Teleskop und Montierung auch für Fotos

  • Ich suche auch ein Teleskop. Allerdings habe ich da ein paar Ansprüche, wollte aber nicht gleich über die 1k€ gehen.
    Die bisherigen Threads, welche ich gefunden hatte, gingen mir nicht genug auf meine Ansprüche ein.


    Momentan interssiert natürlich der Mars, aber einen Nebel würde ich auch mel gerne sehen. Bisher durfte ich den alten 60/910mm Quelle-Refraktor von Vattern testen, aber der ist ja sowas von wackelig. [:(!]


    Interssant finde ich das hier in 1000mm: http://www.teleskop-service.de…fraktor/refraktor.htm#102


    Ich will auch mal Fotos schießen, also sollte auch gleich ein Motor und vielleicht ein Polsucher dabei sein.


    Sollte ich da besser zur Astro-5-Montierung greifen? Der Aufpreis ist natürlich schon ganz ordentlich, aber ich will nicht wegen einer wackeligen Montierung schnell die Lust verlieren.


    Für die Fotografie plane ich sowohl eine ToUcam umzubauen, als auch meine voll mechanische SLR Pentax K1000 einzusetzen. Die Spiegelreflex sollte dann sowohl per T2-Adapter ans Teleskop, als auch paralell mit eigenem Objektiv (auch mal 50mm) auf dem Fernrohr mitfahren.


    Vielleicht kommt später mal ein Spiegel dazu, wenn ich große Nebel knipsen will.


    Wieviel sollte man mindestens Ausgeben, um nicht gleich alles vor Frust in die Ecke zu werfen?


    Kennt einer Händler zwischen Münster, Paderborn und Bielefeld, oder östliches Ruhrgebiet, wo mach sich braten lassen kann?


    Noch ne Frage zu Beobachtingsstandorten: Gibt es eine Karte mit günstige Standorten in Deutschland? Ich komme aus dem Kreis Warendorf und hier ist es recht hell in der Umgebung.


    Gruß
    Spunky
    PS: Bitte keine Schroll-Kommentare hier im Thread. Sowas nervt den Neuling!

  • Hi Spunky,


    woher kommst Du denn?
    Ich wohne in Lippe :)


    Die Wahl des Scopes ist schon sehr gut!
    102/1000 FH auf Astro5 ist schon ziemlich stabil. Was not tut, ist ein stabiles Stativ :)


    Viele Grüße


    Frank

  • Gestern war ich beim Händler in Bielefeld. Er empfahl mir unbedingt einen Spiegel. Am besten einen MEADE. Für meine Zwecke (Fotos) dürften die kleinen von MEADE wohl nicht geeignet sein. Ich hatte das Gefühl, ich hätte nach Lego gerfragt und er wollte mit Playmobil andrehen. Tsts. Die können einfach nicht hinhören, was der Kunde will.


    Jetzt meine Frage:
    Ist ein Spiegel (sagen wir mal der typische 114/900-Newton) wirklich besser, oder greife ich für Planeten lieber doch zum o.g. Refraktor?


    Spunky

  • hat beides Vor- und Nachteile, Spunky.


    Vorteil Newton: Farbrein (also ohne sekundäres Spektrum), billig, man spart einen Zenitspiegel, man benötigt nur ein niedriges Stativ = Standfest.


    Vorteil Refraktor: Etwas mehr Kontrast, bequemes Beobachten hinter dem Scope, kürzeres Auskühlen = schnellerer Einsatz, unanfällig gegen Dejustage.


    Viel Spaß bei der Auswahl :)


    Frank

  • Mann mann mann, ihr könnt einem auch garnicht helfen. *g*


    Frage zur Montierung: Ich habe mich mal bei Teleskop-Service umgeschaut, weil die halt eine gute Auswahl, (einigermassen) gute Preise und viel Erklärungen haben und frag mich nun, ob zur Fotografie eine SkyView reicht, oder man besser die Asro-5 wählt?
    Trägt die SkyView ein 150mm-Newton plus eine Petax mit 135mm obendrauf?


    Ich wollte nicht zuviel ausgeben, da es wohl kein intensives Hobby ist, mich aber doch schon seit Jahzehnten interessiert (bin 36).


    Hilft ein Polsucher viel, wenn man eh enscheinert? Habe gelesen, für Fotografie sollte man besser nach Scheiner ausrichten, da hier der Polsucher noch zu unpräziese ist. Ich Habe für meine Pentax ein 28mm, 50mm (1,7!) und ein 135mm und noch einen 2x-Telekonverter. Die wollte ich ebenfalls nutzen.


