Huhu Andre´,
vielleicht könnte man auch noch eine Rubrik einfügen, in der jeder individuell seine Beobachtungsvorlieben gewichten kann. Denn mir scheint, da gibt es viele Unterschiede.
LG Tilly
Huhu Andre´,
vielleicht könnte man auch noch eine Rubrik einfügen, in der jeder individuell seine Beobachtungsvorlieben gewichten kann. Denn mir scheint, da gibt es viele Unterschiede.
LG Tilly
Beim Programm selbst ist mir aufgefallen, dass du beim Bewertungsmaßstab "Luftfeuchtigkeit" bei DS das Zutauen der Optik anführst, bei Planeten schlechtes Seeing.
Bei Teleskopen, die zur Beobachtung von Planeten genutzt werden, ist Tau aber ein genau so großes Problem wie bei DS!
Hi Micha,
vielen Dank fürs genaue Hinschauen und fürs Lob!
Fundiertes Feedback von jemandem, der selbst Mond und Planeten fotografiert, hilft mir enorm weiter.
Zur Datenquelle kann ich dich direkt beruhigen: SkyGrade nutzt gar kein Meteoblue.
Das Wetter kommt über Open-Meteo aus dem DWD-ICON-Modell, das Seeing von 7Timer, also ziemlich genau die Kombination, die du empfiehlst. 🙂
Dass Seeing-Vorhersagen wegen der lokalen Einflüsse grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen sind, sehe ich genauso; deshalb ist Seeing bei den Planeten mit Abstand am höchsten gewichtet.
Und beim Punkt Luftfeuchtigkeit hast du recht, das ist ein Fehler in meiner Beschreibung: Tau ist bei Planetenoptik genauso ein Problem wie bei Deep-Sky, und Feuchtigkeit verschlechtert das Seeing eben nicht. Ich formuliere den Faktor bei den Planeten so um, dass korrekt die Taugefahr genannt wird statt „Luftunruhe". Danke für den Hinweis!
Bleib gern so kritisch, genau das bringt SkyGrade weiter.
CS
André
Hallo Andre,
die Seite sieht handwerkich sehr gut gemacht aus, den Nutzen von so einem Gesamtscore, bei dem die Bewölkung nur prozentual eingeht, kann ich jedoch nicht erkennen. Bei geschlossener Wolkendecke geht gar nichts, Score= 0%.
Der Seeingeinfluss hängt stark von der Vergrößerung/ Auflösung ab. Für z. B. Fernglasbeobachtungen ist das Seeing völlig egal.
Zur Seeing Vorhersage versagen alle Wetterapps, die ich kenne.
Der Mondeinfluss hängt auch von der Lichtverschmutzung ab. In der Stadt stört nur dicker Mond, da der Himmel ohnehin hell ist. Draußen bei dunklem Himmel ist für Deepsky visuel selbst ein 5 alter Mond störend, solange er noch nicht untergegangen ist.
Warum ist der Mondeinfluss bei Deepsky stärker gewichtet als visuell?
Warum wird überhaupt "visuell" als eigene Rubrik aufgeführt?
Was ist mit "Deep Sky" gemeint? Es gibt visuelle Planetenbeobachtungen und visuelle Deepsky Beobachtungen.
Das ist ein Abwägen zwischen Aktualität und API-Last, aber machbar.
Kurze Zwischenfrage dazu:
Wie ist das eigentlich mit diesen Wetter-Schnittstellen, die stellen das ja nicht für lau zur Verfügng, oder? Und falls doch, dann sicherlich in "abgespeckter" Version nehme ich mal an?
Ich könnte mir schon verstehen, dass, wenn die Apps von 1000... App-Entwicklern ständig über deren APIs die Daten anfragen, dass die dann sagen Moment mal...
Kurze Zwischenfrage dazu:
Wie ist das eigentlich mit diesen Wetter-Schnittstellen, die stellen das ja nicht für lau zur Verfügng, oder? Und falls doch, dann sicherlich in "abgespeckter" Version nehme ich mal an?Ich könnte mir schon verstehen, dass, wenn die Apps von 1000... App-Entwicklern ständig über deren APIs die Daten anfragen, dass die dann sagen Moment mal...
Hallo Harald,
gute Frage, und ja, deine Vermutung passt: Die Dienste (Open-Meteo fürs Wetter, 7Timer fürs Seeing) sind kostenlos, aber mit fairem Nutzungslimit.
