Endgültige Okulare für 8" f/6 Dobson

  • Hallo,
    da ich wieder etwas Geld gespart habe und ja auch das ATT vor der Tür steht, sind einige Anschaffungen von besseren Okularen geplant. Wie aus der Überschrift schon entnommen werden kann, sollen es endgültige Okulare sein, die einige Jahre Spaß bereiten sollen.
    Mein TS WA 32 finde ich allerdings noch voll in Ordnung und es wird noch nicht ersetzt.


    Bis jetzt dachte ich an:
    SW Zoom 5-8 mm (kommt aber erst später, brauche ich noch nicht)
    SW 14 bzw 13,4 mm (soll ich ein altes (schwarzes) oder ein neues (silbernes) Speers kaufen?)
    Vixen LVW 22 mm oder TV PanO 24 mm


    Diese Abstufung fein genug? Ich dachte auch schon an den Kauf eines SW Zooms 8,5-12 mm, allerdings wurde mir gesagt, es würde sich eher nicht lohnen, da der Brennweitenunterschied (auch AP) zu gering ist.
    Dann bleibt auch noch die Frage, ob eher ein Vixen LVW 22 mm oder PanOptik 24 mm. Letzteres hätte ja den Vorteil, dass es das maximale Feld mit 1,25" bietet und somit natürlich sehr universell einsetzbar ist. Der Aufpreis ist ja auch nicht so hoch.


    Viele Grüße, Marius


    Yeah, 800 Beiträge [8D]

  • Hallo Marius,


    für den 8" F/6 ist das 22er LVW unter dem 32er WA ganz sicher okay, das 24er Pano wäre mir zu dicht dran am 32er und der Abstand zum 14er wird noch größer, da könnte man dann schon fast wieder was dazwischensetzen.
    Altes 14er oder neuse 13,4er, das gibt sich wohl nichts mehr, die anfänglichen Schwierigkeiten mit der neuen Serie sollten überwunden sein, eine diesbezügliche Kontrolle (Muschelbrüche, verschmierte Linsen pp) durch den Händler sollte obligatorisch sein.


    Den Bedarf für das 8-5 mm Zoom sehe ich, den Bedarf für ein 8,5-12 mm Zoom am 8" F/6 eher nicht.
    So engbandige Zooms sind m.E. nur im Bereich der Annäherung an die zurtägliche V.-Max interessant.


    Gruß und CS
    Günther

  • Hallo Marius,


    zum SW 5-8mm Zoom kann ich nur raten, habe es selbst am f/5, und wenn es da gut abbildet, wird es dies auch bei f/6 tun. Wenn das 13,4mm genauso gut ist, nimm es. Oder Du gönnst Dir für 100€ mehr ein 13mm Nagler. Ich persönlich vermisse die Zwischenstufe zwischen dem 32er WA und dem 13mm Nagler bei meinem f/5 gar nicht. Für f/6 könntest Du Dir z.B. statt einem 13er/14er das 16er Nagler holen und Dir das 22er Vixen oder das 24er PanO sparen.
    Wie auch immer, bei der Brennweite bringt ein 13er/14er/16er Okular mit 82 Grad SG 0,9 bis 1,1 Grad Gesichtsfeld, das reicht.


    Grüße und CS,


    Martin

  • Hallo und danke für die Antworten,
    Nagler werde ich mir wahrscheinlich nicht kaufen, sie sind mir einfach zu teuer und so groß soll der Unterschied zu den Speers Walers auch nicht sein.
    Wie wäre denn z.B. ein 17er Speers mit kleiner Verlängerungshülse, sodass ich etwa 16 mm Brennweite hätte? Jedoch weiß ich nicht, ob der Unterschied zu 32 mm ohne Zwischenstufe dann doch nicht etwas zu groß ist.
    Das PanOptik 24 mm wäre vielleicht etwas, wenn ich mir in ein paar Jahren ein 35er PanO kaufen wollte, jedoch weiß ich nicht, ob ich bis dahin kein 31er Nagler haben will [:D]


    Bis zu welchem Öffnungsverhältnis sind denn SW's, PanOptik-Okulare und LVW's geeignet, ohne dass die Randunschärfe unerträglich wird?


