Teleskop zur Planetenbeobachtung

  • Servus Christian,


    lass Dich bitte nicht durch die vorgebrachten Meinungen verunsichern.
    Das es ist Meinungsverschiedenheiten gibt, ist eigentlich die Regel, denn jeder hat seine eigene Ansicht...


    Ich würde Dir empfehlen, eine Sternwarte oder einen Astronomischen Verein in deiner Nähe zu aufzusuchen, und dort mal Teleskope ansehen - und vor allem durch die Teleskope zu sehen.
    Die Auswahl der Teleskopsysteme ist mittlerweile so groß, das man sicher den Überblick verliert.


    Wie wieter oben geschrieben, gibt es >>> zur Zeit <<< auf den Planeten nicht viel zu sehen.
    Da aber die Astronomie kein Hobby von kurzer Zeit, sondern von langer Zeitdauer ist, verändern auch die Planeten ihre Sichtbarkeit.


    Ob reine Planetenbeobachtung auf die Dauer befriedigend ist, das lässt sich schwer abschätzen.
    Ich würde erst mal ein "Universalteleskop" kaufen - auch wenn es schon viele mal geschrieben wurde - den berühmten 8" Dobson.
    Wenn es sich mit der Zeit herauskristallisiert wo Deine Interessen sind, kannst Du den auch mit der Zeit entweder wieder verkaufen, um das pasende Teleskop anzuschaffen, oder auch die Optik auf eine parallktische Montierung setzten und das ganze weiter auszubauen.


    Ich werde mir für die Planetenbeobachtung in den nächsten ein bis zwei Jahren einen Kutter Schiefspiegler zulegen.


    Gruß und klaren Himmel
    Gerd


    PS. Lass die Finger von den Conrad Teil, die Frustgefahr ist hier hoch

  • Da es mir einfach keinen Frieden lässt hab ich (ohne meine bessere Hälfte nun) weiter gesucht und mal mit dem Öffnungsverhältnissen usw herum verglichen und bin auf folgende kostengünstige Variante gestossen das ganze mit einer EQ5 Montage auf einem massiven Stahlrohrstativ:


    http://www.skywatchertelescope…id=63&class1=1&class2=104


    Schlägt bei unter 500.-Eiern ein.


    So nun was meint ihr zu der Kombi als Alround-Einsteiger-ich-hab-keine-Ahnung-was-ich-da-tu Packet?


    EDIT: Da ich eure Anweisung ein Dobson zu nehmen nicht vergesssen habe hab ich da weiter gestöbert und Bingo es gäbe da was das sich Platzmässig doch ausgehen könnte vielleicht:
    http://www.meade.de/produkte/t…53f1149879bd14f58fbf2773e


    Wie gross oder besser klein wird das zum verstauen? Wie gut ist das noch brauchbar oder ist die Konstruktion ein Käse? Bitte dazu um Berichte? Danke

  • Hallo Christian,


    da beruhigt es mich schon, dass Du das seltsame Teil von Conrad offenbar nicht kaufen wirst. Puuh...


    Das Skywatcher 150/750 Teleskop ist wirklich gut. Für deep sky und Fotografie. Du fragst aber immer wieder nach Planeten. Winfried hat das so zu erklären versucht:

    Quote
    Die Fakten:
    Mormalerweise will der Anfänger Planeten sehen, das haben wir oft. Warum? - Weil man die kennt und die überall abgebildet und in aller munde sind. Daher kommt der Wunsch!
    Aber, wie Torsten schreibt, da gibt`s nur 3, die man beobachten kann und an denen man auch etwas sieht. - Etwas dürftig auf die Dauer.


    So einfach ist das nicht. Sweeper sieht das wohl auch so.

    Quote
    da schreit ich jetzt mal ein.
    Merkur hat eine Phase und ist aufgrund der Sonnennähe durchaus herausfordernd. Bei Neptun und Uranus kann man ebenfalls die Scheibchen erkennen und die Herausforderung besteht am Aufsuchen.

    Die Planeten sind für manche Beobachter eben interessanter als deep sky. Aber trifft das auch auf Dich zu? Möglicherweise weisst Du selber noch nicht genau, wo Du mit Deinem Beobachtungsschwerpunkt am Ende landen wirst.


    Bei mir ist es letztendlich die Beobachtung des Mondes (ja, der Erdmond) geworden. Das blöde Ding, das die anderen immer bei der Beobachtung von deep sky stört, weil der so hell ist...


    Dummerweise kann ich Dir kein Teleskop empfehlen, mit dem Du alles gut beobachten kannst. Für meine ganz seltenen deep sky Beobachtungen nutze ich einen 150/750 Newton. Für meine sehr zahlreichen Mondbeobachtungen habe ich einen 150/1600 Newton. Der geht auch wunderbar zur Beobachtung von Planeten. Aber sonst so ziemlich für nichts anderes...


    Viele Grüsse


    Michael

    Ein Ochs ging auf die Wiese,

    wo er nach Kräften fraß.

    Da waren Blumen, Kräuter,

    es kümmerte ihn nicht weiter.

    Für ihn war alles Gras.


    Franz Grillparzer

  • Hallo Christian,


    es ist alles nicht ganz einfach - zugegeben. Aber ich denke mit der Zeitv wirst Du klarer sehen und die Entscheidung fällt Dir leichter.
    Heutzutage ist die Auswahl (scheinbar) immens und gerade für Einsteiger alles andere als konfortabel (wer die Wahl hat ...)


    Generell sind langbrennweitigere Scopes eher für Planeten geeignet.
    Es sind einfachere Okulare ausreichend und hohe bzw. sehr hohe Vergrößerungen sind mit moderaten Brennweiten der Okulare zu erreichen. Dafür ist das Gesichtsfeld insgesamt etwas kleiner - dies stört aber bei Planeten überhaupt nicht (da keine ausgedehnten Objekte).
    Aber auch viele DS Objekte sind gerade mit langbrennweitiger Optik vorteilhaft zu beobachten - so z.B. Planetarische Nebel, Doppelsterne, Kugelhaufen und durchaus auch Galaxien. Gerade die drei erstgenannten Objekte bedürfen hoher Vergrößerungen um eindrucksvoll betrachtet zu werden. Auch Sonne (nur mit Filter !!) und der Mond sind hier Paradeobjekte.
    Eine Optik mit kleinem Öffnungsverhältnis (z.B. 1:4) sind eher für großfläche Objekte optimal (z.B. großflächige Nebelregionen, Galaxienhaufen, offene Sternhaufen. Die Grenze ist aber bei vielen Objekten sehr fließend. Wer alles sehr gut beobachten möchte kommt um ein zweit- oder gar Drittinstrument nicht herum.


