Frage zu Okularen

  • Hallo Jan alias HABERDASHER,


    Du must das so sehen: In einer Beratung das erwiesenermaßen Beste vom Besten zu empfehlen bedeutet daß die eigenen Hirnschmalzressourcen bestmöglich geschützt werden. Da macht es nichts, wenn man die ungenauen Formuliereungen eines Anfängers ein wehnig dehnt!


    Zur Entlastung der Berater muss man natürlich sagen, daß die einfach keine Ahnung mehr von den Okularen haben, die augenblicklich auf dem Markt sind...denn sie haben schon seit Jahren die besten Okulare! Was sollen sie also anderes empfehlen als die Okulare, die vor Jahren schon gut waren. Aber darunter leidet eigentlich jede Beratung..meist...oft...


    So, nun zu CP: Hi.
    Wie Du in meiner Antwort zu Jan sicher gelsen hast, gehöre ich auch zu denen, die Dir entweder das Beste und Teuerste oder die Goldkanten empfehlen. Goldkanten-Okulare sind von der Firma Skywatcher die Weitfeldokluare. Diese haben eine goldenen Ring auflackiert, daher der Name. Grünkanten-Okus sind dieselben Okulare von Wolfi Ransburg (TS) mit einem grünen Ring. LVW sind die Weitfeldokulare (nach Vixendefinition) von der Firma Vixen/Japan...womit Du mit japanisch nicht so unrecht hattest.


    Ich würde Dir die "Goldkanten" aus einem Grunde empfehlen: Die sind saubillig und sehr gut. Damit kannst Du erst mal deinen 10er Gassi führen. Mit der Zeit wirst Du Kontakte zu anderen Astronomen bekommen und kannst deren Okus mal testen. Dann wirst Du selber sehen welche Dir gefallen und welche nicht. Es gibt nämlich Leute, die kommen mit 80°-Gesichtsfeld gar nicht zurecht. Andere wiederum, wie z.B. ich, lesen den Aufdruck Hyperion und müssen in die Büsche! Hyperions sind Okulare von Baader... und Baader...ich muss in den Busch...mein ganz persönliches Problem...das mit dem Busch!


    Ich habe die Speers Waler von Antares/Kanada im Koffer, weil ich mir die Nagler nicht leisten konnte, und die Speers gegenüber den annähernd gleichwertig sind. Daher sind es auch meine einzigen Okulare. Aber wenn ich ehrlich bin, ich kann nicht mehr sagen ob und wie gut die neuen Kreationen wie die SWAN-Okulare usw. sind. Daher empfehle ich Dir, erst ein billiges aber leistungsfähiges Set zu kaufen und sich dann ganz gemütlich auf die Suche nach dem "Endgültigen" zu machen.


    Bitte verstehe die Beratungen der Kollegen als Hilfe. Die/Wir/Ich sind schon zulange im "Geschäft", haben zu viel Equipment angeschafft, daß wir uns um die unteren Preisranges kaum noch wirklich ernsthaft kümmern. Das macht man nur, wenn man davon auch was kaufen will. Dennoch, auch für die Zukunft, die Tips die sie Dir geben, zeigen Dir auf, wo der Weg hingehen wird...ob DU es willst oder nicht. Das ist so, und wer mit 10" einsteigt, der wird da oben enden! Übrigens, die die mit 8" einsteigen auch..und die die mit 6...


    Die Frage ist nur, braucht man Top-Equipment an Anfang, oder darf man sich das auch erarbeiten dürfen! Im Klartext: Steig dicke ein, mit richtig viel Kohle oder arbeite dich rauf. Im letzteren Fall schreibst du in ein paar Jahren so einen Müll wie ich jetzt. Tatsache ist aber, daß Du bis dahin einen Erafhrungsschatz aufgebaut hast, den haben viele Berater nicht! Your Choice!


    CS, Frohes Neues und CS...weils sooooooo wichtig ist
    Ulrich

  • Hallo Ullrich,


    CP's Aussage 'Bitte kein leidlichen sondern gute Lösungen die wirklich verwendet werden können.' habe ich so gewertet, dass er nicht den von dir genannten zweiten Weg gehen will.


