Habe mir dieses supertolle Dachkantglas zugelegt und bin tagsüber auch sehr zufrieden. Sternfelder auch sehr fein. Allerdings war ich dann doch negativ überrascht, dass bei der Beobachtung des Halbmondes sehr deutliche Lichtbalken vom Mond ausgehen. Das Ganze wirkt wie ein großes Strahlenkreuz. Hat noch jemand dieses Fernglas? Falls ja, sind diese Lichtbalken bei einem Dachkantglas normal?
Reflexe: Leica Trinovid 8x 42 BN
- JuppKleister
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Hallo,
ich habe 3 Leica-Ferngläser( 10x25 BCA,10x 42BA und 12x 50BA) und komme immer noch zum Ergebnis es gibt nichts besderes, aber viel billiges.
Mein Tip umtauschen!
Gruß
Jörg M.
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Danke! Habe allerdings inzwischen endlich einen scheinbar wirklich guten Test im Internet gefunden von Holger Merlitz, Michael Bauer und Frank Schäfer. Dort kommt das Leica 10x50 BN unter die Lupe. Und siehe da: Die Tester beobachten exakt dieses von mir beschriebene Strahlenkreuz! Es scheint also bei mir kein Mängelexemplar vorzuliegen (was mich bei den strengen Qualitätskontrollen bei Leica auch extrem wundern würde) sondern es ist üblich! Nix mit "kein Streulicht". Entweder gucken die Leicabesitzer nicht richtig hin oder es fällt ihnen schwer zuzugeben, dass es offensichtlich doch nicht das Beste ist, was es gibt. Ist ja bei so einer Investition auch echt bitter, wenn's besser geht! Mache doch einmal den Test mit Deinem Leica-Glas an einer Straßenlaterne bei Nacht oder einer möglichst grellen Standby-Leuchtdiode z.B. an der Stereoanlage im völlig dunklen Zimmer. Ich fürchte, bei genauem Hinsehen, wird auch Dir dieses X-förmige Streulicht-Kreuz auffallen. Die o.g. Tester vermuten die Dachkante als Ursache.
Leica hat auf meine Nachfrage bis jetzt nicht reagiert.
Gruß, Jupp -
Hallo Jupp,
habe das von dir beschriebene Phänomen bei einem 8x32 und 7x42 Leica Ultravid auch, bei einem 10x50 Trinovid und einem 8x56 Geovid jedoch nicht beobachten können. Es handelt sich wahrscheinlich tatsächlich um eine Streuungserscheinung an der Dachkante der Prismen. Wie auch immer - in der Praxis hat sich dies außer bei der Kerzenbeobachtung sowohl bei Tage als auch bei Nacht nie störend bemerkbar bemacht. Auch nicht beim Mond. Ganz im Gegenteil: dank ihres überragenden Kontrasts waren die beiden Ultravids bei flächigen Deep Sky Objekten die leistungsfähigsten Optiken, die ich in dieser Klasse je gesehen habe.
Steve
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Hallo Steve und andere Leica-Fans,
Hatte zwischenzeitlich Gelegenheit noch einmal durch diverse Ferngläser zu schauen. Was Schärfe, Bildhelligkeit und Brillianz des Bildes angeht, gebe ich Dir Recht! Allerdings dürften die besseren Zeiss und wahrscheinlich Swarovskis bei Deep Sky nicht schlechter sein. Das Leica Trinovid 8x32 zeigte jedoch trotz aller anderen positiven Eigenschaften den "X-Reflex" und bei den Gläsern durch die ich schaute, war auch das Ultravid diesbezüglich nicht bessser! Da hat Leica offensichtlich nichts verändert :-(. Mit vergleichbaren Tests bei Zeiss Conquest und Nikon Monarch waren keine solchen Reflexe zu sehen. Selbst um hellste punktförmige Lichtquellen keine solchen Streulichtstreifen und das bei Gläsern, die die Hälfte oder weniger kosten! Ich mag da zu penibel sein, doch finde ich nach wie vor, Leica müsste das doch technisch verbessern können?! Ich vermute, die haben, was die Kundschaft angeht, die Astronomen einfach nicht so im Blick! Vielleicht würde eine geschwärzte Dachkante schon die Lösng sein. Ich gebe jedoch zu, dass man Sternbedeckungen durch den Mond wohl ebenso wie Kerzen und Straßenlaternen eher selten mit einem 8x42 oder 10x50 beobachtet :-).
Gruß, Jupp
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