Farbfehler Fraunhofer

  • Hallo zusammen!


    Ich experimentiere seit einiger Zeit mit einem 120/1200 Fraunhofer (von Bresser) für die Astrofotografie. Anlässlich einer Neujustierung (die selbstklebenden Abstandsplättchen hatten sich verflüssigt!) habe ich gelernt, dass man mit diesem System den blauen Fokus wohl niemals in die Nähe von rot und grün bekommen wird. (Falls das jemand besser weiß, bin ich natürlich gern bereit, dazuzulernen.)
    Jedenfalls überlege ich mir jetzt, ob es nicht ein Fortschritt wäre, alle Aufnahmen (ich verwende eine Webcam) doppelt zu machen, einmal für blau und einmal für rot/grün fokussiert, und anschließend passend zu kombinieren.


    Gibt es dazu vielleicht schon Erfahrungen oder Tipps?


    Viele Grüße,
    Erwin

  • Hallo


    wenn es nur um den Farblängsfehler geht könnte man mit RGB Filtern aufnehmen, unterschiedliche Bildmaßstäbe sind für Stacksoftware heute kein Problem mehr, das schafft sogar Fitswork.
    bleibt aber der spährische Fehler der Stern wird auch in jeweils seperatem Focus nicht in allen Farben gleich groß sein, das könnte aber bei f/10 zweitrangig sein.


    Gruß Frank

  • Hallo Erwin,


    Quote
    Ich experimentiere seit einiger Zeit mit einem 120/1200 Fraunhofer (von Bresser) für die Astrofotografie.


    interesant, seit wann haben die denn einen 120mm f/10 FH ?
    Ich selbst kenne nur den 120/1000 und den berüchtigten 150/1200mm FH.


    Ansonsten:
    Ja, die Farben in ihrem jeweiligen Fokus getrennt aufnehmen und dann
    mittels geeignetem Programm addieren. Shau mal bei den Phoographen rein,
    dort findest du genügend Beispiele.


    MfG,Karsten

  • Hallo,


    Quote
    interesant, seit wann haben die denn einen 120mm f/10 FH


    Es gibt einen 127/1200 Fraunhofer von Bresser.


    Gruß
    Gerd

  • Hallo,


    danke für die Antworten.


    Es handelt sich tatsächlich um einen 120/1000 ("Pulsar"), nicht 120/1200, da hab ich mich vertan.


    Wie's aussieht werd ich es wohl wirklich mal probieren (sobald man mal wieder einen Stern sieht). Bin gespannt was dabei rauskommt.


    Joachim: Visuell war ich eigentlich recht zufrieden mit dem FH. Das heisst bei mir allerdings nicht viel, ich hab auf beiden Augen einen scheußlichen Astigmatismus. Der Farbfehler ist natürlich immer da, aber visuell stört er mich an Sternen nicht und an Jupiter war er für mein Verständnis ganz akzeptabel.


    Viele Grüße
    Erwin

  • Hallo Erwin,


    Danke für Info. Spiele seit Wochen mit dem Gedanken, einen 150/1200 Refraktor zu kaufen. Da wäre der 120/1000 wohl eine denkbare Alternative. Wiewohl die Dobson Fraktion mich ganz schön unsicher gemacht hat. Auch der Händler teilt meine Begeisterung nicht. Habe aber Beratungsresistenz entwickelt.
    Heute gehe ich nochmals zum Kaufladen und schaue mir beides an. Mal sehen was es werden kann.


    Wünsche Dir trotz deiner Einschränkung schöne Erlebnisse am Rohr und einen klaren Himmel.

  • Hallo Joachim,


    die 6"f8 sind keine schlechten Geräte - ich habe selber einen der wirklich gut ist. Natürlich ist der blaue Saum bei hellen Objekten zu sehen, dafür stören aber keine Streben und damit Spikes die Planetnbeobachtung. Wird gerne auße vor gelassen - sollte aber fairerweise auch erwähnt werden.
    Du kannst bei den Refrakoren auch die Linse und den Auszug abnehmen und den vorderen sowie hinteren Teil des Tubus mit Velour auskleiden und damit etwas optimieren.
    Der Vorteil ist zumindest dass man sofort mit der Beobachtung beginnen kann ;)


    Gruß


    Copernicus

  • Hi Allerseits !
    Mich würde es sehr interessieren wie die ganzen Dobson Schubser mit dem Auskühlungsproblem ,bei dem nur noch in Wolkenlücken zu beobachtenden Himmel fertig werden.
    Gruß und C.S. Peter

  • hallo Peter


    das ist ganz einfach, in dem 12er kann man dann auch nur bis 100x vergrößern, mehr geht bei schlechten Bedingungen im 100er Refraktor ja auch nicht. kleines Späsle gemacht?
    Ehrlich gesagt steht mein Newton im Kaltem, da ist nichts zu befürchten, und dann wird mit 40x Vergrößerung und Filter eben große Nebel geguckt, viel Öffnung sammelt auch viel Licht, da steht der Refraktor dann sozusagen im Dunklem.
    So einfach ist das nicht das wahre Teleskop zu finden hat alles sein für und wieder


    Gruß Frank

  • Hallo Peter,


    dafür hat man halt Spiegel- und Linsenteleskope im Asenal. Bei mittelmäßigen Bedingungen beobachte ich erst gar nicht - oder wenn es sich doch noch lohnen könnte eher mit den Refraktoren. Nur wenn die Prognosen gut sind nehme ich meine größeren Geräte (Dobson) raus aufs Feld.


    Gruß


    Copernicus

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