Interferometer

  • Hallo


    bin gerade am Bau eines Interferometers und wollte mal fragen ob ich was übersehen habe



    vom Laser aus passiert das Licht alle roten Flächen, die Fehler dieser wirken sich auf die grüne Referenz und den Prüfling gleich aus, die fehler durch Refraktion ebenfalls, sollten also im Interferogram keine Auswirkug haben.
    ==> lediglich die Qualität der Prüfsphäre bergrenzt theoretisch die Genauigkeit wenn man diese nicht "abzieht?"
    wenn der Strahl des Lasers in sich zurückfällt sollte das System sebst ausreichend justiert sein.
    Ein kleinerer Prüfling könnte eine beliebige position auf dem Jetzt dargestelltem Prüfling einnehmen, das Licht muß nur in den Punkt zurückfallen den die Referenzfläche vorgibt.
    Öffnungsverhältnis und Brennweite des Prüflings spielen wenn sich dessen Brennpunkt mit dem der Referenz trifft und er in den Lichtkegel den die Referenz vorgibt reinpasst, keine Rolle (von der nötigen Laserkohärenzlänge abgesehen)


    kann man das so stehen lassen habe ich ein Problem übersehen?


    Gruß Frank

  • Hi,


    > ==> lediglich die Qualität der Prüfsphäre bergrenzt theoretisch die Genauigkeit wenn man diese nicht "abzieht?"


    richtig.


    > kann man das so stehen lassen habe ich ein Problem übersehen?


    Das Prinzip ist völlig richtig, aber der Teufel steckt im Detail:


    -- Herstellung bzw. Prüfung der konvexen Referenzfläche ist schwierig


    -- Du brauchst eine gute punktförmige Lichtquelle, am besten HeNe-Laser, Strahlaufweiter, Mikroskop-Objektiv, 10-20µm Lochblende in 3 Achsen justierbar


    -- Und die Referenzfläche muss relativ zur Lichtquelle auch in 3 Achsen justierbar sein.


    -- Das zur Lichtquelle zurückgehende Licht kann eventuell ein Problem darstellen. Deshalb wird bei Zygo Interferometern ein polarisierender Teilerwürfel verwendet, und zwischen Teilerwürfel und Referenz kommt noch eine lambda/4 Platte.


    Du weisst dass es für solcherlei Fragen auch die englischsprachige Gruppe yahoo/interferometry gibt?


    Gruss
    Michael

  • Hallo Michael,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> Du brauchst eine gute punktförmige Lichtquelle, am besten HeNe-Laser, Strahlaufweiter, Mikroskop-Objektiv, 10-20µm Lochblende in 3 Achsen justierbar
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Dreiachs- Feinjustierung ist völlig klar. Ich hab für meine Anordnumng eine grüne Laserdiode (mit IR- Schutzfilter versteht sich) verwendet. Diese wurde von einem 20 mm Oku als annähernd punktförmig abgebildet. Danach erfolgt ja zwangsläufig die notwendige Strahlaufweitung. Eine Lochblende schien mir nicht erforderlich. Es würde aber kein besonderes Problem bedeuten, diese nachzurüsten. Bekommt man damit evtl. auberere I- Gramme? Hier zur Begutachtung eines meiner Beispiele:




    Was hältst Du davon?


    WeitereDetails meiner Ausführung siehe
    http://www.astrotreff.de/topic…was+andere+Interferometer


