ToUcam Pro II - Fragen

  • Hallo Zusammen,


    ich bin über die Artikel der Touchcam Pro II hier ins Forum gelangt, denn ich bin leider kein Astronom. Ich studiere Mediendesign und möchte die Touchcam für Infrarot-Personentracking benutzen.


    Dazu habe ich jetzt ein paar Fragen, denn bei der IR-Aufnahme gibt es einige ähnliche Probleme wie beim Weltallfilmen: Durch die geringe Helligkeit der IR-Lampen erzeugt die Webcam immer ein starkes Eigenrauschen, welches sehr stört. Jetzt habe ich in einem tollen Artikel von Klaus Hohmann (http://astrofotografie.ilo.de/…toucam.funktionsweise.php) gelesen, dass man da noch einiges optimieren kann.
    Bei der Funktionsweise steht, dass die Webcam keine 30 B/s unkomprimiert schafft. Er rät auf 5 B/s.
    -Wie kann ich mir die Kompression dabei vorstellen? Ich brauche nämlich 30 B/s fürs Tracking.
    -Ist die Kompression dann weniger schlimm im Raw-Format?
    -Bringt es mehr mit 320x240px aufzunehmen und das Ganze dann auf 640x480 aufzublasen? Das wird über einen Beamer gezeigt, da sollte es schon größer sein.


    Vielen Dank im Voraus
    Frankl

  • Hallo


    die Kompression hat eigentlich mit dem Rauschen nicht so viel zu tuen, mehr mit dden Effekten die in jpg Bildern auch auftreten, Farbstufen, Artefakte


    mehr Licht? was nimmst du den für ein Objektiv? hoffentlich nicht das Orginale mit eingebautem IR Filter[:D], ein größeres Objektiv würde wohl auch helfen aber das Licht passt kaum durch die Öffnung des !2mm Gewindes (ist ja der freie Durchlass eines Adapters noch kleiner9
    Eigentlich müsste das Ding raus aus dem Gehäuse und dann gleich einen 1/3 Zoll CCD Chip einbauen, da fangen die großeren Pixel mehr Licht


    das Rauschen kommt wohl von der Signalverstärkung, wohl Hard- und Softwaremäsig und ewin bischen produziert die Kamera wohl auch auf anderem Wege


    Gruß Frank

  • Hi Frank,


    die normale TouCam ist halt nicht wirklich IR-empfindlich, weil sie ein <font color="red"><b>SPERRFILTER</b></font id="red"> eingebaut hat. Der müßte also erstmal raus, dann wird das ganze besser.


    Davor wäre aber die Frage zu stellen, ob diese Cam die richtige Lösung ist. Eine entsprechende Video-Kamera mit Frame-Grabber ist da vermutlich eher die "Waffe".


    Möglicherweise wäre eine Mintron-Kamera besser geeignet weil empfindlicher und mit einem C-Mount-Anschluß versehen, was für Überwachungskameras der Standard wäre. Da gibt es dann die verschiedensten Brennweiten und vor allem - sehr hohe Lichtstärken.


    -&gt; ansonsten noch: IR-Passfilter verwenden, der den gesamten sichtbaren Bereich aussperrt, das erhöht den Kontrast,


    -&gt; entsprechende HiPower IR-LED verwendet. Die gibt'S ja inzwischen mit mehreren Watt Strahlungsleistung, aber ACHTUNG: <font color="red"><b>Augengefählich</b></font id="red">, da <font color="yellow"><b>unsichbar</b></font id="yellow">, dazu gehören entsprechende Strahlaufweitungssysteme!



    Alles mal so aus der Hüfte geschossen.


    CS


    Narvi

  • Danke erstmal für die schnellen Antworten.


    @Narvi
    Ups, nasowas: ein Sperrfilter ist drinnen? Ok, ich habe ne Seite gefunden, wo beschrieben wird, wie er rausgeht. Komisch bei meinem schnellen "Ich-halte-das-Ding-mal-ausm-Fenster-Test" hat es ganz gut geklappt. Davor hatte ich eine IR-Passfolie von Lee. Na, dann mach die den Filter aus der Optik mal raus. Danke für den Tipp.


    Eine Analoge kommt leider rein preislich nicht in Frage. Ich brauche 3 Kameras. Ich filme bei einer Videoinstallation den Benutzer von hinten vor der Leinwand. Der wird anschliessend auf der Leinwand gezeigt. Um das Videofeedback zu umgehen, wird eine Ir-Kamera nur eine Maske aufnehmen, die aus der, genau daneben liegenden, baugleichen Farbkamera ausgeschnitten wird. Eine dritte IR-Kamera filmt von oben die Position des Besuchers. USB ist da für den Pc auch besser zu verkraften als alle capturen.


