Kuppelgröße

  • Hallo Freunde der Nacht,


    habe kein passendes Forum gefunden daher hier meine Frage:


    welches ist der passende kuppeldurchmesser für mein fernrohr?


    ich besitze einen refraktor mit ca. 1300mm brennweite. beabsichtige gerade ein haus zu erwerben und gegebenenfalls eine passende kuppel aufs Dach zu setzen. reichen da 2m durchmesser? oder sollte es doch mehr sein? 2,60m scheint mir das größte zu sein, was man im dach sinnvoll verbauen kann, kleiner wäre natürlich besser...


    sonst müsste ich meinen refraktor halt doch gegen ein sc oder ähnliches (kurzbauendes rohr) eintauschen (würde ich natürlich nur ungern tun...)


    können kuppelbesitzer mal was zum verhältnis fernrohrlänge und kuppeldurchmesser ihrer geräte und die praktikabilität dieser werte sagen?


    danke für eure antworten


    heinrich

  • Hallo Heinrich,
    selbst erfahren ist immer noch die beste Lösung.
    Nimm Kartonage (z.B. Möbelkartons) und stelle Dir den Innenraum passend zusammen. Dann merkst Du sofort, wenn etwas klemmt. Selbst das (eventuell noch nicht vorhandene) Teleskop (Ausbaustufe Weihnachten 200x [:)]) lässt sich mit einer Dachlatte simulieren. Ein Pappmodell 1zu1, wenn Du so willst.
    Und:
    Eine Kuppel muss nicht rund sein. Die verfügbare Blickrichtung gerade in Horizontnähe vorher prüfen, ebenso störende Lichtquellen (Straßenlaternen, Nachbarorte, die in einer bestimmten Richtung den Kontrast trüben.) Manche Richtungen brauchen so u.U. weniger Platz als andere, da uninteressant.
    Gruß

    Alles wird gut!
    Kalle

  • Hallo Heinrich,
    zum Thema "Kuppel" kann ich nicht direkt etwas beitragen, da ich mir
    nur eine DachgaupenSternwarte gebaut habe, die einen quadratischen
    Querschnitt hat.

    Ich habe eine Kantenlänge von ca 180 x 200 cm bei einem Teleskop mit
    1200mm Brennweite. Allerdings ist das ein Newton, wo der Einblick
    seitlich erfolgt. Wenn ich in meiner Warte stehe, hat leider fast kein
    Mitbeobachter platz, wenn ich nicht zusätzlich am Boden einen Stauraum
    hätte, wäre mir der Platz wohl für mich zu eng.


    Leider ging es bei mir baulich nicht anders (Sparrenabstand = 2m),
    ich persönlich würde aber bei einer Kuppel empfehlen: So groß wie möglich bauen...

  • Hallo App und Kalle66,


    vielen Dabk für die schnelle ANtwort.


    der Tipp, das ganze mal in pappe auszuführen ist eine gute Idee. da kann man dann tatsächlich abschätzen, was man braucht. streulicht, laternen usw. ist nicht tragisch. sichtfeld geht von o bis sw , also das wichtigste kann man sehen.


    alternative wäre (laut Bauamt ist beides möglich) eine dachterasse. da könnte man dann die säule + montierung fest drauf machen und das röhrchen bei bedarf draufschnallen. es gibt ja mittlerweile so etwas ähnliches wie eine motoradgarage auch für teleskope ....


    den refraktor habe ich schon einige zeit. ist ein echtes planetenrohr und das ist aus der stadt heraus auch das meiner meinung nach beste teleskop (das kann man natürlich auch anders sehen....)


    eine solche dachsternwarte wie bei kalle kommt aus baulichen gründen nicht in frage, es gibt keinen speicher, sondern nur ein dachstudio mit zwei gauben, deren eine ich dann durch eine kuppel ersetzen würde, oder aber das studio müsste zur hälfte weichen, um als dachterasse zu dienen.


    wird letztlich auch eine kostenfrage werden. einerseits ist die größe durch die baulichen gegebenheiten beschränkt, andererseits werden große kuppeln (so wie große refraktoren) schnell sehr teuer...


    naja, ich schaue mal und werde das mit dem pappmuster mal ausprobieren.


    schönen sonntag noch


    gruß
    heinrich

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