Hallo alle zusammen!
Ich bin neu hier:
Mein Name ist Sabine, wohne nördlich von Stuttgart und warte sehnlichst auf besseres Wetter. Naja, beim Wetterproblem könnt Ihr mir ja "leider" nicht weiterhelfen, aber vielleicht hiermit:
Mein Mann hat mir zu Weihnachten ein Sky Watcher 150/750 geschenkt und nun sind wir beide total infiziert!
Da es mit der Praxis noch nichts wurde, habe ich mich mal mit Büchern eingedeckt und Zubehör (z.B. zwei weitere Okulare) haben wir auch schon gekauft. Nun zu meinem Problem: Ich würde gerne auf Folien das Gesichtsfeld meines Suchers und meiner (von Sky Watcher mitgelieferten) Kellner Okulare einzeichnen. Leider finde ich keine Angaben über das scheinbare Gesichtsfeld (Die Formel zum Umrechnen auf das wahre Gesichtsfeld kenne ich)
Kann mir jemand weiterhelfen? Kennt jemand diesen Sucher 6X30 von Sky Watcher und die beiden Kellner Okulare: Super 25, Wide Angle, Long Eye Relief und Super 10? Was haben die für ein Eigengesichtsfeld?
Wäre echt super!
Ich danke schon mal im voraus
Sabine
Gesichtsfeld
- sabine217
- Closed
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Hi Sabine,
mit ein wenig Geometrie kriegst Du das zu Hause doch selbst hin. Zollstock ans Ende vom Flur (oder auf die Straße an einen Laternenpfahl und vom Fenster aus draufhalten) stellen und schauen, wieviel Zentimeter Du davon sehen kannst. Dann einfache Dreiecksrechnung mit dem Tangens oder Sinus (kommt bei den kleinen Winkeln aufs gleich raus. Du kannst Sogar noch einen Schritt weitergehen und den Winkel als Radiant-Angabe ohne Sinus direkt verwenden (bis 10° ist das eine gute taschenrechnerfreie Näherung). Ein Vollkreis (360°) sind 2*pi in Radiant.Wenn Dein Zollstock aus 10 Meter 20cm zeigt, dann geht die Rechnung folgendermaßen:Winkel in rad ~ 20/1000=0,02
In Grad dann also 0,02*360/3,14/2=1,1°Es geht zwar genauer, wenn man die Durchlaufzeiten eines Sterns per Stoppuhr bestimmt und dann via Erddrehung (23h56min) und räumlicher Geometrieüberlegung rangeht, aber ich denke, so genau willst Du es gar nicht wissen. Außerdem brauchst Du dann klaren Himmel.
Quick and easy wäre auch die Annahme, dass Kellner- und Ramsden-Okulare etwa 40° scheinbares Gesichtsfeld haben, (Super-)Plössel 50°sGF bis 52°sGF. Ein 10er Kellner macht dann an Deinem Teleskop: 750/10=75x-Vergrößerung und somit 40°/75V=0,53° Gesichtsfeld.
Gruß
<font color="yellow">oops Tippfehler beseitigt</font id="yellow">
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Moin Kalle!
Diese "Super"-Okulare sind "reversed Kellner" mit einem scheinbarem GF von ~50° - auf alle Fälle mehr als bei der klassischen Kellner-Bauweise. Das 10er RK hatte AFAIR den Nachteil, daß man das GF nicht ganz übersehen konnte. Ich erinnere mich nur dunkel, weil ich so ein Oku mal kurz hatte.
Trotzdem auf alle Fälle nachmessen. Man kann's auch mit einem Astro-Programm machen, das einen GF-Kreis einblenden kann. Dessen Größe verändert man an einem bekannten Sternfeld eben solange, bis das GF paßt. Das geht IMO schneller als drauf zu warten, bis sich ein Stern bequemt, durch das GF zu laufen - und rechnen braucht man so auch nicht. [;)] Dazu muß nur ein Compi in die Nähe des Teleskops...
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Hallo Sabine,
willkommen beim Astrotreff.
Die Methode, das scheinbare Gesichtsfeld umzurechnen, ist recht ungenau, da viele Okulare durch Verzeichnung ein meist zu grosses Gesichtsfeld vortäuschen. Das scheinbare Gesichtsfeld ist da schon mal schnell 10% grösser als es laut dem echten Gesichtsfeld sein dürfte.
Bei RKE-Okularen (reversed Kellner) liegt die Feldblende teleskopseitig vor der ersten Linse. Mess mal den Innendurchmesser der engsten Stelle vor der teleskopseitigen Linse des Okulars. Das echte Gesichtsfeld am Himmel wird dann folgendermassen berechnet:
<b>Bildwinkel = 2 * arctan( Feldblendendurchmesser / ( 2 * Teleskopbrennweite ))</b>
vereinfachte Rechnung (wird bei Bildwinkeln >8° zunehmend ungenau):
<b>Bildwinkel = (Feldblendendurchmesser / Teleskopbrennweite) * 57</b>Mit jedem Okular und auch bei unbekannter Teleskopbrennweite funktioniert die Messung mit der Durchlaufmethode. Man lässt einen Stern am Himmelsäquator, z.B. Mintaka, bei ausgeschalteter Nachführung (oder ein feststehendes Objekt bei eingeschalteter Nachführung und Teleskop auf 0° DEC) durch das Gesichtsfeld laufen und misst die Zeit die es dafür braucht in Sekunden. Die Zeit geteilt durch 4 ergibt das Gesichtsfeld in Winkelminuten.
Gruss Heinz
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Sorry, daß ich mich erst jetzt wieder melde...
@ Mintaka, Winnie, Kalle66:
Danke für Eure Antworten
Sabine
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