Beratung für eine Montierung benötigt

  • Hallo Peter,
    persönlich habe ich mangels geeigneter Montierung auch noch nicht wirklich Erfahrung mit der Astrofotografie, aber mit den Kameras kenn ich mich halt ganz gut aus.
    Für die Astrofotografie eignen sich alte gebrauchte Spiegelreflexkameras mit M42-Schraubgewinde sehr gut. Die Marke ist ziemlich egal. Kaufhausmarken wie Porst oder Revue sind billig zu haben, während Markenkameras wie Pentax richtig teuer sein können.
    Man bekommt sie (hoffentlich) noch bei alteingesessenen Fotogeschäften mit Gebrauchtgeräte-Ecke sowie im Foto-Versandhandel.
    Auch auf Foto-Gebrauchtbörsen oder sogar normale Flohmärkten könntest du fündig werden. In Fotozeitschriften werden ebenfalls Gebrauchtgeräte angeboten.
    Bei ebay kenne ich mich nicht so aus, aber da könnte man auch mal suchen.
    Insgesamt scheint mir, daß das Angebot für solche Kameras wieder abnimmt, weil wohl die meisten Händler solche Gebrauchtgeräte gar nicht mehr in Zahlung nehmen und die Kunden sie daher gleich verschrotten. Außer uns Astro-Freaks braucht halt heutzutage keiner mehr so Zeugs.


    Zur Technik:
    Wichtig ist, daß ein Drahtauslöser-Gewinde dran ist und daß eine "B"- Einstellung der Belichtungszeit möglich ist (haben eigentlich alle diese Kameras). "Vollmechanisch" heißt, die Kamera hat keinerlei Automatik und funktioniert komplett ohne Batterie (bis auf den eh überflüssigen Nachführ-Belichtungsmesser).
    Wichtig ist, den Filmtransport vor dem Kauf zu überprüfen. Bei den Suchern gibt es auch Unterschiede, aber KAmeras mit extra hellem Sucherbild gehören meist wieder einer höheren Preiskategorie an...


    Wenn du Piggyback-Aufnahmen machen möchtest, brauchst du noch 1-3 Objektive dazu. Außer der "Normalbrennweite" 50mm f/1.8 oder f/1.4 war 135mm noch recht verbreitet, meist mit f/2.8 Lichtstärke.
    Längere Brennweiten sind für M42 schwieriger zu bekommen.
    M42-Zooms kannst du komplett vergessen; die sind praktisch alle viel zu schlecht für Astrofotos.


    So, ich hoffe, meine langatmigen Kommentare helfen dir nun wenigstens weiter.
    Viel Erfolg, und laß hier im Forum mal Ergebnisse deines Schaffens sehen.


    Martin

  • Ich werde deine Hinweise auf jeden Fall berücksichtigen, und vermutlich auf dem nächsten Flohmarkt suchen.
    Wenn ich nun, so unwahrscheinlich es auch klingen mag, ein akzeptables Astrofoto zustande bringen sollte, in welches Forum sollte ich es posten. Gleich hier rein oder......
    Und eins noch, wenn ich ein akzeptables Foto zustande bringe, soll ich es einscannen oder wie bekomm ich es möglichst ohne Qualitätsverlust in den Computer.
    Danke für eure Antworten im Voraus
    mfg Peter

  • Hallo Leute!
    Ich habe etwas schiss davor, dass ich wenn ich eine neue, gute Montierung habe diese jedes mal neu ausrichten muss. Jetzt hab ich im Star Observer Februar einen Bericht zum Produkt des Monats durchgelesen. Diesmal ist es eine GPS-Mate. Wenn ich mich nicht irre, ist GPS eine gute Lösung, um das Teleskop exakt auszurichten.
    Leider steht da drinn, dass es für folgende Systeme passt: ETX, LXD55, LX90, LX200Classic und LX200 GPS


    Zuerst hab ich mal keine Ahnung, was diese GPS Mate beim LX200GPS bringen soll?
    Weiss jemand, welche Montierung beim LXD55 dabei ist?
    Was denkt ihr, wäre es möglich, diese GPS Mate an eine HEQ5 anzuschließen?
    hoffe auf viele Komis
    mfg Peter

  • Hallo,


    ehrlich gesagt - ich habe keine Ahnung, was GPS bei der Ausrichtung einer Montierung bringen soll. Ich kenne das genannte Produkt allerdings auch nicht.