    Gruß Kurt

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> Ich hab für meine Anordnumng eine grüne Laserdiode (mit IR- Schutzfilter versteht sich) verwendet. Diese wurde von einem 20 mm Oku als annähernd punktförmig abgebildet. Danach erfolgt ja zwangsläufig die notwendige Strahlaufweitung. Eine Lochblende schien mir nicht erforderlich. Es würde aber kein besonderes Problem bedeuten, diese nachzurüsten. Bekommt man damit evtl. auberere I- Gramme?
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das Problem bei der Linse ist dass kleinste Staubteilchen sich störend bemerkbar machen können, weil der Strahldurchmesser an der Linse ziemlich klein ist.
    Bei dem beschriebenen Aufbau mit Lochblende (wird auch als "Raumfilter" bezeichnet, oder im englischen "spatial filter") kann dieses Problem nicht auftreten, weil hinter der Lochblende erst mal keine Glasfläche kommt. Die Ausleuchtung ist völlig gleichmässig. Der Teilerwürfel ist nicht mehr so kritisch, weil da der Strahldurchmesser schon gross genug ist.
    Nachteilig ist die aufwändige Justierung der Lochblende. Ohne präzise Mechanik mit drei Mikrometerschrauben geht es nicht.


    Gruss
    Michael

  • Hallo


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Du weisst dass es für solcherlei Fragen auch die englischsprachige Gruppe yahoo/interferometry gibt?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    dann wäre es besser für mich gleich optik zu studieren als erst englisch zu lernen[;)]


    Das mit der Lochblende und der Justierbarkeit bekomme ich gut hin.
    Die Referenzlinse? ist zum Glück nicht groß, wird nicht die Weltkosten


    =&gt; Kurt


    das Michelson hat 3 Fehler
    1. zu viele lose Teile, man kann die Referenz ja nicht einfach ankitten
    2. der würfel geht im Referenz und Prüfstrahl jeweils durch eine andere Fläche, den Fehler dieser ist dann theoretisch irgendwie in der Messung
    3. mein Mürfel hat nur 3 offene Flächen die ist in anderem Winkel und mattschwarz verschlossen um Reflektionen dieser zu vermeiden


    gut werde ich mal so versuchen, die Refraktion des Glases wird den Focus wohl auch nicht verschlucken, wird aber wohl eine Weile dauern vor allem wegen der Referenz


    könnte man den die Referentsphäre am Teiler gegen einen Referenzspiegel vermessen und in einem Programm dann immer beim messen abziehen? man weis ja nie was man für eine Linse hat oder welche Qualität ist da nutzbar und realistisch verfügbarß ich habe mir ehrlich erst um die Dimensionierung sorgen gemacht und noch nicht im nach solchen Linsen gesucht.


    Gruß Frank

  • &gt; Die Referenzlinse? ist zum Glück nicht groß, wird nicht die Weltkosten


    Wird aber schwierig so eine Linse mit lambda/10 Oberflächen-Fehler zu finden.


    &gt; 2. der würfel geht im Referenz und Prüfstrahl jeweils durch eine andere Fläche, den Fehler dieser ist dann theoretisch irgendwie in der Messung


    Das sehe ich auch als grossen Schwachpunkt an. Zumal jede der beiden Flächen gleich zweimal ins Messergebnis eingeht.


    &gt; könnte man den die Referentsphäre am Teiler gegen einen Referenzspiegel vermessen und in einem Programm dann immer beim messen abziehen?


    ja, das geht.


    &gt; man weis ja nie was man für eine Linse hat oder welche Qualität ist da nutzbar und realistisch verfügbar


    Was besseres als lambda/4 wird schwer zu finden sein. Als Sonderanfertigung gibt's natürlich alles, bei entsprechendem Preis.


    Gruss
    Michael

  • Hallo Michael, Hallo Frank,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Das sehe ich auch als grossen Schwachpunkt an. Zumal jede der beiden Flächen gleich zweimal ins Messergebnis eingeht<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Das wird sicher wichtig, wenn man bei lichtstarken Systemen tatsächlich eine größeren Teil der Würfelflächen ausleuchtet. Wenn aber z. B. der Focus ca.20 mm außerhalb des Würfels liegt, dann kommt mam bei CoC und F/5 des Prüflings auf max.4 mm Durchmesser im Austritt des Würfels bei 30 mm Kantenlänge. Da dürfte noch nichts merkliches an Fehler passieren. Es wäre auch kein Problem einen kleineren Würfel mit noch geringerem Fokus- Abstand zu verwenden. Oder hab ich mich hier verschätzt?