    Der 6" f5 Reflektor mit paral. Montierung ist sicherlich keine schlecht Wahl. Planeten wird man auch mit diesem Gerät gut beobachten können - aber mit einem 6"f8 Gerät (gleiche Qualität vorausgesetzt) eben noch besser.


    Grüße


    Copernicus

  • Jetzt studieren wir seit geraumer Zeit alle Für und Wider jedes Typs und Bauform, waren schon das ganze live betrachten und das Ergebniss aus alle dem ist taraaaa: => NULL NIX NADA ZERO


    Keine Ahnung mehr, jeder sagt was anderes, jeder empfiehlt was anderes, die Händler das was sie verkaufen wollen, selbst die alten Hasen differieren um 100%, und immer wieder wird uns die Planetenbetrachtung ausgeredet das kann nix usw, also was werden wir mit all der Info machen => NIX wir geben einfach auf, weil wir inzwischen einfach Kopfweh haben und darüber nicht mehr nachgrübeln wollen. Wir werden sicher so gut wie keine Kohle dafür ausgeben, also wirds ein irgendwas von so einem Discounter werden, den Mond werden wir damit schon irgendwie sehen können, und ein gelegentlicher Besuch in einer Sternwarte wird auslangen. Womit wir dieses Hobby sozusagen in die Rundablage legen und sein lassen, bevor es noch begonnen hat, weils jetzt schon keinerlei Spaß mehr macht.


    Dank an Alle die sich bemüht haben mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Aber wir denken das es sich so um die Beste Wahl handelt.


    MFG

  • Hi Icemam,


    Quote
    Keine Ahnung mehr, jeder sagt was anderes, jeder empfiehlt was anderes, die Händler das was sie verkaufen wollen, selbst die alten Hasen differieren um 100%, ...


    es ist für dich als Einsteiger bestimmt nicht leicht zu erkennen wer
    in einem Forum ein "alter Hase" ist und wer nur so tönt als sei er einer.


    Aus deinem Dilemma helfen dir heraus:


    1) Theorie.
    Fachspezifische Spezialliteratur wälzen. Also anerkannte Werke zur Optik,
    nicht halbtriviale Literatur, zusammengeschrieben von Irgendjemandem.


    2) Praxis.
    Triff dich mit anderen Sternfreunden in deiner Gegend und schau bei
    denen mit durch. Kaufe danach was dir für den angedachten Zweck gut
    geeignet erscheint.


    Quote
    Wir werden sicher so gut wie keine Kohle dafür ausgeben, ...


    Nicht der Preis der Sache ist das entscheidende, sondern die Eignung
    der Sache für den Zweck. Sicher wird es unter einem Mindestpreis keine
    geeignete Sache mehr geben, aber ein hoher Preis bedeutet eben auch
    nicht per se eine gute Eignung.


    Ich selbst habe ein ganz exquisites Planetenteleskop und es war gar
    nicht mal teuer.


    CS,Karsten

  • Hach, da kommt Freude auf...[V][V]


    Ich weiß nur nicht worüber ich am meisten traurig sein soll. Darüber daß Christian nun sein Geld (wenn auch hoffentlich nicht allzu viel davon) einem Discounter in den Rachen wirft und dafür mit 99% Wahrscheinlichkeit Schrott bekommt? Darüber daß die 8"-Dobson-Fanatiker mal wieder auf der Matte stehen, obwohl jemand schreibt daß er keinen Dobson will? Darüber, daß einem Anfänger der sich natürlich nichts darunter vorstellen kann Begriffe wie Öffnungsverhältnis ohne jegliche nähere Erläuterung um die Ohren gehauen werden? Darüber daß Christian "seit geraumer Zeit alle Für und Wider jedes Typs und Bauform" studiert hat und "schon das ganze live betrachten" war und trotzdem nicht dahinter gekommen ist, daß es das "perfekte Teleskop für Jedermann" nicht gibt, sondern nur Teleskope die zu einem passen könnten oder eben nicht?


    Schließlich und endlich bleibt wohl nur: Schade, daß jemand mit Astronomie aufgehört hat, bevor er überhaupt angefangen hat.


    Woran's liegt? Schwer zu sagen. Meldet man als Einsteiger in einem Internetforum an und erwartet wirklich, daß alle Leute dort geschlossen schreien "Kauf Teleskop xyz, wenn du Planeten gucken willst!"? Lese ich mir 300 Internetseiten über Teleskope durch (auf denen vielleicht auch noch die eine oder andere Fehlinformation zu finden ist) und wundere mich dann wenn ich denk "Häh, ich versteh nur Bahnhof" ohne auch nur auf die Idee zu kommen daß Theorie ohne Praxis nix ist? Und zu guter letzt: Gehe ich zu einer Sternwarte und guck mal durchs Rohr ohne bei den Leuts dort mein Anliegen vorzutragen damit die mich mal an die Hand nehmen und mir alles erklären?


    Scheint so. Anstatt die Vielfalt der Meinungen hier als das zu erkennen was sie sind, nämlich die verschiedenen Aspekte des Hobbys Astronomie, die er selber noch gar nicht kennengelernt hat, verliert Christian das wichtigste, was man als Amateurastronom braucht, nämlich die Geduld.


    Manchmal wünsche ich mir das Internet abgeschafft. Dann wäre nämlich auch das Thema "Teleskop möglichst schnell in den Einkaufskorb, Klick, Bezahlen" vom Tisch.


    Caro

  • Ach Caro,


    ich verstehe ja Deine Frustration:

    Quote
    Manchmal wünsche ich mir das Internet abgeschafft. Dann wäre nämlich auch das Thema "Teleskop möglichst schnell in den Einkaufskorb, Klick, Bezahlen" vom Tisch.


    und dass Christian und seine Freundin hier bei uns offenbar für ihre Begriffe nicht richtig beraten worden sind, tut mir auch leid. Ich hoffe nur, dass die beiden wirklich mal in eine Sternwarte gehen und dort beraten werden. Vielleicht hilft ihnen das persönliche Gespräch mehr, als unser Forum, es würde mich jedenfalls für die beiden freuen.


    Das hier ist meine persönliche Erfahrung:


    Schon als ich ein kleiner Bub war, habe ich mich für die Sterne und für Astronomie interessiert. Und ein gutes Teleskop wollte ich auch haben. Ich weiss noch, wie oft mein Opa und ich vor den Optikgeschäften mit den tollen Teleskopen in den Schaufenstern gestanden sind und uns endlich so ein Gerät kaufen wollten. Aber jedesmal haben wir bei der Beratung im Geschäft merken müssen, dass die Verkäufer (=Berater) genau soviel Ahnung von den Geräten gehabt haben, wie wir.


