bester Feldstecher zur Astro-Beobachtung?

  • Hallo,


    wer kann nützliche Ratschläge geben?
    Ich will mir im Laufe des Jahres ein Bino-Fernglas zur Beobachtung zulegen, weiß aber noch nicht so richtig, welches! Dabei habe ich eigentlich recht konkrete Vorstellungen an die Anforderungen:


    1. die Vergrößerung muß nicht hoch sein (vielleicht um 10x; eher aber weniger)
    2. die optische Abbildung von Sternenfeldern und flächigeren Objekten sollte toll sein
    3. möglichst unter 800 EUR


    Da muß es doch was für meinen Geschmack geben, oder? Ich dachte da auch schon an ein Miyauchi?


    Danke schon im Voraus!


    Grüße
    Henning[:D]


    Erst einmal vielen Dank an Alle, die mir hier schon geantwortet haben!!!![8D] Bloß gut, dass ich hier in einem solchen Forum gefragt habe, sonst hätte ich mich später wahrscheinlich geärgert!!
    Zur Ergänzung:
    Bisher habe ich immer nur durch das geschaut, was gerade geboten wurde; es war also auch nicht "meins". Jetzt, nach über 25 Jahren Beginn meines astronomischen Hobbbys, will ich mir ein Gerät zulegen, was mir viel Freude machen soll. Da ich weder fotografieren will, noch am Tage damit beobachten möchte, und ich unbedingt ein Stativ nutzen werde, weil es einfach praktisch ist, schwärme ich also schon lange für einen solchen Bino-Feldstecher, den ich, wenn es mich überkommt, greifen kann, ohne lange Vorbereitung. Ich bin also dazu noch ein "Gelegenheits-Gucker". Für mich nur wichtig: eine herrliche Abbildung des Himmels!


    Grüße an Alle


    Henning

  • Quote
    <i>Original erstellt von: nafpie</i>
    <br />Henning,
    es ist schwierig, Ratschläge zu geben, weil die Beurteilung von Ferngläsern sehr stark auch subjektiven Einflüssen unterworfen ist.
    Kaufe niemals, wirklich niemals ein Fernglas, ohne vorher durch ein Canon-Glas mit Image-Stabilizer[/url] geschaut zu haben. [;)]


    Hallo Henning,
    dem kann ich nur zustimmen. Seit ich das 15x50von Canon habe, schaue ich praktisch durch kein anderes Glas mehr.

  • Hallo Hennig,


    Ich gehe Mal davon aus, dass Du in Richtung Freihandbeobachtung anfragst.
    Da gibt es zwei ganz wesentliche Punkte, Vergrößerung und AP.
    Das oben schon genannte Fujinin z.B. ist in beiden Varianten ein hervorragendes Astroglas, wenn Du allerdings die 7x50 Variante unter aufgehelltem Himmel verwenden willst, hast Du einen hellgrauen Himmelshintergrund in dem viele erreichbare Objekte absaufen. AP 7 ist für solche Bedingungen zu viel des Guten, unter Alpenhimmel aber eine wahre Pracht.
    Nimmst Du die 10x50 Variante hast Du auch unter mäßigen Bedingungen einen schönen dunklen Himmelsanblick, die höhere Vergrößerung bedingt ein ansteigen der Grenzgröße, also sind mehr Serne und neblige Objekte ereichbar. Toll? Jain, denn wenn du 10fache Vergrößerung nicht ruhig halten kannst, wird das nichts mit mehr sehen, Du siehst eher noch weniger.
    Das führt dann zum Stativ oder zu einen Glas mit Stabi.
    Ich selbst habe Mal ein -für mich- hervorragend geeignetes Glas gestestet, ein 8,5 X 44 Swift ED also ein Freihandglas mit ED-Gläsern (erheblich reduzierter Farbfehler) für um 450 €.
    Ich schreibe -für mich-...und das hat seinen guten Grund. Wer so viel Geld in die Hand nehmen will wie Du kommt m.E. nicht umhin, einige Kandidaten auszusuchen, dann aber selbst zu testen.


    CS
    Günther

  • Günther.


    Quote
    Das führt dann zum Stativ oder zu einen Glas mit Stabi.


