Hallo,
ich möchte nun "ernsthaft" in die Sonnenbeobachtung einsteigen, nachdem die ersten und eher halbherzigen Versuche mit einem Quark an einem 910mm Refraktor eher frustrierend waren. Der Quark ist nun Geschichte, weil Blockfilter tot.
Ich habe gestern meinen neuen Lunt LS60MT / 1200er Blockfilter bekommen und konnte heute erste Aufnahmen machen. Als Kamera verwende ich eine betagte ASI174MM (5.8 um Pixel).
Mit diesem neuen Equipment habe ich auch gleich mehrere Freiheitsgrade, um Fehler zu machen - ist das "Pressure Tuning" ok, Belichtung ok? , Schärfe? , falsch eingeschätztes Seeing?, ich sehe keine Protuberanzen (weil keine da sind oder ich was falsch mache), also ein Meer von Fragen.
Konkret:
Bildausschnitt:
Durch den 1200er Blockfilter ist die Abbildung bei den 420mm Brennweite des Lunt sehr klein. Ich habe eine 2xBarlow erwogen, will aber lieber eine neue Cam mit kleinerer Pixelgröße.
Ich habe mir die ASI678MM mit 2um Pixelgröße rausgesucht - habt ihr bessere Empfehlungen?
Bildqualität und Erfassung:
Ich verwende SharpCap Pro, nehme je 1500 Frames mit 0,8ms Belichtungszeit auf, Histogramm bei ca. 80% Sättigung.
Für das (notwendige!) Flat habe ich die Cam auf einen Himmelsausschnit weit von der Sonne entfernt gerichtet und 25 Flats mit je 6 sec Belichtung gemacht.
Die 6 sec sind mir eigentlich zu viel, jetzt muss ich wohl auch noch Darks machen...
Alignment mit Autostakkert / 75% der Frames verwendet.
Dann kommt so etwas dabei heraus (ungeschärft):
Aufnahme heute, 1.8.2026 10:57 MESZ.
Im linken unteren Bereich kann man schwache Protuberanzen erahnen. Die hellen Bereiche um die Flecken sind vermutlich überbelichtet?
Was sagt ihr zu diesem Rohmaterial?
Weiterverarbeitung:
Wie kriege ich die Protuberanzen - so sie existieren - selektiv heller? Für meine DeepSky Aufnahmen verwende ich HDR Verfahren, aber das funktioniert hier bei so viel schwarzem Raum natürlich nicht.
Schärfung mit Registax Wavelets, dann ein bischen Farbregler in PS oder AP.
CS!
Andreas Koke