Generative KI in Bildbearbeitung beim Astrotreff ?

  • Hallo Zusammen,


    ich muss das hier jetzt einmal zur Diskussion stellen: ich möchte im Astrotreff, der mir lieb und teuer ist, keine Bilder sehen, die mit generativer KI behandelt oder erzeugt wurden. Das ist für mich definitiv eine rote Linie.

    Ich spreche nicht von den üblichen KI-Tools a la BXT und Co., die Entrauschen, Schärfen, Gradienten oder auch Satellitenspuren entfernen, denn diese fügen dem Bild nicht wirklich etwas dazu, sondern sind komplexe Mathematik.


    Aber wenn Bild-KI's hier das halbe Bild erzeugen oder aus einer Andeutung von Aufnahme ganze Wunderwerke aufpoppen, die bei der Belichtungszeit unmöglich auf dem Sensor gelandet sein können, das möchte ich das hier nur im Kunstforum sehen. Eine Kennzeichnungspflicht würde meiner Meinung nach wenig bringen, denn das wird dann leicht ignoriert oder "flexibel" gehandhabt. Und möchten wir uns bei jedem Bild fragen müssen, ob das jetzt "echt" ist ?


    Was meint Ihr dazu ?


    CS Erik

  • Hallo Erik,


    ich bin da zu einhundert Prozent bei Dir !

    Mehr noch - selbst in´s Kunstforum gehört es für mich nicht wirklich denn worin liegt die persönliche künstlerische Leistung wenn eine KI alles alleine macht ??

    Höchstens wenn ich die KI die das tut selbst programmiert hätte. . . .


    Aufnahme smart, Bearbeitung KI - um die Augsburger Puppenkiste zu zitieren: " Das ist mir zu modern. . . ." (Kleiner König Kalle Wirsch) :)

  • Was meint Ihr dazu ?

    100% Zustimmung.

    Wir alle geben uns Mühe, bei unseren Bildern die bestmögliche Detaildarstellung aus unserem eigenen Signal herauszufiltern.

    Wenn wir eine KI Details hinzufügen lassen, die wir so gar nicht eingefangen haben, dann dürfte das auf Sicht der Todesstoß für die Amateurastronomie sein.

    Wenn wir so etwas zulassen, dann brauchen wir uns auch keine Mühe mehr mit Technik und langen Belichtungszeiten machen und können kurze Schnappschüsse einfach mit den

    Details von Hubble-Bildern ergänzen. Oder die Bilder gleich komplett aus dem Internet laden.


    Gruß, Jochen

  • Ja, da kann man nur zustimmen - denke Astrofotos sollte Handwerk oder auch Kustwerk sein, aber nie ein KI-Werk werden....

    Bin aber nicht sicher wo die Grenze ist: bei den ganzen Nachbearbeitungen: wo hört "einfache" Filtermathematik auf und wo fängt KI-Zauber an, wenn die Bildbearbeitungsproramme mit ihrer KI-Unterstützung werben?

    Ich selber schaue (leider) immer weniger Fotos hier an - weil sie zu gut sind viele zu perfekt aussehen - mir gefällt das "quick and dirty" besser.....


    viele Grüße, Martin

  • Bin aber nicht sicher wo die Grenze ist: bei den ganzen Nachbearbeitungen: wo hört "einfache" Filtermathematik auf und wo fängt KI-Zauber an, wenn die Bildbearbeitungsproramme mit ihrer KI-Unterstützung werben?

    M.E. ist es ein Unterschied, ob ein Tool anhand von erlernten Mustern Gradienten entfernt (oder entrauscht oder Sat-Spuren entfernt, ...) oder ob es Details hinzufügt, die (mit der verwendeten Optik) nicht im Signal enthalten sind. Hier würde ich für mich persönlich die Grenze ziehen. Alles davor wäre mich für "Signal-Rekonstruktion".

    Auch mit photometrischer Farbkalibrierung kann ich leben, obwohl ich die Farben selbst so nicht aufgenommen habe.


    Gruß, Jochen

  • Danke an Erik für diesen Thread, 100%-ige Zustimmung auch von mir.

    Jetzt werde ich mal konkret:

    Das hat Joginet bereits kommentiert.


    Galeriebild NGC 2403

    Hier schrieb der User noch, dass er mit dem Microsoft Co-Piloten "bearbeitet" hat.


