gen N habe ich einen Wald im Rücken, dort ist der Blick ab ca. 20 Grad frei.


    Viele Grüße

    Achim

    Hier Teil 2: bei mehr als 10.000 Zeichen gibts eine Fehlermeldung. Bilder mit Zig MB an Datenvolumen sind scheints i.O. (sorry für den kleinen Seitenhieb ;) )


    Jetzt peile ich deutlich höher, will es farbig, dazu zum Carbonstern


    DS Pegasi – PEG – mag 6

    ein veränderlicher in gut 2000 LJ-Entfernung; über 180 Tage mit Helligkeitsschwankungen von mag 5,5 bis Mag7. Mit 17 Zoll Öffnung orange, bei kleineren Öffnungen sicherlich deutlich rötlich, die Leuchtkraft ca. 1300-mal so hoch wie die heimische Sonne. Hmm … hatte mir mehr Farbe erhofft. Dabei fällt mir ein DS mit hohem Farbkontrast wieder ein:


    Albireo (Beta 1 / 2 Cygni), mag 3,1 und 4,7

    der Kopfstern des Schwans. Erst im 13er, dann gleich im 6er: zwei leuchtende bunte Edelsteine. Der deutlich hellere in zartem Orange mit 3 deutlichen Spikes, wie ich diese sonst kaum beobachtet hatte, der weniger hellere bläulich in Richtung des (wegen des Sterns) fehlenden 4. Spikes. Wow – sehr schön! Auf 60 Grad Höhe auch bei gut 300-fach sehr fein, sehr hell und nur wenig vom Seeing ‚aufgeblasen‘; ein wirklicher Genuss; Mit 35‘‘ Abstand weit separiert; ob das Paar einen Physischen Doppelstern darstellt, ist nicht bekannt, falls ja dann mit extrem langer Umlaufzeit.


    Jetzt noch etwas Galaxien. Andromeda steht halbhoch im Osten, betrachte zunächst im 8*50 Sucher;


    M31 / M 32 / M110 – AND – SQM21,0

    dort so hell und groß wie wenige andere GX’en sonst im Hauptinstrument, dann im 13 Oku sind jeweils nur kleinere Teilbereiche von M31 erfassbar. Gut jedoch der Kontrast von Flächig-hellen Zentralbereich zu einer Dunkelwolke / Arm im GF unterhalb des Zentrums. M32 gewohnt sehr hell, massiert; M110 eine zart glosende Ellipse ohne Strukturen. Wenn auch schon zigmal betrachtet immer wieder gerne genommen, auch und vor allem zum entspannten betrachten.


    NGC7331 - GX – PEG - (mag 9,2 9,3 * 3,8‘) SQM 21,0

    ist auch entspannt aus knapp 50 Mio. Lichtjahren Distanz erfassbar. Ähnlich von der Größe und Helligkeit zu unserer eigenen Galaxie, so ist in der Nachbearbeitung zu lesen. Östlich finden sich 4 kleinere Begleit-GX in die 7331-Gruppe, für mich sind davon 2 (rechts in GX 7335 etwa in GX-Längsachsengröße entfernt und 7340 in davon 3facher Distanz) im 13er gut erhaschbar. Die GX selbst deutlich länglich, fast 3:1 fast senkrecht im GF stehend, deutliche längliche Aufhellung mit Zentralblob leicht links versetzt.


    Mein letztes DeepSky-Objekt der Nacht wird das bekannte


    Stephans Quintett (NGC 7317/18(A+B)/19/20) - GX – PEG - SQM 21,0

    wie der Name schon andeutet eine 5er Gruppe von lichtschwachen Galaxien. Vier der fünf sind gravitativ gebunden, die 5. Steht sehr weit im Vordergrund, ist nur ca. 40 Mio LJ entfernt, die Anderen in über 200 Mio. LJ Distanz. Leider ist der Himmel nicht so dunkel wie ich es in der Vergangenheit häufiger hatte, so bleiben die GX’en nur verwaschene Flecken mit graduellen Helligkeitsunterschieden, deutlich als Gruppe bemerkbar, jeweils zwei ineinander übergehend. Das gute Seeing hilft die akzentuierten Vordergrundsterne von den GX’en mit teils markant hellen Zentren zu unterscheiden.

    Jetzt können die Augen verblitzt werden, ab zu


    Jupiter – Mag -2.9

    Aua! So hell, dass es schmerzt. Das Auge hat einen hohen Dynamikbereich – trotzdem ist es zunächst sehr unangenehm. Ich vergrößere, um das Licht auf eine größere Fläche zu verteilen. Im 8er bei 230-fach, dann im 6er bei 300-fach wird beobachtet. Markant die 4 Galiläischen Monde rechts im GF, am hellsten der am weitesten außenstehende Ganymed mit mag 4.5. deutlich die Äquatorialbänder, vor allem dominant das NEB. Ein Graufilter wäre nicht schlecht – habe ich nicht dabei. So nehme ich den OIII. Nun intensiv Türkis-grünlich, aber mit recht scharfen Kontrasten. Frappierend: ohne Filter fällt der GRF kaum auf, mit OIII dann extrem deutlich, wie auch das NEB. Das hatte ich so nicht erwartet. Ein würdiger Abschluß.



    Beim Einräumen merke ich: die Autoscheiben sind gar nicht beschlagen, beim Losfahren zeigt die Anzeige 9 Grad, hier auf der Anhöhe blieb es relativ mild, in den Senken auf der Fahrt zurück sind es teils nur 4,5 Grad mit einzelnen Nebelschlieren und Wolken. Es hat Spaß gemacht.

    Sternenfreundliche Grüße … vor allem an jene die bis zum Schluss durchgehalten haben 😉

    Ausrüstung: Newton-Teleskop, Öffnung 428mm, Brennweite 1830mm, (f/4,25) Adler; Dobsonmontierung


    verwendete Okulare: 21mm (87-fach); 13mm (141fach), 10mm (183fach), 8mm (229fach), 6mm (305fach) – Ethos-Serie


    Ort: Freies Feld, ca. 800m SSW von Beerbach, ca. 395m ÜNN

    Temperatur: 20.50h + 10 C; 23.20h + 8 C

    Seeing: 2-3

    Wetter: morgens klar, ab Mittag zunehmend Quellwolken bis max. 2/8; spät nachmittags wieder aufklarend


    Beobachtete Objekte

    Galaxien:

    Cyg: NGC7013

    AND: M31, M32, M110

    PEG; NGC 7331, NGC7335, NGC7334, NGC 7340; Stephens Quintett (NGC 7317/18(A+B)/19/20)

    Planeten: Saturn, Jupiter

    Plantetarische Nebel: NGC7009 (Saturn Nebula), NGC7293 (Helix-Nebula)

    Gasnebel: Cirrus-Komplex (NGC6966/90/95)

    Sterne: DS Peg, Albireo

    Kugelsternhaufen: M72


    Eine Woche mit Schlafdefizit: Geburtstagsfeiern am Dienstag und Mittwoch, Nackenproblemen welche den Schlaf weiter beeinträchtigten. Trotzdem will ich raus, will die Ruhe, Einsamkeit unter klarem Himmelszelt genießen. Ich belade das Auto gegen 19h, (Rockerbox zum Temperieren in den offenen Schuppen) dann versuche ich ein kleines Nickerchen; döse meist, jedoch scheinen auch ein paar Minuten Schlaf dabei gewesen zu sein, ich bin dann tatsächlich recht munter beim Beobachten. Erstmals nehme ich meine neue EQ-Plattform mit, die besitze ich gut einen Monat, habe dies an eine kleine Powerbank angeschossen, am Vortag nochmals kurz angeschaltet und geschaut, ob alles funktioniert.