    Gruß Kurt

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> Wenn aber z. B. der Focus ca.20 mm außerhalb des Würfels liegt, dann kommt mam bei CoC und F/5 des Prüflings auf max.4 mm Durchmesser im Austritt des Würfels bei 30 mm Kantenlänge. Da dürfte noch nichts merkliches an Fehler passieren. Es wäre auch kein Problem einen kleineren Würfel mit noch geringerem Fokus- Abstand zu verwenden.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Kritisch sind aber die anderen beiden Seiten des Teilerwürfels, da wo der Strahl schon ca. 10mm Durchmesser hat. Der Oberflächenfehler der linken Seite geht _nur_ in das Referenzsignal ein (und zwar gleich zweimal), und die obere Fläche geht _nur_ in das Mess-Signal ein (ebenfalls zweimal). Im ungünstigsten Fall können sich alle Fehler addieren.
    Die beiden Seiten wo der Stahl nur 4mm Durchmesser hat (rechts und unten) sind hingegen völlig unkritisch, weil hier sowohl der Referenz- wie auch der Mess-Strahl durchgehen.


    Es kommt natürlich drauf an wie der Oberflächenfehler des Teilerwürfels wirklich aussieht, also wie der Fehler über die Fläche verteilt ist. Wenn's nur eine gleichmässige Krümmung ist, dann ist der Fehler über 10mm Durchmesser natürlich kleiner als bei vollen 30mm. Aber wie der Fehler verteilt ist weiss man ja nicht so genau.


    Ein kleinerer Würfel mit 10mm Kantenlänge wäre in dieser Hinsicht eher schlechter, weil ein grösserer Anteil der Fläche tatsächlich verwendet wird.


    Man kann natürlich die ganze Anordnung mit einem bekanntermassen guten sphärischen Spiegel kalibrieren. Dann ergibt sich der Gesamtfehler aus die beiden Flächen des Würfels und der Referenz-Sphäre.


    Gruss
    Michael

  • Hallo Michael,
    jetzt bin ich unklar[?] <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Kritisch sind aber die anderen beiden Seiten des Teilerwürfels, da wo der Strahl schon ca. 10mm Durchmesser hat. Der Oberflächenfehler der linken Seite geht _nur_ in das Referenzsignal ein (und zwar gleich zweimal), und die obere Fläche geht _nur_ in das Mess-Signal ein (ebenfalls zweimal). Im ungünstigsten Fall können sich alle Fehler addieren.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Ich bin in meinem Beispiel von dem recht typischen Fall ausgegangen, nämlich Prüfung eines Parabolspiegels f/5. Das macht bei CoC ein Strahlenbündel von f/10. So sieht das skizziert aus:



    Da kommt bei mir schlimmstenfalls ein Durchmesser d2 = 4 mm auf der Würfelfläche heraus. Bei AC wären es dann 8 mm. Oder was hab ich falsch gemacht?


    Gruß Kurt

  • Hallo Michael hallo Kurt.


    Jetzt bin ich mir nicht sicher von welchen Interferometer ihr redet.
    Weil diese Fehler kommen im Michelson und in dem von oben so wie
    es gezeichnet ist, gleichermaßen vor.
    Beim Interferometer mit der aufgekitteten Linse muss der Krümmungsmittelpunkt
    möglichst genau an der Eintrittsfläche sein weil sonst führt die Brechung
    sphärische Aberration ein.
    Zusätzlich muss dieser Punkt auch mit dem Krümmungsmittelpunkt der
    Referenzfläche übereinstimmen, sonst gibt es auch noch Koma dazu.
    Wenn das gemacht wird dann fallen auch die Fehler der Eintrittsfläche weg.
    Was genau sein muss, ist die Referenzfläche.
    Beim Michelson Interferometer ist tatsächlich darauf zu achten das
    beide Austrittsflächen gleich sind, weil sonst geht Differenz in das Messergebnis ein.
    Bei der Kittfläche bin ich noch nicht sicher ob sich die Fehler aufheben.
    Vielleicht kann das jemand mit einen optischen Rechenprogramm zum Beispiel mit
    OSLO nachrechnen, was passiert wenn diese Fläche hohl oder erhaben ist.
    Viele Grüße
    Alois

