Weitwinkel Objektiv für die Canon600D

  • Hallo zusammen,

    ich möchte mal wieder ein bissi mehr machen in Sachen Astronomie und habe mir, quasi "für nebenbei" eine günstige 600D geschossen für Weitfeldaufnahmen. Habt ihr einen Tipp für mich für ein Weitwinkel Objektiv? Der KI-Blechknecht hat mir u.a. ein Samyang 14mm f/2.8 IF ED UMC heraus gesucht. Gibts weitere Vorschlge in der Preisklasse, ich sage mal unter 300€?

  • Moin Toni,


    vielleicht hilft dir dieser Beitrag aus dem DSLR-Forum etwas weiter. Persönlich habe ich mit keinem der dort erwähnten Objektive eigene Erfahrung. Ich nutze für Astro und Polarlichter das Canon EFS 10-18mm.

    Das hat auch an APSC schon einen guten Weitwinkel und auch eine ganz gute Sternabbildung, aber den großen Nachteil, dass es nicht sehr lichtstark ist. Es beginnt erst bei f/4.5 und ist daher eher nicht die erste Wahl.

    Mittlerweile habe ich mich etwas von WW verabschiedet und setze mehr auf Lichtstärke. Für diesen Zweck habe ich mir das Sigma 18-35mm DC Art 1,8 besorgt, welches eine (für mich) ausreichend gute Sternabbildung hat, wenn es ein oder zwei Stufen abgeblendet wird. Aber aussagefähige Tests stehen noch aus, da es noch nicht so lange in meinem Bestand ist. Aber WW ist das natürlich nicht mehr.


    CS, Michael

  • Hallo zusammen,

    ich möchte mal wieder ein bissi mehr machen in Sachen Astronomie und habe mir, quasi "für nebenbei" eine günstige 600D geschossen für Weitfeldaufnahmen. Habt ihr einen Tipp für mich für ein Weitwinkel Objektiv? Der KI-Blechknecht hat mir u.a. ein Samyang 14mm f/2.8 IF ED UMC heraus gesucht. Gibts weitere Vorschlge in der Preisklasse, ich sage mal unter 300€?

    Servus Toni,


    schau Dir mal die Objektive von IRIX aus der Schweiz an ... ich habe an meiner Nikon ein 15mm Blackstone und bin sehr zufrieden!

    Gibt es natürlich auch für Canon ... es laufen aktuell reduzierte Angebote genau in Deinem Zielbereich !


    :waving_hand_medium_skin_tone: Peter

    Teleskop:        Celestron C8 Edge HD mit Celestron Finder Scope für's visuelle, ein Origin für die Bilder

    Montierung:   Celestron AVX auf Eigenbau-Säule für das C8

    Kamera:          Nikon D5300a mit Samyang 135mm f/2

    Behausung:    Pulsar 2m Dome

  • Habt bis hierhin schon mal herzlichen Dank für die Tipps.
    Gerne dürft ihr hier auch Bilder posten, die mit dem jeweiligen Objektiv entstanden sind, vorzugsweise natürlich Himmelsübersichten.

  • Hallo Toni,

    hier ein Text/Bilder aus der Suchabfrage:

    Falls du mit einem Fischauge klar kommst. Ich betreibe Fischaugen-Fotografie seit 60 Jahren, nie ist mir ein besseres Objektiv begegnet und da waren richtig teure Exemplare von Nikon dabei. Dieses wird von Brenner verkauft, neu zu einem Preis, der dein Budget nicht einmal ausschöpft. Es ist ein APSC-bildfüllendes Objektiv mit 205 Grad diagonalem Aufnahmewinkel, also wirklich weitwinklig. Es ist das 7Arisans 3,5/7,5mm für EOS.

    Zitat:

    "Derartige Bilder sind ja eigentlich nicht nach meinem Geschmack, aber da es um die Abbildungsqualität eines Linsensystems ging, habe ich mir eine Ausnahme erlaubt.

    Sonntagmorgen, vor Einbruch der Dämmerung schaute ich gegen 3 Uhr aus dem Fenster und sah Sterne. Nein, ich war nicht mit dem Kopp gegen den Fensterrahmen geknallt, sie waren fein säuberlich über den Himmel verteilt.