    Ansonsten unterstütze ich deinen Tipp mit den Goldkanten. Ich denke, die Teile haben viele gute Eigenschaften für recht wenig Geld. Ich war jedenfalls jahrelang damit sehr zufrieden.


    Gruss Heinz

  • NAbend, nochmal....


    Der Zahn mit dem f=4,7 ist doch schnell gezogen.
    Dann wird eben ein GSO 10"er erworben, DER hat glatt F=5.
    Ist ohnehin alles das gleiche.
    Man bekommt keine optischen Wunder, aber man hat was Grundsolides !
    (...und ne Mark gespart hat er damit auch noch gleich... WO steht der TELRAD ?)


    Ich bin selbst Besitzer eines 10er GSO und weiß, daß ich von optischer Perfektion weit entfernt bin.
    Mein Geld habe ich aber in ein Teleskop gesteckt das...ACHTUNG...jetzt kommt der Hammer...


    <b>SPAß macht</b>


    Ich verwende nach ausgiebigem testen und abwägen, was ich mir leisten kann - und vor allem WILL - fast die von mir empfohlene OkuKombi.


    Das Goldline-Zoom ist lediglich dem Budget geschuldet, finde es aber eine vernünftige Lösung.


    Einige der Tastatur-Astronomen mögen sicher andere Ansichten haben,
    damit kann ich aber Leben.


    Womit ich NICHT Leben kann, sind "Beratungen", die zum Ziel haben das eigene Dogma von der perfekten Optik durchzusetzen, die wir alle hier ohnehin nie besitzen werden.
    Spätestens, wenn man anfängt alles nur noch nachzumessen, anstatt durchzuschauen ist´s ohnehin vorbei mit dem wohligen Gefühl des:


    "Das hier ist MEIN Sternenhimmel"...


    Erinnert Ihr Euch ??


    Pragmatische Grüße und CS
    Der Jan
    (Der gerne unperfekter SpaßAstronom ist [:)] )

  • Quote

    CP's Aussage 'Bitte kein leidlichen sondern gute Lösungen die wirklich verwendet werden können.' habe ich so gewertet, dass er nicht den von dir genannten zweiten Weg gehen will.
    Gruss Heinz


    Hallo Heinz,


    ich denke wir sollten uns mal verinnerlichen, daß ein Einsteiger, wenn er über "gute Lösungen die wirklich verwendet werden können" spricht, damit nur ausdrücken will, daß es möglichst keine Objekte aus der Ebay-Ramsch-Ecke sein sollten. Dem Einsteiger ist doch überhaupt nicht bewusst, wo gut anfängt, schlecht aufhört oder Top endet! Und was ist gut, schlecht oder Top?
    Er schaut bei den Online-Shops vorbei und liest nur von tadeloser Abbildung, scharfes Bild usw.. Und zwar vom 12Euro Billigokular bis zum 1000Euro High-End-Vitrinen-Schaustück.


    Und eines haben Einsteiger noch, was wir verloren zu scheinen haben: Respekt vorm Geld. Man muss sich immer vorstellen, daß ein Einsteiger mal ein Hobby ausprobieren will. Und als Durchschnittsverdiener sind da 500 Euro schon ein Mordshappen Geld. Und wir wissen doch, das ist in der Astronomie das Kleingeld für Zusatzadapter und so.


    Also, wenn ein Einsteiger nicht ausdrücklich einen Betrag nennt, gehe ich imemr davon aus, daß es kein Müll, aber aus der untereren Preisliga sein soll.


