Hallo Forum,
der Mai 2026 ist Geschichte, es ist also Zeit für einen neuen "Monatsbericht". Der Monat war wettertechnisch insgesamt durchwachsen, zum Ende hat der Monat aber CS-technisch nochmal
alles gegeben. Insgesamt habe ich jede Wolkenlücke genutzt und Dank RASA-Optik, PINS und meiner Smarties konnte ich trotz der kurzen Nächte einiges aus dem Himmel herausholen.
Wobei... "einiges" sicher untertrieben ist - im Nachhinein hat ein buntes Kaleidoskop an Himmelsobjekten Einzug in meine Sammlung gefunden. ![]()
Ich hatte dabei jedenfalls richtig Spaß - hier nun also der 52. Teil meiner kleinen Logbuch-Reihe, ältere Tagebucheinträge gibt es hier:
Teil I, Teil II, Teil III, Teil IV, Teil V, Teil VI, Teil VII, Teil VIII, Teil IX, Teil X, Teil XI, Teil XII, Teil XIII, Teil XIV, Teil XV, Teil XVI, Teil XVII, Teil XVIII, Teil XIX, Teil XX, Teil XXI, Teil XXII, Teil XXIII, Teil XXIV, Teil XXV, Teil XXVI, Teil XXVII, Teil XXVIII, Teil XXIX, Teil XXX, Teil XXXI, Teil XXXII, Teil XXXIII, Teil XXXIV, Teil XXXV, Teil XXXVI, Teil XXXVII, Teil XXXVIII, Teil XXXIX, Teil XL, Teil XLI, Teil XLII, Teil XLIII, Teil XLIV, Teil XLV, Teil XLVI, Teil XLVII, Teil XLVIII, Teil XLIX, Teil L, Teil LI
01.05.2026
In der Nacht hatte ich ein winziges Polarlicht auf der Meteorkamera - ab ca. 3:43 Uhr MESZ, das hat auch nur 3 Minuten gedauert.
Auf dem gif ist dann auch noch eine Leuchtspur zu sehen - also quasi ein "all in one"-Bild. ![]()
02.05.2026
Parallel zu meinen C11-Justierarbeiten habe ich in der Vollmond-Nacht vom 01. auf den 02.05.2026 das S30Pro auf den M13 Herkuleshaufen gehalten.
Für die helle Umgebung hat sich der Zwerg m.E. gar nicht so schlecht geschlagen.
Insgesamt 1048x10s = 2,91 Stunden habe ich verwendet. Das Bild ist ein crop.

Aufnahmedaten:
Datum: 01./02.05.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 1048x10s = 2,91 Stunden | gestackt mit APP| bearbeitet mit PI und PS

Auch der "Propeller" ist zu erkennen:

03.05.2026
Meine Meteorkamera hat letzte Nacht zwei Meteore eingefangen
08.05.2026
Mit dem Seestar S50 habe ich heute Nacht Licht am IC2574 "Coddingtons Nebula" gesammelt, das Material wird in eine Gemeinschaftsbelichtung einfließen.
Das S30Pro habe ich auf der IC342 "Hidden Galaxy" im Sternbild Giraffe/Camelopardis Licht sammeln lassen.
09.05.2026
In den letzten Nächten stand immer mal wieder der Test von PINS (der LINUX-Portierung von NINA) mit meinem modifizierten Origin an.
Die Nächte sind hier im Norden aktuell sehr kurz, ich hatte bereits in einer ersten Session 5 Panels des Herznebels IC1805 (& friends) aufgenommen und leider wurde es hell, bevor das 6 Panel an der Reihe war.
Dank des PINS/NINA Sequenzers ist es aber kein Problem, so eine Session wieder aufzunehmen.
Ich habe im APP "pro Panel" gestackt, evt. wäre es besser gewesen, den (langwierigen) Mosaikmodus zu verwenden. So hatte ich einige Helligkeitsabstufungen bei den Übergängen der Kacheln,
die ich in der Bildbearbeitung bekämpfen musste.
Ich kann sagen, dass PINS insgesamt sehr intuitiv zu bedienen ist und das alles wie am Schnürchen funktioniert: Autofokus, Guiding / Dithering, Flip,... das ist schon eine tolle Sache! ![]()
Weil das f/2.2 RASA helle Bereiche sehr schnell ausbrennen lässt, habe ich mich für eine 10s-Einzelbelichtung entschieden.
Das Mosaik enthält 1764x10s = 4,9 Stunden Licht - auf alle Kacheln verteilt ist das sicher nicht viel. Und mit Schmalbandfilter wäre sicher mehr drin gewesen, aber es sollte ja nur ein "schneller Test" sein.
Mein Fazit: mit PINS hat das Origin den Komfort und Leistungsumfang von NINA - inkl. Mosaikmodus - und es bleibt trotzdem "smart".