    Viele Grüße, Marius

  • Hallo Marius,


    am 8" f6 verwende ich bei Brennweiten ab 14mm Pentaxe, und bei kürzeren Brennweiten Radians, und kann nicht klagen. Es kann aber gut sein dass andere zum gleichen Preis besser sind. Mir ist die uneingeschränkte Brillentauglichkeit aller Brennweiten wichtig.


    Endgüliges Okular und Zoom? Passt das?


    cs
    Martin

  • Hallo,


    das mit der Hülse weiß ich nicht. Bei einem 17er mit 82 Grad ist es jedoch so, dass es am 8" f/6 70x bei 1,16 Grad GF bringt, und das 32 TSWA 37,5x bei 1,76 Grad GF. Ich würde mich dann schon fragen, ob ich nochmal 200-350€ für ein Okular ausgeben würde, das 50x bei 1,36 Grad GF bringt. Nimmst Du ein 13er, macht es wieder mehr Sinn, ok.
    Die LVWs sollen noch bei f/4 gut sein (habe ich nur gelesen), mein SW Zoom hat bei 82 Grad nur auf den letzten 2-3 % GF leicht verzogene Sterne, wie gesagt, bei f/5. Die PanO gehen sicher auch bis f/4, haben aber eine kissenförmige Verzeichnung (habe ich auch nur gelesen). Sie sollten also bei f/6 noch etwas besser sein, als das 32er TSWA.
    In der Threadüberschrift steht ja "endgültig": Also doch die ganze Naglerpalette, durchsetzt mit den Ethos... :-).


    Gruß


    Martin


    Gruß und CS,


    Martin

  • Quote
    <i>Original erstellt von: Martin_R</i>
    <br />
    Endgüliges Okular und Zoom? Passt das?



    Beim Speers Waler Zoom schon. Eine Pentax oder Televue Festbrennweite ist vielleicht einen Tacken besser, dafür kann man sich im hohen Vergrößerungsbereich stufenlos ans Optimum der jeweiligen Nacht rantasten - bei durchgängig über 80 Grad SG - das bringt unterm Strich mehr.


    Gruß und CS


    Martin

  • Hallo Leute,


    zu den Hülsen kann ich was sagen, denn ich habe das seinerzeit für das Zoom begonnen, dort
    http://www.deepsky-brothers.de/index.htm
    gibt es einen Testbericht zum Zoom und auch (auf den Test folgend) zu den Hülsen.
    Speziell zum 18er alt/17er neu ist zu sagen, dass es als das langbrennweitigste Okular der Serie an F/6 schon nicht mehr randscharf ist, während die kürzeren Brennweiten auch für F/5 und sogar schneller taugen.
    Ich selbst benutze das 18er mit einer ganz kurzen (15 mm optischer Weg) Brennweitenverkürzungshülse auf 16-17 mm Brennweite gedrückt an 8" F/6 und bin sehr zufrieden, selbst an F/5 noch.
    Da hier ein endgültiges Okular gefragt ist, habe ich diese "Bastellösung" nicht erwähnt, zumal das Okular sehr weit innen fokussiert werden muss. Gegenüber einem "noprmalen" Plössl muss der OAZ mindestens 20 mm mehr intrafokalen Weg bieten. Mann könnte dort z.B., wenn es kein Nagler sein soll, auch ein 16er UWAN von Williams einsetzen, es bringt eine sehr vergleichbare Leistung, ist kleiner und von der Fokuslage gutmütiger.
    Ich habe beide Okulare (Speers/Uwan) kürzlich an F/5, F/6 und F/8 verglichen, sie schenken sich nichts.


    Es gibt viele Leute, die an 6-12" Teleskopen mit F/5-F/6 von der Übersicht, also von 30-35 mm Brennweite gleich auf 17-14 mm Brennweite "springen" ohne etwas zu vermissen, was gerade bei Nagler, Speers, Uwan und Co. durch das große Feld begünstigt wird.


    Andere wollen auf eine Zwischengröße nicht verzichten, da lässt sich schlecht ein allgemein gültiger Rat geben.


    Gruß und CS
    Günther

  • Hallo,

    Quote
    In der Threadüberschrift steht ja "endgültig": Also doch die ganze Naglerpalette, durchsetzt mit den Ethos... :-).