    Bevor Missverständnisse aufkommen: Ich würde die Canon-Gläser selbst dann zu den Spitzenprodukten zählen (Schärfe, Kontrast, Randschärfe, Transmission, Verarbeitung, ...), wenn sie keinen eingebauten Image-Stabilizer hätten.


    Offenbar müssen wir uns heute von den Japanern zeigen lassen, wie man gute Ferngläser baut. Bedenklich, das. [B)]


    Grüße
    Stefan

  • Hallo Stefan,


    da liegt kein Missverständnis vor, das Potenzial dieser Gläser ist enorm.
    Freihand weit über 10fach hinaus bei guter optischer Qualität ist toll.
    Der Preis ist natürlich auch nicht ohne, aber wenn das kein Hinderungsgrund ist, nur zu. Im Detail mag für manche Objekte die AP zu kein werden, aber ein Haken oder Häkchen lässt sich immer und überall finden, wenn man hartnäckig genug sucht. Das ist aber doch nicht Sinn der Sache.
    Trotzdem, selbst testen ist bei so viel Geld m.E. oberstes Gebot. Neben den grundsätzlichen Dingen wie AP und Vergrößerung kommen mehr oder weniger subjektive Parameter wie Gesichtsfeld, Randschärfe, Haptik, Outdoortauglichkeit (Robustheit), Augenabstand, Einzel-/Zentralfokuussierung, ja sogar die Einstellbarkeit auf Augenweite und Dicke der Nasenwurzel hinzu.


    CS
    Günther

  • Hallo,


    ich liebäugle schon seit längerem mit einem bildstabilisierten Fernglas. Ich kenne aktuell die Modelle von Canon und Fujinon (nicht vom Durchsehen). Ich habe mal gehört, dass die Fujinon-Stabilisierung wesentlich stärker stabilisieren soll, als die der Canon Modelle (mehr Winkel).
    Ich habe unter anderm ein Canon 300mm Fotoobjektiv mit Stabilisierung. Kann man den stabilisierten Anblick im Kamerasucher bei 300mm Brennweite in etwa mit dem Stabilisierungeeindruck der Canon-Ferngläser vergleichen?
    Ich finde, man muss das Teleobjektiv trotzdem relativ ruhig halten, damit sich der Stabilisierungeffekt richtig einstellt.
    Allerdings bietet Canon ein 15x50 an, bei FUjinon gibt es max. 40 oder 42mm Öffnung. Zudem wäre das Canon günstiger.


    Wer hat da vergleichende oder absolute Erfahrungen?


    Grüße
    Rolf

  • Rolf,


    Quote
    <i>Original erstellt von: geissinger</i>
    <br />Kann man den stabilisierten Anblick im Kamerasucher bei 300mm Brennweite in etwa mit dem Stabilisierungeeindruck der Canon-Ferngläser vergleichen?


    ja, kann man (300/2.8 IS vs. 10x42 IS).


    Grüße
    Stefan

  • Hallo,
    Henning sollte noch schreiben, ob auch Tagesbeobachtungen in Frage kommen, ein Stativ aus- oder eingeschlossen werden soll, das Glas eine Ergänzung zu vorhandenen Teleskopen darstellt usw...
    So rudern wir alle in Spekulationen herum. Vielleicht sind alle Ratschläge hinfällig, wenn...
    CS
    Kay

  • Hallo!


    Ich habe schon 2x ein Canon 15x50 IS unter Nachthimmel erlebt, das ist wirklich der Hammer!


    Da steht das Bild bockstill, selbst wenn man bewusst wackelt! Den Direktvergleich zum Fujinon kenne ich leider nicht, aber eine noch bessere Bildstabilisierung als das Canon bietet, braucht man wohl nur auf der Verfolgungsjagd mit'm Geländewagen über Schotterpisten (Safari oder so) - aber nicht beim normalen Spechteln!


    Mein Tipp: nur reinblicken, wenn Du nicht schon ein anderes Fernglas gekauft hast - das eben gekaufte würde sich sonst zur Fehlinvestition degradieren...