    Und dann bleibt noch die mir immer etwas aufstossende Bemerkung: Das ist etwas fürs Leben...bis Al die 120°-Okus mit integriertem Filten herausbringt.
    Hallo! Okulare sind zwar langlebiger als Teleskope, aber nichts ist ewig. Gerade beim Einsteiger entwickelen sich doch erst die Präferenzen. Und da kann ein Nagler ziemlicher Müll sein, wenn es auf Planetenbeobachtung hinaus läuft. Gebraucht verkauft erbringen die zwar eine höhere prozentualen Verkaufspreis, der Verlust ist aber nominal höher! Ich jedenfalls würde kein gebrauchtes Oku für mehr als 70% kaufen. Und wenn er sich die Goldkantehn holen würde, dann kann er sie später noch, wie ich, als "Staubschutzkappen" verwenden. Die fallen beim Transport jedenfalls nicht ab!


    Ok, wie dem auch sei, CP ist damit nur insofern geholfen, als daß er mitbekommt wohin die Reise geht...und auf welch minenverseuchten Weg.


    Hallo Jan,


    Du bist nicht alleine! Alle Ablireos des Herzens grüssen dich!


    Nur eines empfehle ich im Gegensatz zu deiner Äußerung nie: ein Telrad. Da bin ich voreingenommen. Durch die Dinger kann man nur peilen, wenn man minutenlang davor hockt und sich auf das flaue Bild auf der zugeflauten Scheibe konzentriert. Und dann liegt man doch 5° daneben. Ich peile immer über die Sucheroberkannte und dann schaue ich ein wenig Refraktor. Ok, ist ein mickriger, aber Refraktor!
    Andere sehen das entspannter, ich kann mit diesen Peilhilfen nichts anfangen. Bei mir muss ein Sucher drauf, ab Besten mit auswechselbaren Okus und Scharfstellhilfe...und genau das bringt mich jetzt aber auf eine verflucht teure Idee....


    CS
    Ulrich

  • Danke für die sehr ausführlichen Beiträge. Das ich einfach nicht den letzten Ramsch mit Kunststofflinsen erwerben möchte ist richtig. Diese Goldkanten Okulare hören sich nun nach alle dem interessant an und dürften mal eine Basis sein. Ich werde mal in diese Richtung suchen und verhandeln gehen. Und die genannten Brennweiten anstreben.

  • Hallo cp,
    es sei mir erlaubt, wg. der Okus "meinen Senf dazuzugeben", *gg*. Habe hier am 12,5" Dobson/Rockerbox die 1,25" Okus von Plössl, Serie 3000. Das schon seit 1998 ! und bin immer noch zufrieden (Anwendung: Veränderliche-Sterne-Beob.)Habe es schon öfters geschrieben, will es aber gern sinngemäß noch einmal tun: Es gibt bessere als die Plössl, ist auch eine Kostenfrage. Das Seben-Zoom 8-24 mm würde ich nicht mehr kaufen, ggü. den Einzel-Okus keine gute Randschärfe (kostete damals 39 Euronen).
    Was ich als sehr gut hervorheben möchte, ist der 8x50 Sucher (von TS). Bringt ohne weiteres schon mal 9mag, reicht fürs grobe Aufsuchen der Veränderlichen-Sternfelder. Die Okus bringen Vergr.-Bereiche von 76fach bis 305fach. Eine Barlowlinse, 2fach erweitert den Vergr.-Bereich, mit ihr bin ich bis jetzt sehr zufrieden gewesen. Z.B. Saturn mit 610fach durchs GF laufen zu lassen, ist schon der Hammer.....


    Gruß
    Guenther

  • Hallo Ulrich,


    ich vermute Du täuscht Dich mit Deinen Annahmen die hier von Dir als Tatsachen dargestellt werden.
    Beispiel: Zur Entlastung der Berater muss man natürlich sagen, daß die einfach keine Ahnung mehr von den Okularen haben, die augenblicklich auf dem Markt sind..


    Dem ist nicht unbedingt so ... viele von uns haben sich durchaus durch den Dschungel gekämpft und entsprechende Erfahrungen gemacht. Man sollte auch ehrlich sagen, dass viele Okuklare die es auf den Markt gibt zwar nicht schlecht - aber eben auch nicht das taugen was die Werbung hier verspricht. Ernüchterung ist somit vorprogrammiert....
    Auch ich habe, wie viele andere hier auch, am Anfang mit Kellner und Plössl Okularen angefangen. Dabei wurden diverse Artikel von verschiedenen Herstellern verglichen - gekauft und mit Verlust wieder verkauft und so weiter. Dadurch macht man sicherlich eine Menge Erfahrungen aber das kostet auch viel Zeit und Geld.
    Aus heutiger Sicht würde ich an die Sache einfach anders herangehen - es gibt hier aber kein richtig oder falsch.
    Bitte respektiere die Ansichten anderer - bei Unsicherheiten kann der Fragesteller sich immer gerne melden.