    Ja, so war das jetzt auch nicht gemeint [;)] Sie sollen einige Jahre lang halten und am besten auch bis f/4,5 noch gut nutzbar sein (für zukünftige, größere Teleskope). Und wie gesagt, Nagler sind mir einfach zu teuer, Ethos erst recht, ich will nicht den doppelten Preis für ein Okular bezahlen, dass 10% besser ist.


    Quote
    Mir ist die uneingeschränkte Brillentauglichkeit aller Brennweiten wichtig.

    Zwar bin ich auch Brillenträger, brauche sie aber für die Beobachtung nicht. Großer Augenabstand sollte das Okular schon bieten, brillenträgertauglichkeit ist nicht zwingend.


    Quote
    Andere wollen auf eine Zwischengröße nicht verzichten, da lässt sich schlecht ein allgemein gültiger Rat geben.

    Zur Not hätte ich ja noch meine 20er Goldkante. Und ich kann ja nach dem Kauf eines 14er SW's immer noch entscheiden, ob ich eine bessere Zwischenstufe, wie z.B. ein PanOptik oder ein LVW benötige. Ein weiterer Aspekt, der gegen den Kauf eines Okulares zwischen 14 und 32 mm spricht ist, dass ich ja mit steigender Teleskopgröße wegen dem immer schneller werdenden Öffnungsverhältnis eher Übersichtsokulare mit niedrigeren Brennweiten verwenden werde (12" hat ja nur noch selten f/6 und ein 32 mm Übersichtsokular ist von der AP her schon eher als grenzwertig einzustufen).


    Quote
    Gegenüber einem "noprmalen" Plössl muss der OAZ mindestens 20 mm mehr intrafokalen Weg bieten.

    Das 14 mm SW (alte Version) könnte ich am Wochenende prüfen und es ging ohne Probleme in den Fokus. Kann aber auch daran liegen dass ich kurzsichtig bin, folglich muss ich ja den OAZ weiter rausdrehen, um in den Fokus zu kommen.


    Viele Grüße, Marius


    Edit: Wäre es vielleicht sinnvoll, sich beim SW Zoom direkt eine Verlängerungshülse dazuzubestellen, sodass man etwa eine Brennweite von 7-4 mm hat? Wäre ja rein für die Planetenbeobachtung her günstiger, aber ich muss auch sagen, dass ich Planeten lang nicht so gerne beobachte wie Deepsky-Objekte.

  • Quote
    Zwar bin ich auch Brillenträger, brauche sie aber für die Beobachtung nicht. Großer Augenabstand sollte das Okular schon bieten, brillenträgertauglichkeit ist nicht zwingend.


    "Brauchen" würde ich sie auch nicht. Aber ich finde es wahnsinnig unpraktisch, gerade im Winter, die Brille ständig auf- und abzusetzen (Handschuhe, Stirnband/Mütze). Auch deshalb hab ich meine Okularpalette über die letzten Jahre umgestellt, vorher hatte ich die eudiaskopischen Baader. Würde niemals wieder nicht-Brillenträger-Okus anschaffen.


    cs
    Martin

  • Hallo Marius,


    direkt eine 40 mm lange BW-Verkürzungshülse mit zu bestellen halte ich nicht für sinnvoll, denn was unten an Brennweite "verkürzt" wird (Du kommst damit auf etwa 3,8 mm) fällt oben an Brennweite weg (es fängt dann erst um 6 mm an). Ständiges Hin- und Herschrauben ist lästig und mit 6 - 3,8 mm bist Du viel zu weit vom 14er Okular weg.
    Sinnvoll wird eine fest eingebaute 30 mm Hülse für knapp 7 mm - 4 mm Brennweite des Zoom an 8" F/6 oder auch an 10-12" F/5 erst, wenn z.B. ein 9,4 mm Speers noch vorhanden ist oder ein anderes Okular um 9 mm Brennweite.


    Mit einer 20er Goldkante an Bord würde ich tatsächlich die Entscheidung mit einem teuren Okular in dieser Region aufschieben bis eigene Erfahrungen mit dem 14er Speers vorliegen.