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> Ich bin in meinem Beispiel von dem recht typischen Fall ausgegangen, nämlich Prüfung eines Parabolspiegels f/5. Das macht bei CoC ein Strahlenbündel von f/10. ... Da kommt bei mir schlimmstenfalls ein Durchmesser d2 = 4 mm auf der Würfelfläche heraus.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Kurt,


    du hast recht, ich bin von einem f/5 Strahlenbündel ausgegangen und so auf die ca. 10mm gekommen.


    Zusammenfassung:
    Beim Michelson Interferometer gehen 3 optische Flächen in des Messergebins ein (Referenz-Sphäre und zwei Flächen des Würfels).
    Beim Fizeau Interferometer geht nur die Referenz-Sphäre in das Messergebnis ein.


    Gruss
    Michael

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">
    Zusammenfassung:
    Beim Michelson Interferometer gehen 3 optische Flächen in des Messergebins ein (Referenz-Sphäre und zwei Flächen des Würfels).
    Beim Fizeau Interferometer geht nur die Referenz-Sphäre in das Messergebnis ein.


    Gruss
    Michael
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo


    wenn das so stimmt braucht man keinen 200€ Teilerwürfel sonder jeder 20€ Würfel mir lambda 1/2 Flächen würde reichen, man könnte den fast selber herstellen was aber wohl gar nicht lohnt


    die Justiererei ist sicher bei beiden Systemen nicht leicht obwohl das Fizeau eventuell leichter justierstabil baubar ist


    bleibt noch das problem der Referenzlinse, irgendwie abziehen macht mich nicht wirklich glücklich weil ja einige Tests beim polieren auch visuell gut funktionieren, es dann keine Bildbearbeitung usw. gäbe.


    Gruß Frank

  • Hallo an alle,


    erst einmal vielen Dank an Alois für Deine Stellungnahme.

    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Jetzt bin ich mir nicht sicher von welchen Interferometer ihr redet.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    die letzte Skizze (nicht maßstabgerecht) bezieht sich auf meine Ausführung des Michelson- I- Meters. Zwecks Übersichtlichkeit hab ich nur ein Strahlenbündel skizziert. Man kann bei diesen I- Meter natürlich die Abstände Lichtquelle - Würfel bzw. Fokus Referenzsphäre - Würfel willkürlich einstellen, aber wozu sollte man?


    Für meine Referezsphäre hab ich ganz bewusst satte 250 mm Radius gewählt, um die Kollimationsprobleme zu minimieren. Da ich mit dem Gerät nicht auf Wanderschaft gehe stört die relative Sperrigkeit nicht. Die Kantenlänge des Teilerwürefels mit 30 mm ist nichts weiter als das Ergebis eines günstigen Ebay- Kaufs. Sonst würde ich lieber 10 - 15 mm wählen.


    Nach meiner Einschätzung sind die Messfehler wegen der Restfehler der Flächen sekundär im Vergleich zu den bekannten Fehlermöglichkeiten wie:
    a) Thermik in der Messstrecke und in den optischen Elementen
    b) Durchmesser- und Radiusfehler des Prüflings bei Vermessung in CoC
    c) Begrenztheit der Auswertesoftware
    d) Unsauberkeit der Interferenzstreifen
    Das soll keine Rangfolge sein sondern nur eine Auflistung.


    Ich weiß z. B. auch nicht, welchen Restfehler eine im Foucaulttest bei Blaulicht völlig saubere Referenzsphäre D70/R250 noch einbringen kann, wenn sie nur mit f/5 bis f/16 also 50 - 16 mm Öffnung ausgeleuchtet wird.


    Zur Qualität meiner Würfelflächen kann ich noch etwas nachreichen.
    Hier ein Beispiel in Kontakt mit einem zertifizierten Plan- Prüfglas (ebenfalls ebay- „Beute“;-).