    Nämlich gar keine. Wir haben in diesen Geschäften nie ein Teleskop gekauft.


    Heute, nach bald drei Jahrzehnten, bin ich glücklich und zufrieden mit meinen Teleskopen, aber OHNE Internet hätte ich keins davon. Die Astronomie mit einem eigenen Teleskop wäre für mich immer noch ein unerfüllter Wunsch geblieben.


    Viele Grüsse


    Michael

    Ein Ochs ging auf die Wiese,

    wo er nach Kräften fraß.

    Da waren Blumen, Kräuter,

    es kümmerte ihn nicht weiter.

    Für ihn war alles Gras.


    Franz Grillparzer

  • Quote
    Keine Ahnung mehr, jeder sagt was anderes, jeder empfiehlt was anderes, die Händler das was sie verkaufen wollen, selbst die alten Hasen differieren um 100%, und immer wieder wird uns die Planetenbetrachtung ausgeredet das kann nix usw, also was werden wir mit all der Info machen => NIX wir geben einfach auf,


    Eigentlich ist das eine "setzen, sechs"


    Zum einem für uns (mich inbegriffen) die den beiden unbedingt das Planetenbeobachten ausreden wollen und sie mit einem Dobson abspeisen wollen.
    So richtig auf die beiden ist keiner eingegangen...


    Zum anderen auch für die beiden selbst.
    Da sie wirklich überhaupt keine Ahnung davon haben, was hinter den bunten Werbebildern im Internet steckt.


    Quote
    Aus deinem Dilemma helfen dir heraus:


    1) Theorie.
    Fachspezifische Spezialliteratur wälzen. Also anerkannte Werke zur Optik,
    nicht halbtriviale Literatur, zusammengeschrieben von Irgendjemandem.


    2) Praxis.
    Triff dich mit anderen Sternfreunden in deiner Gegend und schau bei
    denen mit durch. Kaufe danach was dir für den angedachten Zweck gut
    geeignet erscheint.


    Da kann ich Karsten nur zustimmen.


    Quote
    verliert Christian das wichtigste, was man als Amateurastronom braucht, nämlich die Geduld.


    Auch da gibt es nichts dagegen einzuwenden.


    Ich kann den beiden nur raten sich Teleskope live anzuschauen. Evtl. gibt es in ihrer Nähe ja Veranstaltungen oder Händler mit Ausstellungsräumen um sich Teleskope nur mal anzuschauen - und nicht gleich zu kaufen.


    Die Planeten laufen in der Zwischenzeit schon nicht weg.


    Quote
    aber OHNE Internet hätte ich keins davon.


    Bei mir ist es gerade andersherum. Ich hatte noch kein Internet zu meiner Anfangszeit.
    Ich habe mir den 114/900 Newton aus den Neckermann Katalog gekauft.
    Ich bin irgendwann durch stöbern in Telefonbuch und wälzen von der Stadtkarte daraufgekommen das es bei mir in der Nähe eine Sternwarte gibt, und hab mich da einer Beobachtergruppe angeschlossen.


    Praxis über andere Telskope und das ganze Zubehör holte ich mir draussen auf dem Acker und bei gemeinsamen Fahrten zum ATT nach Essen.


    Villeicht sollte man auch mal den 8 Zoll Standard Dobson überdenken - und den nicht jeden Anfänger aufs Auge drücken müssen.


    Gruß
    Gerd

  • Quote
    <i>Original erstellt von: CorCaroli</i>
    <br />
    Villeicht sollte man auch mal den 8 Zoll Standard Dobson überdenken - und den nicht jeden Anfänger aufs Auge drücken müssen.
    Gruß
    Gerd


    Moin,


    weise Worte!

    Ei,ei,ei.... was hatte ich denn in meiner alten Signatur stehen?


    sternengedönsige clear sky Grüsse,

    Robert aus dem Allgäu

  • Guten Morgen,



    Quote
    Villeicht sollte man auch mal den 8 Zoll Standard Dobson überdenken - und den nicht jeden Anfänger aufs Auge drücken müssen.



    Dem schließ ich mich an. Aber nicht, weil ich der Meinung wäre, ein 8" Dobson ist per se kein geeignetes Gerät für Einsteiger: Es kann aber einfach nicht richtig sein, JEDEM interessierten Neuling, egal wie unerfahren er ist oder wo seine Interessen liegen das selbe Teleskop zu empfehlen!
    Wie wissen doch alle: Das perfekte Teleskop gibt es nicht! Um so mehr Mühe sollte man darauf aufwenden, das geeignete Gerät für jeden einzelnen Fall <i>vorurteilsfrei</i> herauszufiltern. Dabei bezieht sich das "vorurteilsfrei" sowohl auf bestimmte Gerätetypen, als auch auf geäußerte Wünsche der zu beratenen Person. Natürlich sollte trotzdem auf entsprechende Einschränkungen hingewiesen werden. Aber eine Pauschalaussage wie: "An den Planeten wirst Du nicht lange Freude haben" oder so ähnlich bringen gar nichts und müssen auch nicht zwingend richtig sein.


    Ich möchte hier jetzt keine Diskussion über alternative Einsteigermodelle auslösen. Mir persönlich waren aber beispielsweise folgende Punkte am wichtigsten:


    1. Einfache Handhabung (bloß kein justieren müssen!)
    2. schnelle Einsatzbereitschaft (leicht, transportabel, schnell aufzubauen und kurze Auskühlzeit)
    3. Natürlich eine gute Abbildung (wobei ich als Anfänger eine gute eh nicht von einer mäßigen Abbildungsleistung hätte unterscheiden können)


    Die ersten beiden Punkte waren für mich essentiell, dass ich überhaupt richtig den Einstieg fand. Wenn sich das ganze zu kompliziert gestaltet, verliert ein Anfänger eben schnell die Lust. (Natürlich gehen die Ansichten darüber auseinander, was kompliziert ist.) Dass sich der frischgebackene Amateur-Astronom evtl. später ein weiteres Teleskop anschafft, dass seinen Vorlieben am ehesten entspricht, finde ich nicht so problematisch. Es sei denn, eine weitere Anschaffung wäre aus finanziellen oder sonstigen Gründen von vornherein ausgeschlossen. Aber mal ehrlich: Wer von den "alten Hasen" ist denn bei seinem ersten Teleskop geblieben?


