Was genau ist Beobachtungserfahrung?

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  • Hallo Rainer,


    sorry, aber das halte ich für etwas zu sehr aus der esoterischen Ecke gezogen. Das Auge ist ein Photoendetektor mit nachgeschalteten, mehrstufischen und sehr hochentwickelten neuronalen Netzwerk. Einen Teil davon kann man trainieren, einen anderen Teil nicht. Sicher gehört zu sehen auch das erkennen, aber das ändert nichts am Bild nur an der Auswertung desselben.


    Beobachtungserfahrung heisst für mich persönlich Nachts zu wissen wo die Kabel in der Sternwarte liegen, das ich nicht drüberfalle, sowie die Technik im Griff zu haben. Denn das Schauen übernimmt bei mir fast voll und ganz das CCD. Ich behaupte nicht das das für alle gilt oder gelten soll, aber so hat jeder seiner Vorstellungen und Präferenzen. [;)]


    Grüße


    Frank

  • Hallo Frank


    nein, Rainer hat völlig recht. Was Du schreibst <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Das Auge ist ein Photoendetektor mit nachgeschalteten, mehrstufischen und sehr hochentwickelten neuronalen Netzwerk<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote"> ist nur der physiologische Anteil der Wahrnehmung, Wahrnehmung ist mehr, wie ich schon auf Seite 1 hier geschrieben habe <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wahrnehmung entsteht im Gehirn und ist das Ergebnis aus dem Prozess der Verarbeitung von äußeren (z.B. Sternenlicht) und inneren (z.B. Wissen, Erfahrung, unbewusstes und bewusstes Denken, Emotionen, Voruteile etc.) Reizen, ist eine "komplexe, aus Sinnesempfindungen und Erfahrungskomponenten bestehende psychische Erscheinung, deren Inhalt im Raum lokalisiert wird und dadurch zur Auffassung von Gegenständen der Außenwelt führt" (Rohracher). <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote"> Außerdem verwechselst Du Psychologie und Esoterik. Die Wahrnehmungspsychologie ist ein naturwissenschaftlich und experimentell bestens abgesichertes Teilgebiet der Psychologie

  • Hallo Stephan,


    Ah, "Wahrnehmungspsychologie" - Geauso wie die "geschulten" Ohren einiger Hifi-Freunde die von sich glauben das Gras wachsen zu hören, dann aber im Blindtest nicht mal erkennen wenn ein MP3 mit niedriger Bitrate gespielt wird. ;) Tut mir leid aber bei vielem was da behauptet wird, ist oft auch Wunsch Vater des Gedankens.


    Und bevor hier das Geschrei ausbricht, ich zweifle nicht das man mit Übung mehr 'erkennen' kann, ich zweifle nur das das Auge ohne weniger 'sehen' kann. (Dunkeladaption vorausgesetzt)


    Grüße


    Frank

  • Hallo noch mal,


    ich bin auch davon überzeugt, daß zum sehen-lern-Prozess das im Gehirn gespeicherte Bildmaterial gehört. Allerdings nicht in der Form, daß gespeicherte Bilder vom Gehirn an die Netzhaut geschickt werden und das Eingangssignal darübergelegt wird, sondern andersherum wird das Signal der Netzhaut im Gehirn mit dort gespeicherten Bildern verglichen. Die Speicherkapazität und -fähigkeit des Gehirns ist enorm. Allerdings kommt das Bewußtsein nur an einen winzigen Teil des Gespeicherten heran - wenn ständig alle gespeicherten Bilder, Töne... offenliegen würden, dann wären keine geordneten Denkvorgänge möglich. (Es gibt wenige Menschen, denen ein pathologischer Zugang zu ihren Speichern möglich ist. Bekannt und immer mal wieder in der Presse ist die Geschichte eines Mannes, der z.B. nach einem Flug über eine Stadt jedes Detail aus allen erlebten Perspektiven fotografisch genau zeichnen kann.) Daß es den Speicher gibt, erleben wir jeden Tag - alles, was wir wiedererkennen, ist irgendwo gespeichert, und das ist nicht wenig. Und daß das trainierbar ist, ist aus dem Alltag allen bekannt. Bei visuellen Überwachungstätigkeiten, wo immer auf den gleichen Bildschirm, Schaltpult o.ä. geguckt wird, erkennt der Routinier mehr als der Anfänger, obwohl er nicht mehr sieht.
    Beobachten lernen ist also auch Füllen und Abrufen von visuellen Speichern, aber noch viel mehr - siehe oben!


