Fragen zu Planeten

  • Hallo ihr.
    Ich bin neu und daher hab ich den Rat befolgt, und mir dieses Forum für meine Fragen ausgesucht.


    Also, es wäre sehr lieb von Euch, wenn ihr mir bei der Beantwortungen folgender Fragen behilflich sein könntet.


    1)Woraus bestehen die Ringe der Gasplaneten ?
    Ich hab bei google schon gesucht, aber keinen gescheiten Link gefunden


    2) Welche Vorraussetzungen muss ein Planet haben, damit er ein Magnetfeld hat ?


    3)Was genau ist das Roche-Limit und wie berechnet man damit, wann Phobos von den Gezeitenkräften aufgerieben wird ?
    Hier hab ich auch wieder gegooglet, aber leider auch nichts gescheites gefunden.



    So, das war es erstmal. Allerdings hab ich noch ein paar andere Fragen, aber es wäre schön, wenn Ihr bei diesen erstmal helfen könntet.


    Danke schonmal

  • Hallo,


    2 deiner Fragen könnte ich mit ziemlicher Gewissheit beantworten... und das wären 1) + 2).


    1) Die Ringe der Gasplaneten bestehen aus vielen mehr oder weniger großen Stein- und vielleicht auch Eisbrocken. Ich dachte auch mal etwas davon gelesen zu haben, dass einige Saturnmonde eine Art "Schäferfunktion" haben. Sie halten den Ring zusammen.


    2) Ich denke, die Vorraussetzung wird ein Kern aus Eisen sein. (Bin mir nicht ganz so sicher, aber denke, das könnte richtig sein)


    3) Sorry, aber das ist für mich zu hoch [xx(]. Von einem Roche-Limit habe ich noch nie etwas gehört. Mit dieser Frage bist du vielleicht im falschen Forum. Da solltest du mal einen Physiker fragen [;)]


    Gruß,
    Tobias

  • Hallo!


    1.) Ja, die Ringe bestehen aus unzähligen, unförmigen Körpern aus Restmaterie.
    2.) Damit ein Magnetfeld entsteht, müssen sich Ladungsträger bewegen. So wie die Zirkulationsbewegung der ionisierten metallischen Stoffe in unserem Erdinnern.
    3.) Roche Limit: "Je stärker sich ein Körper sich einem anderen, massereicheren annähert, desto größer werden die auf ihn einwirkenden Gezeitenkräfte. Ab der Roche-Grenze werden diese so groß, dass der davon zerrissen wird." (astronomie.de)
    Unter Gezeitenkräften versteht man die Anziehung von Materie Richtung des Körpers, von dem die Gravitationskraft ausgeht, sowie die Aufbäumung von Materie in der entgegengesetzten Richtung, verursacht durch die Fliehkräfte des Systems (daher resultiert eine Art "Eiform"). (Dazu war hier vor kurzem ein Thread aktuell - Zweikörpersystem Erde-Mond.) Werden die wirkenden Kräfte extrem, wird der Körper auseinander gerissen. Das hängt sicher von den Gravitationskräften und der Beschaffenheit der Materie der Körper ab.
    [;)]
    Lg Jule

  • Hallo,


    zur Berechnung der Roche-Grenze:
    Betrachtet man die Gezeitenbeschleunigung a(gez), die auf den untersten Punkt (zu Mars gewandt) von Phobos wirkt, erhält man:


    a(gez)=(GM)/(d-r)^2 - (GM)/d^2 ~ (2GMr)/d^3


    G: Gravitationskonstante
    M: Masse des Mars
    d: Abstand Marsmittelpunkt - Mondmittelpunkt
    r: Radius des Mondes


    Die Gravitationsbeschleunigung a(Phobos) des Mondes mit der Masse m ergibt sich zu:
    a(Phobos)= (Gm)/r^2


    Ob der Mond zerissen wird oder nicht, kann man aus der Betrachtung a(Phobos) < oder > a(gez) erhalten, also:


    m/r^2 < o. > (2Mr)/d^3


    Setzt man die bekannten Werte ein, erhält man für die Roche-Grenze bei Phobos d<5500km.