Es ist dabei keine abgespeckte Version, die Daten sind vollwertig und kommen aus denselben guten Modellen (u. a. DWD ICON), liefern also richtig brauchbare Werte.
Genau deshalb speichert SkyGrade die Werte zwischen und fragt einen Ort nur in Abständen neu ab. Tagsüber alle paar Stunden, abends kurz vor der Nacht etwa stündlich, nicht bei jedem Aufruf.
Wenn also 100 Leute heute Abend „Berlin" checken, sind das für die API nur ein paar Abrufe. So bleibe ich locker im Gratis-Rahmen. 🙂
CS
André
Display MoreDer Seeingeinfluss hängt stark von der Vergrößerung/ Auflösung ab. Für z. B. Fernglasbeobachtungen ist das Seeing völlig egal.
Zur Seeing Vorhersage versagen alle Wetterapps, die ich kenne.
Der Mondeinfluss hängt auch von der Lichtverschmutzung ab. In der Stadt stört nur dicker Mond, da der Himmel ohnehin hell ist. Draußen bei dunklem Himmel ist für Deepsky visuel selbst ein 5 alter Mond störend, solange er noch nicht untergegangen ist.
Warum ist der Mondeinfluss bei Deepsky stärker gewichtet als visuell?
Warum wird überhaupt "visuell" als eigene Rubrik aufgeführt?
Hallo Stathis,
danke fürs kritische Draufschauen, gerade solche Rückmeldungen bringen mich weiter.
Vorweg zum Grundgedanken: SkyGrade will keine Experteneinschätzung ersetzen, sondern eine schnelle Orientierung geben – „lohnt es sich, heute aufzubauen?". Wer's genauer will, sieht alle Einzelfaktoren aufgeschlüsselt.
Wolken:
Da sind wir einer Meinung, bei geschlossener Decke ist der Score 0. Bewölkung geht auch nicht rein linear ein, sondern ab ~80 % kippt der Gesamtscore hart gegen null.
Was heißt „Deep-Sky" / warum „visuell" extra?
Aktuell sind die drei Scores so gemeint: Deep-Sky = Fotografie lichtschwacher Objekte (Langzeitbelichtung), Planeten = Planetenfotografie, Visuell = Beobachtung am Okular/Fernglas.
Du hast völlig recht, dass das Methode (Foto/visuell) und Ziel (Deep-Sky/Planeten) vermischt, „visuell" umfasst ja beides. Das ist eine bewusste Vereinfachung fürs schnelle Bild, aber eine sauberere Trennung ist ein berechtigter Punkt, über den ich nachdenke.
Mond stärker bei Deep-Sky als visuell:
Weil „Deep-Sky" hier die Langzeitbelichtung meint, da ruiniert Mondlicht das schwache Signal massiv. „Visuell" ist als Sammelkategorie breiter und daher etwas niedriger gewichtet.
Dein Einwand stimmt aber: visuelles Deep-Sky unter dunklem Himmel ist genauso mondempfindlich, und der Mondeinfluss hängt tatsächlich von der Lichtverschmutzung ab.
Diese Kopplung behandelt SkyGrade bisher getrennt, eine gute Idee für später.
Seeing:
Auch da hast du recht, fürs Fernglas praktisch egal, für Planeten alles. Deshalb ist Seeing bei Planeten mit Abstand am höchsten und bei visuell nur gering gewichtet.
Und ja, Seeing-Vorhersagen sind generell mit Vorsicht zu genießen (SkyGrade nutzt 7Timer – das Beste, was ich frei bekomme, aber kein Orakel).
Kurz: Viele deiner Punkte treffen einen echten Nerv, einige nehme ich als Verbesserung mit. Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast!
CS
André
Hallo,
ja wie schon merhfach erwähnt, schön gemacht die Seite, denke die daten werden genau gut oder schlcht passen wie bei ClearOutside, Meteoblue, KachelmannAstroWetter....
so ganz den Mehrwert habe ich noch nicht erkannt - hab' aber auch nur ganz kurz reingeschaut...