    Gruß und CS
    Günther

  • Hallo Marius,


    das mit der Hülse -&gt; 4mm Brennweite würde ich erst mit einem anderen Okular ausprobieren, das ist vielleicht etwas zu viel des Guten. Du gewinnst eigentlich nur die 4mm Stufe (0,66mm AP), die normalen 5mm (0,83mm AP bei f/6) reichen bei den üblichen Seeingkonditionen eigentlich aus. Dafür verlierst Du dann die 8mm Stufe, welche man sicher öfter nutzt, als die 4mm. Und Umschrauben während der Beobachtung ist auch umständlich.
    Für den Deepsky-Bereich macht eine kleine AP zwar auch Sinn (Kugelsternhaufen), aber die 4mm wirst Du hier kaum nutzen können.
    Wenn Du später mal ein f/4,5 kaufen willst, bestelle die Hülse ruhig mit.
    Natürlich musst Du Dir keine Nagler kaufen, das war natürlich auch ein kleiner Scherz meinerseits. Aber wenn Du später ein f/4,5 willst, wäre es zumindest eine Überlegung wert. Dann vielleicht gleich ein 27mm PanO und ein 13mm Nagler oder SW und dazu das SW Zoom. Dann brauchst Du nichts anderes mehr. Zumal die Sachen wegen des Dollarkurses gerade günstig sind.
    Aber Du liegst mit Deiner ursprünglichen Auswahl schon ganz gut.


    Gruß


    Martin

  • Hi
    im Grunde kannst Du Dir Deine Fragen doch selbst beantworten.
    Du hast ein 20mm Oku und ein 32iger auch. Brauchst Du beide oder nutzt Du beide,
    dann kannst Du auch upgraden. Hier würde ich da oben f/4,5 fiel auf das LVW setzen.
    PanO gehen unter f/5 deutlicher in die Knie zum Rand hin.


    Zoom 8-5 ist doch für hohe Vergrößerungen prima am f/6. Da brauchst keine Hülsen. Die werden interessanter je schneller das Rohr wird.


    Speers alt und neu - leider habe ich nicht zu allen einen nachhaltigen Vergleich, aber es scheint, das sich die Versionen optisch nicht wirklich etwas geben. Von daher kann man auch m.E. zum alten greifen, wenn man will. Das 14er verrichtet einen prima Dienst an f/6, da wirst nichts zu meckern haben abgesehen vllt vom intrafokalen Weg, der manche Leute nervt.


    Nun bist Du dran zu entscheiden was Du vorziehst.
    CS

  • Hi Marius,


    Tipps hast du ja schon viele sehr gute bekommen. Das 10er und 14er Speers konntest du ja letzte Woche mal testen, hab ganz vergessen ob du mit dem 14er in den Fokus gekommen bist?


    Gruß Benny

  • Hallo Marius,


    in Bezug auf deine Okularpalette kommt es darauf an ob du später ein
    lichtstärkeres Teleskop als f/6 verwenden möchtest, oder eben nicht.


    Falls nicht so würde ich persönlich einige Pentax XL und XW wählen.
    Die bieten 65° scheinbares Gesichtsfeld, mit 20mm einen großen Augenabstand
    so daß selbst Brillenträger das ganze Geswichtsfeld überblicken können.
    Die Augenmuschel läßt sich individuell einstellen, die Vergütungen sind
    nicht nur erstklassig, sie suchen ihresgleichen.
    Im Bereich von 20mm kann man überlegen ob es statt des XW vielleicht
    ein 22mm LVW oder ein 24mm Panoptik sein soll!?
    Das 24mm Pano ist dann aber recht nah am 32mm dran, der Unterschied
    in der Vergrößerung nicht gerade groß.


    Wenn das 32mm bleiben und nicht durch ein besseres langbrennweitigeres
    Okular ersetzt werden soll dann würde ich ein 20mm XW (21mm XL, 22mm LVW),
    ein 10mm XW (10,5mm XL), 7mm XW, 5mm XW (5,2mm XL) wählen.