    Gegen 21.50h vor Ort will die EQ anschalten und mit der App koppeln … geht nicht. Schließlich merke ich: die Powerbank scheint leer – Mist! Kann es mir nur so erklären, dass im ausgeschalteten Zustand doch etwas Strom gezogen wird und deshalb der Akku leer wurde, hatte diesen die letzten ~ 30 Tage nicht von der Plattform getrennt. Es muss somit wie gewohnt ohne gehen.



    Das Justieren dauert länger als gewohnt, einerseits stelle ich mich heute ungeschickt an, auch hatte ich nicht gemerkt, dass der Fangspiegel leicht verdreht war, d.h. mehrAufwand, die Optische Achse in Einklang zu bringen (war mit zum Abbau eingefallen und dann gecheckt und festgestellt)


    Nun schweift der Blick: rundum wolkenlos, nur geringe Horizontaufhellungen, die Milchstraße sichtbar, aber wenig kontrastreich, insgesamt wirkt der Himmel merklich grau. Bei UMin sehe ich erst mit etwas Konzentration alle Kastensterne mit bloßem Auge. Beim Justieren an Polaris war mir aufgefallen: das Seeing ist ordentlich; anders als nach dem Studium diverser Apps (u.a. Meteoblue, Clear Outside) erwartet, dafür die Dunkelheit merklich schlechter. Das SQM zeigt anfangs bescheidene 20,85


    Hmm. Ich will mit einer GX in Cyngus beginnen, beim Blick auf die Astronomieapp poppt die Nachricht hoch: ISS aufgegangen. Unterhalb von Arkturus, der gerade so über den Bäumen tief im Westen steht, soll die Raumstation gerade aufgehen. Die Bahn wird relativ hoch in den Norden steigen, bis oberhalb Polaris. Peile mit dem Dobson hin, sehr gut sieht man die ISS, immer heller werdend, die scheinbare Geschwindigkeit immer mehr zunehmend. Ich schaffe es nicht das Objekt im Gesichtsfeld halten zu können, nur einmal für 2 oder 3 Sekunden. blendend hell, relativ groß, die Solarpanels dominierend. Zum echten Betrachten reicht es nicht. Ich hatte dummerweise das 13er Oku mit 140-fach im Auszug – das war viel zu viel. Es war trotzdem spannend, aufregend. Einmal war es mir gelungen die ISS am Dobs nachzuführen, heute nicht.


    Zurück zum geplanten Objekt:


    NGC7013 - GX – CYG - (mag 11,3; 4,2*1,3) SQM20,85

    linkerhand der rechten Schwanenschwinge, ausgehend von Zeta Cygi schnell am 8*50mm Sucher die Zielregion eingestellt, im13er Oku dann direkt zu sehen. Ein Objekt mit deutlich länglichem Erscheinungsbild (etwa 2,5:1) von 11h nach 5h ausgerichtet, mit länglicher Zentralkondensation. Etwas außerhalb, auf 7h ca. 2 Bogenminuten separiert ein Mag10 Feldstern, einige Mag 12 / 13 Feldsterne mit im GF. Ich nehme noch das 10er (183-fach), der Hintergrund damit etwas dunkler; eine Suche nach Strukturen bleibt erfolglos. Trotzdem nett.


    Schon in der Region geht es in den Cyrus-Komplex. Mit dem Leuchtfeuer 52Cyg (Mag 4,2) das locker mit bloßem Auge sichtbar ist wird die Region sofort eingestellt. Ohne Filter nur blass, mit dem OIII dann deutlich wird erst die Knochenhand, danach der Bogen des östlichen Teils mit Genuss und Muße beobachtet. Bei dem aufgehellten Himmel bringt der Filter massiven Gewinn. Teils nur zart, dann auch kräftige Kontraste, teils wie verdrehter Tüll, wolkig, vor sehr sternenreichen Hintergrund. Schwer in Worte zu fassen schön und für mich auch ergreifend. Reste einer Sternenexplosion vor 5 bis 8000 Jahren, fast 2000 Lichtjahre entfernt und auch unfassbare ca. 100 Lichtjahre im Durchmesser.


    Wie häufiger in dieser Nacht nehme ich mich zurück, lasse den Blick schweifen. Es gibt diese Nacht weniger Dunst als erwartet, auch tiefer am Horizont sind die Sterne relativ deutlich, Capricon – der Steinbock ist gut erkennbar, durch den deutlich hellen Saturn markiert. Dieser ist verglichen zum gleißenden Jupiter mehr im Osten jedoch fast schon blass. Das sollte ohne massive Beeinträchtigung der Dunkeladaption gehen, so peile ich auf


    Saturn. Ahh .. schön. Erst im 13er, dann 10er. Seeing ist auf ca. 23Grad über dem Horizont besser als erwartet, die Cassini-Teilung ist überwiegend sichtbar, umlaufend, ab und an auch fast für Sekunden stabil. Das Ringsystem wird wieder besser sichtbar, neigt sich in Richtung Erde. Im unteren (nördlichen) Bereich von der leicht ovalen Planetenscheibe verdeckt, im oberen deutlich plastisch vor selbiger erkennbar. Es zeigen sich zarte Bänder der Wolkensysteme. 4 Monde sind unmittelbar sichtbar, neben Tital Richtung 4h etwa 4 Planetendurchmesser Entfernung sind dies noch Rhea, Tetys und Dione. Greife zum 8er und auch 6er Oku, dies aber nur blickweise mit zusätzlichen Gewinn. Ab und an erhasche ich noch Enceladus (mag 12,4) relativ dicht am Ringsystem, Mimas (mag 13,4) bleibt für mich heute unsichtbar. Ein Sternenfreund hatte vor 6 Wochen von einer Sichtung von Epimetheus (Mag 15,8) mit einem 14-Zoll Dobson berichtet – ich kann mir jedoch überhaupt nicht vorstellen das dies möglich wäre, hellt Saturn die Umgebung doch soweit auf, dass die mögliche Grenzgröße um den Planeten deutlich abnimmt.


