Hallo Zusammen,
Ich möchte hier die Entstehungsgeschichte eines Bildes vom Blauen Pferdekopfnebel erzählen.
Letztes Jahr bin ich hier im Forum auf ein Bild in der Galerie von GünterD aufmerksam geworden worauf der Blaue Pferdekopfnebel zu sehen war.
Dieses Bild hat mich dazu verleitet mal zu schauen ob ich den Nebel bei mir auch erreichen kann.
Es stellte sich heraus, dass ich ganz knapp über die Dächer meines Dorfes einen Sichtslot von 1 Monat habe, also einfach mal ausprobiert.
Die ersten Versuche waren sehr ernüchternd, da genau in dieser Richtung unser Kirchturm immer bis 24 Uhr angestrahlt wurde, und somit erst ab 24 Uhr eine Aufnahme möglich war.
Pro Nacht konnte ich mit meinem Seestar S50 nur ca 1 Stunde aufnehmen, da meine Hauswand dann gleich wieder in das Bild kam, also habe ich letzes Jahr leider nur das "Auge" des Pferdekopfes geschafft aufzunehmen:
Ich war total froh überhaupt etwas abbilden zu können, der Nebel steht bei mir maximal 18 Grad und genau von meinem Beobachtungsplatz aus war mein Haus immer im Weg.
Darum aus der Scheune zum Fenster heraus fotografiert.
Als der Sichtslot vorbei war, mache ich mir Gedanken wie ich das nächstes Jahr besser machen könnte, und es kam mir das Wohnzimmerfenster zur Straßenseite in den Sinn.
Aber einfach nur das Seestar S50 auf das Fensterbrett stellen war mir zu unsicher, es geht hier dann 3 Stockwerke runter
.
Eine Lösung musste her, und sie sollte praktisch sein.
Also habe ich mir mit meinem 3-D Drucker eine "Snap-In" - Fassung gedruckt wo ich mein Seestar einfach auf ein Brett aufschieben kann das ich am Fenster außen befestigt habe.
2 Schrauben mit Gewindestanden dienen der Justage, damit das Brett korrekt "gelevelt" ist und ich am Seestar nichts mehr machen muss:
Einfach die 2 Seestars draufschieben, bis es Klick macht und schon sind sie Aufgestellt und korrekt gelevelt:
So konnte die nächste Saison dieses Jahr eingeläutet werden und ich war frohen Mutes weitere Lights von diesem Nebel zu sammeln, denn mit diesem Standort komme ich runter bis 5 Grad.
Leider war das CS fast immer gleichzeitig mit Mond und dann Stand der Mond genau in dieser Südrichtung was wiederum eine Aufnahme wegen den Gradienten erschwert hat.
Es waren die ersten erfolgreichen Nächte da und auf einmal konnte man schon die "Schnauze" erkennen:
In Insgesamt 26 Sessions (zum Glück habe ich inzwischen 2 Seestars) wurden bis jetzt 17830 lights gesammelt. Da ich in vielen kleinen Feldern belichten musste weil der Nebel so groß ist
liegt der Durchschnitt im Stack ungefähr bei 4-5 Stunden. Der Gesamtstack zählt bis jetzt 49,5 Stunden.
Hier ist meine aktuelle Bearbeitung des Stacks:
Seestar S50 / Gestackt mir Siril / Bearbeitet mit Siril / Graxpert / Veralux / CC / Giimp
Ich hoffe nächstes Jahr noch etwas "Umfeld" dazu aufnehmen zu können und das Bild noch weiter zu verbessern.
Hier die Ansicht für den Viewer, da hier im Thread immer herunterskaliert wird.
Blauer Pferdekopfnebel ![]()
Ich hoffe meine Entstehungsgeschichte ist jetzt nicht zu lang geworden ![]()
Gruß Heiko