    Nun auf die Gefahr ich schreibe zuviel:
    -&gt;Ab wann (Dauer,Leistung) wird Infrarot augengefährlich? Hast Du da einen Link?
    Ich benutze zwei Philips Gesundheitslampen (100W) mit einer blauen Theaterfolie davor (insgesamt nur 16eu, im Gegensatz zu den ollen, teuren Leds). Die blaue Folie filtert das sichtbare rote Licht raus. Die Lampen sind hinter der Leinwand. Also besser wegen der Augen die Lampen quer auf die Leinwand richten, nicht frontal dahinter?!?


    @FrankH
    Die Optik wäre meine nächste Frage gewesen. Habe festgestellt, dass ich doch eher eine Weitwinkel brauche um den Raum zu erfassen.
    -&gt;Kannst Du mir da etwas empfehlen? Oder hast Du einen Link?


    Anderen Chip einbauen kommt leider nicht in Frage wegen dem Arbeitsaufwand, weil 3 Kameras.


    Zur Kompression der Bilder bei 30b/s.
    -&gt;Liege ich da richtig wenn ich vermute, dass die Artefakte beim RAW-Modus nicht so schlimm sind wie beim RGB-Modus?
    Artefakte entstehen meist bei harten Kanten, die bei Nicht-Weltraum-Fotos wenig vorkommen vorherrschen. Will heissen ich müsste die Kamera mit WcRmacV auf den BW-Chip-Modus modden. Sonst sind die Helligkeiten ja noch mit einem Offset gewichtet und das machts ja nur noch schlimmer (http://astrofotografie.ilo.de/…jpg&t=Kamera+im+Raw-Modus).



    Ansonsten bin ich froh mal endlich auf Fachleute getroffen zu sein. Bei den Medienfuzzies herrscht ja die Bildverbesserung mittels Software (Filtern,etc) vor. Doch wie ich sehe kann man ja an der Aufnahmebasis ne Menge optimieren.

  • Quote


    @FrankH
    Die Optik wäre meine nächste Frage gewesen. Habe festgestellt, dass ich doch eher eine Weitwinkel brauche um den Raum zu erfassen.
    -&gt;Kannst Du mir da etwas empfehlen? Oder hast Du einen Link?


    da haste mal den Falschen gefegt, ich würde dir eine Spiegeloptik empfehlen was bei 6mm-30mm Brennweite wohl nicht geht
    der IR-Filter ist ja nicht nur im Objektiv um das Licht vom Chip auszusperren sondern vor allem weil die objektivlinsen dafür nicht korrigiert sind, denke bei den C-Mount für Überwachungskameras müsste das besser sein, sind ja auch für IR?


    Gruß Frank

  • Guten Tag Frank


    Schön dass wir Astronomen mal bei einer nicht-astronomischen Verwendung der toucam helfen können. Das passiert selten ... hoffe ich kann mit meiner Senfbeigabe ein wenig weiterhelfen.


    Zur Kompression: Ich denke man muss bei der toucam zwei verschiedene Effekte unterscheiden. Der eine ist entstehende Artefakte bei starken Kontrastübergängen, bei 5B/s gibt es die im RAW-modus natürlich nicht. Der eigentliche Kompressionseffekt entsteht jedoch gerade durch hohe Bildraten. Mein Eindruck ist, dass je höher die Bildrate, desto mehr Pixel werden zu eigentlichen Superpixel zusammengefasst. Bei 30B/s sieht das dann ungefähr so aus, wie wenn das Bild nur noch aus 8x8 Superpixel besteht. Aus 640x480 wird also in etwa ein 80x60 Bild! Das eigentliche Problem ist der enge USB1-Schlauch, deshalb wird bereits kameraseitig komprimiert. Das wird auch im RAW-modus nicht anders sein, weiss ich aber selber nicht. Brauchst Du tatsächlich 30B/s für's Tracking? Bei 10B/s wäre vielleicht der Superpixel-Kompressionseffekt noch akzeptabel für Deine Anwendung.


    320x240 versus 640x480 Pixel: 320x240 ist wohl keine Variante, der Auflösungsverlust ist mehr als nur merklich. Mit 'Aufblasen' kann man's auch nicht mehr wettmachen, verloren ist verloren.


    Zum Objektiv: Wir verwenden die toucam ohne das Originalobjektiv, es ist für unsere Zwecke unbrauchbar. Der chip sitzt ziemlich tief im Gehäuse, man kann wahrscheinlich die C-mount Norm von 17.5mm nicht einhalten. Für Deine Anwendung braucht es aber den Fokus 'unendlich' nicht, könnte vielleicht gerade gehen. Das wäre auszuprobieren!


    Grüsse
    Jan

  • Quote

    Der chip sitzt ziemlich tief im Gehäuse, man kann wahrscheinlich die C-mount Norm von 17.5mm nicht einhalten.


    hallo


    ne er sitzt nicht so sehr tief, bei den Neueren etwa 9mm
    aber ein Adapter auf C-mont wird wohl ein Problem, auch wegen der zusätzlichen Länge? da würde ich die Platine lieber gleich in ein anderes Gehäuse schrauben


    Gruß Frank

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