    Freundliche Grüße
    Paddy

    Celestron C11 XLT :small_blue_diamond: Vixen GP-DX :small_blue_diamond:ZWO ASI 290 MM :small_blue_diamond:Televue 1.8x Barlow :small_blue_diamond: Astronomik L-RGB-Filter :small_blue_diamond:ZWO ADC

  • Hallo Leute,


    ich denke, hier werden Mal die ganz grundsätzlichen Probleme solcher Plattformen klar.
    Zum einen haben wir die Erwartungshaltung eines Interessierten und zum anderen die Forenuser in der Rolle von Beratern.


    Der Interessierte hat 0-Ahnung, aber schon Mal ein Teleskop rausgefischt, welches ihm vom Aussehen her gefallen könnte, der durchschnittliche Forenuser hat was er hat, findet es gut und empfiehlt es.
    So weit so gut, das ist normal und noch durchaus lösbar.
    So reflektieren auch die Antworten im Prinzip die Marktanteile der Teleskopsysteme, soweit sie auf die erforderliche Gerätschaft eingehen und es kommen noch allgemeine Hinweise, sich zu informieren und nichts zu überstürzen.
    Hier werden dann aber Anforderungen vielfältiger Art an den kaufwilligen Interessenten gestellt und auch die "Berater" haben eine Aufgabe. Beide haben in diesem Thread versagt und das ist leider relativ normal und auch schwierig zu beeinflussen.


    Der Interessent muss von seiner Erwartungshaltung runter, dass er drei konkrete Vorschläge bekommt, einen davon wählt und glücklich wird.
    So funktionieren Verkaufsplattformen und das Glück liegt in der Unwissenheit und dem Glauben, genau das Richtige gekauft zu haben. „Wissen ist Macht“ wird hier bewusst oder unbewusst ausgehebelt.


    Die Berater sollten zunächst von konkreten Gerätevorschlägen, am nettesten mit Link zum Händler und/oder Verkaufsangeboten per PN, Abstand nehmen, vor allen Dingen nicht gleich ihren Vorschlag mit Klauen und Zähnen verteidigen und dabei den eigenen Vorschlag durch Verriss abweichender Vorschläge absichern. Dieses Platzhirschgehabe führt unweigerlich dazu, dass man nur noch von Nachteilen liest und der Eindruck entsteht, es gäbe eigentlich nur schlechte Teleskope. Das führt auch dazu, dass sich solche Threads dann möglichst schon vor der eigentlichen Wahl eines Teleskopsystems verzetteln und die Frage diskutiert wird, ob nun das 32er Beipackplössl ein Angebot aufwertet oder ein Lüfter tut was er soll.
    Es sollte in einem Forum, welches einen Anspruch auf Vermittlung von Wissen rund um die Astronomie und damit auch rund um Teleskope erhebt (tut es doch hoffentlich), eigentlich Standard sein, zunächst das Anforderungsprofil und das Budget abzufragen, dann das Pro und Kontra der verschiedenen Systeme in Bezug zu setzen und so dem interessierten Einsteiger eine diesbezügliche Entscheidung zu ermöglichen.
    Dazu gehört z. B., auch, dass man zum Zwecke der Planetenbeobachtung einen 8“ F/6 Dobson ins Rennen schicken kann, es gehört aber nicht dazu, ihn mit aller Macht durchdrücken zu wollen oder eben naserümpfend zu versuchen, ihn als mögliches Gerät der Wahl zu verhindern.
    Man kann Vor- und Nachteile aller Systeme darstellen, ohne dass sich jemand gleich auf den Schlips getreten fühlen und das raushängen lassen muss. Besonders gut gelingt das, wenn man zunächst ohne konkrete Marken- und Händlernennung auskommt.
    Der Interessent kann auf die Argumente eingehen und ist durchaus in die Lage zu versetzen, die Systemwahl nach seinen Gegebenheiten zu treffen.


    Damit ist die Überleitung zu Teil zwei der Entscheidungsfindung erreicht und man kann sich den Vor- und Nachteilen konkreter Teleskope dieses Teleskoptyps zuwenden, was immer noch völlig emotionslos möglich ist. Nachkarten ist dann auch hinfällig und störend, soweit nicht der Interessierte selbst seine Systemwahl nochmals überdenkt. Wieder gibt es Unterschiede, vom Preis bis zu Ausstattung, wieder kann man Vor- und Nachteile nennen, muss sich nicht streiten, muss nichts verteidigen oder schönreden. Man kann dem Interessenten eine Entscheidungsgrundlage geben indem man IHN Vor- und Nachteile abwägen lässt.
    Es geht nicht darum, mit der eigenen Zufriedenheit bei Nutzung von Gerät X hinter dem Berg zu halten, es gilt zu vermeiden, Gerät Y unqualifiziert abzuwerten.


    Erst wenn wirklich das konkrete Teleskop mit Montierung fest steht, kann sinnvoll das Zubehör beleuchtet werden.
    Wenn ein Teleskop mit Übersichtsokular 3° Feld bietet, ist ein Telrad schön, aber ein einfacher, dimmbarer Leuchtpunktsucher reicht, der Sinn eines optischen Suchers kann da auch hinterfragt werden. Bei F/6 oder F/10 mag der Okularbeipack interessant sein, bei F/4 ist er es eigentlich nie, Hilux kontra „fine unaled“ Pyrex mag in einer gewissen Preisklasse interessant sein, aber wenn man sich um 300-500 € Kompletbudget unterhält ist das Füllfunk für eigene Vorlieben. Ein versierter Beobachter mit exakter parallaktischer Montierung oder durchoptimiertem Dobson kann sicher mit einem 6 mm Ortho sehr viel Freude haben, der Einsteiger mit seinem 300 € Dobs von der Stange eher nicht, also warum drüber streiten, ob Planetenbeobachtung nur mit so einem Okular sinnvoll ist, am Besten noch an F/4. Das ist überflüssiger Füllfunk, soweit nicht der Interessierte selbst das Thema beackern möchte.
    Wesentlich sinnvoller als solches Geplänkel ist es doch, nun den Sack für den Interessenten zu zumachen, zu schauen, was er braucht , was ich ihm empfehlen kann, also ihm wieder eine Wahl zu ermöglichen, anstatt nun Marken-, Design- und Händlervorlieben zu frönen.
    Wenn Händler A Okular B nun mal nicht anbietet, dann wird seine Welt nicht untergehen.