    Ein 7x50 FMT-SX-2 hatte ich auch mal in der Hand: tolles Astroglas! Ist fast 100%ig Randscharf und somit besser als mein 7x50 Jenoptem (beide FG's sind mit 7,5° effektives GF angegeben). Ist aber nicht so, dass das Jenoptem gänzlich abfällt - besonders am Tage ist der Zentralfokus des Jenoptem sehr angenehm und der Einblick des FMT-SX2 etwas schwieriger (für mein Geschmack).


    m.E. ist ein Fernglas dann astrotauglich, wenn


    1. es nicht schielt, also "Doppelbilder" produziert (das ist das allerwichtigste!!)
    2. es keine inneren, störende Reflexe produziert
    3. die Öffnung nicht unter 40mm
    4. die Vergrösserung(*) nicht über 10x liegt und
    5. es wenigstens n'bisserl was an Kontrast liefert (je mehr, desto besser [;)] - aber auch der beste Kontrast bringt nicht viel, wenn es hässlich schielt!)


    Wenn diese 5 Punkte erfüllt sind, macht das Fernglas unter Nachthimmel Spass, egal was für'ne Marke es ist.


    (* Vergrösserung: Ausnahmen bei Fernglas auf Stativ oder mit Bildstabilisierung)



    Auch von Mijauchi hatte ich schon einige FG's in der Hand bzw. auf dem Stativ:


    - einmal ein 7x50 Binon (krasses Design) mit 9,5°Gesichtsfeld, WOOOW!!
    - einmal ein 60mm (weiss nicht mehr welches, mit 45°Einblick) auf einem leichten Manfrotto-Stativ mit Video-Neiger: ebenfalls WOOOW!!




    Resumee:


    Für rein Astro tät' sich ein FG anbieten, was mit unterschiedlichen Okularen bestückt werden kann. Idealerweise mit farbkorrigierten Objektiven, damit AP von 6-7mm (*) bis 1mm (oder sogar noch weniger,**) eingesetzt werden kann.


    (*für grossflächige Objekte wie M31, H&chi ect..)
    (** für grössere Kugelhaufen, Mond und Planeten (Saturnring!!) in 3-D zu sehen)


    Ganz schön wäre z.B. eines von Binoptic.de; so mit 4" TMB-Objektiven...[:p][:p] Aber das ist Spitzenqualität in Einzelfertigung, das hat seinen Preis...[B)]



    Astrocom hat ein 20x80 Triplett relativ günstig, ich habe aber keine Ahnung wie gut das ist. Wenn es die angepriesenen Daten einhällt, wäre es nicht teuer, gelesen habe ich darüber noch nichts und das macht mich etwas skeptisch...[;)]


    Von Fujinon und Mijauchi gibt's auch solche mit wechselbaren Okularen, das sind aber m.W. keine "normalen" 1,25" Okulare und da kosten auch die Ferngläser schon eine beträchtliche Stange.




    Mein Tipp:


    - entweder (die günstige Variante):
    Zieh Dir irgendwo (Bucht oder so) ein 7x50 Jenoptem oder 10x50 Dekarem und lass das gleich direkt zur Sinome (Optixxx.de) zum Reinigen und ggf. justieren schicken. So kommst Du für 100-150.- zu einem sehr guten Fernglas.


    - oder (die "endgültige" Variante für ein universalglas)
    spare auf ein gutes Glas mit Bildstabilisierung, das darf dann auch über 10x haben, sollte aber trotzdem nicht zu kleine AP haben, wegen Lichtsammelleistung für Astro.


    - oder (die ziemlich endgültige Astrovariante)
    Spare (oder kauf' gebraucht; Angebote gibt es aber nicht zu viele) auf ein schönes Astrofernglas mit 45- oder 90°Einblick und mindestens 60mm Öffnung und dazu ein leichtes Stativ von Berlebach oder eines der schwereren von Manfrotto..



    So oder so der Tipp: Bei Neukauf erst testen (mindestens das Modell, besser gleich dasjenige Fernglas, was Du dann behalten würdest), dann kaufen (oder zurückschicken). Oder günstig gebraucht kaufen (Hauptsache, die Objektive sind okay und die Mechanik nicht gänzlich ausgelatscht) und gleich zur Simone damit. Das lohnt!


    Viel Erfolg!