    Grüße


    Copernicus



    ... der übrigens mit den sog. Goldkanten nicht so gut zurechtkommt.

  • Hallo cp,


    es ist sicher leicht "daneben" aber einfach, einen Einsteiger zur kompletten Nagler oder Ethos Batterie zu drängen, nur weil er sich für F/4,7 entschieden hat.
    Aus dem Naglerdogma nun aber eine Goldkantensingularität zu machen ist zumindest.....verwegen, zumal damit auch z.B. die Frage des 2" Übersichtsokulars nicht geklärt ist.
    Selbst der, irgendwo in Verbindung damit empfohlene, Umstieg von Skwatcher auf GSO und damit F/5 ändert daran nichts Wesentliches und wirft andere Fragen auf.



    Ich für mein Teil kenne die Goldkanten wirklich gut, bleibe bei meiner Empfehlung im letzten Post und will Dir wenigstens nochmals empfehlen, abweichend von einem Vorschlag zur Astrozoom 6,5-9 mm Goldkantenvariante über die 3,5-7,5 mm Planetaryvariante nachzudenken.
    Da kannst Du Dir ja Mal eine 9er Goldkante drübersetzen und dann sogar im Zoomset die Okulare tauschen, um selbst zu sehen, was Dir besser gefällt.
    Es ist ein großer Teil meiner Überlegungen zu dieser Sache, einem Einsteiger solche Möglichkeiten, seine Anforderungen selbst auszutesten anzubieten, ohne dass er für eine Vielzahl entsprechender Festbrennweiten doch erheblich mehr Geld aufwenden muss, um dann doch zu bemerken, dass er andere Ansprüche hat. Genügen die Okulare den Ansprüchen ist das noch besser, denn an der grundsätzlichen Okularleistung ändert sich im Zoomset nichts, zumindest nichts im negativen Sinne, denn viele Okulare reagieren auf Verkürzung der Ausgangsbrennweite mit einer Verbesserung der (Rand)schärfe, man kann sich stufenlos und ohne Okularwechsel an die sinnvolle Vergrößerung herantasten und deckt mit einem Okular den Brennweitenbereich mehrerer Festbrennweiten ab.


    Ein wenig Differenzierung darf m.E. schon sein, und wenn es nun das Zoomset nicht sein soll, dann rate ich wenigstens, eine 9er Goldkante und ein 6er Planetary zu wählen, das sollte nicht schaden.


    Gruß und CS
    Günther

  • Nach dem ich eh schon vollkommen durch den Wind bin mit den Okularen nun folgende Frage:


    Was ist wenn ich einen entsprechenden KOMAKORREKTOR einsetze? Kann ich dann eigentlich """normale""" Okulare verwenden oder gibt es auch da einen kleinen Haken an der G´schicht?

  • Hi cp,


    das war zu befürchten, bleibt aber nicht aus, also keine Panik.
    So um F/4- F/5 herum wird so ein Comacorr tatsächlich interessant, dann aber auch wieder nur im Zusammenspiel mit den entsprechenden hochwertigen Okularen und für fotografische Zwecke.
    Das geht jetzt sehr ins Eingemachte und auch ins Geld, wenn man hier weiter macht und ist auch hauptsächlich für die Übersichtsokulare mit langer Brennweite interessant, im kurzbrennweitigen bereich so ab 15 mm abwärts gibt es Okularauswahl genug, auch noch bei F/5 oder F/4,7. Mit Comacorr kommt auch noch Mal eine Menge Glas zusätzlich in den Strahlengang, ist also nicht unbedingt immer von Vorteil und nur wenn es wirklich sein muss, sinnvoll.