    Man muss auch ganz klar sehen, dass der Besuch bei Sternenfreunden, einer Beobachtergruppe oder einer Sternwarte sich sehr positiv auswirken kann.
    Logisch ist aber auch, dass ein einziges Teleskop, egal ob es gut funktioniert oder nicht, kaum eine Auswahlentscheidung zulässt, also eine gemischte Truppe ist da schon besser, es sei denn, man hat sich schon auf einen Teleskoptyp eingeschossen und will nun sehen, ob man damit klar kommt.
    Sternwarten sind häufig sehr ordentlich ausgestattet, man trifft aber überproportional viele ältliche Refraktoren und massige Kathadiopter (SC pp) an. Selbstverständlich schwören die Leute auf diese Teile, kennen aber oftmals z.B. Dobsons nur vom Hörensagen. Recht häufig regiert da auch noch die uralte und inzwischen sehr undifferenzierte Vorstellung vom reinen Lichtsammler (Newton) und dem „ordentlichen“ Teleskop (Refraktor)


    Abschließend denke ich, wir könnten etwas mehr System und weniger „Eigenliebe“ in solchen Beratungen vertragen. Das käme den Interessenten, aber auch dem Forum sehr zugute.
    Natürlich erwarten viele Interessenten gerne einen Schnellschuss nach dem Motto kaufen und glücklich sein, aber den Schnellschuss sollten wir uns verkneifen, denn der ist sehr häufig nicht zielführend und geht gerne nach hinten los.
    Sollte der Interessent das nicht akzeptieren wollen oder können, so ist das für uns, nach meinem Dafürhalten, akzeptabel.


    Gruß und CS
    Günther

  • Hallo


    Ich bin neu hier aber lese seid geraumer Zeit mit, und bin auch schon auf solchen Astronomietreffen gewesen und hatte die Gelegenheit auch schon ein paar Teleskope zu begutachten und zu nutzen wenn auch nur kurz. Aber dennoch sag ich mal ich habe null Ahnung davon. Es war leider auch so das mir generell mal die Vorliebe des Planeten beobachten wollens "ausgeprügelt" worden ist, und ich ja nicht auf ein Planeten Gerät greifen soll nur DeepSpace sei auf Dauer an zu streben und das Dobson montierte ist alles was man braucht. Was auch mich zu der Einstellung gebracht hat das Thema eigenes Teleskop vorerst auf Eis zu legen. Was das mit den Dobson montierten Teleskopen angeht, sicher preislich sind die unschlagbar, aber das mit dem "schubsen" gefällt auch mir einfach nicht. Ich kam auch nach nur kürzester eingewöhnung damit zurecht aber es gefällt mir halt einfach nicht, mit einer guter Montierung hat es halt einfach mehr "Stil", und da ich das ganze in einem Kasten verstauen muss kann ich mir auch nur ein Gerät mit Stativ erlauben weil das Kistl passt einfach nicht in einen schlanken Kasten.


    Ich weiß nicht ob es nicht die bessere "klügere" Alternative ist einfach mit etwas das einem anspricht ins kalte Wasser zu springen ohne sich vorher zu ausführlich und intensiv zu informieren, auch wenns ein minderwertigeres Gerät ist (Fehlkauf) ist es zumindest ein Anfang und man kann sich individuell besser orientieren wohin man sich entwickeln kann. Eine rudimentäre Information wie was warum, Grundeigenschaften vermittelt bekommen und dann beschaffen ohne alle Vor und Nachteile zu erwägen und immer verwirrter und frustrierter zu werden. Und sorry das ich das so jetzt schreibe, aber immer mit den gleichen Aussagen von wegen vergiß alles außer Deepspace und Dobsonmontierung beworfen zu werden vermiest einem schon die Freude an dem ganzen Erlebnis der Vorfreude auf sein eigenes erstes Gerät und Anblicke, wie viele von "Euch" sind über die "Mondsucht" zur Sterneguckerei gekommen, Hand aufs Herz!


    Auch ich werde bei gelegenheitlichen Besuchen von Treffen beleiben, und mir kein eigenes Gerät zulegen weil mir das noch zu frustrierend ist mich weiterhin damit auseinander zu setzen.


    Mit den besten Grüssen


    PS: Wenn ich mal bei einem Treffen die Möglichkeit hatte einen Blick auf den Mond zu werfen habe ich mich gefreut wie ein Schneekönig, aber die mir angetragenen Anblicke von so manchen DeepSpace Objekten wirklich beeindruckend waren aber keine Emotionaleregung verursacht haben, wie die Ansicht der Planeten.

  • ...ein Umdenken ist für die Einsteigerberatung nötig...


    Schon der Bericht von cp zeigt, das nicht jeder dieses 8 Zoll Dobson aufs Auge gedrückt haben will (ich auch nicht).


    Wenn dann an der Astronomie interessierte vor lauter Frust über dieses Dobson angebiedere das Hobby erst gar nicht weiter verfolgen, dann läuft etwas verkehrt, das kann dann kaum der Sinn einer Beratung sein.


    Wir sollten schon mehr auf die Wünsche und Vorstellungen der Einsteiger eingehen. Wenn er ein parallaktisch Montiertes Teleskop will, warum auch nicht.
    Wir können ihn evtl. noch darauf hinweisen, was ihn mit diesem oder jenen Teleskop erwartet, ohne gleich wieder 8 Zoll Dobson zu rufen...


    Selbst wenn das Teleskop dann noch nicht so ideal ist - es ist ein Anfang. Dann können die Einsteiger sich auch weiter entwickeln - sie können sich praktische Erfahrungen mit dem ersten Teleskop holen, um dann beim zweiten das für sie passende zu kaufen.


    Ich denke mal, das es die meisten von uns nicht anders getan haben. Die wenigsten Leute (eigentlich keiner) die ich kenne beobachten noch mit dem ersten Teleskop, sondern haben damit auch erst Erfahrungen gesammelt, um sich dann das zu kaufen, was ihnen wirklich zusagt.
    Und da sind nicht nur Dobsons dabei. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen und Neigungen in der Astronomie, und das sollte im Vorfeld nicht abgewürgt werden...


    Wenn manche nur den Mond und Planeten anschauen wollen, dann sollten wir es ihnen auch nicht ausreden, wenn sie dann doch Lust auf Deep Sky bekommen sollten, können sie das auch mit einem langbrennweitigen Fernrohr beobachten - auch das geht (eigene Erfahrung), sie können sich dann immer noch das für sie passende Teleskop kaufen.


    Was sagen eigentlich diejenigen dazu, die viel in der Einsteigerberatung schreiben. Ich vermisse sie jetzt hier...


    Gruß
    Gerd

  • Hallo Gerd und CP,


    habt Ihr gelesen, was ich geschrieben habe?
    Der 8" F/6 Dobson kommt, er kommt fast immer, weil es sehr viele gute Gründe dafür gibt und weil z.B. allein die Bezeichung Planetenteleskop schon genau GAR NICHTS bezeichnet oder genau den 8" F/6 Dobson oder irgendein sonstiges Teleskop mit dem man auch Planeten gucken kann.