  • Hallo,
    Ich habe einen Miauchi 77 x 20 mit 45 Grad Einblick, 90 Grad wäre besser, da die Okulare bei Kälte die Tendenz haben, herauszufallen. Zudem sind die Wechselokus 30 x zu teuer.
    Da der Hülsendurchmesser 29 mm beträgt, können auch billige 24.5 mm Okus angepasst werden. Fürs Spechteln sollte das genügen.
    Grüsse
    Hans

  • Da möchte ich mich auch mal einklinken.
    ich hab auch schon ein auge auf ein fernglas geworfen.
    entweder das 20x80 triplet von TS
    oder das 25x100 lichsammler von TS


    wie ist die qualität dieser gläser??
    bei beiden ist die AP 4mm und der augenabstand bei 17mm.
    das kleine hat 3,2° das große 2,5° gesichtsfeld.
    leider steht nichts vom scheinbarem gesichtsfeld.
    Wisst ihr das zufällig??


    CS
    roland

  • Hallo Roland und Silvio,


    ich hatte mir vor langer Zeit das 20x80 Triplett gekauft (mit TS Label) - ich vermute , dass Astrokom das gleiche Teil mit anderem Label verkauft (ist ja nicht unüblich ;-))


    Fakt ist, das das Triplett Design einen weiteren Freiheitsgrad zur Korrektur bietet - sofern die Gläser auch entsprechend genau eingesetzt werden.


    In der Praxis hat sich dieses Glas bewährt - allerdings ist es auch kein Leichtgewicht und benötigt definitiv ein Stativ - es sei denn Ihr habt Schwarzeneggers Bizeps ;-))))))


    Die Korrektur des sek. Spektrums mag besser sein als bei der Douplet Variante - ist aber bei sehr helklen Sternen noch zu sehen.
    Es ist somit kein Glas mit apochromatischen Eigenschaften was den Farblängsfehler angeht - aber vom Kontrast und Transmission sehr gut.


    Ich empfehle für dieses Glas eine Montierung die auch Zenitbeobachtungen ermöglicht (z.B. Bimount o.v.) - andernfalls empfinde ich den Einblick - und dies gilt für alle schweren Geradsichtgläser - als Zenituntauglich.
    (Kugelkopf und ähnliche Konstruktionen sind meiner Meinung nach nicht gut genug um Nackenschmerzen uzu vermeiden !!!)


    Außnahme sind leichte Gläser mit geringer (ca. max 10 - fach) und Beobachtung auf einer Liege !


    Gruß


    Copernicus

  • Hallo Roland, ohne viel Worte: Ich kenne nur das 20x80 und denke, das größere bringt nichts spürbares an Größenklassen und nichts an Auflösung (bei 20x bestimmt immernoch die Sehschärfe der Augen), aber eine Menge an Gewicht und auch an Geld.
    Gestern habe ich an anderer Stelle empfohlen: nimm eine Dachlatte, ca 1,60 m lang, schraube (oder binde) ein einfaches Scharnier an ein Ende, dessen anderen Schänkel du mit 6,5 mm durchbohrst. So kannst Du mit einer Fotostativschraube 1/4" (Fotohandel) Dein Fernglas dran festmachen und Du wirst erstaunt sein, wie stabil Du auf dieser wackeligen Montierung das Glas halten kannst, wenn Du bequem sitzt. Wenns Dir gefällt kannst Du es immernoch sehr erheblich verfeinern.
    Habs und machs gut, Peter

  • Da ich von diesem Fernglas begeistert bin, möchte ich die Qualität des Glases 20x80 Triplet bestätigen. Ich habe es vor rund 2 Jahren gekauft.
    Allerdings war von 3 Exemplaren nur eines eingeschränkt brauchbar. Das konnte ich dann so herrichten, dass es heute mein meistbenutztes Gerät ist, mehr als die Teleskope.
    Man erreicht alle Messier-Objekte. Weitwinkel, nadelscharf, günstiger Preis.
    Ich verwende das Gerät grundsätzlich Freihand, meist auf der Campingliege. Wichtig ist die richtige Handhabung: Man hält es ganz unten an den Objektiven und nicht, wie ich das oft erleben muss, in der Mitte oder noch weiter oben.
    Durch das Gewicht liegt es ruhiger als ein leichteres Glas.
    Wer nicht gerade schwächlich ist, dürfte damit kein Problem haben.