    Der Durchmesser der hoch vergüteten Fläche beträgt ziemlich genau 30 mm. Ich kann mir nicht vorstellen dass bei dieser Qualität der Streifen und max. 10 mm genutztem Durchmesser noch merkliche Flächenfehler vorhanden sind. Als Lichtquelle wurde eine Energiesparlampe hinter einer Mattscheibe verwendet.


    Das hätte ich fast noch vergessen, es passt zu a). Falls sich auch andere praktizierende oder angehende Hobby- Prüfer dazu aufraffen sollten Temperaturen zu messen, dann bitte mit den richtigen Thermometern. Es geht ja nicht so sehr um die absolut richtige Temperatur sondern eher um Tenmperaturdifferenzen an verschiedenen Orten der Messtrecke oder am Prüfling oder um den zeitlichen Verlauf. Zur Messung der <b>Lufttemperatur</b> eignen sich dafür z. B. Thermometer dieser Art.


    Völlig ungeeignet zur Messung der Lufttempertaur sind dagegen Thermometer die auf IR- Strahlungsmessung beruhen.



    Meines Wissens hat das hier im Forum auch noch niemand vorgemacht. Derartige Strahlungsmesser eignen sich aber ganz vorzüglich zur Ermittlung von Temperaturdifferenzen an nichtmetallischen Oberflächen. Ein lackierter Metalltubus ist in diesem Sinne nichtmetallisch. Die Oberflächentemperaturen von Mauerwerk, Kacheln, Glas Holz ect. und bedingt auch von Wasser kann man mit derartigen Thermometern vergleichen. Dagegen wäre eine belegte Spiegeloberfläche eben ein Spiegel. Man würde bei Ausrichtung des Strahlungsthermometers auf selbige die IR- Strahlung messen die zufällig reflektiert wird.


    Kunstoff- Folien wie z. B. solche aus PE sind dagegen ziemlich IR- durchlässig. Wenn man zufällig da drauf hält und meint man messe die Lufttemperatur, dann misst man tatsächlich überwiegend die Strahlung des nächstbesten Körpers der dahinter steht. Wenn das zufällig der Himmel ist, dann hängt das Messergebnis sehr stark vom Bewölkungsgrad ab. Die Ergebnisse sind dann „Hausnummern“. Diese Begebenheit ist nicht erfunden.....

    Kurz gesagt, man kann auch als Amateur sein selbst gebautes Messzeugs hinreichend zuverlässig unter Kontrolle bekommen. Man muss nur ein bisschen investieren und gelegentlich in Physikbüchern und Betriebsanleitungen nachlesen. Vielleicht hilft auch das lesen meiner Postings weiter, z. B.


    http://www.astrotreff.de/topic…erms=Temperaturverteilung


    http://www.astrotreff.de/topic…erms=Temperaturverteilung


    http://www.astrotreff.de/topic…IC_ID=1565&SearchTerms=IR


    http://www.astrotreff.de/topic…IC_ID=1678&SearchTerms=IR


    http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=2126&SearchTerms=Zwangsbelüftung


    Gruß Kurt

  • Hallo


    =&gt;Kurt


    ja so ein schönen Würfel würde ich nicht als Maßstab verwenden, 1/4lambda kostet in 20mm ca. 240€ dabei wird auch das nur für Clear Apperatur 80% versprochen, billige Würfel für 20$ geben blos 1/2 lambda an, einen Fehler ganz ausschließen ist immer besser als ihn kleinzureden, deswegen machst du ja auch deine Temperaturmessungen, ich arbeite hauptsächlich mit 1-2m Meßabstand, auf halber höhe im Raum, Temperaturprobleme sind nicht mal vorhanden wenn die Heizung bullert, versteh ich auch nicht aber man könnte da noch besser als verbessern wenn ich die Heizung abdrehe, da ist noch genug Luft um gegen Seeing anzugehen.


    mit was hast du den Würfel beleuchtet ist doch übelst vergütet? meiner eigentlich auch


    <hr noshade size="1">


    hola, es gibt schon Linsen mit 30mm Durchmesser und ca. 60mm Brennweite deren Oberflächen 1/10 lambda genau sind, (ist ja nicht so toll) für 100€ auch da nur 80% clear Apperatur
    da stellt sich die Frage ob man nicht lieber eine mit größerem Durchmesser nimmt und selber aufpoliert, frei nach dem Motto die Mitte wird schon stimmen???