So ganz persönlich gefällt mir der Überblick in ClearOutside besser - da sehe ich gleich eine ganze Woche stundenweise und kann dann entscheiden wann sich das Hoffen auf tatsächliche Wolkenlücke lohnt - auch den Taupunkt und die Termperaturentwicklung über Nacht finde ich dort spannend - wenn ich auch keine Ahnung habe wie zuverlässig das ist ![]()
Und die Unterscheidung visuell / deepsky / planeten? kann ich nicht beurteilen ob das jemandem weiter hilft - wenn das Seeing gut ist geht alle, wenn es schlecht ist, geht eh "fast nur" Mond, und dafür braucht es ja nicht mal dunkel zu sein - wenn ich es richtig gesehen habe, werden die Qualitätsbalken nur für "Astronomische Nacht" ausgegeben, da kommt zumindest der Mond zu kurz....
viele Grüße, Martin
so ganz den Mehrwert habe ich noch nicht erkannt - hab' aber auch nur ganz kurz reingeschaut...
Hallo Martin,
danke fürs Reinschauen und die ehrliche Rückmeldung, gerade die kritischen Stimmen helfen mir am meisten.
Zum Mehrwert: SkyGrade will bewusst etwas anderes sein als ClearOutside & Co. Die zeigen dir die Rohdaten, du interpretierst selbst.
SkyGrade nimmt dir die Interpretation ab und verdichtet alles zu einem Score („lohnt sich die Nacht?"), zeigt dir die Einzelfaktoren aber weiterhin an.
Für den schnellen Blick aufs Handy ist das der Punkt, als Ersatz für die detaillierte Stundenübersicht von ClearOutside ist es nicht gedacht, eher als Ergänzung.
Deinen Punkt mit der Wochenübersicht stundenweise finde ich sehr berechtigt, dieses „wann lohnt sich das Hoffen auf eine Lücke" ist stark bei ClearOutside.
SkyGrade hat aktuell eine 7-Nächte-Vorschau (pro Nacht) plus einen Stundenverlauf für die gewählte Nacht; eine volle Woche stundenweise nehme ich als Idee mit.
Taupunkt und Wind sind übrigens seit Kurzem als Warnhinweis drin, die Temperaturentwicklung über die Nacht als Kurve ist auch ein guter Gedanke.
Zur Unterscheidung visuell / Deep-Sky / Planeten: Der Nutzen zeigt sich, wenn die Faktoren auseinanderlaufen. „Seeing gut = alles gut" stimmt leider nicht ganz, für Deep-Sky zählen vor allem Transparenz, Mond und dunkler Himmel, fürs Planetengucken fast nur das Seeing. Eine Nacht kann also für Planeten top und für Deep-Sky mau sein (oder umgekehrt). Genau das trennt SkyGrade.
Und du hast einen wunden Punkt getroffen: Die Bewertung bezieht sich auf das dunkle Fenster, der Mond als Beobachtungsziel kommt dabei tatsächlich zu kurz (er wird als Störfaktor behandelt,
nicht als Ziel), obwohl Mondbeobachtung ja weder Dunkelheit noch gutes Deep-Sky-Wetter braucht. Das ist eine ehrliche Lücke, über die ich nachdenke.
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, solche Rückmeldungen bringen die Seite weiter!
Viele Grüß
André
🌌 SkyGrade – ein paar neue Sachen sind online (skygrade.de)
Kurzes Update, was dazugekommen ist:
🌙 Mondkalender: zeigt die kommenden Wochen mit Mondphase und hebt die mondarmen Nächte hervor. Mit Standort seht ihr sogar pro Nacht das tatsächlich mondfreie Zeitfenster (ein Mond, der früh untergeht, lässt ja trotzdem eine dunkle Nacht).
☁️ Wolken jetzt nach Höhe: dünner hoher Cirrus macht die Nacht nicht mehr komplett „zu": Deep-Sky wird gezielt gedämpft, Planeten bleiben fast unberührt. Deutlich realistischer als die alte „nur Gesamtbewölkung".
💧 Neue Warnhinweise: bei Taugefahr (beschlagene Optik) und kräftigem Wind (wacklige Montierung).
🔭 Klarere Kategorien: „Deep-Sky" und „Planeten" meinen die Fotografie, „Visuell" das Gucken am Okular/Fernglas.
Schaut gern rein – Feedback wie immer sehr willkommen! 🙂
Die Eingabe vom Datum bzw. dessen Interpretation irritiert auch mich etwas:
ich gebe den 9.7.26 ein und die Wetterberechnung ist für den 10.07.2026 00:11 – 10.07.2026 02:32
Der Donnerstag den ich eingebe (9.7.26) ist aber bewölkt.
