Fangspiegeljustage am SCT

  • Hallo,


    Ich gebe zu, ich hatte die Frage schon einmal vor einiger Zeit gestellt aber leider keine einzige Antwort bekommen. Jetzt versuche ich es einfach nochmal -- man möge es einem Neuling hier verzeihen:


    Beim Versuch ein älteres Celestron SC zu kollimieren durfte ich, wie anscheinend schon einige andere vor mir, feststellen, dass der Fanspiegelhalter lose ist.


    Die ganze Sache mit Ausbau der Schmidt-Platte, den kleinen Keilen und den Markierungen habe ich schon gelesen. Was mir bei der Geschichte noch schleierhaft ist: Wo soll den der Fangspiegel jetzt befestigt werden? Bei mir hat er etwa 2 mm Spiel in jede Richtung.


    Ich vermute mal, dass er möglichst zentriert im Loch der Schmidtplatte stehen sollte, dann kann ich ihn ja möglichst genau positionieren und danach festkleben.


    Oder muss er doch noch die Lage innerhalb des Lochs justiert werden? Dann sehe ich folgende Probleme:
    a) Wenn ich ihn klebe kann ich ihn danach zum Einstellen nicht mehr bewegen, sonst ist er wahrscheinlich wieder lose.
    b) Wenn ich erst justiere muss ich ihn zum kleben doch wieder herausnehmen und das Justieren war umsonst.


    In diesem Fall kann ich das mit 'Amateurmitteln' wahrscheinlich nicht mehr hinbekommen.


    Achja, ich habe gelesen es gibt eine Deluxe Variante des Teleskops, wo der Fangspiegel einfach aus dem Halter herausgenommen werden kann (um ihn durch eine Kamera zu ersetzen). Kann man den alten Halter einfach gegen einen solchen tauschen? Falls ja, wo bekommt man denn einen solchen neuen?


    in gespannter Erwartung,


    Jochen

  • Hallo Jochen,


    ich hab's noch nicht ganz kapiert....


    Was ist lose - der Fangspiegelhalter in der Schmidtplatte? Also nicht nur der Spiegelträger?
    Das würde bedeuten, die Justagemöglichkeit über die drei Schrauben bleibt erhalten, wenn Du ihn festklebst. Bleibt die Frage, in welcher Lage man ihn festkleben muss.
    Wackelt er nur hin und her - oder läßt er sich auch verdrehen?
    Wenn er nur hin und her wackelt würde ich ihn möglichst mittig festkleben. Wenn er drehbar ist kannst Du nur hoffen, dass Du irgendeine Markierung findest.


    Das Beste wäre, Du schickst ein paar Fotos, damit das Problem klarer wird.


    Gruß
    Klaus

  • Hallo Klaus,


    Danke für die Antwort. Fotos habe ich auf die schnelle leider keine, die gibt's bei mir bisher nur analog. Ich versuche es nochmal zu beschreiben:


    Der schwarze Plastikhalter, in dem der Spiegel (auf seiner Trägerplatte) mit den 3 Justierschrauben befestigt ist wackelt munter in der Schmidtplatte herum.
    Der Spiegel selbst ist mit den 3 Schrauben dabei einigermassen fest in diesem Halter befestigt, das ist nicht das Problem.
    Der PLastikhalter selbst hat Spiel, wie gesagt so bis 2 mm seitlich und lässt sich also auch leicht verdrehen. Auf dem Fangspiegel(träger), also dem Teil das von den Justierschrauben in besagtem Plastikhalter gehalten wird, ist auf der Rückseite eine Markierung, und ich habe den Beiträgen hier entnommen, dass diese auf die Markierung an der Schmidtpaltte und sdiese wiederum auf die Seite mit dem Fokussierknopf am Tubus ausgerichtet werden soll. Soweit klingt es ja noch recht einfach.
    Nur ich bin mir halt nicht sicher ob der gesamte Fangspiegelhalter noch irgendwie justiert weden muss oder ob es reicht ihn möglichst mittig in der Schmidtpalte zu befestigen.
    Der lose Fangspiegelhalter scheint ein wohl Problem bei älteren Celestrons zu sein.


    bis dann,


    Jochen


    P.S. Postet man Fotos hier direkt oder besser als Link?

