Oemegon Astrograph 253/1016 mit OCAL Pro Justieren gelingt nicht

  • Hi zusammen,


    ich habe seit Ewigkeiten einen OCAL PRO hier liegen. Da ich letztens den Hauptspiegel reinigen musste habe ich gedacht, ich versuche meine Omegon Astrograph 254/1016 zu justieren.


    Leider habe ich einige Probleme entdeckt, wo ich gerne mal eure Meinung zu hätte bzw. verstehen möchte, ob ich da was falsch interpretiere.


    Auf den Bildern sieht man den Focus auf den Ausgang des Komakorrektors mit den grünen Ring markiert und Center Offset eingestellt. Soweit alles ok.

    Dann habe ich versucht auf den roten ring den Rand des Fangspiegels zu bekommen. Um den gezeigten Zustand zu erreichen musste ich den Fangspiegel deutlich weiter in den Tubus Richtung Hauptspiegel verschieben als er vorher war. Damit habe ich in der im Bild nahezu rechts-links-Achse den Spiegel ungefähr positioniert aber oben unten bekomme ich nicht hin. Unter anderem, weil ich glaube ich müsste den Spiegel leicht drehen dafür. Und das scheint bei der Aufhängung nicht möglich zu sein, so wie die 3 Justierschrauben sich auf dem Halter Abstützen geht das nur in einer rotatorischen Position. Oder bin ich auf den Kopf gefallen?


    Ich habe dann durch das Justieren des Fangspiegels noch die Abbildung des Hauptspiegels auf den blauen Kreis eingestellt. Als ich jedoch danach das Zentrum der Kamera mittels der Justage des Hauptspiegels ausgerichtet hat, hat sich die Abbildung des Hauptspiegels wieder verschoben aus dem blauen Kreis.


    Meine Fragen:

    Ist es richtig, dass ich den Fangspiegel nicht drehen kann (siehe Art der Aufhängung) und dass ich deshalb mit der Ausrichtung (roter Kreis) Probleme habe?

    Muss ich die Ausrichtung Justage Fangspiegel am Blauen Kreis und dann noch mal Hauptspiegel für das Zentrum mehrfach im loop machen?

    Die Abbildung der Kamera sieht irgendwie wie ein Ei aus, kann das so richtig sein?


    Habt ihr noch Bemerkungen, Hinweise oder Tipps?


    Danke Gruß Sven

  • Servus Sven,

    Unter anderem, weil ich glaube ich müsste den Spiegel leicht drehen dafür. Und das scheint bei der Aufhängung nicht möglich zu sein, so wie die 3 Justierschrauben sich auf dem Halter Abstützen...

    Das Omegon-Dingens stammt von GSO und der dämliche FS-Halter mit den Vertiefungen ist funktionell ein Unding, da damit der FS bei Bedarf nicht zur optischen Achse gedreht werden kann- ahst du ja bereits festgestellt.


    Abhilfe wäre. die mittlere Schraube lösen, bis der Halter samt FS abgenommen werden kann und dann eine große Beilagscheibe über die zentrale Schraube stülpen und die Halterung dann wieder mit der Schraube aufnehmen. Die 3 Justageschrauben entsprechend der Dicke der Beilagscheibe zurücknehmen (möglichst gleich viele Umdrehungen für jede). Dann ist der FS zur Längsachse rotierbar, die korrekte (vorher durch die Vertiefungen festgelegte) Position musst du dann natürlich erst finden.


    Zum Ocal kann ich nichts sagen, wenn ich meninen Newton justiere, richte ich mich nach den bekannten Anleitungen, mit denen der FS mittig und rund zum OAZ ausgerichet wird

  • Moin,


    Und danke für die Antwort.


    Der Ansatz it der Unterlegscheibe ist eine Gute Idee. Werde ich testen.

    Die Justage ist jetzt evtl eh komplett verstellt. Habe wie geschrieb den ganzen FS sicher 3 bis 4 mm weiter innen Sitzen als vorher, damit er in einer Richtung wenigstens halbwegs passt.

    Mal sehen ob ich das alles wieder in den Griff bekomme.


    Gruß

    Sven

  • Das mit der Beilagscheibe (Karrosseriescheibe, kleines Loch, breiter Rand, dünn) funktioniert bestens.

    Ich hatte sowas schon bei unterschiedlichen Newtons.


    Die Leute, die sowas entwerfen, sind die gleichen, die auch die Innenräume von Düsseldorfer Straßenbahnen entwerfen und keine Haltegriffe einbauen.

    Bremst die Bahn, greift man ins Leere und stürzt.

    Diese Leute fahren selbst natürlich nie mit der Straßenbahn.

    Oder justieren einen Newton.


    Noch schlimmer: Die geben ihre super Ideen dann an die nächste Riege Idioten weiter: Diejenigen, die entscheiden, dass das genauso in Produktion gehen soll, weil es einfach toll ist.

    Also müssen wir wieder ran.


    Viel Erfolg!


    Viele Grüße

    Thomas

  • OK hatte endlich zeit mit eine Unterlegscheibe zu besorgen.
    Leider mit einem zu großen Innendurchmesser... also habe ich dazu noch eine Zentrierscheibe gedruckt um sicher zu sein, dass die Scheibe und auch die Justierschrauben immer gut in Position bleiben.


