Hallo Freunde der gepflegten Astrofotografie,
ich hatte an anderer Stelle hier im Forum ja schonmal angedroht, Euch mit meinen Erfahrungen auf dem Weg zum Astrofotografen zu nerven.
Hier nochmal die Ausgangslage: Ich bin "terrestrisch" schon seit über 30 Jahren mit verschiedenen Kameras aktiv. Dank des Spontankaufs eines 127/1540 MAK habe ich erste Erfahrungen mit dem Mond vom Fotostativ aus gemacht. Irgendwann merkte ich dann, das so ein Fotostativ nicht so das Wahre ist. Schnell war klar, was mir fehlte war eine Montierung. Was lag also näher als im Internet zu suchen, was es mit so einer Montierung überhaupt auf sich hat. Blöd nur, das man bei solchen Suchen auch die tollen DS-Bilder findet. Noch blöder, das man bei den Suchen auch findet, was man so alles braucht, um so schöne Bildchen machen zu können.
Also ergab sich dann eine nette Einkaufsliste:
- GSO FotoNewton
- Celestron CAM
- Polsucher
- Hyperion Zoom
- UHC-Filter
- Karkoschka
- ...
Deutlich mehr jedenfalls, als die gern gefragten 300,- [8)]
Da sich das Wetter natürlich so präsentierte, wie es sich nach einem Astro-Krempel-Kauf gehört, konnte ich erstmal Bücher und Bedienungsanleitungen studieren. Am Wochenende war es endlich so weit, den ganzen Tag Sonne, und die Nacht sollte auch so bleiben. Also habe ich alles schonmal in den Garten getragen und auf die Sterne gewartet.
Endlich war es dunkel geworden und ich schmiß die CAM an. So grob Richtung Norden war sie ausgerichtet, die Index-Zeiger paßten, die Daten waren alle eingegeben, also mit zittrigen Fingern Beteigeuse als ersten Stern fürs 2-Star-Align gewählt. Langsam und quietschend setzte sich die CAM in Bewegung und landete gar nicht mal so weit von Beteigeuse entfernt. Hurra, ein voller Erfolg, ist ja alles ganz easy. Naja nur nicht übermütig werden, als 2. Stern sollte es Mintaka sein, ich wollte da auf Nr. sicher gehen. Wieder setzte sich die CAM wieder lärmend in Bewegung, aber wo will sie hin? Richtung Polaris, wozu denn da hin? Und warum geht die Reise immer noch weiter? Ungefähr da wo M31 sein müßte, gingen die Motoren dann an die Anschläge und ich zog den Stecker. [:(]
Also wieder alle Achsen zurück und nochmals von vorn. Diesmal mit Beteigeuse und Rigel ging alles glatt und ich konnte gleich noch Dubhe für die Kalibrierung benutzen. Nur am Rande erwähnt: Die CAM ist eine GoTo-Montierung, aber die Sterne, die sie braucht muß man doch lernen.
Nun wurde ich ganz übermütig und probierte das Polar-Align. Puh nach einer halben Ewigkeit hatte ich das Staitv zurechtgeruckelt und die Polhöhe passend. Das daran anschließende 2-Star Align ging dadurch dann aber sehr fix. Also schnell M42 in den Controller getippt und ab dafür, da war er also der Nebel, hm sieht im Okular irgendwie ganz anders aus als auf den Bildern, also versuche ich es doch auch mal mit Bildern. Also die Kamera an den OAZ und Hüh.
Hier jetzt das Ergebnis meines allerersten DS-Fotoversuchs.

Nikon D700, GSO 150/750 Newton, CAM. 15 Aufnahmen mit 15-30s bei 3200-6400 ISO, Fitswork und Photoshop CS3.
Wenn ich damit gerechnet hätte, wie schnell der Kern ausbrennt hätte ich noch ein paar mit niedriger ISO dazugeschossen, aber für meine allererste Astro-Foto-Serie bin ich ganz zufrieden.
Mal schaun wie es sich noch entwickelt.
Danke fürs Interesse