Aufnahmedaten:
Datum: 21./22.04. und 08./09.05.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 1764x10s = 4,9 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | Aufnahme mit PINS, 6 Mosaik-Kacheln| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie

Parallel habe wieder ich zwei Seestar S50 auf den IC2574 "Coddingtons Nebula" im Ursa Major belichtet.
Verwendet habe ich 3347x10s = 9,30 Stunden. Ergänzt wurde der Stack durch 1881x10s = 5,23 Stunden von Heiko - Danke Astroscotty !
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 5228x10s = 14,52 Stunden. Mit der schwachen Galaxie ist das kleine Seestar sicher stark gefordert, das braucht auf jeden Fall "mehr Licht".
Immerhin - verglichen mit meinem "Erstversuch" mit 1,14 Stunden Gesamt-Integrationszeit kann man schon etwas mehr erkennen.

Aufnahmedaten:
Datum: 07./08.05 und 08./09.05.2026 (plus Heikos Lights)
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 5228x10s = 14,52 Stunden| gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Mit dem S30Pro habe ich die zweite Nacht auf der IC342 "The Hidden Galaxy" im Sternbild Giraffe/Camelopardis belichtet.
Ihren Namen hat die Galaxie, weil sie sich hinter Staubregionen in der Nähe des Himmeläquators versteckt.
Insgesamt habe ich 2113x10s = 5,87 Stunden Material verwendet.

Aufnahmedaten:
Datum: 07./08.05. und 08./09.05.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 2113x10s = 5,87 Stunden | gestackt mit APP| bearbeitet mit PI und PS

12.05.2026
Kein Astro-Foto-Wetter, aber es gab Meteore zu sehen
14.05.2026
Die Meteore der Nacht gibt es hier
15.05.2026
Der Meteorfang der Nacht auf meiner Meteorkamera
16.05.2026
Das Wetter lässt bei mir seit einer Woche leider keine großen Projekte zu.
Wenn es mal klar ist, dann schrabbelt mein Standort immer haarscharf an einer Regenfront entlang - da ist es mir einfach zu heikel, das teure Equipment alleine zu lassen.
Ich bin deshalb froh, dass ich meine Smarties habe, damit lassen sich auch kurze Lücken nutzen.
In der Nacht vom 15. auf den 16.05. 2026 habe ich mich mit dem winzigen S30Pro mal an ein paar Galaxien im Sternbild Jagdhunde / Canes Venatici ausgetobt.
Ich konnte (Netto) nur 536x10s = 89 Minuten belichten - ich wollte einfach mal schauen, was dabei herauskommt.
Erstmal das weite Feld - herunterskaliert auf 1200px:

Aufnahmedaten:
Datum: 15./16.05.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 536x13s = 89 Minuten im 1.1x Mosaikmodus | gestackt mit APP| bearbeitet mit PI und PS
Mittig im Bild ist die Galaxie M106 (aka NGC4258) zu sehen. Die Galaxie ist ca. 23-25 Millionen Lichtjahre von uns entfernt, im Zentrum von M106 befindet sich ein supermassereiches
Schwarzes Loch mit rund 40 Millionen Sonnenmassen.