    Nicht weit von Saturn, mit knapp 30 Grad über dem Horizont etwas höher dann – wie passend der


    NGC7009 - PN – AQU - (mag 7,8; 0,5 * 0,4‘) SQM 20,90


    der Saturnnebel. Von der scheinbaren Größe sehr ähnlich zu Saturn, die Achse des Planetarischen Nebels auch in etwa, wie jene von Saturnring orientiert – ich kann die Namensgebung gut nachvollziehen. Steigere die Vergrößerung bis zum 6er (305-fach). Auch ohne Filter ein sehr deutliches, helles Objekt. Im Inneren ein leichter Helligkeitsabfall, der Randbereich leicht oval akzentuiert mit zwei schmaleren ‚Ausbrüchen‘ die gegengleich orientiert (Achse von 2h nach 8h) etwas ‚herausragen‘ – sehr interessant


    Nur ca. 3 Grad vom Saturnnebel


    M72 - GC – GEM - (mag 9,2 - sbr 11,0; 6,6‘) SQM 20,90

    hell genug, um unmittelbar gefunden zu werden. Im 13er flächig, nur mit relativ geringer Helligkeitszunahme Richtung Zentrum, im 10er merklich granulär, gut angelöst, aber nicht wirklich aufgelöst, ein, zwei Dutzend feinste Lichtpünktchen, sonst leicht milchig wirkend, überwiegend rechts im GF von mehreren Mag 9 bis 12 Feldsternen umrahmt. Im 8er dann der Hintergrund schön schwarz, nun schon ziemlich aufgelöst – sehr ästhetisch, einfach schön!


    Mit Hilfe des OIII-Filters und 13er Okular ist der Helix-Nebel fix eingestellt


    NGC7293 - PN – GEM - (mag 7,4 15 * 12‘) SQM 20,95

    nur 18 Grad über dem Horizont zum Zeitpunkt der Beobachtung. Bei gegebenen Bedingungen ohne Filter kaum auszumachen, mit diesem doch sehr deutlich, bei 140-fach das 100 Grad GF etwa zur Hälfte füllend. Etwa die Hälfte des PN Radius nimmt der lichtschwächere Innenbereich ein, mit deutlichen Übergang zum helleren Außenbereich der im N und S jeweils etwas kräftiger betont ist. Einige schwache Feldsterne bis zur 10. Helligkeit sind am Rand / im Nebel eingebettet. Der Zentralstern schwächer, mit Filter erst bei höheren Vergrößerungen für mich Dingfest zu machen. NGC7293 ist mit ca. 650Lj der nächstgelegene PN, ob der sehr geringen Flächenhelligkeit und niedrigem Horizontstand ein relativ schwieriges Objekt.

    Hi Holger,


    vielen Dank für deine Tips. NW Hesselberg sind für mich auch ca. 50min. Die Gegend kenne ich auch gut, bin in Dinkelsbühl aufgewachsen und war häufiger in der Hesselbergregion. Hahnenkamm wäre doch einiges weiter (länger).
    Wie gehst Du bei deinen Recherchen vor? Aktuell sehe ich mir zunächst die LPM (in der App-Version) an, dann suche ich mir mittels Maps einen potentiellen Beobachtungsplatz aus (mit Höhenprofil, freiem Blick, Straßen oder anderen möglichen Fremdlichteinfall). Mit der App ''Clear Outide" sehe ich mir dann über die Exakten GPS-Koordinaten (aus Maps) die potentielle Sky Qualtiy ( mag) und Bortle anzeigen. NW des Hesselberg werden um 21,6 ausgewiesen (hatte etwas N von Grüb ausgewählt), Südlich Creglingen 21,68.
    Beides noch als Bortle 4 (ich denke zur Grenze an Bortle 3).


    Viele Grüße


    Achim


    p.s. Holger, bist Du auch aus dem Fränkischen ?

    p.p.s. Bei mir in der Gegend mache ich dann auch Standortbesichtigung, meist mit dem Rad

    Hi Norman,


    alles klar, dann scheidet das leider aus. Dann werde ich mal einen anderen Standort, nur 50 Auto Minuten von mir entfernt probieren. Der liegt leider nur auf gut 400hm, damit aber doch 100hm über den Talgrund, ca. 6km südlich Creglingen. Von der Dunkelheit (gem. akt. Lichtverschmutzung) wie Hohe Geba, aber eben keine Höhenlage.

    Versuch macht kluch ;)


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo,


    ich bin auf der Suche nach einen Guten Beobachtungsplatz in nicht allzu großer Entferung. Ich selbst wohne ca. 35km NW von Nürnberg, fahre zur Beobachtung dann noch ca. 15 Minuten an einem
    brauchbaren Platz. Tendentiell werden auch dort die Bedingungen schleichend schlechter. Bei meiner Suche bin ich auf den Gleichberg gestoßen, zwischen Wildburghausen und Bad Königshofen im Grabfeld.
    Mit über 600m ragt der deuchtlich über das Gelände hinaus, gem. 'Clear Outside' dürfen die Bedinungen noch leicht besser als am Hohen Geba sein, auf jeden Fall Bortle 3.

    Hat ggf. jemand hier Erfahrungen die er mit mit teilen könnte? Ich eine Auffahrt möglich / statthaft? Wenn schon anfahren würde ich gerne meine größte 'Tüte' mitnmehmen, die kann ich nicht weit schleppen ;)


    Viele Grüße


    Achim


    p.s. für Tips zu anderen Plätzen wäre ich auch dankbar

    Hallo, in meinem Notizenarchiv habe ich nur eine Aufzeichung zu dem Objekt gefunden, am 04.04.2004 mit 14-Zoll:


    NGC2976 - GX - UMa - (mag 10,2 - sbr 13,0; 6,2 * 3,1') GH 5,2

    Auf den ersten Blick nur ein etwa gleichmäßig helles 2:1 Oval, mit graduellen Helligkeitsabfall, mit etwas Zeit meine ich Strukturen zu erahnen. Die gesamte Fläche wirkt etwas unruhig. NGC2976 ist am NO-Ende von 2 oder 3 grenzwertig (Mag 15-) hellen Sternen am Halorand eingefasst,neben den Zentrum entlang der Hauptachse ein etwa Mag 13 Vordergrundstern.

    Kommt auf die Liste für hoffentlich bald mögliche Beobachtungen


    Viele Grüße


    Achim

    Hi Kurt, ich hatte ohne Startest beschichten lassen. Der ist m.E. auch bei dem Öffnungsverhältnis kaum nötig. Die Parabel ist ja sehr flach, wenn die Sphäre gut war (das kann man bei Foucaut-Test ganz genau erkennen) und die Zonenradien in etwa passen ist es ein Plantenkiller.


    Ich wünsche viel Erfolg


    Achim

    Hallo Kurt,


    bin eben über den Thread gestolpert, wünsche viel Erfolg bei deinem Erstlingswerk. Mein eigener erster Spiegel war ein 8 Zoll f/8 :)
    Ich kann dein hoffen und bangen sehr gut nachvollziehen. Damals (ist über 20 Jahre her) hatte ich ein Spiegelschleiftagebuch geführt,

    das ich mal verlinke, vielleicht interessiert es ja.


    Tagebuch 8 Zoll f/8


    Im laufe der Jahre hat sich einiges geändert, man arbeitet mit deutlich weniger Körungungen (so viele Zwischenschritte braucht es einfach nicht), auch gibt es ja nun auch Mikrogrit für die feineren Körnungen. Doch das Grundprinzip und die Physik gilt immer noch ;)


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo,
    meine letzte Bastellei ist eine Hauptspiegeljustage beim Blick durchs Okular.


    Bei meinem größten Teleskop (600mm f/4,1, Selbstbau, Selbstschliff, LowRider) hatte ich die Justage von oben von Haus aus vorgesehen. Bei der Justage an Polaris muss ich für den Blick durchs Okular ziemlich strecken, fürs Justieren (vor allem an der Schraube gegenüber) dann immer ein paar Schritte gehen, und so manchmal doch einiges hin- und her pendeln. Zur Erleichterung dient nachfolgende Bastellei.