    In der derzeitigen Phase niedrigen Dollarkurses kann man überlegen
    statt der Pentaxe die zum Teil billigeren Nagler zu wählen.
    Die funktionieren dann auch an lichtstärkeren Teleskopen noch gut.
    Deren scheinbares Gesichtsfeld ist auch größer, das wahre Gesichtsfeld
    ist bei gleicher Okularbrennweite allerdings nur relativ wenig größer,
    da die Nagler sehr stark verzeichnen. Der Augenabstand der Nagler
    variiert ja nach Typ, die Typ 6 haben 12mm während die Typ 4 Nagler
    auch bei 12mm Brennweite noch 17mm aufweisen, siehe die Televue Okular
    Spezifikationen:


    http://www.televue.com/engine/page.asp?ID=144


    Das alles ist auch sehr stark abhängig von persönlichen Vorlieben.
    Es führt deshalb nichts daran vorbei hochwertige Okulare selbst und
    zwar am eigenen Teleskop zu testen!


    MfG,Karsten

  • Hallo,
    also Nagler und Co. werden es ganz bestimmt nicht, sie sind mir schlicht zu teuer.
    Ein weiteres Teleskop mit einem Öffnungsverhältnis von bis zu f/4,5 ist noch nicht geplant, ich denke schon, dass es kommen wird, ich werde nur entscheiden müssen, ob es sich lohnt, für die Zwischenzeit ein weiteres (besseres) Okular zu kaufen.


    Also wird es jetzt ein Speers Zoom 5-8 mm (noch nicht direkt, außer wenn ich ein sehr gutes Angebot bekomme), ein Speers 14 bzw. 13,4 mm und ggf. (das muss ich selber entscheiden) ein Vixen LVW 22 mm.


    Quote
    hab ganz vergessen ob du mit dem 14er in den Fokus gekommen bist?

    Ja, bin ich. Ich habe mir zwar nicht gemerkt, wie weit ich noch reinfokussieren konnte, aber es ging wirklich ohne Probleme. Könnte aber auch an meiner Kurzsichtigkeit liegen, deshalb muss ich ja weiter rausfokussieren.


    Viele Grüße und nochmals vielen Dank, Marius

  • Hallo Marius,


    bei begrenztem Beduget lohnt es sich auf Gebrauchtkauf zu setzen.
    Die Meade Serie 4000 UWA mit den Brennweiten 14mm, 8,8mm und 6,7mm
    sind sehr gut für lichtstarke Teleskope geeignet. Leider kann man
    das von deren Nachfolgern, den Serie 5000 UWA, nicht behaupten.


    Die Vorgänger der Pentax XW kannst du ebenfalls deutlich günstiger
    als die aktuellen Versionen bekommen, einfach mal den Gebrauchtmarkt
    hier und bei Astronomie.de beachten.


    Die Vixen LVW von 3,5mm bis 22mm Brennweite sind ebenfalls durch die Bank
    für lichtstarke Teleskope geeignet und sie bieten 20mm Augenabstand.
    Auch da lohnt sich der Blick in den Gebrauchtmarkt.


    Mit etwas Glück kannst du binnen weniger Monate eine erstklassige
    zukunftssichere Okularpalette für relativ wenig Geld aufbauen.


    MfG,Karsten

  • Hallo,
    bis zu welchem Öffnungsverhältnis sind denn bisher alle genannten Okulare (SW, LVW, PanO, Nagler, Meade 4000 UWA, Pentax XW...) wirklich noch nutzbar? Das könnte dann vielleicht doch noch mal etwas an meiner Entscheidung ändern [8D]
    Viele Grüße, Marius

  • Hallo.


    Mein Tipp: Nimm' das Zoom!
    Ich selber werwende es an f/5 und f/4,5 (wo die AP noch etwas grösser ist) sehr gerne.


    An Deinem Gerät bringt es 150...240fach, also AP 1,36...0,85mm.
    (an meinen "schnelleren" Geräten ist die AP generell etwas grösser)
    Das ist eine Vergrösserung, die in den meisten Nächten sich noch gut nutzen lässt (Seeing) und es ergibt an Deinem Gerät eine AP, die bei hellen und kleinen DS-Objekten (Kugelhaufen, kleine PN, Mehrfachsterne) auch noch sehr gut anzuwenden ist!