    * GPS kann keine Richtung feststellen. Nur eine Position. Um eine Richtung zu bekommen, muss der Empfänger bewegt werden - und zwar ordentlich, nicht nur ein paar Meter.


    * GPS liefert zwar eine recht genaue Position, mit der man die Polhöhe einstellen könnte - aber sicherlich auch nicht mit der nötigen Genauigkeit realisierbar.


    Ich denke mal, hier wird die GPS-Position und ein paar angefahrene "Leitsterne" als Gundlage für das Goto und dann auch die Nachführung benutzt, der Fehler der grob eingeordneten Montierung wird per "goto" korrigiert.


    Hier muss quasi immer über 2 Achsen nachgeführt werden, entsprechend hat man auch die Fehler von 2 Antrieben im System. Wenn ich sehe, mit welchen mechanischen Problemen sehr hochwertige Montierungen zu kämpfen haben, und welcher Aufwand getrieben werden muss, um hier die gewünschte Genauigkeiten zu erreichen - ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Vorteil bringt, wenn man von vorneherein zulässt, einen 2. Fehler im System zu haben. Selbst wenn die mit GPS aufgerüstete Montierung zu den besten gehört - vermutlich ist es obenderein auch noch so, dass hier eben eher mässige Montierungen per GPS und Rechenpower aufgewertet werden sollen.


    cu - Arndt

  • Ich hab mir in letzter Zeit eure Kommis/Tipps zu diesem Thema immer wieder durchgelesen. Mittlerweile bin ich am Überlegen, ob ich nicht doch der Empfehlung von Michael folgen sollte und mir lieber gleich die umstrittene EQ6 zulegen sollte. Die kann ich ja schließlich auch mit der MTS3 SDI aufrüsten, und Autoguiding betreiben.
    Da die EQ6 nur ca. € 200 mehr kostet, wäre es irgendwie dumm von mir, wenn ich die HEQ5 kaufen würde. Oder ist der Unterschied zwischen den beiden Montierungen nicht so groß, dass sich der größere finanzielle Aufwand lohnen würde?


    Eins will ich auch noch immer nicht kapieren: Ist der periodische Schneckenfehler so gewaltig, dass man ihn per Autoguiding nicht "beheben" kann?
    Und kann man eigentlich zugleich per Computer nachführen und z.b. mit der Webcam belichten?


    Und eins noch: Wie ist das bei der OTE 150 die sich Michael zulegen will? Er hat geschrieben, dass der per. Schneckenfehler bei dieser Montierung sehr klein ist. Aber muss er sie dann nicht extrem genau aufstellen, oder ist die OTE auch direkt mit dem Computer vernetzbar?


    Das waren mal wieder viele Fragen, hoffe auf viele Antworten :)
    mfg Peter

  • hi!
    schneckenfehler: den kann man auch mit pec beheben (wenn er tatächlich periodisch ist) alle anderen nichtperiodischen fehlerbleiben erhalten


    webcam:
    ja man kann gleichzeitig belichten und fotos machen das geht mit der sc2-umbauvariante und k3ccdtool zb


    ote:
    was hat der periodische schneckenfehler mit dem aufstellen zutun?
    man muss die monti immer sehr genau aufstellen aber exakt wird das nie ausser man hat ein fixaufgestelltes tele und schneiert
    das tagelang ein.
    die ote ist über die fs2 gotofähig und über den pc steuerbar
    mfg michael

  • Hallo Peter,


    H-EQ5/EQ6: Die Montierungen sind im wesentlichen sehr ähnlich aufgebaut und haben so letztlich mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Die EQ6 ist einfach eine Gewichtsklasse schwerer. Die H-EQ5 kannste noch zusammen mit Stativ zum Auto tragen und in den Kofferraum legen, die EQ6 baust Du vorher besser auseinander. Letztlich also auch eine Frage der Mobilität. Ansonnsten ist es für die Astrofotografie immer gut, mehr Reserve in der Stabilität zu haben.