    Wenn Ihr aber nun mal diesen Dobson nicht wollt, auch nachdem man ihn genannt und für Eure Anwendung begründet hat nicht, dann liegt es an EUCH, EUREN Thread wieder in den Griff zu kriegen und einen anderen Gerätetyp oder eine andere Moniterungsart als Eure Entscheidung bekannt zu geben UND dazu dann zur weiterführende Diskussion aufzurufen.
    Werdet Ihr dann immer noch mit Dobson hinten und Dobson vorne "drangsaliert", denke ich, dass eine kleine Beschwerde im Thread ausreicht, um die Sache in den Griff zu kriegen und notfalls, ja man kann auch ewige Zwischenrufer einfach ignorieren und nur Beiträge von den Leuten lesen, die auf das Anliegen eingehen.
    Füllfunk wird es immer geben, aber ausgeliefert (so liest sich das) ist nur der, der es selbst zulässt.


    Gruß und CS
    Günther

  • Hallo "cp",


    erstmal danke für Deinen Beitrag und ein herzliches Willkommen hier im Astrotreff.


    Deine Ausführungen habe ich mir genau durchgelesen und es erinnert mich sehr an meine eigenen Erfahrungen. Als ich - endlich nach Jahrzehnten - meinen Traum von einem eigenen Teleskop erfüllt habe (na ja, es ist dann doch nicht bei einem Teleskop geblieben [:I]), waren es auch Planeten und der Mond, die mich am meisten interessiert haben.


    Zuerst wollte ich einen 4" f/15 Fraunhofer Refraktor haben, das hat dann aufgrund von Lieferproblemen nicht funktioniert. Dann habe ich gebraucht einen alten Tasco 76/1200mm Refraktor aus den 1960ern mit Montierung angeboten bekommen und habe zugeschlagen. Also vom 4" f/15 auf 3" f/15. Und diesen Kauf bereue ich bis heute nicht, der f/15 ist ein wundervolles Gerät an Planeten und Mond.


    Aus reiner Neugier habe ich mir für deep sky Beobachtungen - ebenfalls gebraucht - einen 6" f/5 Newton Tubus gekauft. Der musste halt auch eine Montierung haben, aber was für eine? Auf die Montierung des Tasco wollte ich den nicht packen, die beiden wollte ich gleichzeitig benutzen.


    Also habe ich das gemacht, was ich am Anfang gar nicht haben wollte: Ich habe mir selber für den 6"f/5 eine Dobson Montierung aus Holz gebaut. Und die Montierung funktioniert gut und ist in der Handhabung sehr praktisch... Wer mit so einem Teil aber nicht klarkommt, oder einfach so eins nicht haben will, sollte sich das aber nicht aufdrängen lassen. Den f/5 benutze ich übrigens nur selten, deep sky ist einfach nicht mein Gebiet. Meine Vorliebe für Mond und Planeten habe ich nicht aufgegeben, auch wenn viele Leute mir genau die Entwicklung von Planeten zur deep sky Beobachtung vorhersagen wollten.


    Jetzt habe ich einen 6" f/11 Newton gekauft. 150mm Öffnung und eine Brennweite von 1600mm. Das ist für mich ein nahezu ideales Gerät zur Beobachtung von Planeten und vom Mond. Und glaube mir, cp, den wollten mir sehr viele Leute hier ausreden. Ich habe sogar einmal zufällig mitbekommen, dass im schwarzen Nachbarforum jemand geschrieben hat "Da sucht jemand einen 6" f/11 Newton. Das kann ich nicht verstehen."


    Das braucht der betreffende auch nicht zu verstehen. Es ist eben meine Vorstellung von einem Teleskop und was ich damit machen will.


    Du schreibst:

    Quote
    Wenn ich mal bei einem Treffen die Möglichkeit hatte einen Blick auf den Mond zu werfen habe ich mich gefreut wie ein Schneekönig, aber die mir angetragenen Anblicke von so manchen DeepSpace Objekten wirklich beeindruckend waren aber keine Emotionaleregung verursacht haben, wie die Ansicht der Planeten


    Bleib dabei. Wenn Dir das Spass macht, dann mach es einfach. Und sei Dir bitte auch darüber im Klaren, dass hier nicht bei allen ein uniformes Denken im Stile von "8-Zoll Dobson für deep sky Anfänger, was anders zählt eh nicht" - vorherrscht. Kaufe Dir ein Teleskop für den Mond und ignoriere die Leute, die versuchen, Dir ihre Meinung aufzudrängen.


    Und Du wirst bestimmt sehr viel Freude damit haben[8D] So ein langes Gerät macht ganz nebenbei auch bei bestimmten deep sky Beobachtungen Spass. Wenn man das mag.


    Viele Grüsse


    Michael


    glücklich mit einem 6" f/11 Newton (extra für den Mond!)

    Ein Ochs ging auf die Wiese,

    wo er nach Kräften fraß.

    Da waren Blumen, Kräuter,

    es kümmerte ihn nicht weiter.

    Für ihn war alles Gras.


    Franz Grillparzer

  • Naja aber jemand der um Hilfe ersucht kann nur schwer sollchen FÜLLFUNK ignorieren oder? Weil der jenige das nicht unterscheiden kann was "Müll" ist und brauchbare Information, genau da ist ja der KnackPunkt. Denn könnte der jenige das, würde er nicht um diese Hilfe ersuchen, oder?!?! Und das, wie gesagt, ist ja nicht nur in einem Forum so sondern auch bei realen Personen. Somit ist das sich ausliefern für unerfahrene zwangsläufig, weil man ja unsicher ist und nicht die Erfahrungen eines "ALTSPATZEN" hat der selbstsicher ist, und über solchen einwürfen steht, denn mit der Frage nach Hilfe liefert der jenige sich seinen Helfern aus! Und es wird ja eben nicht aktzeptiert das jemand das, aus was für Gründem auch immer, nicht will. Denn lest mal diesen thread von anfang an durch da wird von ICEMANN221 eindeutig die Dobsonmontage ausgeschlossen aber immer wieder damit angefangen, und auf seinen eigentlichen Wunsch zu der Hilfe bei einem Planetengerät ganz und gar nicht eingegangen. Denn das wird konsequent negiert, und als Spinnerei abgetan, anstatt darauf einzugehen und mal die Möglichkeiten die Auswahl einzugrenzen und zu optimieren.


    Wie gesagt genau das selbe hab ich auch erlebt aber nicht in Foren sondern halt mit lebenden atmenden Personen Face to Face.


    @michaelc: Hallo danke für die aufbauende Antwort, du solltest genau das vieleicht auch den icemann221 per PN mailen denn ich glaube das eine kleine Seelenverwandtheit jemanden der so aufgegeben hat etwas aufbauen könnte!