    Sowas will ich auch mal knipsen: http://www.teleskop-service.de…t114/zmilchstemberger.jpg


    Spunky

  • Hallo Spunky!
    Ich bin ja nun ganz ganz neu in dem Board, eigentlich wegen ner eigenen Frage von mir, aber von MEADE hatte ich bisher nicht unbedingt das beste gehört, und wenn man sich die Bilder ihrer (kleineren) parallaktischen Montierungen anschaut, dann weiss man auch warum: wackelig und "dünn".


    Mit dem Einsteiger-Reflektor von Vixen und nem Polarsucher+RA-Motor bin ich jetzt seit Jahren zufrieden.


    Das geht halt leicht über die 1k€, nach meinem gerade nicht aktuellen Preisindex im Kopf etwa bis 2k€ (mit zusätzlichen Okularen), ist es allerdings wirklich wert, denn das Ding und vor allem die GP-Montierung von Vixen, ist wirklich stabil und ewig haltbar.
    Zudem ist es optisch von Anfang an sehr gut eingestellt (kollimiert) und hat nen 1,25 Zoll Auszug (nötig für gute Okulare und vor allem für Fotografie).
    Wenn's einen dann wirklich packt, das Astrofieber, kann man dann jederzeit 'ne neue Optik draufsetzen.


    Etwas fickelig ist allerdings die Polsucherjustierung, wenn man nachrüstet.


    Der große Vorteil ist, das die GP-Montierung die Hebelwirkung einer zusätzlich seitlich aufgesetzten Kamera auf jeden Fall aushält!
    Lass dir von nem guten Optiker doch dazu ein Angebot machen!


    Billigere Alternative: Refraktor mit Parallaktischer Montierung von -meinetwegen - Meade und aufgesetzter Kamera, aber keinesfalls einen Reflektor an der Montierung von Meade!



    Grüße


    Hieflo

  • Tja Spunky ...
    also wenn's denn langbelichtende Fotografie sein soll, solltest Du mindestens unbedingt die Astro5 nehmen. Und ein anständiges Stativ.
    Eine Gewähr für Punktförmige Sterne hast Du dann aber auch noch nicht, da der periodische Schneckenfehler sehr groß sein kann. Kleiner wird er dann schon bei Montierungen wie der Vixen GP-E oder GP, da diese sehr vermutlich präziser hergestellt werden. Aber Du kannst natürlich auch mit einer EQ5 Glück haben.


    Zum Thema Scheinern kann ich nichts beitragen, das hab ich selbst noch nie gemacht/gebraucht.


    Also ich würd vermutlich ein 6" Newton nehmen auf einer GP-E mit 2-Achsensteuerung und V-Stativ oder GP-DX-Stativ.
    Da Du gerne Fotos machen willst, stört die Obstruktion durch den Fangspiegel nicht wirklich und das System ist preiswerter und farbrein.


    Viel Spaß


    Frank

  • Hi Spunky!
    Hab grad mal nachgeschaut:
    Vixen Great Polaris E R114M heisst das einsteigermodell, die kürzen die Montierung eben auch oft zur GP-E ab (E steht wohl für "Economy" oder "einfach" ;) :( Kostet etwas über 760€, die Montierung alleine ist aber schon 450€ wert.
    Ein Mittelgroßes Plössl (11mm) hab ich mir anno dazumal noch dazugekauft, zu dem ortho das damals dabei war.
    Mittlerweile sind schon zwei orthoskopische Okulare bei, nicht schlecht...
    Polsucher + Motor sind dann aber nur per Aufrüstset dabei.


    Am besten du macht mal ein halbes Jahr lang ohne Polsucher+motor den Sternenjäger (hab ich auch gemacht), und schaust dann, ob du fotos machen kannst willst, kannst ja jederzeit aufrüsten.


    Ich bin da bis heute nicht gut drin ...



    Gruß


    Hieflo

  • @fereroXT


    man was ne karte - merci. jetzt verstehe ich wieder warum ich mich so alleine und verlassen fühle - laut der karte kein händler weit und breit in und um würzburg!!! *ggg*


    ciao christian

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">aber keinesfalls einen Reflektor an der Montierung von Meade<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Die Aussage kann ich nicht so ganz nachvollziehen... die LXD55-Montierung ist durchaus für Reflektoren bis 10" brauchbar, allerdings nur, wenn man ein ordentliches Stativ dazu kauft. Nur kommt man dann allein damit schon über 1k, hat aber dafür goto. I love it.
    Größter Nachteil der LXD55 ist der fehlende AutoGuider-Anschluss, für Langzeitfotografie taugt das nix - aber wer macht das auch schon in der Preisklasse...