    Steig einfach Mal so ein, wie hier verschiedentlich angerissen, ob nun ganz "billig" oder eher "medium" (wie von mir vorgeschlagen), habe Spass am Beobachten und entwickele Deine Beobachtungsvorlieben.
    Das große Geld kannst Du immer noch verschleudern, da bietet unser Hobby mächtig Potenzial. Bevor Du das tust, wäre Kontakt zu anderen aktiven Beobachtern keine schlechte Idee.


    Gruß und CS
    Günther

  • Du kannst auch ohne Komakorrektor 'normale' Okulare verwenden. Der Komakorrektor ändert an den okularanforderungen nur wenig, da das Strahlenbündel in etwa gleich stumpf bleibt. Und der stumpfe Strahlenkegel erhöht die Anforderungen an die Okulare.
    Aber lass dich durch die Okulardiskussionen nicht wild machen. Als Einsteiger wird dir eine etwas unscharfe Abbildung am Bildrand evtl. gar nicht auffallen.
    Standardokulare wie Kellner oder Plössl haben ein nach heutigen Masstäben relativ kleines Gesichtsfeld und den grössen Nachteil, dass der Augenabstand analog zur Brennweite ist. Bei einem Plössl sind dies etwa 2/3 der Brennweite. Bei einem 6 mm Plössl hat man also nur 4 mm Abstand, wenn das Gesichtsfeld komplett überblickt werden soll. Mit Brille sind Plössl damit nur über 20 mm Brennweite nutzbar.
    Gerade beim Dobson ist ein grosses scheinbares Gesichtfeld, welches bequem überblickt werden kann, hilfreich.
    Die Goldkanten und Planetaries haben einen angenehmen Augenabstand und relativ grosses Gesichtsfeld (bezogen auf den Preis). Probier diese Okulare mal aus, die Brennweiten überschneiden sich nur im Bereich von 9 bis 6 mm. Bei einem f/5 Teleskop ist somit eine Kombination aus beiden Okularentypen nötig (so fern man diese überhaupt nutzen will), um den sinnvollen Brennweitenbereich (ca. 30 bis 3 mm) abzudecken.
    Weiterhin braucht du noch ein Übersichtsokular mit 2". Wenn du da bei etwa 100 Euro bleiben willst, musst du halt gewisse Zugeständnisse bei der Randschärfe machen. Aber das heisst nun nicht, dass man mit solchen Okularen nicht beobachten kann.


    Hier noch mal ein konkreter Vorschlag für ein Okularset:
    - 32 mm SWA 70° 2"
    - 15 mm Goldkante oder GSO Superview
    - 9 mm Goldkante oder 8 mm Planetary (Olivon/Skywatcher)
    - 6 mm Goldkante oder 5 mm Planetary (Olivon/Skywatcher)
    - 3.2 mm Planetary


    Dann hast du ein brauchbares Okularset für etwa 250 Euro. Wenn du mehr ausgeben willst, schau dir mal die Baader Hyperion oder Ähnliche an. Besonders das 3.5 mm macht einen guten Eindruck.
    Du wirst sowieso selber ausprobieren müssen, welche Okulare dir am besten liegen, denn das Einblickverhalten wird individuell zum Teil recht unterschiedlich beurteilt.


    Dass ich bei den Planetaries einen bestimmten Hersteller genannt habe, liegt daran, dass es diese Okulare mittlerweile von verschiedenen Herstellern gibt. Dies wird in den Foren leider kaum berücksichtigt. Speziell mit dem 5 mm TMB/Burgess (das 'Original') habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, der Klone von Olivon ist deutlich besser.


    Gruss Heinz

  • Hallo CP,


    Quote
    Nach dem ich eh schon vollkommen durch den Wind bin mit den Okularen nun folgende Frage:


    Kicher. Dein Problem ist:
    Du hast keine Ahnung und keine Erfahrung. Deshalb kannst du die vielen,
    zum Teil sogar gut gemeinten, Ratschläge nicht einordnen und deine Verwirrung
    wächst anstatt einer informierten, gelassenen Entscheidungsfähigkeit zu weichen.