    (Schnecken)Fehler: Beide Montierungen kommen aus der Massenproduktion und es gibt erhebliche Produktionstolleranzen. Kann also sein, daß eine der Montierungen recht ordentlich funktioniert, kann aber auch sein, dass Du eine erwischst, die weniger gut aussieht. Dabei scheint die H-EQ5 allgemein etwas besser abzuschneiden als die EQ6, letztere ist aber nötig, wenn Du mehr zuladen musst. Solange der Fehler periodisch auftritt, und keine Sprünge (quasi Ruckler) aufweist, lässt sich das durch PEC und/oder Autoguiding deutlich reduzieren. Wenn die Mechanik springt, helfen weder Autoguiding noch PEC wirklich weiter: Wenn es "Ruckt", dann ist der Fehler schon gemacht, er kann nicht schnell genung korrigiert werden - erst nachträglich wird der Stern wieder ins Fadenkreuz gebracht. Aber der Stern ist dann schon etwas länglich geworden auf dem Foto.


    Webcam: Bei der Webcam werden die Einzelbilder gar nicht so lange belichtet. Wenn die Nachführung mal "ruckt", dann wird eben dieses eine Bild nix und kann aussortiert werden. Die einzelnen Bilder werden nachträglich zur Deckung gebracht und dann addiert. Die Nachführung der EQ6 oder H-EQ5, vor allem mit PEC oder Autoguiding, dürfte an sich für die Webcamfotografie gut brauchbar sein. Eine gute Nachführung erhöht natürlich die Quote der brauchbaren Bilder, und vereinfacht die Nacharbeit.


    OTE: Diese wird in der Grundversion ohne Steuerung geliefert, entsprechend wird eine MTS oder ähnlich dort angeschlossen (und so kann wiederum PEC benutzt werden). Steuerungsseitig also kein Unterschied zu einer EQx mit MTS. Der Fehler einer guten EQ6/H-EQ5, der durch PEC reduziert wurde, ist etwa in der gleichen Grössenordnung wie der mechanische Fehler der OTE insgesammt - oftmals ist die OTE sogar besser. Wenn man nun die OTE noch PEC-Korrigiert, wird der Fehler sehr klein.


    Mit der Einordnung der Montierung hat das alles nix zu tun. Eine genaue Ausrichtung ist obligatorisch, vorher brauchste gar nicht erst anfangen. Wobei bei der Webcamfotografie die Benutzung einer Wasserwage und des Polsuchers reicht, für die chemische Fotografie sollte man besser noch feiner nachjustieren. "Mit dem Composter vernetzbar" oder nicht befreit Dich nicht davon, wenn Du ordentliche Ergebnisse erhalten willst. Aber mach Dir keinen Kopp, die Ausrichtung ist keine Hexerei, für Webcam ausreichend machst Du das nach ein paar mal in 5 Minuten.


    cu - Arndt

  • Hallo zusammen
    Ich bin ein sporadischer besucher hier im forum. Gestatte mir trotzdem ein paar bemerkungen.
    Andre hats bereits angedeutet. Deepskyfotografie ist ein hartes stück arbeit. Und oft ist der weg lang und ausschussgebeudelt....
    Ich denke der einfachste einstieg, ist die fotografie mit der huckepack methode und bringt mit relativ wenig aufwand schon gute resultate. Fotografie durch fernrohr bedingt einiges mehr und auch die probleme werden immer grösser.
    Ich habe auf unserer hp einen kleinen überblick dargestellt. http://basel.astronomie.ch/astrofotografie.htm
    Gruss
    Walti

  • Jetzt hab ich eine wirklich blöde Frage:
    Je höher die Brennweite, desto höher die Vergrößerung. --> logisch
    Mit ner Barlow kann man die Brennweite verdoppeln, verdrei/vielfachen --> logisch
    mit nem Fokalreducer kann man die Brennweite verringern oder? Irgendwo hab ich mal gelesen, dass dies aber aus irgendeinem mir nicht verständlichen Grund nur für CCD-Fotografie, aber nicht für Visuell was bringt.
    Stimmt das?
    Wenn nicht, ist alles klar, aber wenn es stimmt, dann muss es doch auch eine Möglichkeit geben, die Brennweite zu verringern oder?
    Vermutlich bin ich jetzt komplett auf dem Holzweg, aber egal

  • Hallo,


    richtig, die Barlow verlängert die Brennweite auf Kosten des Öffnungsverhältnisses. Das ist für die Fotografie schlecht, denn dies verlängert die Belichtungszeiten.