Wenn man den PGC-Katalog in die Annotation einfließen lässt, wird es wuselig:

Ein Crop auf den "Star" des Geschehens:

Noch etwas weiter "herangezoomt" und "eingenordet" (Norden ist oben) :


In Bildmitte links befindet sich u.a. die Edge-on-Galaxie NGC4217:

Gemeinsam mit NGC4226 bildet sie das optische Galaxienpaar Holm 354.

Noch etwas weiter links im Gesamtbild findet sich die Balken-Spiralgalaxie NGC4144. Sie liegt bereits im Ursa Major:

Unten links im Gesamtbild findet sich die ebenfalls bereits zum Sternbild Ursa Major gehörende Galaxie NGC4096 - eine Balken-Spiralgalaxie vom Hubble-Typ SBc mit ausgedehnten Sternentstehungsgebieten:


Oben links im Gesamtbild findet sich die Galaxie NGC4242 - eine eine Balken-Spiralgalaxie vom Hubble-Typ SBd. 2002 wurde hier die Supernova 2002bu beobachtet.


In der Mitte des Gesamtbildes, unterhalb von M106 findet sich die Galaxie NGC4220 - eine linsenförmige Galaxie vom Hubble-Typ S0/a:

Am unteren Bildrand des Crops befindet sich die irreguläre Zwerggalaxie NGC4218.

Die linsenförmige Galaxie NGC4346 (im Gesamtbild rechts oberhalb der M106) ist 40-50 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Das Objekt wurde am 1. April 1788 von Wilhelm Herschel entdeckt:


Um auch den kleineren Galaxien im Bild gerecht zu werden, habe ich mich erstmals mit dem "Galaxy Annotation Script" in SIRIL beschäftigt.
Das Script hat mir eine schöne Übersicht der im Bild erkannten Galaxien erstellt:

Ich habe die "Vollversion" mal in unseren Astrotreff-Viewer eingefügt - damit man auch etwas erkennt. ![]()
Galaxien-Galerie mit dem Siril-Script ![]()
Mein Fazit: kurze Wolkenlücke, maximaler Spaß... und immer wieder erstaunlich, was mit den modernen Kamerachips bei 30mm Öffnung und 160mm Brennweite so geht.
![]()
22.05.2026
Da mein Wetter momentan so gar nichts hergibt, habe ich mal wieder ein paar meiner TL-Credits für einen Remote-Datensatz "investiert".
Ich habe einen HOO-Datensatz des NGC6888 (aka Caldwell 27) im Sternbild Schwan ausgewählt.
Die Daten lagen wie folgt vor:
R: 12x10s = 120s
G: 12x10s = 120s
B: 12x10s = 120s
HA: 66x300s = 5,5 Stunden
OIII: 86x300s = 7,16 Stunden
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 12,76 Stunden.
Trotz der "OIII-Fülle" war es (für mich) nicht einfach, den schwachen PN G75.5+1.7 (aka "Seifenblasen-Nebel", aka Ju1) links unten im Bild herauszuarbeiten.
Der Planetarische Nebel ist übrigens ein perfektes Beispiel dafür, dass Amateurentdeckungen möglich sind - er wurde am 06. Juli 2008 vom Amateurastronomen Dave Jurasevich entdeckt
und am 16. Juli 2009 von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) als neuer planetarischer Nebel anerkannt.
Das aufnehmende Teleskop ist ein ASA 10N 250/950 Astrograph mit einer Player One 571 Mono-Kamera, Aufnahmestandort war Italien.

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live / Michele Mazolla
Teleskop: ASA 10N 250/950 | Kamera Player One 571 mono|Belichtung: R: 12x10s , G: 12x10s, 12x10s, HA: 66x300s, OIII: 86x300s = 12,76 Stunden|gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie zu sehen

23.05.2026
Die gestrige Astro-Nacht habe ich mit einem Blick auf den Mond begonnen - der steht aktuell bei 34%, zunehmend:

Aufnahmedaten:
Datum: 22.05.2026
Teleskop: Seestar S30Pro | Einzelframe | bearbeitet mit PS
Hier im Norden sind die Frühsommer-Nächte aktuell ziemlich kurz. Erst gegen 23 Uhr ist es richtig dunkel um um kurz nach 3Uhr dämmert es bereits wieder.
Das Wetter ist unbeständig und die Objektauswahl ist durch die tief stehende Milchstrasse auch etwas eingeschränkt.
Aber hey - CS ist schließlich CS - also habe ich mein S30Pro auf Stippvisite zum M3-Kugelsternhaufen (aka NGC5272) im Canes Venatici geschickt.
Herausgekommen sind 613x10s = 1,7 Stunden Gesamt-Integrationszeit.

