8" Dobson, welches Okular für Jupiter?

  • Hallo Zusammen,
    ich bin ein absoluter Einsteiger und habe ein 8" Dobson.
    Welches Okular benutze ich am besten zu Jupiterbeobachtung.
    Bis jetzt kann ich mit meinen beiden Okularen (6 und 25 mm Plössl)
    den Jupiter eher als ziemlich kleines Scheibchen mit den 4 bekannten Monden erkennen. Details am Jupiter selber eher gar nicht, die Äquatorstreifen lassen sich nur erahnen. Ist meine Erwartungshaltung zu
    hoch? Benutze ich eine falsche Vergrößerung?


    MFG


    astroandi

  • Hallo Andi,


    mit dem 6 mm Okular bekommst du eine 200-fache Vergrösserung (falls du einen der üblichen 200/1200'er Dobson besitzt). Das sollte reichen, um viele Details zu sehen. Die beiden Wolkenbänder habe ich schon bei 50-facher Vergrösserung in einem kleinen Spektiv erkannt.


    Es muss also andere Gründe als mangelnde Vergrösserung geben:
    - Jupiter stand zu tief
    - mieses Seeing
    - Teleskop nicht temperiert
    - zu wenig Beobachtungserfahrung
    - Planet ist zu hell, Graufilter benutzen
    - Teleskop ist dejustiert
    - Teleskop oder Okular taugt nicht
    - ...


    Gruss Heinz

  • Ich tippe mal auf Kombination vomn mieser Luftruhe mit geringer Beobachtungserfahrung. Bitte schaue dir den Planeten einfach mal eine Viertelstunde in Ruhe an, im 6er. Dur wirst sehen, wie nach und nach Einzelheiten hervorkommen. Es ist nicht allzu schwer, Details in den Bändern zu sehen. Wegen der südlichen Deklination sind diese Details allerdings meist verwaschen.

  • Hallo,


    da Du noch, wie Du selbst sagst, Anfänger bist, mag es, wie Uwe schreibt, noch an der Beobachtungserfahrung liegen.


    Details auf Planeten zu sehen ist für den Fortgeschrittenen sehr einfach, doch ist Jupiter sehr hell und die Details überstrahlen.


    Beobachte öfter und länger, oft spielen einem die Luftunruhe Streiche und alles wird verwaschen. Am Jupiter hat man bei sagen wir mal 2 Minuten konstanter Beobachtung mal 20 Sekunden, in denen Jupiter "steht" und die Bänder deutlich hervortreten. Du kannst die auch in Farbe sehen. Am Gerät dürfte es nicht liegen und die Vergrößerung ist in Ordnung. Also lang und intensiv beobachten und nicht von einem Objekt zum anderen hüpfen! Das machen fast alle am Anfang falsch. Die Objekte sind doch immer da und laufen einem nicht weg!


    CS
    Winfried

  • hi andi,


    es kann auch am kleinen gesichtsfeld des 6mm plössls liegen. da wandert der planet so schnell wieder raus dass man nur am nachschubsen ist und sich gar nicht auf die beobachtung konzentrieren kann. ich hatte solche probleme auch bis ich mir das speers waler zoom 5-8mm mit 80grad sGF geholt habe. damit ist entspanntes beobachten dann wirklich möglich.
    wenn du nicht gleich soviel geld ausgeben möchtest kann man die gold bzw blaukanten okulare kaufen. die haben glaube ich 66 grad sGf. nicht viel, aber besser als die 50 grad der plössl. nur hab ich in meiner 6mm goldkante bei planetenbeobachtungen einen blöden reflex bemerkt, der immer durchs bild wandert, also auch nicht das wahre. okay sind noch die planetaries, 60grad sGF , ganz gutes bild. aber fast schon zu kleines sGF für dobsons. spare und kauf dir das speers waler zoom. dann haste ruh' ! unter 5mm brennweite macht bei unserer luftunruhe eh fast kaum sinn.


    christian

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