    Der Focalreducer (oder auch Shapleylinse) verkürzt die Brennweite, und verbessert so das Öffnungsverhältnis, was kürzere Belichtungszeiten ermöglicht. Wenn Du ein Teleskop mit f/10 hast, werden die Belichtungszeiten wirklich lang - hier hilft der Focalreducer, das Resultat ist z.B. f/5,6 - ja nach Faktor. Für viele Teleskope mit einem solch ungünstigem Öffnungsverhältnis gibt es speziell angepasste Focal Reducer, die auch gleichzeitig das Bildfeld ebnen, was ebenfalls für die Fotografie wichtig ist. Visuell bringt der Focal Reducer nicht so sehr viel, da hier die Austrittspupille für die Helligkeit verantwortlich ist. Und die stellt man besser mit einem geeigneten Okular und damit dem Vergrösserungsfaktor ein.


    cu - Arndt

  • Hat irgendjemand von euch die OTE150?
    Ich hab mir nämlich jetzt mal überlegt, wenn ich mir in einigen Jahren ein größeres Teleskop zulegen werden, wäre es doch günstig, wenn ich schon eine gute Montierung hätte.
    Kann mir jemand sagen, ob die OTE ein merkbares Getriebespiel hat? (Ra + Dec)
    Kann man dieses durch die MTS3 SDI ausgleichen?


    Und Michael: Hast du jetzt schon die OTE oder kaufst du sie dir erst? Denn wenn wir unser Treffen wirklich veranstalten, könnte ich mir dein System dann mal ansehen? --> wäre sehr nützlich für meine Entscheidung ;)


    Und ist die OTE gut transportierbar für einen einzelnen? (auf die Terasse)


    Außerdem macht mir das genaue Ausrichten der Montierung noch sorgen:
    Jetzt hab ich mal ein wenig im Internet herumgesucht und habe bemerkt, dass so mancher Hobby-Astronom eine "Säule" auf der Terasse/auf seinem Beobachtungsplatz in den Boden gerammt hat und dort "irgendwie nur mehr die Montierung befestigen muss" und damit die Montierung automatisch exakt ausgerichtet ist.
    Wie ist das jetzt genau? vermutlich wurde die Montierung eingescheinert, damit diese exakt ausgerichtet ist.
    Hab ich das falsch verstanden? müsste die Montierung nicht auf der Säule befestigt bleiben, um sie nicht zu verstellen?
    Hat das vielleicht schon jemand gemacht? Bitte helf mir wieder einmal

  • hi!
    grad wie ich deinen thread angefangen hab zu lesen überlegte ich ob ich sie zu unseren treffen schon haben werde und sie dir dann zeigen kann :)
    ok getriebespiel gibt es laut anleitung keines also braucht man es auch nicht ausgleichen
    ich werd sie mir ende februar bestellen hab sie also dann am 20. märz schon (wenn ich mir nen ruck gebe und den kauf wage)
    so ein ruck ist zb eine schöne beobachtungsnacht, da will ichs dann gleich wieder haben
    also hoffen wir auf schönes wetter
    ja ein mann kann die schon tragen das kreutz wiegt 16kg 8kg gegengewichte kommen dann noch und das stativ hat so um die 5-10kg
    dann der tubus auch mit 5-10kg und vielleicht eine autobatterie mit 10-15kg für die versorgung
    muss man ja nicht alles aufeinmal tragen
    ja man kann zb eine säule montieren
    oder man macht sich makierungen (oder löcher in den boden)(oder merkt sich in welcher fugenkreutzung von den terassenfließen die stativbeine hingehören)
    allerdings darf man dann die höhe und das azimut nichtmehr umstellen da man sonst wieder einschneiern darf.
    das stativ darf man natürlich dann auch nicht mehr in der höhe ändern
    mfg michael

  • Also, den Ruck könntest du dir heute geben, oder ist bei dir in ST. Pölten kein freier Himmel?
    ich werde dann mal ein paar Stunden rausgehen und mich an M101 versuchen und wenn der Mond dann aufgeht ihn auch noch mal ablichten. Wenn du noch so lang aufbleibst, kannst du das Ergebnis vermutlich so gegen 3-5 Uhr ansehen.
    Was hältst du eigentlich von der EQ6? Wieso willst du dir gleich die OTE zulegen? Was war für dich das entscheidende?