    Die Justagesterngriffe habe ich nach oben mit ca 12cm M8-Schrauben verlängert, auf diese sind kurze Stücke 12*1 Alurohr aufgeklebt, die je eine längliche Nut aufweisen. In den Rohrstückchen sind jeweils 2 Neodym-Magnete eingepresst. So habe ich magnetisch eine sehr schnelle, recht feste Verbindung, die beim Auf- und Abbau ruckzuck werkzeuglos verbunden/getrennt werden kann. Das Gegenstück sind zweierlei Flexible Wellen, die mit Alurohr und Sterngriff bis in Griffweite beim Blick durchs Okular reichen. Die 6-Kantseite der flexiblen Wellen wurde durchbohrt, 2mm Stahlstifte eingepresst, welche in die Nuten der Alurohre greifen.


    Die flexiblen Wellen gabs im 4er Set für total 14 Euro (somit sind noch 2 übrig), den Rest an Material hatte ich noch herumliegen.


    Das Ganze hat sich beim ersten Feldeinsatz bestens bewährt.

    Anbei ein paar Bilder:

    Viele Grüße


    Achim

    Hallo,


    wie vorher geschrieben orientiere ich mich am Strehl-Wert. Faktisch mache ich nichts anderes als eine Auswertung mittels Bath-Interferometer gegen eine Referenzsphäre im Ritchey-Common Setup bei welcher der FS im Strahlengang ist, und zweimal passiert wird. Gut, sehr gut oder schlecht ist subjektiv, für mich auch immer abhängig von der Erwartunghaltung/ dem Anspruch. Mit Fangspiegeln habe ich wesentlich weniger Erfahrung als mit Hauptspiegeln. Bei großem, schnellen Hauptspiegel ist für mich 90 Strehl sehr gut, bei einem kleinen, langsamen erst 96 Strehl. Ähnlich sehe ich es bei FS.


    Soweit ich weis kann man aus der RMS mit nachfolgender Formel den Strehlwert ermitteln:

    Strehl = e hoch minus(2*Pi*RMS)²

    Es errechnet sich bei meinem 3,5 FS ein Wert von 87 Strehl, bei deinem ein Wert von 89.


    Wie ja schon mehrfahch von mehreren Personen angesprochen ist dein FS sicherlich sehr gut. Doch wurde dir nicht das Verkauft, was du bestellt und bezahlt hast.
    Weitere Diskussionen zur Qualität sind m.E. müssig.


    Viele Grüße


    Achim



    p.s. Was man nicht aus dem Auge verlieren sollte: bei FS sind Abweichungen weniger relevant als beim Hauptspiegel, da dieser wesenlich näher am Okular (Auge) plaziert ist. Des weiteren wird bei höheren Vergrößerungen nur noch ein kleiner Teil der Fläche überhaupt wirksam.

    p.p.s einer meiner FS mit 1/20 PV hat einen RMS von ebenfalls 0,009 und damit auch 'nur' 89 Strehl - das zeigt belegt mal wieder das es nicht auf die Extrem- sondern auf die Durchschnittswerte ankommt

    Hallo,


    PV 0,062 wave, rms 0,011, Power -0,036.


    Bei deinem Spiegel macht es m.E. keinen Sinn, wenn ich diesen vermessen sollte. Um jenseits Lamda/15 noch zuverlässig Unterschiede ermitteln zu können braucht es dann schon sehr viel Aufwand und Laborbedingungen die nur mit viel Geduld und Zeit herzustellen sind. Mir selbst reicht mein Messaufabau um beurteilen zu können, ob ein FS gut, sehr gut, ausgezeichnet oder eben auch ungenügend ist. Für Messwerte jenseits von 0,98 Strehl meinerseits könnte ich keine Garantie geben (ich ermittle Strehl-Werte, da ich gegen eine Referenzsphäre prüfe)


    Viele Grüße


    Achim


    p.s. meine Referzsphäre hat einen Strehl von 'nur' 0,992 - deren Fehler müsste man geeignet eleminieren, da diese ja auch doppelt passiert wird

    p.p.s in 2003 war der Preis für den 3,5 Zoll FS mit 1/15 PV $259,99 - aktuell sind es nur $10 mehr.

    Hallo, in meiner aktivsten Zeit als Teleskopbauer hatte ich einige Fangspiegel direkt bei Antares bezogen.

    Eben bin ich 4 Prüfprotokolle durchgegangen, die ich auf die Schnelle finden konnte.

    In allen war die Linie des Profilschnitts durch die geometrische Mitte des Spiegels entlang der Hauptachse gegangen.

    In allen war die georderte PV-Spezifikation gem. Protokoll eingehalten oder besser

    FS kleine Achse geordert lt Protokoll

    2,6 Zoll 1/15 1/18

    3,1 Zoll 1/18 1/18
    2,6 Zoll 1/15 1/20
    3,5 Zoll 1/15 1/15


    Ich hatte (und habe) bei keinem der FS etwas auszusetzen. o.g. FS wurde 2003 bis 2006 bezogen, also schon eine Weile her.
    Damals hatte ich noch kein Interferometer und auch keinen Ritchey-Common-Testaufbau oder Referenzsphäre wie heute.


    Von den Teleskopen habe ich nur noch eines im direktenZugriff. Wenn mir mal sehr langweilig ist könnte ich der FS (so gut mir möglich) nachtesten.


    Meine Lieferungen sind lange her, meine persönlichen Erfahrungen waren durchwegs positiv.


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo,


    da bin ich seit langer Zeit ersmals wieder auf dem Forum und lese von lauter Alten Bekannten :)


    Mein Anstifter zum Spiegelschleifen hat hier auch schon geschrieben: das war Armin Q.

    Als Armin in meinem 1. Astrojahr erwähnte, dass er einen Spiegelschliff begonnen dachte ich mir damals:
    einfach toll!, wenn Du das auch nur könntest! Der Keim für den Wunsch auf Eigenes wurde damit gelegt. Armin selbst war damals viel mit Hausumbau
    beschäftigt, sein Projekt schlummerte lange Zeit. Bei mir wuchs mehr und mehr der Wunsch, es doch selbst zu versuchen. Trotz Selbstzweifel wagte ich
    im Dez. 2001 den Schritt. Ich bestellte mir ein 8-Zoll Spiegelschleifkit bei der VDS (Thomas Heising), hätte mir Armin im Vorfeld nicht zugeredet und auch eine Kopie des Rohr'schen Standardwerks zum Spiegelschleifen gefaxt und geschickt, wer weis?
    (Somit ist der Schuldige für meine Sucht auch gefunden, die einige Jahre angehalten hatte)

    Mit dem Buch von Martin Trittelvitz, super Unterstützung durch die ATM-Mailingliste (war noch zu früh für Astroforen) (vor allem Stathis und Martin) und einiges an Ehrgeiz, gepaart mit viel Vorsicht, wurde das erste Projekt ein Erfolg. Ein 8-Zoll F/8 - was man damals so als Obergrenze für einen Neuling erachtete.
    Stathis hatte den an meinem 1. Teleskoptreffen einem Startest unterzogen. Ich war mit angehaltener Luft daneben gestanden und bin dabei fast erstickt. Nach mehreren Minuten dann: Die Korrektur ist ausgezeichnet, vielleicht einer von hundert Spiegeln zeigt solch gleichmäßge Intra- und Extrafokale Beugungsringe. An die Worte kann ich mich wie gestern erinnern - war damals Stolz wie Oskar.