    Morgen Abend kann ich dann mal mir in Ruhe Zeit nehmen und versuchen zu Justieren.

  • So habe es heute Abend nach der Anleitung von Backyard Universe, welche in ich einem Austausch auf Dark Matters Discord bekommen habe, probiert halt nur mit meinem OCAL.

    Erst mal Focus auf Ende des Okularauszugs und Offset einstellen:


    Beim Ausrichten den Fangspiegels dennoch viele Problem. Bekommen Ihn einfach nicht rund.

    Nach Vielen hin und her sah es dann So aus:

    Der unter linke Quadrant will einfach nicht egal was ich mache.


    Danach Fixierung des Fangspiegels. Dann sah es so aus:


    Dann Ausrichten des Haupspiegels:


    Und dann einen ersten Vergleich gegen die Streben für eine erste Beurteilung.

    Zufrieden bin ich nicht wirklich aktuell. Mal sehen ob ich es morgen noch mal versuche, wenn ich Zeit habe.

    Sonst muss es so erst mal bleiben.


    Gruß Sven

  • Hallo Sven,


    manche Fangspiegel sind von sich aus nicht rund, bzw nicht genau 45° elliptisch. Lass den Fangspiegel so, er scheint groß genug, um gut auszuleuchten, auch wenn er nicht ganz optimal positioniert ist.


    Mache eventuell notwendige Feinkorrekturen des Hauptspiegels direkt am Stern.


    Was anderes: Der zum Okularauszug zeigende Teil des Fangspiegelrandes scheint nicht geschwärzt zu sein. Oder sieht das nur auf dem Bild so aus? Das würde jede Menge Streulicht Richtung Okular/ Kamera schmeißen.

  • Jallo Sven,

    immer wieder neu die f4 Newton Kollimation.


    Es ist ja schon viel gesagt worden hier.

    Ich würde erstmal sagen, mit dem Ocal sollte man die Kamera im OAZ so drehen, dass die OAZ Innenkannte im Bild nach oben steht. Zum Test: Bleistiffstspitze an den Fangspiegelrand oben bringen zur Orientierung. Dann stehen auch die Fangspiegelarme automatisch "richtig" und auch die drei Einstellschrauben haben eine logische Position und man weiß gleich, welche bewegt werden muss. Den grünen (1.Ring) kann man ja mit den beiden Schiebereglern genau zentrieren, was grundlegender Vorteil des Ocals ist. Bei einem der ersten Bilder schien mir das nicht so.

    Für den Fangspiegelrand und später für den Hauptspiegelreflex und dann für die Streben und final für die Hauptmarkierung muss man jeweils neu fokusieren mit der Ocalsoftware. Dabei verrutscht der grüne Ring dann immer! nach innen (aber gleichmäßig zentriert), was aber belangslos ist, solange man die Zentrierung nicht ändert.

    Bei einem f4 Fangspiegel ist nicht mehr viel Spielraum beim Einstellen, aber wie Stathis schon bemerkt hat, manche Fangspiegel sind nicht exakt genug geschliffen, sodass man mit dem Kreis da Kompromisse eingehen muss (so gut es eben geht). Wichtiger!!! ist das Einpassen des Reflexes des Haupsiegelbildes im Fangspiegel in den roten Kreisl. Den muss man kreisrund treffen.

    Bei einem F4 muss nach meiner Erfahrung die einzig richtige Höhe des Fangspiegel genau passen, sonst wird das alles nichts. Das ist der schwerste Teil und wenn man das mal gefunden hat, sollte man sich diese Position sich genau merken (messen?) und niemals ohne Not ändern. Ich fotographiere die Monitorbilder am Ende zur Dokumentation ab und weiß dann, welches Ergebniss dass bei den späteren echten Bildern erbracht hat und ob und wie sich das mit der Zeit verändert hat. Mein 10'' f4 ist schon recht stoßempfindlich und ich behandle den wie ein rohes Ei.

    Viel Erfolg.


    CS Peter







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    EQ6-R Pro in Gartensternwarte;TsOptics Photon 10'' f4 (254/1016 mm), Skywatcher Quattro 8'' f4 (200/800mm), GSO 6'' Newton (150/600 mm), RC GSO 8'' Ritchey Chretien (203/1624 mm), William Megrez Triple Apo 80/480 mm; :Canon 6Da, Zwo ASI 1600 MM Pro, Touptek 2600kpm, ZWO EFW 7*2'' mit Baader 2'' CCD LRGB Ha,OIII;SII,  ZwoOAG mit ZwoASI 220mini; www.astro-besitz.de

  • Hallo Sven,


    Wie Stathis schon geschrieben hat darf man den Abmessungen solcher China FS nicht trauen. Dazu kann ich empfehlen, eine Mitten Markierung beim FS zu machen. "Wo ist jetzt die Mitte?" Da, wo die zentrale Schraube die Spiegelfläche durchstoßen würde. Bei den Markierungen machen sich Leute immer zu viele Sorgen. Die sind nie im Bild gebenden Strahlengang!


    Clear Skies,

    Gert

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