    Mein Rat lautet deshalb:


    Triff dich mit Leuten aus deiner Nähe zum beobachten, schau bei denen
    mit durch, probiere deren Okulare und BArlowlinsen aus, notiere dir
    stichpunktartig deine Beobachtungen und kaufe erst danach was dir für
    das von dir genutzte oder zum Kauf anstehende Teleskop gut geeignet
    zu sein scheint.


    Ich selbst gebe dir keinen Kauftip, denn das würde dir sowiso nicht weiterhelfen.
    Nur eines:
    Ich stimme den meisten Anderen hier nicht zu. Ich bin weder Ulrich`s
    Ansicht daß man sich über Müll zum Top-Equipment hocharbeiten muß,
    noch bin ich der Ansicht, daß eine "Nagler"-Palette oder nun Ethos-
    Palette das Gelbe vom Ei ist.


    Ich habe mich vor über 30 Jahren mit einem 114/900mm Newton auf Wackel-Monty
    auf Wackel-Stativ mit Huygensokularen angefangen und sehne mich in keinster Weise
    danach zurück. Auf der andern Seite ist in meiner Okularpalette nicht
    ein Nagler und nicht ein Ethos, obwohl meine Okularsammlung kaum weniger
    kostspielig gewesen ist.


    Merke:
    1) Ein Teleskop hat sehr viele verschiedene Eigenschaften und kein Teleskop
    ist in allen Bereichen das Beste, sondern immer ein Kompromiß.


    2) Ein Okular hat sehr viele verschiedene Eigenschaften und kein Okular
    ist in allen Bereichen das Beste, sondern immer ein Kompromiß.


    3) Wohl Dem der es versteht Teleskope und Okulare sinnvoll zu kombinieren.


    4) Das schafft nur wer über <b>Wissen</b> und <b>Erfahrung</b> verfügt.


    Also geh raus und beobachte, triff dich mit anderen Sternfreunden zum beobachten,
    lies <b>gute</b> Bücher, lern dazu und erfreue dich am Sternenhimmel.


    Du solltest nur den schlimmsten Ramsch meiden. Und wenn du dir nicht sicher bist
    daß die Sterguckerei dein Hobby bleiben wird, auch besonders teure Okulare
    wegen des Verlustes beim Wiederverkauf meiden. Schlimm sind in dem Zusammenhang
    aber auch die teureren der China-Okulare die du jetzt relativ teuer kaufst
    und später nur mit großem Verlust wiederverkaufen kannst.


    CS,Karsten

  • Quote
    <i>Original erstellt von: mintaka</i>
    <br />Du kannst auch ohne Komakorrektor 'normale' Okulare verwenden. Der Komakorrektor ändert an den okularanforderungen nur wenig, da das Strahlenbündel in etwa gleich stumpf bleibt.


    Hallo Heinz


    da hätte ich jetzt doch einen Einspruch, der neue Komakorrektor bei Baader, projiziert das Bild 95mm über das Auflagemaß im gegensatz zum MPCC 55mm, das ohne Vergrößerungsfaktor, fast doppelt so weit raus heist doch dann der Strahlenstumpf hat fast nur noch den halben Winkel[;)]
    Das könnte interessant sein?


    Gruß Frank

  • Hallo Frank,


    das kann nicht sein, da laut Baader der Abbildungsmassstab gleich bleibt. Also kann das Strahlenbündel nicht spitzer werden, ausser es würde der effektive Optikdurchmesser geändert. Aber das wäre ein Thema für einen neuen Thread in einem anderen Board.
    Ich vermute mal, dass der MPCC einen kleineren Durchmesser hat.


    Gruss Heinz

  • Hi cp,
    lass Dich nicht verwirren.


    Fang mit den mitgelieferten Okularen an. Mit Okularen ist es wie mit guten Wein. Man muss schon einiges gekostet haben, um selbst zielsicher sagen zu können, was man will. Und bevor man nicht wirklich das Beste vom Beste mal ausprobiert hat, ist es müßig von "gut" oder "schlecht" zu sprechen.