Aufnahmedaten:
Datum: 22./23.05.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 613 x 10s = 1,7 Stunden|gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

In der zweiten Hälfte der kurzen Nacht vom 22. auf den 23.05.2026 blieb noch kurz Zeit für einen Besuch am Doppelsternhaufen h und χ Persei (NGC869 und NGC884) im Perseus.
Ich habe mit dem Seestar S30Pro nur 220 x 10s = 37 Minuten (Netto) im Mosaikmodus aufnehmen können, dann wurde es bereits wieder hell.

Aufnahmedaten:
Datum: 23.05.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 220 x 10s = 37 Minuten im Mosaikmodus|bearbeitet mit PI und PS

Da ich noch ein paar Credits bei TL zur Verfügung hatte, habe ich mir ein weiteres Objekt vorgeommen:
den ca. 500-100 Galaxien umfassenden Perseushaufen (aka Abell 426).
Die Aufnahme ist mit einem C14 und einer ASI2600MC Pro OSC in Hyperstar-Konfiguration mit f/1,8 (!) entstanden. Aufnahmeort ist das Las Campanas Robotic Observatory (LCRO) in Chile.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 375x60s = 6,25 Stunden.
Ich habe den Hintergrund ordentlich gestreckt, um den galaktischen Zirrus herauszuarbeiten.
Ansicht im Astrotreff-Viewer - Taste "a" oder das Stiftsymbol schaltet die Annotation an/aus ![]()
Galeriebild in voller Auflösung ![]()

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live / Lee Maisel
Teleskop: Celestron C14 | Kamera ASI2600MC Hyperstar|Belichtung: 375x60s = 6,25h |gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Wenn man den PGC-Katalog in die Annotation einfliessen lässt wird es wuselig:

... und mit dem Siril Galaxien-Annotationsscript habe ich auch wieder ein wenig herumgespielt.

Hier gibt es die zoombare Vollauflösung der Galaxien-Thumbnails im Astrotreff-Viewer ![]()
25.05.2026
Mein S30 Pro habe ich in der vergangenen Nacht auf den Cirrus-Nebelkomplex angesetzt. Ich wollte möglichst alle Bestandteile des SNR auf den Chip bekommen, und habe deshalb ein weites Mosaik-Framing gewählt.
Das Ergebnis nach einer Nacht ist dementsprechend noch nicht vorzeigbar und benötigt noch etwas "mehr Licht" ![]()
Lange Zeit konnte ich keine Objekte für meinen Messier-Katalog sammeln. Von den insgesamt 110 Objekten des Kataloges konnte ich bisher 102 ablichten.
Die noch fehlenden Objekte stehen hier im Norden nur knapp über dem Horizont. Heute (25.05.2026) in den frühen Morgenstunden hatte ich aber Glück und konnte Objekt Nummer 103 zu meiner
Sammlung hinzufügen: den Kugelsternhaufen M62 (aka NGC6226) im Sternbild Schlagenträger.
Erst gegen 2 Uhr konnte ich die Aufnahme starten und da es hier bei uns schon um kurz nach 3 Uhr wieder hell wird, konnte ich mit meinem Seestar S50 auch nur 228x10s = 38 Minuten Licht einfangen.
Das Originalbild hatte 769x514 Pixel, ich habe es hochskaliert auf 1200 Pixel Breite.