    Der Gipfel ist jedoch das hier, wo der User trotz Nachfrage behauptet, keinen Co-Piloten eingesetzt zu haben:

    Galeriebild M51

    Extreme Details in den Spiralarmen im Subbogensekunden Bereich, Sterne bis weit jenseits der 20 mag, auch jede Menge, die z.B. im M51 SDSS gar nicht vorhanden sind, während andere viel hellere fehlen, falsche Proportionen zwischen zwischen Galaxie und Sternhimmel, bzw. dem, was in diesem Bild Sternhimmel sein soll. Legt mal ein echtes M51 Bild darüber, dann wird klar, dass an dem Bild gar nichts echt ist.


    Die Galeriebilder habe ich kommentiert. Mindestens 8 Sternchengeber sind hiermit betrogen worden. Ich habe die Sternchengeber darauf hingewiesen, dass man Sternchen durch nochmaliges draufdrücken auch wieder zurück nehmen kann. Ja, Betrug ist ein hartes Wort, aber wenn der User uns auch noch so dreist belügt, bin ich dafür, das Kind beim Namen zu nennen.

  • Quote

    zitiere: "dann dürfte das der Todesstoß für die Amateurastronomie sein" ??? Schätze mal, da ist die Amateur Astrofotografie gemeint. Oder?

    Spica 44 : sorry... ich hätte das präziser ausdrücken sollen - ich bin halt in meiner Fotografie-Bubble gefangen. Die Visuellen haben natürlich nichts zu befürchten! ^^


    Gruß, Jochen

  • Auch mit photometrischer Farbkalibrierung kann ich leben, obwohl ich die Farben selbst so nicht aufgenommen habe.

    Damit fangen schon die ersten Meinungsverschiedenheiten an: mittels dieser Farbkalibrierung täuscht man vor, dass man einen sehr dunklen Standort hat, wo die Farben ohne Filter natürlich (die Verfälschung durch die Atmosphäre berücksichtigend?) abgebildet werden, obwohl man vielleicht (wie ich) nur unter einem hellen Himmel Fotos macht. ^^

    Und diese Kalibrierung wirkt sich ja auf sämtliche Bildpixel aus, nicht wahr? Damit werden also die Farben sämtlicher Pixel verändert; d.h. es kann z.B. winzige Reflexionsnebel geben, die im Originalbild grau oder schwarz sind (also nicht als Reflexionsnebel erkennbar), nach der Kalibrierung aber blau erscheinen, :) obwohl diese Farbe am hellen Standort gar nicht realistisch ist,

    viele Grüße

    Andreas


    P.S. und wenn schon die Farben eines Bildes derart "standardisiert" werden können/dürfen, dann ist es bis zu Luminanzveränderungen auch nicht mehr weit.

    Die ersten Luminanzveränderungen fangen doch auch schon bei BlurXterminator an: aus elliptischen Sternen und noch schlimmeren Sternformen werden kleinere runde Sterne. Anstatt sehr hellen Bildpixeln werden also an den verbesserten Stellen dunkle Bildpixel.

  • mittels dieser Farbkalibrierung täuscht man vor,

    Bei der Tageslichtfotografie würde ein weißes Blatt Papier ohne Weißabgleich je nach Licht orange oder blau aussehen.

    Aber das ist gar nicht das Thema hier - das hatten wir anderer Stelle ja schon mal diskutiert.

    Hier geht es um durch generative KI geschaffene Astrobilder.


    Gruß, Jochen

  • Hallo


    ich kann im Grunde genommen meinen Vorgängern nur zu stimmen.

    So offensichtlich wie bei dem Beispiel

    Der Gipfel ist jedoch das hier, wo der User trotz Nachfrage behauptet, keinen Co-Piloten eingesetzt zu haben:

    Galeriebild M51

    wird es nicht immer sein.


    Es wird be+verarbeitet was das Zeug ( die Software) hergibt.

    Ich habe erst kürzlich irgendwo gelesen, dass das Bild "entwickelt" werden muss !

    Kommt mir so vor wie bei der alten analogen Fotografie - nur da basierte es auf Chemie.


    Wir werden mehr oder minder damit Leben müssen, dass mit Hilfe von KI geschummelt wird, um es gelinde auszudrücken.

    Die Versuchung scheint doch zu groß zu sein.