    Viele Sternenfreundliche Grüße


    Achim


    p.s. Ich beobachte nach wie vor (oder besser: seit 3 Jahren wieder regelmäßig wenn es das Wetter zulässt)

    p.p.s Ich sollte mal auch den Spiegel nachmessen ... oder doch besser nicht

    Hallo,

    Stathis hat mich auf diesen Beitrag aufmerksam gemacht, ich selbst bin seit längerem kaum noch auf den Foren unterwegs, ich beobachte aber noch - immer noch rein visuell.


    Ich freue mich riesig, das Stephan für den Phöenix so gute Hände gefunden hat. Bestens kann ich das Erlebte nachvollziehen. Der Himmel wird auf einmal noch viel weiter, die schiere Anzahl an Objekten in Reichweite steigt exponentiell, in be-(ge-)kannten Objekten tauchen Details auf, Kugelsternhaufen glitzern und funkeln.


    Ich wünsche noch viele klare Nächte, behaltet die Begeisterung!


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo, ich habe eben in meinem Beobachtungsarchiv gesucht und bin fündig geworden. am 20.03.2006 ... lang ist es her mit meinem 20er Ursus Eigenbau/Selbstschliff, Beobachtungsort war bei Stierhöfstetten im Steigerwald, zusammen mit Mike und Uwe.


    NGC5495 - GX- CVn - (mag 11,4 -12,9 2,7 * 1,3') GH 6,0
    NGC5494 - GX- CVn - (mag 13,0 -13,4 1,7 * 0,8') GH 6,0


    Ein interagierendes GX-Paar. Auch ARP84 genannt. Ein wirklich hoch interessantes Objekt! NGC5495 deutlich größer, mit stellar wirkenden
    Nukleus in einem weiten Balken oder leicht gebogenen Spiralarm, der an beiden Enden scharf abknickt, somit das Zentrum eng fast umfasst.
    NGC5494 mir runden Lichtknoten, etwas außerhalb der anderen GX.

    Ich meine eine schmale Lichtbrücke hin zu NGC5495 zu erahnen, die sich mit einem der Arme verheiratet. Gegengleich eine Ahnung eines weiteren,
    schmalen gebogenen Arms. Die Beiden GX bilden zusammen einen extrem stumpfen Winkel. Eine Verbindung der weit auseinander liegenden Spitzen
    bilden 3 Lichtfünkchen. Bei NGC5495 Mag15, in der Mitte Mag 14-, dann Mag 14.


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo Eike,


    vielen Dank für Antwort. Bezüglich der Milchstraßengröße hast Du recht, ich hatte hier massiv vertan :( und das gleich doppelt; erst Radius mit Durchmesser verwechselt und dann noch von einre veraltete Quelle ..


    Gut das du aufgepasst hast - vielen Dank


    Achim


    p.s. wie kann ich mir den Einsatz eines Nachtsichtgeräts am Dobson vorstellen? ... da bin ich völlig ahnungslos.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: eike68</i>
    <br />hallo Achim,


    schöner Beobachtungsbericht. Ich habe einen Tag vorher teilweise die selben Objekte (Pal2; NGC2419; NGC2683) mit meinem 14,5"er aus der Stadt heraus beobachtet. Allerdings kam bei mir noch ein Nachtsichtgerät zum Einsatz. Wenn ich Deine Objektbeschreibungen mit meinen spärlichen Zeilen vergleiche, so komme ich zu einem vergleichbaren Beobachtungsergebnis.
    Woher stammt Deine Angabe bezgl. der Milchstraßengröße? Wikipedia gibt da viel mehr an.


    cs eike
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">

    Endlich ging mal wieder etwas :)


    Bericht vom 06.03.2021; 19.50h – 21.40h
    Ausrüstung:
    Newton-Teleskop, Öffnung 428mm, Brennweite 1830mm, (f/4,25) Adler auf Dobsonmontierung


    verwendete Okulare: 21mm (87-fach) ; 13mm (140-fach), 10mm (183-fach), 8mm (228-fach)– Ethos-Serie, 5mm (366-fach), 9er + 2,5er Powermate (508-fach)
    Ort: Freies Feld bei Beerbach, ca. 405m üNN
    Temperatur: 19.30h +1 C ; 21.55 -2 C
    Seeing: anfangs 2+, später 1


    Wetter: Tags strahlend blauer, Nachmittags mit leichten Cirren und Schleiern


    Beobachtete Objekte:
    Kometen:
    Planetarische Nebel: 2392
    Gasnebel: M42, M43
    Quasar: -
    Planeten: -
    Kugelsternhaufen: 2419, PAL2
    Offene Sternhaufen: -
    Carbonstern: -
    Galaxien: NGC2903 (
    Supernovae: -


    Das aktuelle Jahr ist bisher nicht von Beobachtungsmöglichkeiten gesegnet. Ich war im Januar zwei mal bei bissiger Kälte draußen, konnte die Stimmung der Winternacht aufsaugen und genießen, beobachten selbst war jedoch suboptimal – nicht dunkel genug und mäßiges Seeing. Gestern ging es dann endlich wieder raus – leider mit Corona-Beschränkung. In meinem Heimatkreis Neustadt/Aisch gilt aktuell wieder Ausgangssperre ab 22h – so musste früh abgebrochen werden.


    Ich hatte mich mit Nils verabredet, wir waren dann beide zum Ende der astronomischen Dämmerung gegen 19.55h vor Ort mit aufgebauten Teleskopen. Mein treuer Begleiter – wie immer – mein 17 Zoll Adler. Justieren am Stern ging schnell und zeigt – freu! – sehr gutes Seeing. Kurz unterbrochen von der erfolglosen Hatz auf einen hellen Erdtrabanten (dachte die ISS), die mir recht spät aufgefallen war. Im 5er (366fach) bei der Feinjustage zeigt sich fokal Polaris mit feinen scharf abgegrenzten Spikes, Polaris A schön als feiner deutlich heller Lichtpunkt.


    Der Blick schweift, ich sauge die Stimmung ein. Windstill – absolute Stille. Nicht mal Tiergeräusche. Am Horizont Aufhellungen Richtung Bad Windsheim – deutlicher und höher als in guten Nächten. Das SQM zeigt einen Wert von 20.82 – für den Standort eher schlecht.
    Orion – der Jäger - dominiert den Süden, Sirius strahlt ruhig linkerhand davon, darüber Gemini mit den markanten Castor und Pollux. Auriga rechter Hand davon sehr hoch am Firmament – einfach schön. Das Band der Milchstraße nur sehr blass ohne Strukturen, ab und an durchziehende Zirren – breite Überbleibsel ehemaliger Kondensstreifen?



