Dimensionierung Streulichblende Lowrider ?

Netzwerkarbeiten / geplante Serviceunterbrechungen 26./27.01.2022 - mehr Infos Hinweis ausblenden =>
  • Hallo zusammen,


    so langsam komme ich mit meinem 20" weiter. Der Fangspiegel ist gekommen und der Hut wird hoffentlich diese Woche fertig.
    Nun plane ich gerade die Größe der Streulichtblende und da ist mir ein Punkt nicht ganz klar:
    Wenn ich ausgehend vom Öffnungsverhältnis f4,84 den entstehenden Konus vom Fokus zurück Richtung FS und weiter zum gegenüberliegenden Hutbereich verlängere ist das ja eigentlich nur der Bereich der sowieso vom Fangspiegel abgeschottet wird.
    Daher habe die die Keule nun um das Blickfeldwinkel von knapp über einem Grad vergrößert. Damit komme ich aber immer noch auf eine, meiner Meinung nach, kleine Streulichtblende von ca. 30x30 cm.


    Um wieviel Grad muss ich diesen Konus noch aufweiten um eine vernünftige Streulichtabschattung zu erhalten? Wovon hängt die Größe denn ab?


    Gruß
    Markus

  • Hallo Markus,


    ich bin davon ausgegangen, dass die Blende das für mich relevante maximale Bildfeld (etwa 35 mm) nicht vignettieren darf. Dazu habe ich mir eine maßstäbliche Zeichnung gemacht mit optischer Achse, Fokalebene und FS. In der Fokalebene habe ich dieses maximale Feld eingezeichnet und dann von dessen Rand Linien zum Rand des FS gezogen. Die Blende(n) müssen jetzt so groß sein, dass diese Linien noch durchgehen. Das kann man sicher noch etwas enger ziehen, aber mit dieser Konstruktion bist Du auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Ich habe bei meinem Lowrider zwei Blenden eingesetzt, siehe hier



    eine ist direkt hinter dem OAZ, die zweite noch etwas weiter Richtung FS. Dadurch muss die zweite Blende von ihren äußeren Abmessungen nicht so groß sein. Die Konstruktion kannst Du ja dann nochmal überprüfen, indem Du Dir eine 2" Hülse mit maximal benutzter Feldblende baust und durch schaust. Da wird einem dann auch schnell klar, wo die kritischen Bereiche sind.


    Mit der Konstruktion fällt bei mir die Hutblende erfreulich klein aus.


    Viel Spass beim Bauen! Hast Du schon ein paar erste Bilder ?


    Grüße
    Reiner

  • Hallo Rainer,


    danke für deine Ausführung. Mal sehen wie ich das integrieren kann. Eventuell verbaue ich auch eine Irisblende.
    A propos, wie groß ist den dann deine Hutblende?


    Hier auch mal ein Foto vom Unteren "Tubus":



    Im Moment bin ich am Spinnen- und Hutbau. Es wird ein Einringhut mit exzentrischer Spinne. Weitere Fotos folgen wenn ich damit fertig bin.
    Kann sich aber hinziehen, da ich nächste Woche schon wieder mal beruflich für einen Monat ins Ausland muss.
    Ich kämpfe aber schwer, daß das ganze Telekop zum ITT in Kärnten Ende September fertig wird.


    Gruß
    Markus

  • Hallo Markus,


    ganz genau weiss ich das nicht mehr, die wurde sukzessive immer kleiner [:D] .
    Sie dürfte so um die 40 cm hoch sein und damit auch nicht mehr viel größer als bei "normalen" Dobsons. Irisblende ist auch schon bestellt, aber noch nicht da. Die ersetzt dann die Blende, die näher am Okular ist.


    Wie groß (und vor allem wie schwer) ist denn Dein Fangspiegel? Die Spinne und der Hut müssen da schon einiges aufbringen, um die großen Dinger justierstabil zu halten.


    Grüße
    Reiner

  • Hallo Markus,
    schau einfach durch deinen Okularauszug von Unterkante Außenseite Richtung Oberkante Innenseite. Dann kannst du auf der anderen Seite des Hutes eine Pappe halten und solange nach oben schieben, bis kein Himmel mehr zu sehen ist. Bei einem 20" Lowrider bist du da schnell bei einem Meter über dem Hut. Ich würde die Blende auf die Spinne setzen und die Irisblende zusätzlich nutzen.
    Viele Grüße
    Jörg

  • Hallo Markus,


    ich hatte Deine Frage total falsch verstanden. Erst durch Jörgs posting ist es mir klar geworden, dass es Dir um die <b>Hutblende</b> geht. Deren Größe kannst Du natürlich am besten so bestimmen, wie es Jörg schreibt.


    Bei einem Lowrider kommst Du aber nicht um die von mir genannten Streulichtblenden <b>zwischen OAZ und FS</b> herum, ansonsten werden die Hutblenden gigantisch. Was ich oben geschrieben habe bezieht sich auf diese OAZ Blenden.


    Grüße
    Reiner

  • hallo Leute,


    ich hab die Blende mit eingestecktem Oku (31er Nagler, oder einfach das mit der grössten Feldblende) bei voll eingefahrenem OAZ dimensioniert. Hierzu hab ich den Hut auf eine Tischecke montiert und das Blendenmatieral unbeschnitten um den Hut befestigt. Dann einfach Stückchen von hellem Malerklebband auf das Material kleben. Solange diese Stückchen im Okular beim Draufschauen mit Abstand (nicht Durchschauen! [:)] ) sichtbar sind, werden sie weiter nach aussen versetzt. ist nix mehr sichtbar, kommt kein Streulicht mehr durch die Feldblende. Jetzt besser noch rundum 10cm zuschlagen, verkleinern kann man die Blende ja gut, aber ansezten..... [:(]


    Das Draufschauen aufs Oku sollte aus allen Winkeln geschehen, nicht nur "senkrecht".


    Die so erhaltene Streulichtblende lässt derzeit noch störendes Streulicht in den OAZ und den Okularteil vor der Feldblende fallen. Ich werden deshalb noch den OAZ innen Schwärzen und zusätzlich eine OAZ-Blende montieren.


    Grüsse Max


    PS: das Aufzeichnen des Strahlenganges ergibt nur die Lage in der Okular-Fangspiegel-Axe. Wie der schiefe und gewölbte (um den Hut geschlungene) Kegelschnitt daneben aussieht, lässt sich kaum aufzeichnen.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!