@Hico
Mit lange Belichten ist leider nix! Meine Kamera wird als Sternensensor auf einer Rakete arbeiten und muss dort Drehraten von bis zu 5°/s aushalten. Das heißt, dass ich längstens 50ms belichten werde, wird eher Richtung 30ms gehen, damit aus den Sternen keine Sternschnuppen werden. Dabei habe ich einen Öffnungswinkel in der Diagonalen von 18.5°. Wahrscheinlich werde ich auch Aufnahmen aus der Hand machen, damit ich halbwegs realistische Bewegungsunschärfen erzeugen kann. Trotzdem werde ich die meiste Zeit mit einem Stativ arbeiten und verschiedene Belichtungszeiten testen. Je mehr Sterne ich sehe, umso besser kann ich die geometrische Kalibrierung berechnen.
Den Mondkalender habe ich auch schon angeguckt, damit ich mir Nächte aussuchen kann, in denen der Mond schon schlafen gegangen ist ;o)
Vielen Dank schonmal für Eure Empfehlungen. Teneriffa klingt ja schon vielversprechend :o) besonders durch die Ausweichmöglichkeiten.
Gibt es denn Gründe, die gegen einen so großen Aufwand für den Kameratest sprechen? Ich meine, ist es möglich, dass bei so kurzen Belichtungszeiten der Lichtsmog nicht so schlimm ist?
Meine ersten Tests im Innenhof meiner Zentral-Bremer Wohnung und an dunklen Ecken Niedersachsens zeigen, dass die Signale der hellen Sternen die gleiche Größe in der Stadt haben wie auf dem Land. Aber das Streulicht hebt das Hintergrundsignal und verschluckt die kleinen Sterne. Für die Belichtungszeiteinstellung ist es also wurscht, ob ich zuhause bleibe oder auf Teneriffa in den Himmel gucke. Ich will aber gescheit fokussieren, wozu ich klare Sichtbedingungen brauche...
Vielen Dank auch für den Link zur Nachthelligkeitskarte Europas! Das hilft mir auch, dunkle Ecken in unserem schönen Land ausfindig zu machen.
viele Grüße
Michael