Seestar S50 PRO Bilder-Thread

  • Ja, ich weiß. Ist ja erst meine dritte Nacht. Ich möchte erstmal so viel wie möglich sehen und danach kommen wahrscheinlich Fotos mit deutlich längerer Belichtung.


    Hat eigentlich jemand den Saturn schon aufgenommen?

  • Hat eigentlich jemand den Saturn schon aufgenommen?

    Ja ich. Vergiss es! ;)

    Das ist nur ein winziger Punkt, selbst mit 4x dig. Zoom. Ich habe mal ein Video versucht und das dann durch Autostakkert gejagt - das ist so winzig, dass man da keine

    Alignment-Points setzen kann. Das macht mit dem S50Pro keinen Sinn...


    Gruß, Jochen

  • Ich habe aber eine Frage zum Plan. Kann es sein, dass man den Plan immer an dem Abend erstellen muss, wenn man aufnehmen möchte?


    Ich hatte vom Pelikan Nebel einen Plan ausgeführt, den ich vier Tage vorher angelegt hatte. Als ich mir gestern Abend mal die Subs angeschaut hatte, musste ich feststellen, dass der Ausschnitt nicht mehr gestimmt hat und der „Schnabel“ etwas abgeschnitten war.


    Gerade mal in der Seestar App gestackt:



    Das sind jetzt ca. 500 Subs mit 20 Sekunden aus drei Nächten. Ich werde das aber nochmal mit Siril versuchen zu bearbeiten.

  • Ja ich. Vergiss es! ;)

    Das ist nur ein winziger Punkt, selbst mit 4x dig. Zoom. Ich habe mal ein Video versucht und das dann durch Autostakkert gejagt - das ist so winzig, dass man da keine

    Alignment-Points setzen kann. Das macht mit dem S50Pro keinen Sinn...


    Gruß, Jochen

    Oha. Ferne Nebel die deutlich weiter weg sind kriegt es hin, aber ein Planet in unserem Sonnensystem welcher praktisch sehr nah ist, geht nicht?

  • Letzte Nacht (02./03.10.2026) war es zumindest in der ersten Hälfte klar, danach zog Nebel auf. Ich habe das S50Pro auf die M31 Andromeda-Galaxie ausgerichtet.

    Zusammen mit meinem etwas mageren Versuch vom 29./30.09. habe ich jetzt 982x10s = 2,77 Stunden Licht gesammelt.

    Jetzt kann man schon etwas mehr erkennen. ;) Gestreckt habe ich wieder mit dem iHDR-Script in Pixinsight - das habe ich 3x angewendet.


    :right_arrow: Die volle Auflösung gibt es in der Galerie zu sehen :left_arrow:


    M31_03102026_1200.jpg


    Aufnahmedaten:

    Datum: 29./30.09.2026 und 02./03.10.2026

    Teleskop: ZWO Seestar S50Pro| Belichtung: 982x10s = 2,77 Stunden im Mosaikmodus mit 1,7x framing und Rotation | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS


    M31_03102026_1200_annotated.jpg


    CS, Jochen

  • Alter Schwede, was ein geniales Bild!

    Danke Dir. Das liegt vor allem an der Streckung mit dem iHDR-Script - für Objekte mit großen Helligkeitsunterschieden ist das genial!


    Gruß, Jochen

  • Der Mond am 03.10.2026 um 02:30 Uhr:


    Mond03102026_1200.jpg


    Aufnahmedaten:

    Datum: 03.10.2026

    Teleskop: Seestar S50Pro | Videoaufnahme im Scenery-Modus mit 2x Zoom | gestackt mit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 1210 frames | bearbeitet mit PS


    CS, Jochen


  • Servus Jochen,


    Frage vom Seestar-Ahnungslosen - wie viele Kacheln sind das im Mosaik :/


    :waving_hand_medium_light_skin_tone: Peter

    Teleskop:        Celestron C8 Edge HD mit Celestron Finder Scope für's visuelle, ein Origin für die Bilder

    Montierung:   Celestron AVX auf Eigenbau-Säule für das C8

    Kamera:          Nikon D5300a mit Samyang 135mm f/2

    Behausung:    Pulsar 2m Dome

  • Erklär das bitte mal einem Anfänger.

    Es kommt ein bisschen darauf an, wie tief Du in der Materie schon drin bist. Kennst Du Dich mit Streckung aus?


    Das iHDR-Script ist ein Script für Pixinsight. Es streckt das Histogramm des linearen Bildes des Kamera-Chips.


    Der Unterschied zur normalen Streckung:


    Bei der normalen Streckung (z.B. mit GHS o.ä.) brennen helle Regionen (hier z. B. der Kern der Andromeda-Galaxie) schnell aus, wenn man versucht, die schwachen Ausläufer sichtbar zu machen.

    iHDR führt das Stretching iterativ in kleinen Schritten durch und schützt helle Strukturen automatisch über dynamisch erzeugte Masken.

    Bei Astrobildern mit hohem Dynamikumfang ist das unschlagbar.


    So sieht das am starless aus, wenn das Script 2x angewendet wurde:



    wenn man es 3x anwendet wird die Galaxie richtig knackig - leider wird dann auch der Hintergrund so stark gestreckt, dass die Mosaik-Artefakte ein wenig

    zu Tage treten:



    Ich habe dann einfach ein bisschen getrickst und habe den 2x Stretch als Luminanzmaske auf den 3x Stretch gelegt.