    Gruß Frank

  • Hallo Frank,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">ja so ein schönen Würfel würde ich nicht als Maßstab verwenden, 1/4lambda kostet in 20mm ca. 240€ dabei wird auch das nur für...<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Ohne Nachprüfung geht es leider nicht, wenn man die potentiellen Fehler ausschließen will. Da der Würfel mit ca. 50€ relativ preiswert zu haben war hab ich halt zugeschlagen und offenasichtlich ein gutes Exemplar erwischt. Das scheint ähnlich zu sein wie bei Newton- FS. Mit Garantie kosten die erheblich viel mehr, die ohne Zertifikat müssen nicht zwangsläufig schlecht sein.
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">mit was hast du den Würfel beleuchtet ist doch übelst vergütet? meiner eigentlich auch
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Hab ich doch gesagt, Energiesparlampe mit Mattscheibe davor. Das ist exaktgenau meine Zimmerbeleuchtung;-) Mit Glühlampendeleuchtung behommt man bei diesem "übelst" vergütetem Würfel + Prüfglas keine fotogenen Interferenzstreifen. <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">ich arbeite hauptsächlich mit 1-2m Meßabstand, auf halber höhe im Raum, Temperaturprobleme sind nicht mal vorhanden wenn die Heizung bullert, versteh ich auch nicht aber man könnte da noch besser als verbessern wenn ich die Heizung abdrehe, da ist noch genug Luft um gegen Seeing anzugehen.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Also bei Außentemperaturen wie z. Zt. bei -5°C kann ich Focault und I-Meter in meinem Werkraum vergessen. Es geht gerade noch über ca. 2m Distanz im Iso- Tunnel. Wahrscheinlich sind einfach die Außenwände zu kalt und daher gibt es halt Dauer- Strömungen mit Schlieren und diversen Temperaturgradienten in der Messstrecke.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">hola, es gibt schon Linsen mit 30mm Durchmesser und ca. 60mm Brennweite deren Oberflächen 1/10 lambda genau sind, (ist ja nicht so toll) für 100€ auch da nur 80% clear Apperatur
    da stellt sich die Frage ob man nicht lieber eine mit größerem Durchmesser nimmt und selber aufpoliert, frei nach dem Motto die Mitte wird schon stimmen???
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Zur Qualität und evtl. Nacharbeit kleiner Linsen kann ich nichts sagen. Mir war die Selbstherstellung eines handlichen 70 mm Spiegels mit R = 250mm als Referenzelement halt sympatischer nachdem mir bereits 2 hyperbolische Cassegrain FS gut gelungen sind.


    Gruß Kurt

  • Hallo


    ja wenn man die Referenz selber macht hat man selber schuld, äh wollte sagen alles in der eigenen Hand, die Vor- und Nachteile beider Systeme scheinen sich auf die Art auszugleichen


    werde dann wohl eine 1/4 lambda Linse größeren Durchmessers nur in der Mitte benutzen, dann kann ich gegen einen vorhandenen sphärischen Referenzspiegel die Linse Testen und korrigieren falls die Genauigkeit der genutzten Mitte nicht ausreicht.