Aufnahmedaten:
Datum: 25.05.2025
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 228x10s =38 Minuten | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Der Mond steht aktuell bei 56%, zunehmend:

In den frühen Morgenstunden hat dann mein Süd-Sichtslot auf den M16 "Adlernebel" (aka NGC6611) für gerade mal 147x10s = 24,5 Minuten gereicht.
Ich hatte aber noch "Material" vom letzten Jahr auf der Platte - auch das waren nur 359x10s = 59 Minuten. Zusammen in einen Topf geworfen und bei kleiner Flamme geköchelt
sind immerhin 506x10s = 1,40 Stunden Gesamt-Integrationszeit herausgekommen.
Aufgenommen habe ich mit meinem Origin-Umbau, gesteuert von PINS (NINA-Linux-Portierung).

Aufnahmedaten:
Datum: 05.05.2025 und 25.05.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 506x10s = 1,4 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | Aufnahme 25.05.26 mit PINS| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

26.05.2026
Meine Deepsky-Session der kurzen, mondbeschienenen Nacht habe ich gestern am M5 (aka NGC5904) Kugelsternhaufen im Sternbild Serpens (Schlange) begonnen.
Insgesamt habe ich 297x10s = 50 Minuten mit dem modifizierten Origin und PINS belichtet.

Aufnahmedaten:
Datum: 25.05.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 297x10s = 50 Minuten mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | Aufnahme mit PINS| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Als nächstes habe ich mein modifiziertes und mittlerweile von PINS gesteuertes Origin auf die Supernova SN2026kid in der Galaxie NGC5907 (=NGC5906) im Drachen gehalten.
Der Doppeleintrag im NGC-Katalog liegt übrigens an der Entdeckungsgeschichte der Galaxie und einem dicken Staubband:
NGC5907 bezieht sich auf die gesamte Galaxie bzw. den helleren Teil. Sie wurde bereits 1788 von Wilhelm Herschel entdeckt.
NGC5906 bezieht sich speziell auf das schwächere Leuchten auf der Westseite des dunklen Staubbandes, das sich quer durch die Galaxie zieht. Dieser Teil wurde erst 1850 von George Johnstone Stoney (einem Assistenten des berühmten Astronomen Lord Rosse) als scheinbar eigenständiges Objekt dokumentiert.
Da das Staubband die Galaxie optisch in zwei Hälften teilt, dachte man früher fälschlicherweise, es handele sich um zwei getrennte Objekte oder Strukturen.
Belichtet habe ich die Galaxie 312 x10s = 52 Minuten.

Crop auf die aktuelle Supernova SN2026kid:

Aufnahmedaten:
Datum: 25.05.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 312x10s = 52 Minuten mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | Aufnahme mit PINS| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Von ca. 1-2 Uhr Morgens gibt mein Südsichtslot aktuell ein kurzen Bilck auf den LDN43 "Flying Bat Nebula" im Sternbild Schlangenträger her.
Ich hatte immer mal wieder dran gesammelt (zuletzt vor einem Jahr) und heute Morgen sind weitere 249x10s = 41 Minuten dazugekommen - dann
war der Baum des Nachbarn im Weg.
Ich habe in insgesamt 14 Nächten jetzt 4542x10s = 12,61 Stunden Licht sammeln können. Ich werde versuchen, das zu verdoppeln, aber das kann durchaus ein
weiteres Jahr dauern, ![]()
Hier der aktuelle Stand, darunter zum Vergleich ein von mir bearbeitetes Remote-Bild aus Chile - 13,5 Stunden mit einem Planewave CDK24 aufgenommen.
Der Vergleich zeigt sehr gut den Unterschied der Himmelsqualitäten...und natürlich den kleinen Preisunterschied der verwendeten Optiken. ![]()
Kremper Marsch 12,61h (=aktueller Stand) :

Chile, Atacama-Wüste - 13,5h:

Mühsam nähert sich das Einhörnchen !
(oder so ähnlich
)
Das Objekt ist definitiv kein Kurzzeit-Projekt - ich belichte weiter!
Und nachdem ich gestern bereits den M16 Adlernebel besuchen konnte, habe ich heute Morgen als letztes Objekt vor Sonnenaufgang
mit meinem Origin den M17 (aka NGC6618) "Omeganebel" oder auch "Schwanennebel" besucht. Der Emissionsnebel liegt im Nordteil des Sternbild Schützen, im Sagittarius-Arm der Milchstrasse.
Belichten konnte ich 203x10s und ich habe das Material mit weiteren 555x10s (aus dem letzten Jahr) von meiner Festplatte angereichert.
Die Gesamtintegrationszeit des hier gezeigten Bildes beträgt 758x10s = 2,11 Stunden und Dank des "rasenden RASA" ist auch schon ein wenig "Detail" erkennbar.