    M42 – GN – ORI (mag 4, –90‘ * 60‘) SQM20,82
    Ahh – wie immer eine Schau. Filamente, feinste Strukturen, die deutlichen, kontrastreichen Dunkelwolken mit teils messerscharfen Randkonturen. Schon im 13mm kann ich unmittelbar stabil die E- und F-Komponente des Trapez erkennen, ein Beweis des gutes Seeing. Das ‚Schneckenhaus‘ von M43 darunter. Auch wenn nur wenig Beobachtungszeit bleibt – hier wird verweilt.


    Die gegebenen Bedingungen schreien förmlich nach Objekten mit hoher Flächenhelligkeit und kleiner Ausdehnung – Planetarischen Nebeln. Ich wähle das Paradeobjekt Eskimonebel.
    Die mit bloßem Auge gut erkennbaren Sterne Delta und 63 Gem machen die Grobausrichtung einfach, Mit dem Sucher bin ich dann gleich am Ziel



    NGC2392 - PN – GEM (mag 9,1; 20‘‘ * 20‘‘) SQM20,85
    Wow – ich nehme nach dem 10er Oku gleich das 5er Nagler. Der doppelten PN-Durchmesser entfernte relative helle Nachbarstern HD59088 (Mag 10.5) hilft beim sauberen fokussieren. Nicht sehr weit von der Ekliptik entfernt bekommt man die Himmelsdynamik live vorgeführt – das Objekt wandert flott aus dem Gesichtsfeld, man darf fleißig nachschupsen. Aber das lohnt sich! Voller Kontraste. Sehr deutlich der Zentralstern, darum eine innere Schale, nicht jedoch kreisrund, eher dreieckig, fast wie der Drehkolben eines Wankelmotors. Diese ist an der Kante deutlich akzentuiert, im inneren etwas unruhig. Die Äußere Schale mit etwa 2 ½ fachem Radius den Innenhalos, über die Fläche mit recht gleichmäßiger Helligkeit nach außen. Es zeigen sich schemenhaft einige radiale Strukturen, mehr hin zum Rand. Ob des Seeing habe ich viel mit 9er Nagler und Powermate bei 508-fach beobachtet, eine Kombination die nur sehr selten bei mir zum Einsatz kommt. Ein absolutes Highlight. Leider habe ich derzeit kein 7er Oku mehr – das wäre ggf. gewinnbringend verwendbar gewesen.


    Nun peile ich noch merklich höher, etwa auf 80 Grad. Von Alpha über 70Gem etwa nochmals die gleiche Distanz finde ich


    NGC2419 - GC - LNX (mag 10,4 – sbr 12,5; 6,2‘ * 6,2‘) SQM20,90
    Den Intergalaktischen Wanderer. Ein schöner Name für diesen Kugelsternhaufen, der im 21er Aufsuchokular als relativ kleiner, runder Schemen mit gradueller Helligkeitsabnahme zum Rand hin recht deutlich erkennbar ist. In einer Linie mit zwei ähnlich hellen mag7/8 Feldsternen, Auch hier wird schnell höher vergrößert. Im 5er bei 366-fach dann – wen wundert es – deutlich größer. Meine Hoffnung, den Kugelsternhaufen auflösen zu können erfüllt sich nicht. Nur leicht granular wird der Eindruck, in dem Bereich des GC kann ich 4 oder 5 Lichtfünkchen um mag 14,5 … 15 erhaschen, das könnten aber auch schwache Vordergrundsterne gewesen sein. Anyway … interessant. Mit ca. 275k LJ von uns entfernt ist dieses Objekt weit außerhalb der Galaktischen Scheibe, trotzdem aber gravitativ gebunden. Ein Umlauf wird auf 3 Milliarden Jahre geschätzt.


    Es schweift wieder der Blick. Ein breiter Kondensstreifen zieht sich längs über den ganzen Himmel. Mit meiner Dicken Jacke bin ich gut ausgerüstet, dank Thermohose sind auch die Beine warm. Die Hände jedoch nun kalt, hätte die Handschuhe früher anziehen sollen. Jetzt darf es ein anspruchsvolleres Objekt werden:


    PAL2 - GC - AUR - (mag 13,0 - sbr 13,8; 2,2 * 2,2) SQM 21,0
    Wieder ein Kugelsternhaufen, mit ‚nur‘ ca. 90k LJ deutlich näher, trotzdem viel schwerer zu beobachten. Die Zielregion genau einstellen kostet mich sicherlich 10 Minuten. In einer Region weniger hellerer Sterne, ohne markante Muster ist der Starhop schwieriger. Zwei Pärchen von Mag10 Feldsternen helfen zum Schluss. Es zeigt sich … sehr wenig. Nach ein paar Minuten bin ich mir relativ sicher, eine zarte, ganz leicht konzentrierte Aufhellung dingfest zu machen, jedoch ohne Granularität oder gar Feldsterne.


    Ein Blick auf die Uhr: schon 21.20h – Mist! Mir rinnt die Zeit dahin, muss ja leider bald abbrechen. Eigentlich wollte ich ja wieder eine GX betrachten, dafür ist es aber nicht ideal ob relativ geringer Grenzhelligkeit. Aber immerhin zeigt das SQM nun 21.0 Nils hatte kurz davor auf M81 gepeilt – dort war wenig zu sehen. Ich peile relativ hoch. Den Bienenkorb im Zentrum vom Cancer / Krebs kann man deutlich sehen. Von dort in der Verlängerung Richtung Zenit, schon im Lynx findet sich


    NGC2683 - GX - LNX - (mag 9,7 - sbr 12,8; 8,8 * 2,5') SQM 21,0
    Wow! Sehr schön … und gut ausgesucht. Für eine Galaxie hat dieses Objekt eine recht hohe Flächenhelligkeit, so ist auch bei diese Bedingungen (jammern auf hohem Niveau – in vielen Regionen Deutschlands wäre das ein toller Himmel) viel zu sehen, nicht nur zu erahnen. Eine GX nahezu Edge-on. Wer die alte deutsche SiFi-Serie Raumpatroulie kennt könnte wie ich die Orion8 assoziieren. Achsverhältnis etwa 3 bis 4:1, wie ein langgezogenes Oval mit spitzen Enden der Helle, im GF von 10h nach 4h gelegene Zentralbereich, auf der oberen Seite merklich gemottelt. Außenbereiche der GX-Scheibe nur entlang der Hautpachse, den Zentralbereich auf etwa das doppelte verlängernd. Ein kleiner Mag 14 Feldstern knapp unterhalb der gedachten Hauptachse, noch im Halo. Ein Mag 11,5 Feldstern etwa 3 Bogenminuten vom GX-Zentrum Richtung 3h. Sehr schön! Ca. 17 Mio. Lichtjahre ist diese Sterneninsel von unserer entfernt, mit 80k Lichtjahren an Durchmesser doch einiges größer als unsere (ca. 53k LJ)


    Für noch eine Beobachtung wäre es knapp, ich will mich nicht hetzen. Erst jetzt nehme ich mir Zeit und trinke vom frisch aufgebrühten Ingwertee. Dann wird abgebaut, alles verstaut und losgefahren. Hups .. schon 21.54 beim Losfahren. So komme ich erst 10 Minuten nach Beginn der Sperrstunde zu Hause an.


    Schön war es, das hat Lust auf weiteres gemacht.


    Clear Skies und gute Gesundheit Euch und euren Lieben wünscht


    Achim

    Hallo,


    vielen Dank für die freundlichen Rückmeldungen.