  • CK


    hallo ck


    du bist der erste der die LXD55 gut findet. meinst du die wäre für ein 8" sc auch geeignet um mit einer digicam fotos zu machen?? und klappt das bei dir mit dem autostar? habe nämlich das lxd55 sc oder das lx90 im auge.


    verkaufst du deshalb dein stativ??


    ciao christian

  • Hi,


    ich denke das 8" sc sollte auf der LXD55 noch gut funktionieren, zumindest bis Windstärke 4 und mit besserem Stativ (Berlebach!). Dann taugt es auch für die Digitalkamera, allerdings dürften deep space Fotos nicht wirklich Spaß machen, weil du die ganze Belichtungszeit lang manuell nachführen musst.
    Das mit dem Autostar klappt wunderbar, wenn man das Prinzip denn erst mal verstanden hat.

  • CK


    muß ich nochmal doof fragen: warum muß ich manuell nachführen - ich denke der autostar kann die nachführung machen - mit motor??? muß ich wirklich manuell nachführen??????


    merci für die schnelle antwort


    christian

  • Hallo Christian,
    Nachführen ist nicht Nachführen. Für visuelle Nutzung – also normales Beobachten – sind die üblichen Nachführungen genau genug, nicht jedoch für die Astrofotografie bei längeren Belichtungszeiten. Hier wird es dann erforderlich einen „Leitstern“ nachzuführen, was mit einem extra Leitrohr oder aber einem off axis Guider möglich ist. Man darf sich das so vorstellen, dass Du während der Belichtung durch dieses möglichst langbrennweitige Leitrohr (oder halt den Guider) schaust, um den Leitstern im Fadenkreuz des Okulares zu halten. Korrekturen werden mit den Tasten der Steuerung vorgenommen. Ist schon echt Arbeit bei 45 Minuten Belichtungszeit.
    Gruß,
    Guido

  • Genau.
    Keine Montierung ist genau genug, um die Sterne mehrere Minuten oder gar Stunden an EXAKT der gleichen Position zu halten, darum muss bei Langzeitbelichtungen IMMER nachgeführt werden.
    Ein sogenannter off-axis-guider (technisch meist eine einfache Digitalkamera) macht das automatisch, er wird normalerweise an die Teleskopelektrik angeschlossen. Das kostet aber ordentlich Geld und ist beim LXD55 halt nicht möglich.
    Wenn du also wirklich schöne deep space Fotografie betreiben willst, ohne viel Geld auszugeben, bleibt dir leider nur die manuelle Nachführung.

  • Für Fotos werde ich mir wohl erstmal einen Barn Door Tracker oder ein Scotch Mount bauen (worin auch immer die Unterschiede zwischen den Teilen liegen). Da ich handwerklich ein wenig Geschick besitze und so'n der Schrittmotortreiber auch kein Problem ist, sollte es nit allzu schwierig sein. Muß nur noch schauen, woher ich einen preiswerten Polsucher bekomme.


    Währe eine parallaktische Montierung genau genug, wenn man sie ordentlich einscheinert und dann den Motor laufen lässt? Ich meine jetzt eine etwas preiswertere Montierung zw. 300 und 400 Euro (SkyView, Astro-5 bei TS) oder ist eine Vixen GP schon unterste Grenze für präziese Fotographie mit einer Zeit von etwa 30 Minuten?


    Mich schrecken noch die recht hohen Einstiegskosten ab. Für Fernrohr und Montierung hatte ich so etwa 500 (+100) eingeplant. Wie gesagt sollte sie aber Tauglich für Langzeitbelichtungen sein, weil mich die bunten Nebel faszinieren.


    Spunky

  • Guido und @ ck


    ja merci erstmal. aber für´s nachführen von planetenfotos mit digicam oder webcam isses doch ausreichend? es is schon schwierig wenn man so viel geld ausgeben will aber net so richtig weiss ob´s dann auch klappt mit den vorstellungen.


    ciao christian

  • ja genau, wie von CK geschrieben: Für webcam und kurze Belichtungen reicht die motorinachtürlichsche Nachführung. Bei den beliebten webcam-Aufnahmen geht es ja darum, viele der kurzbelichteten Aufnahmen später im PC mit Giotto o.ä. zu addieren. Solange das Objekt im Gesichtsfeld bleibt, können dann bei dieser NAchbearbeitung die Bilder überenandergelegt werden um so evtl. Ungenauigkeiten in der NAchführung auszugleichen.
    Alles klar?
    Guido
    P.S. Auch ein off axis guider kann zum händischen NAchführen genutzt werden. Muss gar nicht unbedingt mit autoguider sein.

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