Aufnahmedaten:
Datum: 09.05.2025 und 25.05.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 758x10s = 2,11 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | Aufnahme vom 25.05.2026 mit PINS| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Das S30Pro habe ich eine zweite Nacht auf ein Mosaik des Cirrus-Nebelkomplexes (NGC6960, NGC6974, NGC6979, NGC6992 und NGC6995) im Schwan angesetzt.
Für die Aufnahme des riesigen Supernova-Überrestes habe ich den LP-Narrowbandfilter verwendet.
Die Nächte hier im Norden sind aktuell kurz - herausgekommen sind (Netto) auch "nur" 1030x10s = 2,86 Stunden Gesamt-Integrationszeit und der Mond hat auch ordentlich ins Bild hineingeleuchtet.
Trotzdem finde ich es ganz ordentlich, was der 30mm-Zwerg da geleistet hat.

Aufnahmedaten:
Datum: 24./25.05. und 25./26.05.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 1030 x 10s = 2,86 Stunden mit LP-Filter im Mosaikmodus| bearbeitet mit PI und PS

Der Mond steht aktuell bei 75%, zunehmend:

Aufnahmedaten:
Datum: 25.05.2026
Teleskop: Seestar S30Pro | Einzelframe | bearbeitet mit PS
27.05.2026
Mein erstes Ziel der kurzen und mondhellen Nacht vom 26. auf den 27.05.2026 war der IC5146 "Kokon Nebel" im Schwan.
Die längliche Dunkelwolke Barnard 168, an deren Ende der Nebel liegt, ist ansatzweise zu erkennen.
Im Inneren des Nebels ist der Offene Sternhaufen Collinder 470 eingebettet.
Ich konnte 282x10s = 47 Minuten Licht einsammeln, dann trat meine "ko(s)mische Fledermaus" in meinen Süd-Sichtslot. ![]()
Ich hatte allerdings noch Saharastaub-kontaminiertes Material aus dem letzten Jahr auf der Platte und habe das mit den aktuellen Lightframes kombiniert.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 2889x10s = 8,03 Stunden.

Aufnahmedaten:
Datum: 09./.10.03.2025 und 26./27.05.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 2889x10s = 8,03 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | Aufnahme vom 26./27.05.2026 mit PINS| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

In den frühen Morgenstunden konnte ich ein frühes "Sommerobjekt" einfangen - den M20 "Trifid Nebula" im Schützen.
Mein Sichtslot auf das Objekt ist extrem kurz - ich kann den Nebel von meiner Sternwarten-Position aus nur zwischen 2 Bäumen einfangen.
Nur 57x10s = 9,5 Minuten Licht habe ich eingefangen. Ich hatte noch etwas Material vom letzten Jahr auf der Festplatte, das habe ich nochmal um ein paar durchziehende Wolken bereinigt und
bin auf zusätzliche 70x10s = 12 Minuten gekommen.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt also magere 127x10s = 21 Minuten - dank des schnellen f/2.2 des RASA kommt aber doch etwas einigermaßen Brauchbares dabei heraus.