    Ich war in der Folgenacht (Sa auf So) nochmals draußen, bei ähnlichen Bedingungen (bis Mitternacht), ab 0h wurde es gem. SQM besser - das Ausschalten der Straßenbeleuchtung in den Nachbardörfern brachte so um 0,15 SQM-Punkte. Meine Highliths waren NGC40 und Jones-1 ... wieder PN's. Bei Gelegenheit will ich diese beschreiben, bin auf dem Sprung zu einer Geburtstagseinladung.


    Noch kurz:
    (==&gt;)Norman: ich hatte nach Wedding-Ring Abell gegooglet, dabei A33 gefunden. Den kannst Du aber nicht gemeint haben, da in der Hydra und jetzt im September eigentlich nicht beobachtbar .... hmmm ...


    Viele Grüße


    Achim

    Hallo, letzte Nacht war ich erstmals in diesem Monat draußen, anbei mei Bericht hierzu.


    Bericht vom 18.09.2020; 21.20h – 23.40h
    Ausrüstung:
    Newton-Teleskop, Öffnung 428mm, Brennweite 1830mm, (f/4,25) Adler auf Dobsonmontierung


    verwendete Okulare: 21mm (87-fach) ; 13mm (140-fach), 10mm (183-fach), 8mm (228-fach), 6mm (303-fach) – Ethos-Serie
    Ort: Freies Feld bei Beerbach, ca. 405m üNN
    Temperatur: 21.10h +14 C ; 23.45 +9 C
    Seeing: anfangs 2-3


    Wetter: Ab nachmittags wolkenlos aber recht diesig.


    Beobachtete Objekte:
    Kometen:
    Planetarische Nebel: M57, NGC6818, IC4997, NGC6905
    Gasnebel: -
    Quasar: -
    Planeten: Mars
    Kugelsternhaufen: PAL11, M15
    Offene Sternhaufen: H & Chi
    Carbonstern:
    Galaxien:
    PEG: NGC7479, NGC7814
    AND: M31, M32, M110
    Supernovae: -


    In dieser Woche war es mehrfach tags über wolkenlos, abends hat es dann doch öfters etwas zugezogen. Auffällig: es ist ungewöhnlich trüb. Das soll (u.a.) von den schon lang andauernden, großflächigen Bränden in Nordamerika kommen.


    Die Seeing-Pronose ist nach Meteoblue gut, so fahre ich gegen 21h los. Die Nächte werden merklich länger, vor allem auch die Dämmerungsperioden deutlich kürzer. Vor Ort angekommen bin ich positiv überrascht. Das angrenzende Maisfeld ist abgeerntet, nun auch in Richtung West wieder ein 0-Grad Horizont. Aufbauen, justieren. Ich erinnere mich daran, beim letzten Mal mit den 8er und 6er Oku nur gerade so in den Fokus gekommen zu sein, so drehe ich alle 3 Justageschrauben zusätzlich um 1 Drehung rein. In den letzten Jahren scheint ich den Spiegel Schrittweise nach unten ‚gewandert‘ zu sein. Das hat dann auch geklappt, nun komme ich auch wieder etwas intrafokal rein und kann sauberer justieren.


    Der Blick schweift: das Milchstraßenband geht durch den Horizont, ist nur wenig strukturiert, rundum ist es bis auf 20 Grad merklich leicht trübe, im Süden kann man Sagittarius nur undeutlich und unvollständig erkennen. Um 20.20h – beim Beobachtungsbeginn zeigt mein SQM nur 20,86 – für den Standort ein schlechter Wert. Von meinem Beobachtungsplan verabschiede ich mich gedanklich, so wird es mehr Freestyle werden.
    Zunächst ist es absolut ruhig, im Laufe der Nacht ist ein Käuzchen mehrfach zu hören. Ein Genuss. Zweimal fällt ein Schuss: der Jäger ist glücklicher weise nicht allzu nah ‚aktiv‘.
    Was nun? Ganz einfach, hoch peilen um den Dust zu entgehen, in Lyra zum prominenten


    M57 – PN – LYR (mag 9,4 – sbr 9,3; 1,4’ * 1,0’) SQM20,86
    Mit dem Rigel eingestellt unmittelbar im Okular. Sehr nett: Das Seeing ist hier oben recht ordentlich, ja gut. Schnell steigere ich die Vergrößerung und betrachte ohne Filter. Merklich ausgeprägt die ovale Außenkontur, der mehr rundliche innere, hellere Bereich. Im 6er bei 303-fach ist dann auch blickweise der Zentralstern zu erhaschen, als kleiner ‚Blob‘. Wie erwartet ist an flächenhellen Objekten das Seeing der entscheidende Faktor für erfolgreiches Beobachten, nicht ganz so die Transparenz. Ich kann es nicht lassen und fertige mein sicherlich 10+ Skizze dieses ca. 1400 LJ entfernten Objekts an.


    Motiviert peile ich viel niedriger, in den oberen Sagittarius, bleibe bei der Objektklasse treu



    NGC6818 – PN – SAG (mag 10,0 – sbr 7,0; 22“ * 14“) SQM20,90
    Nur 26 Grad über dem Horizont, aber doch über dem meisten Dunst. Oberhalb von Saturn. Mit Hilfe von e1 und e2 Sgr am Winkelsucher zügig eingestellt. Sehr hell mit deutlichem türkisen Farbeindruck. Dieser geht bei höheren Vergrößerungen dann mehr und mehr verloren. Es finden sich reichlich Feldsterne um den rundlichen PN. Im 13er bei 140-fach frage ich mich: ist der in der Mitte nicht etwas blasser? Im 6er bei 303-fach bin ich mir dessen dann sicher. Der PN ist von 3 ähnlich hellen mag 13,5 Sternen umfasst, auf 4h mit ca. 4‘ Distanz, nah 7h in ähnlicher Entfernung, nach 10 mit ca. 6‘ Abstand. Zentralstern konnte ich nicht ausmachen.


    An Barnards Galaxie in fast unmittelbarer Nähe versuche ich mich ob der Beobachtungsbedingungen erst gar nicht – dafür braucht es dunklen Himmel. Ich schwenke das Teleskop ca. 5 Grad nach oben, in Aquila zu


    PAL11 - GC - AQL (mag 9 – sbr )); 10‘ * 10‘) SQM20,92
    Mag9 – sollte doch einfach sein. Wer sich mit Objekten der Palomar-Katalogs schon mal beschäftigt hat weiß: die sind selten einfach. So auch hier. Es reicht aber für eine eindeutige Sichtung. Im 13er andeutungsweise, im 10er dann gesichert ist eine relativ große, rundliche Aufhellung dingfest zu machen, geschätzt ca. 3 Bogenminuten groß. Nur mit ganz leichter gradueller Helligkeitszunahme zur Mitte hin. Diffus, flächig hatte ich notiert. Meine Skizze zeigt einen ca. Mag9 Feldstern ca. auf 8h, mit GC-Durchmesser Entfernung. Auf 1h ein Mag 10 Stern am Rand des GC, noch ein 10er auf 3h auf halben GC-Radius innerhalb. Zusätzlich ein paar mag 13 und 14er Fünkchen. An- oder gar auflösen konnte ich den GC nicht.