  • Hallo,


    1) "Dreck".


    2) Ein flüssiger Kern währe nicht schlecht. Es bilden sich dann Konvektionsströmungen, die wiederum elektrische Leiter durch ein schwache Magnetfeld bewegen. Dadurch entstehen Wirbelströme, die produzieren Magnetfelder, das verstärkt diesen Dynamoeffekt noch usw.
    Irgentein schwaches Magnetfeld zur Anregung findet man bei diesen Dimensionen eigentlich immer irgentwo, anschliessend ist es ein Sebstläufer.


    3) Nicht WANN, sondern wie NAHE Phobos an den Planeten herandarf, bevor er zerbröselt wird. Oder allgemein: Den Abstand, den ein Satellit von einem Planeten gleicher Dichte haben muss, um stabiel zu bleiben.


    cu - Arndt

  • Hallo zusammen,


    habt Ihr in Euren Antworten zu Frage 2 nicht einen Mond vergessen, durch den infolge Gezeiten die Induktion erst so richtig in Fahrt kommt?


    mit Gruß, Lutz

  • Hallo Lutz!
    Ich bin der Meinung, dass bei den Konvektionsströmen im Erdinnern die Gezeitenwirkung nicht nennenswert ist. Die Hauptursache ist das hohe Temperaturgefälle vom Kern bis nach außen hin. Im Kern wird das Plasma mehr oder weniger "nach außen" gedrückt, wo es dann nach und nach abkühlt und wieder zurückfließt.
    Oder sehe ich das falsch... [:p]
    Lg Jule

  • Hallo Jule,
    Du siehst das sicher nicht falsch! Ein kochender Planet wird schon die wichtigere Ursache fürs Magnetfeld sein; ich denke aber, dass ein großer Mond wie der unsere da ordentlich mitmischt. Wenn ich mich nicht irre, ist das Venusmagnetfeld schwächer als das der Erde. Doch sooo genau weiß ich's auch nicht.
    es grüßt Lutz

  • Ich hab da doch noch eine Frage.
    Im Internet hab ich folgende Formel für die Roche Grenze gefunden
    Grenze = Radius_Planet * (Dichte_Planet/Dichte_Phobos)^(1/3)


    Setze ich nun die Werte ein, erhalte ich für die Grenze 10500km.


    Das stimmt ja nun nicht wirklich mit den oben berechneten 5500km überein.


    Phobos umkreist den Mars in einem Abstand von 9380km, als liegt er innerhalb des Roche Limits.


    Ist das so richtig ?

  • Hallo Snowy,


    die von Dir angegebene Formel ergibt sich unmittelbar aus meiner!


    Setzt man die Werte in "Deine" Formel ein, erhält man 4300km, was zumindest ja der Größenordnung entspricht.

  • Ich hab die Formel falsch aufgeschrieben. Auf http://abenteuer-universum.vol4u.de/roche.html ist die Formel so angegeben Grenze = 2.456 * Radius_Planet * (Dichte_Planet/Dichte_Phobos)^(1/3)
    und damit komm ich nun auf die 10500km.


    Aber ich hab im Internet auch noch der Rochegrenze für Phobos gesucht und bei einigen Quellen stand, dass Phobos innerhalb der Rochegrenze liegt und das würde er ja bei einer Rochegrenze von 5000km nicht tuen

  • Hallo Snowy,


    die Formel ist immer noch die Gleiche. Der Vorfaktor 2,5 fehlt bei mir bzw. beträgt nur 1,3, da ich durch Näherungen einiges vernachlässigt habe. Und ein Unterschied um einen Faktor 2 ist ja astronomisch betrachtet Nichts [;)]

  • Naja, ich weiß ja nicht so ganz.
    Dieser Faktor 2 entscheidet doch immerhin, ob Phobos innerhalb oder außerhalb der Roche-Grenze liegt und darum geht es mir ja gerade.

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