  • Quote
    <i>Original erstellt von: AZM-Freak</i>
    <br />Hallo,


    wer kann nützliche Ratschläge geben?
    Ich will mir im Laufe des Jahres ein Bino-Fernglas zur Beobachtung zulegen, weiß aber noch nicht so richtig, welches! Dabei habe ich eigentlich recht konkrete Vorstellungen an die Anforderungen:


    1. die Vergrößerung muß nicht hoch sein (vielleicht um 10x; eher aber weniger)
    2. die optische Abbildung von Sternenfeldern und flächigeren Objekten sollte toll sein
    3. möglichst unter 800 EUR


    Da muß es doch was für meinen Geschmack geben, oder? Ich dachte da auch schon an ein Miyauchi?


    Danke schon im Voraus!


    Grüße
    Henning[:D]


    Erst einmal vielen Dank an Alle, die mir hier schon geantwortet haben!!!![8D] Bloß gut, dass ich hier in einem solchen Forum gefragt habe, sonst hätte ich mich später wahrscheinlich geärgert!!
    Zur Ergänzung:
    Bisher habe ich immer nur durch das geschaut, was gerade geboten wurde; es war also auch nicht "meins". Jetzt, nach über 25 Jahren Beginn meines astronomischen Hobbbys, will ich mir ein Gerät zulegen, was mir viel Freude machen soll. Da ich weder fotografieren will, noch am Tage damit beobachten möchte, und ich unbedingt ein Stativ nutzen werde, weil es einfach praktisch ist, schwärme ich also schon lange für einen solchen Bino-Feldstecher, den ich, wenn es mich überkommt, greifen kann, ohne lange Vorbereitung. Ich bin also dazu noch ein "Gelegenheits-Gucker". Für mich nur wichtig: eine herrliche Abbildung des Himmels!


    Grüße an Alle


    Henning



    Hallo Henning
    also ein Fernglas für 800 Euro kann ich nicht anbieten [:D]. Was ich anbieten kann, sind Russische Ferngläser mit sehr guter optischer Qualität zum moderaten Preis.
    Hier mal ein Direktlink zu einigen Produkten
    http://www.hoo-germany.de/gruppen.php?grp=29 vielleicht ist auch für Dich was dabei.


    Schönen Gruß

  • Also ich habe ein Nikon Action VI 8x40 (das Porro-Glas mit den verdickten Tubenenden) und ein Leica Trinovid 8x42 BN. Erstaunlicherweise ist die Bildhelligkeit trotz einem Preisunterschied vom 10-fachen fast gleich!! Was die Randschärfe angeht, ist das Leica klar besser, vor allem aber auch was die Reflexe angeht, wenn beispielsweise der Mond knapp außerhalb des Bildes steht. Dafür hat das Nikon ein größeres Sehfeld mit 8,2°! Die ganze Ausführung des Nikon wirkt aber instabiler vor allem die Plastik-Okularbrücke ist nicht der Hit. Merkwürdigerweise stört das aber nicht die Bildqualität. Nervig ist, dass sich die Dioptrin-Einstellung ständig verändert, wenn man das Ferngals umhängen hat. Nachts bedeutet das jedesmal Fummelei, weil man die Einstellstriche im Dunkeln nicht sieht! Im Zentrum des Bildes kann ich beim Leica praktisch keine höhere Brillianz feststellen, was entweder bedeutet, dass das Nikon super für den Preis ist (ich habe seinerzeit Eur 99,-gezahlt),oder das Leica nicht so überragend wie sein Ruf??
    Was beim ansonsten tollen Leica zu bemängeln ist und in kaum einem Testbericht erwähnt wird sind die beiden Streulichtbalken bei der Mondbeobachtung, die sich fast durhcs ganze Bildfeld ziehen und bei Sternbedeckungsbeobachtungen stark stören!! Der Pupillenabstand ist beim Leica besser, jedoch erleben Nihtbrillenträger eine positive Überraschung beim Nikon, wenn sie die ziemlich unbrauchbaren Gummiaugenmuscheln einklappen - man glaubt durch ein anderes Glas zu schauen, weil man plötzlich bequem das ganze Bildfeld überblickt: toller Spacewalking-Effekt bei 8,2°!
    Alles in allem scheint mir daher der Wahnsinnspreis des Leica Trinovid zumindest die Sternbeobachtung betreffend etwas fragwürdig. Hat jemand diese beiden Gläser mal professioneller im Vergleich getestet?

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