Aufnahmedaten:
Datum: 06.05.2025 und 27.05.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 127x10s = 21 Minuten mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | Aufnahme vom 27.05.2026 mit PINS| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Das S30Pro konnte ich natürlich auch beschäftigen... das habe ich mal auf den Adlernebel M16 / gehalten.
Weil ich mutig war, habe ich auch gleich ein Mosaik von "Serpens bis Sagittarius" angestoßen... ![]()
Die Nächte sind hier im Norden z.Zt. extrem kurz und der Mond nervt auch. Entsprechend habe ich Netto auch nur 398x10s = 66 Minuten im Mosaikmodus sammeln können.
Herausgekommen ist natürlich kein Weltmeisterbild und ich musste reichlich strecken und entrauschen. Entrauschen, so gut es ging ohne die Strukturen komplett zu zerstörten.
Bei so wenig Licht fehlt es dem Bild natürlich an Signal. Den Spaß war es m.E. aber wert.
Das weite Feld:


M16 - der Adlernebel:


M17 "Omeganebel" (aka "Schwanennebel") :


Die Crops sind minimal hochskaliert.
Aufnahmedaten:
Datum: 26./27.05.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 398 x 10s = 66 Minuten mit LP-Filter im Mosaikmodus| bearbeitet mit PI und PS
28.05.2026
In der vergangenen Nacht war es wieder klar, der Mond schien allerdings hell und die Nächte hier im Norden sind aktuell sehr kurz.
Die wenigen dunklen Phasen nutze ich zur Zeit, um Licht am LDN43 zu sammeln. Bevor das Objekt in meinen südlichen Sichtslot eintritt und der Mond Richtung Südwesten langsam
hinter den Bäumen abgetaucht war, blieb noch etwas Zeit.
Diese habe ich verwendet um etwas Licht am Sh2-101 "Tulpennebel" im Cygnus zu sammeln. Bis zum "Haupteinsatz" konnte ich 295x10s = 49 Minuten Licht sammeln.
Sicher zu wenig für das Objekt und ein Schmalband-Filter hätte dem Emissionsnebel auch gut getan. Aber es war ja nur ein Lückenfüller - ich werde da nochmal nachlegen.

Aufnahmedaten:
Datum: 27./28.05.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 295x10s = 40 Minuten mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | Aufnahme mit PINS| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Mit dem S30Pro habe ich mich an der M51 (aka NGC 5194/5195) Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde probiert.
Viel habe ich nicht erwartet, aber ich bin immer wieder erstaunt, was der Zwerg (zumal bei Mondlicht) so leistet.
Das Bild ist ein Crop und ich habe minimal hochskaliert (von 1113px auf 1200px Breite). Belichtet habe ich 1035x10s = 2,88 Stunden.

Aufnahmedaten:
Datum: 27./28.05.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 1035 x 10s = 2,88 Stunden| bearbeitet mit PI und PS

Kurz vor Sonnenaufgang konnte ich dann mit dem Origin noch ein wenig Licht am M8 / NGC6523 Lagunennebel sammeln.
29.05.2026
Meine Astro-Nacht habe ich ein weiteres Mal mit dem Sh2-101 "Tulpennebel" im Schwan begonnen.
Ich konnte die Belichtungszeit im Vergleich zur 1. Version fast verdoppeln und es ist schon ein klein wenig mehr zu sehen.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt jetzt 536x10s = 1,49 Stunden.

Aufnahmedaten:
Datum: 27./28.05.2026 und 28./29.05.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 536x10s = 1,49 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | Aufnahme mit PINS| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Danach habe ich zum 4. Mal in dieser Saison auf den LDN43 umgeschwenkt und habe weiteres Licht für mein Langzeit-Projekt gesammelt.
In den vergangenen Nächten gab mein Sichtslot Richtung Süden zum Abschluss meiner Sessions noch einen kurzen Blick auf den tiefstehenden M8 (aka NGC6523) "Lagunennebel" im Sternbild Schütze frei.
Zusammen mit "Altmaterial" von meiner Festplatte (welches ich noch einmal "nachselektiert" habe) habe ich 657x10s = 1,82 Stunden Material zusammengestackt.
Nicht viel, aber das "rasende RASA" konnte mit seinen f/2.2 auch hier wieder seinen Geschwindigkeitsvorteil ausspielen. ![]()
Eingebettet in den Nebel ist u.a der offene Sternhaufen NGC6530.