Ein kleiner Hinweis beim Eingabefeld Datum wäre hilfreich, ab welcher Uhrzeit eigentlich analysiert wird oder z. b. "Datum nach Sonnenuntergang".
Bei der 7-Tage-Vorhersage das Gleiche: der Freitag 10.07.26 in PLZ 86934 ist von 0:00 bis 21:00 wolkenlos, bekommt aber eine 38, während der Samstag von 0:00 bis 6:00 bewölkt ist und eine 88 bekommt.
Hallo wibo,
danke dir, das ist ein guter Hinweis.
Der Punkt ist:
SkyGrade bewertet immer die Nacht des eingegebenen Datums, also vom Abend nach Sonnenuntergang bis zum Morgen danach.
Wenn du also den 9.7. eingibst, ist das Beobachtungsfenster tatsächlich in der Nacht auf den 10.7. – daher die Uhrzeiten nach Mitternacht.
Genau da liegt auch die Erklärung für deinen zweiten Fall:
Der Freitag kann tagsüber wolkenlos sein, während die Nacht ab Freitagabend zuzieht, bewertet wird eben nur die Nacht, nicht der Tag.
Ich habe das direkt umgesetzt: Am Datumsfeld steht jetzt ein kleiner Hinweis („Bewertet wird die Nacht dieses Tages, vom Abend nach Sonnenuntergang bis zum Morgen danach"),
und in der 7-Nächte-Vorschau ist ergänzt, dass jede Spalte für die Nacht ab diesem Abend steht. Damit sollte die Verwirrung hoffentlich weg sein.
Danke fürs Mitdenken und Melden.
Viele Grüße und CS
André
Es gibt jetzt eine inoffizielle Planetenseite bei Skygrade, ihr dürft die gerne testen, ich brauche da Feedback, was fehlt oder was schon gut ist. Sollte ich die Bewertung anpassen (Höhe mehr gewichten)?
Hi,
vier Planeten sind von meinem Standpunkt aus genau um 3:33 Uhr am besten zu sehen. Ich vermute, das passt etwas nicht. Ansonsten wäre es tatsächlich sehr hilfreich, denn ich weiß nie, wo sich Uranus und Neptun immer so rumtreiben. Das zu wissen wäre ein echter Mehrwert.
VG ralf
Ich glaube schon dass das stimmt, da der höchste Punkt für diese Planeten erst am Tag erreicht wird.
Viele Grüße,
Jan
SkyGrade - "Planeten heute Nacht"
Habe mir das mal gegeben.
Nach welchen Kriterien genau wird hier selektiert bzw. die Daten errechnet?
Z.B. Saturn heute, 09-07-2026 auf 50N/10E (≈ Arnstein)
Da erhalte ich
Saturn 83/100
Beste Zeit 03:33 Uhr · max. Höhe 26°
Seeing 87 Höhe 52 Bewölkung 100 Wind 100
Max. Höhe 26° verstehe ich nicht ganz?
Nach welchem Kriterium ist die "beste Beobachtungszeit" 03:33? Höhe, Bewölkung, Seeing, alles zusammen....?
Saturn steht um 03:33 MESZ 25.1° über dem (mathematischen) Horizont. Übrigens beginnt um 03:33 bereits fast die nautische Dämmerung (03:37).
Und was genau bedeuten die Zahlen 87, 52, 100? Eine Skala von 0 = sch#%$ bis 100 = super?
Beim Seeing würde ich das noch kapieren, aber bei Höhe = 25.1° => 52?
Weiters steht an diesen Koordinaten Merkur am 09-07-2026 um 22:00 MESZ = 20:00 UT in Höhe 10.0°. Schon klar, Merkur ist schwer zu beobachten, aber zu behaupten "In dieser Nacht nicht über dem Horizont" ist irgendwie seltsam. Nix für ungut.
cs,
harald
Hallo zusammen,
erstmal ein dickes Dankeschön, Ralf, Jan und Harald für euer richtig gutes und genaues Feedback zum Planeten-Tool.
Das war hilfreich, ich hab daraufhin einige Dinge überarbeitet:
Beste Zeit neu gedacht.
Früher war „beste Zeit" einfach der höchste Stand, Harald hat völlig zu Recht gefragt, nach welchem Kriterium das eigentlich geht. Jetzt ist es der Zeitpunkt mit dem besten Score, der Höhe, Seeing und Bewölkung zusammen berücksichtigt. Eine etwas tiefere, aber wolkenfreie Stunde schlägt jetzt also die wolkige Kulmination.