  • hi!
    ich hab mich für die ote entschieden da ich SOFORT eine gute montierung habe
    und nicht eine wo ich mal hoffen muss dass ich nicht zufällig eine ganz schlechte erwische und dann noch auf jeden fall viel geld für motoren wellen... investieren muss und somit eigentlich einen bausatz habe de auch wieder fast den preis der ote erreicht aber sicher nicht so gut ist!
    ich will mir die ote als monti fürs leben kaufen
    die eq6 währe eher sowas wie die monti für kurze zeit (bis es nurnoch frust ist)
    naja das mit dem himmel war so ne sache
    es waren sterne sichtbar
    aber es war ein hauchdünner dunst und dadurch flackerten alle und es waren wenige sichtbar
    den mond wirst wohl nicht gesehen haben der iss erst um 6:20 aufgegangen
    hab ihn beim aufstehen auch grad aufstehen gesehn
    einen leichten ruck hab ich schon erhalten nur dadurch dass ich mir den orionnebel und sternbilder gesehen habe
    mich hat gleich wieder die hoffnung gepackt dass klarer himmel doch kein gerücht ist da teleskopbauer in die welt gesetzt haben nur um geld zu verdienen
    naja 1 nacht mal m81 und 82 angesehen und ich bin wieder im rennen
    mfg michael

  • Wenn ich ehrlich bin, denke ich genauso wie du!
    Ich bin zwar noch am Überlegen, aber ich denke, dass ich mir eher die OTE zulege, damit ich nicht in einigen Jahren, wenn ich eine andere Optik mir zulege, auch eine neue Montierung brauche.
    Außerdem will ich auch mal chemisch fotografieren, und so viel ich bis jetzt gehört habe, ist die OTE der EQ6 in diesem Bereich weit voraus.
    Und zu guter Letzt will ich dir in Zukunft auch Paroli bieten können, was ich vermutlich mit der EQ6 nicht schaffen würde/könnte. Und der Vergleich zwischen unseren Bildern könnte interessant werden, da wir ja momentan noch das gleiche System haben, und vermutlich zu Beginn der Sommerferien auch wieder haben werden. ;)


    Übrigens, ich hab M101 gefunden, zwar sehr schwach, aber sichtbar. Außerdem hab ich mir noch neben Jupiter und Saturn M65 10.1 mag, M66 9.7 mag, M42, M13 und PGC49014 hab ich eher erahnt als gesehen.
    Eins hat mich überrascht, und zwar dass ich so viele Details auf Jupiter gesehen hab. Mehr als sonst. Vielleicht liegt es daran, dass der Tubus komplett gefroren war.
    Übrigens, wenn wir Glück haben, ist es am Freitag schön draußen. Da ist nämlich Neumond.

  • Folgte der Diskussion schon eine weile und bin auch immer hin- und hergerissen wie ich mich entscheiden soll. Die EQ6 ist ja einen Einstieg zu diesem Preis wert. Nur wenn man ins Detail gehen will und z.B. Langzeitbelichtung auf seinem Wunschzettel hat dann wird's schon interessant. Hierzu sind sicherlich einige Dinge umzuändern und es gibt auch schöne Anleitungen dazu. Einige Sachen sind auch ganz einfach zu beheben nur kann ich an einer neuen Montierung die noch Garantie hat nicht gleich dran rumschrauben. Für die visuelle Beobachtung und nicht so lang belichtete Digitalknipsfotos [:D] oder Filmchen mit der Webcam (nicht umgebaut) reicht sie dicke aus. Wenn ich dann noch Glück hab und eine einiger maßen gute erwische, braucht man nicht mehr. Wie ich aber nun mal bin hab ich schon alles für die Langzeitfotografie zusammen und will das dann natürlich auch ausprobieren (deepsky). Spätestens jetzt fange ich an mir Gedanken zu machen. Würde auch gerne die OTE nehmen, nur der Preis schreckt mich ganz schön ab, denn die OTE kostet bereits mehr als das doppelte. Etwas mehr Geld als für die EQ6 würde ich schon ausgeben denn wenn ich Optimierungen vornehme geht das ja auch nicht umsonst, aber gleich das doppelte??