    Es entspricht dann einem effektiven Gesichtsfeld von etwa 0,55 bis 0,34 Grad. Bei 8mm-Stellung sollte also der Vollmond gerade noch in's GF passen.


    IDEAL!!!!



    Oder, falls es ein Panoptic sein soll (ich habe das 27er und das 19er) täte ich das 19er empfehlen (24 und 27 ist zu nahe an Deinem TSWA32) das ist ein sehr feines Okular!


    An Deinem Gerät gibt das ann 63fach, also 3,2mm AP, bei etwas über 1° effektives Gesichtsfeld. Auch für viele DS-Objekte sehr gut, wie z.b. der helle Kern von M82 oder den relativ hellen M27 (oder der helle Kernbereich von M42)



    Von den Radians kann ich eigentlich abraten (hatte mal 3mm und 5mm). Sie haben zwar ein vorbildliches Einblickverhalten, aber der Kontrast ist nicht viel besser wie bei einem besseren Plössl und das 60grädige Gesichtsfeld bringt noch keinen wirklichen *wow-effekt*. Sie sind nicht schlecht, aber für das was sie bieten sind sie zu teuer! Da tät'ich mir vorher ein paar "Goldkanten" zulegen, die sollen scheinbar auch recht gutes Preis/Leistungsverhältnis haben.
    Aber ob sie "endgültig" sind - hmm - weiss nicht...


    Dann doch lieber das Spers-Zoom oder das 19er PanO, das scheint mir "endgültiger".



    Tipp: kennst Du den Okularrechner bei den deepsky-brothers? Da kannst Du die Daten von Teleskop und möglichen Okularen eingeben und mal mit den verschiedenen Teilen rumspielen.


    Dass Dein Teleskop f/6 hat, kommt der Wahl entgegen - aber wenn das Okular "endgültig" sein soll, dann sollte es auch mit künftigen Teleskopen zurecht kommen, welche vielleicht deutlich "schneller" sind.


    z.B. die *wirklich grossen* Dobsons (so, ab 18" aufwärts) sind zu Gunsten der Einblickhöhe selten langsamer als f/4,5. Ich habe sogar schon mal einen f/3,8 gesehen! Der wurde aber mit einem Komakorrektor verwendet, sonst hätten ja nichtmal die allerbesten Okulare eine Chance...[B)]

  • Hallo Marius,


    das kann man nicht so einfach sagen.
    1) sind nicht alle Okulare einer Baureihe gleichgut korrigiert in Bezug
    auf Okularastigmatismus an lichtstarken Teleskopen. Häufig ist es aber so,
    daß die kurzbrennweitigen Okulare einer Serie weniger schwächeln als deren
    langbrennweitige Okulare.
    2) spielt das persönliche Empfinden auch eine große Rolle. Mancher stößt
    sich nicht sehr an off-axis Fehlern eines Okulares, mancher dagegen sehr.
    3) spielt die Beobachtungserfahrung auch eine Rolle. Häufig wird man
    mit der Zeit etwas pingeliger.


    Soweit ich es aus eigener Erfahrung mit einem 8"f/6 Dobson sagen kann:
    a) Pentax XL:
    Das 21mm ist das 1,25" Okular dieser Serie mit der "schlechtesten"
    Randschärfe. Ich erkenne sie, aber ich störe mich noch nicht daran.
    Das 14mm zeigt noch ein wenig Randunschärfe, aber ab dem 10,5mm spielt
    sie keine Rolle mehr. Für mich sind das 10,5mm und das 5,2mm die Highlights
    dieser Serie, die ich auch durch die Nachfolger XW nicht ersetzt habe.


    b) Vixen LVW.
    Selbst das 22mm LVW bildet bis f/4,5 randscharf abm das heist es zeigt
    keinen off-axis Okularastigmatismus, aber an lichtstarken Spiegeln
    siehst du natürlich schon die Koma des Spiegels.


    c) Speers:
    Kann ich nicht viel zu sagen, die sind nicht mein Fall.


    d) Panoptik:
    Das 22mm war auch an f/5 randscharf, und soweit ich mich erinnere auch am f/4,8.