  • Hallo Günther,


    jetzt gleich nochmal und extra wegen Dir [;)]

    Quote
    Der 8" F/6 Dobson kommt, er kommt fast immer, weil es sehr viele gute Gründe dafür gibt und weil z.B. allein die Bezeichung Planetenteleskop schon genau GAR NICHTS bezeichnet oder genau den 8" F/6 Dobson oder irgendein sonstiges Teleskop mit dem man auch Planeten gucken kann.


    Es gibt auch sehr viele gute Gründe gegen das Gerät, besonders dieses Öffnungsverhältnis f/6. Was will ein Beobachter von Mond und Planeten damit? Mit einem f/8 oder noch mehr sind wir Planetenbeobachter besser bedient...


    Und was die Standfestigkeit betrifft:


    Quote
    Wenn Ihr aber nun mal diesen Dobson nicht wollt, auch nachdem man ihn genannt und für Eure Anwendung begründet hat nicht, dann liegt es an EUCH, EUREN Thread wieder in den Griff zu kriegen und einen anderen Gerätetyp oder eine andere Moniterungsart als Eure Entscheidung bekannt zu geben UND dazu dann zur weiterführende Diskussion aufzurufen.


    Meinst Du wirklich, dass ein Einsteiger sich mit der geballten Macht von Leute mit zum Teil über 4000 Beiträgen anlegen will? Ich glaube eher, dass da ein Anfänger abgeschreckt wird und sich zurückzieht.


    Viele Grüsse


    Michael

    Ein Ochs ging auf die Wiese,

    wo er nach Kräften fraß.

    Da waren Blumen, Kräuter,

    es kümmerte ihn nicht weiter.

    Für ihn war alles Gras.


    Franz Grillparzer

  • Hi CP,


    ich verstehe Dich schon und weiß, was Du meinst.
    Was ich meine, ist, dass man ja ruhig Mal abwarten und auch lesen kann, was da kommt.
    Du z.B. schreibst schon wieder von Dobson und Wunsch nach "Planetengerät", als seien das zwei Dinge, die sich ausschließen.
    Ich habe eben geschrieben, das es DAS PLANETENGERÄT nicht gibt. Das ist heute eine reine Fiktion, es sei denn man legt es auf historische Fraunhofer-Refraktoren an, die eine 50 Meter Kuppel brauchen, wenn sie in der Planetenleistung an einen modernen und astreinen 10" Newton ran wollen. Es gibt eben unzählige "Planetenteleskope" und dazu gehören auch durchaus Teleskope auf Dobsonmonti.
    Wenn das alles dann gelesen und bewertet worden, eventuell sogar life beäugt ist, dann ist es Zeit für die eigene Entscheidung. Das ist der eigentliche "Sprung" ins kalte Wasser" und den muss man bekannt geben wenn man weitere Hilfe erwartet.
    Darauf müssen und werden dann auch die Berater eingehen und wenn ein Berater mangels gebührender Beachtung seines Vorschlags beleidigt schweigt, dann kann Dir das auch egal sein.
    Du bist NICHT automatisch ausgeliefert, das tust Du selbst.


    Gruß und CS
    Günther

  • Hi Michael,


    8" F/8 ist Mist, wenn er sich zwischen Balkonbrüstung und Wand verkeilt.
    Hey, das kommt doch später, beim Glattbüglen, genau wie die Öffnung und das Öffnungsverhältnis geeigneter Refraktoren dann erst kommt.
    Wenn 4000 Beiträge geballte Macht sind, dann sollte die Macht eigentlich die Größe haben, mit einer freundlichen "Abfuhr" umzugehen.
    Das ist ja mein eigentliches Anliegen bei der Einmischung in diesen Thread.


    Gruß und CS
    Günther

  • Hi zusammen,


    mag auch mal was dazu sagen da ich auch mit beteiligt war. Ist ein grundsätzliches umdenken bei Anfängerberatung wirklich nötig?


    Der Reihe nach-

    Quote
    Planetentelskop mit dieser Vorgabe
    Die Grösse des "Guckers" sollte handlich bleiben also so ein riesen Dobsen wird es nicht werden. Das grösste was wir gerade noch aktzeptieren würden wäre ein 200x1000 maximalst MEADE LXD75
    Christian: stellt die Größe des Meade in Vergleich zu einem Dobs- womit er Recht hat- Dobs ist handlicher und nicht größer


    Michael: verweist auf den Kompromiss Deepsky/Planeten, nennt Maksutov/Cassegrain Teleskope mit Hinweis auf Öffnungsverhältnis. Weiterer Hinweis auf Refraktor mit Hinweis auf deren Probleme


    Torsten: Auf Antwort des Fragestellers der Hinweis das Planeten allein für Einstieg eher fragwürdig ist


    Michel: erklärt was zum Öffnungsverhältnis nach Frage


    Patrick: sagt was zu Mak und SC sowie Newton und stellt Vorzüge bzw. Nachteile gegenüber- sagt auch was zu Fotografie


    Stefan: ich zählte auf was an Planeten zu beobachten sei bzw. eben nicht und merkte an das diese eben nur zeitweise zu sehen sind. Dazu Anmerkungen zu Vor- und Nachteilen Dobson/parallaktisch montiert


    Jürgen: Hinweis Teleskop,Montierung/Rockerbox,evtl.Stativ,Okularkoffer,evtl.Strom-
    versorgung passen nicht in den Wohnzimmerschrank


    Copernicus: Rückfrage zu Standort


    Paddy: Hinweis das SC/Mak für Planeten schon gut sei- aber ergänzend "Denn nichts ist blöder, als nach drei Monaten den "Planetenspezialisten" wieder zu verkaufen, weil die Planeten vielleicht langweilig geworden sind.."


    Winfried: rät zum Newton mit ähnlichen Begründungen wie vorher schon zu lesen- nur 3 Planeten richtig, Deepsky kommt bestimmt bald. Dazu Bemerkungen zu Dobs/parallaktisch und Platzbedarf


    Wolfgang: rät zum LX200 8"


    Paddy: ermuntert den Fragesteller nicht aufzugeben


    Gerd: Vorschlag mal Sternwarte oder Verein aufzusuchen- Vorschlag den 8" Dobs zu nehem mit späterer Variante auf parallaktisch, Hinweis Planeten zur Zeit nicht viel los


    Fragesteller: zwei Links auf 150er Newton parallaktisch bzw. 8" Lichtbrücke


    Michael: lobt den 150er und gibt noch ein paar Erklärungen


    Copernicus: erklärt warum für Planeten lange Brennweiten gut sind und wo diese auch bei Deepsky gut sind


    Fragesteller: wirft das Handtuch [B)]


    Karsten: Verweis auf Theorie (Bücher) und Praxis (andere Sternfreunde)


    Caro: Schelte für uns


    Wo ist nun wirklich was schiefgelaufen? Eigentlich wurden ja die Fragen beantwortet. Der Hinweis das nur 3 Planeten eigentlich richtig gut beobachtbar seinen ist ja nicht so verkehrt. Das ein Teleskop als Spezialist dafür für Deepsky dann weniger gut ist stimmt auch- mehrmals verbunden mit dem Hinweis das man eigentlich 2 dieser Teile bräuchte.