    Gruß Frank

  • Hallo Frank,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">werde dann wohl eine 1/4 lambda Linse größeren Durchmessers nur in der Mitte benutzen, dann kann ich gegen einen vorhandenen sphärischen Referenzspiegel die Linse Testen und korrigieren falls die Genauigkeit der genutzten Mitte nicht ausreicht.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    um Missverständnissen vorzubeugen, es ging mir nicht darum meine I- Meter Version als die allein seligmachende darzustellen[:D]. Ich wünsche Dir mit Deiner Version Erfolg und lass uns davon hören wenn es so weit ist[:p].
    Gruß Kurt

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">
    und lass uns davon hören wenn es so weit ist[:p].
    Gruß Kurt


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo


    ja sit noch nicht ganz so weit, aber habe die Linse dafür jetzt soweit Vorn und Hinten bis Karbo 1200 durch geschliffen, da kommen einem die seltsamsten Ideen, weil die Linse ja auch poliert und geprüft werden mus, eventuell im Interferogrammaufbau beben eine Sphäre


    1. was ist wenn die Linse nicht direkt am Würfel ist, außer den Reflexionen der Flächen


    2. wie sieht es aus wenn man dort einen Cassegrainspiegel statt der Referenslinse einsetzt und diesn gegen eine Referenzsphäre statt Prüfling benutzt, dann müsste man doch die Form des Cassegrainspiegels sehen bzw. als Interferogramm auswerten können?


    Gruß Frank

  • &gt; 1. was ist wenn die Linse nicht direkt am Würfel ist, außer den Reflexionen der Flächen


    Das dürfte ziemlich egal sein.



    &gt; 2. wie sieht es aus wenn man dort einen Cassegrainspiegel statt der Referenslinse einsetzt und diesn gegen eine Referenzsphäre statt Prüfling benutzt, dann müsste man doch die Form des Cassegrainspiegels sehen bzw. als Interferogramm auswerten können?


    Du meinst wenn der Spiegel noch nicht verspiegelt ist? Das müsste theoretisch funktionieren. Es kann aber sein dass die Streifendichte zu gross wird, wenn der Unterschied zwischen Sphäre und Asphäre zu stark ist. Wenn die Kamera die Streifen nicht mehr auflösen kann, dann wird's schwierig. Für den Fall Parabel/Sphäre hab ich das mal ausgerechnet: http://www.astro-electronic.de/faq2.htm#7


    Gruss
    Michael

  • Hallo


    hatte da an die gedacht die sich die Cassgrain-Spiegel auch selbst polieren, ist natürlich auch nicht besser als gegen die sphärisch polierte Schleifschale [V]
    Ich habe mir jetzt gar keine Gedanken gemacht wie die CassgrainFS Asphäre aussieht, wären es weniger Streifen gegen einen bekannten Parabolspiegel? so das man dessen asphärischen Werte dann dazurechnen lassen könnte? dann könnte man eigentlich verschiedene asphärische Referenzspiegel in eventuell 8" Größe polieren um immer einen passenden (weniger Streifen) "Referenzspiegel" zu haben.
    habe zwar sowas nicht vor, ist aber eventuell gerade noch einfacher als jedesmal das ganze Cassegrainsystem zusammen zu bauen um in Autokollimation zu testen?


    Gruß Frank

  • Hallo


    so ein paar der obigen Aussagen über Aufbau und Justage scheinen mir nicht ganz 100% richtig
    an der sphärischen Fläche des interferometers soll ja keine brechung stattfinden, dazu müssten die Lichtstrahlen von der Punktquelle bei allen Winkeln senkrecht auftreffen, so eine Kugelwelle Wellenfront?.
    Das Licht wird zwar von der Punktlichquelle so kommen, aber diese Kugelwelle tritt zu unterschiedlichem Zeitpunkt an der planfläche des Würfels aufund verändert im Glas dann die Geschwindigkeitzu einer Form deren Scheibarer Mittelpunk nicht mit dem tatsächlichem Übereinstimmt, dadurch kommt die Welle nicht gleichzeitig und parallel zur Sphäre an dieser an, was zunmindest für unerwünschte Brechung sorgt, man könnte meinen dieses nicht gleichzeitige Auftreffen der Kugelwelle wäre am zu prüfendem Spiegel gleich, tatsächlich wird die Welle aber durch den Glas Luftübergang auch wieder Verformt. Man könnte meinen das gleicht sich auf dem Rückweg aus.
    Ist es aber nicht wichtig das die welle ihre Kugelform behält und sich nicht möglicherweise in eine Asphäre wandelt?