    Das 27mm und 15mm habe ich nur an f/6 ausprobiert, da war ich zufrieden.


    e) Nagler:
    Die T6 waren allesamt an einem f/4,5 Dobson randscharf. Das 12mm T4
    habe ich nur an meinem f/6 gehabt, da war es randscharf. Das 26mm T5
    ist zumindestens an f/5 noch randscharf, bei f/4 weis ich es nicht.


    f) die alten Serie 4000 UWA:
    Ich habe die 8,8mm und 14mm UWA bei einem Teleskoptreffen an einem
    f/4,8 Dobson ausprobiert, da bildeten sie noch Randscharf ab.


    Aber es wäre wirklich das Beste wenn du die Okulare selbst an deinem
    Teleskop ausprobieren würdest!
    Denn DU must/darfst später damit beobachten und deshalb müssen sie DIR gefallen.


    MfG,Karsten

  • Hallo Marius,


    ich hänge mich mal mit den Speers an Karsten dran:


    18er - an F/8 Randscharf, an F/6 bereits auffällige, (mich) nicht störende Randunschärfe, an F/5 deutliche Randunschärfe. das 17er soll(!) sich sehr ähnlich verhalten.


    14er/13,4er - an F/5 und F/6 randscharf, soll (!) bis F/4,5 auch annähernd der Fall sein, der äußerste Rand zeigt leicht verdickte Sterne


    10er/9,4er - bis F/4,5 randscharf


    5-8 mm Zoom - bis F/4,5 randscharf


    Gruß und CS
    Günther


    PS: -"(soll)"- bezieht sich auf Aussagen von nach meiner Einschätzung verlässlichen Sternenfreunden.

  • Hallo,

    Quote
    kennst Du den Okularrechner bei den deepsky-brothers?

    Ich habe mir schon selber einen programmiert [^] Gibt es übrigens auch auf meiner Homepage zu downloaden.


    Quote
    Da tät'ich mir vorher ein paar "Goldkanten" zulegen, die sollen scheinbar auch recht gutes Preis/Leistungsverhältnis haben.

    Das haben sie auch: Ich habe drei Stück aus der Reihe, in 20, 9 und 6 mm. Randunschärfe an f/6 habe ich um ehrlich zu sein noch nicht richtig getestet (obwohl ich die Okus schon seit fast einem halben Jahr habe [B)]), aber störend ist sie keineswegs, das wäre mir ja aufgefallen. Das Gesichtsfeld ist auch schön groß.


    Also die meistens hier genannten Okulare sind ja bis f/4,5 nutzbar. Das reicht mir auf alle Fälle und ist bei mir auf jeden Fall noch zukunftssicher [:)]
    Vorteile vom Nagler wären ja eigentlich nur geringfügig bessere Transmission und halt bessere Schärfe, wobei die anderen auch noch in Ordnung sind, wie ja schon geschrieben wurde. Und wenn ich in 10 Jahren mal ein f/4-Ultradobson plane, dann kann ich mir ja immer noch ein Ethos kaufen [:D]


    Viele Grüße, Marius

  • Hallo Marius,


    bessere Schärfe eines Naglers gegenüber einem Speers? Gegenüber einem LVW?
    Nunja, der Eine sagt so, der Andere so.
    Ich sah es auch schon so oder Mal so.
    Man müsste also schon Mal zwei konkrete Okulare in die Hand nehmen und in den OAZ stecken.


    Gruß und CS
    Günther

  • Hallo Günther,
    mit Schärfe meine ich vor allem die Randschärfe. Aber da ich diese ohnehin nur bis zu einem Öffnungsverhältnis von f/4,5 brauche, fallen Nagler eigentlich außer Betracht [8D]
    Wodurch das SW mit 14 mm und 5-8 mm übrigbleibt. Und wie gesagt, ich muss noch selber entscheiden, ob es sich lohnt, ein LVW zu kaufen, momentan denke ich erst mal ja, das kann aber morgen schon wieder anders aussehen [;)]


    Viele Grüße, Marius

  • Hallo Marius,


    das 22er LVW ist eines der meistempfohlenen Okulare am Markt.
    Es ist außerdem nur höchst selten am Gebrauchtmarkt zu finden.
    Wer es hat der behält es auch.


    Gruß und CS
    Günther

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