    Aus dem ersten Beitrag von Christian ging ja hervor das offenbar wirklich wenig Ahnung vorhanden war- er schreibt das ja auch auf Rückfrage- hat momentan keine Ahnung [:)]


    Daher wohl auch die mehrfachen Hinweise darauf das Planeten allein auf Dauer langweilig werden könnten- fehlte vielleicht die direkte Frage was Christian denn erwartet an Details zu erkennen.


    Ich hab die Antworten in der obigen Aufzählung ausgelassen wo Antworten von anderen Usern beantwortet wurden- die bringen natürlich auch immer Unruhe in einen Beitrag, lassen sich aber wohl nie vermeiden.


    Trotzdem denke ich das genug Antworten für den Fragesteller vorhanden waren- und trotz der Schelte von Caro- der 8" Dobs wurde doch garnicht so stark gepredigt.


    Also woran lag es? Denke, dass auch Christian hier zu schnell aufgegeben hat- die Überzeugung "ich/wir wollen ein Teleskop" war möglicherweise doch nicht sooo groß, auch wenn ein gutes Budget vorhanden war.


    Bei den vielen der anderen Einsteigerfragen mit so bis 300€ oder dem angedachten xy-Teleskop auf zu schwacher parallaktischen Monti für unter 200€ bleibt meiner Meinung nach immer nur der Rat zum 8" Dobs bzw. wenn das Geld dafür nicht reicht dann halt zu der 6" Version.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo Günther,


    Du schreibst

    Quote
    Du z.B. schreibst schon wieder von Dobson und Wunsch nach "Planetengerät", als seien das zwei Dinge, die sich ausschließen.
    Ich habe eben geschrieben, das es DAS PLANETENGERÄT nicht gibt. Das ist heute eine reine Fiktion, es sei denn man legt es auf historische Fraunhofer-Refraktoren an, die eine 50 Meter Kuppel brauchen, wenn sie in der Planetenleistung an einen modernen und astreinen 10" Newton ran wollen. Es gibt eben unzählige "Planetenteleskope" und dazu gehören auch durchaus Teleskope auf Dobsonmonti.


    Günther, ich habe langsam das Gefühl, dass Du die Zusammenhänge als Händler und Fachmann zwar genau weisst, aber nicht an den Käufer weitergeben willst. Die Reihenfolge der Begriffe Händler und Fachmann war Absicht von mir.


    Das Planetengerät ist eben keine reine Fiktion. Und wenn Du jetzt von 50 Meter Kuppeln schreibst, die man beim Fraunhofer Teleskop braucht, um die Abbildungsleistung eines 10-Zoll Newton zu erreichen, dann machst Du doch eigentlich nur im gleichen Stil weiter, wie bisher. Oder etwa nicht?


    Viele Grüsse


    Michael

    Ein Ochs ging auf die Wiese,

    wo er nach Kräften fraß.

    Da waren Blumen, Kräuter,

    es kümmerte ihn nicht weiter.

    Für ihn war alles Gras.


    Franz Grillparzer

  • Hi,


    Quote
    denn mit der Frage nach Hilfe liefert der jenige sich seinen Helfern aus!


    ach du Schande. Um diesen Müll zu posten hast du dich hier angemeldet?
    Ein denkender Mensch kann, darf und muß die ihm geschriebenen Antworten
    auf brauchbare Informationen hin <b>filtern</b>.


    Karsten

  • Hi Michael,


    über mein Profil kannst Du meine HP ansteuern und dann schau, was für ein Händler ich bin.
    Ansonsten gebe ich jetzt hier auf.


    Gruß und CS
    Günther

  • Hallo michael_c,


    Quote
    Es gibt auch sehr viele gute Gründe gegen das Gerät, besonders dieses Öffnungsverhältnis f/6. Was will ein Beobachter von Mond und Planeten damit? Mit einem f/8 oder noch mehr sind wir Planetenbeobachter besser bedient...


    aus optischer Sicht ist ein lichtschwaches Teleskop bei gleicher Öffnung
    einem lichtstarken Teleskop immer vorzuziehen. Aber:


    Aus nicht-optischer Sicht kann einiges gegen das lichtschwache Teleskop
    sprechen_
    - schlechtere Transportabilität
    - schlechtere Montierbarkeit


    Würde ich ein 8" Newton-Teleskop mit f/7,5 gut in meinem Auto trans-
    portieren können dann hätte ich ich das meinem f/6 Newton vorgezogen.
    So mußte ich mich mit f/6 zufrieden geben und kann damit die Planeten
    ebenso gut beobachten. Denn ein perfekter f/6 Parabolspiegel bildet
    auf der optischen Achse ebenso gut ab wie ein perfekter f/7,5 Spiegel.


    Der Unterschied liegt dann in der off-axis Abbildung und der Okularwahl.
    Beim f/6 brauche ich ein 4mm Okular wo beim f/7,5 ein 5mm ausreichen würde,
    oder beim f/4,5 Newton ein 3mm Okular und beim f/12 Newton ein 8mm Okular.


    Der Newton unterscheidet sich in dieser Hinsicht fundamental vom Achrromaten
    bei dem sich die on-axis Abbildung bei gleicher Öffnung mit zunehmender
    Lichtstärke massiv verschlechtert.


    Ich bin langjähriger Planetenbeobachter und mit meinem f/6 Newton
    voll und ganz zufrieden. Auch nach Vergleichen mit anderen Teleskopen
    und Teleskop-Typen.
    Um mehr am Planeten zu zeigen bedurfte es schon größerer Öffnung:
    10" Newton, 12" Newton und klassischer Cassegrain.


    Ich stimme Günther voll zu wenn er schreibt da0 es DAS PLANETENTELESKOP
    nicht gubt. Es gibt mehrere Teleskoptypen die erstklassige Ergebnisse
    bei der Planetenbeobachtung liefern können, falls sie gut genug konstruiert,
    kollimiert und vom Benutzer verstanden werden.


    CS,Karsten

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