    Gibt's denn nicht noch eine Alternative dazwischen??

  • Also mich schreckt der Preis der OTE auch etwas ab, aber die EQ6 kostet im Originalzustand € 900. Die OTE im Originalzustand € 1500. Dann brauchst du meiner Meinung nach bei beiden die MTS3 SDI oder SLP. Damit kommt die EQ6 auf €1400 und die OTE auf € 1900.
    Und wenn du jetzt noch bedenkst, dass es (bei mir zumindest) die "Montierung fürs Leben" sein sollte, deshalb sind mir die € 600 wert.
    Und was ist, wenn du eine "schlechte EQ6"erwischt?
    Dann ärgerst du dich immer wieder und kaufst dir vielleicht im Endeffekt doch die OTE. So gesehen, ist mir die EQ6 zu viel Risiko. Außerdem habe ich in einigen Jahren vor, dass ich mir eine Größere Optik zulege. Dann ist du OTE auch wieder besser, da man sicher eine bessere Stabilität hat.
    Aber ich denke, dass sollte jeder für sich entscheiden, und ich weiss ja nicht, wo du deine Schwerpunkte setzt?
    Ich bin momentan ziemlich überzeugt von der OTE und hoffe, dass mir jetzt nicht jemand sagt, dass diese auch noch gröbere "Fehler" hat. Sonst bin ich sauer :)

  • Quote
    <i>Original erstellt von: Epimetheus</i>
    Ich bin momentan ziemlich überzeugt von der OTE und hoffe, dass mir jetzt nicht jemand sagt, dass diese auch noch gröbere "Fehler" hat. Sonst bin ich sauer :)



    Hallo Epimetheus,


    OTE soll dem Vernehmen nach ein Redesign machen. Ein in meinen Augen schwerwiegender Fehler sind die kleinen Auflageflächen. Das kostet Steifigkeit und widerspricht auch allgemein anerkannten Prinzipen des Maschinenbaus.


    Ich habe mir einen Protoyp der OTE angesehen, der auch schön weich war. Da war nix mit Steifikeit. In einem Thread las isch dann einen Beitrag von einem OTE - Besitzer, der sich zufrieden über die Steifigkeit äußerte.


    Sie sie Dir gut an!!


    Gruß


    Julius

  • Danke Julius, ich als Maschinenbauer weiss auch, dass die kleinen Auflageflächen verbessert werden müssten. Jetzt wird die OTE ja verbessert. Vielleicht haben sie den Fehler eingesehen und verbessern ihn?


    Ich finde die Angaben von diversen Testern extrem relativ. Jeder versteht was anderes unter steif. Ich bin mir sicher, dass ich die OTE als steif empfinden würde. Schließlich wäre die Umstellung von der EQ3 auf OTE auch sehr extrem.

  • Quote
    <i>Original erstellt von: Epimetheus</i>
    <br />
    Ich finde die Angaben von diversen Testern extrem relativ. Jeder versteht was anderes unter steif. Ich bin mir sicher, dass ich die OTE als steif empfinden würde. Schließlich wäre die Umstellung von der EQ3 auf OTE auch sehr extrem.


    Hallo, Epimetheus,


    der Begriff Steifigkeit ist eindeutig definiert, im Gegensatz zu Gequassel wie "massiv", "schwer"....usw.


    Wenn man wollte, könnte man einfach zu verifizierende Kriterien definieren und dann direkt vergleichen - wenn man wollte.


    Keine Frage, die OTE ist sicher steif gegenüber einer EQ3. Sie ist ja auch um ein mehrfaches teuriger. Die Frage, ob sie in der derzeitigen Form ihr Geld wert ist, ich habe da Zweifel, sollte jeder für sich beantworten.


    Gruß


    Julius

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!