    Und natürlich Gradienten entfernt, usw.

    Den Rest-fleckigen Hintergrund habe ich dann ein wenig ins Dunkle gezogen, bevor ich das starless mit der Sternmaske verheiratet habe.


    Gruß, Jochen

  • Frage vom Seestar-Ahnungslosen - wie viele Kacheln sind das im Mosaik :/

    Moin Peter,


    keine Ahnung, das Seestar macht sehr kleine Kacheln - spiralförmig von der Bildmitte ausgehend.

    Das ist nicht wie bei ASIAir o.ä. wo Du 4 oder 6 Kacheln hast.

    Das Framing war das 1,7- fache des Original-FOV und der Frame war stark rotiert.


    Gruß, Jochen


    EDIT: die ungefähre Kachelgröße siehst Du oben rechts im überstreckten Hintergrund des "3x iHDR-Stretches" im Beitrag über diesem

  • JogiNet


    Ok ... danke Dir ! :thumbup:


    :waving_hand_medium_skin_tone: Peter

    Teleskop:        Celestron C8 Edge HD mit Celestron Finder Scope für's visuelle, ein Origin für die Bilder

    Montierung:   Celestron AVX auf Eigenbau-Säule für das C8

    Kamera:          Nikon D5300a mit Samyang 135mm f/2

    Behausung:    Pulsar 2m Dome

  • Die kleinen überstreckten Rechtecke sind quasi der Versatz von einer Aufnahme zur nächsten Die Verschiebung mit der der Sensor verschoben wird vor der nächsten Aufnahme. Das muß das Seestar so machen damit alle Stellen halbwegs gleich vom Rauschen und den Details sind.


    Würde man nur einen kleinen Streifen überlappen wäre dieser Streifen erheblich rauschärmer als die beiden Bereiche daneben. Und Programme wie Siril benötigen auch ein paar überlappende Sterne um die Bilder passend zu stacken.


    Alternativ müßte man zwei Stacks machen und nachträglich per Panorama zusammen führen. Dann müssen aber beide Teile gleich viel Lights unter den selben Bedingungen haben.


    Durch die ständige Neupositionierung verliert man aber Integrationszeit.


    Gruß Play

  • Gar nicht in der Materie drin, aber alles gut 😄

    Denn mal los! ;)

  • Würde man nur einen kleinen Streifen überlappen wäre dieser Streifen erheblich rauschärmer als die beiden Bereiche daneben. Und Programme wie Siril benötigen auch ein paar überlappende Sterne um die Bilder passend zu stacken.

    Beim Mosaik-Stacken ist der AstroPixelProcessor Programmen wie Siril und Co. übrigens m.E. deutlich überlegen.

    Während Siril eine klassische Kanten-Ausblendung (Feathering) verwendet, zerlegt das Multi-Band Blending (MBB) im AstroPixelProcessor das Bild in verschiedene Frequenzbänder.

    MBB trennt die Bildinformationen in hohe Frequenzen (Sterne, feine Details) und tiefe Frequenzen (Hintergrund, Nebelstrukturen, Gradienten).

    An den Nahtstellen blendet APP großflächige Hintergrundverläufe weich über eine breite Zone ein, behält aber bei den feinen Details und Sternen eine scharfe Maskierung bei.

    Wenn man das dann noch mit der LNC (Local Normalization Correction) im APP verbindet, putzt das beim Überblenden auch gleich noch eventuelle Gradientenunterschiede weg.


    Ich schwöre auf mein APP! :)


    CS, Jochen

  • Oha. Ferne Nebel die deutlich weiter weg sind kriegt es hin, aber ein Planet in unserem Sonnensystem welcher praktisch sehr nah ist, geht nicht?

    Die Frage ist ja, wie groß wird das Objekt auf dem Sensor abgebildet? Das hängt von der Größe des Objekts, dem Abstand zu uns und der Brennweite des Teleskops ab. Die Planeten sind zwar vergleichsweise nahe, aber dann doch so weit weg, dass sie bei den 260mm Brennweite des S50Pro eben nur einige wenige Pixel überdecken. Daher bekommt man kein aufgelöstes Bild. Wenn du mit bloßem Auge an den Himmel schaust, dann siehst du ja vom Saturn auch nur einen hellen Punkt. Schon beim Mond sehen wir aber eine große Scheibe und die meisten Gasnebel, deren Bilder wir hier betrachten, sind in der scheinbaren Größe eher mit dem Mond vergleichbar. Da sehen wir dann natürlich mehr Details. Um bessere Planetenbilder zu bekommen, müsste unser Seestar eher 1000mm Brennweite - oder noch mehr haben. Mit so einem Gerät wären aber umgekehrt die Nebel nicht gut beobachtbar, weil die dann zu groß und zu lichtschwach wären.

  • Noch ein kleiner Nachtrag zur M31 von heute Morgen...

    Ich habe mir die Galaxie gerade nochmal in den Astrotreff-Viewer gelegt - schon irre, was der 50mm-Zwerg an Details einfängt:


    :right_arrow: M31 - zoombar im Astrotreff-Viewer, Taste "a" oder das Stiftsymbol schaltet die Annotation an und aus :left_arrow:



    M31_03102026_crop.jpg


    CS, Jochen

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