Fenster inklusive Dämmerung.
Ich bewerte Planeten nicht mehr nur in der astronomischen Nacht, sondern von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, beide Zeiten stehen jetzt auch oben im Ergebnis. Dadurch tauchen Merkur und Venus wieder auf (Frank, deine „Venus aktuell gut" passt jetzt), und man sieht sofort, warum die beste Zeit z. B. kurz vor Sonnenaufgang liegt. Und die identischen Uhrzeiten bei allen Planeten (Ralfs „alle um 3:33") sind damit auch weg.
Höhe realistischer.
Die Höhe wird jetzt nicht mehr linear bewertet, tiefe Planeten werden stärker abgewertet, oben flacht es ab (die Atmosphäre ist da nun mal nicht linear).
Verständlicher gemacht.
Die Teilwerte zeigen jetzt „Wert + Qualität" (kein missverständliches „Bewölkung 100" mehr), die Höhe steht einmal prominent in Grad, es gibt ein ausklappbares „Wie wird der Score berechnet?", und Tags wie „steigt danach noch" / „fällt danach ab" erklären die Uhrzeit.
Zu Merkur (Harald): Der steht aktuell nur wenige Grad von der Sonne entfernt, nahe der unteren Konjunktion, deshalb geht er praktisch mit der Sonne unter und ist wirklich kaum zu erwischen.
Schaut gern nochmal rein und sagt Bescheid, ob's jetzt runder ist, und weiter so mit dem Feedback!
Viele Grüße und CS 🔭
André
Bezüglich Merkur:
Sorry, ich habe das mit Juni 2026 verwechselt.
»Die Höhe wird jetzt nicht mehr linear bewertet, tiefe Planeten werden stärker abgewertet, oben flacht es ab (die Atmosphäre ist da nun mal nicht linear).«
Ja gut, aber wie genau erfolgt da (d)eine Zuordnung?
Ja gut, aber wie genau erfolgt da (d)eine Zuordnung?
Die Höhe geht mit 25 % in den Planeten-Score ein, und zwar über eine feste Stützstellen-Tabelle mit linearer Interpolation dazwischen. Der Teilwert „Höhe" (0–100) sieht so aus:
| Höhe | Höhen-Score |
|---|---|
| ≤ 10° | 0 |
| 15° | 20 |
| 20° | 40 |
| 25° | 60 |
| 30° | 75 |
| 35° | 88 |
| 40° | 95 |
| ≥ 45° | 100 |
Zwischen zwei Stützstellen wird linear interpoliert (z. B. 22° → 48, 27° → 66). Unter 10° gibt es 0 Punkte (horizontnah praktisch unbrauchbar), ab 45° ist bei 100 gedeckelt, höher bringt kaum noch etwas.
Die Kurve ist bewusst unten steil, oben flach, weil sie grob dem Verlauf der Luftmasse folgt (airmass ≈ 1/sin(h)):
Man sieht: Von 10° auf 30° halbiert sich die Luftmasse fast (5,8 → 2,0) — jeder Grad bringt da enorm viel. Von 30° auf 45° geht sie nur noch von 2,0 auf 1,4 zurück, und darüber tut sich fast nichts mehr. Genau deshalb steigt der Score anfangs schnell und flacht oben ab — es bildet ab, wie stark Seeing, Extinktion und horizontnaher Dunst mit der Höhe tatsächlich nachlassen, und das ist eben nicht linear.
Kurz: Es ist keine physikalisch hergeleitete Formel, sondern eine bewusst an den Luftmassen-Verlauf angelehnte Bewertungskurve, mit dem Ziel, tiefe Planeten realistisch abzuwerten und im oberen Bereich nicht künstlich zu spreizen.
Hallo André,
vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Dass die Höhe des Planeten mit 25 % in den Planeten-Score eingeht, ist das willkürlich so gewählt?
Mit deinen angegebenen Daten habe ich mal einen Fit versucht, z.B.
p(h) = −0.00113131 h³ + 0.0352381 h² + 3.82828 h − 41.0238
oder einfacher quadratisch
p(h) = −0.0580952 h² + 6.13333 h − 57.3571
Unter 10° und über 45° müsste man natürlich über IFs wegzwicken.
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