    Grüße von Michael (der wohl heute abend endlich wieder mal was für seine astrovisuellen Speicher tun kann - der Himmel ist strahlend blau und die Wolkenvorhersage vielversprechend!)

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ah, "Wahrnehmungspsychologie" - Geauso wie die "geschulten" Ohren einiger Hifi-Freunde die von sich glauben das Gras wachsen zu hören, dann aber im Blindtest nicht mal erkennen wenn ein MP3 mit niedriger Bitrate gespielt wird. ;) Tut mir leid aber bei vielem was da behauptet wird, ist oft auch Wunsch Vater des Gedankens.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Frank,


    ach sooo, entschuldige, ich wusste nicht, dass Du keinerlei Ahnung hast, und es auch nicht wissen willst, was "Wahrnehmungspsychologie ist", wenn ich das gleich gemerkt hätte, dann hätt ich mir natürlich eine Antwort sparen können


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">ich zweifle nur das das Auge ohne weniger 'sehen' kann.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote"> [?]ich versteh kein Wort: wie was "ohne" ..."weniger" [?]

  • Stephan,


    danke für die Bestätigung meiner Vorurteile:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum#Scheinargumente


    &gt; ich versteh kein Wort: wie was "ohne" ..."weniger"


    Der Sensor (Auge) wird nicht "besser" in dem man nachts stundenlang durch ein Okular schaut, die Auswertung des Gesehenen wird durch Übung besser. Dazu kommen noch das Erlernen von gewissen Techniken, was ich aber auch der Übung hinzurechne.


    Grüße


    Frank

  • Hallo Frank,


    anstatt bei Wikipedia nach Scheinargumenten zu suchen und Deine Vorurteile (die übrigens auch Deine Wahrnehmung beeinflussen bzw. verzerren) zu pflegen, solltest Du mal genauer lesen, was hier geschrieben wurde: <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Der Sensor (Auge) wird nicht "besser" in dem man nachts stundenlang durch ein Okular schaut<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote"> das z.B. hat doch hier nie jemand behauptet. <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">ich zweifle nur das das Auge ohne weniger 'sehen' kann.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote"> Das Auge "sieht" nicht, sondern es nimmt Lichtreize auf, verarbeitet sie, wandelt sie um und leitet sie weiter. Das gehört zur Physiologie. "Sehen" oder besser visuelle Wahrnehmung findet im Gehirn statt (wurde weiter oben schon geschrieben). Das gehört zur Wahrnehmungspsychologie. Dein Beispiel von den Hifi-Freunden gehört nicht zur Wahrnehmungspsychologie. Wir sprechen hier nicht von der Physiologie des Auges und der Reiz-Umwandlung und -Weiterleitung, sondern davon (für Dich hier zum Dritten mal):
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wahrnehmung entsteht im Gehirn und ist das Ergebnis aus dem Prozess der Verarbeitung von äußeren (z.B. Sternenlicht) und inneren (z.B. Wissen, Erfahrung, unbewusstes und bewusstes Denken, Emotionen, Voruteile etc.) Reizen, ist eine "komplexe, aus Sinnesempfindungen und Erfahrungskomponenten bestehende psychische Erscheinung, deren Inhalt im Raum lokalisiert wird und dadurch zur Auffassung von Gegenständen der Außenwelt führt" (Rohracher). <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Beobachtungserfahrung, über die wir hier reden, gehört zu den "inneren Reize" bzw. den "Erfahrungskomponenten". Es bringt daher nichts, wenn Du immer wieder von der Physiologie des Auges schreibst, dabei nicht "Reiz" und "Empfindung" von "Wahrnehmung" unterscheidest und Wahrnehmungspsychologie mit "Esoterik" oder "Einbildung" verwechselst.