    Ich wundere mich schon, was mit den kleinen Smart-Teleskopen alles möglich ist! oder noch möglich sein wird?


    Wir werden das ertragen - bleiben wir kritisch.


    VG +CS Dieter

  • Damit fangen schon die ersten Meinungsverschiedenheiten an: mittels dieser Farbkalibrierung täuscht man vor,

    Hallo Andreas,


    die photometrische bzw. spektrophotometrische Farbkalibrierung ist quasi der Weißabgleich in der Astrofotografie - sprich die Gewichtung der Farben anhand der realen Spektralklaasen der Sterne. Das ist doch völlig legitim, zumal in den Tools wie Siri oder PI genau beschrieben ist, wie und auf welcher Datengrundlage das erfolgt.


    Auch die oben von Erik (Aludobson) erwähnten KI Tools wie BXT, NXT, GraXpert usw. dienen dazu, vorhandenes Signal zu bearbeiten. bzw. Rauschen zu reduzieren. Man kann darüber diskutieren, ob und wenn ja, welche Dosis noch echte Details oder schon Artefakte wiedergibt, was hier auch immer wieder Diskussionsstoff war. Ich bin z.B. der Auffassung, dass in vielen Fällen zu viel geglättet wird und das natürliche Rauschen des Himmels zu stark unterdrückt wird.


    Das hier ist jedoch eine ganz andere Nummer. Hier werden Objekte und Details dazuerfunden, die im Bild gar nicht vorhanden sind. Das ist für mich auch keine Kunst. Das ist nur Fake!

  • Danke fürs posten von einem konkreten Vorfall. Ist schon krass, dass ich jetzt auch noch in meiner Freizeit und meinem Hobby drauf achten muss, dass alles echt ist.


    Ich dachte bisher, dass die Hobbyastronomen ja doch alle ein gewisses Interesse an der Wissenschaft haben.


    Leider und da habe ich eine ganz klare Meinung, muss ich sagen, dass wir hier einen Präzedenzfall haben. Smart Teleskop plus KI ergeben eine gefährliche, quasi hürdenlose Kombination, um gefälschte Astro Bilder zu produzieren und sich damit zu schmücken.

  • Hallo,

    ist wirklich spannende Sache - gerade habe ich mal "Claude" befragt und win paar Bilder von hier analisieren lassen :see_no_evil_monkey: die Auswertungen von Claude lesen sich plausiebel (ich mache jetzt keine Angabe zu dem Bild das ich verwendet habe - nur der Vergleich zu M42 am Ende, der war von mir der M42):

    Das obige Beispiel von M51 wurde als KI-Bild eingestuft ("kein echtes Astrofoto") - also anscheinend kann man mit Ki andere KI überführen :D


    viele Grüße, Martin

  • Boar, ich glaub das wird wild hier.


    BlurX und NoiseX gehören ja bei fast jedem (bei mir auch) mittlerweile zum Standardwerkzeug.


    Ja, was ist echt und was nicht, ist hier die Frage? Mein Gott. Die Welt wird echt komisch im Moment.

  • Objekte und Details dazuerfunden,

    KI wird immer besser, bald wird alles auf dem Foto sein, was exakt dahin gehört. Nur dass das aufnehmende Teleskop das nicht gesehen hat, gar nicht sehen konnte.


    KI kann man effektiv wohl nur mit KI bekämpfen. Es gibt ja grade im Bildbereich KI Detektoren, also Software, die Fake-KI erkennen kann.


    Ansonsten meine volle Zustimmung.

    ich möchte im Astrotreff, der mir lieb und teuer ist, keine Bilder sehen, die mit generativer KI behandelt oder erzeugt wurden.

    Ich auch nicht.

    Grüße

    Knut

    102 f7 ED Refraktor, 200 f5 Newton, 120 f5 Richfield Achromat, 127 f12 Maksutov, Nikon Action VII 8x40

  • noch etwas: ich hatte eine ähnliche Frage in Cloudy Nights im Jahre 2021 auch mal gestellt: da ging es nur um eine Farbkalibrierung, :) , ob das cheaten ist:

    ein Kollege aus New York schrieb folgendes dazu:

    "Es gibt einige starke Meinungen unter einigen über Genauigkeit oder Reinheit in der Verarbeitung. Wir müssen jedoch zugeben, dass die Anwendung der Hubble-Palette "Betrügen" ist. Selbst die Anwendung der verschiedenen neuen Anwendungen der unscharfen Maskierung kann Details einführen, die nicht wirklich da waren. Die meisten erkennen, dass es mit dem enormen Bereich der Ausrüstung, der Umstände und des Wissens auch eine Vielzahl von Mitteln geben wird, um mit der Bereinigung unserer Daten umzugehen. Was auch immer Sie tun, um die Fotos an den Punkt zu bringen, an dem Sie mit ihnen zufrieden sind, ist in Ordnung.