    Ich werde mal versuchen zu errechnen wie weit die Lichtquelle vom Würfel entfernt sein muß damit Die Wellenfront die Sphäre parallel trifft, man braucht ja nur im Rückweg das Glas nicht angeben, den Fokusabstand auf den Linsenradius festlegen , und den Autofocus auf den Abstand der Quelle beziehen um diese bedingung zu erfüllen.


    Mache ich mir da jetzt zu viele sorgen?


    Linse ist fertig [?] werde morgen einen Versuchsaufbau machen um die linse im Aufbau zu testen was man dann nicht sieht sieht man auch später nicht.


    Gruß Frank

  • &gt; an der sphärischen Fläche des interferometers soll ja keine brechung stattfinden, dazu müssten die Lichtstrahlen von der Punktquelle bei allen Winkeln senkrecht auftreffen, so eine Kugelwelle Wellenfront?.


    Das ist völlig richtig.


    &gt; Das Licht wird zwar von der Punktlichquelle so kommen, aber diese Kugelwelle tritt zu unterschiedlichem Zeitpunkt an der planfläche des Würfels aufund verändert im Glas dann die Geschwindigkeitzu einer Form deren Scheibarer Mittelpunk nicht mit dem tatsächlichem Übereinstimmt, ...


    Das ist richtig, die Wellenfront ist nicht mehr exakt sphärisch wenn sie auf die Referenzfläche trifft. Aber kleine Abweichungen stören nicht unbedingt.
    Entscheidend ist, dass die vom zu testenden Spiegel reflektierte Welle ungefähr wieder auf die gleiche Stelle der Referenzfläche trifft wo sie hergekommen ist. Grober Richtwert: +- 0.5mm
    Im Zweifelsfall einfach mit einem Optik-Programm durchrechnen.


    Gruss
    Michael

  • Hallo


    ja das Problem ist wirklich nur eine Brechung an der Linsensphäre zur Luft hin weitestgehend zu vermeiden, denke der Fehler in der Messung durch die kleine Fehlform wird unter 3% bleiben, für schnelle Spiegel dann schlechter für lagsamme besser. Scheint wie in Autokollimation wenn der Fehler den Strahl umlenkt fällt er vom Planspiegel nicht auf die selbe Stelle zurück da wird nicht wirklich der selbe Bereich 2x gemessen sonder ein geringfügig danebenliegender, dann sit evebtuell die Meßgenauigkeit nicht doppelt so hoch sondern nur 1,95x so hoch, völlig wurscht eben, es gibt schlimmere Fehlerquellen.


    na dann werde ich mal lostischlern (leider ist klarer Himmel), wenn ich bei f/2 10% falsch messe stört mich nicht solange es eine sanfte Form ist und kein Rübenacker
    [:D]
    zumindest bin ich froher Hoffnung das einiges gehen wird


    wenn man dert Prüfsphäre in dem Fall eine Asphäre -1 verpassen würde wäre der glasweg deutlich besser korrigiert und man hätte einen Nulltest? nur für ganz experimentierwütige, d.h. man müsste im Michelson auch eine Referenzparabel verwenden können? Das wird die Auswertungssoftware nicht mögen?


    Gruß Frank

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: FrankH</i>
    <br />wenn man dert Prüfsphäre in dem Fall eine Asphäre -1 verpassen würde wäre der glasweg deutlich besser korrigiert und man hätte einen Nulltest? nur für ganz experimentierwütige, d.h. man müsste im Michelson auch eine Referenzparabel verwenden können?
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    nö, das geht nicht. Eine kleine Asphäre und eine grosse Asphäre mit gleicher konischer Konstante ergeben zusammen keinen Nulltest.


    Gruss
    Michael

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