  • Sicher lieber Stephan, du hast Recht und ich meine Ruhe. Ich wollte meine Sicht der Dinge äussern - ich erinnere an das Threadthema "Was genau ist Beobachtungserfahrung?" als Frage formuliert. Ich sah hier nur die Sichtweise einiger 'visueller' Kollegen und wollte meine als 'nicht-visueller' Teilnehmer unseres schönen Hobbies schreiben (ja, die gibts auch).


    Ich bin der Meinung das 'visuelles' Training Limits hat und das Beobachtungserfahrung je nach Ausübung des Hobbies anders definiert wird. Jemand der primär Asteroiden jagt oder Deepsky Aufnahmen macht wird sich den Himmel ganz anders ansehen als jemand der auf 'Faint Fuzzies' aus ist und den Himmel aus rein ästhetischen Gesichtpunkten anschaut. Zusatz: Auch bin ich der Meinung das hier ein Grenzbereich vorliegt und man Gefahrt läuft das man sich das was man sieht nur einbildet, weil man ein 'Bild' bereits davon im Kopf hat.


    Wie gesagt meine MEINUNG, lass mich gern bekehren, aber nicht von irgendwelchen hergelaufen Wichtig-Psychologen die meinen mich persönlich mit Scheinargumenten und persönlichen Angriffen plattmachen zu müssen.


    Wenns dir nicht passt was andere denken und nicht argumentieren willst, bitte. Ich klinke ich hier aus, viel Freude noch.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">und nicht argumentieren willst<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    jeder, der lesen kann, hat bemerkt, dass ich eine ganze Menge Argumente gebracht habe


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">irgendwelchen hergelaufen Wichtig-Psychologen <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    jeder, der lesen kann, bemerkt wer hier mit "persönlichen Angriffen" kommt

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Das Auge "sieht" nicht, sondern es nimmt Lichtreize auf, verarbeitet sie, wandelt sie um und leitet sie weiter. Das gehört zur Physiologie. "Sehen" oder besser visuelle Wahrnehmung findet im Gehirn statt
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Interessanterweise stimmt das nicht ganz so. Das Auge der Wirbeltiere ist Teil des Gehirns und nimmt auch Signalverarbeitung vor.


    Ich lese grade "Eye an Brain" (Gregory). Dort wird beschrieben, dass beim Frosch das Auge veranlasst, nach einer Fliege zu springen - ohne Mitwirkung des Gehirns im engeren Sinne. Das ist mit Experimenten recht gut belegt.


    Das Buch ist etwas schwer zu lesen, zumindest mit meinen höchstens mittleren Englischkenntnissen. Auf deutsch gibt's das leider nicht. Dennoch sehr empfehlenswert.

  • Hallo Uwe,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Das Auge der Wirbeltiere ist Teil des Gehirns und nimmt auch Signalverarbeitung vor.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote"> ja, das stimmt, ich hatte deswegen ja auch geschrieben "...verarbeitet sie...". Aber die "visuelle Wahrnehmung" findet nicht in dem Teil des Gehirnes statt, der zum Auge gehört, sondern im "Wahrnehmungszentrum" des Gehirns. <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Dort wird beschrieben, dass beim Frosch das Auge veranlasst, nach einer Fliege zu springen - ohne Mitwirkung des Gehirns im engeren Sinne<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote"> auch ja, das ist interessant. Es gibt wohl auch beim menschlichen Auge Rektionen auf Lichtreize, die ohne Wahrnehmungszentrum ablaufen, z.B. der Reflex des Augenliderschließens oder der Blenden(Iris)-Verkleinerung bei zu hellem Licht

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