    Also Kamera aufs Stativ und raus. Von da an verdichtete sich atmosphärischer Dunst. Zuerst unmerklich, bis es mir nicht mehr sinnvoll erschien, draußen irgend etwas anzustellen. Etwa eine Viertelstunde dauerte mein Außeneinsatz.

    Direkt vor der Haustür.

    Und dabei zeigte sich auch, daß es gar nicht einfach ist den diagonalen Bildwinkel von 205 Grad mit Himmel zu füllen, wenn man am Waldrand wohnt. Aber da ich auch schon mit Tagesaufnahmen gesehen hatte, daß die Bildqualität an den extremen Bildecken nicht signifikant anders ist, als im übrigen Bildfeld, mußte es auch so gehen.

    Überhaupt wird es schwierig, bei 205 Grad Bildwinkel das ganze Bildfeld mit Sternen zu füllen.

    Auf Spiekeroog gibt es eine Aussichtsdüne, von der ein Rundblick über Land und See von einem erhöhten Aussichtspunkt möglich ist, aber auch dort muß dann von einem sehr hohen Stativ aus fotografiert werden, weil der Aussichtsplatz natürlich eingezäunt ist und Sitzbänke herumstehen.

    Die Bilder sind kleingerechnet auf 800 Pixel Breite, also nicht versuchen sie herauszukopieren und zu analysieren.



    46091-compautosave-kopie-jpg


    Belichtet wurde mit offener Blende (3,5) 20 Sekunden auf 1600 ISO, 9X ohne Nachführung.

    Trotz der kurzen Brennweite ist bei den polferneren Sternen schon eine leichte Bewegung feststellbar.

    Für weitere Belichtungen kann ich daher 10 Sekunden Belichtungszeit empfehlen.

    Ich hatte meine Kamera an diesem Morgen so eingestellt, wie sie war (von der letzten Makrofotoreihe) belassen. Deshalb hat sie einen automatischen Dunkelbildabzug nach jeder Belichtung gemacht. Für ernsthafte Sternfeldaufnahmen empfehle ich ein Masterdark separat anzufertigen. Das spart Aufnahmezeit.

    Um die Qualität der Sternwiedergabe zu prüfen habe ich einen Ausschnitt aus der Aufnahme um den Polarstern genommen. In der rechten Bildmitte ist das Sternbild des großen Bären zu erkennen, von dort aus ist der Polarstern gut zu finden und auch recht nahe am Bildfeldrand.


    46092-compa1-jpg


    Also mir genügt diese Abbildungsqualität, zumal ich dazu neige Fotos nur als Ausgangsmaterial für Bilder zu verwenden. Aber wenn schon das Ausgangsmaterial nix taugt...

    Jetzt bin ich auf das Rundbild-Fisheye gespannt! Demnächst.

    Grüße

    Dietrich"


    Grüße

    Dietrich

  • Hallo,


    hier hatten wir vor kurzem dieses Thema:


    lg volker

    Beobachtungen mit 10" Dobson auf Selbstbau Birke-Multiplex, achromatischen Refraktoren und 20x80-Fernglas

    Eigene PC-Planetariumsoftware, Sichtbarkeitsdiagramme und Grafiken

  • Hallo Dietrich,

    hab vielen Dank für deinen einblickreichen und für mich lehrreichen Beitrag. Ich hätte tatsächlich angenommen, dass Fisheye-Objektive weit mehr zum Rand hin verzeichnen und man das irgendwie wieder ebnen müsste.


    Quote


    Falls du mit einem Fischauge klar kommst

    Was meinst du mit klarkommen? Gut, für daheim auf dem Hof wäre das nix, da hätte ich mehr vom Haus und umliegende Bäume drauf den Bildern als tatsächlichen Himmel, aber man knipst ja nicht nur daheim und das eine schließt das andere nicht aus.