Aufnahmedaten:
Datum: 26.05.2025, 01.06.2025, 28.05.2026, 29.05.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 657x10s = 1,82 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | Aufnahme vom 28. und 29.05.2026 mit PINS| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

30.05.2026
Gestern Nacht (29./30.05.2026) war es recht unbeständig, am Abend zog eine Gewitterfront durch. Ab 1 Uhr sollte es klar werden und (Carpe Noctem!) ich hatte mir den Wecker gestellt.
Da es gegen 3 Uhr zur Zeit bereits langsam wieder hell wird, machte es keinen Sinn, die Sternwarte aufzuklappen. Ich bin dann mit dem S30Pro auf die Wiese und
habe mich am M27 versucht. (Dabei hätte mich beinahe unser Haus-Reh umgerannt...
)
Der M27 (aka NGC6853 - auch "Hantelnebel" oder "Dumbbell-Nebula" genannt) ist ein 7,5 mag heller planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs/Vulpecula.
Der PN entstand erst vor etwa 10.000 Jahren, als ein in alternder Stern am Ende seines Lebenszyklus seine äußeren Gashüllen in den Weltraum abgestoßen hat.
Was wir heute als Nebel sehen ist die expandierende Gasblase. Das Gas wurde aber nicht gleichmäßig in alle Richtungen geblasen. Durch die Rotation des Sterns oder die Wechselwirkung mit Magnetfeldern
entstand eine Sanduhr- bzw. Hantelförmige Struktur.
Der Himmel war - anders als das Wetterradar suggerierte - nicht wirklich komplett klar, wegen durchziehender Wolken habe ich die gesammelten frames auf 330x10s = 55 Minuten zusammendampfen müssen.
Trotzdem finde ich, dass der Zwerg sich mal wieder wacker geschlagen hat.

Aufnahmedaten:
Datum: 30.05.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 330 x 10s = 55 Minuten| gestackt mit APP| bearbeitet mit PI und PS

31.05.2026
Der Mai hat sich ab ca. 0:30Uhr nochmal mit "einer Art CS" verabschiedet.
Der Himmel war nicht wirklich toll, es zogen immer wieder Wolkenfetzen durchs Bild, aber ich habe das S30Pro trotzdem mal auf die M101 / NGC5457 Pinwheel-Galaxy im Ursa Major ausgerichtet.
Von insgesamt 630x10s habe ich wegen der Wolken nur 398x10s = 66 Minuten verwendet.
Bei diesem Objekt stößt der Zwerg an seine Grenzen - vielleicht geht da noch etwas mehr mit "mehr Licht". Ich werde das beizeiten mal austesten.
Das Bild ist von 1072px auf 1200px Breite hochskaliert.

Aufnahmedaten:
Datum: 31.05.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 398 x 10s = 66 Minuten| gestackt mit APP| bearbeitet mit PI und PS

Als die Wolkendecke aufriss, war der Zeitpunkt eigentlich perfekt für meinen Fledermaus-Slot, leider stand der Mond aber direkt unter dem Dunkelnebel - das bringt nix.
Ersatzweise habe ich mich mit meinem Frankenstein-Origin (powered by PINS) an der M94 / NGC4736 "Croc's Eye Galaxy" im Canis Venatici versucht.
Die Nacht war kurz, um 3Uhr wird es hell und ich habe die gesammelten Frames wegen der durchziehenden Wolken auf 400x10s = 66 Minuten zusammengedampft.
Das reicht leider nicht für eine adäquate Darstellung des äußeren Staubbandes und ich musste den Hintergrund wegen des heftigen Gradienten auch etwas "auf die dunkle Seite der Macht" ziehen.
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Aufnahmedaten:
Datum: 31.05.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 400x10s = 66 Minuten mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | Aufnahme mit PINS| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Die Meteorschau der Nacht gibt es hier zu sehen
Tja, das war "mein" Astro-Mai 2026 - trotz einiger Schlechtwetter-Abschnitte und extrem kurzer Nächte insgesamt ein ziemlich ergiebiger Monat.
Ich bin gespannt, was der Juni bringt.
Viele Grüße und viel CS,