    Die Angaben zu


    NGC6781 - PN - AQL (mag 11,4 – sbr 12,5; 1,9‘ * 1,9‘) SQM20,98
    Machen mich neugierig. Wow – ganz schön groß dieser PN! Recht hell – auch ohne Filtereinsatz. Nahezu rund, hin zu einem mag 12,5 Feldstern mit ca. 3‘ Distanz gen 5h mit einer Art ‚ Ausbeulung‘; in diesem Bereich die Flächenhelligkeit etwas geringer, auch ist hier – im Unterschied zu einem Segment von ca. 7h bis 4h der Rand nicht akzentuiert heller. Nehme mir viel Zeit zu Beobachten (im 6er bei 303-fach) und skizziere. Immer wieder kann ich kurz einen kleinen Lichtblop im PN erkennen, nicht ganz zentrisch, etwas hin zum 12,5er Feldstern versetzt. Nahe des PN-Randes, etwas außerhalb gen 5h ein mag 14 Feldstern. Sehr interessant.


    Jetzt wird hoch gepeilt, Zwischen Sagitta und Delphinus, fast 60 Grad über dem Horizont steht


    IC4997 - PN - SGE (mag 10,8 – sbr ?; 0, 1,6“ * 1,6“‘) SQM20,98
    Nach kurzem Starhop bin ich gesichert in der Zielregion, es zeigt sich … nichts auffälliges. Hmm … versuche es mit Filterblinking … hmm – ja – da ist ein Stern welcher weniger abdimmt, aber auch nicht übermäßig deutlich. Ich setze noch zweimal neu auf, lande immer wieder am gleichen Punkt. O.k. – dann ist das der PN. Vergrößere bis auf 303-fach. Nun leicht flächig, einen Ticken länglich. Ohne Kenntnis, dass es sich hier um einen PN handelt wäre der mir definitiv nicht aufgefallen. Unscheinbar und sehr klein. Die Nachbereitung zeigt nur 1,6 Bogensekunden Ausdehnung.


    Nochmals ein paar Grad höher, jetzt aber in Sternbild Delphinus gelegen ein ganz anders Kaliber:


    NGC6905 - PN - DEL (mag 11,9 – sbr 2,9; 0,7‘ * 0,9‘) SQM21,00
    Wow! – wieder ein Planetary, dieser mit der Bezeichnung „Blue Flash Nebula“. In sternenreichem Gebiet gelegen, innerhalb einer 3er Gruppe, die ein rechtwinkliges Dreieck bildet, im GF mit der Hypotenuse waagrecht. Auch im Aufsuchokular schon auffällig, rundlich mit Strukturen. Bei mittlerer Vergrößerung sind diese fast netzartig, deutlich heller hin zum Stern gegenüber der Hypotenuse. Im 8er blickweise, im 6er bei gut 300fach indirekt überwiegend erkennbar der Zentralstern, der für mich auch leicht versetzt zu diesem steht. Nicht einfach, aber doch etwas deutlicher als jener bei M57. Ein sehr lohnenswertes Objekt. Beinahe vergessen. Merklicher, bläulicher Farbeindruck trotz der nicht allzu hohen Flächenhelligkeit bei geringer Vergrößerung.


    Der Blick schweift. Es ist jetzt deutlich besser, Horizontnah ist es merklich dunkler. Dominant hell der im Osten aufgegangene Mars. Hoch im Norden Cassiopeia, darunter der prominente Offene Sternhaufen (besser gesagt Doppelhaufen) H&Chi, schon im Perseus gelegen.
    Hierhin wird kurz gepeilt, Bei Minimalvergrößerung (87-fach) passt nur etwa die Hälfte ins GF. Trotzdem eine Schau. Besonders hat es mit eine kleine Gruppe von Orangen Sternenfünkchen angetan, die im Zentrum von (chi?) stehen und einen kleine Bogen bilden. Wirklich auffällig hier die ebenmäßige Farbe. Alle Nadelfein bei merklich unterschiedlichen Helligkeiten.


    Mir ist nach Galaxien, nach all den PN‘s. Schnell schwenke ich in Pegasus, links unten knapp außerhalb des Vierecks auf


    NGC7478 - GX - PEG - (mag 10,9 - sbr 13,4; 4,0 * 3,1') SQM 21,02
    Eine GX in knapp 100 MioLJ Distanz. Zwischen einem mag 11 und mag 13 Feldstern zu finden, der 13er fast am Rand der GX. Die Ovale Kontur fällt direkt auf, mit etwas Geduld dann ein länglich-schmaler Zentralbereich, entlang der Hauptachse (auf Verbindungslinie der Feldsterne). Dieser biegt an beiden Enden in entgegengesetzte Richtung ab. Ansatz von zwei Spiralarmen? Falls ja sind diese für mich bei gegebenen Bedingungen unsichtbar.


    Die nächste GX dann innerhalb des Peg-Vierecks, nahe des Unten-Links Sterns Algenib (Gamma Pegasi)



    NGC7814 - GX - PEG - (mag 10,6 - sbr 13,2; 4,7 * 2,4') SQM 21,04
    Auch als UGC8 oder Caldwell43 bekannt. Eine Spiral-Galaxie in Kantenlage. Hier werde ich enttäuscht, hatte ich doch mehr erwartet. Dieses Objekt wird auch als Kleiner Sombrero bezeichnet, eine Anspielung auf Ähnlichkeiten zu M104. Ich selbst sehe nur eine deutlich ovale GX, symmetrisch. Entlang der Hauptachse einen Tick von geringerer Flächenhelligkeit. Hier will ich unbedingt bei besseren Bedingungen nochmals ran.


    Die Arbeitswoche fordert Ihren Tribut, bin müde, dabei wird der Himmel jetzt peu à peu besser. Nach der Enttäuschung bei NCG7814 erfreue ich mich kurz bei


    M15 – GC - PEG - (mag 6,0 - sbr 12,6; 18‘ * 18‘) SQM 21,04
    Hell! Deutlich fallen eine ganze Reihe leicht orange Außenbereichsterne auf, um die 12,5mag. Es prasselt vor Sternen. Bei höheren Vergrößerung wie Diamantstaub auf schwarzem Sattin.


    Dann geht es für einige Minuten in Andromeda, zu M31/32 und M110. Tausend mal beschrieben erspare ich euch die 1001e .


    Vor dem Abbau verblitze ich mir noch das rechte Auge an


    Mars – mag -2,3
    Es wabert im 8er bei 232-fach deutlich. Ebenso deutlich trotzdem die helle Polkappe. Ich kneife mein Auge zusammen, um nicht gar zu stark geblendet zu werden. Auf der Planetenoberfläche sind dunklere Bereiche, überwiegend in der Mitte und zum linken Rand hin erkennbar. Sehr nett! Selten habe ich bisher diesen Planeten ins Okular genommen – diesmal mit einigen Details, hat Spass gemacht.


    Nun abbauen und Heim fahren. Es ist deutlich kälter geworden. Bin ausgefroren, trotz Tee aus der Thermoskanne und einer (dünneren) Daunenjacke. Ab 22h war stetiger Ostwind aufgekommen, das wurde spürbar.


    Clear Skies und gute Gesundheit Euch und euren Lieben wünscht


    Achim