M67 - Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs
Es ist zwar noch Januar, aber hier schon mal das ODM für Februar.
Position: Ra: 08° 51‘ 23.04“ De: +11° 48‘ 50.4“ (J2000)
Helligkeit: 6m9 Durchmesser: 25“

The Digitized Sky Survey copyright © 1994 Bildgröße: 60“x60“
Astrophysik und Geschichte:
Messier 67 (auch bekannt als M67, NGC 2682 oder Königskobra-Haufen) ist ein offener Sternhaufen im nördlichen Sternbild Krebs. Der Sternhaufen hat eine scheinbare Helligkeit von ca. 6,9, einen Durchmesser von 25“ und ist ungefähr 2800 Lichtjahre von der Erde entfernt. Messier 67 ist einer der ältesten bekannten offenen Sternhaufen und der älteste in Messiers Katalog aufgeführte offene Sternhaufen. Das geschätzte Alter von M67 liegt zwischen 3,2 und 5 Milliarden Jahren. Nach neuesten Erkenntnissen liegt das Alter bei 4 Milliarden Jahren.
Messier 67 wurde 1779 vom deutschen Astronomen Johann Gottfried Köhler entdeckt, und Charles Messier entdeckte den Haufen unabhängig davon und fügte ihn am 6. April 1780 seinem Katalog hinzu.[1]
[1] Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Messier_67
Die hellsten Sterne von M67 sind 10m hell und er enthält ca. 500 Sterne. Der Haufen enthält fast 200 nachgewiesene weiße Zwerge, über 100 sonnenähnliche Sterne und viele rote Riesen. Auch die Metallizität der Mitglieder des Haufens deuten auf ein Alter der Sterne, das vergleichbar mit dem unserer Sonne ist. Mitte Februar kulminiert er gegen 23:30 MEZ und ist somit praktisch die ganze Nacht über zu sehen.
Die Helligkeitsangaben im Internet variieren von 6,1m bis 7,0m. Ich habe deshalb mal selber nachgerechnet mit Guide 9 und der Formel MGesamt = -2,5 log₁₀ (10^(-M₁/2,5) + 10^(-M₂/2,5)). Wenn man hier ca. 15 Sterne der 10m-11m Größenklasse, ebenso viele der 11m-12m Größenklasse und 30 Sterne zwischen 12m-13m und 60 Sterne schwächer als 13m zugrunde legt kommt man tatsächlich auf ca. 6,8m.
Meine Beobachtung:
Meine erste Sichtung datiert aus dem Frühjahr Jahr 2004 mit dem Vixen 90M Refraktor. Leider habe ich mir damals keine näheren Details dazu notiert. Aber ich dürfte ihn bestimmt schon in den 80ziger Jahren mit dem Wachter 80/1000 Refraktor gesehen haben. Der Sternhaufen ist mit etwa 500 Mitgliedern äußerst reich und mit seinen vielen hellen Sternen (10mag) leicht mit einem Feldstecher zu finden.
Im November 2025 konnte ich dann M67 mit dem 14“ Dobson bei 200x und 246x beobachten. Im 6,5mm Morpheus Okular bei 246x füllt der Haufen das Gesichtsfeld des Okulars komplett. Ich konnte viele Sternenkette und ca. 150 Sterne zählen. Das Objekt ist somit für jeden was. Vom 7x50 Fernglas bis zum großen Dobson bei kleiner und mittlerer Vergrößerung.
Als add on: Es gibt noch 2 kleinere Sternhaufen unmittelbar nord- bzw. südwestlich von M67. NGC2664 (ca. 1° nordwestlich von M67 entfernt), der aus 4 Sternen 11 Größenlasse besteht und NGC2678 (ca.1/2° südwestlich von M67 entfernt). Hier kann man nur 3 Sterne 8ter und 9ter Größenklasse sehen und dazwischen ca. 10 schwächere. Die beiden Sternhaufen sind auch in der unteren Aufsuchkarte enthalten. Und 17‘ westlich von NGC2664 befindet sich die 13m helle und 1,4‘ große, rundliche Galaxie NGC2661 vom Typ Sc. Sie ist allerdings lichtschwach und benötigt einen dunklen Himmel.
Das Auffinden:
Nach 4-fache Verlängerung von M44 über Asselus australis (lat. „südlicher Esel“, δ Cancri) kommt man zu Acubens (α Cancri). M67 befindet sich 1,5° westlich dieses Sterns.

Guide 9.1
Und nun viel Spaß beim nachbeobachten. Auf die Beobachtungsberichte, Zeichnungen und Skizzen freue ich mich schon.
cs
Lothar