    Wenn andere hier zu Ihrem Wissen über Werkzeuge und Techniken beitragen können, dann wenden Sie an, was Sie können und verbessern. Das ist eines der großen Dinge an dieser Seite.

    Aber am Ende des Tages sind es deine Fotos, deine "Wissenschaft", deine Kunst. "


    Also kann der Kollege mit dem S50, zumindest in CN, ein Kunstwerk erstellen, wie es ihm gefällt, und es erscheint im Bilderforum, DSLR. ^^

  • Welchen Anspruch habe ich an "echt" ?

    Soweit es mich betrifft bevorzuge ich Deep Sky Bilder die so aussehen, wie meine Augen mit meiner spektralen Empfindlichkeit das sehen würden wenn sie es sehen könnten - also längere Integrationszeiten möglich wären.

    Photometrische Farbkalibrierung - ist für mich ok wenn sensibel eingesetzt.


    Sonne, Mond, Planeten, Spektren - da habe ich den Anspruch, nichts Unechtes hinein zu bearbeiten.


    Smartie plus KI - welchen Sinn hat es eigentlich, sich aus seinem Hobby selbst heraus zu rationalisieren ?

    Was gerne jede(r) tun darf - ohne hier irgend jemandem etwas unterstellen zu wollen - nur sollte man sich dann nicht öffentlich mit den Resultaten profilieren wollen.


    Ich persönlich verstehe das nicht. Ich hatte so viel Freude gestern damit, aus den Sonnenaufnahmen das letzte Detail herauszukitzeln. Da freue ich mich auch wirklich über alle, die das wertschätzen.

  • Hmmmm,


    nicht dass ich dafür wäre, ganz im Gegenteil.

    letztlich ist das aber die Zukunft die der Astrofotografie beschieden ist, denn der Himmel hat sich schon......menschengemacht.......bedrohlich......verändert und wir verändern ihn weiter.

    Es scheint, wir müssen uns darauf vorbereiten, dass der nächsten oder übernächsten Generation nur noch KI zeigen kann, was da oben los ist.


    Okay, ich bin rein visuell unterwegs und bei mir hat die Himmelsqualität, gerade horizontnah, brutal nachgelassen. Also reise ich. La Palma, Südafrika und hier in D halt auch in noch dunkle Ecken und überall findet man kaum ein Übersichts-Gesichtsfeld welches man fünf Minuten bestaunen kann, ohne dass mindestens 1-5 Lichtpunkte durchfliegen. Ich habe früher alles gefunden, was ich wollte, oft schneller als GoTo, heute schaffe ich Starsense an.

    Wir hatten mal Sternwarten stadtmnah und sogar in Städten die forschten und Platten belichteten, heute pure Nostalgie und Öffentlichkeitsarbeit.........Fortsetzung nach Belieben.


    Was heute Betrug ist kann eventuell die Notwendigkkeit von morgen sein und irgendwie will mir scheinen, als liefere uns die KI schon heute die aussicht auf das Trostpflaster, so fadenscheinig es uns auch (noch) erscheinen mag.

    Das nach Möglichkeit zuu verzögern wird zu diskutieren sein.


    Gruß

    Günther

    Jeder macht sich die Probleme die er haben möchte,

    sei es um sie zu lösen oder um sie zu pflegen.

  • Oder die Bilder gleich komplett aus dem Internet laden.

    Ich habe großen Respekt vor der Handarbeit, das Wissen und die Mühe, die in einem nicht gefaketen Astrofoto steckt. Ich freue mich nicht nur über das tolle Foto, sondern auch für den/die, die es gemacht haben.


    Ich selber fotografiere nur terrestrische Dinge, kann aber nachvollziehen, das einen ein gelungenes Foto ziemlich stolz macht.


    Das alles wird entwertet, wenn jeder mit Hubble Qualität um die Ecke kommen kann.