  • Hallo,


    hier hatten wir vor kurzem dieses Thema:


    lg volker

    Ach guck! Oder eigentlich müsste ich sagen Asche auf mein Haupt, ich hätte tatsächlich mal ein bisgen suchen können. Die 600D ist ja so neu, dass ich ganz bestimmt der erste bin, der nach einem Objektiv für den Nachthimmel sucht... in einem Astroforum ^^

  • Hallo Toni,

    mit "klarkommen" meine ich hauptsächlich, daß man eine Optik hat, die einen vor einen großen Bildwinkel setzt, der irgendwie interessant ausgefüllt werden muß. Das ist nicht einfach. Aber wir Astros kennen das ja, ein 3mm-Okular ist ja auch nur wenige Male im Jahr sinnvoll einzusetzen. Wenn ich überlege, wieviel gut gestaltete Bilder ich in meinem Fotografenleben mit Fisheye-Objektiven gemacht habe, dann sind es weniger als 10. Und keines dieser Bilder entstand mit den teuersten Fisheye-Linsen, die ich im Besitz hatte.

    Das 7Artisans 3,5/7,5mm das ich habe, bildet jedenfalls fehlerfrei bis in die Bildränder ab. Das Walimex/Samyang hingegen zeigt einen starken Farbfehler fast im ganzen Bild.

    Für Fotoaufnahmen habe ich noch ein 2,8 15mm Vollformat (24x36mm) Hexanon-Objektiv, das heutzutage an spiegellose Fuji-Kameras passt und das auch farbfehlerfrei ist.

    Es hatte in den endachtziger Jahren aber auch einen satten vierstelligen DM-Preis.

    Das in diesem Zusammenhang erwähnte Canon EFS 10-18mm habe ich auch und es ist weit universeller einsetzbar als ein Fischauge. Und es ist schon gut randscharf bei offener Blende 4,5-5,6. Wenn du auch an "normaler" Fotografie ein Interesse hast, ist das ein gutes Teil. Wenn du es irgendwo als Neuteil auftreiben kannst. Gebraucht würde ich es nicht kaufen.

    Grüße

    Dietrich

  • ...ich habe das Canon EF-S 10-22mm USM, verwende es aber fast nur für Wetterphänomene, etwa Haloerscheinungen oder Blitze. Im Herbst will ich auch mal Startrails um Polaris versuchen. Hier im Thread sind noch mehr Infos (die Canon 600D, 650D und 700D sind sich ja sehr ähnlich):



    lg volker :hot_beverage:

    Beobachtungen mit 10" Dobson auf Selbstbau Birke-Multiplex, achromatischen Refraktoren und 20x80-Fernglas

    Eigene PC-Planetariumsoftware, Sichtbarkeitsdiagramme und Grafiken

  • Soodele, Leute,

    ich hatte mich für das Irix 15mm entschieden und, was soll ich sagen, ich bin ja schwer zufrieden!

    Canon EOS 600D, 15s, ISO 800
    Deneb und Wega sind ein bissle arg blau, aber das kriege ich noch weg.


  • Hallo Toni,

    Glückwunsch zur Neuerwerbung!

    Allerdings, wenn ich mir das Bild genauer ansehen, fallen mir doch die typischen Schwächen des Objektivs auf. Nicht nur die hellsten Sterne haben einen deutlichen blauen Saum, auch die schwächeren. Und am Bildrand zeigen die Sterne die typischen Flügel.

    Das kann man vielleicht durch Abblendung reduzieren, handelt sich dann aber "Blendensterne" ein.

    Der Bildwinkel, den Objektive um 15mm Brennweite auf dem APSC-Format zeigen, ist zwar sehr schön...für Bilder am Tage.

    Das 14mm Samyang habe ich auch. Leider kein Astro-Objektiv.

    In dem Bereich ist das Canon 10-18mm das erträglichste Objektiv, das ich kenne. Zwar mit Plastik-Anschluß und mit Blende 4-5,6, aber in seinem Bereich "recht gut". Einige Sigma-Festbrennweiten mögen besser sein, kommen aber auch gegen großzügigere Zahlung ins Haus.

    Aber probier' das Irix gut aus in der Zeit, in der du es noch umtauschen kannst. Wenn du weiterhin zufrieden bist, behältst du es, wenn nicht.... zurück.

    Grüße

    Dietrich