Videocamera+Teleskop

  • Hi,


    nachdem ich mal ein bischen im www gestöbert habe und auch schon ein bischen rumprobiert habe bleiben doch immer noch Fragen übrig.
    Auch nach intensiven Lesen von "Astrofotografie für Einsteiger" sind nicht alle gelöst.


    also, angetan von den GIOTTO-Seiten habe ich gleich meine Videocamera hergeholt (Sony D8-System) und ans Okular gehalten (mit eigenem Stativ).
    Gut, das vorh. Material (76/700 Newton) ist nicht das allerbeste, zumal noch mit einem 0,96" OAZ (verändert auf 1,25). Eine Verbesserung ist geplant (200/1200 Dobson).
    Folgende Fragen bzw. Probleme, nur für mich zum Verständnis:
    Austrittspupille: Je größer (bis zu einem bestimmten Punkt) desto besser, weil über die Kameroptik der Chip besser ausgeleuchtet wird?
    Augenabstand: Je weiter desto besser, weil einfacher mit der Kamera fokussierbar?


    Daraus ergibt sich dann ja auch: Tendenziell eher längerbrennweitige Okulare da größerer Augenabstand und Austrittspupille.


    Frage dann: Ist es besser eine längere Okularbrennweite und kleinere Vergrößerung zu benutzen und dann ggf. per Kamerazoom größere Vergrößerungen zu erreichen, oder doch eher dann kleinere Okularbrennweite mit entsprechend höherer Vergrößerung zu nutzen und in Kauf nehemn, daß nicht das gesamte Bildfeld der Kamera genutzt wird?


    Grüße


    Andreas

  • Hallo,


    ich bin selbst noch blutiger Anfänger, aber mal meine Meinung dazu:


    Austrittspupille: ja, je größer desto besser. Mit dem 76 gibt es eigentlich kein "zu gross" ;) Das mit dem Augenabstand habe ich auch so verstanden und meine ersten Versuche geben der Theorie recht.


    Zu den restlichen Fragen bin ich mir überhaupt nicht sicher. Ich vermute aber, dass es besser ist, den Kamerazoom zu benutzen. Das hat auch den Vorteil, dass du (bei Weitwinkel) erst mal überhaupt das Bild finden kannst und Dich dann ranzoomen.


    Noch eine Bemerkung zum Dobson: Astrofotografie (ausser Mond und evtl. ein paar ganz hellen Planeten) verträgt sich nicht mit einem Dobson. Damit kannst du nämlich nicht "ordentlich" nachführen. Und das wiederum heisst, dass die die eigentlich notwendigen Lanzeitbelichtungen nicht machen kannst.


    Rainer

  • Hallo Rainer,


    danke für Deine Erklärung. Das die Dob-Plattform für Astrofotografie nicht geeignet ist ist mir klar. Da brauchts dann ne paralaktische Monti. Aber zur Astrovideografie sollte es reichen.
    Fotografie kommt später, erstmal steht visuell im Vodergrund und daher: Öffnung, Öffnung und nochmals Öffnung... da sind die geplanten 20 cm schon ganz ok denke ich und die spätere Monti ist noch bezahlbar. Soll ja ein Hobby sein und nicht zur Armut führen ;)


    Bekommt man eigentlich genügend Vergrößerung durch Kamerazoom+langbrennweitiges Okular bei vernünftiger Ausnutzung der Auflösung der Kamera (liegt bei Video irgendwo bei 720*570 oder so)?
    Grüße


    Andreas

  • Hallo Andreas,


    mmmhhh... Astrovideografie... Stimmt, man sollte auf die Feinheiten achten. Aber ich dachte immer, das sei quasi Fotografie mit der Möglichkeit der Gewinnung vieler Einzelbilder. Nun denn, da muss ich mal reinlesen, hört sich interessant an (hast du ein paar wirklich gute links?).


    Das Problem mit der Armut kenne ich ... ich liebäugele auf im Moment mit einem Dobson als zweitem (ersten richtigen) Teleskop. Hatte nur das Fotografieren abgeschrieben... aber interessant, vielleicht doch noch ne Möglichkeit.


    Zur Auflösung. Da hatte ich auch einmal Nachgefragt, und interessante Antworten erhalten. Ich habe mir den Bookmark hier mal gemerkt: http://forum.astronomie.de/php…2&page=&view=&sb=&o=&vc=1 (aus astronomie.de). Hier im Forum müsste es aber auch einen Thread zum gleichen Thema geben.


    Vielleicht hilft es ja.
    Rainer

  • Hi,


    guter link, ist ja eigentlich auch klar. Mit ein bischen überlegen (das war das Problem ;) ) kommt man ja auch selber drauf *g*.


    Links für die Videogeschichte habe ich eigentlich nur den Hinweis auf die Giotto-Software (freeware). Da gibt´s dann auch weitere Links.


    Videografie geht halt nur bei den Planeten, für Deep-Sky dürfte der Chip zu unempfindlich bzw. die bel.Zeiten nicht lang genug sein (selbst bei Ausschöpfung aller zu Verfügung stehender man. Belichtungssteuerungen) allerdings noch nicht selbst getestet, nur aus der Literatur nachgeplappert.
    Vorteil bei der Videografie sehe ich darin, daß die Nachführung egal ist, weil eben Video die Bewegung einfängt und später per Software die Bilder aufaddiert werden können, da ist es egal, ob sich der Planet durchs Bild bewegt hat, solang er auf genug Einzelbildern komplett drauf ist. Positiver Nebeneffekt dabei ist natürlich noch die Verbesserung des Signal-Rauschspannungsabstandes durch die Überlagerung.


    Grüße


    Andreas

  • Hi Andreas,


    hier mal noch ein Link zur Video-Astronomie. meines Erachtens nach ne ganz interessante Seite.


    http://www.stud.uni-karlsruhe.de/~uear/astro/


    Das Programm Uranos von Oliver Römer kann ich für die Nachbearbeitung von Videos bzw. Bildern nur empfehlen. Ist zwar nicht ganz kostenlos, aber ich hab den Kauf noch nicht bereut. Holt ne Menge aus Astromaterial heraus, und auch aus anderen Fotos.

    VG Frank

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    Ein Blick in die Tiefen des Weltalls, ist immer ein Blick in die Vergangenheit.

    meine Website

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