    Ausprobieren heißt: Sich mit Gleichgesinnten treffen, die Teleskope nebeneinander aufbauen und Okulare mal tauschen. Ganz viele Gleichgesinnte trifft man in entpsrechenden Vereinen, Stammtischen und auf Teleskoptreffen. Man kann auch Versandhändler aufsuchen bzw. auf Probe kaufen, auch wenn die das nicht so gerne sehen mögen, aber im Versand hat man ein Widerrufsrecht - ehrlicher ist es allerdings, wenn man dies von vorneherein sagt, dass man noch auf der Suche nach seinem Wunschokular ist.


    Kriterien sind und bleiben: (In meinen Augen in dieser Bedeutung nach dem KO-Kriterium "Preis/Verarbeitung/Vergütung"): <ul><li>Brennweite </li><li>Gesichtsfeld </li><li>Augenabstand </li><li>Design**/Randschärfe am gegebenen Teleskop</li><li>Homofokal zu vorhanden Okularen***</li></ul>


    Die Reihenfolge verschiebt sich, wenn man eine gute Nachführung hat und bestimmte Vorlieben (z.B. für Planeten), denn dann spielt das Gesichtsfeld keine große Rolle, dafür die Abbildungschärfe (-&gt;Orthos, sind z.B. wie der Name sagt, abbildungstreu).


    Und nicht vergessen: Viele Angaben sind "marketingbedingt", andere nützliche Angaben werden von den Herstellern nicht gemacht (oft zu Design/Homofokalgruppe etc.).


    **(Weitwinkel-)Okulare verfügen idR. über eine vorgeschaltete Barlowlinse. Prominentes Beispiel: Baader Hyperionokular.
    *** Manche Bauform ist so unglücklich, dass man mit seinem Okularauszug nicht in den Fokus kommt. Dann gewinnt dieser Aspekt ganz große Bedeutung.
    Gruß

  • Hallo cp,


    sind im Angebot (für das du dich entschieden hast) Okulare dabei ? Wenn ja - um welche handelt es sich.


    Vielleciht eine Basis für eine abschließende Beurteilung ?

  • ok - verstehe. Die würde ich nicht nehmen, da diese ein zu kleines scheinbares Gesichtsfeld um die 50° haben. Gerade beim 25er recht klein. Dann lieber das hier bereits erwähnte SWAN und die Goldkanten. Damit bist Du auf alle Fälle besser bedient (für kleines Geld). Zumindest hast Du ersteinmal eine Basis zum Beobachten.


    Gruß


    Copernicus

  • Hallo CP,


    das ist dann wohl der Beipack und es sind genau die Okulare, die Du in Deinem ersten Post ausschließen wolltest.
    Das 25er Plössl hängt von der AP her irgendwie im Nirvana, nutzt nicht mal das in 1 1/4" mögliche Feld für die Übersicht und wird bei Anschaffung eines 2" Okulars mit 30-35 mm Brennweite absolut überflüssig.
    Ein 10er Plössl kann ein schönes Okular im mittleren Bereich sein, aber nicht an F/5. Plössl sind auf etwa F/7 gerechnet, machen (wenn sie gut sind) an F/6 noch eine gute Figur, bei größerem Öffnungsverhältnis kann man eine gute Barlow davorsetzen.


    Beim "Beipack" stellt sich immer die Frage, ob man ihn einfach akzeptiert und zwei bis drei taugliche Okular dazu nimmt, oder ob man versucht mit dem Händler zu handeln (ihn also beim Wort nimmt). Allzugroße Verrechnungssummen kommen beim Ausstausch des Beipacks gegen anderes Zubehör aber nicht rum.


    Meine Enpfehlung für Deinen erfolgreichen Start besteht immer noch, aber eventuell legen ja mal Leute, die Dich mit Allgemeinplätzen völlig aus Deiner Spur gebracht haben auch Mal ein fruchtbares Ei.


    Gruß und CS
    Günther

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