  • Hallo Jochen .


    Ich weis zwar nicht wie dein SC gebaut ist aber ich vermute das du die Fangspiegelhalterung festdrehen kannst und nicht kleben brauchst. Bei denen wo ich bekommen habe war das so.
    Dazu musst du nur die Schmidtplatte ausbauen und den Innenteil mit den Außenteil zu drehen.
    Zuerst leicht und dann mit einen Meterstab oder Lineal die Mittenposition zum Schmidplattenrand messen, 0,5 mm genau ist hier ausreichend, deshalb auch dieser große Spielraum.
    Zum Positionieren habe ich das Lineal an den Fassungsrand angesetzt und mit einen leichten Gegenstand an das Lineal geklopft. So kann man in schon fast gut angezogenen Zustand positionieren dass sich beim endgültigen anziehen nichts mehr ändert.


    Viele Grüße und gutes Gelingen


    Alois

  • Hallo Alois,


    Danke für die Antwort. Leider ist bei mir der Fangspiegelhalter mit dem Blendrohr hinter der Schmidtplatte nicht verschraubt, sondern ineinandergesteckt und dort verklebt. Es ist wahrscheinlich schon ein älteres Modell. Deswegen nur nochmal zur Sicherheit die Frage: Mit dem oben am Ende genannten Positionieren durch leichtes Klopfen meinst Du nur das exakte Zentrieren?
    D.h. wenn ich dann die Schmidtplatte wieder eingebaut habe, da ich ja den Spiegel komplett kleben muss, muss ich nicht mehr nachjustieren wenn der Spiegel mittig geblieben ist. Ich führe dann wahrscheinlich nur noch eine normale Kollimation durch.
    Woran würde ich denn erkennen ob der Fangspiegel zentriert ist, soll heissen welches Fehlerbild erwartet mich wenn er es nicht ist? Oder wird das auch durch entsprechendes Kippen beim kollimieren ausgeglichen?


    Vielen Dank für die Hilfe (und die Geduld),


    Jochen

  • Hallo Jochen .


    Ich kann es nicht glauben das die Teile zusammengesteckt und dann verklebt sind.
    Das würde bedeuten das ein Austausch nur durch zerstören möglich ist.
    Das kann es wohl nicht sein.
    Vielleicht ist das Gewinde schon am Anschlag bevor die Teile klemmen.
    Probiere es einmal mit aufdrehen, ob das geht aber es wird ziemlich Kraft brauchen weil du vorher vermutlich auch mit viel Kraft zugedreht hast.
    Wenn es schwierig ist dann kann man beide Teile mit einen Stück alten Fahrradschlauch umwickeln um mehr Kraft zu übertragen.
    Wenn die Teile gelöst sind dann kannst du dir aus schwarzen Papier eine Beilagscheibe,
    besser gesagt einen Ring machen damit es wieder klemmt.
    Ansonsten bist du wirklich genötigt den Fangspiegel gut positioniert zu kleben.


    Mit dem oben am Ende genannten Positionieren durch leichtes Klopfen meine ich nur das exakte Zentrieren das noch bei der ausgebauten Schmidtplatte zu machen ist.
    Weil du brauchst dann nur den gleichmäßigen Abstand vom Fangspiegelfassungsrand zum Schmidtplattenrand kontrollieren.
    Wenn du bei der Differenz auf 0,5 mm kommst dann genügt das schon, weil die Schmidtplatten sind auch nichtganz rund. man merkt es wenn man sie zwischen den Korkplättchen dreht. Der Rest wird dann beim Kollimieren mit den drei Schrauben gemacht.


    Hoffe das es dir gelingt.


    Viele Grüße
    Alois

  • Hallo JOJo
    Kann es nicht sein dass Du vor hallo es geht nicht mehr eine Distanz ( Unterlagsplatte - Gummischeibe ) uebersehen hast ? Du weist schon - ich meine die- Die so gerne verschwinden
    wenn sie es nicht sollen ! ----es war nur ein Tipp !
    Gruesse und gutes gelingen.

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