Der Mond in meinem Tasco 10K 80/1200

  • Hallo Forum,


    Einen Beobachtungsbericht möchte ich mal wieder schreiben, der Beobachtungsabend ist schon eine Weile her. Durch einen Hinweis hier im Forum und anschließendem netten Gespräch mit dem Verkäufer landete ein Tasco 10K bei mir. Durch Hilfestellungen (hier auch nochmal gesonderten Dank an die vielen Erklärungen und Beschreibungen) hier im Forum konnte ich den Refraktor im Erstversuch zerlegen und wieder richtig zusammenbauen. Das war wirklich ein Erlebnis für mich. Es stellte sich nämlich heraus, dass am Objektiv etwas nicht stimmte.


    Nach meinem bestmöglichen Bemühen hatte ich Zeit dazu, den sehr tief stehenden Mond vor einiger Zeit abends zu beobachten. Durch Aufrüstung des Refraktors auf 1,25" und Kauf von zwei sehr günstigen aber für mein Befinden gute Okulare hatte ich dann auch noch mal den Versuch gewagt, mit dem Handy ein Foto zu schießen. Es entstand durch das SkyWatcher 26 mm Silverplössl, gecroppt.



    Plato, Archimedes und Kopernikus bilden für mich als Krater das "Gleichschenklige Dreieck des Mondes" :)

    Mit dem 12,5 mm SkyWatcher Silverplössl konnte ich bei 96-facher Vergrößerung toll die großen Krater Plato, Archimedes und Kopernikus beobachten. Das Seeing war aufgrund des tiefen Standes des Mondes durchschnittlich. Der Refraktor wurde auf meiner unmotorisierten aber fest aufgestellten EQ5 benutzt. Eine gut eingenordete parallaktische Montierung führt sich wenn sie gut läuft ausgesprochen gut per Hand nach, finde ich.

    Ich wanderte am Terminator entlang und schaute auf die eindrucksvollen Montes Jura. Der Schatten stand einfach perfekt. Aber auch die Montes Carpatus in der Nähe von Kopernikus ließen sich sehr gut beobachten. Das Mare Imbrium ist das zweitgrößte Mondmeer und erstreckt sich eindrucksvoll über eine große Fläche. Im Mare Imbrium landete im Jahr 1970 der erste ferngesteuerte Roboter auf einem anderen Himmelskörper, lange vor den Mars Rovern :)


    Zusammenfassend muss ich sagen, ich bin sehr angetan von dem Refraktor. Es macht Spaß, dieses Beobachten ohne alles. Beschreiben wir es so, für mich ist der Refraktor auf unmotorisierter parallaktischer Montierung so etwas wie Beobachten mit einem Dobson. Wenn man sich daran gewöhnt, dann geht es gut von der Hand. Man hat genau dieses "Abenteuer" Gefühl, nur mit einer Stirnlampe im Rotlicht.

    Der Refraktor ist fest montiert und wird regelmäßig genutzt werden. Er liefert für eine Erwartungshaltung des damaligen Standes für Hobbygeräte ein sehr gutes Bild.


    Ich bedanke mich fürs Lesen und mit mir freuen.

  • Vielen Dank. Leider bin ich wirklich kein guter Fotograf durch Okulare, ich besitze auch keine Handy Halterung. Der Mond ist komplett scharf, die Unschärfe im oberen Bereich des Bildes kommt von meiner mangelnden Fähigkeit, das Handy ruhig und gerade genug zu halten :)


    Ich wollte euch nur so gern zumindest etwas am visuellen Eindruck teilhaben lassen, und zeichnen kann ich nicht.

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