    Grüße

    Knut

    102 f7 ED Refraktor, 200 f5 Newton, 120 f5 Richfield Achromat, 127 f12 Maksutov, Nikon Action VII 8x40

  • Oha, dat nu ok noch!


    Aber Untergang des Abendlandes droht uns doch nicht, oder?

    Ich denke mal, dass Astrobin mehr betroffen sein könnte und dass die Verantwortlichen dort sicher schon genaue Definitionen und Regeln festlegt haben oder demnächst werden, worum es geht und was unbedingt verhindert werden muss. Daran könnte man sich ja auch hier halten.


    Ich würde mir erst mal wünschen, dass endlich mal alle präsentierten Bilder mit vollen Daten begleitet werden müssen! Im Zweifel können dann ja Originaldaten angefordert werden und bei entsprechenden nachgewiesenen Schummeleien/Betrugsversuchen dann Konsequenzen gezogen werden.


    Also mit klaren Regeln reagieren und dann ggf. handeln. Vorerst kann ich mir nicht vorstellen, dass das im Astrotreff ein größeres Problem werden könnte. Wer hat denn an solchen blöden Deep-Fake-Egotrips in seinem Hobby Interesse?


    CS Peter







    _________________________________________________________________________________________________________________

    EQ6-R Pro in Gartensternwarte;TsOptics Photon 10'' f4 (254/1016 mm), Skywatcher Quattro 8'' f4 (200/800mm), GSO 6'' Newton (150/600 mm), RC GSO 8'' Ritchey Chretien (203/1624 mm), William Megrez Triple Apo 80/480 mm; :Canon 6Da, Zwo ASI 1600 MM Pro, Touptek 2600kpm, ZWO EFW 7*2'' mit Baader 2'' CCD LRGB Ha,OIII;SII,  ZwoOAG mit ZwoASI 220mini; www.astro-besitz.de

    Edited once, last by PeterBez ().

  • Hallo Peter,

    Wer hat denn an solchen blöden Egotrips in seinem Hobby Interesse?

    Mehr und mehr.

    Leider.


    Aber vielleicht ist das auch ein Spiegel der Zeit.

    Das alles selbst aufzunehmen und zu berabeiten, dafür wollen sich immer mehr nicht die Zeit nehmen. Man kann sich doch prima aus einem anderen Hobby heraus rationalisieren während im Astro-Hobby schon das Smartie die Aufnahmen macht und die KI das auf JWST Niveau aufpustet.

    Ein wenig satirisch gemeint.


    Mir sind eigentlich schon die Smarties zu viel.

    Ich stehe aber auch dazu in manchem sehr retro zu sein.

    Ich selber schaue (leider) immer weniger Fotos hier an - weil sie zu gut sind viele zu perfekt aussehen - mir gefällt das "quick and dirty" besser.....

    Mir auch.

    Wobei ich wirklich schätze, was heute an Sonne-Mond-Planeten möglich ist, denn da kann man noch echte Studien betreiben.

    Und - in diese Bereiche ist bislang noch kein Smartie vorgedrungen.

  • Moin!

    Der Gipfel ist jedoch das hier, wo der User trotz Nachfrage behauptet, keinen Co-Piloten eingesetzt zu haben:

    Galeriebild M51

    Extreme Details in den Spiralarmen im Subbogensekunden Bereich, Sterne bis weit jenseits der 20 mag, auch jede Menge, die z.B. im M51 SDSS gar nicht vorhanden sind, während andere viel hellere fehlen, falsche Proportionen zwischen zwischen Galaxie und Sternhimmel, bzw. dem, was in diesem Bild Sternhimmel sein soll. Legt mal ein echtes M51 Bild darüber, dann wird klar, dass an dem Bild gar nichts echt ist.

    Ja, das ist der Hammer. Ich habe mal vor längerer Zeit mit meinem selbstgebastelten EAA-Setup M51 aufgenommen. Aufnahmeoptik war ein kleiner 66/400 ED. Bei Bortle 4 und 110 Minuten Gesamtintegrationszeit habe ich im Bild noch nicht mal 1/4 der Hintergrundsterne......

    Betrug ist ein hartes Wort, aber wenn der User uns auch noch so dreist belügt, bin ich dafür, das Kind beim Namen zu nennen.

    :thumbup:



    Beste Grüße

    Micha

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